Kategorie: Unternehmen

Unternehmen – Immobiliennews zu Firmen, Strategien, Innovationen & Marktbewegungen der Schweizer Immobilienbranche.

  • 4B setzt auf Nachhaltigkeit

    4B setzt auf Nachhaltigkeit

    4B verfolgt seit vielen Jahren eine Unternehmensstrategie, die sich an den Bedürfnissen des Marktes und an sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien orientiert. Damit ist das Unternehmen erfolgreich und heute Marktleader in der Fensterproduktion. Traditionellerweise fokussiert sich das Unternehmen auf die Herstellung von Holz/Metallfenstern, die ausschliesslich in Hochdorf entwickelt und hergestellt werden. Mit dem Werk in Emmen und der Fabrikation von Kunststofffenstern hat sich 4B in der Vergangenheit einen Zusatzmarkt erschlossen. Die Nachfrage  nach diesen Produkten ist in den letzten Jahren aber kontinuierlich zurückgegangen. Auf dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen Entwicklung und in Übereinstimmung mit der Ausrichtung von 4B auf die Produktion von Fenstern mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Materialien, ist die Schliessung der Fabrikation in Emmen eine logische Konsequenz. Auf die energieintensive Produktion von Kunststofffenstern wird das Unternehmen 4B ab 2023 verzichten. In den Produktionsstandort Hochdorf dagegen wird weiter investiert.

    Anschlusslösung für alle Mitarbeitenden

    4B ist sich der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitenden bewusst. Das Unternehmen bietet deshalb allen in Emmen angestellten 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Anschlusslösung am Hauptsitz in Hochdorf. 4B sichert sich damit das Know-how und die breite Erfahrung gut qualifizierter Fachkräfte. Ohnehin ist es 4B ein grosses Anliegen, konsequent in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden zu investieren. Mit einem eigenen Campus hat 4B dafür eine Plattform zur Förderung der Mitarbeitenden entwickelt, was wiederum der internen Weiterentwicklung der Produktion und der Produkte zugutekommt. Damit sichert sich 4B die Fähigkeit, als Branchenleader im Markt jederzeit mit überzeugenden und innovativen Lösungen präsent zu sein.

  • The Cube: In diesem Store gibt es nichts zu kaufen

    The Cube: In diesem Store gibt es nichts zu kaufen

    Mit dem von Wincasa konzipierten Showroom The Cube entspricht man den veränderten Kundenbedürfnissen und befindet sich am Puls der Zeit. Kundinnen und Kunden möchten heutzutage mehr als nur Shoppen. Es geht darum, mit zusätzlichen Angeboten unterhalten zu werden und den Aufenthalt in einem Shopping-Center zu einem Erlebnis zu machen. Mit The Cube wird diesem veränderten Kundenbedürfnis entsprochen. Die Ladenfläche im Sihlcity in Zürich ist die erste ihrer Art in der Schweiz. Weitere sollen nach einer ersten Testphase folgen.

    Erleben und ausprobieren, ohne zu kaufen

    Unter dem Motto Experience Innovation werden im The Cube unterschiedlichste innovative Produkte aus den unterschiedlichsten Branchen vor- und ausgestellt. The Cube ist ein Ort des Erlebens und Erfahrens. Die Kundinnen und Kunden können die Produkte live testen, ausprobieren und umgehend Feedback geben. Um den Showroom-Charakter von The Cube zu unterstreichen, kann vor Ort nichts gekauft werden. Die Produkte gibt es nur bei den jeweiligen Herstellern online zu kaufen. Eine Win-Win-Situation: Die Anbieter erhalten direktes und ehrliches Feedback der Konsumentinnen und Konsumenten, generieren neue Leads sowie Aufmerksamkeit in einem speziellen Umfeld. Die Kundinnen und Kunden wiederum erhalten die Möglichkeit, neue, spannende Produkte exklusiv zu testen und zu erleben.

    Retail der Zukunft

    Das Showroom-Konzept ist auch eine Antwort auf die Herausforderungen des stationären Handels. Es verbindet on- und offline und liefert im Gegenzug zum Erlebnis echtes Feedback, Daten, Exklusivität, neue Leads und Fans. Für Projektleiter Christian Bliggenstorfer ein zukunftsweisender Schritt: « Ein Ladenkonzept dieser Art ist in der Schweiz bisher einmalig. Wir können im The Cube neue Formate testen, den Kundinnen und Kunden etwas Neues bieten und gleichzeitig neue Erkenntnisse zum Retail der Zukunft gewinnen. »

  • Sika verkauft Geschäft mit Baumaschinen

    Sika verkauft Geschäft mit Baumaschinen

    Der Zuger Baustoffkonzern Sika mit Sitz in Baar hat vereinbart, sein Unternehmen Aliva Equipment an die finnische Normet Group Oy zu verkaufen. Aliva ist ein Hersteller von Maschinen und Zubehör für Spritzbeton und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Millionen Franken, heisst es in einer Medienmitteilung. Da das Geschäft mit Spritzbetonmaschinen nur einen kleinen Teil des Konzernumsatzes ausmacht, hat Sika beschlossen, es abzustossen.

    Die Normet Group ist ein weltweit tätiger Anbieter von Maschinen und Dienstleistungen im Tiefbau. Durch die Übernahme erhält die Gruppe Zugang zum weltweiten Händlernetz von Aliva und kann ihre Präsenz im schweizerischen, österreichischen und deutschen Markt verstärken.

    „Mit Normet Group hat Sika den richtigen strategischen Partner für das Geschäft von Aliva Equipment gefunden. Normet ist auf den Tiefbau spezialisiert und wird in den langfristigen Ausbau des Geschäfts sowie in die Menschen, die Produkte und die Technologien von Aliva investieren. Als Teil des Kerngeschäfts eines weltweit tätigen Unternehmens werden sich für die strategische Entwicklung von Aliva und seine Mitarbeitenden neue Chancen eröffnen. Die Kunden ihrerseits können weiterhin auf erstklassige Maschinen und verlässlichen Support zählen“, wird Ivo Schädler, Regionalleiter für Europa, Naher Osten und Afrika bei Sika, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Schoop lädt zu KMU-Anlass über Fachkräftemangel ein

    Schoop lädt zu KMU-Anlass über Fachkräftemangel ein

    Die Schoop + Co. AG veranstaltet am Donnerstag, 23. Juni, in Baden-Dättwil ihren nächsten KMU-Anlass. Thema ist der Fachkräftemangel. In der Einladung werden dazu die Fragen gestellt: Wo sind unsere Handwerker hin? Und was braucht es, um sie wieder zu finden? Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungsnetzwerk Aargau Ost durchgeführt.

    Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr mit der Begrüssung der Teilnehmenden durch Franziska und Adrian Schoop. Der Leiter der Geschäftsstelle des Bildungsnetzwerks Aargau Ost in Villnachern, Thomas Eichenberger, stellt dann kurz dessen Arbeit vor. Sein Vortrag hat den Titel „Gemeinsam Lösungen finden – Das Bildungsnetzwerk“.

    Professorin Margrit Stamm vom Forschungsinstitut Swiss Education präsentiert anschliessend in ihrem Vortrag Fakten und Hintergründe aus der Forschung und diskutiert mit Mitarbeitenden der Schoop Gruppe und Joachim Lorch, dem CEO der Hächler Gruppe, Lösungsansätze. Laut der Professorin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Universität Freiburg ist die berufliche Grundbildung „der geeignete Ort, an dem sich praktische Talente entwickeln können und sich Leistungsexzellenz manifestieren kann. Es gibt viele junge Menschen, die das Zeug dazu haben. Sie rechtzeitig zu entdecken und zu fördern ist die grosse Herausforderung.“

    Um 20 Uhr endet der KMU-Anlass mit einem Apéro riche. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, bittet die Schoop + Co. AG um Anmeldung bis zum 21. Juni. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Bei Schoop handelt es sich selbst um ein Familienunternehmen, das seit Anfang Jahr von Franziska und Adrian Schoop – und somit der dritten Generation – geführt wird. Franziska Schoop fungiert zusätzlich auch als Verwaltungsrätin der Limmatstadt AG.

  • Westhive nimmt 6,3 Millionen Franken ein

    Westhive nimmt 6,3 Millionen Franken ein

    Die Westhive AG hat eine Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Laut einer Medienmitteilung haben sich Fairway Family Office, MA Ventures sowie weitere private und institutionelle Geldgeber daran beteiligt. Mit den dem frischen Kapital in Höhe von 6,3 Millionen Franken will Westhive neue Co-Working-Standorte erschliessen und die Software für das Management weiterentwickeln.

    Auf dem rasch wachsenden Markt für flexible Büroflächen sei die technologische Infrastruktur der Taktgeber. Den Angaben zufolge werden „der Zugang zu den Locations, die Buchung von Sitzungszimmern, die Vergünstigungen für die hauseigenen Restaurants“ über das Smartphone gesteuert. Die Büros sollen den Nutzern viele Annehmlichkeiten bieten und zweckmässig konzipiert sein. Diese „hohe Convenience“ sei neben der Flexibilität ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlich gemieteten Büroflächen.

    Die Investitionen bedeuten für das 2017 gegründete Unternehmen nach den Worten von Mitgründer Andreas Widmer „eine ideale Ausgangslage“. Die neuen Aktionäre brächten neben dem Wachstumskapital „grosses Potenzial für Synergien“ ins Unternehmen ein. Westhive-Mitgliedern steht die gesamte Infrastruktur für Co-Working Spaces an allen firmeneigenen Standorten zur Verfügung.

  • Preise für Wohneigentum steigen weiter

    Preise für Wohneigentum steigen weiter

    Die Preise für Wohneigentum sind im April weiter gestiegen, informiert der zur Zürcher SMG Swiss Marketplace Group gehörende Freiburger Immobilienmarktplatz ImmoScout24 in einer Mitteilung. Dem von der Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI erhobenen aktuellen Swiss Real Estate Offer Index zufolge zogen die Preise für Einfamilienhäuser im April im Vergleich zum März um 0,6 Prozent an. Über die letzten zwölf Monate hinweg wurde ein Anstieg um 8,3 Prozent gemessen.

    Die Preise für Eigentumswohnungen legten im April im Monatsvergleich mit 1,4 Prozent noch stärker zu. Gegenüber dem April 2021 haben die Analysten des Index einen Preisanstieg um 8,1 Prozent beobachtet.
    Die Mieten blieben im April hingegen schweizweit sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich fast unverändert. Ein leichter Rückgang bei den Angebotsmieten in der Grossregion Zürich glich dabei Anstiege in der Ostschweiz, der Nordwestschweiz und im Tessin aus.

    Für die Zukunft gehen die Analysten von einer Abschwächung der Preisdynamik für Wohneigentum aus. „De facto steigen seit einigen Monaten die Hypothekarzinsen, was die Finanzierung von Immobilien verteuert“, erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung. „Je stärker diese Kosten steigen, desto wahrscheinlicher wird eine Beruhigung der Preisentwicklung.“ In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • AKB Green Hypothek finanziert Klimabauten

    AKB Green Hypothek finanziert Klimabauten

    Die Aargauische Kantonalbank (AKB) weitet ihr Hypothekarprodukt auf alle umweltfreundlichen Liegenschaften aus. Seit dem 2. Mai finanziert sie laut Medienmitteilung neben selbst genutzten Wohnobjekten auch sämtliche thermoregulierten Renditeliegenschaften sowie Geschäfts- und Gewerbeobjekte mit der zertifizierten AKB Green Hypothek. Das ist aus Sicht der Kantonalbank besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessant. „Mit der Produktausweitung auf Geschäfts- und Gewerbeobjekte bieten wir nun auch für KMU eine nachhaltige, attraktive Finanzierungslösung an“, wird Patrick Küng, Bereichsleiter Firmenkunden & Institutional Banking bei der AKB, zitiert.

    Mit der AKB Green Hypothek fördere die AKB die umweltverträgliche Bautätigkeit und unterstütze auf diesem Weg die Reduktion der Treibhausgasemissionen von Gebäuden, heisst es in der Mitteilung der Kantonalbank. Die AKB Green Hypothek bietet bei Laufzeiten von zwei bis zehn Jahren einen deutlichen Zinsvorteil gegenüber den Standardzinssätzen von üblichen Festhypotheken. Die AKB wird voraussichtlich im Verlaufe des Jahres einen weiteren Green Bond zur Finanzierung der AKB Green Hypothek lancieren.

    Im Bericht über die Wirkung vom Green Bond heisst es, 2020 und 2021 sei mit dem nachhaltigen Hypothekarangebot für selbst genutztes Wohneigentum eine Reduktion von rund 490 Tonnen CO2 erreicht worden. Das entspreche den jährlichen CO2-Emissionen von rund 393 neuen, handelsüblichen Personenwagen.

  • Übernahme macht Bauwerk zum Weltmarktführer

    Übernahme macht Bauwerk zum Weltmarktführer

    Die Bauwerk Group habe per Anfang Mai Somerset Hardwood Flooring aus Somerset im US-Bundesstaat Kentucky übernommen, informiert die in der St.GallenBodenseeArea ansässige und international tätige Unternehmensgruppe für Parkett und Sägewerksleistungen in einer Mitteilung. Durch die Übernahme generiere Bauwerk jährlich rund 400 Millionen Franken Umsatz und steige somit zum globalen Marktführer für Qualitätsparkett auf, heisst es dort weiter. Über die finanziellen Details der Übernahme haben die beiden Transaktionspartner Stillschweigen vereinbart.

    Mit der Übernahme will Bauwerk die eigene Präsenz in den USA und Kanada stärken. Die auf Massivparkett spezialisierte Neuerwerbung könne gleichzeitig vom Bauwerk-Fachwissen für Mehrschichtparkett profitieren, schreibt die Bauwerk Group. Auch unter der neuen Eigentümerin soll Somerset Hardwood Flooring als Marke erhalten bleiben. Die Leitung der Marke wird der bisherige Verkaufsleiter von Somerset Hardwood Flooring, Paul Stringer, übernehmen.

    „Mit Somerset Hardwood Flooring haben wir den idealen Partner für die US-Expansion der Bauwerk Group gefunden“, wird Patrick Hardy, CEO und Präsident der Bauwerk Group AG, in der Mitteilung zitiert. „All die Anforderungen, die wir an eine Akquisition gestellt haben, wie eine gute Marktpositionierung, eigene Produktion und die Verbundenheit bezüglich Werten und Mitarbeitenden trifft auf Somerset Hardwood Flooring zu.“

  • Avobis bestätigt Ralf Capeder als Geschäftsführer von Verit Immobilien

    Avobis bestätigt Ralf Capeder als Geschäftsführer von Verit Immobilien

    Die Avobis Group AG hat Ralf Capeder offiziell in seiner Funktion als Geschäftsführer der Verit Immobilien AG bestätigt, informiert das seit Frühjahr 2021 zu Avobis gehörende Immobilienunternehmen in einer Mitteilung. Capender hatte Verit Immobilien seit Anfang November vergangenen Jahres ad interim geführt. Der studierte Jurist und Immobilienökonom ist vor sechs Jahren bei Verit eingestiegen. In den vergangenen Jahren habe Capender dabei erfolgreich den Standort Chur geleitet, heisst es in der Mitteilung.

    „Wir freuen uns sehr über die Ernennung von Ralf Capeder“, wird Sandro Sulcis  in der Mitteilung zitiert. Der Co-CEO von Avobis ist überzeugt, dass Capeder „mit seiner grossen Erfahrung und seinem breiten Netzwerk Verit Immobilien als verlässlichen Partner im Immobilienmarkt weiter stärken und das Unternehmen als leistungsfähiges Standbein innerhalb der Avobis Gruppe positionieren wird“.

    Per Anfang März hat Verit Immobilien seine Geschäftsleitung zudem durch Manuela Gläser-Glänzel verstärkt, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Expertin für Immobilienbewirtschaftung soll als Leiterin Bewirtschaftung die operativen Geschicke von Verit Immobilien verantworten. Vor ihrem Eintritt bei Verit Immobilien war Gläser-Glänzel unter anderem für die Intercity Bewirtschaftung AG, Livit, Suva und Wincasa tätig.

  • Hälg übernimmt Simeon

    Hälg übernimmt Simeon

    Die Hälg & Co. AG hat die Simeon Haustechnik AG aus Lantsch/Lenz gekauft, wie sie in einer Medienmitteilung informiert. Hälg ist seit 1922 Jahren im Gebäudetechniksektor spezialisiert auf die Installation von Heizungsanlagen und entwickelt Lösungen für das Gebäudemanagement. Durch den neuen Standort gewinne das bis heute in Familienhand tätige Unternehmen mehr Nähe zum Markt und zum Kundenkreis in der Region hinzu. Verbunden sei mit dem Zuwachs zudem eine Verstärkung der Gewerke Sanitär und Heizung, heisst es.

    Simeon unterstützt seit 1993 die Kundschaft mit Service und Sanierung in der Haushaltstechnik sowie bei Sanitär- und Heizungsanlagen. Inhaber Robert Simeon habe mit dem Verkauf an die Hälg & Co. AG die Nachfolge des von ihm gegründeten Unternehmens vollzogen, werde aber seine Tätigkeit in der Beratung und Akquisition fortsetzen.

    Der Firmenkäufer integriert die Simeon Haustechnik AG vollständig. Damit verschwindet der bisherige Firmenname. Unverändert bleiben der Standort und das Team in Lantsch/Lenz, das künftig unter dem Dach der Hälg & Co. AG für die Kundschaft da ist. Damit wird das Netz der Hälg Group von 22 Standorten um eine weitere Zweigstelle erweitert. Die Leitung der Niederlassung übernimmt der langjährige Simeon-Mitarbeiter Mike Müller.

  • Swiss Life Asset Managers richtet Immobilienfonds nachhaltig aus

    Swiss Life Asset Managers richtet Immobilienfonds nachhaltig aus

    Die Swiss Life Asset Managers AG mit Sitz in Zürich benennt ihren Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) Swiss Properties um. Mit dem Zusatz von ESG in der Fondsbezeichnung und den -dokumenten signalisiert die Vermögensverwalterin ihr Bestreben für mehr Nachhaltigkeit entsprechend der Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG), heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach verfolgt das Unternehmen seit 2018 eine Nachhaltigkeitsstrategie. In diesem Rahmen sollen Liegenschaften des Immobilienfonds „schrittweise hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien sowie Aspekten der guten Unternehmensführung optimiert“ werden.

    Für eine bessere Energie- und CO2-Effizienz sollen fossile Heizanlagen in Bestandsbauten ersetzt und neue Objekte vor dem Kauf auf ihre Nachhaltigkeit geprüft werden. Bei Instandsetzungen und Investitionen will das Unternehmen künftig eine eigens entwickelte Baurichtlinie einsetzen. Sie enthält den Angaben zufolge unter anderem energetische Mindestanforderungen sowie „Vorgaben zum gezielten Einsatz von Gebäudezertifizierungen“.

    Im Umgang mit Mietern will Swiss Life Asset Managers soziale Standards einführen. Laut Medienmitteilung äussert sich das in regelmässigen Umfragen zu ihrer Zufriedenheit. Ausserdem sollen sie über Nachhaltigkeitsthemen informiert werden.

  • Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Bei dem Projekt geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Auf rund 70 Filialdächern wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15’000 kWp installiert. Zählt man die Anlagen zusammen, entsteht eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz. Es wird etwa 14 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, das entspricht dem Verbrauch von rund 5’300 Haushalten. Damit leistet der Detailhändler einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz – und kann gleichzeitig seine Betriebskosten signifikant senken.

    Der Strom der Anlagen wird von den Läden selber genutzt, die – wie alle Detailhändler – wegen der vielen Kühlregale, des Backofens, der Heizung und der Beleuchtung relativ viel Energie verbrauchen. Ausserdem wird – wo vorhanden – der Solarstrom in den E-Ladestationen neben den Filialen genutzt und wird, wenn überschüssig, ins Netz eingespeist.

    Zeitdruck als Herausforderung und Chance
    Ende 2019 erhielt ewz Energielösungen den Zuschlag für den Bau der Anlagen. In enger Zusammenarbeit entwickelten ewz mit ihrem Tochterunternehmen SunTechnics Fabrisolar sowie einem weiteren Partner je eine Pilotanlage. Dieses Vorgehen erlaubte es, das Know-how aller Beteiligten zu nutzen und technische Fragen im Vorfeld zu klären. Auch konnten die umfangreichen Anforderungen von ALDI SUISSE an den Bauablauf, die Sicherheitsanforderungen und die Funktionalität berücksichtigt werden. Den Rollout bereitete ewz noch während der Pilotphase vor und liess die Erkenntnisse aus dem Bau der ersten Anlagen laufend einfliessen. Der Zeitdruck erwies sich somit nicht nur als grosse Herausforderung, sondern auch als eine Chance. Denn durch den fast zeitgleichen Bau der rund 70 Anlagen liessen sich viele Synergien nutzen, die eine effiziente Realisierung ermöglichten.   

    Aufwendige statische Prüfung
    Vor der Montage der Module musste jedes Dach statisch geprüft werden. Dies ist insbesondere bei Bestandsbauten wichtig, da die zusätzlichen Lasten durch Module, Befestigungssysteme und Betongusssteine zur Beschwerung hoch sind. Für jedes Filialdach erstellten die Spezialisten mit einer Berechnungssoftware einen Ballastierungsplan, der die Anzahl und Positionierung der Module vorgibt. Die Module sind in der Regel in Ost-West-Richtung aufgestellt. Auch eine Südausrichtung wäre aufgrund der hohen direkten Einstrahlung über Mittag grundsätzlich möglich, doch über den Tagesverlauf erweist sich die Ost-West-Ausrichtung als ertragreicher.

    Maximaler Solarertrag
    «Bei der Planung haben wir nicht geschaut, wie gross der Hausanschluss ist, sondern wie gross die verfügbare Dachfläche ist und wie viele Module wir dort maximal platzieren können», sagt Roland Jucker, Gesamtprojektleiter bei ewz. Das Ziel von ewz lautete nämlich ganz klar, so viel Solarertrag wie möglich zu generieren. Doch stellte dieser Grundsatzentscheid die Planer vor einige Herausforderungen. Die grösste bestand darin, die PV-Anlage in die bestehende Stromversorgung der Filialen zu integrieren.

    Der von der PV-Anlage produzierte Strom wird primär direkt in der ALDI-Filiale zur Deckung des Eigenverbrauchs verwendet. Verbraucht die Filiale gerade weniger Strom, als die PV-Anlage produziert, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Der elektrische Hausanschluss muss deshalb auf die maximale Leistung der PV-Anlage abgestimmt sein (z. B. sonniger Sonntag mit maximaler Produktion und kleinem Eigenverbrauch). Weil diese Situation aber äusserst selten und nur kurzzeitig vorkommt, wäre eine Verstärkung des Hausanschlusses unverhältnismässig teuer.

    Die Lösung besteht in einer dynamischen Leistungsregelung. Dabei wird laufend gemessen, wie viel Strom die PV-Anlage gerade produziert, was die Verbraucher beziehen und wie viel Strom ins Netz zurückgespeist wird. Liegt der Rückspeisestrom über einem bestimmten Grenzwert, gibt die Steuereinheit dem Wechselrichter den Befehl, die Leistung zu drosseln. Die Hausanschlusssicherung kann nicht überlastet werden und der Eigenverbrauch ist nicht eingeschränkt.

    Die für ALDI SUISSE realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen sehr hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von rund 60 Prozent.

    Mit ewz hat ALDI SUISSE einen Contracting-Vertrag abgeschlossen
    Einfach ausgedrückt: ALDI SUISSE stellt die Dächer zur Verfügung und bezieht den Solarstrom soweit möglich zur Deckung des Stromverbrauchs direkt in der Filiale. Die PV-Anlagen gehören ewz, das auch den Unterhalt, die Abrechnung und die Erneuerung verantwortet. Zum «Sorglospaket» gehören auch die Gesamtkoordination des Projekts, das Einholen der Baubewilligungen, die Fernüberwachung und die Verwendung des Reststroms.

    Roland Jucker, Gesamtprojektleiter ewz sagt: «Die Idee, so viele Dächer wie möglich mit einer standardisierten PV Lösung auszustatten, ist visionär». «Am Ende wurden rund 45’000 Module installiert.» Besonders stolz ist Jucker darauf, dass die Installation bei laufendem Betrieb erfolgen konnte. «Nach Geschäftsschluss mussten wir jeweils für 30 Minuten vom Netz – das war der einzige Unterbruch.»

    Christoph Deiss, der Leiter des Geschäftsbereichs Energielösungen bei ewz, sagt: «Ein ähnliches Projekt ist mir in der Schweiz nicht bekannt. Damit leistet ALDI SUISSE zusammen mit uns einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.» Christoph Deiss betont die grosse Erfahrung: «Seit über 30 Jahren nutzen wir die Photovoltaiktechnologie – wir sind ein Solarpionier der ersten Stunde.» Dank des grossen Know-hows und der langjährigen Erfahrung setzte sich ewz in der Ausschreibung gegen rund ein Dutzend Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. «ewz ist ein Schweizer Unternehmen mit Standorten in Zürich, Graubünden und in der Waadt», betont Christoph Deiss. «Dank der regionalen Betriebsteams garantieren wir höchste Versorgungssicherheit und kurze Reaktionszeiten.»

    Weitere Informationen unter: ewz.ch/aldisuisse

  • Holcim steigert Umsatz deutlich

    Holcim steigert Umsatz deutlich

    Der Baustoffkonzern Holcim mit Sitz in Zug meldet positive Wirtschaftszahlen für das erste Quartal 2022. Laut Medienmitteilung ist der Nettoverkaufsertrag von 5,36 Milliarden Franken auf 6,44 Milliarden Franken gestiegen. Der Umsatz ist somit um 20,1 Prozent gestiegen. Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 614 Millionen Franken. EBIT und Umsatz erreichen somit laut der Mitteilung einen „rekordhohen“ Stand. Besonders positiv entwickelte sich laut der Mitteilung das Segment Dachsysteme mit einer EBIT-Marge von 17 Prozent.

    „Ich bin sehr zuversichtlich über den Rekordstart in das Jahr, der eine solide Grundlage für unsere Strategie 2025 ‚Accelerating Green Growth‘ schafft“, wird CEO Jan Jenisch zitiert. Zum genannten „beschleunigten grünen Wachstum“ hat Holcim erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. „Der Bericht ist ein Novum in unserer Branche und gibt einen Überblick über unsere Massnahmen zur Dekarbonisierung, die von klimafreundlichen Baulösungen bis hin zur zirkulären Bauwirtschaft und Technologien der nächsten Generation reichen“, wird Jenisch weiter zitiert.

    Im weltweiten Überblick der Holcim-Aktivitäten wird die Region Nordamerika mit den USA und Kanada als Wachstumsmärkten hervorgehoben. Auch in der Region Lateinamerika verzeichneten Argentinien, Kolumbien und El Salvador ein gutes Marktwachstum.

    Europa habe hervorragend abgeschnitten. Durch eine starke Preisgestaltung habe das Unternehmen die Auswirkungen der Kosteninflation eindämmen können. Zudem gab es eine gute Marktnachfrage in Osteuropa.

    Im Nahen Osten und Afrika konnte die Kosteninflation gut aufgefangen werden, heisst es in dem Bericht. Asien und Ozeanien war angesichts der Kosteninflation schwierig. Bessere Geschäfte in China und eine verbesserte Rentabilität in Australien trugen dazu bei, die schwächere Zementnachfrage in der Region teilweise auszugleichen.

  • Vier Firmen sind für Swiss Logistics Award nominiert

    Vier Firmen sind für Swiss Logistics Award nominiert

    Der Berner Verein GS1 Switzerland hat vier Unternehmen für seinen diesjährigen Swiss Logistics Award nominiert. Mit dem Preis zeichnet er einer Mitteilung zufolge „besondere Markt- und kundenorientierte Prozesslösungen“ aus, die als besonders vielversprechend gelten.

    Zu den Nominierten gehört erstens die Brauerei Feldschlösschen mit Sitz in Rheinfelden AG. Sie konnte die Jury mit einem Projekt  für die umweltschonende Lieferung von Getränken überzeugen. Bis 2030 will Feldschlösschen seine gesamte Logistik CO2-neutral betreiben. Dafür hat es sich bereits 20 neue 26-Tonnen-Stromlastwagen beschafft.

    Zweitens gehört Gilgen Logistics aus Köniz BE zu den Nominierten. Das Unternehmen digitalisiert seine Intralogistik-Anlagen. Dabei setzt es etwa auf die Erweiterte Realität und die Cloud. Jedes Element der Anlage erhält einen digitalen Zwilling. So kann die Anlage der Kundschaft oder beim Service digital vorgestellt werden. Die Detailhändlerin Denner hat bereits eine digitalisierte Anlage von Gilgen in Betrieb genommen.

    Drittens wurde Kemaro aus Eschlikon TG unter die Nominierten gewählt. Das Unternehmen konnte mit einem Trockenreinigungsroboter überzeugen. Dieser kann in der Logistik autonom und ohne den Einsatz von Chemikalien oder Wasser reinigen. Er kann die Reinigungskosten den Angaben zufolge um 50 Prozent reduzieren.

    Das vierte nominierte Unternehmen ist SBB Cargo mit Sitz in Olten. Überzeugen konnte die Güter-Sparte der SBB mit dem Projekt Urban Mining Logistics Zürich. Dabei baut SBB Cargo gemeinsam mit der Zürcher Spross Transport & Recycling AG eine Anlage für Recyclingbeton. Diese verwertet Abbruchmaterial wieder, das von der Stadt Zürich geliefert wird. Die Transporte von Primär- und Sekundärrohstoffen erfolgen ausschliesslich auf der Schiene. Das Konzept ist laut Mitteilung durch die Verbindung von Urban Mining, Urban Logistics und Rail Logisitics entstanden.

    Der Swiss Logistics Award wird am 8. Juni im Kursaal Bern vergeben.

  • Heizberatung von EnergieSchweiz ist ab sofort kostenlos

    Heizberatung von EnergieSchweiz ist ab sofort kostenlos

    Die Impulsberatung erneuerbar heizen ist für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien seit dem 1. April 2022 kostenfrei, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mit diesem Programm von EnergieSchweiz fördert der Bund den Umstieg auf eine erneuerbare Wärmeerzeugungsanlage.

    Die etwa eineinhalbstündige Vor-Ort-Beratung kann für jede Wohnimmobilie in Anspruch genommen werden, deren Heizsystem älter als zehn Jahre ist und als Hauptheizung für die Raumwärme dient. Dabei spielt die Gebäudekategorie und der Energieträger des alten Wärmeerzeugers keine Rolle.

    Über die Postleitzahlsuche erhalten Interessierte eine Liste mit den zugelassenen Impulsberaterinnen und -beratern in ihrer Nähe und können einen Termin vereinbaren. Unterschieden wird lediglich in zwei Kategorien: Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus mit bis zu sechs Wohneinheiten sowie Mehrfamilienhaus mit mehr als sechs Wohneinheiten oder Stockwerkeigentum.

  • Die Bodenbranche trifft sich wieder

    Die Bodenbranche trifft sich wieder

    Nationale und internationale Aussteller zeigen praxisnah ihre Produkte, Dienstleistungen, Neuheiten und Trends, rund um das Thema Boden. So finden Fachbesuchende persönlich vor Ort Information und Inspiration und schliesslich die richtigen Partner für künftige Projekte. Ein attraktives Rahmenprogramm mit dem BodenFORUM rundet die Fachmesse ab. Im BodenFORUM vermitteln Expertinnen und Experten der Branche neustes Fachwissen für Architektur, Innenarchitektur und Handwerk. Keynote Speaker beleuchten die aktuellsten Fokusthemen der Branche und Aussteller präsentieren passend dazu ihre spannendsten Lösungen.

    Wichtiger Branchentreffpunkt
    «Lange mussten wir aus bekannten Gründen darauf warten, die Fachmesse durchführen zu können. Endlich können wir der Bodenbranche diesen Treffpunkt wieder ermöglichen», betont Messeleiterin Ursula Gerber. Dies freut sie besonders, denn das Bedürfnis nach einem Branchentreffpunkt, auf dem man sich persönlich austauschen kann, sei gross. Ursula Gerber erklärt: «Aufgrund der Auswirkungen der Pandemie konnte in den vergangenen beiden Jahren der persönliche Kontakt nur bedingt stattfinden. Dies hat vor Augen geführt, wie wichtig dieser für erfolgreiche Bauprojekte sowie Geschäftsanbahnungen ist.»

    Ergänzung durch digitale Kanäle
    Die Suisse Floor wurde seit der letzten Austragung weiterentwickelt, um sie im digitalen Zeitalter zu positionieren. «Wir stellen die Aussteller und ihre Kompetenzen noch mehr ins Zentrum», so die Messeleiterin. Und zwar nicht nur an der Suisse Floor selbst, sondern auch davor und danach auf den neuen digitalen Kanälen. «Unsere Aussteller gewinnen damit an Aufmerksamkeit beim Zielpublikum, erreichen neue Kunden und mehr Besucheraufkommen an ihrem Stand», erklärt sie. Die Besuchenden finden bereits jetzt auf der Messewebsite neue und spannende Produkte oder Lösungen, welche dann an der Suisse Floor präsentiert werden.

    https://www.suissefloor.ch/de/images/PDF/Medienmitteilungen/SF_2022_MM2

  • Swissolar-Präsident Jürg Grossen im Gespräch

    Swissolar-Präsident Jürg Grossen im Gespräch

    Im letzten Jahr hat der Photovoltaik-Zubau einen neuen Rekord erreicht. Hält dieser Boom längerfristig an?
    Jürg Grossen: Er muss sogar noch stark zunehmen, wir müssen zwei bis drei Mal schneller zubauen als bis heute. Das ist keine einfache Aufgabe. Es braucht die richtigen Förderinstrumente und Anreize, dann schaffen wir es.

    An welche Instrumente denken Sie?
    Grossen: An einen Mix aus verschiedenen Massnahmen. Wir müssen die Einmalvergütung für neue Solaranlagen weiterführen und schauen, dass genügend Geld im Topf ist. Heute wird der Zubau durch die finanziellen Mittel begrenzt. Dies können wir verhindern, indem der Netzzuschlagsfonds flexibler wird und sich auch temporär verschulden kann. Und durch eine leichte Erhöhung des Netzzuschlages – der gesetzlichen Abgabe pro verbrauchter Kilowattstunde Strom.

    Zusätzlich benötigen wir Anreize, um den Eigenverbrauch von selbst produziertem Solarstrom weiter zu erhöhen. Heute kann man sich unter gewissen Bedingungen bereits innerhalb seiner Nachbarschaft zusammenschliessen, um Solarstrom gemeinsam zu verbrauchen. Diese Zusammenschlüsse müssen wir ausweiten. Beispielsweise auf regionale Energiegemeinschaften, die gegen eine reduzierte Netzgebühr auch das lokale Verteilnetz nutzen können. Nicht zuletzt braucht es eine gewisse Vereinheitlichung bei den Abnahmevergütungen für Solarstromproduzenten. Heute gibt es in der Schweiz je nach Verteilnetzbetreiber eine Vergütung zwischen 3 bis 20 Rappen pro Kilowattstunde. Das ist schwer erklärbar.

    Alle Modelle zum Schweizer Energiemix 2050 gehen inzwischen davon aus, dass Photovoltaik neben der Wasserkraft zur zweiten Säule der Energieversorgung wird. Warum hat die Solarenergie ein so grosses Gewicht erhalten?
    Grossen: Einerseits haben sich die Preise für Solarmodule stark reduziert und ihre Leistung ist immer besser geworden. Somit wird die Produktion von Solarstrom günstiger. Andererseits haben wir in den letzten Jahren gelernt, wie viel die Photovoltaik zur Stromversorgung beitragen kann. Ich habe als Lehrling Ende der 80er-Jahre Solaranlagen auf SAC-Hütten montiert. Mein damaliger Chef war überzeugt, dass man PV-Anlagen nie rentabel am Netz betreiben kann. Er ist in diesem Glauben gestorben. Wir haben in unserem Geschäft auch erst in den letzten 15 Jahren wieder angefangen, PV-Projekt zu planen und haben mit der Zeit gesehen, dass damit – insbesondere auch in Kombination mit der E-Mobilität – ein riesiger Beitrag geleistet werden kann. Zudem wird der PV-Strom genau dort produziert, wo er auch gebraucht wird, im Gebäude. 

    Der Schweiz fehlt künftig vor allem Winterstrom. Mit welchen Konzepten kann die Photovoltaik hier einen grösseren Beitrag zur Schliessung dieser Lücke leisten?
    Den Hauptanteil erreichen wir mit Anlagen an Gebäuden in den Bergregionen und im Mittelland. Schon heute liefern die Anlagen 30 Prozent des Stroms im Winter und mit einer besseren Ausrichtung und der Nutzung von Fassaden und Balkonen kann man noch mehr erreichen. In den Bergen ist der Ertrag im Winter zwar doppelt so hoch, aber gerade für Anlagen ausserhalb der Siedlungsgebiete sind die Kosten viel höher. Deshalb sollte man dafür vor allem bestehende Infrastruktur nutzen – beispielsweise Staumauern, Seilbahnstationen oder Hotels.

    Wir werden im Sommer künftig viel zu viel Solarstrom haben. Den müssen wir in synthetische Gase oder Treibstoffe umwandeln.

    Und im Winter wieder in Strom verwandeln?
    Ja, sinnvollerweise in Wärme-Kraftkoppelungsanlagen, bei denen man im Winter gleichzeitig noch Wärme gewinnt. Bei einer reinen Umwandlung zurück zu Strom ist der Energieverlust sehr hoch. Einen Teil wird man auch als Wasserstoff nutzen und damit die Verluste reduzieren können. Beispielsweise in Lastwagen oder Baumaschinen.

    Sie haben gesagt, dass wir zwei bis drei Mal schneller ausbauen müssen. Schon heute ist es schwierig, Solarmonteure zu finden. Wie gewinnen wir die dafür nötigen Fachkräfte?
    Mit Swissolar werden wir ein Programm starten, dass es Quereinsteigern erleichtert, in dieses Berufsfeld einzusteigen. Denn es wird Branchen geben, die künftig viel weniger Personal benötigen, etwa Autogaragen, Tankstellen oder die Ölheizungsbranche. Es wäre super, wenn wir diese Fachkräfte für den Solarausbau gewinnen könnten. Zudem wollen wir eine Ausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis etablieren, damit eine Ausbildung direkt ab Schule möglich wird. 

    Der Fachkräftemangel ist eine grosse Herausforderung. Wir können aber auch als Branche noch besser werden. Die Montage von Solaranlagen muss «industrieller» werden. Für den Hausbesitzer darf es keinen erheblichen Unterschied machen, ob er ein Dach mit oder ohne Solarmodule bauen lässt.

    Die energiepolitischen Diskussionen drehten sich in den letzten Monaten vor allem um Versorgungssicherheit und drohende Lücken. Wie beurteilen Sie die Situation?
    Ich bin sehr froh, dass diese Diskussion endlich aufs Tapet kommt. Denn sie ist wichtig und berechtigt. Nicht berechtigt ist die Panik, die einige verbreiten. Wir werden die Probleme nicht mit neuen Kernkraftwerken lösen können. Wir müssen – neben dem Aufbau einer Speicherreserve für den Winter – vor allem auf der Nachfrageseite ansetzen. Studien sprechen davon, dass im dümmsten Fall während rund fünfzig Stunden in einem Jahr Strom fehlen könnte. Es gibt genügend Verbraucher, die bereit wären, ihren Stromverbrauch kurzfristig für eine gewisse Zeit zu drosseln, wenn sie dafür entschädigt werden. Es geht also nicht nur um zusätzliche Produktion, sondern auch um einen intelligenten Stromverbrauch. Hier werden in Zukunft auch die Elektroautos eine grosse Rolle spielen können. Denn wir werden Batterien nicht nur aufladen, sondern sie auch flexibel als Speicher nutzen können. Das wird bei der ganzen Diskussion zur Versorgungssicherheit noch zu wenig berücksichtigt. 

    Viele waren sehr überrascht, wie schnell die E-Mobilität in den letzten zwei Jahren gewachsen ist. Sie sind ein Elektroauto-Fahrer der ersten Stunde. Auch überrascht?
    Überhaupt nicht. Aber erfreut und erleichtert. Ich habe 2010 ein E-Auto gekauft und gesehen, mit wie wenigen PV-Modulen ich viele Kilometer fahren kann. Das war genial. Und die Autos sind seitdem viel besser geworden. Heute ist der Komfort im E-Auto besser als im Verbrenner-Auto. Das verdanken wir Elon Musk, der mit Tesla der Branche gezeigt hat, wie es gehen kann.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie im Bereich der Batterien?
    Ich bin vorsichtig geworden mit solchen Prognosen. Wir haben in den letzten Jahrzehnten bei den PV-Modulen und den Computerchips immer gehört: Das geht nicht mehr besser und kleiner. Und wir wurden immer wieder von der technologischen Entwicklung eines Besseren belehrt. Deshalb sehe ich grundsätzlich keine harten Limits. Energiedichte und Gewicht werden noch viel besser und Elektroautos in wenigen Jahren günstiger sein als Verbrenner.

    Mir ist dabei noch eines wichtig. Wir müssen die Batterien künftig mehr als einmal nutzen: Zehn Jahre im Auto, mindestens zehn Jahre im Gebäude und erst danach zum Recycling. Wir brauchen keine neuen Batterien aus der Fabrik in den Gebäuden oder den Quartierspeichern, sondern können auf ausgemusterte Batterien aus den E-Fahrzeugen setzen. 

    Sie gehen in Ihren Szenarien von einer starken Verbesserung bei der Energieeffizienz aus. Dieses Thema ist in den letzten Jahren eher etwas in den Hintergrund gerückt. Braucht es wieder eine Sensibilisierungskampagne wie damals, als Bundesrat Adolf Ogi demonstrierte, wie wir stromsparend Eier kochen können? Oder löst die Technik alle Probleme?
    Es ist sicher nicht verkehrt, die Menschen immer wieder an eine effiziente Energienutzung zu erinnern, dabei geht es nicht primär um Verzicht. Ich koche mein Frühstücksei noch immer nach dem Ogi-Prinzip. Das war eine tolle Idee. Man darf aber auch nicht vergessen, dass im Bereich Energieeffizienz enorm viel geschehen ist. Wir brauchen heute pro Kopf deutlich weniger Energie. Der Verbrauch hat sich von Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum entkoppelt. Auch der Gesamtenergie-Verbrauch ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken und liegt heute tiefer als 1990. Zudem verbesserte sich die Energieeffizienz bei den Elektrogeräten um 30 bis 60 Prozent. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Die aktuell höheren Energiepreise werden sicher auch helfen, dass die Energieeffizienz noch etwas attraktiver wird.

  • Avobis übernimmt die Kreditfabrik und untermauert seine Führungsposition

    Avobis übernimmt die Kreditfabrik und untermauert seine Führungsposition

    Die Avobis Invest AG übernimmt die Kreditfabrik AG rückwirkend auf den 1. Januar 2022 mitsamt dem Kundenstamm und den Kreditspezialisten und untermauert damit die Führungsposition im Bereich des Hypotheken-Servicings. Mit den übernommenen Kundenbeziehungen verwaltet Avobis nun ein Kreditvolumen von über zwölf Milliarden Franken und baut damit seine Nummer 1-Stellung im Markt noch weiter aus. Zudem verfügt die Avobis Invest AG über eine Bewilligung der FINMA als Vermögensverwalterin für kollektive Kapitalanlagen und bietet mittlerweile das breiteste Dienstleistungsangebot für alle Kundensegmente im Markt an. «Das Hypotheken-Servicing ist für Avobis seit 25 Jahren einer der strategischen Grundpfeiler. Wir freuen uns sehr, dies mit der Integration der Kreditfabrik zu unterstreichen. Avobis ist nun der grösste Anbieter auf dem Schweizer Markt, der sowohl Pensionskassen, Anlagestiftungen, Versicherungen sowie auch alle Arten von Banken als Hypothekar-Servicing-Kunden mit der für sie passenden Lösung betreuen kann», sagt Andreas Granella, Geschäftsführer der Avobis Invest AG. Auch Stefan Hermann, bisheriger Verwaltungsratspräsident der Kreditfabrik AG, ist überzeugt: «Unsere Kunden profitieren nun vom geballten Know-how und der Kompetenz beider Unternehmen – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.»

    Neue Investitionsmöglichkeiten für institutionelle Anleger
    Die Avobis Invest AG plant zudem, den Bereich der Investmentprodukte weiter zu verstärken, um die Position als One-Stop-Shop für alle Dienstleistungen entlang der gesamten Immobilien-Wertschöpfungskette zu stärken. Dafür soll die bereits seit 20 Jahren bestehende Palette an Anlagemöglichkeiten für institutionelle Investoren um weitere Investmentprodukte erweitert werden. Die Entwicklung erfolgt in den nächsten 12 Monaten und ermöglicht Investoren spannende Anlagemöglichkeiten auf der Aktiv- sowie auch auf der Passivseite der Bilanz.


    Medienkontakt
    Nicole Fankhauser
    Communications Manager
    Tel. +41 58 255 39 42
    communications@avobis.ch

  • Wincasa bewirtschaftet Immobilien von Immofonds

    Wincasa bewirtschaftet Immobilien von Immofonds

    Wincasa hat ab dem 1. Juli das Bewirtschaftungsmandat für über 130 Liegenschaften der Immofonds Asset Management AG inne. Es wurde im Rahmen einer Ausschreibung vergeben. Mit diesem Mandatsgewinn baue Wincasa „seine Position als führender Immobiliendienstleister der Schweiz“ weiter aus, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Wert des bewirtschafteten Portfolios von Immofonds und Immofonds suburban steigt damit den Angaben zufolge auf über 78 Milliarden Franken. Die Winterthurer Wincasa wird zwei Drittel davon im Vollmandat bewirtschaften. Das restliche Drittel wird gemeinsam mit zwei weiteren Firmen betreut. Dass dies in der Wincasa eigenen Software-Umgebung geschehen werde, bedeute für alle Parteien „eine effiziente Zusammenarbeit ohne Medienbruch“.

    „Wincasa hat uns im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Bewirtschaftungsmandats überzeugt“, wird die Geschäftsführerin der Immofonds Asset Management AG, Gabriela Theus, zitiert. „Nebst Sicherheit, Innovationsgeist und schweizweitem Filialnetz verfügt Wincasa auch über die eigentliche Bewirtschaftung hinaus in vielen anderen Bereichen über umfassendes Know-how“, etwa bezüglich der Nachhaltigkeit. Zudem gewährleiste die gewählte Mandatsstruktur, „dass der bestehende Provider als technischer Bewirtschafter für ein Teilportfolio an Bord bleibt“.

    Wie Andy Kürsteiner, Leiter Business Development bei Wincasa, betont, bestärke das Vertrauen von Immofonds sein Unternehmen darin, „den eingeschlagenen Weg einer kundenzentrierten Arbeitsweise weiter zu verfolgen“.

  • Carmen Walker Späh spricht von «bewegendem Moment»

    Carmen Walker Späh spricht von «bewegendem Moment»

    Schlieren erhält einen neuen Cluster. Nach dem Bio-Technopark, dem Shopping- und dem Start-up-Cluster wurde am Dienstag der neue Healthtechpark eröffnet. Das Vorhaben basiert auf den Arbeiten des im vergangenen Jahr gegründeten Vereins Health Tech Park Zürich- Schlieren, in dessen Vorstand auch die Stadt Schlieren und der Kanton vertreten sind.

    Das Ziel: In die Liegenschaft der Stadt Schlieren sollen noch mehr Firmen und Start-ups aus dem Bereich Health Tech einziehen. Man hofft, dass die Unternehmen, wenn sie gemeinsam von einem zentralen Terrain aus arbeiten, sich besser vernetzen können – und so für massgebende Impulse in der Branche sorgen.

    Der neue Park befindet sich in den Liegenschaften an der Rütistrasse 12 bis 18 beim Innovations- und Jungunternehmerzentrum (IJZ). 82 Prozent der Gebäude gehören der Stadt. Gemäss Standortförderer Albert Schweizer vermietet sie aktuell einen Viertel ihrer 17 000 Quadratmeter an Health-Tech-Firmen. Dem Kanton zufolge haben sich aktuell 12 Unternehmen an den Healthtechpark angeschlossen. Die Stadt Schlieren hat ihre Liegenschaft in den letzten Jahren schrittweise renoviert und sie labortauglich gemacht.

    Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker-Späh (FDP) weihte den Park zusammen mit dem Schlieremer Stadtpräsidenten Markus Bärtschiger (SP) offiziell ein. Für sie sei dies «ein bewegender Moment», sagte Walker Späh.

    Die Pandemie habe der Gesellschaft vor Augen geführt, wie wichtig der Healthtech-Bereich sei. Zum Beispiel indem er Diagnosegeräte oder Hygienemasken produziere. Walker Späh ist sich sicher, dass im neuen Park weitere innovative Diagnosemethoden entstehen, zum Beispiel für die Behandlung von Krebs.

    Kanton zahlt 200 000 Franken über vier Jahre
    Der Healthtechpark diene aber nicht nur dem Wohlergehen der Bevölkerung, sondern sei auch wichtig für den Wirtschaftsstandort Zürich. Der Kanton sei bereits heute der grösste Healthtech- Standort der Schweiz. Aktuell erfahre der Sektor einen Schub. So sorge die Branche schweizweit für eine Wertschöpfung von 5,3 Millionen Franken und 19 000 Arbeitsplätze. Jeder siebte davon befinde sich im Kanton Zürich – Tendenz steigend.

    Damit dieser Trend weiter anhalte, brauche es den neuen Park. Denn: «Innovation entsteht immer mehr in Netzwerken. » Schliesslich betonte Walker Späh, dass mit dem Universitätsspital Zürich und dem Spital Limmattal wichtige Partner für das Projekt gefunden worden seien. Regierungsrätin Walker Späh sagt auf Anfrage zudem, dass der Kanton den Healthtechpark mit einem Zustupf von 200 000 Franken verteilt über die nächsten vier Jahre unterstütze. Danach soll der aktuell über Sponsoren- und Gönnerbeiträge finanzierte Park selbsttragend sein.

    Der Schlieremer Stadtpräsident Bärtschiger sagte, wieso er den Standort Schlieren nicht für zufällig hält. Zum Beispiel, weil sich hier bereits der Biotechnopark befinde. In der Stadt wisse man deshalb bereits, was Labors alles erfordern würden – und welche Bewilligungen dafür nötig seien. Weiter finde man in Schlieren einen wichtigen Standort für Start-ups. Und das Gesundheitswesen sei einerseits durch das Spital Limmattal und das Universitätsspital Zürich vertreten, andererseits auch durch die Kantonsapotheke Zürich.

    Dabei sei aber nicht nur der Ort, sondern auch der Zeitpunkt richtig gewählt worden, wie Bärtschiger betonte. Das Gesundheitswesen habe in der Coronakrise einen Drive erlebt. «Die Leute wollen jetzt zeigen, was sie können.» Bärtschiger findet deshalb, dass man diesen Rückenwind nutzen soll.

    Standortförderer Albert Schweizer erhält viel Lob
    Im Scheinwerferlicht befand sich der Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer. Dafür, dass er das Projekt initiiert und acht Jahre dafür gearbeitet hat, erhielt er von den Rednern Lob. Regierungsrätin Walker- Späh erwähnte Schweizer speziell und Stadtpräsident Bärtschiger sagte über ihn: «Er findet immer wieder Perlen.» Der CEO des Parks, Stefan Leuthold, lobte Schweizers Vision. Und als Dank für seine Arbeit übergab er ihm eine spezielle Box, die ihn täglich daran erinnern soll, genug zu trinken. Ganz im Sinne der Gesundheitsförderung des neuen Parks.

    Doch was nützt dieser Park dem Schlieremer Bevölkerung? Markus Bärtschiger antwortet: «Man vergisst schnell, dass Schlieren nicht nur 20 000 Einwohner hat, sondern auch 19 000 Arbeitsplätze.» Und das Steuersubstrat stamme zu rund 50 Prozent von den in Schlieren ansässigen Firmen, die durch solche Parks gefördert würden.

    Links: Der Vorstand des Healthtechpark-Vereins mit Regierungsrätin und Stadtpräsident von links nach rechts: Bruno Schefer, Stefan Leuthold, Danielle Spichiger (Mitte), Melanie Aregger (unten), Karina Candrian (oben, nicht im Vorstand), Regina Grossmann, Carmen Walker Späh, Albert Schweizer, Gabriela Senti, Carlo Centonze, Matthias Herrmann, Michael Tschudin, Alain Rudiger, Markus Bärtschiger. Rechts: Das Logo des Healthtechparks.
  • Brulé und Prajer gründen Häusermarke Domi Living

    Brulé und Prajer gründen Häusermarke Domi Living

    Von der Schweiz aus sollen weltweit 80 bis 100 Häuser entstehen, die die Handschrift von Domi Living tragen, fünf bis sieben auch in Zürich. Hinter dieser neuen Immobilienmarke stehen der kanadische Designer mit britischer Staatsbürgerschaft, Tyler Brulé, und der Zürcher Immobilienunternehmer Thomas Prajer.

    Domi Living wurde im Juli 2021 in Zug gegründet und versteht sich laut seiner Internetseite als ein Immobilien- und Lifestyle-Beratungsunternehmen. Es will „elegante, intuitive Immobilien schaffen und städtische Viertel auf der ganzen Welt neu beleben. Dabei kombinieren wir Design und Ortsgestaltung auf hochkarätigem Niveau mit dem Zugang zu einem anspruchsvollen, einflussreichen globalen Publikum.“ Die Gebäude in asiatischen und nordamerikanischen Weltstädten sollen lokale Unternehmerinnen und Unternehmer in Lizenz realisieren.

    Um ein exklusives Zielpublikum zu erreichen, haben beide Geschäftspartner gute Voraussetzungen. Als erfahrener Journalist ist Brulé Inhaber des Hochglanzmagazins „Monocle“. Ausserdem gehört ihm die Zürcher Designagentur Winkreative mit Büros in London und Tokio. Unter anderem verlieh sie 2002 der damals neuen Fluglinie Swiss ihr Logo und den Namen. Ausserdem gehören ihm der Radiosender M24 sowie Cafés in Zürich und London. Zudem wirkte er bei der Gestaltung des Apartmenthauses Koya im Feriendorf Andermatt Swiss Alps mit.

    „Wir wollen mit Domi Living eine globale Marke schaffen“, sagte Thomas Prajer der „Handelszeitung“. Das erste Gebäude dieser neuen Marke soll an der Zürcher Goldküste entstehen, auf einem Gelände in Küsnacht, das Thomas Prajer gehört. Auch die weiteren Zürcher Domi-Living-Grundstücke wird Prajer einbringen. Den Angaben zufolge hat er im Raum Zürich rund 50 hochwertige Grundstücke gekauft, die er mit seiner Firma Xania Real Estate bebauen wird. Sie wurde im März 2022 gegründet.

  • Schlieren wird zum Zentrum der Healthtech-Branche

    Schlieren wird zum Zentrum der Healthtech-Branche

    Schlieren wird immer mehr zur Tech- Stadt. Vor zwanzig Jahren wurde der Startschuss mit dem Bio-Technopark gelegt, später folgte der Start-up- Cluster, und nun wurde auch noch ein Healthtechpark eröffnet. Geht es nach Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) und Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP), die die neue Errungenschaft beim Innovations- und Jungunternehmerzentrum an der Rütistrasse gestern feierlich eröffneten, soll in Schlieren bald noch mehr Innovation geschaffen werden. Der Healthtechpark an der Rütistrasse soll Unternehmen und Start-ups aus den Bereichen Medizintechnik und Diagnostik anziehen und den Austausch unter ihnen fördern. Bisher haben sich dem neuen Cluster zwölf Unternehmen angeschlossen. Davon forschen einige in der Krebstherapie, andere entwickeln Operationssimulationen, und wieder andere produzieren Silikon-Produkte für medizinische Anwendungen. Das Spital Limmattal und das Universitätsspital Zürich sind neben den Firmen auch Mitglieder des Healthtechparks und können hilfreiche Daten aus der Klinik liefern. Die Stadt Schlieren und der Bio- Technopark sind ebenfalls im Cluster dabei und können mit ihrer Erfahrung einen Beitrag zur Entwicklung neuer Innovationen leisten.

  • AMAG übergibt Preis an Killer Interior

    AMAG übergibt Preis an Killer Interior

    Killer Interior hat einen Audi Q4 e-tron als Preis für den ersten Platz beim Family Business Award der AMAG Group AG erhalten. Der Spezialist für Laden- und Innenausbau hatte bereits im September vergangenen Jahres gewonnen und konnte nun seinen Preis am AMAG-Standort Baden AG abholen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Killer Interior erhielt den Preis für seine „werteorientierte Unternehmensentwicklung“ sowie den „inneren Antrieb und das Streben nach kontinuierlichen Veränderungen“, heisst es darin als Begründung von der Jury. So können Mitarbeitende sich in der Killer Lean Academy weiterbilden und erhalten „sinnstiftende Orientierung“ durch den in der Unternehmensvision und -mission verankerten Wert Nachhaltigkeit. Das Unternehmen wurde 1963 gegründet und wird in dritter Generation von Marco Killer geführt.

    Auch die zweit- und drittplatzierten Bewerberfirmen Hobet aus Oberkirch LU und Zenhäusern Frères aus Sitten VS erhielten einen Wagen. Anders als Killer Interior dürfen sie ihn aber nur für ein Jahr nutzen und nicht behalten.

    Die Preisausschreibung des Zuger Automobilunternehmens AMAG für den Family Business Award 2022 läuft noch bis zum 13. Mai.

  • Hälg Group blickt am Geburtstag in die Zukunft

    Hälg Group blickt am Geburtstag in die Zukunft

    Die Gebäudetechnikfirma Hälg feiert am 19. April den 100. Jahrestag ihrer Gründung in St. Gallen. Die Hälg Group realisiert laut Medienmitteilung Projekte in den Bereichen Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär und Gebäudeautomation sowie integrales Facility Management, Service sowie Ingenieursdienstleistungen. Das 1922 von Ferdinand Hälg als Ferd. Hälg Zentralheizungsfabrik an der Lukasstrasse in St.Gallen gegründete Unternehmen ist auch heute noch inhabergeführt. Auf den 1940 verstorbenen Gründer folgte sein Sohn Emil Hälg. 1986 übernahm sein  Schwiegersohn Heinz Graf-Hälg die Unternehmensführung und 2008 traten Roger und Marcel Baumer, die Söhne von Ursula Graf-Hälg, an die Firmenspitze.

    „Ferdinand Hälg und seine Nachfolger haben die Grundlage dafür gelegt, dass wir heute auch in der vierten Generation erfolgreich unterwegs sein dürfen“, werden Roger und Marcel Baumer zitiert. Dass der Hauptsitz der Hälg Group am Ort der 1922 gegründeten ursprünglichen Einzelfirma sei, werten sie als „schönes Zeichen der Kontinuität“. Im Mittelpunkt des Jubiläumsjahrs soll ein Fest für die Mitarbeitenden und die Pensionierten stehen. Gefeiert wird unter dem Motto: Zukunftsfähig. Seit 1922.

    Die Unternehmensgruppe beschäftigt nach eigenen Angaben an 22 Standorten in der Schweiz 1117 Mitarbeitende und erzielte 2021 einen Umsatz von 315 Millionen Franken. Der erste Auftrag kam am 8. Juli 1922 von der Realschule in Wil SG. Das Auftragsvolumen betrug damals 693 Franken.

    Zur Hälg Group gehören heute die Dachgesellschaft Hälg Holding AG mit den Firmen  Hälg & Co. AG, Dober AG, Klima AG, Meneo Energie SA, Zahn + Co. AG, Hälg Facility Management AG in Zürich, GOAG (General Optimizing AG) in Wallisellen ZH und Vadea AG in St.Gallen.

  • Messe Bauen+Wohnen zählt über 14‘000 Besuchende

    Messe Bauen+Wohnen zählt über 14‘000 Besuchende

    Die nach zweijähriger durch Corona bedingten Pause vom 7. bis 10. April wieder durchgeführte Messe Bauen und Wohnen hat laut Medienmitteilung über 14‘000 Besucher ins Tägi in Wettingen geführt. Mehr als 200 Aussteller präsentierten in vier Hallen sowie auf der Tägerhardstrasse, dem Tägi-Vorplatz und in der Eventarena Produkte und Dienstleistungen. Weiter wurden mehrere Fachvorträge im Limmatraum gehalten.

    „Wir sind fast überrannt worden. Die Besucherzahlen liegen weit über unseren Erwartungen. Die vielen Besucher waren sehr offen und zeigten viel Interesse“, wird Marco Biland, Geschäftsführer der ZT Fachmessen AG, zur Bilanz der vier Messetage zitiert.

    Die Messe richtete sich an Hauseigentümer, Bauinteressierte, Planer und Architekten und zeigte laut der Medienmitteilung innovative und nachhaltige Bau- und Wohntrends in den Bereichen Küchen, Bäder, Türen und Fenster bis hin zu den Erlebniswelten Eigenheim, Garten und Energie. Die Fachvorträge hörten sowohl Laien als auch Experten. Die Nachfrage nach Angeboten und Experten-Beratung zum Top-Thema Ladestrom und Elektromobilität sei enorm gewesen, heisst es weiter.

    Der Termin für die Messe Bauen+Wohnen im kommenden Jahr ist schon festgelegt. „Weil das Echo nur positiv war, ist die nächste Ausgabe bereits gesichert. Vom 20. bis  23. April 2023 findet die Messe Bauen und Wohnen wieder im Tägi statt. Die Planungen und Buchungen laufen bereits“, wird Geschäftsführer Marco Biland zitiert.

  • Schlieren wird zum Start-up-Hotspot

    Schlieren wird zum Start-up-Hotspot

    Das Licht ist orange, Luft strömt rauschend durch Schläuche, manchmal faucht es, als ob ein Ventil Überdruck ablasse. Was in diesem Labor des Start-ups Spectroplast hergestellt wird, gibt es auf der ganzen Welt sonst nirgendwo: 3-D-Druck mit zu 100 Prozent echtem Silikon.

    In einem Fach liegen künstliche Herzklappen, im anderen Stents für Luftröhren. Das Licht ist orange gedimmt, weil Silikon lichtempfindlich ist. Spectroplast ist eines von zwölf Unternehmen, die sich zu einem Hub für Medizinaltechnik zusammengeschlossen haben – zum Healthtechpark Zürich-Schlieren. Er ist gestern eröffnet worden.

    Die Chancen stehen gut, dass er schnell abhebt. Wie der Initiator Albert Schweizer am Rande der Veranstaltung sagte, sind in den vergangenen Monaten bereits rund 150 Arbeitsplätze in diesem Bereich entstanden. Er geht davon aus, dass es schon bald dreibis viermal mehr sein werden.

    Auch Regierungsrätin Carmen Walker Späh, die den neuen Hub aus der Taufe hob, ist optimistisch: «Das wird ein Booster für die Zürcher Volkswirtschaft.» Der Kanton Zürich ist bereits heute der grösste Healthtech- Standort in der Schweiz, doch ein eigentlicher Hub fehlte bisher. Walker Späh betont: «Innovationen entstehen immer seltener isoliert. Mit diesem Healthtechpark ermöglichen wir einen besseren Austausch.»

    Healthtech entwickelt Produkte und Geräte für Spitäler oder Ärzte, braucht also einen direkten Draht zu diesen, um deren Bedürfnisse zu kennen. Dies ist in Schlieren institutionalisiert, denn das Universitätsspital und das Spital Limmattal sind mit an Bord.

    Gabriela Senti, Direktorin Forschung und Lehre am USZ, ist vom Potenzial eines solchen Healthtechparks überzeugt. Sie erzählt von einer ungeheuren Dynamik im Bereich der Medizinaltechnik und im Diagnosebereich. «Die neuen Ideen vieler Jungunternehmen blasen uns fast weg.»

    «Wenn es um Laborräume geht, fallen in der Schweiz drei Namen: Basel, Lausanne und Schlieren.»

    Albert Schweizer, Initiator Healthpark

    Sie meint das durch und durch positiv. Allerdings mangle es manchen Jungunternehmen ein bisschen «am Gespür für die Anwendung». Umgekehrt könnten viele etablierte Unternehmen vom «Start-up- Groove» profitieren, ist sie überzeugt. Genau dieser Austausch werde nun erleichtert.

    Einige Stockwerke über Spectroplast ist vor kurzem das Startup Avelo eingezogen. Fünf Mitarbeitende, ein Projekt: ein Atemkollektor, um Erreger in der Atemluft nachzuweisen. Ein Prototyp ist schon gebaut. Damit könnte der allseits bekannte, unangenehme Nase-Rachen-Abstrich abgelöst werden.

    Kein Geld, aber viele Ideen
    Avelo-CEO ist Melanie Aregger. Sie ist zugleich Präsidentin des Healthtechparks, der als Verein organisiert ist. Aregger erzählt, wie sie zusammen mit ihrem Geschäftspartner Tobias Broger vor zwei Jahren beschlossen hat, alles auf eine Karte zu setzen. Sie kündigten ihre Stellen, plünderten ihr Bankkonto – und fanden kein bezahlbares Labor. Bis Aregger – eher zufällig – Albert Schweizer traf und ihm ihr Leid klagte. Schweizer wusste Rat, denn er trug schon länger die Idee mit sich herum, neben dem bestehenden Biotechpark einen weiteren Hub in einem verwandten Gebiet ins Leben zu rufen.

    Die beiden Cluster, Bio- und Healthtech, stehen an einem Ort, der Industriegeschichte geschrieben hat: auf dem Areal der Wagons- und Aufzügefabrik. Die «Wagi» trug einst den Namen Schlieren an Zügen und Lifts in alle Städte Europas, wurde aber 1985 geschlossen. Das Areal jedoch entwickelte bald eine Sogwirkung für Unternehmen, die in der Stadt Zürich keine bezahlbare Bleibe mehr fanden. Und allen voran für die ETH.

    Die ETH platzte in den 1990er- Jahren aus allen Nähten, doch verzögerte sich die dritte Etappe des Campus auf dem Hönggerberg aufgrund eines Rechtsstreits. So zogen verschiedene Institute nach Schlieren. Als diese dann nach und nach auf den Hönggerberg übersiedelten, überliess die Hochschule ihre Labors dem Kanton Zürich und der Stadt Schlieren, die beide aktiv anfingen, Spin-offs und Startups aus der Biotechbranche anzuwerben.

    Wichtig sei gewesen, dass auch ganz kleine Einheiten – 30-Quadratmeter-Labors – angeboten worden seien, sagt Albert Schweizer, der schon damals zusammen mit dem kantonalen Wirtschaftsförderer Stephan Kux treibende Kraft war. «Denn wer ein Start-up aufzieht, hat in der Regel gute Ideen, aber kein Geld.»

    So erging es auch den Gründern von Heiq, einem Spin-off der ETH. Auch sie suchten bezahlbare Laborräume und fanden sie in Schlieren. Heiq produziert Medizintextilien, also beispielsweise spezielle Masken für Spitäler, die natürlich in den letzten zwei Jahren reissenden Absatz fanden.

    Dazu kommt ein Reinigungsmittel, das Desinfektionsmittel mehr als ersetzt, weil es nicht nur Keime tötet, sondern eben mittels «guter Bakterien» verhindert, dass sich neue bilden. Eben hat sich dieses bei einem Versuch an der Charité in Berlin als äusserst wirksam bewährt.

    Erfolge ziehen Grossinvestoren an
    Heiq zeigt, wie ein Start-up abheben kann, wenn es zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Ideen hat und diese sich umsetzen lassen. Unterdessen ist das Unternehmen in vierzehn Ländern aktiv und arbeitet weltweit mit über dreissig Universitäten zusammen. Die zwei Räume, die es einst in Schlieren mietete, haben sich mittlerweile zu zwei Stockwerken ausgeweitet.

    Die Anfänge von Heiq liegen schon einige Jahre zurück, die Nachfrage nach Laborräumen hat aber nicht mehr nachgelassen. Auch ist die Strahlkraft solcher Hubs auf etablierte Firmen beachtlich, wie der Erfolg des Biotechparks zeigt: 2018 und 2021 wurden in Schlieren zwei weitere Hochhäuser bezogen, in einem mietete sich Roche ein. Und 2016 zog die Kantonsapotheke in einen Neubau nach Schlieren. Albert Schweizer sagt: «Wenn es um Laborräume geht, fallen heute in der Schweiz drei Namen: Basel, Lausanne und Schlieren.»

    Solche Erfolge ziehen Grossinvestoren an. So sicherte sich mit Swiss Prime Site die grösste kotierte Schweizer Immobiliengesellschaft 2015 die Liegenschaft der ehemaligen NZZDruckerei mit rund 20’000 Kubikmeter Nutzfläche. Zusätzlich realisiert sie bis Herbst 2024 einen Neubau mit rund 15’000 Quadratmeter Nutzfläche auf dem Gelände.

    Schweizer hat keine Bange, dass diese leer stehen werden: «Wir haben im Moment eine Warteliste für 10’000 bis 15’000 Quadratmeter Laborräume.» Und die 2019 gegründete Firma Superlab Suisse hat sich dort bereits eine Fläche von 6000 Quadratmetern reserviert, auf der sie «Ready-to-go-Labs» einrichten und vermieten wird. Also kleine, variable Labors zu günstigen Preisen.

  • Sika legt starken Jahresauftakt vor

    Sika legt starken Jahresauftakt vor

    Sika hat das erste Quartal 2021 mit einem Rekordumsatz von knapp 2,40 Milliarden Franken abgeschlossen, informiert der weltweit aktive Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 20,0 Prozent. In Lokalwährungen sei ein Wachstum von 21,9 Prozent realisiert worden, schreibt Sika.

    Zur guten Entwicklung haben alle Marktregionen des Konzerns mit zweistelligen Wachstumsraten in Lokalwährungen beigetragen. Das stärkste Wachstum wurde dabei mit 36,2 Prozent in der Region Americas realisiert. In der umsatzstärksten Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) zogen die Umsätze um 18,1 Prozent auf 1,04 Milliarden Franken an.

    Für das Gesamtjahr strebt Sika ein Umsatzwachstum von deutlich mehr als 10 Prozent in Lokalwährungen auf einen Gesamtumsatz von erstmals mehr als 10 Milliarden Franken an. Das Betriebsergebnis soll dazu überproportional um mindestens 15 Prozent gesteigert werden.

    Sika sieht den Bausektor „vom Megatrend Kliamwandel“ und einem damit verbundenen Wechsel zu nachhaltigem Bauen geprägt. Hier ist der Konzern nach eigenen Angaben gut aufgestellt. „Mit unseren umweltfreundlichen und innovativen Lösungen positionieren wir uns als Nachhaltigkeitschampion und leisten gemeinsam mit unseren Kunden einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität in der Bau- und Fahrzeugindustrie“, wird Konzernleitungsvorsitzender Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. Die im November 2021 aufgegleiste Übernahme des ehemaligen Bauchemiegeschäfts der BASF-Gruppe (MBCC Group) soll aus Sika laut Mitteilung zudem einen „Schlüsselspieler für mehr Nachhaltigkeit“ machen.

  • Expo-Pavillons von Nüssli werden vielfach prämiert

    Expo-Pavillons von Nüssli werden vielfach prämiert

    Die Nüssli-Projektteams haben für die Expo in Dubai trotz Pandemie zehn Länder-Pavillons fristgerecht errichtet. Wie das Unternehmen nun mitteilt, haben sie zahlreiche Nominierungen und insgesamt 23 Auszeichnungen erhalten.

    Für einen der angesehenen BIE (Bureau International des Expositions) Awards des Dachverbands der Expo wurden fünf Pavillons nominiert. Der deutsche und der kasachische erhielten Gold und Silber in der Kategorie Theme Interpretation. Gold in der Kategorie Exhibition Design gewann auch der japanische Expo-Bau. Silber und Bronze in der Kategorie Architektur gingen an Österreich und China. Die Pavillons von Belarus, Deutschland, Kasachstan und Luxemburg erhielten eine, der japanische Pavillon sogar zwei Honorable Mentions in den verschiedenen Kategorien.

    Mit seiner aussergewöhnlichen und nachhaltigen Architektur erregte der österreichische Pavillon besonderes Aufsehen. Er gewann zusätzlich den renommierten Global Architecture & Design Award 2021, den BLT Built Design Award 2021, den Austrian Green Planet Building Award sowie den German Design Award 2022.

    Der österreichische Pavillon verbrauchte den Angaben zufolge 70 Prozent weniger Energie als vergleichbare Gebäude. Struktur und Fassade des kasachischen Gebäudes können zu grossen Teilen wiederverwertet werden. Und beim Bau des Baden-Württemberg-Hauses aus Holz konnten im Vergleich zu herkömmlichen Stahlbauten 200 Tonnen CO2 eingespart werden. Diese drei Beispiele stehen laut Nüssli „beispielhaft für die Innovation und die Nachhaltigkeit von Nüsslis Pavillon-Palette.

  • Damit Trockenbau die Nässe aushält

    Damit Trockenbau die Nässe aushält

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    Es ist buchstäblich eine Bieridee: Zwei Freunde plaudern am Feierabend über Garten, Grillieren und Gemütlichkeit. Eben wurde ein Stockwerk in einem Zweifamilienhaus erworben und das erste Kind geboren. Der existierende offene Unterstand würde wohl nicht mehr genügend Schutz bieten, um noch mehr Zeit im Garten zu verbringen. Reto Schär ist Gipsermeister, sein Gesprächspartner technischer Berater für Trockenbausysteme. Da kommt zusammen, was zusammenpasst.

    Der Platz war gegeben
    Das Gelände des Bauernhofs bietet die nötige Freifläche für ein stattliches Gartenhaus, und zwar auf der Betonplatte, wo einst der Misthaufen dampfte. Aus einer schon recht konkreten und vermassten Handskizze werden allmählich Baupläne für den 5 x 5 Meter grossen Raum mit Pultdach. Das Ganze steht 10 cm erhöht auf Schwerlastkonsolen, damit die Unterbodenisolation Platz hat. Schliesslich will man sich – auch wenn nicht geheizt wird – an kühleren Tagen wohl fühlen.

    Komplett aus Gipsers Hand
    Die Systemwahl ist natürlich kein Zufall. Dank der Verwendung von Rimodul®, Glasroc X, Habito, Rigiton® Ambiance und passendem Zubehör kann der Bauherr, Projektleiter beim ausführenden Gipsereiunternehmen, sein Gartenhaus vom ersten Profil bis zur obersten Putzschicht selber realisieren. Ausschlaggebend für diesen Lösungsweg war tatsächlich die neue vliesarmierte Glasroc X Gipsplatte von Rigips®, denn dank der geringen Wasseraufnahme und integriertem UV-Schutz kann sie auch dort eingesetzt werden, wo Gipsbauplatten bisher nicht hingehörten: Im Aussenbereich. Als Unterkonstruktion kommt das RiModul® Stahl-Leichtbausystem zum Einsatz, welches äusserst leicht ist aber dennoch eine voll tragende Funktion erfüllt. Damit lassen sich formstabile, sprich begeh- sowie belastbare und somit auch freistehende Bauten errichten. Das System basiert auf dem Prinzip der Vorfertigung, wodurch sich die gesamte Bauzeit um bis zu 60% verkürzen lässt.

    Die vorgefertigten RiModul®-Elemente werden nach einem Montageplan zusammengebaut.

    Verarbeiten wie gewohnt
    Die Vor-Ort-Montage der Stahlprofile erfolgte nach dem «Bausatz-Prinzip». Anschliessend beplankte das Gipserteam die Tragkonstruktion auf der Aussenseite mit der Rigips Glasroc X, wobei die Hohlräume im Stahlrahmen im Nachgang mit Mineralwolle gedämmt wurden. Die gesamte Aussenhaut, auch Fensterleibungen und Dachuntersichten, wurden so ausgeführt. Alle Plattenstösse sowie Eckausbildungen wurden mit dem witterungsresistenten, überputzbaren Glasroc X Fugenband abgeklebt. Somit war eine schlagregendichte Oberfläche bis zur weiteren Bearbeitung gewährleistet.

    Schutz gegen alle Wettereinflüsse
    Rigips® Glasroc X ist eine vliesarmierte Gipsplatte vom Typ GM-FH1 mit äusserst geringer Wasseraufnahme. Selbst eine kurzzeitige direkte Bewitterung kann ihr nichts anhaben; Wasser, das bei Frost gefrieren könnte, gelangt gar nicht erst in die Platte. Da Gipsplatten bei zu hohen Temperaturen ihre Festigkeitseigenschaften verlieren können, ist für Aussenwände mit Rigips® Glasroc X der Hellbezugswert der Oberflächenbeschichtung mit >20 festgelegt. Farbtöne in diesem Bereich haben sich in Langzeittests bewährt; so gestaltete Fassaden bleiben bei richtiger Wartung und Pflege dauerhaft schadensfrei.

    Bei richtiger Anwendung richtig stark
    Die Rigips® Glasroc X hält bei korrekter Planung und Ausführung dank Vorbemessungstabellen selbst schwersten Stürmen stand.

    Mit der Bekleidung durch Rigips® Glasroc X bleibt die Statik der Konstruktion auch unter Brandeinwirkung erhalten. Dank hervorragenden feuerhemmenden Eigenschaften der Gipsplatten können Rigips Aussenwandsysteme eine Feuerwiderstandsdauer von bis zu 90 Minuten auch für tragende Bauteile leisten. Systemaufbauten mit Glasroc X erreichen ausserdem eine erhebliche Reduktion der Schallübertragung.

    Komplett mit Rigips® Glasroc X beplankt, ist das Gartenhaus gegen Wind und Wetter, Brand und Schall optimal geschützt.

    Innen kommt die Alleskönnerin
    Mit der Wahl von Rigips® Habito H behält sich der Bauherr alle Optionen offen. Die Platte verfügt über einen wesentlich dichteren Gipskern, der mit einer speziellen Formulierung versetzt ist. Er verleiht der Platte einen hohen Oberflächenhärtegrad, macht sie stossfest und ermöglicht eine Tragkraft bis zu 30kg pro Schraube. Schär ist nun völlig frei, die Innenwände mit allerlei Nützlichem und Dekorativem zu behängen, und zwar ohne Bohrer, Dübel und Holzeinlage. Einfach Spanplattenschraube eindrehen – und fertig. Die abgehängte Akustikdecke besteht aus einem Doppelrost und Rigiton®  Ambiance Lochplatten, die mit der Primeline-Technik ausgeführt sind. Da darf es also ruhig einmal etwas lauter werden bei der Gartenparty mit Freunden und Kindern.

    Staubfrei schneiden wie gewohnt
    Reto Schär, selber gestandener Gipsermeister, wollte kein Holzhäuschen aus dem Katalog. Die Idee mit RiModul® und der neuen Glasroc X hat ihm sofort zugesagt: «Genau die richtige Lösung für ein richtiges Gartenhaus. Das Beste an der Platte ist, dass man sie ohne Maschine und wie jede Gipsplatte mit dem Cutter schneiden kann, sehr effizient und ohne Staubbildung. Erstaunlich, was wir hier draussen mit Systemen umgesetzt haben, die bisher dem Innenausbau vorbehalten waren!»

    Das Gartenhaus von Reto Schär in Inkwil BE ist von A bis Z mit Trockenbausystemen erstellt.

    Mehr Informationen über Rigips® Glasroc X finden Sie hier: https://www.rigips.ch/de/produkte/rigips/glasroc-x

  • Gebäudehülle.swiss und Avobis gewinnen bei Best of Swiss Web Awards

    Gebäudehülle.swiss und Avobis gewinnen bei Best of Swiss Web Awards

    Die Zürcher Unternehmensgruppe Avobis hat vier Auszeichnungen bei den Best of Swiss Web Awards 2022 gewonnen. Die Jury kürte die Immobilien-Matching-Plattform Property Captain in der Kategorie Innovation mit Gold, in der Kategorie Technologie mit Silber und in der Kategorie Business mit Bronze, heisst es in einer Medienmitteilung. VERIT Immobilien, ein Unternehmen der Avobis-Gruppe, gewann zudem die Silbermedaille in der Kategorie Produktivität.

    So verkürzt VERIT Immobilien die Dauer einer Wiedervermietung um bis zu 90 Prozent aufgrund eines durchweg digitalen Prozesses. „Von der Bewerbung, über den Abschluss der Mieterkaution, der Unterschrift des Mietvertrages bis hin zur Bestellung der Namensschilder erleben die Mietinteressenten ein neues, digitales Kundenerlebnis“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Property Captain unterstützt seine Nutzer beim Kauf einer Immobilie „besonders eindrücklich und erfolgsversprechend“. Die Plattform ging als Siegerin aus mehr als 350 eingereichten Projekten hervor.

    Das Branchenportal des Kompetenzzentrums für Gebäudehüllen-Spezialisten, gebäudehülle.swiss, gewann indes den Spezialpreis Best of .swiss für seine handwerkliche Qualität und die Umsetzung schweizerischer Werte wie Zuverlässigkeit, Innovation und Mehrsprachigkeit. Sowohl das strukturierte Verzeichnis der 600 Mitglieder überzeugten als auch die überraschende Shoplösung. „Der Verbandsauftritt überzeugte rundum in allen Aspekten“, heisst es in einer Medienmitteilung.