Schlagwort: Bauwesen

  • Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Die AEW Energie AG hat am 16. November den Baubeginn für die Wärmezentrale im Villmerger Industriegebiet mit einem ersten Spatenstich begangen. Die Wärmezentrale wird auf dem Gelände der Cellpack Power Systems errichtet. Sie soll laut einer Mitteilung in einer ersten Phase mit einem Heizkessel für Altholz mit einer Nennleistung von 2000 Kilowatt und einem Ölkessel für die Spitzenlast mit einer Nennleistung von 4000 Kilowatt ausgestattet werden.

    Die Anlage liefert Ende 2024 erstmals Wärme. Sie soll rund 710‘000 Kubikmeter Erdgas ersetzen und damit den Ausstoss von 1500 Tonnen CO2 vermeiden. Im Endausbau soll ein weiterer Altholzkessel von 4000 Kilowatt Nennleistung hinzukommen. Damit sollen auch weitere Unternehmen im Industriegebiet versorgt werden können. Die Erweiterung des Wärmeverbunds auf angrenzende Gebiete ist angedacht.

    Das Altholz soll mehrheitlich aus unbehandelten Holzabfällen des Industriegebiets stammen und nach Bedarf mit Holz aus der Region ergänzt werden. Der Ölanteil für die Spitzenlast soll höchstens 10 Prozent betragen. Auf dem Dach und an zwei Seiten der Wärmezentrale wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Diese erreicht eine Spitzenleistung von 260 Kilowatt.

  • Holcim trennt sich von Geschäften in Uganda und Tansania

    Holcim trennt sich von Geschäften in Uganda und Tansania

    Holcim hat Vereinbarungen zur Veräusserung seiner Geschäfte in Uganda und Tansania unterzeichnet. Wie es in einer Medienmitteilung des Zuger Baustoffherstellers heisst, wurde seine lokale Tochtergesellschaft in Uganda, die Hima Cement Ltd, für einen Unternehmenswert von 120 Millionen Dollar an die Sarrai Group verkauft.

    Zudem hat Holcim vereinbart, seine 65-prozentige Beteiligung an der Mbeya Cement Company Ltd in Tansania für einen nicht genannten Betrag an die Amsons Group zu verkaufen. Der Vollzug beider Transaktionen steht unter dem Vorbehalt der jeweiligen behördlichen Genehmigungen.

    «Diese Veräusserungen bringen unsere Strategie voran, unsere Führungsposition in den Kernmärkten als weltweit führender Anbieter von innovativen und nachhaltigen Baulösungen zu festigen», wird Martin Kriegner, Regional Head Asia, Middle East & Africa, zitiert. «Wir freuen uns, mit der Sarrai Group und der Amsons Group strategische und vertrauenswürdige Partner gefunden zu haben, die bestens positioniert sind, um diese Geschäfte langfristig zu entwickeln.»

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion (BUK ETHZ) an der ETH und die Klimastiftung Schweiz arbeiten künftig hinsichtlich klimafreundlicher Baustoffe und Methoden zusammen. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung umfasst die Kooperation die Beurteilung der bei der Klimastiftung eingehenden Förderanträge sowie die Bekanntmachung der Fördermöglichkeiten und der geförderten Innovationen.

    Neue klimafreundliche Materialien und Baumethoden seien notwendig für die Klimaadaption des Immobiliensektors. Um sie marktfähig und bekannt zu machen, müssten innovative Lösungen an Pilotprojekten getestet und demonstriert werden. Die BUK ETHZ werde die Praktikabilität von Innovationen ergänzend zur Klimastiftung Schweiz abschätzen und damit das Restrisiko vermindern helfen. Finanzielle Schwachpunkte könne die Klimastiftung ausgleichen.

    «Erstanwendungen im Baubereich sind immer eine schwierige und risikoreiche Phase für neue Produkte und Methoden», werden die beiden Dozenten Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ zitiert. «Mit dieser Kooperation können wir da einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Baubranche liefern. Das zeigen Spin-offs wie FenX oder Oxara aus dem Umfeld der ETH, die von der Klimastiftung gefördert wurden.»

    FenX verwandelt mineralische Abfälle in leistungsstarke und nachhaltige Dämmstoffe für die Bauindustrie. Oxara entwickelt zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologie, die das Upcycling von Bauschutt und Aushubmaterialien in einer Vielzahl von Beton- und Blockanwendungen ermöglicht.

  • Dormakaba gehört zu den Lieblingen der Baubranche

    Dormakaba gehört zu den Lieblingen der Baubranche

    Dormakaba hat beim diesjährigen Architects‘ Darling Award des Heinze Verlags dreifach zugeschlagen: Die international aktive Schliesstechnikfirma aus Rümlang bekam zwei Brand-Awards in den Kategorien Sicherheitstechnik und Zutrittskontrolle sowie Automatiktüren verliehen. Hier erfolgte die Auswahl der siegreichen Produkte über eine multimediale Befragung der Heinze Marktforschung, an der knapp 2000 Architektinnen, Architekten und Planende teilnahmen, erläutert dormakaba in einer Mitteilung. Ein dritter Award wurde dormakaba von einer rund 80-köpfigen Jury aus Fachleuten für Architektur und Marketing in der Kategorie Bestes BIM-Daten-Angebot zugesprochen.

    „Wir freuen uns sehr über die drei Auszeichnungen“, wird Uwe Eisele, Leiter Marketing Deutschland bei dormakaba, in der Mitteilung zitiert. „Diese belegen eindrucksvoll, dass wir für die wichtigsten deutschen Architekten, Planer und Mediaexperten im Baubereich zu den begehrtesten Lieferanten Deutschlands in für uns sehr wichtigen Bereichen zählen.“ Eisele nahm die drei goldenen Trophäen gemeinsam mit Jens Kronenberg, Leiter Objektmanagement Deutschland bei dormakaba, entgegen. Insgesamt wurden im diesjährigen Wettbewerb 23 Brand-Awards und 14 Jury-Awards verliehen.

  • ETH-Projekt will ultra-grünen Beton weltweit zugänglich machen

    ETH-Projekt will ultra-grünen Beton weltweit zugänglich machen

    Die ETH will mit ihrem Projekt Ultra Green Concrete erreichen, dass CO2-armer Hochleistungsbeton allgemein zugänglich wird. Dabei nehmen die Forschenden um Franco Zunino, Senior Scientist am ETH-Institut für Baustoffe, einen Ansatz der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne auf: Dort wurde eine Zementformulierung (LC3) von 50 Prozent Klinker mit einer Kombination aus gebranntem Ton und Kalkstein gefunden, die im Vergleich zu herkömmlichem Zement etwa 40 Prozent CO2 einspart. Zunino war an dieser Entwicklung beteiligt.

    Nun setzt er im ETH-Projekt auf eine zweite Strategie, um CO2 einzusparen: auf die Reduzierung des Zementanteils im Beton. Diese Doppelstrategie biete Flexibilität, um kohlenstoffarme Betonzusammensetzungen an individuelle Märkte anzupassen, heisst es in einer Mitteilung der ETH. „Ideal wäre es, beides gleichzeitig umzusetzen“, wird Zunino zitiert. Doch sei dies in einigen Märkten schwierig, „da Produktionskapazitäten und Infrastruktur aufgebaut werden müssen. Dennoch besteht die Möglichkeit, zumindest einen davon zu realisieren und trotzdem CO2 einzusparen.“

    Laut Berechnungen von Zunino und seinem Team kann der CO2-Ausstoss von ultra-grünem Beton von 300 auf etwa 80 bis 100 Kilogramm pro Kubikmeter gesenkt werden, ohne Kompromisse bei der Leistung des Materials. Deshalb gibt es seiner Ansicht nach in industrialisierten Ländern keinerlei Ausreden dafür, nicht umgehend auf das neue, nachhaltigere Baumaterial umzusteigen.

    Zudem sei der CO2-arme Zement langlebiger und kostengünstiger als herkömmlicher. Dessen Produktion läuft den Angaben zufolge bereits in sieben Zementwerken weltweit. Zunino ist überzeugt, dass LC3 in zehn Jahren die am weitesten verbreitete Zementart weltweit sein wird.

  • OPENLY baut erstes Haus mit eigenem Netto-Null-Bausystem

    OPENLY baut erstes Haus mit eigenem Netto-Null-Bausystem

    OPENLY stellt mit seinem ersten Bauprojekt eigenen Angaben zufolge mehrere Rekorde auf. Das Unternehmen, das zur Dade Design Holding gehört, vollendet derzeit mit seinem OPENLY-Bausystem in Widnau ein Gebäude mit 19 Wohnungen. Es wird laut einer Medienmitteilung Netto Null errichtet. Im Betrieb soll es dank einer selbstentwickelten Gebäudesoftware sogar klimapositiv sein, also mehr Energie produzieren als verbrauchen, und damit 300 Tonnen CO2 einsparen.

    Viele Baumaterialien und -teile, die es am Markt noch nicht gibt, seien selbst entwickelt entwickelt worden, wie etwa die automatisch öffnenden Lüftungsklappen in den Fenstern. 400 Kubikmeter Hanfbeton und 2600 Quadratmeter Hanfziegel wurden ebenso verbaut wie 1000 Kubikmeter eines selbst entwickelten Pflanzenkohlebetons. 12 Tonnen Stahlträger stammten aus einem Gebäudeabbruch. Auch der Armierungsstahl ist zu 100 Prozent rezykliert.

    Die 400 Tonnen Lehmschüttung in den Decken bilden natürliche Wärmespeicher. Auch die eigens entwickelten Küchen wurden CO2-neutral realisiert. Dank einer proprietären Gebäudesoftware wird der Energieeinsatz im Gebäude intelligent automatisiert.

    Wie der Gründer und CEO von OPENLY, Andy Keel, erklärt, werde mit OPENLY „ein bionisches, an der Intelligenz der Natur orientiertes Bausystem“ entwickelt, „das von Bauträgern und Architekten genutzt werden soll. Gleichzeitig beraten und begleiten wir Unternehmen und Investmentfonds auf dem Weg zu ESG-konformen Bauprojekten, die nicht nur Schlechtes besser machen, sondern wirklich positiv auf das Klima wirken.“

    Am 30. November und am 19. Dezember finden öffentliche Führungen statt. Die Anmeldung ist per Mail möglich.

  • Energie 360° erhält grünes Licht für Solarfassade

    Energie 360° erhält grünes Licht für Solarfassade

    Energie 360° hat laut einer Medienmitteilung grünes Licht für seine geplante Photovoltaikfassade erhalten. Damit und mit der geplanten Solaranlage auf dem Dach kann es seinen Hauptsitz entsprechend umbauen. So will der Spezialist für nachhaltige Energie und Mobilität rund die Hälfte seines jährlichen Strombedarfs selbst decken.

    Mit den Bauarbeiten wurde Ende März 2023 begonnen. Nach Baubeginn änderte die Gebäudeversicherung Kanton Zürich ihre Bewilligungspraxis für Photovoltaikfassaden. Seitdem braucht es den Nachweis, dass sich ein Brand der Solarmodule nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

    In Ermangelung einer geeigneten Prüfanlage in der Schweiz wurden bei der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig (MFPA Leipzig) zwei Brandversuche durchgeführt. Sie machten deutlich, dass Stahlbleche als horizontale Brandriegel zwischen den einzelnen Modulen wirken. Diese Konstruktion erfüllt die von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen vorgegebenen Testkriterien.

    «Energie 360° wird als erstes Unternehmen unter den neuen Auflagen eine PV-Fassade realisieren», wird CEO Jörg Wild zitiert. «Die Photovoltaikanlagen machen den Hauptsitz in Altstetten zum grünen Kraftwerk.»

  • Fünf Familienunternehmen gründen zirkulit Beton AG

    Fünf Familienunternehmen gründen zirkulit Beton AG

    Die von Eberhard Bau aus Kloten und Kästli Bau aus Rubigen 2021 geschaffene zirkulit AG und ihre Marke zirkulit verstärken sich: Fünf Familienunternehmen haben jetzt die zirkulit Beton AG gegründet. Sie vereint Partner, die gemeinsam CO2 in rezykliertem Betongranulat binden und es dann verbauen. Zur neuen zirkulit Beton AG gehören neben Eberhard und Kästli die Grisoni-Gruppe aus Vuadens FR, die JMS-Gruppe (Johann Müller AG) mit Sitz in Schmerikon SG und die Luzerner Lötscher Plus-Gruppe.

    „Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit durch die Firmen Eberhard und Kästli kann der erste zirkuläre Beton mit minimalem CO2-Fussabdruck dank neuen Partnern ab sofort auch in der Inner- und Ostschweiz wie auch im Waadtland eingesetzt werden“, so Daniel Kästli, Verwaltungsrat der zirkulit Beton AG, in einer Medienmitteilung. „Ich freue mich, mit meinem Team und den Partnern diesen herausfordernden Schritt zu gehen“, fügt Reto Märki, Geschäftsführer der zirkulit Beton AG, hinzu. „ Zirkuläres Bauen ist ein zentrales Element für eine nachhaltige Entwicklung.“

    Ziel dieser neuen Allianz ist es, ab 2030 schweizweit jährlich 25’000 Tonnen CO2 im Beton zu speichern. Theoretisch seien sogar 50’000 Tonnen möglich, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig würden so über 2 Millionen Tonnen Bauabfälle hochwertig in den Kreislauf zurückgeführt. „Bisher wurde das Potenzial aufgrund schwacher Nachfrage durch den Markt nicht genutzt. Dies soll sich ändern“, heisst es in der Mitteilung.

    Für das kreislauffähige Haus müssten Gebäude so gebaut werden, dass sie maximal zirkulär sind, Ressourcen geschont werden und auch künftige Generationen die beim Bau verwendeten Steine wiederverwenden können. Deshalb ist zirkulit darüber hinaus strategische Partnerschaften eingegangen: swisspor (Stans NW) bietet mineralischen Dämmstoff, die Stahlbeton Bauteile AG (Frick AG) fertigt Fassaden- und Deckenbauteile, die Sievert AG (Ober-Ohringen ZH) liefert Putze.

  • Strabag schliesst Arbeiten an Brunaubrücke ab

    Strabag schliesst Arbeiten an Brunaubrücke ab

    Das Schlieremer Bauunternehmen Strabag arbeitet seit Februar 2023 an der Instandsetzung der Brunaubrücke. Die Brücke führt den Autoverkehr der A3 über die Sihl. Laut Medienmitteilung sollen die Arbeiten bis Ende November abgeschlossen werden. Die letzte Bauphase umfasst Abdichtungsarbeiten sowie die Belagsfinalisierung. Um das Projekt abzuschliessen, baut Strabag eine Strassenabwasser-Behandlungsanlage (SABA), die es ermöglicht, das Strassenwasser der Brücke zu reinigen, heisst es in der Mitteilung.

    Der Stadtrat von Zürich hatte im September 2021 für Instandsetzungsarbeiten an der Brunaubrücke gebundene Ausgaben in der Höhe von 3,76 Millionen Franken bewilligt. Die Brunaubrücke, die die Allmendstrasse über die Sihl führt, ist ein wichtiger Autobahnzubringer auf die A3 und ebenfalls von Bedeutung für die Verkehrsachse Sihltal-Zürich, hiess es in der Mitteilung dazu. Über die 58 Meter lange und 24 Meter breite Brücke führen je zwei Fahrspuren stadtein- und stadtauswärts. Ebenso hat es beidseitig Gehwege auf denen auch Velos im Mischverkehr zugelassen sind. An der Brunaubrücke waren verschiedene Schäden insbesondere am Belag und an den Abdichtungen festgestellt worden.

    Die Brunaubrücke ist für Zürich und das Sihltal ein geschichtsträchtiges Bauwerk, heisst es in der Strabag-Mitteilung: In den 1950er-Jahren entwickelte das Tiefbauamt der Stadt Zürich ein Projekt, welches die Allmendstrasse über die Sihl führte. Damals stand an der Sihl eine grosse Papierfabrik. Der Zubringerverkehr musste auf einer geeigneten Verkehrsachse zur Fabrik gelangen. Im August 1957 war Baustart. Die Firma Ed. Züblin & Cie. (heute Strabag) wurde mit den gesamten Tiefbau- und Betonarbeiten beauftragt. 1958 ging die Brücke in Betrieb.

  • Innovativer Akkuspeicher

    Innovativer Akkuspeicher

    Die Firma ist ein Spezialist für mobile Batteriespeicher, hat bekannt gegeben, dass sie in das Bürgschaftsprogramm des Schweizer Technologiefonds aufgenommen wurde. Dieser Fonds, der dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), Abteilung Klima, angegliedert ist, unterstützt innovative Unternehmen, die wegweisende Technologien zur Reduzierung von CO2-Emissionen entwickeln und zur Förderung der Schweizer Wirtschaft beitragen.

    Die mobilen Batteriespeicher finden insbesondere in Branchen wie Bauwesen, Veranstaltungen und Filmproduktion Anwendung. Benedikt Domke, CEO mit Sitz in Dietikon, äusserte sich zur Aufnahme in das Bürgschaftsprogramm: „Diese Anerkennung zeigt, dass unser Engagement für wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Alternativen zu Dieselgeneratoren anerkannt und geschätzt wird. Mit der Unterstützung des Technologiefonds können wir unsere Skalierung, Forschung und Entwicklung beschleunigen und unser europaweites Vertriebsnetzwerk für mobile Energiespeicher in den Bereichen Bauwesen, Veranstaltungen und Filmproduktion erweitern.“

    Simone Riedel Riley, Leiterin der Geschäftsstelle des Technologiefonds, betont: „Die Produkte tragen durch den direkten Ersatz von Dieselgeneratoren zur erheblichen Reduzierung von CO2-Emissionen bei.“ Das Unternehmen ist aus Axpo hervorgegangen. Ein Team von Axpo entwickelte über mehrere Jahre hinweg einen batteriebetriebenen Generator für Baustellen. Im November 2022 wurde die Technologie an ein Konsortium aus Management und Unternehmern verkauft, die das Unternehmen gründete.

  • Schweizer Technologiefonds nimmt emost AG auf

    Schweizer Technologiefonds nimmt emost AG auf

    Die auf mobile Batteriespeicher spezialisierte emost AG ist laut einer Medienmitteilung in das Bürgschaftsprogramm des Schweizer Technologiefonds aufgenommen worden. Der Schweizer Technologiefonds ist beim Bundesamt für Umwelt (BAFU), Abteilung Klima, angesiedelt und unterstützt innovative Unternehmen, die wegweisende Technologien zur Reduktion von CO2-Emissionen entwickeln und zur Förderung der Schweizer Wirtschaft beitragen.

    Die emost AG ist ein Anbieterin von mobilen Batteriespeichern, die insbesondere in der Bau-, Veranstaltungs- und Filmbranche zur Anwendung kommen „Diese Anerkennung zeigt, dass unser Engagement für ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternativen zu Dieselgeneratoren anerkannt und geschätzt wird“, wird Benedikt Domke zitiert, CEO der emost AG mit Sitz in Dietikon. „Mit der Unterstützung des Technologiefonds können wir unsere Skalierung nebst unserer Forschung und Entwicklung schneller vorantreiben und unser europaweites Vertriebsnetzwerk für mobile Energiespeicher für die Bau-, Event, und Filmindustrie ausbauen“, so Domke weiter. „Durch den direkten Ersatz von Dieselgeneratoren werden durch die Produkte von emost grosse Mengen des Treibhausgases CO2 eingespart“, wird Simone Riedel Riley zitiert, Leiterin der Geschäftsstelle Technologiefonds.

    Die emost AG ist entstanden aus der Axpo. Ein Team von Axpo hatte in mehrjähriger Arbeit einen batteriebetriebenen Generator für Baustellen entwickelt. Die Technologie wurde im November 2022 laut einer Mitteilung an ein Konsortium aus dem Management und Unternehmern verkauft, das die emost AG gründete.

  • Partner testen Innovationen für Bausektor in neuer NEST-Unit

    Partner testen Innovationen für Bausektor in neuer NEST-Unit

    Nach dreijähriger Planungszeit wird am NEST wieder gebaut. Der neue modulare Gebäudeteil (Unit) heisst STEP2. Wie in allen anderen Modulen des Forschungs- und Innovationsgebäudes der beiden Forschungsinstitute Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (Eawag) testen die Projektpartner auch dort Innovationen mit hohem Marktpotenzial. STEP2 soll im Frühling 2024 fertig sein.

    Als Hauptpartner von STEP2 trägt BASF laut einer Medienmitteilung mit seiner Expertise, seinem Netzwerk und nachhaltigen Materialien massgeblich zum Erfolg des Projekts bei. Alle Units werden nach ihrer Fertigstellung auch als Büros oder Wohnungen genutzt.

    Im ersten Stock der zweigeschossigen Unit wurde eine geräuschdämmende Rippen-Filigrandecke für Büro- und Hochhäuser verbaut. Die 3D-gedruckten Schalungen sind zu 100 Prozent kreislauffähig. Der zirkuläre Beton steigerte die Nachhaltigkeit zusätzlich. Ins zweite Stockwerk führt die Betontreppe Cadenza, auch sie mit computergestütztem Design und 3D-Druck gefertigt.

    STEP2 befasst sich auch mit der Gebäudehülle und ihrem Potenzial zur Energieoptimierung. Die Gebäudefassade ist so konzipiert, dass mit minimalem Aufwand verschiedene Einbauten getestet werden können. Ausserdem wurde ein umfassendes Energie- und Behaglichkeitskonzept samt innovativer Lichtplanung entwickelt.

  • Österreichische Hasslacher Gruppe setzt auf urb-x

    Österreichische Hasslacher Gruppe setzt auf urb-x

    Die international aktive Hasslacher Gruppe aus Sachsenburg in Kärnten beteiligt sich an urb-x. Das Baselbieter Jungunternehmen entwickelt innovative Velowege, die aus Holz-Leichtbauelementen zusammengesetzt werden. „urb-x bietet mit seinen Rad-Highways eine echte Revolution im städtischen Radverkehr“, wird Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der Hasslacher Gruppe, in einer entsprechenden Mitteilung der österreichischen Holzbaufirma zitiert. „Der nachwachsende Rohstoff Holz ist noch dazu ein zentrales Element in der Mission unserer beiden Unternehmen, mittels dem wir innovative Produkte und Lösungen für die Herausforderungen moderner Städte schaffen.“

    Die Radwege von urb-x werden aus vorgefertigten hölzernen Hohlkastenelementen auf Stahlstützen montiert. Die antirutschbeschichtete Fahrbahn kann auch von Krankenwagen und Strassenreinigungsmaschinen befahren werden. Zudem sind die Wege mit Heizelementen, Sensoren und Steuercomputern ausgestattet. Die für deren Betrieb notwendige Energie wird von Solarpaneelen an den Seitenbegrenzungen geliefert.

    „Wir haben grosse Freude daran, mit der Hasslacher Gruppe einen Partner mit führender Produktionskompetenz und einer klaren strategischen Vision zu gewinnen“, wird Klaus Kirchmayr, CEO von urb-x, in der Mitteilung zitiert. „Unser Fokus liegt nun darauf, unser Produkt in ganz Europa für die ersten Projekte bekannt zu machen.“

  • Zürcher Ziegeleien nehmen erste Photovoltaikanlage in Betrieb

    Zürcher Ziegeleien nehmen erste Photovoltaikanlage in Betrieb

    Die Zürcher Ziegeleien produzieren seit Kurzem das erste Viertel ihrer insgesamt geplanten Photovoltaikleistung. Wie das in Regensdorf ansässige Unternehmen auf LinkedIn mitteilt, sind damit rund 680 Kilowattpeak am Netz: „Dank dieser ersten Phase erzeugen wir bereits saubere Energie.“

    Produziert wird sie auf zwei grossen Dachflächen, die komplett mit Solarpaneelen eingedeckt sind. Ein beigestelltes Video zeigt im Zeitraffer, „wie hart wir in den letzten Monaten an unserem Herzensprojekt gearbeitet haben“. Das Unternehmen sei „überwältigt von dem Interesse“, das ihm bisher dafür zuteil wurde und bedankt sich für die positive Resonanz, „die uns anspornt“. Nun werde auch der verbleibende Teil der Dachflächen mit Solarpaneelen ausgestattet.

    Die Zürcher Ziegeleien sind als Teil der swisspor-Gruppe neu wieder in Schweizer Händen. Davor befanden sie sich mehr als 20 Jahre im Besitz der Wienerberger Gruppe, einem der grössten Ziegelproduzenten weltweit mit Sitz in Wien. Als Zürcher Ziegeleien existiert das Unternehmen seit 1912.

  • Steiner baut Basler Ex-UBS-Gebäude um und aus

    Steiner baut Basler Ex-UBS-Gebäude um und aus

    Das ehemalige UBS-Gebäude am Aeschenplatz 6 in Basel wird zu einem „vielseitigen Stadtbaustein“ weiterentwickelt. Das kündigt die Steiner AG in einer Mitteilung auf LinkedIn an. Durch Um- und Anbauten soll es künftig attraktiven Raum zum Wohnen, Arbeiten und Entspannen für Menschen aller Alters- und Bevölkerungsgruppen bieten.

    „Mitten im pulsierenden Herzen Basels, am Eingang zur Innenstadt, in Gehdistanz zum Bahnhof und in der Nähe des St.Alban- und Gellert-Quartiers gelegen stellt dieses Areal eine spannende Herausforderung für uns dar“, so der Zürcher Immobiliendienstleister, der auch unter eben dieser Basler Adresse einen Standort hat.

    Das Projekt setzt den Angaben zufolge auf einen effizienten und schonenden Umgang mit Ressourcen. Der geplante Bestandserhalt schaffe einen wesentlichen Betrag zur Optimierung des ökologischen Fussabdrucks. Die ergänzten Neubauanteile sollen bisher ungenutzte Potentiale ausschöpfen und attraktiven, neuen Wohnraum bereitstellen.

    Während des Entwicklungsprozesses wird Steiner fortlaufend online über Neuigkeiten zu diesem Projekt informieren. Baubeginn soll 2028 sein, die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

  • IKEA feiert Richtfest im Wallis

    IKEA feiert Richtfest im Wallis

    IKEA Schweiz mit Sitz in Spreitenbach baut sein erstes Einrichtungshaus im Kanton Wallis. Nach nur siebenmonatiger Bauzeit ist laut einer Medienmitteilung mit rund 150 Bauleuten sowie Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Partnern und IKEA-Mitarbeitenden das Richtfest auf dem Baugelände in Les Morand bei Riddes gefeiert worden.

    Seit dem Spatenstich im März wurde der Rohbau für die 23‘000 Quadratmeter Ladenfläche auf zwei Etagen auf dem insgesamt 49‘000 Quadratmeter grossen Grundstück planmässig fertiggestellt. Insgesamt beläuft sich die Investition auf mehr als 100 Millionen Schweizer Franken. Nach Eröffnung 2024 werde IKEA dann über zehn Einrichtungshäuser und zwei Planungsstudios in der Schweiz mit rund 3300 Beschäftigten verfügen.

    Damit stosse IKEA erstmals mit einem grossen Ladengeschäft in die Schweizer Bergregion vor, heisst es in einer Medienmitteilung. „Die Eröffnung des IKEA Einrichtungshauses im Frühjahr 2024 ist eine grosse Chance für die Gemeinde Riddes und von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung für den gesamten Kanton Wallis“, wird die Gemeindepräsidentin von Riddes, Christel Duc, zitiert.

    Seit September läuft die Rekrutierung für rund 200 Stellen bei IKEA Riddes. Dort entstehe das modernste und nachhaltigste IKEA-Einrichtungshaus der Schweiz, das sich unter anderem durch einen Zero-Waste-Ansatz und einer riesige Solaranlage auszeichne, heisst es in der Mitteilung. Die nächsten Schritte umfassen technische Installationen im Inneren des Gebäudes sowie den Ausbau der Entladerampen für die Lagerregale; die Lager- und Selbstbedienungshalle ist der erste Bereich, der aufgebaut wird. Ende November wird der Aufbau der Möbelausstellung und Markthallenabteilungen schrittweise beginnen. Die Installation der Photovoltaikanlage wird voraussichtlich im November starten, sobald das Dach fertiggestellt ist.

  • Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Ein Pilotprojekt unter Führung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat in Zusammenarbeit mit Fachleuten der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag), des Paul Scherrer Instituts (PSI) sowie der Firmen Kästli Bau aus Rubigen BE und neustark aus Bern und 18 weiteren Partnern gezeigt, dass bei mit CO2 begastem Betonabbruchgranulat rund 15 Prozent des Treibhausgases eingespart werden können, die bei seiner Herstellung erzeugt wurden.

    Insgesamt 10 Prozent davon erreichen die neuartigen Baustoffe, die mit karbonatisierten Beton-Granulaten angereichert wurden. Weitere 5 bis 7 Prozent können erzielt werden, weil das mit CO2 angereicherte Betongranulat die Zementverbindungen im Recyclingbeton fester macht als Normalbeton. Das haben aufwändige Messungen ergeben, die unter anderem durch Andreas Leemann von der Empa-Abteilung Concrete & Asphalt ausgeführt wurden: „Eine reaktive Phase also, die neu im Granulat entsteht und im Recyclingbeton eine höhere Festigkeit erzeugt. Das hat uns schon überrascht“, wird er in einer Medienmitteilung zitiert.

    Weiteres Potenzial zeigte auch die CO2-Behandlung des sogenannten Recyclingwassers aus Wasser, Zement und Sand, das bei der Reinigung von Betonfahrzeugen und Mischanlagen anfällt. Ein Kilogramm davon konnte die beachtliche Menge von 120 Gramm CO2-Gas binden. Lebenszyklus-Analysen haben resümiert, dass das karbonatisierte Material im Vergleich zu Beton mit herkömmlichem Zement und ohne Recyclingmaterial den Treibhauseffekt netto um rund 13 Prozent reduzieren kann. Bei Beton mit Recyclingmaterial liegt der Effekt noch bei 9 Prozent.

    Die Projektverantwortlichen stellen die Forschungsergebnisse beim sogenannten Closing-Event öffentlich vor. Er findet am 6. Dezember im Audi Max der ETH statt.

  • Dormakaba erhält zwei Preise beim Iconic Award 2023

    Dormakaba erhält zwei Preise beim Iconic Award 2023

    Das auf die Zutrittsverwaltung von Gebäuden spezialisierte Unternehmen dormakaba aus Rümlang hat beim Iconic Award 2023: Innovative Architecture laut einer Medienmitteilung zwei Auszeichnungen erhalten. Mit je einem Winner wurden in der Kategorie Product-Building Technologies das Türsystem EntriWorX EcoSystem sowie die Sensorschleuse Argus V60 geehrt. Die Preisverleihung fand am 4. Oktober in der BMW Welt in München statt.

    Das EntriWorX EcoSystem ist eine innovative Hard- und Softwareanwendung, die das Planen, das Installieren und die Inbetriebnahme von Zugangslösungen entlang der Gebäudeentstehung unterstützt und damit den Gebäudeplanungsprozess optimiert, heisst es in der Beschreibung von dormakaba. Architekten, Planer, Verarbeiter und Betreiber könnten in jeder Leistungsphase auf die gleichen Planungsdaten einer Tür zugreifen. Planungsprozesse, Installationsabläufe und der Betrieb würden durch die Minimierung von Türkonfigurationen und die digitale Vernetzung von Komponenten vereinfacht.

    Zur neuen Sensorschleuse Argus V60 wird auf die Kompaktheit des Modells verwiesen, das Sicherheit und Effizienz auf engstem Raum biete. Dank moderner Sensortechnik eröffnet die Sensorschleuse Architekten und Nutzern mehr Freiraum bei Personenschutz und Vereinzelungsdetektion. Argus V60 sei eine der kleinsten vollwertigsten Sensorschleusen im Markt. RFID-Leser für Transponder oder Tags, Barcode-Scanner oder Fluchtwegkomponenten seien integrierbar.

    Bei der Preisverleihung in München überreichte Bernhard Heitz, Strategic Product Design bei dormakaba, den vom Unternehmen gestifteten Sonderpreis in der Kategorie Architects of the Year an Sou Fujimoto Architects aus Japan.

  • Buildify.earth investiert in nachhaltige Bau-Start-ups

    Buildify.earth investiert in nachhaltige Bau-Start-ups

    Die neu gegründete Investmentgesellschaft buildify.earth wird aussichtsreiche Start-ups aus dem Ökosystem des Switzerland Innovation Park Central unterstützen, die sich auf die Entwicklung kreislauffähiger Produkte und Dienstleistungen sowie für die CO2-Reduktion in der Bauindustrie fokussieren. Mit einer langfristigen Anlagestrategie will buildify.earth ihnen laut einer Medienmitteilung „den Markteintritt und ein nachhaltiges Wachstum in der Schweiz und darüber hinaus“ ermöglichen.

    Gegründet wurde buildify.earth vom Switzerland Innovation Park Central gemeinsam mit privaten Investoren und der Zuger Kantonalbank, die ein Drittel am Aktienkapital der neu gegründeten Gesellschaft hält. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, glaube buildify.earth an echte Partnerschaften und langfristige Beziehungen mit allen Beteiligten. „Aus diesem Grund wurde buildify.earth nicht als ein weiterer Venture-Capital-Fonds konzipiert“, sondern will seine Wirkung langfristig maximieren, indem er mindestens die Hälfte aller zukünftigen Erlöse wieder in das Start-up-Ökosystem reinvestiere.

    Als Ergänzung zur Investmentgesellschaft wurde auch der Venture Desk gegründet. Mit den jeweils richtigen Ansprechpartnerinnen und -partnern unterstützt diese Einrichtung Start-ups bei der Unternehmensführung. Das soll es den Gründerinnen und Gründern erleichtern, sich auf das Wachstum ihres Unternehmens zu konzentrieren. Switzerland Innovation Park Central und die Zuger Kantonalbank gehören zu den sieben Partnern. Ausserdem stehen die Aktionariat AG, die Caminada Treuhand AG Zug, ITZ InnovationsTransfer Zentralschweiz/*zünder, Kellerhals Carrard und die Rentsch Partner AG zur Verfügung.

  • Empa forscht zu Lehm als nachhaltigem Baustoff

    Empa forscht zu Lehm als nachhaltigem Baustoff

    Lehm setzt im Vergleich zu Beton deutlich weniger CO2 frei, erläutert die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer Mitteilung. Ellina Bernard vom Beton & Asphalt-Labor der Empa in Dübendorf und der Professur für Nachhaltiges Bauen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeitet daran, Lehm als nachhaltige Alternative zu Beton zu etablieren. Ihr Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit einem Ambizione-Grant unterstützt.

    Lehm kommt in unterschiedlicher geologischer Zusammensetzung überall auf der Welt vor. Der nachhaltige Baustoff könnte Beton sowohl in nichttragenden Konstruktionen als auch in tragenden Wänden von Wohnbauten ersetzen. Für einen Einsatz in grossem Massstab will Bernard mit ihrem Team daher zum einen Standards für die Zusammensetzung und mechanische Belastbarkeit definieren. Zum anderen müssen Zusatzstoffe gefunden werden, die die Belastbarkeit des Materials erhöhen. Hier wird derzeit noch herkömmlicher Zement benutzt, der den ökologischen Fussabdruck von Lehm aber wieder „in den roten Bereich“ drückt, schreibt die Empa.

    Einen vielversprechenden Ansatz hat Bernard in Zusammenarbeit mit dem Geologen Raphael Kuhn in Magnesiumoxid gefunden. In ersten Laborexperimenten mit Lehmrezepturen wurde eine Druckfestigkeit von bis zu 15 Megapascal erreicht, informiert die Empa. Lehm mit Zementzusatz bringt es auf bis zu 20 Megapascal.

  • AIHK reicht Baueingabe für ihr Neubauprojekt ein

    AIHK reicht Baueingabe für ihr Neubauprojekt ein

    Mit der Baueingabe an die Stadt Aarau Ende September hat das Neubauprojekt der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) laut eines Artikels in dem von der AIHK herausgegebenen Magazin „Impulse“ ein wichtiges Etappenziel erreicht. Abhängig von der Baufreigabe starten die Bauarbeiten voraussichtlich Anfang 2025, heisst es weiter. Die Baueingabe für das neue Haus der Wirtschaft wurde vor dem Aarauer Rathaus von AIHK-Präsident Beat Bechtold an Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Stadtschreiber Fabian Humbel übergeben, so der Bericht.

    Das Projektteam der AIHK habe schon vorher mit verschiedenen Ansprechpersonen der Stadt in Kontakt gestanden, heisst es weiter. So konsultierte man den Stadtbaumeister und die Stadtbildkommission, als es darum ging, ein möglichst breit abgestütztes Bauvorhaben zu realisieren.

    Mit der Baueingabe startet das Bewilligungsverfahren. Der Rückbau ist für Ende 2024 geplant. Mit dem Bezug des Neubaus ist dann im dritten Quartal 2026 zu rechnen.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können zum einen mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in dem Bericht in „Impulse“ weiter. Zum anderen stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfindet.

  • Neustark expandiert in die EU

    Neustark expandiert in die EU

    Neustark hat gemeinsam mit dem Bau- und Recyclingunternehmen Heim eine kommerzielle Anlage für die permanente Speicherung von CO2 in Abbruchbeton eröffnet. In der Anlage können jährlich über 1000 Tonnen biogenes CO2 aus der Atmosphäre entfernt und gebunden werden, informiert das Berner ClimateTech-Unternehmen in einer Mitteilung. Das in Abbruchbeton mineralisierte CO2 stammt überwiegend aus der Bioabfallvergärungsanlage von MVV in Dresden-Klotzsche.

    „Um unsere Netto-Null-Ziele zu erreichen, sind laut Weltklimarat Negativemissionen unentbehrlich“, wird Johannes Tiefenthaler, Gründer und Co-CEO von neustark in der Mitteilung zitiert. Das Berner Jungunternehmen hat dafür eine Methode entwickelt, bei der Abbruchbeton in eine entsprechende Senke für CO2-Emissionen verwandelt wird. „Neu auch in Deutschland, was ein grosser Schritt für neustark, aber vor allem für den ganzen CO2 -Entfernungsmarkt ist“, meint Tiefenthaler.

    Bei der Technologie von neustark wird CO2 in Kalkstein umgewandelt, der an den Poren und der Oberfläche des Betongranulats gebunden wird. Das derart karbonatisierte Granulat kann im Anschluss im Strassenbau oder für die Produktion von Recyclingbeton eingesetzt werden. In den derzeit zwölf Grossanlagen von neustark in der Schweiz und in Deutschland werden jährlich rund 5000 Tonnen CO2 gebunden.

    Neustark hat sich zum Ziel gesetzt, seine Jahreskapazität bis 2030 auf 1 Million Tonnen CO2 zu erweitern. Dafür sind 15 weitere Anlagen in der DACH-Region und in Frankreich geplant. Ein weiterer grosser Schritt bildet die Übernahme der Technologie in den Recyclinganlagen von Holcim.

  • Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Die Ostschweizer Kantone haben ehrgeizige Ziele für die Zukunft der Mobilität und den Klimaschutz festgelegt. Eine Schlüsselrolle bei der Erreichung dieser Ziele spielt der Ausbau des Bahnangebots und der zugehörigen Infrastruktur. Dazu gehört die Stärkung der Bahnstrecke zwischen Winterthur und St. Gallen, um die Erreichbarkeit der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg deutlich zu verbessern. Diese Erweiterung wurde erstmals im Jahr 2009 im Rahmen des Programms „Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur“ (ZEB) vom Parlament genehmigt und im Jahr 2019 mit der Botschaft zum Bahnausbauschritt 2035 bestätigt.

    In der aktuellen Botschaft vom 16. August 2023 legt der Bundesrat seine Pläne für den weiteren Ausbau des Bahnnetzes dar und beantragt eine Erhöhung der finanziellen Mittel für Projekte in verschiedenen Regionen der Schweiz. Bedauerlicherweise plant er jedoch nicht, die bereits beschlossenen Erweiterungen zwischen Winterthur und St. Gallen umzusetzen. Darüber hinaus beabsichtigt er, die Vorinvestitionen für einen zukünftigen Meilibachtunnel im Rahmen des laufenden Ausbauprojekts zum Zimmerberg-Basistunnel nicht durchzuführen. Es ist unklar, warum diese Streichungen vorgenommen werden, da sie den Zielen der Perspektive BAHN 2050 des Bundes, der Raumplanung und des Klimaschutzes entsprechen.

    Die Regierungen der Ostschweizer Kantone akzeptieren diese Benachteiligung nicht. Für einen Lebens- und Wirtschaftsraum mit über 1,1 Millionen Einwohnern und fast 700.000 Beschäftigten ist die Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots von entscheidender Bedeutung. Sie setzen sich aktiv dafür ein, dass die geplanten Erweiterungen im Rahmen des politischen Prozesses weiterhin berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck stehen sie im engen Kontakt mit den Bundesparlamentarierinnen und Bundesparlamentariern.

    Konkret fordern die Regierungen der Ostschweizer Kantone:

    Die Beibehaltung der Mittel für die Leistungssteigerung und Beschleunigung auf der Strecke Winterthur-St. Gallen.

    Die Einleitung von Vorinvestitionen für den Meilibachtunnel als Teil des Zimmerbergtunnels 2, um die Verbindung zu den Regionen Ausserschwyz, Linthgebiet, Glarus, Rheintal und Graubünden sicherzustellen.

    Die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, wie die Projektierung des Doppelspurausbaus Tiefenwinkel auf der Strecke Zürich-Chur im Rahmen der Botschaft 2023 und die Bereitstellung eines Planungskredits für Beschleunigungsmassnahmen auf der Strecke Pfäffikon-Chur im Rahmen der Botschaft 2026.

    Diese Anliegen werden auch von den Regierungen des Kantons Zürich und des Fürstentums Liechtenstein, die assoziierte Mitglieder der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) sind, unterstützt. Darüber hinaus weisen die Regierungen der Ostschweizer Kantone bereits auf zukünftige Anforderungen hin, die voraussichtlich im Jahr 2026 vom Parlament erörtert werden sollen. Hierzu gehören Massnahmen zur Kompensation des Verzichts auf schnelles Fahren in Kurven auf der Strecke Winterthur-St. Gallen, die Entflechtung des internationalen Fernverkehrs vom nationalen Fernverkehr auf der Strecke Zürich-St. Gallen-München sowie die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, einschließlich des Ausbaus des Tiefenwinkels auf der Strecke Zürich-Chur und der Sicherstellung der aktuellen Anschlussqualität im Knoten Schaffhausen.

  • BKW erwirbt Darmstädter Architekturbüro

    BKW erwirbt Darmstädter Architekturbüro

    Die in Bern ansässige BKW Gruppe beabsichtigt, ihre Präsenz in Südwestdeutschland deutlich auszubauen. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor, in der BKW den Erwerb des Architektur- und Städtebaubüros Planquadrat Elfers Geskes Krämer und Partner GmbH ankündigt. Planquadrat mit 160 Mitarbeitenden gehört zu den grösseren Architekturbüros im Rhein-Main-Gebiet. Das in Darmstadt ansässige Unternehmen ist auf Wohnungsbau, Verwaltungsgebäude- und Hotelbau sowie auf Logistik und den bau von Laborgebäuden orientiert. Zu dem breiten Leistungsangebot gehört auch eine eigenständige Abteilung für Städteplanung.

    Planquadrat ist sowohl an öffentlichen wie auch an privaten Ausschreibungen beteiligt. Das 1993 von den drei Namensgebern gegründete Architekturbüro hat inzwischen zwei weitere Partner assoziiert. Das Unternehmen besitzt eine stabile, weitreichende und langfristige Kundschaft, die nun in das Portfolio von BKW integriert wird. Das breite Leistungsangebot von Planquadrat verstärkt das BKW Engineering-Netzwerk in allen Leistungsphasen der Objektplanung, insbesondere für Generalplanungsprojekte, heisst es in der Mitteilung.

  • EKZ investiert in neues Unterwerk in Dielsdorf

    EKZ investiert in neues Unterwerk in Dielsdorf

    EKZ baut in Dielsdorf ein neues Unterwerk. Die Investitionen werden sich laut einer Medienmitteilung der Energielieferantin auf gut 14 Millionen Franken belaufen. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2025 geplant.

    Damit will EKZ die Versorgungssicherheit auch in Zukunft sicherstellen. Den Angaben zufolge ist der Strombedarf in der Region Dielsdorf einerseits durch die zunehmende Elektrifizierung der Gesellschaft gestiegen. Andererseits benötigt das Industriegebiet von Dielsdorf zusätzliche elektrische Energie.

    Dort baut Green Datacenter aus Lupfig derzeit den Metro-Campus Zürich. Er besteht den Angaben zufolge aus drei energieeffizienten Hochleistungsrechenzentren und einem Business Park mit Büroflächen. Das erste Datenzentrum ist seit Dezember 2022 in Betrieb, der Spatenstich für zwei weitere ist noch für dieses Jahr geplant. Im Januar wurde zudem der Bau des ersten Bürogebäudes begonnen.

    Laut EKZ wird der Campus über das neue Unterwerk Dielsdorf versorgt und über die bestehenden Unterwerke Regensdorf und Steinmaur abgesichert. „Die sichere Stromversorgung über zwei unabhängige Unterwerke ist für einen sicheren Datacenterbetrieb zentral, denn Datacenter sind das Rückgrat der Digitalisierung“, wird Green-CEO Roger Süess zitiert. „Neben Investitionen in eine sichere Versorgung entwickeln wir bei Green aktiv nachhaltige Konzepte und nutzen die Abwärme. Zudem achten wir auf eine hohe Energieeffizienz.“

  • Huber+Suhner stellt Innovation für schnelles Internet vor

    Huber+Suhner stellt Innovation für schnelles Internet vor

    Huber+Suhner hat sein Resa-Sortiment für eine bessere Versorgung mit schnellem Internet in ländlichen Regionen vergrössert. Die neue Verbindungslösung RESA CC beschleunigt laut einer Medienmitteilung die Breitbandversorgung für Einzelanwesen in ländlichen Wohngebieten. Netzbetreiber profitieren demnach von Zeit- und Geldersparnis, Hausbesitzer von mehr Geschwindigkeit und Flexibilität bei der Internetanbindung über die schnellen Glasfaserleitungen. RESA CC falle kleiner und kompakter aus als die Verbindungslösung RESA SC, für die zudem andere Arbeiten rund um die Glasfaserverlegung nötig seien.

    Schritt eins der Installation umfasst eine Vorinstallation unter der Erde entlang der Grundstücksgrenze durch den Netzbetreiber, anschliessend wird der Haushalt über ein Kanalbündelsystem an den Strassenverteiler angeschlossen. In der zweiten Phase erfolgen die letzten Meter des Glasfaseranschlusses in Kooperation mit einem örtlichen Installateur. Der zweistufige Ansatz erlaube den Ausbau der Breitbandinfrastruktur für „eine ganze Strasse auf einmal“. Als weiterer Vorteil des Verfahrens wird der geringere Aufwand für das kostenintensive Spleissen genannt. Künftig müsse nur noch am Strassenverteiler gespleisst werden, nicht mehr an jeder einzelnen Liegenschaft. Das wirke sich kostenmindernd und ressourcenschonend auf die Tiefbauarbeiten aus.

    „Angesichts der gestiegenen Nachfrage nach Heimnetzwerk-Verbindungen freuen wir uns, RESA CC zu unserem bereits revolutionären Portfolio hinzuzufügen“, wird Andreas Sila, Vizepräsident für die Märkte Rechenzentrum und Festnetz bei Huber+Suhner, zitiert.

  • Neue Schultoiletten sollen Sri Lankas Bauindustrie verändern

    Neue Schultoiletten sollen Sri Lankas Bauindustrie verändern

    Paolo Tombesi, der Direktor des Labors für Bau und Architektur (FAR) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), und der Gastwissenschaftler Milinda Pathiraja haben ein wegweisendes Bauprojekt an dessen alter High School in Kandy im Zentrum Sri Lankas abgeschlossen: Der Bau zweier Toilettenanlagen soll das industrielle Entwicklungspotenzial durch architektonisches Design zeigen. Ihr Prototyp fusst auf 20 Jahren gemeinsamer Forschung.

    Bei strategischer Planung könne die Gestaltung solcher Infrastrukturen, „als Chance genutzt werden, um Innovationen zu präsentieren und zu verbreiten und praxisbezogene Auslöser für eine dringend benötigte Wiederbelebung der lokalen Baukultur einzuführen“, wird Pathiraja in einem Bericht der EPFL zitiert. Es sei auch darum gegangen, „neue, wirtschaftlich nachhaltige und ökologisch orientierte Bau-‚Traditionen‘ für Länder zu kultivieren, die unter Urbanisierungsdruck, begrenzten Rohstoffen und finanziellen Zwängen stehen“.

    So wurden etwa nicht-nachhaltige Baumaterialien vermieden, die funktionierender Lieferketten bedürfen wie Glas und Aluminium oder im Land nicht verfügbar sind wie Klinker. Die beiden Forscher wollten zudem verdeutlichen, wie Baupolitik und Nachhaltigkeit an unterschiedlichen Stellen zu Wertschöpfung führen, etwa anhand der gewölbten Dächer aus Ferrozement.

    Für all dies benötige die Branche konkrete Beispiele und Prototypen, „die sowohl den technischen Wert als auch die wirtschaftliche Machbarkeit solcher Ideen zeigen“, so Tombesi. Diese Toiletten senken gleichzeitig die Gesamtkosten auf 400 Dollar pro Quadratmeter, einschliesslich der Sanitäreinrichtungen. „Und angesichts des landesweiten Bedarfs an dieser Art von Programmen werden die von uns gewonnenen Erkenntnisse wahrscheinlich von anderen aufgegriffen werden.“

  • Halter realisiert Wohnbebauung in Rothenburg

    Halter realisiert Wohnbebauung in Rothenburg

    Ein von der Schlieremer Halter AG geführtes Projektteam wird in Rothenburg zwei baugleiche Gebäude errichten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dabei werden 16 Wohnungen mit 3,5 Zimmern, acht Wohnungen mit 4,5 Zimmern und sechs Wohnungen mit 2,5 Zimmern entstehen. Die Wohnungen mit 2,5 Zimmern werden als Alterswohnungen vermietet. Ausserdem wird der Komplex über Neben- und Kellerräume sowie eine Einstellhalle mit 31 Parkplätzen verfügen.

    Nachdem kürzlich der Spatenstich erfolgt ist, strebt die Halter AG einen Abschluss der Arbeiten am Rohbau im ersten Halbjahr 2024 an. Die Wohnungen sollen dann Anfang 2025 bezugsbereit sein. Bauherr ist die in Luzern ansässige Caranto AG.

  • Halter treibt Projekt in Bischofszell voran

    Halter treibt Projekt in Bischofszell voran

    Die Schlieremer Halter AG hat das Projekt Schützengütli-Areal in zwei Schritten vorangetrieben, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Nach der städtebaulichen Planung ist ein Studienauftrag für die architektonische Planung vergeben worden. Von den sechs teilnehmenden Teams hat sich die Daniel Cavelti Architektur AG aus St.Gallen durchsetzen können. Die Studie namens Zauberwald wird nun weiterentwickelt.

    In der Jury waren neben Vertretern der Gemeinde und von Grundeigentümerin Halter auch mehrere Experten vertreten. Sie waren sich einig, dass der siegreiche Entwurf sich optimal in das umgebende Quartier eingliedert. Neben 54 Eigentumswohnungen, die in mehreren Gebäuden realisiert werden, sieht der Entwurf einen grosszügigen Innenhof vor, der gemäss des Namens Zauberwald üppig bepflanzt werden soll. Bei einem Baubeginn 2026 könnten die Wohnungen 2028 fertiggestellt sein.

    Das Areal ist bis vor wenigen Jahren von der Malzfabrik und Fruchtpresserei Laumann und Co zur Produktion genutzt worden. Die Pläne von Daniel Cavelti Architektur sehen vor, einen Kamin zu erhalten, damit dieser an die vorherige Nutzung des Schützengütli-Areals erinnert. Die Halter AG hat das Areal 2022 erworben. ce/jh

  • Dietikon und SBB präsentieren Siegerprojekt für Bahnhofgebiet

    Dietikon und SBB präsentieren Siegerprojekt für Bahnhofgebiet

    Die SBB und die Stadt Dietikon haben das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des Bahnhofsareals ausgewählt. Die Jury hat sich für den Entwurf von Hosoya Schaefer Architekten aus Zürich und BRYUM Landschaftsarchitekten aus Basel entschieden. Die drei besten Wettbewerbsprojekte sind ab sofort im Foyer des Stadthauses ausgestellt.

    Das Bahnhofsareal von Dietikon soll laut einer Medienmitteilung zu einer zeitgemässen Verkehrsdrehscheibe und einem lebendigen Stadtquartier werden. Dazu werden in den nächsten Jahren der Bahnhofplatz und Bushof neugestaltet, das Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1977 saniert und erweitert sowie auf dem Bahnhofareal neuer Wohn- und Gewerberaum geschaffen.

    Das Siegerprojekt der Ausschreibung sieht ein in der Dichte variierendes Baumdach vom Zentrum Dietikon bis zum Bahnhof vor und bindet das Bahnhofsgebäude fussläufig an Marktplatz und Stadtzentrum an. Die Endhaltestellen des Bushofs werden auf die durch das Baumdach getrennten Businseln Nord und Süd aufgeteilt. Unter dem Baumdach liegt ein chaussierter Bereich, der sowohl als Bewegungs- wie auch als Aufenthaltsraum gedacht ist. Dort soll Platz für Veranstaltungsflächen, Brunnen und Sitzmöglichkeiten sein.

    Der Stadtrat ist der Empfehlung des Preisgerichts gefolgt und hat die Weiterbearbeitung des Siegerprojekts mit dem entsprechenden Planungsteam beschlossen. Die Fertigstellung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes und Bushofs soll zwischen 2027 und 2030 erfolgen.

    Neben den drei besten Architekturprojekten liegt auch der Gestaltungsplan der SBB für 60 Tage zur Einsichtnahme der Bevölkerung auf. Nach der öffentlichen Auflage werden die Unterlagen bereinigt, vom Stadtrat verabschiedet und dem Gemeinderat zur Festsetzung vorgelegt. Die Rechtskraft des Gestaltungsplans wird für das Jahr 2025 erwartet.