Schlagwort: Bau

  • Halter AG legt Grundstein für neues Quartier

    Halter AG legt Grundstein für neues Quartier

    Ein neues Quartier soll die Verbindung zwischen Suhr Süd und dem Zentrum schaffen. Neben einem zwölfstöckigen Hochhaus werden drei vier- bis sechsstöckige Gebäude errichtet. Die Schlieremer Halter AG ist für die Projektentwicklung und Realisierung verantwortlich, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Am Mittwoch ist der Grundstein gelegt worden.

    Das Quartier entsteht auf einem ehemals von der Ferroflex AG genutzten Areal. Dort werden Flächen für das Wohnen, für Dienstleistungen und das Gewerbe entstehen. Zwischen den Gebäuden sind öffentliche Freiräume mit Wegen und Plätzen, ein Kinderspiel- und ein Grillplatz vorgesehen. Im Hochhaus und im sogenannten Gartenhaus werden 59 Wohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern als Wohneigentum entstehen. In den beiden weiteren Gebäuden entstehen 143 Mietwohnungen.

    Das Entwicklungsprojekt wird nach den Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft umgesetzt. Dazu wird Fernwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs AG für die Wärmeerzeugung genutzt. Solaranlagen werden einen Teil der benötigten elektrischen Energie liefern.

  • Museum Langmatt stellt Gewinnerprojekt aus

    Museum Langmatt stellt Gewinnerprojekt aus

    Das Stiftung Langmatt hat gemeinsam mit der Stadt Baden und dem Kanton Aargau das Projekt Museum Langmatt – Generalsanierung lanciert. Insgesamt haben sich 50 Architekturbüros an einem Wettbewerb beteiligt, von denen sechs in die zweite Runde eingeladen wurden. Deren Entwürfe zeigen einen Pavillon im Park und einen neuen Eingangsbereich für das Museum. Sie werden ab dem 28. August im Museum ausgestellt, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

    Im Zentrum der Ausstellung steht der siegreiche Entwurf von Ernst Niklaus Fausch Partner AG. Deren Pavillon schafft eine visuelle Verbindung zum Ökonomiegebäude, ohne mit diesem tatsächlich verbunden zu sein. Der Pavillon soll für Vernissagen und andere Veranstaltungen genutzt werden. Der neue Eingangsbereich entsteht im Ökonomiegebäude und umfasst die Kasse, ein Ladengeschäft oder auch die Garderoben.

    „Wir freuen uns über die substanziellen Verbesserungen einer zukünftigen Nutzung“, wird Langmatt-Direktor Markus Stegmann in der Mitteilung zitiert. „Mit dem neuen Pavillon und Eingangsbereich ist die Langmatt für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Der transparente Pavillon symbolisiert mit seiner starken visuellen Präsenz die neue Langmatt für alle.“

  • Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Der Trockenbauer war gefordert: Es sollten eine umfangreiche Elektro- und Lüftungsinstallation sowie eine Sprinkleranlage integriert werden. Ebenfalls war ein Brandschutzwert von REI60 verlangt. Da er bereits eine Produktschulung bei der Rigips AG abgeschlossen und er die Vorteile des neuen Systems kannte, war der Fall klar: RiModul®. Der Architekt war ebenfalls schnell überzeugt: «Wir hatten auch die Variante Holz geprüft, aber wir stiessen bei den Spannweiten an Grenzen und hätten den Brandschutz nicht erfüllt», sagt Peter Fässler von MFW Architekten. Ausserdem bringen die schlanken Wandkonstruktionen mehr Nutzfläche.

    Begehbare Raum-in-Raum-Lösung
    Coop hatte sich schon länger mit dem Gedanken befasst, einen komfortablen Aufenthaltsraum für seine Mitarbeitenden zu bauen. Dafür bot sich ein zum Regallager hin offener, gut 5 Meter hoher Raum an, eine Art Galerie, wo sich angrenzend auch andere Räume befinden. Er wäre aber viel zu gross gewesen, mit seinen Mauern aus Kalksandstein nicht behaglich und nicht geheizt. Eine Raum-in-Raum-Lösung bot sich also an, die schnell, ohne viel Dreck, aber unter Einhaltung aller Statik- und Brandschutzanforderungen realisiert werden konnte. Weil die Montage bei laufendem Betrieb des Hochregallagers erfolgte, musste alles gut vorbereitet sein und schnell gehen.

    Nur einen halben Tag für die Unterkonstruktion
    Wie bei allen Bausystemen mit hohem Vorfertigungsgrad waren genaue Plandaten und die fehlerfreie Übermittlung an den Hersteller entscheidend. Sämtliche Stahlprofile wurden auf Mass geschnitten und bereits mit den Schraub- und Stanzlöchern versehen, zur Erleichterung der Vor-Ort-Montage. Die einzelnen Profile konnten anhand von Nummern und einem Montageplan effizient zusammengeschraubt werden. Die ganze Konstruktion bringt dank der entsprechenden Beplankung eine Brandschutzleistung von REI60. Gipserunternehmer Hansjörg Alder war begeistert: «In nur einem halben Tag stand die Stahlkonstruktion im Verteilzentrum, und innerhalb von drei Tagen war sie beplankt und ausbaufähig.» Dem stilvollen Raum und seiner Aufenthaltsqualität merkt man nicht an, dass er quasi als Bausatz angeliefert und innert kürzester Zeit aufgebaut wurde.

    Wie Leichtbau, einfach viel stabiler
    RiModul® ist eigentlich nichts anderes als Leichtbau mit stärkeren Profilen. Sie erzielen ein bestmögliches Verhältnis der Festigkeit zum Gewicht, was unter anderem zu formstabilen Konstruktionen – sprich begeh- und belastbaren Decken mit zusätzlicher Nutzfläche – und erhöhtem seismischen Widerstand (Erdbebensicherheit) führt. Und das System basiert auf dem Prinzip der Vorfertigung, wodurch sich die gesamte Bauzeit um bis zu 60% verkürzen lässt. RiModul® Stahl-Leichtbausysteme haben auch erheblich geringere Lasten auf den Fundamenten zur Folge als herkömmliche Bauweisen. Komplexe Objekte im Neu- und Umbau lassen sich damit sicher, wirtschaftlich und mit beinahe unbegrenzter gestalterischer Flexibilität realisieren. Besonders geeignet sind die RiModul® Stahl-Leichtbausysteme für Aufstockungen, Erweiterungsbauten und, wie im Fall von Coop, Raum-in-Raum-Konstruktionen. Sinnvoll ist ihr Einsatz auch als Aussenwandsystem zur Ausfachung in Hybridbauten.

    In Einzelteilen, vorgefertigt oder vormontiert
    Die Kunden können aus drei Vorfertigungsstufen wählen, nach der die Lieferung erfolgen soll. RiModul® flat bestellt man, wenn man die Einzelteile wünscht und selber zusammenbauen will. Die Profile werden nach der Bearbeitung nummeriert und pro Wand- oder Deckenelement gebündelt angeliefert. Mit Hilfe eines Montageplans lassen sie sich auf der Baustelle oder in einem Zwischenlager einfach zusammenbauen. Bei RiModul® frame werden die Profile im Produktionswerk zu Rahmenelementen vormontiert und so auf die Baustelle geliefert. Beplankung und Dämmung erfolgen anschliessend bauseits. Bei RiModul® frameX schliesslich werden die Rahmenelemente bereits mit hochwertigen Platten beplankt. Es empfiehlt sich, die Wahl des Vorfertigungsgrades objektspezifisch und bereits in der Planungsphase zu treffen. Rigips entwirft, basierend auf den Plänen der Kunden, das Projekt in 3D und erstellt eine statische Dimensionierung und Bemessung. Dazu gehört insbesondere auch die Definition der Verbindungs- und Knotentechnik für die kaltgeformte Stahlstruktur. Auf Basis dieser Unterlagen entstehen die Pläne für die Produktion im Werk.

    Erfahren Sie mehr über RiModul®

  • Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Die Tschopp Holzindustrie AG gibt einen Meilenstein beim Bau ihres neuen Sägewerks am Hauptsitz in Buttisholz bekannt. So konnten die Tiefbauarbeiten im Bereich Sägehalle abgeschlossen werden. Nun sollen die Hochbauarbeiten beginnen. Das Gebäude soll eine Länge von 125 Metern, eine Breite von 50 Metern und eine Höhe von 20 Metern aufweisen.

    Das neue Sägewerk soll seinen Betrieb im Frühjahr 2023 aufnehmen. Tschopp Holzindustrie investiert insgesamt 75 Millionen Franken in den Ausbau. Es handelt sich um die bisher grösste Investition in der 100-jährigen Firmengeschichte.

    Tschopp Holzindustrie ist auf die Herstellung von Schalungsplatten für die Baubranche spezialisiert. Seit 2005 werden aus dem Restholz Pellets für die Energiebranche produziert. Nach der Inbetriebnahme des neuen Sägewerks sollen Holzbaufirmen auch Produkte angeboten werden, die im Inland bisher gar nicht oder nicht industriell hergestellt werden und deshalb aus dem Ausland importiert werden müssen, etwa Dreischicht-Naturholzplatten.

  • Drohne führt Messflüge in Zementwerk durch

    Drohne führt Messflüge in Zementwerk durch

    Im Zementwerk von Holcim in Siggenthal ist diese Woche ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Nach mehreren Jahren Forschungsarbeit hat die Spezialdrohne des Zürcher Start-ups Voliro dort eine erste offizielle Messflugkampagne durchgeführt. Dabei wurden laut einer Medienmitteilung wichtige Messungen zur Bestimmung der Stahlwandstärken des Zementofens und des Zyklonvorwärmers vorgenommen.

    Voliro, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), ist auf die Entwicklung fliegender Roboter zur Inspektion und Wartung industrieller Anlagen spezialisiert. Ihre Drohnen können mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet werden und sowohl visuelle als auch thermische und kontaktbasierte Messungen durchführen. Eine Besonderheit an den Drohnen ist, dass sie sich dank eines speziellen Rotorsystems um alle Achsen drehen können, was ihnen Manöver in vertikalen Positionen und sogar kopfüber erlaubt. Dank des 360-Grad-Designs sind sie auch für den Einsatz bei Messungen an gekrümmten und schrägen Oberflächen geeignet.

    Der Medienmitteilung zufolge gilt der Einsatz solcher Spezialdrohnen in grosser Höhe als eine Weltneuheit. Mit der Methode liessen sich sowohl Zeit als auch Kosten sparen. Ausserdem erhöhe der Einsatz von Drohnen die Arbeitssicherheit.

    Holcim begleitet die Produktentwicklung von Voliro den Angaben zufolge bereits seit 2019. Dabei stellt der weltweit tätige Zuger Zementkonzern dem Start-up seine Infrastruktur in Siggenthal für Testflüge zur Verfügung und unterstützt es mit seinem Fachwissen.

  • Student erstellt Konzept für Bündner Crotti

    Student erstellt Konzept für Bündner Crotti

    Lucas Buschauer ist für seine Semesterarbeit vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA) mit einer Anerkennung ausgezeichnet worden. Das hat die Fachhochschule Graubünden jetzt mitgeteilt. Der Absolvent des Architekturstudiums an der Fachhochschule Graubünden sieht für einige ungenutzte Crotti im Bündnerischen Bondo eine Wiederbelebung als Brauerei vor.

    Die SIA-Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken prämiert schweizweit Diplom- und Semesterarbeiten, die herausragende Konzepte für den vorbildlichen Umgang mit bestehenden Bauwerken und deren Erhalt vorstellen. In diesem Jahr wurden insgesamt elf Arbeiten ausgewählt.

    Buschauers Semesterarbeit sieht eine erneute Nutzung einiger Crotti vor, die 2017 vom Bergsturz verschont wurden. Diese in schattiger Hanglage stehenden kleinen Häuschen wurden einst als natürliche Kühlschränke genutzt. Er möchte sie zu einer Brauerei und zu einem Treffpunkt für das Dorf umbauen. Dabei sind für die einzelnen Crotti verschiedene Nutzungen vorgesehen. So würde etwa das erste Crotto das vorbeifliessende Quellwasser auffangen, zwei weitere würden zu Mälzereien umgebaut. Vier dieser Crotti sind für den Brauprozess vorgesehen. Auch eine Gastwirtschaft und eine Braumeisterwohnung hat er eingeplant.

    „Die Semesterarbeit von Lucas Buschauer besticht durch eine sorgfältige Recherche, eine bestechende Konzeptidee, welche sorgfältig und detailliert umgesetzt wurde sowie überzeugend dargestellt ist“, heisst es in der Begründung der Jury. Wie Studienleiter Christian Auer betont, gehöre neben der architektonischen Gestaltung auch „die Klärung konstruktiver und ökonomischer Fragestellungen zu den Ausbildungszielen unseres Architektur-Studiengangs. Genau dieses Know-how war in dieser Aufgabe gefragt. Es freut mich sehr, dass die Fachhochschule Graubünden mit ihrem Angebot schweizweit konkurrenzfähig ist.“

  • Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Das Gesundheitszentrum Dielsdorf setzt auf eine nachhaltige heiztechnische Lösung. Auf dem Dach der Einrichtung hat das Liechtensteiner Unternehmen Hoval dafür eine Heizzentrale in der Grösse eines kleinen Einfamilienhauses umgesetzt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Über die restliche Dachfläche erstreckt sich eine Solaranlage.

    „Die grosse Fläche bot sich für den Einsatz von Solarenergie an. Die gesamte Anlage wurde mittels Kran auf das Dach gehoben“, erklärt Edgar Stutz, Bereichsleiter Technischer Dienst des Gesundheitszentrums Dielsdorf, in der Mitteilung. Laut Heinz Hitz, Technischer Verkaufsberater bei Hoval, werden in der Schweiz pro Jahr nur etwa 30 Anlagen dieser Grösse in Betrieb genommen.

    Das Herz der Energieversorgung bilden ein Gas-Brennwertkessel und die Solarpanels. Im Untergeschoss befinden sich zwei Energiespeicher. Wenn beide Speicher die nötige Temperatur erreicht haben, wird die überschüssige Energie der Solaranlage automatisch in einen alten Teil der Überbauung weitergeleitet. Die Anlage wird von einem Öl-Brennwertkessel ergänzt, der aber nur im Fall einer Störung zum Einsatz kommt.

    Im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen kann das Gesundheitszentrums mit der neuen Anlage 120ʼ000 Kilowattstunden Energie einsparen, meint Björn Zittra, Leiter Verkaufssupport bei Hoval. „Das entspricht etwa 12ʼ000 Kubikmeter Erdgas – oder rund 29 Tonnen CO2 pro Jahr“, erklärt er.

  • Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Bern stellt die dreidimensionale Ansicht der gesamten Stadt öffentlich zur Verfügung. Bisher war sie ausschliesslich städtischen Dienststellen und weiteren Interessierten zugänglich. Für den Zugriff genügt ein Internet-Browser oder ein neueres Smartphone.

    Wie die Stadt Bern mitteilt, umfasst das Stadtmodell alle bestehenden und projektierten Gebäude der Stadt. Ausserdem stellt es die wichtigsten Brücken in detaillierter Ausgestaltung dar. Ebenso kann die Vegetation als 3D-Objekt oder als Punktwolke dazugeschaltet werden. Über frei verfügbare Daten des Bundesamts für Landestopografie wurden auch die Aussengemeinden ergänzt.

    Wie ein Video zeigt, lässt sich mit Zoomen, Schieben und Drehen etwa herausfinden, wie hoch das Berner Münster ist. Zudem wird sichtbar, welchen Schattenverlauf ein Gebäude an einem wolkenlosen Tag zeigt. Mit dem Bedienelement Messwerkzeuge lassen sich Distanzen und Gebäudehöhen aus dem Modell abgreifen. So ist etwa auch die Länge der Luftlinie zwischen zwei Ortsmarken bestimmbar. Über einen Link zum Stadtplan sind ausserdem viele weitere Informationen abrufbar.

    Fachleute aus Stadtplanung, Architektur und Landschaftsgestaltung können zudem Daten der amtlichen Vermessung für ihre Projekte zuschalten. Gegen eine Bearbeitungsgebühr bietet die Stadt Bern darüber hinaus an, die Daten nach Kundenwunsch aufzubereiten und abzugeben.

  • KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    Zur Eröffnung des KREIS Hauses findet am 4. September ein Tag der offenen Tür statt. Von 13 bis 18 Uhr ist das Synergy Village in Feldbach, auf dem das Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) steht, allen Interessierten zugänglich. Dabei können Bautechniken des KREIS Hauses selbst ausprobiert werden. Zudem wird es einen Markt mit nachhaltigen lokalen Produkten geben.

    Mit dem Bau des klima- und ressourcen-effizienten Suffizienz-Gebäudes wurde im Mai dieses Jahres begonnen. Mit diesem Projekt möchte das ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management (LSFM) zeigen, wie Kreislaufwirtschaft auf einer reduzierten Wohnfläche von 40 Quadratmetern umgesetzt werden kann. Wie die ZHAW in ihrer Einladung schreibt, befinde sich in diesem Haus alles im Kreislauf – von den Baumaterialien bis zu den Nährstoffen aus dem Abwasser für die Düngung des Dachgartens.

    Die Forschung entwickle laufend neue kreislauffähige Technologien, Materialien und Konzepte für den Einsatz in Gebäuden, heisst es in der Projektbeschreibung des LSFM. Doch sei der Weg von der Grundlagenforschung bis zur breiten Anwendung langwierig. Deshalb stelle das KREIS Haus einen Raum zur Verfügung, um diese neuen Technologien und Materialien auszuprobieren. Die Besucherinnen und Besucher steuern mit ihren Rückmeldungen dazu bei, diese zu verbessern.

    Die ZHAW bietet künftig reguläre Besuchstermine an. Sie sind online einsehbar, ebenso wie Termine für regelmässige Workshops zu spezifischen Kreislaufthemen. Die Übernachtungsmöglichkeiten im KREIS Haus sind derzeit ausgebucht. Zudem steht das LSFM für individuelle und kreislauforientierte Bauberatungen zur Verfügung.

  • Holcim erzielt Rekordergebnisse

    Holcim erzielt Rekordergebnisse

    Die Holcim AG hat im ersten Halbjahr 2021 Rekordergebnisse eingefahren. Der Baustoffhersteller aus Zug erreichte ein Betriebsergebnis von 1,98 Milliarden Franken. Das sind 66 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Auch der Nettoumsatz von 12,55 Milliarden Franken lag mit 17,4 Prozent weit über dem vom Vorjahr. Holcim hatte in der Corona-Krise starke Einbussen hinnehmen müssen. „Letztes Jahr um diese Zeit habe ich gesagt, Holcim würde gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Diese Halbjahresergebnisse beweisen es“, wird CEO Jan Jenisch in der Medienmitteilung zitiert.

    Zum guten Ergebnis trugen auch die Zukäufe von sieben Firmen durch Holcim bei. So verzeichnete die jüngste Übernahme des Herstellers von Dach- und Teichabdichtungssystemen, Firestone Building Products, einen Volumenanstieg von 21 Prozent bei der Nachfrage. Aufgrund dieser positiven Geschäftsentwicklung passt das Unternehmen seine Erwartungen für den bereinigten operativen Gewinn im laufenden Jahr auf 18 Prozent an.

  • Bautätigkeit geht zurück

    Bautätigkeit geht zurück

    Dem Immobilienbarometer der Zürcher Kantonalbank (ZKB) für das zweite Quartal 2021 zufolge hat die Zahl der projektierten Wohnungen in Baugesuchen gegenüber 2018 um 23 Prozent abgenommen. Den Analysten der ZKB zufolge hängt dies mit hohen Leerständen in peripheren Regionen zusammen, auf die Investoren entsprechend reagiert hätten. In urbanen Zentren mit geringem Leerstand ziehe die Bautätigkeit teilweise wieder an, heisst es im Barometer.

    Als Beispiel werden dort Lausanne und Zürich genannt. In den Kantonen Genf und Basel-Stadt haben die Analysten hingegen einen Rückgang der Bautätigkeit beobachtet. Sie führen diesen auf für urbane Gebiete typische hohe regulatorische Hürden und knappes Bauland zurück. Insgesamt halten die Analysten jedoch fest, „dass neue Wohnungen vermehrt dort geplant werden, wo die Nachfrage nach Wohnraum hoch ist“.

    Im Kanton Zürich halte der von der Pandemie verstärkte Wunsch nach den eigenen vier Wänden weiter an, wird im Barometer weiter erläutert. Die Preise für Eigenheime haben ihm zufolge gegenüber Vorjahr um 5,5 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 2,9 Prozent zugelegt. Gleichzeitig machen die Analysten ein Schrumpfen des auf Immobilienportalen inserierten Angebots aus. Sie erklären dies damit, dass viele Objekte von regionalen Maklern vermarktet oder bereits vor Baubeginn verkauft werden. Für dieses und das folgende Jahr gehen die Analysten schweizweit von einem Nachfrageüberhang auf dem Markt für Wohneigentum aus.

  • Sika wächst zweistellig

    Sika wächst zweistellig

    Einer Mitteilung von Sika zufolge hat der Zuger Baustoffkonzern das erste Halbjahr 2021 mit neuen Rekordwerten abgeschlossen. Konkret wurde ein Umsatzwachstum um 23,1 Prozent auf 4,45 Milliarden Franken realisiert. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte im Jahresvergleich um 67,2 Prozent auf 685,9 Millionen Franken zu. Die EBIT-Marge erreichte mit 15,4 Prozent einen neuen Rekordwert.

    „Wir haben uns in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld erneut behauptet und im ersten Halbjahr 2021 sehr gute Geschäftsresultate erzielt“, wird Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. „COVID-19 wird uns weiterhin herausfordern“, meint der Vorsitzende der Konzernleitung. „Wir sind aber gut aufgestellt und haben unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unsere Krisenresistenz unter Beweis gestellt und neue Wachstumsplattformen geschaffen.“

    Zur guten Entwicklung im ersten Semester 2021 hatten alle Geschäftsregionen von Sika mit zweistelligen Raten beim Umsatzwachstum beigetragen. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) wurde im Jahresvergleich eine Umsatzsteigerung von 25,2 Prozent  auf 2,04 Milliarden Franken realisiert. Die Region Americas legte um 15,8 Prozent  auf 1,10 Milliarden Franken zu. In der Region Asien/Pazifik konnten die Umsätze um 26,4 Prozent auf 960,8 Millionen Franken gesteigert werden. Im Geschäft mit der Automobilindustrie (Bereich Global Business) wurde ein Wachstum von 26,4 Prozent auf 351,0 Millionen Franken realisiert.

    Für das Gesamtjahr geht Sika von einem Umsatzwachstum zwischen 13 und 17 Prozent in Lokalwährungen aus. Das Betriebsergebnis soll dazu überproportional gesteigert werden. Bei der EBIT-Marge rechnet Sika trotz steigender Rohstoffpreise mit mindestens 15,0 Prozent.

  • Jaisli-Xamax arbeitet an Schulanlage Vechigen

    Jaisli-Xamax arbeitet an Schulanlage Vechigen

    Das Elektrounternehmen Jaisli-Xamax aus Dietikon führt bei der Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage Stämpbach in Vechigen sämtliche Elektroinstallationen aus. Laut Bericht in der Mitarbeiterzeitung Brilli’s News erfolgen die Arbeiten während der drei Realisierungsabschnitte während des weiterlaufenden Schulbetriebs. „Eine Herausforderung war, die  Arbeiten während laufendem Schulbetrieb auszuführen“, wird der bauleitende Monteur Adrian Thürig zitiert. Dennoch habe man „eine saubere Leistung erbringen“ können.

    Die Arbeiten erfolgen in drei Etappen. Bei der ersten Bauetappe wurden laut der Mitteilung von Jaisli-Xamax der Neubau des Kindergartens, der Tagesschule, des Spezialtrakts und des Zwischentrakts sowie die Sanierung der beiden Turnhallen realisiert. Die Sanierung des Klassetraktes Ost und die Erweiterung der Gruppenräume seien in der zweiten Bauetappe realisiert worden. Die Arbeiten der dritten Bauetappe dauern noch an. Dabei wird der Klassentrakt West saniert.

    Laut Projektleiter Luciano Matturro von Jaisli-Xamax ist die Zusammenarbeit mit allen am Bau Beteiligten und mit der Schule reibungslos verlaufen. Er sei stolz, wird Matturro zitiert, dass das Team vor Ort seine Arbeit während des Schulbetriebes gut gemeistert habe. Matturro: „Jetzt befinden wir uns im Endspurt, um die dritte Bauetappe erfolgreich zu beenden.“ An dem Projekt im Kanton Bern haben auch zwei Lernende von Jaisli-Xamax mitgearbeitet.

  • Mit Beton 3D-gedruckte Brücke in Venedig enthüllt

    Mit Beton 3D-gedruckte Brücke in Venedig enthüllt

    Am Montag ist auf der Architektur-Biennale in Venedig die Bogenbrücke Striatus enthüllt worden. Entworfen wurde sie von der Block Research Group am Institut für Technologie in der Architektur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), der Zaha Hadid Architecs Computation and Design Group und den Innsbrucker Spezialisten für additive Fertigung mit Beton, incremetal3D. Ermöglicht wurde sie vom Baustoffproduzenten Holcim Schweiz.

    Striatus ist Teil der Ausstellung „Time Space Existence“. Sie wird vom Europäischen Kulturzentrum im Rahmen der Biennale gezeigt. Ihr Name (lateinisch: gerippt, gerillt, gestreift) reflektiere die strukturelle Logik und den Herstellungsprozess der Brücke, so Philippe Block von der ETH in einer Medienmitteilung von Holcim. „Bei Bogen- und Gewölbestrukturen wird das Material so platziert, dass die Kräfte in reiner Kompression auf die Stützen übertragen werden können. Die Festigkeit wird durch die Geometrie erzeugt, wobei nur ein Bruchteil der Materialien verwendet wird, die bei herkömmlichen Trägern zum Einsatz kommen.“ Dies eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit geringerer Festigkeit und umweltfreundlich zu bauen.

    „Striatus steht auf den Schultern von Giganten“, sagt Shajay Bhooshan von Zaha Hadid Architects. „Sie belebt uralte Techniken der Vergangenheit wieder.“ Ihre „taktile Qualität, Ästhetik und Stärke“ spiegelten die Vision wider, „dass Schönheit ein Versprechen von Leistung ist“. Die gemeinsame Arbeit mache die Striatus-Brücke „grösser als die Summe ihrer einzelnen Teile“, so Johannes Megens, Mitbegründer von incremental3D. Laut Holcim-CEO Jan Jenisch nutzt das digitale und zirkuläre Design der Brücke „Beton von seiner besten Seite, mit minimalem Materialeinsatz und Blöcken, die immer wieder neu zusammengesetzt und unendlich oft wiederverwendet werden können“.

    Holcim arbeitet eigenen Angaben zufolge an einer Reihe von 3D-Druck-Anwendungen, von komplexer Infrastruktur bis zu erschwinglichem Wohnraum für Afrika. In Malawi hat Holcim die weltweit erste Schule aus 3D-Betondruck in Betrieb genommen. Der Bau der Wände habe nur 18 Stunden gedauert und 70 Prozent weniger Material verbraucht als bei herkömmlichen Bauverfahren.

  • Neuer Platz und Trinkbrunnen am JED eingeweiht

    Neuer Platz und Trinkbrunnen am JED eingeweiht

    Der neue Platz am JED in Schlieren ist eingeweiht worden. Laut Mitteilung von Gianfranco​ Basso von der Swiss Prime Site Immobilien AG sind nach einer dreijährigen, intensiven Bauphase und einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Zentrums die wesentlichen Umgebungsarbeiten abgeschlossen worden. Die Bauzäune seien verschwunden und das umgebaute ehemalige Druckzentrum der NZZ sei nun zum offenen Areal und damit Teil des öffentlichen Raums geworden.

    Der neue Platz ist am Donnerstag offiziell eröffnet und der Trinkbrunnen eingeweiht worden. Die Eröffnung begann mit einer Ansprache von Basso. Danach folgte ein Grusswort von Stefano Kunz, Stadtrat und Ressortvorsteher Bau und Planung. Danach hiess es „Wasser Marsch“ für den Trinkbrunnen und es gab am Brunnen einen Apéro. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Behörden, von den Projektbeteiligten und JED-Verantwortlichen im Restaurant eve’s kitchen, direkt am Platz.

    Die Bezeichnung JED für das alte und für die heutige Verwendung umgebaute Druckzentrum hat die Eigentümerin Swiss Prime Site gefunden. Es steht für Join. Explore. Dare – verbinden, entdecken, wagen. Das JED hat eine gute Anbindung unmittelbar vor den Toren Zürichs. Mit direktem Anschluss an die Limmattalbahn und 500 Meter entfernt vom Bahnhof Schlieren ist der Standort gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen.

  • Bauinvestitionen gehen leicht zurück

    Bauinvestitionen gehen leicht zurück

    Die Bauinvestitionen sind 2020 im Jahresvergleich um 0,3 Prozent zurückgegangen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung schreibt. Darunter werden die Bauausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten verstanden. Wenn auch diese miteinberechnet werden, kommen die gesamten Bauausgaben in etwa auf das Niveau des Vorjahres.

    Die Investitionen in Neubauprojekte haben im Jahresvergleich um 0,6 Prozent abgenommen. Dagegen wurde 0,1 Prozent mehr in Umbauprojekte investiert. Dabei haben Bund, Kantone und Gemeinden sowohl in Neubau- als auch in Umbauprojekte mehr investiert als 2019. Die privaten Auftraggeber waren 2020 zurückhaltender.

    Eine positive Entwicklung war laut dem BFS bei den Tiefbauinvestitionen zu beobachten. Diese haben sich 2020 um 3,2 Prozent erhöht. Dagegen haben Investitionen in Hochbauprojekte um 1,1 Prozent abgenommen. Während Bund, Kantone und Gemeinden sowohl in den Hochbau als auch in den Tiefbau mehr investiert haben als im Vorjahr, hat sich die Investitionssumme bei den Privaten nur beim Tiefbau erhöht.

  • «Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen»

    «Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen»

    Zur Person
    Stephan Attiger (FDP) leitet seit 2013 das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Auf nationaler Ebene vertritt der 54-Jährige als Präsident der Bau- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) und als Vorstandsmitglied der Energiedirektorenkonferenz (ENDK) die Anliegen des Kantons. Der gebürtige Badener arbeitete lange Zeit in den Führungsetagen verschiedener Schweizer Unternehmen, bevor er in die Politik wechselte. Er war unter anderem von 2006 bis 2013 Stadtpräsident der Stadt Baden und von 2009 bis 2013 Grossrat des Kantons Aargau.

    Sie leiten das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Wie muss man sich einen typischen Arbeitstag bei Ihnen vorstellen?
    In den letzten Monaten waren meine Arbeitstage covidbedingt eher untypisch: Ich war häufig im Homeoffice, physische Treffen waren selten, und offizielle Anlässe fanden fast gar nicht statt. Aber auch sonst ist nicht jeder Tag gleich, und der Ablauf hängt stark vom Terminkalender ab. Grundsätzlich bespreche ich am frühen Morgen mit meinen engsten Mitarbeitenden die kurzfristig anstehenden Themen und was mittel- und langfristig ansteht. Danach folgen Meetings auf verschiedenen Stufen: Regierungsrat, Departement, Abteilungen, bilaterale Gespräche und Sitzungen mit Externen. Zwischendurch studiere ich Akten.

    Welche Meilensteine haben Sie in Sachen Bau bislang erreicht?
    Da gibt es einerseits zahlreiche grössere und kleinere Bauten, die ich einweihen durfte – nicht nur im Strassenbau, sondern auch im Umweltbereich wie etwa Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekte. Auch Letztere wirken sich direkt und positiv auf die Wohn- und Standortattraktivität aus. Daneben haben wir wichtige Grundlagen für die Planung und spätere Umsetzung von Mobilitätsvorhaben geschaffen. Mit der letzten Revision des Richtplans und der neuen kantonalen Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU wollen wir die Siedlungs- und die Verkehrsentwicklung aufeinander abstimmen. Sie setzt deshalb gezielt räumliche Akzente und differenzierte Ziele pro Raumtyp für die einzelnen Verkehrsmittel. Das wiederum wirkt sich auf den Tief- und den Hochbau aus. Als Kanton nehmen wir auch eine Vorbildfunktion ein.

    Inwiefern?
    Wir fördern zum Beispiel in den Aussenräumen unserer Liegenschaften vermehrt Biodiversität und Aufenthaltsqualität. Wir suchen nach guten Lösungen, wie Biodiversitätsthemen bei Neubauten und bei der Pflege bestehender Liegenschaften berücksichtigt werden können. Klimaanpassungs-Massnahmen an Gebäuden und in deren Umfeld leisten einen Beitrag, unsere klimapolitischen Ziele zu erreichen. Ein gutes Beispiel ist zudem der Neubau des Amtes für Verbraucherschutz, bei dem wir als nachhaltigen Baustoff Holz aus den Aargauer Wäldern einsetzen wollen.

    Welches sind aktuell die bedeutendsten Bauprojekte im Hochbau?
    Ein zurzeit laufendes grosses Projekt im Bereich der kantonalen Immobilien ist der Neubau des Polizeigebäudes im Telliquartier in Aarau. Hier sollen die auf zahlreiche Standorte verteilten Einheiten der Kantonspolizei zusammengeführt werden. Die Baubewilligung ist bereits vorhanden. Auch startete der Kanton Ende März das Anhörungsverfahren für den neuen Standort einer Kantonsschule im Fricktal. Die Anhörungen zum erwähnten Neubau für das Amt für Verbraucherschutz und das Projekt zum Zusammenzug der Informatik Aargau in einem Gebäude in Unterentfelden konnten abgeschlossen werden. Alle Baumassnahmen werden nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit umgesetzt. Bei der Planung liegt jeweils ein besonderes Augenmerk auf die im Gebäude gebundene graue Energie, und der Zeitpunkt für neue Nutzeranforderungen wird auf den Instandsetzungszeitpunkt abgestimmt.

    Der Aargau hat eine grosse Anzahl Entwicklungsareale, die Platz für zusätzliche Einwohner bieten könnten. Wie sehen hier die Pläne aus?
    Der kantonale Richtplan bezeichnet 21 Wohnschwerpunkte mit Arealen, die für eine hochwertige Siedlungsentwicklung prädestiniert sind. Diese sollen einen namhaften Beitrag dazu leisten, das erwartete Bevölkerungswachstum der nächsten 10 bis 20 Jahre an geeigneten, gut erreichbaren Orten aufzufangen. Die Areale sollen nicht nur mit einer angemessenen Dichte den haushälterischen Umgang mit dem Boden unterstützen, sondern auch im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung zu qualitativ hochstehenden und attraktiven Wohnstandorten werden. Dies ist die Aufgabe der Gemeinden, die in der Nutzungsplanung die geeigneten Rahmenbedingungen und Anforderungen bestimmen. Der Kanton unterstützt sie dabei.

    Arealentwicklungen stolpern häufig über die Verkehrsproblematik. Helfen Sie hier aktiv bei der Lösungssuche?
    Es ist effektiv so, dass gerade bei Arealentwicklungen hohe Anforderungen an die Verkehrsplanung gestellt werden. Dies, weil viele Unbekannte bestehen bezüglich zukünftiger Ansprüche. Hier muss die Verkehrsplanung ein flexibles Gerüst bereitstellen, um auf die verschiedenen Anforderungen der Investoren reagieren zu können. Soweit der Kanton betroffen ist, übernimmt er einen aktiven Part oder setzt an den Schnittstellen die Rahmenbedingungen.

    Das Projekt zur Verlängerung der Limmattalbahn von Killwangen-Spreitenbach bis Baden schlägt derzeit hohe Wellen. Mit welchen Argumenten versuchen Sie, die Gegner der Verlängerung umzustimmen?
    Die Berichterstattung in den Medien vermittelt leider ein verzerrtes Bild von der allgemein grossen Akzeptanz zu diesem Projekt. In der öffentlichen Anhörung haben die Regionalplanungsverbände und alle Gemeinden im Perimeter der neuen Tramstrecke sowie die meisten Verbände der Limmattalbahn zugestimmt. Eine breite Zustimmung hat auch die konkret vorgeschlagene Linienführung erhalten. Die Vorbehalte aus der Bevölkerung, die aus der Anhörung hervorgegangen sind, nehmen wir sehr ernst. Zum Beispiel haben wir zusätzliche Varianten für die Linienführung aufgenommen. Diese und weitere beanstandete Punkte werden wir bis zur Festsetzung im Richtplan genauer untersuchen und mit den übrigen kantonalen Interessen sowie mit den erwähnten Vorbehalten abwägen.

    Die Zersiedelung ist auch im Aargau ein Problem. Haben die Gemeinden bei der Raumentwicklung Fehler gemacht?
    Wichtig ist, dass der Blick in die Zukunft geht. Im heutigen Bestand sollen die Potenziale erkannt werden, die für eine nachhaltige Entwicklung besser genutzt werden können. Die Revision des Raumplanungsgesetzes von 2013 hat gezeigt, dass mit der Siedlungsentwicklung nach innen, also der Nutzung der bestehenden Reserven, die Entwicklungsbedürfnisse der nächsten 20 Jahre abgedeckt werden können. Die Eindämmung der Zersiedelung nehmen wir sehr ernst. Der Richtplan 2015 legt das Siedlungsgebiet abschliessend fest. Der Verbrauch von Fruchtfolgeflächen ist bereits stark zurückgegangen.

    Wie gut oder schlecht funktioniert die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei der Raumentwicklung?
    Bei dieser Zusammenarbeit kommt vor allem den Regionalplanungsverbänden eine wichtige Rolle zu. Sie haben auch gemäss Baugesetz die kommunalen Nutzungsplanungen regional abzustimmen. Die Koordination entlang der Gemeindegrenzen funktioniert.

    Wie sieht für Sie eine optimale Bodenressourcennutzung aus?
    Der haushälterische Umgang mit dem Boden ist ein zentrales Anliegen. Das Bauen in die Höhe kann aber nicht schrankenlos erfolgen. Die Siedlungsqualität und das Ortsbild sind immer zu berücksichtigen. Und bei unterirdischen Bauten ist darauf zu achten, dass genügend Flächen bleiben, wo man grosse Bäume pflanzen und Wasser versickern kann. Das ist entscheidend zur Vermeidung von Wärme-Inseln im Siedlungsgebiet und für das Grundwasser. Der Klimawandel stellt uns vor grosse Herausforderungen. Eine optimale Nutzung der Ressource Boden, eine nachhaltige Siedlungsentwicklung und hochwertige Wohn- und Arbeitsplatzgebiete sind keine Gegensätze.

    Der Kanton Aargau ist bereits heute in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt. Wie sehen hier die Zukunftspläne im Baubereich aus?
    Die Digitalisierung von Bauprojekten mit Building Information Modeling (BIM) ist bei uns ein grosses Thema. Momentan beschäftigen wir uns mit rund 20 BIM-Pilotprojekten. Anfang Jahr wurde so auch die erste Baumeistersubmission als Teil eines Pilotprojekts im Einladungsverfahren ausgeschrieben. Unser Ziel ist, dass BIM ab 2025 bei allen neu startenden Projekten der Abteilung Tiefbau standardmässig für die Projektabwicklung eingesetzt wird. Den gleichen «Fahrplan» haben Astra und SBB.

    Pandemien hatten schon früher Einfluss auf die Stadtplanung. Wird Corona die Stadtplaner in Zukunft vor neue Herausforderungen stellen?
    Unsere Dörfer und kleinen Städte sind als Orte der kurzen Wege bestens geeignet für den Fuss- und Veloverkehr. Das ist eine sehr gute Ausgangslage, auch in Pandemiezeiten. An immer mehr Orten gibt es die Möglichkeit, in Co-Working-Spaces zu arbeiten. So lassen sich lange Reisezeiten vermeiden, auch wenn der Platz für Homeoffice knapp ist. Wichtig sind attraktive öffentliche Räume und gut erreichbare Naherholungsmöglichkeiten. Diese sind nicht erst seit Corona sehr gesucht. Dass diese Pandemie die Stadtplanung völlig auf den Kopf stellt, glaube ich nicht.

    Laut einer Analyse von Wüest & Partner hat der Kanton Aargau neben Genf, Waadt und Zürich das höchste Potenzial an neuem Wohnraum und Entwicklungsarealen. Was wird sich im Aargau in 10 Jahren verändert haben?
    Gemäss unserer Prognose werden wir besonders an gut erreichbaren Lagen, in Bahnhofsnähe, in den Zentren unserer Dörfer und Städte mehr attraktiven Wohnraum erhalten. Bestehende Bauten werden umgenutzt, zum Teil wird neu gebaut. Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen, nicht zuletzt wegen der demografischen Entwicklung. Mehr ältere Leute zieht es an zentrale Lagen, wo sie von Dienstleistungen, kurzen Distanzen und vom kulturellen Angebot profitieren können. Aber auch das Wohnen im Grünen wird attraktiv bleiben. Viele der rund 100’000 Einfamilienhäuser im Aargau werden saniert und energetisch auf den neusten Stand gebracht oder sogar durch Neubauten ersetzt werden.

  • Swica und Steiner bauen in Aarau

    Swica und Steiner bauen in Aarau

    Die Gesundheitsorganisation Swica aus Winterthur und die Steiner AG aus Zürich wollen im Aarauer Quartier Scheibenschachen eine gemischt genutzte Überbauung realisieren, informiert Steiner in einer Mitteilung. Auf einem rund 4000 Quadratmeter grossen Areal sollen drei Gebäude mit insgesamt rund 90 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen errichtet werden. Ein bereits auf dem Gelände stehendes schützenswertes Gebäude werde in das Projekt eingebunden, erläutert das Zürcher Projektentwicklungs-, Total- und Generalunternehmen.

    In einem ersten Schritt wollen die beiden Partnerunternehmen einen Studienauftrag für die Entwicklung eines Projektplans durchführen. Er soll anschliessend konkretisiert und zur Genehmigung eingereicht werden. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen. Ende 2025 sollen die Bauarbeiten fertiggestellt sein.

    Das in Gehdistanz zum historischen Zentrum von Aarau gelegene Quartier Scheibenschachen habe sich im Verlauf von Jahren „zu einem beliebten Wohnquartier“ entwickelt, schreibt Steiner in der Mitteilung. Ihr zufolge hat das Zürcher Unternehmen in Scheibenschachen bereits zwei weitere grössere Wohnüberbauungen realisiert.

  • SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    Die Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe SV Group mit Sitz in Dübendorf betreibt seit dem 5. Juli ein neues Hotel der Marke Courtyard by Marriott. Es befindet sich in einem von Hadi Teherani designten Neubau an der Bismarckallee in Freiburg und bietet künftig Familien, Individual- und Geschäftsreisenden Übernachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten auf 5000 Quadratmetern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Es ist das erste Courtyard by Marriott-Hotel in der Schwarzwaldregion und das vierte dieser Marke nach Hotels in Zürich, Basel und München. Mit einem durch die Schwarzwaldregion inspirierten Innendesign unterscheidet sich das Hotel von den anderen. „Angefangen bei der Beleuchtung im Eingang, über die Teppiche in den Fluren bis hin zu Wandtapeten mit dezentem Baummuster, treffen unsere Gäste immer wieder auf unser Thema“, wird Johannes Frank, Hotelleader bei SV Hotel, in der Medienmitteilung zitiert.

    Im hoteleigenen Restaurant werde den ganzen Tag internationale Küche mit saisonalen und regionalen Produkten aus dem Schwarzwald serviert. Des Weiteren gibt es einen Fitnessraum und eine Lobby, die rund um die Uhr geöffnet sind. Die Zimmer verfügen über WLAN, Flachbild-Fernseher, einen ergonomischen Arbeitsbereich und Marriott-Betten.

    Die SV Group arbeitet bereits seit 2004 als Franchise-Nehmerin mit Marriott International zusammen. Für den Betrieb des Hotels in dem Neubauprojekt an der Bismarckallee hat sie auch mit der Volksbank Freiburg zusammengespannt. „Mit SV Hotel haben wir einen erfahrenen und verlässlichen Partner gefunden, mit dem wir die gewerbliche Fläche des Areals attraktiv nutzen können“, wird Uwe Barth, Vorstandssprecher der Volksbank Freiburg, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Zürcher Businesspark Manufakt8048 ist eröffnet

    Zürcher Businesspark Manufakt8048 ist eröffnet

    Der Businesspark Manufakt8048 ist fertiggestellt. Am Donnerstag haben Bauherrin Swisscanto, die Entwicklerin und ausführende Totalunternehmerin Steiner AG, Architekten, Projektpartner und künftige Mieter die Eröffnung des neuen modularen Gebäudekomplexes in Zürich-Altstetten vor Ort gefeiert. In einer Medienmitteilung kündigt die Steiner AG auch an, dass in den kommenden Jahren mit Manufakt8820 und Manufakt8409 nach demselben Konzept zwei weitere Gewerbepkarks in Wädenswil ZH und Winterthur entstehen werden.

    Die Steiner AG beschreibt ihr besonderes Manufakt-Konzept als nachhaltig und mehrdimensional. Es biete geteilte und ganz nach Bedarf nutzbare Sitzungszimmer, zudem sogenannte Flex Offices und Begegnungszonen. Um die Gewerbemiete vor allem auch für junge Unternehmen bezahlbar zu machen, habe die Steiner AG die Flächeneffizienz etwa mit gemeinsam nutzbaren Flächen verbessert. Das lasse sich „in Empfangsbereichen, bei Sitzungszimmern oder Aufenthaltsräumen gut umsetzen“, so ihr Head Real Estate, Michael Schiltknecht. Das sei gerade für Start-ups interessant, „die dadurch nicht gleich alles anmieten müssen“.

    Wie es weiter heisst, profitiere die Gewerbeliegenschaft Manufakt8048 vom attraktiven Umfeld in dem „aufstrebenden Stadtquartier“ im Westen Zürichs in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Zürich-Altstetten. Damit biete es „ideale Bedingungen für Unternehmen aus den verschiedensten Branchen“.

  • Modell klärt Kreislauf von Baustoffen

    Modell klärt Kreislauf von Baustoffen

    Mit seiner Dissertation will Wirtschaftsingenieur Daniel Kliem an der OST – Ostschweizer Fachhochschule Grundlagen für die Wiederverwertung von Baustoffen schaffen, und zwar über Kantonsgrenzen hinweg. Wie es in einer Medienmitteilung dazu heisst, sei der „Kantönligeist“ im politischen Prozess hinderlich. Werde etwa in einem Kanton der Preis für das Abbauen von Kies und das Deponieren von Abbruch und Aushub angehoben, um Anreize für Recycling zu geben, verschiebe sich das Problem nur in andere Regionen: „Rückbaumaterial und Aushub würden dann in andere Kantone transportiert und neues Material würde dann von weiter weg hergefahren“, so Kliem.

    Nun will ein partizipativ entwickeltes Modell die Systemdynamik klären. An diesem vierjährigen Projekt sind neben drei OST-Instituten auch Fachleute der Universitäten St.Gallen und Bergen, des Zürcher Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft sowie der Energie und Ressourcenmanagement GmbH beteiligt. Trotz der komplexen Dynamiken habe es bereits ein umfassendes Problemverständnis geschaffen und umsetzbare Handlungsfelder identifizieren können. So müssten etwa die Prozesse und raumplanerischen Massnahmen neu definiert werden. Ausserdem seien bauintensive Kantone wie Zürich mit einzubeziehen und die Besteuerung von Ressourcen national zu regeln.

    „Die Erkenntnis, dass selbst Experten mit Modellen dazulernen, neue Perspektiven und Inputs gewinnen, war spannend“, wird Kliem zitiert. „Die naheliegende Massnahme, den Preis für Kies zu erhöhen, ist zwar gut und funktioniert. Wenn aber die Einzugsgebiete miteinbezogen werden, dient die Kooperation zwischen Kantonen als Schlüssel, um Mehrtransporten vorzubeugen.“

  • Emmi legt Grundstein für neue Käserei

    Emmi legt Grundstein für neue Käserei

    Emmi errichtet an ihrem Standort in Emmen für 50 Millionen Franken eine moderne Käserei. Sie wird das bestehende und über 40 Jahre alte Käsereigebäude ersetzen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, gehöre dieser Neubau zu den bedeutendsten Investitionsprojekten in Emmis Geschichte. Am Donnerstag feierte die Milchverarbeiterin mit der Grundsteinlegung den Beginn der neuen Projektphase: der Hochbau wird in Angriff genommen. Neben Vertretern von Emmi und den Projektpartnern waren auch Ständerat Damian Müller und der Luzerner Regierungsrat Fabian Peter anwesend.

    Mit Vorbereitungsarbeiten im Umfeld war im November begonnen worden. Der Spatenstich erfolgte im Januar. Ende des Jahres soll das Gebäude stehen. Die Inbetriebnahme – zuerst parallel zur bestehenden Käserei – ist für Ende 2022 geplant. Die neue Käserei bietet „Raum für eine hochprofessionelle und ressourcenschonende Käseherstellung“, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem schaffe sie entsprechend der langfristigen Wachstumspläne zusätzliche Kapazitäten.

    Zur Emmi Gruppe zählen in der Schweiz 25 Produktionsbetriebe. Zudem unterhält das Unternehmen 14 Tochtergesellschaften im Ausland. In acht davon ist sie auch mit Produktionsstätten vertreten. Aus der Schweiz exportiert Emmi ihre Produkte in rund 60 Länder. „Mit regionaler Milch aus der Zentralschweiz werden wir inskünftig noch mehr qualitativ hochstehenden Käse wie unseren Luzerner Rahmkäse für die ganze Welt herstellen“, so CEO Marc Heim.

    „Die Investitionen von Emmi zeugen von einem grossen Vertrauen in die regionale Wirtschaft und in den Standort Kanton Luzern“, wird Regierungsrat Peter zitiert. „Als wichtige Arbeitgeberin erfüllt sie zudem in vieler Hinsicht eine Vorbildfunktion. Wir sind stolz, Emmi in unserer Region zu haben.“

  • Industriepark Vial in Domat/Ems wird erweitert

    Industriepark Vial in Domat/Ems wird erweitert

    Seit 2017 wird das ehemalige Sägereiareal in Domat/Ems zum Industriepark ausgebaut. Als erstes Unternehmen hatte sich 2017 bereits Hamilton dort angesiedelt. Nun soll die Eckparzelle im Nordosten des Areals an die LJH Immo AG verkauft werden, informiert die Regierung des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Sie hat den Entwurf eines entsprechenden Kaufvertrags der Bürgergemeinde Domat/Ems über eine Fläche von 6477 Quadratmetern bereits genehmigt.

    Die LJH Immo AG bereitet die Parzelle für die Ansiedlung von insgesamt vier Firmen vor. Dafür werde die Immobiliengesellschaft zwischen 12 Millionen und 15 Millionen Franken investieren, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge handelt es sich bei den namentlich nicht genannten Unternehmen um vier exportorientierte Unternehmen, „welche ertragsstarke innovative High-Tech-Produkte oder Anlagen entwickeln“.

    Durch die Ansiedlungen auf dieser Parzelle sollen der Personalbestand der vier Firmen mittel- bis langfristig von 85 auf 140 erhöht und damit rund 55 Vollzeitstellen geschaffen werden. „Die durch das Projekt generierte direkte und indirekte Wertschöpfung ist für den Kanton Graubünden von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung“, betont die Regierung in der Mitteilung.

  • Nüssli baut zehn Pavillons für die Expo

    Nüssli baut zehn Pavillons für die Expo

    Am 1. Oktober beginnt in Dubai die eigentlich für 2020 geplante Weltausstellung. Nüssli errichtet zehn der insgesamt 200 Länderpavillons für die Expo, wie aus einer Medienmitteilung des Veranstaltungsbauers aus der St.GallenBodenseeArea hervorgeht. Trotz der genauen Einhaltung der Gesundheitsmassnahmen befinden sich alle Arbeiten auf Kurs, so dass die Pavillons von Baden-Württemberg, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Belarus, China, Japan, Kasachstan und Monaco rechtzeitig fertig werden.

    Die Pavillons von Frankreich und Japan haben dabei besondere Aufmerksamkeit erzeugt. So hat die Fachzeitschrift „Architectural Digest“ kürzlich die acht Pavillons vorgestellt, die architektonisch die bedeutendsten der Expo sein werden. Dazu gehören mit Frankreich und Japan auch zwei der von Nüssli gebauten Pavillons. Der Veranstaltungsbauer setzt dabei für Frankreich das Motto Pavillon des Lichts um und rückt für Japan die Themen Nachhaltigkeit und Verbindung Japans zum Nahen Osten in den Fokus.

    „Vorausschauende Planung, kulturelles Verständnis und der ständige Austausch im und zwischen den Teams pflegen wir als wichtige Grundsätze“, wird Harald Dosch in der Mitteilung zitiert, COO Special Projects bei Nüssli und verantwortlich für alle zehn Pavillons. Sein Unternehmen profitiert dabei auch von der Erfahrung. Denn Nüssli hat bereits vor 20 Jahren einen Pavillon für die Weltausstellung in Hannover gebaut. Inzwischen sind 35 weitere Expo-Projekte hinzugekommen.

  • Forscher wollen Turm drucken

    Forscher wollen Turm drucken

    Das Bündner Dorf Mulegns am Julierpass soll eine neue Kulturstätte erhalten: Giovanni Netzer, Theaterintendant und Gründer des Origen-​Kulturfestivals, will einen neuen weissen Turm bauen lassen. Dieser soll 23 Meter hoch werden und vier Etagen umfassen. Ganz oben soll unter einer Kuppel eine Bühne für Aufführungen entstehen. Das Aussehen des Turms soll an die Bündner Zuckerbäcker-​Tradition erinnern.

    Beim Bau des Turms will Netzer auf digitale Bautechnologien setzten. Dafür arbeitet er mit Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zusammen. Entworfen und geplant wird der Turm von ETH-​Professor Benjamin Dillenburger und Michael Hansmeyer aus der Forschungsgruppe Digitale Bautechnologien zusammen mit der Origen Stiftung von Netzer. Ausserdem sind mit Robert Flatt, Walter Kaufmann und Andreas Wieser drei weitere ETH-​Professoren des Nationalen Forschungsschwerpunkts Digitale Fabrikation beteiligt.

    Die Bauteile des Turms sollen mit einem 3D-Drucker vor Ort hergestellt werden. Bei diesem Prozess können Interessierte zuschauen. Roboter sollen aus diesen Teilen dann den Turm bauen. Laut einer Mitteilung der ETH wird der Turm eine der höchsten Strukturen werden, die jemals 3D-gedruckt und von Robotern gebaut wurden. Die Bauweise mittels 3D-​Druck ermögliche es, komplexe Geometrien herzustellen und Rohmaterialien sparsam einzusetzen.

    Bei der Vorstellung des Projekts am Dienstag war auch Bundespräsident Guy Parmelin präsent. Der Baustart ist für April 2022 vorgesehen. Ausserdem ist auch der Rückbau schon eingeplant. So können die Betonelemente zu einem späteren Zeitpunkt wieder voneinander getrennt werden. Theoretisch könnte der Turm dann einem anderen Ort wieder aufgebaut werden.

  • Jansen und SFS sichern Arbeitsplätze

    Jansen und SFS sichern Arbeitsplätze

    Die beiden in der St.GallenBodenseeArea ansässigen Unternehmen Jansen und SFS haben eine Zusammenarbeit im Fensterbereich vereinbart, wie nun einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Dabei wird sich Jansen auf die Weiterentwicklung des Holz-Metall-Fenstersystems Connex konzentrieren, während SFS als exklusiver Partner die Marke Connex vertreibt.

    Im Rahmen dieser Zusammenarbeit möchte Jansen weiterhin Innovationen vorantreiben, während SFS durch das Connex-Portfolio seine Marktposition ausbauen möchte. Zudem verstehen beide Firmen ihre Kooperation als Bekenntnis zum Standort Schweiz. Indem sie ihre unternehmerische Verantwortung wahrnehmen, würden sie „Arbeits- und Ausbildungsplätze im Rheintal“ sichern.

    Zudem sollen die Kunden von der Partnerschaft profitieren. Denn einerseits können sich beide Firmen auf ihre komplementären Stärken konzentrieren und andererseits die Zusammenarbeit durch die geografische Nähe zu einem Erfolg werden lassen.

  • Steiner AG baut neues Quartier in Fischbach-Göslikon

    Steiner AG baut neues Quartier in Fischbach-Göslikon

    Mit Rechtskraft der Baubewilligung können die Bauarbeiten für das Projekt Widacher in Fischbach-Göslikon im Sommer beginnen. Das teilt die Projektentwicklerin Steiner AG jetzt mit.

    Im Rahmen dieses Bauprojekts werde ein brachliegendes Industrieareal in „einen neuen Wohnort im Grünen“ umgewandelt. Denkmalgeschützte Gebäude wie die Scheune und die Alte Post würden dabei sorgsam integriert und für Wohn- und Gemeinschaftsräume wiederbelebt.

    Der Baubeginn der ersten von drei Etappen ist für den Sommer 2022 vorgesehen. Dabei werden zunächst 16 Reiheneinfamilienhäuser und 42 Wohnungen im Minergie-Standard gebaut. Insgesamt sollen dort 165 Wohneinheiten in zehn Mehrfamilienhäusern und 46 Reiheneinfamilienhäusern entstehen.

  • HRS treibt Hotelprojekt in Arbon voran

    HRS treibt Hotelprojekt in Arbon voran

    Die HRS Real Estate AG aus Frauenfeld möchte auf dem Areal des SaurerWerk-Zwei in Arbon ein b_smart-Hotel errichten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Für das Hotel und einen benachbarten Bau mit 18 Eigentumswohnungen hat das Immobilienunternehmen nun ein Baugesuch eingereicht. Das Hotel soll 63 Hotelzimmer umfassen, zudem sind Gastronomie mit 70 Sitzlätzen, Fitness- und Besprechungsräume geplant.

    Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem geschlossenen Hotel Metropol. Nach dessen Abriss soll auf dem Gelände das Projekt Riva realisiert werden. Bei einem runden Tisch ist Einigung darüber erzielt worden, dass Riva „mit Restaurant, Saal, Bar, Gartenterrasse und zusätzlichen Übernachtungsmöglichkeiten architektonisch das richtige Objekt am richtigen Ort sei“, heisst es in der Mitteilung. Daher hat sich HRS entschlossen, die Pläne für das b_smart-Hotel voranzutreiben. Ursprünglich war das Unternehmen der Meinung, dass erst mit der Erstellung von Riva die „wirtschaftlich erforderlichen und nötigen Voraussetzungen für einen Hotelneubau gegeben seien“. Nun trete es aber in Vorleistung, um neue Übernachtungsmöglichkeiten in Arbon zu schaffen.

    Dabei arbeitet HRS mit der liechtensteinischen Firma b_smart selection aus Gamprin-Bendern zusammen. Diese betreibt bereits 16 Hotels und Motels in Liechtenstein und der Schweiz. Dabei setzt es auf ein sogenanntes Self-Check-In-Konzept, durch welches Gäste rund um die Uhr buchen und vor Ort einchecken können. Als Investor des Hotelprojektes engagieren sich die Toni Hilti Familien-Treuhänderschaft beziehungsweise die Familie Toni Hilti aus Liechtenstein.

  • Sulzer und Blue Planet arbeiten an CO2-negativem Beton

    Sulzer und Blue Planet arbeiten an CO2-negativem Beton

    Sulzer und Blue Planet wollen gemeinsam den Wandel zu einer nachhaltigen Zementindustrie beschleunigen. Dafür sind sie nun eine Partnerschaft eingegangen. Der kalifornische Spezialist für CO2-Abscheidung und -Mineralisierung nutzt Technologien des Winterthurer Unternehmens zur CO2-Reduzierung, um Treibhausgasemissionen aus dem industriellen Betrieb zu senken.

    Laut einer Medienmitteilung von Sulzer hat Blue Planet hat eine profitables System zur CO2-Abscheidung, -Nutzung und -Lagerung entwickelt, das CO2 aus einer Vielzahl von Emissionsquellen wie Kraftwerken, Raffinerien, Stahl- und Zementwerken abscheidet. Das CO2 wird in fester, kristalliner Form mineralisiert und damit dauerhaft gebunden. Das Granulat wird Beton als 70- bis 90-prozentiger Hauptbestandteil beigefügt. Wie üblich werden diese Zuschlagstoffe dann durch Zement gebunden. Zement trägt mit einem Anteil von 7 Prozent wesentlich zu den globalen CO2-Emissionen bei. Doch werde der CO2-Fussabdruck des Zements im Beton durch das in den synthetischen Kalksteinzuschlägen gebundene CO2 „mehr als kompensiert“, so Sulzer.

    „Wir freuen uns, unsere Expertise für zirkuläre Anwendungen in ein solch zukunftsweisendes Projekt einbringen zu können“, wird Sulzers Divisionsleiter Chemtech, Torsten Wintergerste, in der Mitteilung zitiert. „Es wird dazu beitragen, die Kohlenstoffemissionen aus industriellen Anwendungen und dem Zemetsektor zu reduzieren – ein Hauptanliegen unserer Kunden.“

  • Implenia übergibt Dialogplatz in Winterthur

    Implenia übergibt Dialogplatz in Winterthur

    Implenia habe den bereits im Frühling fertiggestellten Dialogplatz am 8. Juni feierlich an die Stadt Winterthur übergeben, informiert die Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Der Name des rund 5800 Quadratmeter grossen Freiraums im Winterthurer Stadtteil Lokstadt geht auf einen 1937 beigelegten Lohnkonflikt bei Sulzer zurück. In Zukunft solle der Dialogplatz für einen zentralen Ort der Begegnung und des Austauschs stehen, schreibt Implenia. „Wir freuen uns sehr darüber, mit dem Dialogplatz den Bewohnern der Lokstadt sowie allen Winterthurern einen tollen Stadtplatz und vielfältig nutzbaren Begegnungsort übergeben zu dürfen“, wird Adrian Wyss, Head Division Real Estate von Implenia, in der Mitteilung zitiert.

    Implenia hat den zum insgesamt 21’000 Quadratmeter grossen Freiraum des Stadtteils Lokstadt gehörenden Dialogplatz in Zusammenarbeit mit der Stadt Winterthur entwickelt. Im Zuge der Übernahme wird die Stadt nun schrittweise für den Betrieb und Unterhalt des Platzes zuständig sein. Implenia steuert dabei 6 Millionen Franken für künftige Kosten bei Unterhalt und Erneuerung bei.

    Der in einer neuen Fussgängerzone gelegene Platz biete vielfältige Möglichkeiten für Aufenthalt, Begegnung und Spiel an, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Konkret zählt Implenia dort einen Spielplatz, schattenspendende Bäume, eine Anlage für Rollsportgeräte (Pumptrack), einen Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten und einen Gastronomiebereich auf.