Kategorie: propTech

propTech – Immobiliennews zu digitalen Lösungen, Innovationen & Technologien für die Schweizer Immobilienbranche.

  • Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Die Immobiliendienstleisterin SMG Swiss Marketplace Group AG (SMG) hat zusammen mit der Tochtergesellschaft IAZI eine datenbasierte Monitoring-Lösung zum Erkennen von potenziellen Naturgefahren entwickelt. Die Lösung sei imstande, für jeden Standort in der Schweiz Angaben zu den regional unterschiedlichen relevanten Naturrisiken zu machen. Dazu zählen Hochwasser, Oberflächenabfluss, Hagel, Sturm, Steinschlag und Felssturz, Erdbeben, Lawinen und Rutschungen. Zugleich nimmt das Monitoring eine Einstufung in die standardisierten Gefahrenklassen «erheblich» und «mittel» vor. Dadurch werden potenzielle Naturgefahren für alle Akteure im Immobilienbereich transparent dargestellt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Wie SMG schreibt, werden Gefahren durch Naturkatastrophen oftmals nicht ausreichend wichtig genommen. So hätten bei einer Entscheidung für die Wohnlage die Aussicht, die Versorgung mit Geschäften, Arztpraxen und Kinderbetreuung oder die Anbindung an den öffentlichen Verkehr den Vorrang. Potenzielle Naturgefahren hingegen blieben bei einer Bewertung der Immobilie aussen vor.

    SMG nimmt Bezug auf Daten des Bundesamtes für Umwelt. Dieses schätzt, dass 7 Prozent der Schweizer Bevölkerung an Orten leben, die von Lawinen, Rutschungen, Felsstürzen oder Steinschlag betroffen sein können. Eine Gefährdung durch Überschwemmungen drohe sogar 20 Prozent der Bevölkerung. «Zur langfristigen Festlegung der Liegenschaftsstrategie gehört es dazu, neben Renovations- und Finanzierungsthemen auch die naturbezogenen Klimarisiken zu berücksichtigen und vorausschauend abzusichern», wird Roman Ballmer zitiert, stellvertretender CEO bei IAZI.

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • KI entschlüsselt Gehirnaktivität

    KI entschlüsselt Gehirnaktivität

    Wissenschaftler der EPFL haben eine bahnbrechende KI-Technik entwickelt, die auf geometrischen Prinzipien basiert und neuronale Aktivitätsmuster sichtbar macht. Das System mit dem Namen MARBLE (Manifold Representation Basis Learning) zerlegt elektrische Signale des Gehirns in dynamische Muster, die durch ein neuronales Netzwerk entschlüsselt werden können. Damit gelingt es, universelle Strategien der Gehirnaktivität über verschiedene Individuen und experimentelle Bedingungen hinweg zu erkennen.

    Verborgene Muster im Gehirn sichtbar machen
    Die Neurowissenschaft steht vor einer grundlegenden Herausforderung. Gehirnaktivität wird meist durch die Analyse weniger Neuronen erfasst, wodurch ein vollständiges Bild der neuronalen Prozesse fehlt. Pierre Vandergheynst, Leiter des LTS2-Signalverarbeitungslabors der EPFL, vergleicht dieses Problem mit der Geschichte von Blinden, die verschiedene Teile eines Elefanten ertasten und daraus widersprüchliche Schlussfolgerungen ziehen. Ähnlich verhält es sich mit der Erfassung neuronaler Signale, ein begrenzter Datenausschnitt erschwert das Gesamtverständnis.

    Mit dem System konnte nun gezeigt werden, dass verschiedene Tiere, die gleiche mentale Strategien zur Problemlösung nutzten, übereinstimmende neuronale Muster aufwiesen. Die Technik ermöglicht damit eine präzisere Interpretation von Gehirnaktivitäten und könnte einen neuen Standard für die Analyse dynamischer neuronaler Prozesse setzen.

    Ein Durchbruch für Neurowissenschaften und Robotik
    Der innovative Ansatz des geometrischen Deep Learnings erlaubt es, neuronale Daten nicht nur statistisch, sondern auch in ihrem natürlichen mathematischen Kontext zu analysieren. Dabei zeigt sich, dass Gehirnaktivitäten sich als komplexe geometrische Strukturen darstellen lassen. Beispielsweise in Form eines Torus, ähnlich einem Donut.

    Die EPFL-Forscher testeten MARBLE mit Aufnahmen aus dem Makaken-Vormotorsrindenbereich bei Greifbewegungen sowie im Hippocampus von Ratten während räumlicher Orientierungsaufgaben. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Das System entschlüsselte die neuronale Aktivität weitaus präziser als herkömmliche Methoden und ermöglichte eine intuitivere Interpretation der neuronalen Prozesse.

    Breites Anwendungspotenzial über Neurowissenschaften hinaus
    Neben dem Einsatz in der Hirnforschung könnte MARBLE auch für andere wissenschaftliche Disziplinen von grossem Wert sein. Die Technologie bietet die Möglichkeit, neuronale Aktivitätsmuster in dekodierbare Signale umzuwandeln. Dies zur Steuerung von robotischen Assistenzsystemen, die auf Gehirnaktivitäten reagieren.

    Pierre Vandergheynst betont das Potenzial über die Neurowissenschaften hinaus: «Unsere Methode basiert auf der mathematischen Theorie hochdimensionaler Strukturen und kann auch in anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen genutzt werden, um dynamische Prozesse zu analysieren und universelle Muster zu identifizieren.»

    Mit MARBLE könnte ein fundamentaler Schritt in der Erforschung komplexer biologischer und physikalischer Systeme gelingen und damit nicht nur unser Verständnis des Gehirns revolutioniert, sondern auch neue Impulse für Künstliche Intelligenz und Robotik gegeben werden.

  • Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Seit 2018 setzt Winterthur auf Smart City Projekte, die die Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter gestalten. Bereits 27 Projekte wurden erfolgreich umgesetzt. Auch 2025 setzt die Stadt den Fokus auf innovative Lösungen für Mobilität, Digitalisierung und ökologische Stadtentwicklung.

    Die geförderten Projekte für 2025 sind breit gefächert. Von nachhaltiger Wiederverwendung von Baumaterialien über digitale Anmeldesysteme für den Schulsport bis hin zu einem KI-gestützten Kulturkalender. Alle Projekte haben das Ziel, bestehende Herausforderungen mit kreativen Technologien und neuen Ansätzen zu lösen.

    Sechs geförderte Smart City Projekte für 2025

    • Schwammstadt in Aktion: Extremwetterereignisse wie Hitze und Starkregen werden häufiger. Dieses Projekt testet, wie grüne Dächer und durchlässige Böden helfen können, die Stadt zu kühlen und Regenwasser besser zu absorbieren. Im Innovationslabor Grüze wird die Wirkung der Schwammstadtelemente sichtbar gemacht.

    • Winti Re-Use: In Bauprojekten fallen oft grosse Mengen an verwertbarem Material an, die bislang entsorgt werden. Eine neue Plattform sorgt dafür, dass Bauabfälle sinnvoll weiterverwendet werden, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.

    • Mobilität Spitex: Spitex-Mitarbeitende sind täglich in der Stadt unterwegs – häufig mit dem eigenen Auto. Dieses Projekt testet nachhaltige Alternativen wie E-Bikes und E-Scooter, um emissionsärmere Mobilität zu fördern und flexiblere Transportlösungen für Pflegepersonal zu schaffen.

    • Smarte Anmeldung Schulsport: Die Anmeldung für den Schulsport soll durch eine digitale Plattform einfacher, schneller und fehlerfreier werden. Eltern und Verwaltung profitieren von einem optimierten Prozess, der bürokratischen Aufwand reduziert.

    • CulturAI: Winterthur ist eine lebendige Kulturstadt, doch oft bleiben kleinere Veranstaltungen im Schatten grösserer Events. Eine künstliche Intelligenz (KI) analysiert Vorlieben und schlägt individuell passende Kulturveranstaltungen vor – auch für Nutzer:innen mit wenig Zeit für Recherche.

    • Winbib+: Bibliotheken werden durch unbediente Öffnungszeiten flexibler nutzbar, sodass Bücher und Medien auch abends oder am Wochenende ausgeliehen werden können.

    Smart City Winterthur 2030
    Die Stadt Winterthur treibt ihre Smart City Entwicklung gezielt voran. Zum 1. Januar 2025 hat der Stadtrat die Strategie «Smart City Winterthur 2030» verabschiedet. Ziel ist es, Innovationen aktiv zu fördern, neue Netzwerke für Zusammenarbeit zu schaffen und die digitale Transformation der Stadt weiterzuentwickeln.

    Mit der Förderung dieser sechs Projekte zeigt Winterthur, wie eine moderne, nachhaltige Stadtentwicklung durch kreative Ansätze und den gezielten Einsatz von Technologie gelingt.

  • Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkämme sind essenzielle Werkzeuge der modernen Optik. Sie ermöglichen hochpräzise Messungen und finden Anwendung in der Telekommunikation, Umweltüberwachung und sogar der Astrophysik. Doch bislang waren kompakte, energieeffiziente Lösungen schwer realisierbar.

    Das neue, von einem internationalen Forschungsteam entwickelte elektrooptische Kammgenerator-Design revolutioniert diese Technologie. Mit mehr als 2000 Kammlinien auf einer Fläche von nur 1 cm² bietet es eine bisher unerreichte Präzision und Kompaktheit.

    Lithiumtantalat als Schlüsselkomponente
    Im Zentrum der Entwicklung steht Lithiumtantalat (LTO), ein Material, das eine 17-mal geringere Doppelbrechung als Lithiumniobat aufweist. Diese Eigenschaft reduziert Interferenzen zwischen Lichtwellen, was eine gleichmäßige und stabile Kamm-Erzeugung ermöglicht.

    Durch die Kombination von Mikrowellen- und optischen Schaltkreisen auf einer einzigen Plattform konnte das Team eine integrierte Dreifachresonanz-Architektur entwickeln, in der drei Felder – zwei optische und eine Mikrowelle – harmonisch in Resonanz stehen.

    Energieeffizienz und Vielseitigkeit
    Ein entscheidender Fortschritt ist der deutlich reduzierte Energiebedarf: Das neue Design benötigt fast 20-mal weniger Mikrowellenleistung als frühere Modelle. Zudem ermöglicht die kompakte Bauweise eine praktische Integration in photonische Systeme, die zuvor auf sperrige und energieintensive Lösungen angewiesen waren.

    Potenzielle Anwendungen in Hochtechnologiebranchen

    • Robotik: Hochpräzise Laser-Messungen für autonome Systeme
    • Spektroskopie und Sensorik: Genaue Gasdetektion und Umweltanalysen
    • Telekommunikation: Effizientere optische Netzwerke mit geringerem Energieverbrauch

    Ein Meilenstein für die Photonik
    Das neue Design zeigt das Potenzial der Co-Integration von Mikrowellen- und photonischer Technik für zukünftige Anwendungen. Durch die Kombination von hoher Präzision, geringem Energieverbrauch und kompaktem Design könnte diese Entwicklung einen Wendepunkt für optische Technologien darstellen.

  • Effiziente Kühlung für Rechenzentren und mehr

    Effiziente Kühlung für Rechenzentren und mehr

    Bislang war der Einsatz von Ionenwind begrenzt, da die Luftströmung zu schwach war. Das Unternehmen entwickelte nun neuartige Nadelelektroden und optimierte die Gehäuseform nach dem Coandă-Effekt, um den Luftstrom effizient zu verstärken. Diese Kombination erlaubt eine bis zu dreifache Luftgeschwindigkeit bei gleichzeitig reduziertem Energiebedarf.

    Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
    Neben der Kühlung von Datenzentren sieht das Start-up grosses Potenzial in anderen Industrien, etwa bei Trocknungssystemen und Luftreinigungsverfahren. Die Technologie ermöglicht Luftbewegung mit minimalem Druckunterschied und könnte langfristig herkömmliche Lüfter ersetzen.

    Auf dem Weg zur Marktreife
    Das Start-up erhielt bereits mehrere Auszeichnungen und wird von Venture Kick, der Gerbert Rüf Stiftung und dem Schweizerischen Nationalfonds gefördert. Während der eigene Produktionsaufbau vorangetrieben wird, prüft das Unternehmen auch ein Lizenzmodell. Die Technologie könnte einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs in verschiedenen Sektoren leisten.

  • Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Die Industrie steht vor der Herausforderung, ihre Prozesse von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzustellen. Besonders für Temperaturbereiche von 100 bis 200°C bieten Hochtemperatur-Wärmepumpen eine energieeffiziente Lösung. Sie können nicht nur Prozesswärme bereitstellen, sondern auch gleichzeitig Kälte erzeugen, was sie für viele Industriezweige besonders attraktiv macht.

    Interaktive Technologie-Landkarte für Unternehmen
    Im Forschungsprojekt «Identifikation von industriellen Wärmepumpen für die Prozesswärme» hat das Fraunhofer ISE ein Onlinetool entwickelt, das Unternehmen gezielt bei der Auswahl der richtigen Wärmepumpentechnologie unterstützt.

    Das Tool bietet:

    • Visualisierung der verfügbaren Wärmepumpentechnologien im Temperaturbereich und Leistung
    • Zuordnung von Wärmepumpen zu spezifischen Industrieprozessen (z. B. Reinigung, Trocknung, Kühlung)
    • Interaktive Abrufmöglichkeiten für Prozesstemperaturen in verschiedenen Branchen
    • Detaillierte Fact Sheets zu Kreislaufprozessen, Verdichtertechnologien und Kältemitteln

    Ein Beitrag zur klimaneutralen Industrie
    Das Onlinetool ist Teil des Fraunhofer-Forschungsleitthemas «Klimaneutrale Industrie», das Unternehmen auf dem Weg zu einer CO₂-neutralen Energieversorgung unterstützt.

    Dazu gehören:

    • Optimierung von Energieeinsparpotenzialen
    • Nutzung industrieller Abwärme
    • Integration erneuerbarer Energien (z. B. Photovoltaik zur Eigenstromversorgung)
    • Speicherlösungen für Wärme, Kälte und Strom

    Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Aufbereitung von Industrieabwässern, die nicht nur Abwärme, sondern oft wertvolle Reststoffe wie Metalle oder Säuren enthalten. Diese können mit modernen Rückgewinnungstechnologien effizient wiederverwertet werden.

    Mitwirken und Daten beitragen
    Der Datenpool des Onlinetools wird laufend erweitert. Hersteller von Wärmepumpen und Industrieunternehmen können mit dem Fraunhofer ISE in Kontakt treten, um ihre Daten in die Plattform zu integrieren und so die Entwicklung weiter voranzutreiben.

    Mit dieser neuen digitalen Lösung bietet das Fraunhofer ISE Unternehmen ein effektives Werkzeug zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse und zur Steigerung der Energieeffizienz – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion.

  • Digitale Immobilienplattform erhält Wachstumskapital

    Digitale Immobilienplattform erhält Wachstumskapital

    Das Zürcher Immobilienunternehmen Properti konnte sich laut einer Mitteilung eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von insgesamt 1,85 Millionen Franken sichern. Mit dem frischen Kapital plant das auf digitale Immobilientransaktionen spezialisierte Unternehmen einen Ausbau seiner Marktposition. Dabei will Properti seine digitale Plattform Propchain ausbauen. Mit dem Instrument lassen sich verschiedene Funktionen in einer Schnittstelle integrieren. Diese soll Eigentümern wie Nutzern gleichermassen Vorteile bieten.

    «Der Markt ist für junge Unternehmen wie Properti durchaus herausfordernd. Dennoch hat Properti selbst in einem volatilen Wirtschaftsumfeld beachtliche Erfolge erzielt», wird Levent Künzi, CEO von Properti, in der Mitteilung zitiert. «Mit einer offenen Wachstumsstrategie arbeiten wir eng mit Partnern zusammen, um unsere End-zu-End-Plattform weiter auszubauen. Unser Team zeichnet sich durch eine Game Changer-Mentalität aus, die es uns ermöglicht, die Vision von Properti konsequent zu verwirklichen.»

  • Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Stützmauern, Tunnel und Brücken aus Stahlbeton prägen das Schweizer Stadtbild und die Infrastruktur. Doch viele dieser Bauwerke haben bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel – und chemische Veränderungen im Beton setzen dem verbauten Stahl zu. Beginnt der Bewehrungsstahl zu rosten, verliert das Bauwerk an Stabilität. Besonders problematisch sind die Schäden an unzugänglichen Stellen, wo herkömmliche Prüfmethoden versagen.

    Elektrochemische Messungen als neue Lösung
    Bislang mussten Ingenieure Teile des Betons aufbrechen, um Korrosionsschäden zu überprüfen. Ein aufwendiges und oft unzureichendes Verfahren. Talpa hat eine neue Methode entwickelt, die über Drainagerohre funktioniert. Eine spezielle Sonde wird in das Rohr eingeführt und misst mithilfe von elektrochemischen Signalen die Korrosionswahrscheinlichkeit im umgebenden Stahlbeton.

    «Das gab es bisher nicht», erklärt Lukas Bircher, einer der Entwickler. «Bisher musste man ganze Betonflächen abtragen, um Schäden zu finden und konnte trotzdem leicht einen kritischen Bereich übersehen.» Mit der neuen Technik können nun ganze Mauerabschnitte systematisch geprüft werden, ohne Zerstörung oder aufwendige Bauarbeiten.

    Messungen im laufenden Betrieb – ohne Baustelle
    Das Verfahren wurde bereits erfolgreich getestet, unter anderem an einer 200 Meter langen Stützmauer in Zürich-Höngg. Das Prinzip ist eine Sonde die in das Drainagerohr eingeführt und mit aufblasbaren Dichtungen fixiert wird. Anschliessend leitet das System Wasser in den Messbereich, wodurch eine leitfähige Verbindung zwischen den Elektroden der Sonde und dem Stahl im Beton entsteht. Anhand der aufgezeichneten elektrischen Signale kann das Team erkennen, ob und in welchem Ausmass Korrosion vorliegt.

    Alle 25 Zentimeter wird eine neue Messung vorgenommen, um den Zustand des gesamten Mauerabschnitts zu erfassen. «So können wir gezielt diejenigen Bereiche identifizieren, die tatsächlich eine Gefahr darstellen», sagt Bircher. «Das spart nicht nur Zeit, sondern auch hohe Kosten für unnötige Eingriffe.»

    50 Jahre nach dem Bauboom – Sanierungsbedarf wächst
    Viele der heute betroffenen Stahlbetonbauten stammen aus der Boomphase zwischen 1960 und 1980. Besonders Stützmauern aus den 1970er-Jahren enthalten häufig Hohlräume, die Korrosion begünstigen. Bislang mussten Schäden aufwendig durch Stichproben ermittelt werden, mit hohem Risiko, kritische Stellen zu übersehen. Die neue Methode bietet erstmals eine flächendeckende und zuverlässige Analyse.

    Von der Forschung zum Start-up Talpa-Inspection
    Die Technologie hat so grosses Potenzial, dass Bircher gemeinsam mit zwei Kollegen das Start-up Talpa-Inspection gründet. Der Name «Talpa», lateinisch für «Maulwurf», steht sinnbildlich für die innovative Art, tief verborgene Schäden sichtbar zu machen. Unterstützt durch ein ETH Pioneer Fellowship entwickelt das Team die Technologie weiter und bereitet den Markteintritt vor.

    Zukunftsperspektiven, Automatisierung und Skalierung
    Aktuell erfolgt die Messung noch teilweise manuell, doch das Team arbeitet bereits an einer automatisierten Version. Ziel ist es, die Sonde robuster zu machen und den Messvorgang weiter zu beschleunigen. Die Nachfrage ist gross. Allein in der Schweiz gibt es über 1’000 Kilometer potenziell betroffener Stahlbetonbauwerke.

    «Unsere Methode bietet eine echte Chance, die Lebensdauer bestehender Bauwerke zu verlängern», sagt Bircher. «Wir hoffen, dass sie sich bald als Standardverfahren für die Bauwerksdiagnostik etabliert.»

  • KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    Perowskit-Solarzellen erreichen bereits Wirkungsgrade von über 26% und sind dabei leicht, flexibel und kostengünstig herstellbar. Sie gelten als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Silizium-Modulen. Doch Herausforderungen wie Langzeitstabilität und Skalierbarkeit stehen der industriellen Nutzung noch im Weg.

    KI als Schlüssel zur Produktionsoptimierung
    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erforscht, wie maschinelles Lernen den Herstellungsprozess von Perowskit-Zellen verbessern kann. Deep-Learning-Modelle analysieren Materialeigenschaften in Echtzeit und optimieren die Parameter für maximale Effizienz.

    Fehler erkennen, bevor sie entstehen
    Mithilfe von In-situ-Bildgebungstechniken überwacht KI die Dünnschichtbildung und erkennt Fehler frühzeitig. So können Prozessabweichungen sofort korrigiert und teure Ausschussproduktionen vermieden werden.

    Simulationen für maximale Effizienz
    Durch KI-gestützte Simulationen lassen sich Produktionsbedingungen präzise anpassen. Besonders die Steuerung der Vakuumabschreckzeit spielt eine entscheidende Rolle. Die KI optimiert diesen Prozess, um die bestmögliche Materialstruktur zu gewährleisten.

    Der Weg zur Marktreife
    Die KIT-Studie zeigt, dass KI ein entscheidender Treiber für die Weiterentwicklung der Perowskit-Photovoltaik ist. Die Technologie könnte den Solarenergiemarkt revolutionieren und mit KI schneller denn je industriell nutzbar werden.

  • Effiziente Vermietung dank KI

    Effiziente Vermietung dank KI

    Die Schweizer Immobilienbranche trägt rund 20 Prozent zum BIP bei, doch die Digitalisierung hinkt hinterher. SMG Real Estate setzt mit einer Innovationsoffensive neue Massstäbe. Plattformen wie ImmoScout24, Homegate und Flatfox bieten nun volldigitale Lösungen, die Inserate schneller erstellen, Besichtigungen vereinfachen und den gesamten Mietprozess optimieren.

    Ein zentraler Baustein ist der Flatfox-Messenger, der auf den genannten Plattformen integriert wird. Diese WhatsApp-ähnliche Kommunikationslösung bündelt den gesamten Austausch zwischen Mietinteressenten und Vermietern. Besichtigungstermine, Bewerbungen und Zusagen lassen sich nahtlos verwalten – ohne die übliche E-Mail-Flut.

    KI-gestützte Inserate für maximale Effizienz
    Auch bei der Inserateerstellung setzt SMG Real Estate auf Automatisierung. Makler und Bewirtschafter können mit wenigen Klicks ein vollständiges Inserat generieren. Durch Eingabe der Immobilienadresse werden alle relevanten Daten wie Grösse und Ausstattung automatisch ergänzt, und ein KI-gestützter Text wird erstellt.

    Diese Innovation spart pro Inserat durchschnittlich 14 Minuten. Hochgerechnet auf die Vielzahl an täglichen Inseraten ergeben sich erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen. So bleibt mehr Zeit für das Kerngeschäft – den direkten Kontakt mit Interessenten.

    Zukunftssichere Lösungen für die Branche
    Das Unternehmen will die Schweizer Immobilienbranche fit für die digitale Zukunft machen. Die neuen Technologien bieten nicht nur Komfort und Effizienz, sondern tragen auch zur Professionalisierung und Wettbewerbsfähigkeit der Branche bei.

    Mit dieser Initiative beweist SMG Real Estate, dass digitale Innovationen den Immobilienmarkt nachhaltig verändern und einen echten Mehrwert für alle Beteiligten schaffen.

  • Graubünden unterstützt digitale Innovation im Holzbau

    Graubünden unterstützt digitale Innovation im Holzbau

    Der Kanton Graubünden fördert die digitale Transformation des Bauprozesses im Elementholzbau. Konkret stellt die Kantonsregierung bis zu 666’131 Franken für das Projekt SmartFlow System der QUADRIN AG bereit. Das zu Uffer in Surses gehörende Holzbausystem QUADRIN ermöglicht die Erstellung von an individuelle Wünsche angepasste Holzbauten aus modularen Bauteilen.

    Uffer will QUADRIN digitalisieren, um «der steigenden Nachfrage an vermehrt grossvolumigen Temporärbauten gerecht zu werden», erläutert die Kantonsregierung in einer Mitteilung zu ihrem Förderbeschluss. Die Investitionskosten für SmartFlow System insgesamt werden dort auf rund 1,61 Millionen Franken beziffert.

    Im Projekt SmartFlow System will Uffer bereits vorhandene digitalisierte Elemente seines modularen Systems wie die Planung der Bauteile und die Ansteuerung der Produktionsmaschinen miteinander verbinden und durch weitere digitale Elemente ergänzen. Dafür plant das Unternehmen, digitale Werkzeuge zur Prozesssteuerung, Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung einzuführen. Zur Minimierung von Fehlern im Bauprozess ist zudem der Einsatz von Mixed Reality geplant, bei der natürliche und künstliche Wahrnehmung verbunden werden.

    Nach Ansicht der Regierung des Kantons Graubünden bringt das Projekt «einen innovativen, nachhaltigen Ansatz in die Baubranche», der als Vorbild für zukünftige Prozessentwicklungen dienen und weitere Mitglieder der Branche dazu motivieren könne «ähnliche Initiativen anzustossen». Die Mittel für die QUADRIN AG werden nach dem Gesetz zur Förderung der digitalen Transformation in Graubünden bereitgestellt.

  • Bioinspiriertes «Solar Gate» reguliert klimaneutral

    Bioinspiriertes «Solar Gate» reguliert klimaneutral

    In der Natur passen sich Pflanzenstrukturen auf intelligente Weise an ihre Umgebung an, diese Prinzipien nutzt nun auch die Architektur. Forschende der Universitäten Freiburg und Stuttgart haben mit dem «Solar Gate» ein Fassadensystem entwickelt, das auf Veränderungen von Luftfeuchtigkeit und Temperatur reagiert, ohne mechanische oder elektrische Komponenten zu benötigen.

    Dieses adaptive Verschattungssystem wurde an der livMatS Biomimetic Shell installiert, einem Forschungsgebäude der Universität Freiburg. Es basiert auf hygromorphen Materialien, die sich wie Kiefernzapfen selbstständig öffnen und schliessen. Dadurch lässt das System im Winter Sonnenlicht zur natürlichen Erwärmung ins Gebäude und schützt im Sommer vor übermässiger Hitze – vollkommen energieautark.

    4D-Druck ermöglicht intelligente Fassaden
    Das Geheimnis hinter der Innovation liegt in der Kombination aus biobasierten Zellulosematerialien und modernster 4D-Drucktechnologie. Zellulose, ein erneuerbarer und reichlich vorhandener Rohstoff, reagiert auf Feuchtigkeitsschwankungen, indem sie sich ausdehnt oder zusammenzieht. Das Forschungsteam hat diese natürliche Eigenschaft genutzt, um eine zweischichtige Struktur zu entwickeln, die sich je nach Wetterlage automatisch anpasst.

    Die mit 4D-Druck hergestellten Elemente rollen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit ein und öffnen sich, während sie sich bei trockenen Bedingungen abflachen und schliessen. Damit bietet das «Solar Gate» eine völlig neue Möglichkeit, Gebäude klimaneutral zu regulieren.

    Energieeffiziente Bauweise der Zukunft
    Der Gebäudesektor ist für einen grossen Teil der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Durch intelligente, biobasierte Materialien können Gebäude ihren Energieverbrauch für Heizung, Kühlung und Lüftung erheblich reduzieren. Das «Solar Gate» zeigt, wie natürliche Prinzipien und moderne Fertigungstechnologien zu nachhaltigen architektonischen Lösungen führen können.

    Mit diesem innovativen Verschattungssystem beweisen die Forschenden, dass nachhaltige Bauweisen nicht nur umweltfreundlich, sondern auch effizient und kostengünstig sein können. Die Zukunft der Architektur könnte damit ein grosses Stück näher an der Natur liegen.

  • KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    SmartHelio hat eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte prädiktive Diagnoselösung für Photovoltaikanlagen entwickelt und Anfang 2024 auf den Markt gebracht. Sie trägt den Namen Autopilot. Seither konnte diese Plattform für Steuerung, Betrieb und Wartung von Solarkraftwerken laut Hersteller die Effizienz von 218 solcher Anlagen mit mehr als 2 Gigawatt-Peak optimieren. Deren Leistung habe um durchschnittlich 8 Prozent angehoben werden können.

    Den Angaben zufolge liefert das Plug-in-System mit mehr als 50 proprietären Algorithmen ab dem ersten Tag eine 95-prozentige Genauigkeit bei der Erkennung von Fehlern, bevor sie sich auf die Leistung auswirken. Im Durchschnitt werden laut SmartHelio durch den One-Time-Diagnostikprozess behebbare Energieverluste von bis zu 7 Prozent identifiziert. Die Datenqualität werde um über 98 Prozent verbessert.

    Die Lebensdauer erhöhe sich um acht Jahre, die Solarenergieproduktion um 10 Prozent und die Kapitalrendite um bis zu 600 Prozent. Vor allem reduziere Autopilot die Diagnosezeiten erheblich, so CEO und Gründer Govinda Upadhyay: «Von 358 Stunden auf nur 3 Stunden – so hilft uns die Technologie, die Diagnose neu zu definieren und den Betreibern von Solaranlagen Zeit zu sparen.» Das Unternehmen plant, die Anwendungsgebiete auf Batteriespeicher und den Energiehandel auszudehnen und so die Energiewende weltweit voranzutreiben.

    SmartHelio ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne mit Sitz im Kanton Waadt und betreibt eine Aussenstelle im indischen Uttar Pradesh. Seine Technologie stellt das 2019 gegründete Unternehmen vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Es ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Ternäre Datenspeicherung

    Ternäre Datenspeicherung

    Seit Jahrzehnten basiert Datenspeicherung auf dem binären Code, der lediglich zwei Zustände kennt: «0» und «1». Die neue Technologie bringt eine bahnbrechende Veränderung, indem sie einen dritten Zustand «2»einführt. Dadurch wird eine vierfach höhere Speicherdichte erreicht. Inspiriert von der Keilschrift, nutzt das neue Polymer winzige Dellen als Speicherpunkte: keine Vertiefung steht für «0», eine flache Delle für «1» und eine tiefere Einkerbung für «2».

    Präzision und Effizienz durch moderne Materialien
    Das Polymer, bestehend aus Schwefel und Dicyclopentadien, wird mit atomarer Genauigkeit bearbeitet. Eine mikroskopisch kleine Spitze erzeugt die Dellen, wodurch herkömmliche Methoden wie Laserstrahlen ersetzt werden. Dies bietet zahlreiche Vorteile.

    • Energieeffizienz: Die mechanische Bearbeitung benötigt keine Wärme.
    • Wiederverwendbarkeit: Durch Erhitzen können Daten gelöscht und das Material erneut beschrieben werden.
    • Langlebigkeit: Das Polymer hält zahlreiche Schreib-Lese-Lösch-Zyklen aus.

    Wirtschaftlich und nachhaltig
    Die Hauptbestandteile des Polymers sind kostengünstig und umweltfreundlich, im Gegensatz zu bestehenden Speichertechnologien, die auf seltene Erden und energieintensive Prozesse angewiesen sind. Das neue Material bietet eine nachhaltige Alternative, die den steigenden Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht wird.

    Weitreichende Auswirkungen
    Die Einführung des ternären Codes könnte die Grenzen der bisherigen Speichertechnologien sprengen. Grosse Technologieunternehmen wie IBM und Intel zeigen bereits Interesse an der neuen Technik. Die vierfache Speicherdichte, kombiniert mit geringem Energieverbrauch und Nachhaltigkeit, macht diese Entwicklung zu einem Schlüssel für die Zukunft von Big Data und künstlicher Intelligenz.

  • Erfahrene Führungskraft übernimmt Leitung bei digitalem Immobilien-Marktplatz

    Erfahrene Führungskraft übernimmt Leitung bei digitalem Immobilien-Marktplatz

    Myriam Reinle wird laut einer Mitteilung neue CEO von Houzy. Mit ihrer Erfolgsbilanz in der Proptech- und Fintech-Branche gilt Reinle demnach als ideale Besetzung, um das mit Devis.ch im Mai 2024 fusionierte Unternehmen in eine neue Wachstumsphase zu führen.

    Reinle bringt laut der Unternehmensangaben mehr als 20 Jahre Erfahrung im Aufbau von digitalen Marktplätzen, in der Führung von Tech-Start-ups sowie ein umfassendes Verständnis für die Belange von Eigenheimbesitzern mit. Als Head of Marketing bei Homegate trug sie mehr als ein Jahrzehnt lang massgeblich dazu bei, „das Unternehmen als führenden Akteur auf dem Schweizer Immobilienmarkt zu etablieren“, heisst es.

    Mit ihr übernehme eine erfahrene Führungspersönlichkeit die Leitung von Houzy, „die unternehmerisches Denken, Expertise im Bereich digital Marketplaces und der Führung von Startups verbindet“, wird Verwaltungsratspräsident Christian Mähr zitiert.

    Reinle wird Nachfolgerin von Florian Rüegg, einem der Gründer des Proptech-Unternehmens. Er wechselt in das Amt als CTO/COO. Seit 2017 bietet Houzy eine Plattform für Wohneigentümer an, die dort Immobilienbewertungen, Sanierungsrechner, Nachfragechecks sowie die Möglichkeit einer Vermittlung von Handwerkern und Maklern finden.

  • Vogelinspirierte Drohne Raven

    Vogelinspirierte Drohne Raven

    Die Drohne Raven, entwickelt am Labor für intelligente Systeme der EPFL unter Leitung von Dario Floreano, nutzt die Bewegungsfähigkeit von Vögeln wie Krähen als Vorbild. Sie vereint Bodenmobilität und Flugfähigkeit in einem System. Dank vogelähnlicher Beine überwindet sie Hindernisse mühelos und startet auch von unebenem Untergrund.

    Die speziell entwickelten Beine wiegen nur 0,62 Kilogramm und kombinieren leichte Materialien, Motoren und Federn, die Sehnen und Muskeln imitieren. Durch eine spezielle Gelenkstruktur kann Raven stabil laufen, hüpfen und springen, wobei der Schwerpunkt des Designs auf Leichtbau und effizienter Energieverteilung liegt.

    Sprungstart für maximale Effizienz
    Ein herausragendes Merkmal der Drohne ist der Sprungstart. Diese Methode nutzt kinetische und potenzielle Energie optimal und ermöglicht es Raven, Hindernisse von bis zu 26 Zentimetern Höhe zu überwinden. Die Experimente zeigten, dass der Sprung die effizienteste Startmethode ist, besonders in schwierigem oder eingeschränktem Terrain.

    Vielfältige Einsatzgebiete
    Ravens einzigartige Fähigkeiten machen sie zu einem wertvollen Werkzeug für unterschiedlichste Anwendungen. Bei Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen erreicht die Drohne schwer zugängliche Gebiete und liefert lebenswichtige Hilfsgüter. In engen Gassen oder zerstörten Infrastrukturen kann Raven flexibel Medikamente und andere Güter transportieren. Raven ermöglicht die Überwachung von Brücken, Pipelines oder Energieanlagen in abgelegenen Regionen und liefert präzise Daten sowohl vom Boden als auch aus der Luft.

    Zusammenarbeit und Forschung
    Das Team der EPFL arbeitete eng mit dem BioRobotics Lab und dem Neuromechanics Lab der University of California zusammen. Gemeinsam analysierten sie die biomechanischen Eigenschaften von Vögeln und übertrugen deren Effizienz auf Raven. Die grösste Herausforderung bestand darin, die komplexen Bewegungen der Natur in ein technisches System zu integrieren und gleichzeitig Gewicht, Stabilität und Funktionalität auszubalancieren.

    Zukunftspotenzial
    Zukünftig soll Raven weiter optimiert werden. Die Landefähigkeiten, Energieeffizienz und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Oberflächen stehen im Fokus der Forschung. Die Technologie könnte langfristig den Grundstein für multimodale Roboter legen, die sowohl am Boden als auch in der Luft operieren können.

    Mit der Drohne Raven eröffnet das EPFL-Team neue Möglichkeiten für Rettungseinsätze, Inspektionen und Logistik. Die Kombination aus Vogelbeweglichkeit und modernster Robotik markiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung vielseitiger Drohnentechnologien.

  • Zukunftsfähige Netzwerkinfrastruktur für Gebäude

    Zukunftsfähige Netzwerkinfrastruktur für Gebäude

    Reichle & De-Massari (R&M) geht den Ausbau von Datennetzen für die „Next Generation WiFi“ an, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Demnach hat der global tätige Verkabelungsspezialist sein Angebot an Verkabelungssystemen um ein hybrides Konzept erweitert.

    Die Lösung von R&M kombiniere den vorhandenen LAN-Anschluss mit Glasfaser zur Daten- und Stromübertragung. Durch die höheren Übertragungskapazitäten könnten zusätzliche Netzinfrastrukturen realisiert werden.

    Ziel ist eine flächendeckende Verfügbarkeit der Technologien WiFi-7 und 5G. Diese vervielfachten zwar die Übertragungsraten, sprengen aber die Leistungsfähigkeit der bestehenden kupferbasierten LAN-Verkabelungen. „Wer demnächst WiFi 7 und 5G in Gebäuden anwenden will, benötigt eine praktikable und zukunftsfähige Verkabelungslösung“, heisst es.

    Laut Mitteilung wird die Hybridlösung auf Basis der Kupferverkabelung in die modifizierte Gebäude-, Stockwerk- und Deckenverkabelung (Digital Ceiling) integriert und damit die sogenannten Access Points der nächsten Generation über Glasfaser vernetzt. „Gleichzeitig beziehen die Antennen den Strom über die LAN-Verkabelung, was eine zusätzliche separate Stromversorgung erspart“, heisst es.

  • Neue App erleichtert Ausmessung und Montageplanung

    Neue App erleichtert Ausmessung und Montageplanung

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser hat eine digitale Plattform entwickelt, mit der sich der gesamte Bestellprozess für Kunden optimieren lässt. Wie es in einer Mitteilung heisst, können potentielle Kunden in der App MyGriesser OnSite mit automatisierten Prozessen einen Bestellaufwand erheblich reduzieren.

    Die App sieht vor, den Kunden Schritt für Schritt durch den Ausmessprozess zu führen. Parallel kann aus einem digitalen Katalog ein entsprechender Sonnenschutz gewählt werden. Weitere Details zum Aufstellort sowie zur Montage werden in der App ebenso hinzugefügt, wie entsprechende Bild- oder Videodateien. Die Masse werden via Bluetooth auf ein Endgerät übertragen und der gesamte Datensatz mit der Plattform MyGriesser synchronisiert.

    Die App wurde gemeinsam mit Anwendern – Fachpartnern vor Ort – entwickelt und getestet. „Wir wollten eine effiziente, kundenorientierte und insbesondere praxisnahe digitale Lösung schaffen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war, unsere Fachpartner und unsere eigene Vertriebseinheit, also jene Anspruchsgruppen, welche den Kundinnen und Kunden besonders nah sind, von Anfang an miteinzubinden“, wird Alexander Wimmer, Geschäftsführer der Business Unit Griesser, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserer innovativen Griesser-App revolutionieren wir den Baustellenalltag und schaffen zugleich enorme Mehrwerte für unsere Fachpartner und unseren Direktvertrieb. Nebst massiver Zeitersparnis, sowie schneller und kompetenter Beratung vor Ort, schafft die App mehr Übersicht und bietet eine ideale Lösung, um auf individuelle Kundenbedürfnisse noch besser einzugehen.“

  • Revolutionäre Technologie für die Computerwelt

    Revolutionäre Technologie für die Computerwelt

    Die steigende Komplexität neuronaler Netze stellt klassische Computertechnologien vor enorme Herausforderungen. Elektronische Hardware kommt zunehmend an ihre Grenzen. Hier setzt die revolutionäre Entwicklung des MIT an. Ein photonischer Prozessor, der Licht statt Elektronen für Berechnungen nutzt und eine neue Ära der Hochgeschwindigkeitsverarbeitung einläutet.

    Im Kern des Systems steht ein vollständig integriertes optisches neuronales Netz, das lineare und nichtlineare Operationen kombiniert. Während lineare Berechnungen durch lichtbasierte Matrixmultiplikationen erfolgen, überwindet die neue Technologie die bisherige Hürde nichtlinearer Operationen. Gelöst wurde dies durch spezielle nichtlineare optische Funktionseinheiten, die Optik und Elektronik effizient verknüpfen.

    Geschwindigkeit und Effizienz im Nanosekundenbereich
    Der photonische Prozessor verarbeitet Klassifizierungsaufgaben in weniger als einer halben Nanosekunde. Eine Geschwindigkeit, die neue Massstäbe setzt. Die Technologie reduziert Latenzzeiten erheblich und arbeitet dabei extrem energieeffizient. Erst bei der finalen Ausgabe werden die optischen Signale in elektrische Ströme umgewandelt. Die Kombination ermöglicht beeindruckende Genauigkeitswerte von über 96 Prozent beim Training und mehr als 92 Prozent bei der Inferenz.

    Skalierbare Integration für die Praxis
    Ein entscheidender Vorteil der photonischen Chips liegt in ihrer Skalierbarkeit. Sie können durch kommerzielle Fertigungsprozesse in bestehende Systeme integriert werden. Damit eröffnet das MIT nicht nur neue Perspektiven für KI-Anwendungen, sondern auch für energieintensive Bereiche wie Big Data und Rechenzentren. Die photonischen KI-Chips des MIT markieren einen technologischen Durchbruch in der Computerwelt. Mit Licht als Rechenmedium werden ultraschnelle, energieeffiziente und skalierbare KI-Berechnungen möglich – ein Schritt in eine neue Zukunft der Datenverarbeitung.

  • Mit Holz und Lehm in die Zukunft

    Mit Holz und Lehm in die Zukunft

    Holz und Lehm, zwei bewährte Baustoffe, stehen im Mittelpunkt des „Think Earth – Regeneratives Bauen“ Projekts. Unter der Leitung der ETH Zürich und in Zusammenarbeit mit der Empa sowie weiteren Hochschulen und Industriepartnern werden moderne Bautechniken entwickelt, die die Umweltbelastung im Bauwesen reduzieren. Während Holz für Tragfähigkeit und Steifigkeit sorgt, bringt Lehm zusätzliche Masse, die zur Wärmeregulierung, Brandsicherheit und Schwingungsdämpfung beiträgt.

    Wiederverwendbare Holzverbindungen stärken die Kreislaufwirtschaft
    Um Holz nachhaltig zu nutzen, muss die Wiederverwendbarkeit erhöht werden. Derzeit liegt sie bei nur 10 Prozent. Das Projekt zielt darauf ab, diesen Wert auf 90 Prozent zu steigern, indem effiziente, flexible Holzverbindungen entwickelt werden. Forschende der Empa und ETH Zürich arbeiten an Methoden zur einfachen Demontage von Holztragwerken und entwickeln digitale Werkzeuge, die die Wiederverwendung von Holzbauteilen fördern.

    Rissfreie Lehmbauweisen durch grüne Zusatzstoffe
    Lehm ist nahezu unbegrenzt verfügbar und hat eine hervorragende CO₂-Bilanz. Ein häufiges Problem stellt jedoch das Schwinden beim Trocknen dar, wodurch Risse entstehen. Forschende der Empa und ETH Zürich untersuchen biobasierte und biologisch abbaubare Zusatzstoffe, die das Schwinden verhindern, ohne die Rezyklierbarkeit zu beeinträchtigen. Diese innovativen Zusatzstoffe werden in Zusammenarbeit mit BASF Schweiz AG und Eberhard Bau AG grosstechnisch getestet, um den Einsatz von Lehm im Hochbau zu ermöglichen.

  • So bringt man Holz zum Leuchten

    So bringt man Holz zum Leuchten

    Die Empa-Forschenden in St. Gallen haben es geschafft, Holz mit neuen Eigenschaften auszustatten. Ihr neuester Durchbruch – leuchtendes Holz. Dieses Material entsteht durch die Behandlung von Holzproben mit dem Hallimasch-Pilz, der durch den Naturstoff Luciferin ein grünes Licht abstrahlt.

    Vom natürlichen Phänomen zum Laborerfolg
    Leuchtendes Holz ist kein neues Phänomen, bereits Aristoteles beschrieb vor über 2400 Jahren das grüne Strahlen von Holz. Doch die Biotechnologie hat nun erstmals geschafft, diesen Prozess im Labor unter kontrollierten Bedingungen nachzubilden. Durch den Abbau von Lignin bleibt die Zugfestigkeit des Holzes erhalten, während die Pilzfäden das Leuchten erzeugen.

    Nachhaltigkeit und Kreativität in perfekter Symbiose
    Dieses Biohybrid-Material eröffnet neue Möglichkeiten. Neben technischen Anwendungen könnten auch Möbel, Schmuck oder andere Designelemente mit dem leuchtenden Holz realisiert werden. Gleichzeitig trägt diese innovative Nutzung von Laubholz zu einer nachhaltigen Kaskadennutzung bei und reduziert die energetische Verwertung des Holzes.

    Optimierung der Leuchtkraft
    Nach dreimonatiger Inkubation entfaltet das leuchtende Holz seine maximale Helligkeit. Der Prozess, der unter feuchten Bedingungen abläuft, hält derzeit rund zehn Tage an. Forschende arbeiten daran, die Leuchtkraft und Dauer weiter zu verbessern, um das Material künftig noch vielseitiger einsetzbar zu machen.

    Eine zukunftsweisende Lösung
    Das leuchtende Holz zeigt, wie sich natürliche Ressourcen durch innovative Technologien in neue, nachhaltige Anwendungen verwandeln lassen. Die Symbiose von Holz und Pilz ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Forschung zur Lösung ökologischer und wirtschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

  • Drohnenforschung im modularen Innovationsgebäude

    Drohnenforschung im modularen Innovationsgebäude

    Der neue DroneHub im NEST, dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude von Empa und dem Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (Eawag), ist feierlich eingeweiht worden. Er bietet laut einer Mitteilung eine „einzigartige Umgebung“, in der Forschende neuartige Drohnen und Robotertechnologien testen und weiterentwickeln können.

    Der DroneHub hatte in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London Form angenommen. Geleitet wird er von Mirko Kovac, dem Chef des Empa-Forschungslabors Sustainability Robotics sowie der beiden Einrichtungen des Imperial College, Aerial Robotics Lab und Imperial Centre for Infrastructure Robotics Ecosystems. Der DroneHub wird künftig die neue gemeinsame Professur von Kovac für Sustainability Robotics von Empa und Eidgenössischer Technischer Hochschule Lausanne unterstützen.

    Auf dem NEST wurden drei Zonen eingerichtet: An einer Aussenwand können Drohnen im Flug und unter realen Wetterbedingungen mittels 3D-Druck Reparaturarbeiten ausführen. Die in einer Art Volière und damit ebenfalls im Freien liegenden Biosphäre ermöglicht es Robotern, selbstständig mit der Natur zu interagieren, mit ihren Sensoren wertvolle Umweltdaten zu sammeln und gleichzeitig neue biologisch abbaubare Materialien zu testen.

    Und schliesslich zeigt die modular aufgebaute Fassade des DroneHub, wie die Roboter in Gebäude integriert werden können und dort als deren Immunsystem agieren, vor allem auch zur Abwehr von Gefahren. „Wenn wir untersuchen, wie eine symbiotische Integration wirklich aussehen kann“, so Kovac in einem Video der Empa über den DroneHub, „dann wird das Leben mit Drohnen und Robotern auch zeigen, wie sie in unser Leben integriert werden können und wie sich die Gesellschaft verändern kann“.

  • DroneHub im NEST

    DroneHub im NEST

    Der «DroneHub» im NEST der Empa bietet eine Plattform für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien, die die Interaktion von Drohnen und Robotern mit der natürlichen und gebauten Umwelt revolutionieren. Im Fokus stehen Drohnen, die autonome Aufgaben wie Inspektionen, Reparaturen und Datenerhebungen übernehmen können. Ziel ist es, Umweltbelastungen zu reduzieren und den Klimaschutz zu fördern.

    Forschung am Puls der Zeit
    Der «DroneHub» verfügt über drei zentrale Testumgebungen, die reale Bedingungen simulieren. Additive Fertigung aus der Luft ermöglicht Drohnen ein vertikaler Bereich mit 3D-Druck aus der Luft Infrastrukturreparaturen durchzuführen und dabei Wind und Wetter zu trotzen. In der Biosphäre testen Forschende Roboter, die sich in der Natur bewegen, Daten sammeln und biologisch abbaubare Materialien nutzen, die sich nach ihrem Einsatz zersetzen. Bei den Gebäudefassade dient eine modulare Fassade als Testfeld, um zu erforschen, wie Drohnen in Gebäuden integriert werden können, um Wartung und Sicherheit zu gewährleisten.

    Autonome Systeme als Umwelt-Immunsystem
    «Unsere Vision ist es, Drohnen als eine Art Immunsystem für die Umwelt zu etablieren», erklärt Mirko Kovac, Leiter des Projekts. Diese Roboter sollen präzise Aufgaben übernehmen, wie die Reparatur von Bauwerken oder die Überwachung von Ökosystemen, und dabei sowohl Kosten als auch Risiken minimieren.

    Zusammenarbeit für nachhaltige Lösungen
    Die Entwicklung des «DroneHub» wurde von der Empa in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London initiiert. Diese Kooperation ermöglicht den Austausch von Wissen und Technologien, um globale ökologische Herausforderungen effektiv anzugehen.

    Nachhaltige Technologien für globale Ziele
    Der «DroneHub» spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung autonomer, nachhaltiger Technologien, die einen Beitrag zu den globalen Klimazielen leisten können. Durch praxisnahe Tests und interdisziplinäre Ansätze entsteht hier eine Schnittstelle zwischen Technologie, Umwelt und Alltag.

  • PropTech Innovation Challenge 2024

    PropTech Innovation Challenge 2024

    Am 19. November 2024 wurde das Schweizer Start-up vom Urban Land Institute (ULI) beim C Change Summit in Barcelona zum Sieger der PropTech Innovation Challenge 2024 gekürt. Der Wettbewerb, der sich anführende Innovatoren aus der Immobilien- und Technologiewelt richtet, stand dieses Jahr unter dem Motto der Reduktion von Scope-3-Emissionen. Diese Emissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen, gelten als eine der grössten Herausforderungen der Immobilienwirtschaft.

    Die von den Young Leaders initiierte Challenge suchte nach bahnbrechenden Lösungen, die regional umsetzbar, skalierbar und nachhaltig sind. Ein besonderes Augenmerk lag auf Nachrüstungen, Kreislaufwirtschaft und der Integration von ESG-Plattformen.

    KI trifft auf Dekarbonisierung
    Das ETH-Spin-off präsentierte eine KI-gestützte SaaS-Lösung, die Asset-Manager, Investoren und Berater bei der Dekarbonisierung von Gebäudebeständen unterstützt. Die Software erstellt präzise, zeitlich abgestimmte und kostenoptimierte Renovierungspläne für Immobilienportfolien. Dies ermöglicht es der Branche, die strengen Netto-Null-Vorgaben einzuhalten, ohne dabei auf ineffiziente, manuelle Ansätze zurückgreifen zu müssen.

    Die Expertenjury lobte besonders die Skalierbarkeit und Effizienz der Lösung, die es ermöglicht, komplexe Investitions- und Renovierungsstrategien mit minimalem Aufwand umzusetzen. Das Unternehmen setzt damit neue Massstäbe für die Reduktion von Kohlenstoffemissionen in der Immobilienbranche.

    Ein Blick in die Zukunft der Branche
    Die PropTech Innovation Challenge zeigt, wie wichtig innovative Technologien für die Zukunft der Immobilienwirtschaft sind. Lösungen spielen eine Schlüsselrolle dabei, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Branche in Richtung einer klimafreundlicheren Zukunft zu führen. Mit der Kombination aus Hightech und praxisorientierten Anwendungen bietet der Firma ein Werkzeug, das nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern stärkt.

    Der Erfolg bei der PropTech Innovation Challenge 2024 ist ein deutliches Signal für die Relevanz von technologischen Innovationen in der Immobilienbranche. Die KI-gestützte Lösung des Start-ups unterstreicht, wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Die Branche steht vor einem Paradigmenwechsel und das Unternehmen zeigt, wie dieser erfolgreich gestaltet werden kann.

  • Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Die SMG Swiss Marketplace Group hat ein neues Nachhaltigkeitsmanifest präsentiert. Mit dem Dokument will das Unternehmen laut einer Mitteilung sein Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken unterstreichen. Das Manifest enthält vier zentrale Säulen, die den künftigen Handlungsrahmen der SMG beschreiben sollen.

    Zu diesen zählen Integrität durch gute Unternehmensführung und Transparenz, Schutz der digitalen Zukunft durch fortschrittliche Cybersicherheit und Datenschutz, Stärkung der Mitarbeitenden durch Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds sowie positives Engagement durch ökologische und soziale Initiativen.

    Im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie setzt sich SMG für verschiedene Initiativen ein, so für die Förderung der Elektromobilität, die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen in verschiedenen Geschäftsbereichen und die Verbesserung der Energieeffizienz in ihren Rechenzentren.

    Als ein wichtiges Beispiel sieht das Unternehmen seinen Online-Marktplatz Ricardo an. «Seit 25 Jahren bietet Ricardo eine echte Alternative für einen verantwortungsvollen Konsum», wird Christoph Tonini, CEO von SMG, in der Mitteilung zitiert. «Durch seinen kreislaufwirtschaftlichen Ansatz, der die Wiederverwendung von Produkten fördert, ist Ricardo ein zentraler Treiber für nachhaltiges Konsumverhalten in der Schweiz. Nachhaltigkeit ist seit Beginn ein Teil unserer DNA, und wir sind entschlossen, diesen Ansatz auf unsere gesamte Gruppe auszuweiten.»

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint. Diese fokussieren unter anderem auf Immobilien, Automotive und Finanzen.

  • Neue Grundlagen Datenaustausch im Bauprozess

    Neue Grundlagen Datenaustausch im Bauprozess

    Seit über drei Jahrzehnten bildet die SIA 451 das Fundament für den standardisierten Datenaustausch in der Bauwirtschaft. Ursprünglich als Leitlinie für Leistungsverzeichnisse konzipiert, legte sie bereits 1992 fest, wie Datenfelder strukturiert und ausgetauscht werden. Ergänzt durch moderne Anforderungen, wie die Einbindung von Bildern und Memos, hat sich die Norm kontinuierlich den Bedürfnissen der Branche angepasst. Dennoch war eine grundlegende Überarbeitung längst überfällig.

    Neue Inhalte und Ziele der Revision
    Die überarbeitete SIA 451 definiert nicht nur die Prozesse und Begriffe des Informations- und Datenaustauschs, sondern stellt auch klare Anforderungen an Lieferobjekte, IT-Infrastrukturen und die Qualitätssicherung. Durch die Einführung eines standardisierten Informationsmanagement-Prozesses werden folgende Aspekte geregelt:

    Klare Definition von Schnittstellen und Datenstrukturen
    Qualitätssicherung:
    Standards für die Überprüfung und Zertifizierung von Softwarelösungen.

    IT-Infrastruktur:
    Anforderungen an Technik und Kompetenz der Akteure.

    Diese Neuerungen gewährleisten, dass die Norm auch in Zukunft als Basis für fortschrittliche Lösungen und Standards im Bauwesen dient.

    Relevanz für die Baupraxis
    Die Bedeutung der SIA 451 für den Bauprozess kann kaum überschätzt werden. Sie ist nicht nur Basis zahlreicher Softwarelösungen, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikation zwischen allen Akteuren – von der Planung über die Beschaffung bis hin zum Betrieb und der Instandhaltung von Bauten. Indem sie offene Standards fördert, schafft sie Transparenz und Zugang für alle Marktteilnehmer. Dies stärkt die Zusammenarbeit und ermöglicht es, technologische Innovationen effizient zu integrieren.

    Ein Standard für die Zukunft
    Mit der Revision der SIA 451 wird ein entscheidender Schritt in Richtung digitaler Transformation der Bau- und Planungsbranche gemacht. Die überarbeiteten Inhalte setzen neue Maßstäbe für den Datenaustausch und schaffen eine solide Basis für zukünftige Entwicklungen. Damit bleibt die SIA 451 ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die in der Bauwirtschaft tätig sind.

  • Digitaler Sprachassistent revolutioniert Dokumentation für Bauprojekte

    Digitaler Sprachassistent revolutioniert Dokumentation für Bauprojekte

    Benetics hat in seine digitale Anwendung für die Koordination von Bauprojekten einen digitalen Sprachassistenten integriert. Der auf ChatGPT basierende Assistent kann Bauberichte, Protokolle und Aufmasse über freie Spracheingabe in mehr als 30 Sprachen und Dialekten erstellen und in Echtzeit an das Büro übermitteln, informiert das Zürcher Proptech in einer entsprechenden Mitteilung. Ihr zufolge ist die neue Funktion ab sofort in der Benetics-App nutzbar. Für bestehende Abonnements fallen dabei keine Zusatzkosten an.

    «Handwerker wollen bauen – und keine Zeit mit Schreibarbeit verlieren», wird Ferdinand Metzler, CEO der Benetics AG, in der Mitteilung zitiert. Für sie werde die Dokumentation mit dem neuen Sprachassistenten zur Nebensache. Zudem vereinfache der digitale Assistent «die Arbeit für alle Projektbeteiligten signifikant und ermöglicht Betrieben dank lückenloser Dokumentation mehr Umsatz».

    Das Zürcher Proptech wurde 2022 von Metzler gemeinsam mit Aaron Shon und Johan Tibell gegründet. Seine im Oktober 2023 lancierte App wird laut Mitteilung aktuell bereits von 50 Bauunternehmen in Europa genutzt. Bei der Entwicklung des nun in die App integrierten digitalen Sprachassistenten hat Benetics mit 15 Handwerksbetrieben aus verschiedenen Bereichen zusammengearbeitet.

  • Mit digitalen Tools jetzt noch effizienter zum Erfolg

    Mit digitalen Tools jetzt noch effizienter zum Erfolg

    In der aktuellen Marktsituation ist Effizienz in den Vermarktungs- und Bewirtschaftungsprozessen für Immobilienprofis wichtiger denn je. Eine zügige Vermietung oder ein schneller Verkauf bedeuten geringere Kosten. Mit optimierten digitalen Betriebs- und Kommunikationsabläufen gewinnen Makler:innen und Immobilienverwalter:innen zudem wertvolle Zeit, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Betreuung der Mieter:innen und Eigentümer:innen. Die neuen digitalen Lösungen von SMG Real Estate bieten dabei die ideale Unterstützung, um im Immobiliengeschäft Zeit und Geld zu sparen und gleichzeitig die Qualität der Kund:innenkommunikation zu verbessern.

    Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sind zwei wichtige neue Details, mit denen die SMG Real Estate ihre Business-Kund:innen darin unterstützt, den Vermarktungsprozess effizienter zu machen. Neue Tools, die auf diesen Technologien basieren, erleichtern und beschleunigen den Insertionsprozess erheblich. Es genügt bereits, die Adresse und einige spezifische Daten zum Objekt einzugeben und schon wird das Inserat automatisch erstellt. Dabei greift die Software auf die umfangreiche Datenbank von IAZI zu.

    Sekundenschnell werden zusätzlich prägnante und ansprechende Objekttexte erstellt, die die spezifischen Vorzüge der Immobilie optimal darstellen. Die neue KI-Lösung ist komfortabel und optional verfügbar in die Benutzeroberfläche des Business Managers integriert.

    Kundenbindung über schnelle und professionelle Kommunikation stärken

    Die Kommunikation mit potenziellen Mietinteressent:innen wird jetzt durch die Flatfox Tools, die ebenfalls in den Business Manager integriert sind, erheblich einfacher. Der Flatfox Messenger ermöglicht eine effiziente Steuerung des gesamten Vermietungsprozesses. Angefangen bei der Terminplanung für Besichtigungen bis hin zum Online-Bewerbungsmanagement und der automatischen Generierung von Absagen – alles lässt sich nun mit wenigen Klicks erledigen. Diese Vereinfachung schafft Raum für die wesentlichen Aufgaben, wie die intensive Betreuung von Eigentümer:innen und Mieter:innen. Ein besonders nützliches Feature ist die digitale Referenzprüfung, die einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Informationen zu Mietinteressent:innen erlaubt und somit die Chancen auf zügige Mietabschlüsse erhöht.

    Zusätzlich gewährleistet eine verbesserte Lead-Qualifizierung, dass alle Kontaktanfragen sämtliche notwendigen Informationen zur Qualifizierung der Kund:innen enthalten, einschliesslich relevanter finanzieller Aspekte. Immobilienprofis erhalten so alle entscheidungsrelevanten Informationen auf einen Blick, was die Erfolgschancen im Vermietungsprozess steigert und schnellere Abschlüsse ermöglicht.

    Nicht zuletzt wird der Zugang zu einem umfassenden digitalen Ökosystem ermöglicht, das zahlreiche weitere Partnerleistungen umfasst. Kund:innen können nun alle Angebote von SMG Real Estate über ein einziges Login erreichen. Dies bedeutet, dass sie mit nur einer Anmeldung Zugriff auf das gesamte SMG Real Estate Ökosystem erhalten, inklusive täglicher Updates im Business Manager und den Services von Drittanbietenden – alles zentral und benutzerfreundlich verfügbar.

    Es gibt bereits viel positives Feedback von bestehenden und neuen Kund:innen, welche die digitalen Tools der SMG Real Estate im Praxis-Check getestet haben. Die zahlreichen Rückmeldungen fliessen direkt in Prozesse ein, mit denen die angebotenen Lösungen und Services weiterentwickelt und an zusätzlichen Innovationen gearbeitet wird. Dies mit dem Ziel: Immobilienprofis in der Schweiz die digitale Vermietung und Bewirtschaftung auf einem maximalen Effizienz- und Professionalitätslevel zu ermöglichen.

  • onOffice integriert Residentures Plattform für Immobilienauktionen

    onOffice integriert Residentures Plattform für Immobilienauktionen

    Die Residenture AG hat ihre Zusammenarbeit mit der onOffice GmbH angekündigt. In einer Mitteilung bezeichnet das 2022 gegründete Zürcher Start-up Residenture onOffice als den führenden CRM (Customer Relationship Management)-Anbieter für Immobilienprofis in Europa und die Ankündigung dieser Kooperation als seine bisher wichtigste. OnOffice hat seinen Hauptsitz in der deutschen Stadt Aachen und unterhält Niederlassungen in Baar ZG, London, Zagreb, Ljubljana, Wien, Turin und Barcelona.

    Die Kooperation der beiden Unternehmen bezieht sich auf die nahtlose Integration der digitalen Auktionsplattform von Residenture in das CRM von onOffice. Dies ermögliche es Maklerinnen und Maklern, „Immobilien mühelos zu vermarkten, mehr Kaufinteressenten anzuziehen und schneller zu verkaufen – und das alles, ohne ein neues Tool erlernen zu müssen“.

    Dabei würden Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien durch die Mindestpreisfunktion abgesichert. Der transparente Auktionsprozess ermögliche es ihnen, die Gebote in Echtzeit zu verfolgen. Gleichzeitig führe der Wettbewerbscharakter der Auktionen oft zu höheren Endverkaufspreisen.

    Von dieser Transparenz sollen auch Käuferinnen und Käufer profitieren. Die digitale Plattform mache die Teilnahme einfach, sicher und von überall aus zugänglich.

    Zudem teilt Residenture mit, mittels einer kürzlich getätigten sechsstelligen Investition im Rücken in ganz Deutschland und in weitere EU-Länder expandieren, um den Immobilienmarkt sowohl für Kaufende als auch für Verkaufende „auf dem gesamten Kontinent zu verändern“.

  • Automatisiertes Portfoliobewertungstool revolutioniert Immobilienanalyse

    Automatisiertes Portfoliobewertungstool revolutioniert Immobilienanalyse

    Die neue Version des SSREI-Portfoliobewertungstools zeichnet sich durch erhebliche Automatisierungen aus, die den Bewertungsprozess vereinfachen und beschleunigen. Durch die Partnerschaft mit SFGM können Gebäude- und Standortdaten direkt über die EGID-Nummer abgerufen werden, was die manuelle Eingabe auf ein Minimum reduziert. Eigentümer erhalten so wichtige Informationen zu Denkmalschutz, Altlasten, Lärmbelastung, Radonrisiken sowie zur Energieversorgung und Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

    Automatisierte Indikatorenbewertung auf Basis von Stammdaten
    Das optimierte Bewertungstool ermöglicht die automatisierte Bewertung von 23 der 36 Nachhaltigkeitsindikatoren. Die Kombination aus öffentlich verfügbaren Informationen und gebäudespezifischen Daten ermöglicht eine präzise Einschätzung des Potenzials. So können Informationen wie Baujahr und Sanierungsdatum zur Ableitung der Gebäudehülle und Lärmschutzwerte herangezogen werden – unterstützt durch die entsprechenden SIA-Normen.

    Weitere Optimierungen und Schnittstellenanbindung
    Neu entwickelte Hilfstools helfen bei der Ermittlung der Nutzungsdichte und Ausnützung, basierend auf statistischen Daten und ermöglichen eine fundierte Entscheidungsbasis. Zudem bietet das Tool Schnittstellen zu externen Asset- und Portfoliomanagementsystemen, was die Integration in bestehende Prozesse erleichtert und die Datenanalyse und -bewertung noch effizienter gestaltet.

    Das Portfoliobewertungstool bietet Immobilieneigentümern eine wertvolle Grundlage für die nachhaltige Entwicklung ihrer Bestände und leistet einen wichtigen Beitrag zur Werthaltigkeit und regulatorischen Absicherung. Es unterstützt Investoren dabei, ihre Immobilienportfolios zukunftssicher zu gestalten und den Anforderungen an nachhaltige Transformation gerecht zu werden.