Schlagwort: Bauwesen

  • Forschende entwickeln Modell zur Abwehr von Hitzeinseln in Städten

    Forschende entwickeln Modell zur Abwehr von Hitzeinseln in Städten

    Ein Forschendenteam der Hochschule Luzern (HSLU) hat eine interaktive Quartierklima-Modellierung geschaffen. Das Instrument liefert rasch planungsrelevante Daten über das Mikroklima einer bestehenden und geplanten Bebauung und kann ab dem ersten Schritt der Entwurfsplanung eingesetzt werden, heisst es in einer Medienmitteilung zum Forschungsprojekt.

    Die wärmeren Sommertemperaturen steigern die Nachfrage nach städtebaulichen Lösungen gegen Hitzestau in Gebäuden und Quartieren. Hitzeinseln sind laut der Mitteilung vermeidbar. Entscheidend dafür sind „eine auf die Umgebung abgestimmte Setzung der Gebäude, die Wahl der Materialien von Fassaden und Aussenflächen, Grünflächen sowie eine geschickte Beschattung“. Die Auswirkungen dieser Faktoren sollten bereits früh in der Planung bekannt sein und berücksichtigt werden. Bestehende Modelle hätten dies bisher verhindert, da sie mit hohem Zeit- und Kostenaufwand verbunden waren.

    Das neu geschaffene Instrument beschränke sich auf die phasengerechten Informationen. Dadurch stehen in Sekundenschnelle Ergebnisse über das Mikroklima zur Verfügung. Informationen über die Gebäude, deren Position, verwendete Materialien sowie die Art und Position von Grünflächen und Bäumen spielen bei der Abwehr von Hitzeinseln in Bebauungen und Städten eine zentrale Rolle. In ein Wettbewerbsverfahren fliessen allerdings neben dem Quartiersklima eine Vielzahl weiterer Anforderungen mit ein, wie der in der Mitteilung zitierte Simulationsexperte und HSLU-Professor Markus Koschenz sagt. Mit dem neuen Tool, so Koschenz weiter, stehe den Planern künftig ein physikalisches Modell zur Verfügung, das Auswirkungen von Strahlung, Schatten, Wärmespeichereigenschaften der Materialien, Luftströmung, Vegetation und Tageszeit in Sekundenschnelle berechnet.

  • Schlieren schliesst Planervertrag für neues Alterszentrum ab

    Schlieren schliesst Planervertrag für neues Alterszentrum ab

    Bereits im März hatte die Schlieremer Stimmbevölkerungen einen Kredit von 44’317’000 Franken für den Bau des Alterszentrums Wohnen am Stadtpark gutgeheissen. Der Neubau mitten in der Stadt soll das Alterszentrum Sandbühl ablösen. Nun hat der Stadtradt Liechti Graf Zumsteg Architekten aus Brugg AG den Auftrag für die entsprechenden Architekturarbeiten erteilt, informiert die Schlieremer Stadtverwaltung in ihren aktuellen Stadtratsnachrichten. Das Volumen des Planervertrags beträgt 3,7 Millionen Franken.

    Wohnen am Stadtpark ist als Gebäudekomplex mit zeitgemässen und bezahlbaren Wohnungen für ältere Menschen konzipiert. Das Konzept von Liechti Graf Zumsteg Architekten sieht einen doppelgeschossigen Sockel mit Betonelementen vor, in dem Restaurant und Pflegezimmer untergebracht sind. Vier Obergeschosse für die Alterswohnungen werden im Holzbau entstehen. Laut Angaben der Stadtverwaltung zum Projekt soll der Neubau „die Anforderungen einer gesunden und ökologischen Bauweise gemäss Minergie-P ECO erfüllen und entsprechend zertifiziert werden“. Die Fertigstellung des neuen Alterszentrums ist für 2026 geplant.

  • Neue Berufe durch Kreislaufwirtschaft?

    Neue Berufe durch Kreislaufwirtschaft?

    Prof. Dr. Stephen Wittkopf, wie findet man eine Wohnung, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut ist? Das wäre im Moment sehr schwierig. In der Schweiz gibt es erst einige wenige Wohnhäuser, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut wurden, in Winterthur zum Beispiel. In der Industrie und bei Bürogebäuden ist man schon etwas weiter.

    Die Idee des Wiederverwendens ist sehr einleuchtend. Warum wird sie nur zögerlich umgesetzt? Weil sich nicht alles, was heute verbaut ist, für die Wiederverwendung eignet. In vielen Gebäuden gibt es so genannte Verbundmaterialien. Das heisst, verschiedene Materialien wie Beton, Holz oder Stahl wurden verklebt. Die kann man nicht einfach trennen. Dadurch entsteht enorm viel Bauschutt. Von all dem Material, das in die Schweiz importiert wird, also Kleider, Computer, Nahrungsmittel und sonstige Gebrauchsgegenstände, ist der weitaus grösste Teil für den Bausektor bestimmt. Das heisst, für Strassen, Brücken und Gebäude. Das ist alles enorm gewichtsintensiv. In der Baubranche besteht deshalb eindeutig am meisten Potential um Material und Energie durch Wiederverwendung einzusparen.

    Geht es in der Kreislaufwirtschaft nur um das Wiederverwenden, oder auch um das Umbauen oder Weiterbauen? Der Begriff der Kreislaufwirtschaft lässt sich tatsächlich so weit fassen, dass er jegliche Wiederverwendung einschliesst. Die Frage, wie man bestehende Gebäude erhalten und umnutzen kann, ist die erste Ebene der Kreislaufwirtschaft. Die zweite Ebene ist die Wiederverwendung von Bauteilen und auf der dritten Ebene geht es um das Rezyklieren und die Wiederaufbereitung von Material.

    Wie müssten Neubauten gestaltet werden, damit die Komponenten Jahrzehnte später wiederverwendet werden können? Die Materialien müssen trennbar und die Bauteile reparierbar sein. Das bedeutet, dass möglichst reine Materialien zentral sind, die nicht zusammenklebt werden, sondern mit Stecken und Schrauben für Stabilität sorgen. Reparierbarkeit ist für die Langlebigkeit der einzelnen Bauteile wichtig. Es darf nicht sein, dass man ein ganzes Fenster wegwerfen muss, nur weil der Fenstergriff nicht mehr funktioniert. Und zuletzt ist eine akribische Dokumentation wichtig, damit später nachvollziehbar ist, welche Materialien sich wo befinden. Im Moment wird das noch nicht genügend festgehalten.

    Bauteile werden kontinuierlich weiterentwickelt; meine Grossmutter hatte Vorfenster, die man abnehmen konnte, heute gibt es Dreifachverglasung. Ist da eine Wiederverwendung in 50 Jahren überhaupt realistisch? Viele Produkte sind heute so gut, dass eine spürbare Verbesserung nur mit deutlich grösserem Aufwand erreicht wird. Und man muss Bauteile ja auch nicht eins zu eines wiederverwenden. Bei Fenstern gibt es ein schönes Beispiel aus dem Kanton Zürich: Ältere, doppelt verglaste Fenster wurden mit einer dritten Verglasung ergänzt; dadurch konnten die so verbesserten Fenster in einem neuen Gebäude wiederverwendet werden.

    Das klingt, als ob die Wiederverwendung von Materialien die Arbeit für Architektinnen und Architekten komplett umstellt. Ja, das bedingt einen radikalen Wandel. Die Arbeit der Architektinnen beginnt nicht mehr auf der grünen Wiese. Sie müssen vorhandene Materialien und die Verfügbarkeit von Produkten in ihr Konzept einbauen. Doch dieser Paradigmenwechsel muss nicht zum gestalterischen oder wirtschaftlichen Hindernis werden; er kann zu einer neuen Formensprache führen.

    Also muss auch die Bauherrschaft im Boot sein. Genau, sie spielt eine mindestens genauso wichtige Rolle. Die Bauherrschaft kann den Auftrag anders gestalten, und beispielsweise vorgeben, dass nur Gebrauchtmaterialien gesucht werden und auf dieser Grundlage geplant werden soll. Es wird sicherlich ein komplexes Puzzle – aber andere Branchen arbeiten auch mit komplexen und flexiblen Lieferketten. Die Bauwirtschaft hinkt da hinterher.

    Wie sieht es punkto Wirtschaftlichkeit aus? Kann Kreislaufwirtschaft im Bau rentabel sein? Das kann sie, aber nicht ohne Aufwand und nicht von heute auf morgen. Es braucht neue Geschäftsmodelle aber auch finanzielle Förderung, da es sich aktuell um einen Nischenmarkt handelt. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass sich das ändern wird.

    Und wie könnten die neuen Geschäftsmodelle aussehen? Vielleicht mieten wir irgendwann wiederverwertbare Materialen – also Fenster, Türen, Holz oder Beton – anstatt sie zu kaufen. Oder wir konzipieren ein neues Gebäude von Anfang an als Materiallager für spätere Bauten. Das ergibt eine ganz neue Berechnungsgrundlage, weil die Materialkosten nicht gesamthaft amortisieren werden müssen. Die Materialien könnten an Materialbörsen gehandelt werden – das wird in anderen Ländern wie Dänemark übrigens schon gemacht. Vielleicht entstehen dadurch sogar neue Berufe, wie zum Beispiel Bauteiljäger.

    Das klingt spannend. Es verändert also die gesamte Konzeption von Neubauten? Eindeutig. Wird die Zukunft eines Gebäudes mitgedacht, wird es so gebaut, dass es mit möglichst geringem Aufwand umgenutzt werden kann. Die Gesellschaft verändert sich, und mit ihr die Bedürfnisse für Wohnraum. Ein Quartier, das einst für Familien konzipiert wurde, passt Jahrzehnte später eventuell nicht mehr für die Bedürfnisse der mittlerweile alten Generation. Können die Familienwohnungen mit relativ geringem Aufwand in kleinere umgebaut werden, spart man Geld, Material und Energie.

    In welchen Bereichen der Baubranche würden Sie die Schweiz als fortschrittlich bezeichnen? Die Schweiz ist bei der Wiederverwendung von Beton schon recht weit. Heute wird Naturstein oder Kies durch aufbereiteten Bauschutt ersetzt, der ansonsten auf der Deponie landen würde. Nebst Wiederverwendung bringt das den Vorteil, dass Deponiegebühren eingespart werden. Bei grossen Neubauprojekten werden die Baukonzepte zudem immer flexibler. Generell beobachte ich bei den Bauherrschaften ein wachsendes Interesse für Kreislaufwirtschaft. In der Schweiz hat der Kanton Zürich eine Vorreiterrolle. Und wir als Hochschule forschen natürlich zum Thema und haben den Auftrag, eine junge Generation für das Thema zu sensibilisieren, indem wir in unseren Aus- und Weiterbildungen gebrauchten Materialien einen hohen Stellenwert einräumen.

  • Trendumkehr bei der Büroverfügbarkeit sowie weitere Polarisierung zwischen Stadtzentren und Peripherie

    Trendumkehr bei der Büroverfügbarkeit sowie weitere Polarisierung zwischen Stadtzentren und Peripherie

    Die schweizweit innerhalb von drei Monaten verfügbaren Büroflächen sind per Ende Juni im zweiten Quartal in Folge auf 1,67 Mio. m2 bzw. 3,5% des Bestandes angestiegen (vgl. Abbildung 1), nachdem sie im Q4 2022 mit einem Wert von 3,2% ein mehrjähriges Tief erreicht hatten. Dies ist vor allem einem zusätzlichen Büroflächenangebot in den Vororten von Zürich (Flughafenregion und Limmattal) geschuldet, wo die Verfügbarkeitsquote innert Halbjahresfrist von 15% auf 16,6% angestiegen ist.

    Auch auf Zürcher Stadtboden stieg das Büroflächenangebot auf 190’000 m² bzw. 2,8 %, das sind 13’000 m² mehr als noch im Q1 2023 (177’000 m² oder 2,7 %) und ist der erste Anstieg seit Q4 2020 (vgl. Abbildung 2). Vor allem im Zürcher CBD (Central Business District) erhöhte sich das Angebot innerhalb von drei Monaten um 8’000 m2 auf 51’000 m2 (2,6 %).

    In Zürich macht sich bemerkbar, dass einige Unternehmen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die in den letzten Jahren einen grossen Teil der Nachfrage ausmachten, ihre Expansionspläne überprüft oder revidiert haben. Darüber hinaus wird sich die Fusion der beiden grössten Schweizer Banken, UBS und Credit Suisse, auch allmählich auf den Zürcher Büromarkt auswirken. Auch wenn diese Auswirkungen nicht wesentlich sein dürften, könnten sich dadurch für andere Marktteilnehmer gute Chancen ergeben, in einem nach wie vor angespannten Marktumfeld mit geringer Bautätigkeit und Aufwärtsdruck auf die Spitzenmieten zentral gelegene Flächen zu finden.
    Des Weiteren fällt auf, dass der Anstieg verfügbarer Büroflächen in der Stadt Basel erstmals seit 2016 wieder in eine Angebotsreduktion verkehrt ist. Einige grössere Vermietungserfolge im CBD und im Klybeck haben dazu geführt, dass sich die Verfügbarkeitsrate innerhalb eines Quartals von 5,6% auf 4,5% (117’000 m2) reduziert hat. Jedoch ist mittelfristig mit einem deutlichen Wiederanstieg des Angebots zu rechnen.

    Ansonsten zeigen sich die Büroflächenmärkte der anderen Schweizer Städte Genf, Bern und Lausanne stabil und damit unbeeindruckt vom sich verlangsamenden Wirtschaftswachstum. Der Schweizer Büromarkt hat in den letzten Jahren von hohen Flächenumsätzen profitiert, das gute Wirtschaftswachstum hat die Auswirkungen der Heimarbeit sogar überkompensiert. Allerdings hat sich die Büronachfrage zuletzt aufgrund der abschwächenden Konjunktur verlangsamt, und auch Untervermietungsaktivitäten haben zugenommen. Der Büroflächenumsatz im ersten Halbjahr 2023 ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 um 28% auf durchschnittliche 490’000 m2 pro Quartal zurückgegangen und dürfte auch im zweiten Halbjahr 2023 auf diesem tieferen Niveau, das ungefähr dem langjährigen Mittel entspricht, verharren (vgl. Abbildung 3).

  • Landis und swr+ fusionieren

    Landis und swr+ fusionieren

    Die langjährigen Partnerunternehmen swr+ und Landis agieren künftig unter dem gemeinsamen Dach der Landis AG. Das neu aufgestellte Planungs- und Ingenieurbüro mit seinen 50 Mitarbeitenden hat seinen Sitz einer Medienmitteilung zufolge am bisherigen Hauptstandort von Landis in Geroldswil. Alle Mitarbeitenden aus beiden Unternehmen werden in das neu geschaffene Kompetenznetzwerk integriert. Für die Kundschaft ändert sich nichts: die Ansprechpartner bleiben dieselben.

    Im Rahmen eines Management-Buyouts bei swr+ haben Geschäftsführer Thomas Brocker, Serge Bütler, Roger Hersche, Samuel Lienhart und André Wenzinger per 1. Juli die Aktien von Alleininhaber Peter Rauch übernommen. In einem zweiten Schritt soll allen Mitarbeitenden die Partizipation am Unternehmen und seiner Entwicklung ermöglicht werden.

    Neben seinem Sitz in Landis verfügte Landis bisher über Zweigbüros in Brüttisellen im Glattal und in St.Gallen. Das Planungs- und Ingenieurbüro ist auf Infrastrukturbau, Immobilien- und Raumentwicklung sowie Baurecht spezialisiert. Die 1948 gegründete Firma swr+ hatte ihren Sitz in Dietikon und ein Zweigbüro in Aarau. Sie verstand sich als interdisziplinäres Baubüro für Immobilien- und Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität, Wasser sowie Umwelt und Klima. Dieses Dienstleistungsangebot und die entsprechenden Kompetenzen sind künftig aus einer Hand erhältlich.

  • Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, Eawag, erweitern auf dem Empa-Gelände in Dübendorf ihren Campus, der laut einer Medienmitteilung in Kürze unter dem Namen co-operate in Betrieb gehen soll. Architektur und Gestaltung der Erweiterung seien als „Wegweiser“ für klima- und umweltfreundliches Bauen konzipiert und zeigen Ansätze für weniger Ressourcenverbrauch und minimalen CO2-Ausstoss, für mehr Kreislaufwirtschaft durch weniger Materialverbrauch sowie zum Gewinnen und Einsparen von Energie, heisst es.

    In der Nähe des Eingangsbereichs zum Campus ist ein attraktives Gebäude errichtet worden. Die Konstruktion ist ein Holz-Beton-Parkhaus, welches von Implenia in Hybridbauweise umgesetzt wurde. Statt Betonrippendecken wurden auf einer Fläche von 9300 Quadratmeter Holzbalkendecken verwendet. Dadurch komme der Bau mit erheblich dünneren Betonschichten aus und senke den Verbrauch des „Klimasünders“ Zement.

    Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen mussten laut Kevin Olas, Leiter des Immobilienbereichs der Empa, mit Rücksicht auf die Ästhetik der Hybridkonstruktion installiert werden. Zudem galt es, mit Blick auf den Klimawandel die Modulbauweise aus Fertigteilen anzuwenden. So liessen sich bei Bedarf Teile des Gebäudes beispielsweise in Werkstätten umwandeln.

    Neben Baustoffen Stahl, Beton oder Holzelemente seien auch menschliche „Rohstoffe“ wiederverwertbar: So eigne sich Urin durch die enthaltenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium als Rohstoff für die Düngerherstellung. Das im Laborgebäude eingebaute Urin-Sammelsystem NoMix-WCs schaffe den Rohstoff für das Recycling-Düngemittel Aurin. Dieses wird vom Eawag-Spin-Off Vuna vertrieben.

    Weitere Bausteine auf dem Campus seien Photovoltaik, Recycling-Asphalt sowie Asphaltverzicht bei der Landschaftsgestaltung, die auf eine Förderung der Biodiversität fokussiert und das Anpflanzen einer vielfältigen Flora vorsehe.

    Quelle: empa.ch

  • Schindler liefert 150 Lifte und Rolltreppen nach Mekka 

    Schindler liefert 150 Lifte und Rolltreppen nach Mekka 

    Schindler hat laut einer Medienmitteilung einen Grossauftrag aus Saudi-Arabien verbucht. Dabei wird es insgesamt 150 Lifte und Rolltreppen für das städtische Entwicklungsprojekt Masar in Mekka liefern. Die Einheiten werden in der jüngsten Entwicklungsphase des Projekts zum Einsatz kommen. Konkret geht es dabei laut Schinder um ein gemischt genutztes Gebäude mit Hotels, Restaurants und Geschäften. Die Gesamtfläche des Gebäudes umfasst 1,2 Millionen Quadratmeter.

    Die Lifte und Rolltreppen von Schindler sollen sowohl für die Beförderung von Personen als auch von Waren eingesetzt werden. Unter den 150 Einheiten sind auch 44 Aufzüge des Typs Schindler 7000, die mit dem Roboterinstallationssystem R.I.S.E von Schindler installiert werden. Dieses kann autonom betrieben werden und etwa Löcher für Ankerbolzen bohren sowie diese setzen. Es kommt nun erstmals in Saudi-Arabien zum Einsatz.

    Vor dem Hintergrund des Projekts baut Schindler auch seine Partnerschaft mit Umm Al Qura for Development & Construction mit Sitz in Dschidda aus.

  • Kreislaufwirtschaft im Bau gewinnt an Boden

    Kreislaufwirtschaft im Bau gewinnt an Boden

    Etwa 120 Fachpersonen aus Bauwirtschaft, Planung und Bauherrschaften haben sich im Juni an der zweiten Fachtagung Kreislaufwirtschaft Bau der Kästli Bau AG ausgetauscht. Die Tagung habe bei Unternehmen, Planenden und Bauherrschaften einen grossen Willen aufeinander zuzugehen gezeigt, schreibt die Kästli Bau AG in einer entsprechenden Mitteilung. „Die Transformation ist im Gang“, wird Ronald Flühmann, Projektleiter Technik bei der Kästli Bau AG, dort aus seinem Beitrag an einer Podiumsdiskussion auf der Tagung zitiert. „Was es jetzt braucht, ist das Ende des Silodenkens, damit wir gemeinsam vorwärtskommen.“

    Für das Ende dieses Silodenkens konnten an der Fachtagung viele Beispiele gefunden werden. „Beharren alle Seiten auf ihrem Standpunkt, gibt es kein Vorwärtskommen“, wird Referent und Podiumsgast Urs Neuenschwander, Leiter Marketing und Vertrieb bei der Energie Thun AG, aus seinem Beitrag zitiert. Podiumsgast Michael Beyeler, Vizepräsident der suisse.ing Regionalgruppe Bern und Mitinhaber BSB+Partner Ingenieure und Planer AG, zeigte sich überzeugt, dass über gute Kommunikation und frühzeitiges Einbringen von Fachwissen das gemeinsame Optimum realisierbar ist.

    Noch während der Diskussionsrunde habe zudem Sarah Weber als Vertreterin der SBB, einer der grössten Auftraggeberinnen der Schweizer Baubranche, die Bereitschaft zum Dialog signalisiert, schreibt die Kästli Bau AG. Das praxisorientierte Fachwissen der Planungs- und Baufachleute „ist für uns wertvoll“, wird die Stellvertretende Leiterin Umwelt/Nachhaltigkeit SBB Infrastruktur zitiert. „Den Weg zu nachhaltigeren Projekten wollen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten gehen.“

  • Alporit steht vor Lancierung halogenfreier Dämmplatten

    Alporit steht vor Lancierung halogenfreier Dämmplatten

    Die Alporit AG plant, im kommenden Jahr Dämmplatten aus halogenfreiem Polytrol-Hartschaum an dem Markt zu bringen. Das gewöhnlicherweise als Brennschutz-Additiv eingesetzte Halogen Brom wird aus Umweltgründen bereits von mehreren Nachhaltigkeitslabeln nicht mehr akzeptiert, informiert das Hightech Zentrum Aargau (HTZ) in einer Mitteilung. Es war gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) im baden-württembergischen Pfinztal an der Entwicklung der Dämmplatten beteiligt. In den innovativen Dämmplatten der zur Zuger swisspor-Gruppe gehörenden Produktionsgesellschaft Alporit AG wird anstelle von Brom ein phosphorbasiertes Material verwendet.

    „Der Nutzen der Kooperation mit dem ICT und dem HTZ ist für uns sehr hoch“, wird Volker Brombacher in der Mitteilung zitiert. Die mithilfe der Forschungspartner durchgeführte Machbarkeitsstudie verschaffe swisspor ein Alleinstellungsmerkmal, da derzeit auch international noch keine vergleichbaren Produkte verfügbar seien, so der Forschungs- und Entwicklungsleiter der swisspor AG. Nach erfolgreicher Machbarkeitsstudie wurden anwendungsbezogene Produkttests durchgeführt und die Produktion des innovativen Dämmstoffs auf einer Grossanlage erprobt.

    Erste Produktsegmente sollen 2024 lanciert werden. Allerdings werden die Produktionskosten für den hallogenfreien Dämmstoff um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz höher ausfallen als für konventionelle Dämmstoffe, schreibt das HTZ. Die Alporit AG setzt darauf, dass der Gewinn an Nachhaltigkeit die höheren Produktionskosten überwiegt.

  • Reputationsstudie Bau und Immobilien analysiert 42 Firmen

    Reputationsstudie Bau und Immobilien analysiert 42 Firmen

    In der neuen Benchmarkstudie 2023 zur Reputation von Bau- und Immobilienunternehmen in der Schweiz steht bei den Baufirmen Implenia aus Opfikon ZH auf Platz eins, gefolgt von der Schlieremer Halter AG. Auf den weiteren Plätzen folgen Steiner aus Zürich, Allreal mit Sitz in Baar ZG und Frutiger in Thun BE, die insgesamt gute Ergebnisse erzielen.

    Mobimo aus Küsnacht ZH führt laut die Rangliste der Immobilienkategorie an. Zwar hat die zweitplatzierte Swiss Prime Site mit Sitz in Zug eine deutlich grössere Sichtbarkeit als Mobimo und erreicht ähnlich gute Werte. Da Aussagen zum Thema Arbeitgeber fehlen, reichte es jedoch nicht für den Spitzenplatz, heisst es in der Mitteilung. Auf den weiteren Rängen folgen Avobis und UBS Asset Management (beide Zürich) sowie die Fundamenta Group in Zug.

    Die Ranglisten zur Reputation wurden von der Beratungsfirma swissreputation.group gemeinsam mit dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) erstellt. Dazu wurden laut der Mitteilung 42 Bauunternehmen, Generalunternehmungen, Immobiliendienstleister und Immobilieneigentümer untersucht. Insgesamt wurden rund 17‘500 Aussagen in Schweizer Medien und sozialen Medien vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 identifiziert und mittels Künstlicher Intelligenz analysiert.

    Die Faktoren Produkt & Service, Innovation, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Management und Arbeitgeber formen den guten Ruf von Unternehmen, heisst es zu der Studie. Für die Meinungsbildung spielten dabei medienvermittelte Information und Kommunikation eine wesentliche Rolle.

  • Hilti will 4PS Gruppe übernehmen

    Hilti will 4PS Gruppe übernehmen

    Die Hilti Gruppe strebt die Übernahme der 4PS Gruppe an. Das niederländische Unternehmen mit Sitz in Ede und Niederlassungen in Grossbritannien, Belgien und Deutschland ist auf Software für Geschäftsprozesse in der Baubranche spezialisiert, informiert Hilti in einer entsprechenden Mitteilung. Ihr zufolge ist die Akquisition noch von der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden abhängig. Über den Kaufpreis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    „Als Unternehmen, das eng mit seinen Kunden zusammenarbeitet und den Fokus darauf legt, die digitale Transformation der Bauindustrie voranzutreiben, passt die 4PS Gruppe perfekt zu Hilti“, wird Thomas Hillbrand, Mitglied der Hilti Konzernleitung, in der Mitteilung zitiert. „Wir teilen die Überzeugung, dass optimierte Geschäftsprozesse enormes Produktivitätspotenzial für die Bauindustrie bieten.“ Das entsprechende Angebot von 4PS soll das Softwareangebot von Hilti für Betriebsmittelverwaltung und Baustellenmanagement ergänzen.

    Die Software 4PS Construct des Unternehmens basiert auf Microsoft Dynamics 365 Business Central und stellt Funktionen für die Verwaltung von Bauprojekten zur Verfügung. Bauunternehmen können damit ihre Rentabilität kontrollieren sowie den Einsatz von Ressourcen planen und steuern. „Durch die Integration unserer Dienstleistungen und Cloud-Lösungen in das Portfolio von Hilti werden wir ein noch stärkerer Digitalisierungspartner für die Bauindustrie“, erklärt Paula Middelkoop, Director Product & Development bei der 4PS Gruppe. Die rund 350 Mitarbeitenden einschliesslich des Managements von 4PS sollen dem Unternehmen auch unter dem Dach der Hilti Gruppe erhalten bleiben.

  • Sika will im amerikanischen Bergbausektor wachsen

    Sika will im amerikanischen Bergbausektor wachsen

    Sika übernimmt das Unternehmen Thiessen Team USA mit Sitz in Elko im US-Bundesstaat Nevada. Damit will der Zuger Baustoffhersteller einer Medienmitteilung zufolge im amerikanischen Bergbausektor wachsen.

    Thiessen Team USA ist auf Spritzbeton- und Mörtellösungen für den Bergbausektor spezialisiert und betreibt zwei Fabriken in der Nähe grosser Minen im Westen der USA. Dort werden auch wichtige Rohstoffe für die Herstellung von Batterien für Stromfahrzeuge gefördert. Sika geht davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Rohstoffen aufgrund der zunehmenden Investitionen in die Elektromobilität steigen wird.

    Weiter sieht Sika aufgrund der wachsenden Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Bergbaus auch grosses Potenzial für seine eigenen Lösungen. Hervorgehoben wird etwa die Sika-Technologie zur Herstellung von zementfreiem Beton. Sie wird bereits für die Schachtverfüllung in der weltweit grössten Eisenerzmine in Schweden eingesetzt und soll nun auch in den USA eingeführt werden.

    „Die Übernahme von Thiessen unterstützt unsere Expansion im interessanten Bergbaugeschäft in den USA und verschafft Sika in ganz Amerika eine grössere Präsenz in diesem Sektor“, so Christoph Ganz, Regionalleiter Americas bei Sika. Ausserdem werde der Zukauf „erhebliches Cross-Selling-Potenzial bieten“, heisst es in der Mitteilung.

  • Fachmesse der Holzindustrie findet in der Umwelt Arena statt

    Fachmesse der Holzindustrie findet in der Umwelt Arena statt

    Impuls, die Fachmesse der Holzindustrie, findet vom 22. bis 25. August in der Umwelt Arena in Spreitenbach statt. Laut Ankündigung wird die Impuls zum dritten Mal von Kuratle & Jaecker aus Leibstadt AG ausgerichtet. Gemeinsam mit 32 Produzenten aus dem In- und Ausland verwandelt Kuratle & Jaecker die 2000 Quadratmeter grosse Arena-Fläche während vier Tagen in einen Branchentreffpunkt. Auch der Organisator wird mit einem Messestand vertreten sein.

    Akteure der Holzbranche haben die Möglichkeit sich in kürzester Zeit kompakt über Neuheiten, Trends und Produktanwendungen der Bereiche Boden und Parkett, Türen und Türtechnik, dekorativer Innenausbau, Gebäudehülle und Holzbau zu informieren, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem gebe es an der Netzwerkplattform Fachreferate sowie Sonderschauen und Schulungen.

    Auf dem Programm steht der Themenschwerpunkt „Bauen mit Holz: vom Boden bis zum Dach“ sowie innovative Anwendungstechniken, Produkte für ein gutes Innenraumklima, Systemlösungen und praxisnahe Wissensvermittlung und Akustiklösungen. Weiter wird ein aus Schweizer Holz produziertes Sortiment vorgeführt. Und es geht laut dem Programm auch um  Brandschutzlösungen, Holzbau und industrielle Vorfertigung sowie um Logistik, Transport und Lagerung. Thematisiert wird auch die Digitalisierung der Holzbranche.

    Messeausrichter Kuratle & Jaecker bedient von zwölf Standorten aus das holzverarbeitende Gewerbe schweizweit mit einem ausgewogenen Sortiment an Produkten und Eigenmarken für den konstruktiven Holzbau und den dekorativen Innenausbau, heisst es auf der Internetseite des Unternehmens. Es agiert auch als Vertreter anderer Produzenten aus dem In- und Ausland.

  • SFS stärkt Marktpräsenz in Amerika

    SFS stärkt Marktpräsenz in Amerika

    SFS mit Sitz in Heerbrugg hat per 1. Juli das Geschäft mit Befestigungen und weiteren Produkten der Connective Systems & Supply, Inc. (CSS) mit Sitz in Denver im US-Bundesstaat Colorado gekauft. Damit erhält der weltweit aktive Hersteller von Präzisions- und Befestigungsteilen aus der St.GallenBodenseeArea Marktzugang zu der stark wachsenden Region um Denver, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

    Das Geschäft wird organisatorisch in die zur SFS-Gruppe gehörende Triangle Fastener Corporation (TFC) in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania eingegliedert. TFC ist als Anbieter von Befestigungstechnik und weiteren Produkten für Endanwender in der Bauindustrie an 25 Handelsstandorten in den USA aktiv.

    Innerhalb der SFS-Gruppe ist TFC im Segment Befestigungssysteme der Division Konstruktion zugeordnet. „Mit der Übernahme stärkt TFC die Marktposition in diesem attraktiven Markt“, heisst es in der Medienmitteilung. Die Region um Denver gilt als Wachstumsregion in den USA. Die Bauindustrie in Nordamerika erlebte in den vergangenen Jahren ebenso wie in Europa einen starken Aufschwung.

    CSS wurde 1985 gegründet und hat sich seitdem zu einem „wichtigen Partner für Befestiger und weitere Produkte für Endabnehmer in der Bauindustrie im Bundesstaat Colorado“ entwickelt. Das verkaufte Geschäft von CSS erwirtschaftete mit seinen 20 Mitarbeitenden einen Umsatz von 15 Millionen Dollar im vergangenen Jahr.

    Die Mitarbeitenden werden von SFS übernommen, die beiden Standorte in der Region Denver werden beibehalten und vom bisherigen Management weitergeführt.

  • Bündner Architekt beeindruckt in Los Angeles

    Bündner Architekt beeindruckt in Los Angeles

    Der aus Chur stammende Architekt Roger Kurath zählt einem Bericht von LA Weekly zufolge zu den zehn innovativsten Unternehmern in Los Angeles, die in ihren jeweiligen Branchen Grenzen überschreiten. Mit innovativen und nachhaltigen Designmethoden beeinflusst Kurath die Architektur der Westküstenmetropole, heisst es in dem Beitrag.

    Die Arbeiten des 2000 gegründete Architekturbüros Design21 sind sowohl in der Schweiz als auch in den Vereinigten Staaten und in Schanghai vertreten. Durchdachtes Design verbunden mit Spitzentechnologie führten dazu, dass die Bauwerke des Büros mit vielen Auszeichnungen bedacht wurden. So erhielt Design21 bei den prestigeträchtigen PCBC Gold Nugget Awards den Award of Merits für ein 8000 Quadratfuss (rund 750 Quadratmeter) grosses Custom House.

    Wie der Beitrag betont, zeigt Roger Kurath neben einem aussergwöhnlichen Talent ein Liebe zum Handwerk, mit der er „nachhaltige Traumhäuser für seine anspruchsvolle Kunden“ schaffen will. Es sollen dabei architektonische Meisterleistungen geschaffen werden, die auch das Klima seiner Heimat in verschiedene Ecken der Welt tragen.

  • JED-Neubau in Schlieren wird mit zirkulit gebaut

    JED-Neubau in Schlieren wird mit zirkulit gebaut

    Der Neubau im Schlieremer JED-Areal wird von der Bauherrin Swiss Prime Site nach den Geboten der Nachhaltigkeit errichtet. Laut einer Medienmitteilung findet der Beton zirkulit Verwendung. Dieser erste zirkuläre Beton ist von Eberhard Unternehmungen entwickelt worden. Er wird inzwischen von der 2021 in Kloten gegründeten Zirkulit AG hergestellt.

    Dank einer speziellen Rezeptur übertrifft zirkulit bezüglich Nachhaltigkeit alle bisher bekannten Betonarten. Zirkulärer Beton kombiniert erstmals die Ressourcenschonung mit einem minimalen CO2-Fussabdruck und ist im ganzen Haus einsetzbar, heisst es in der Mitteilung. Mit dem Einbau von 8300 Kubikmetern zirkulit-Beton im JED-Neubau wurden insgesamt über 10‘000 Tonnen Primärressourcen eingespart und 83 Tonnen CO2 im Material gebunden, heisst es weiter. Der Einsatz des Betons bekräftige die Transformation zur Kreislaufwirtschaft.

    Bei JED (Join.Explore.Dare) handelt es sich um das Areal der ehemaligen NZZ-Druckerei. Swiss Prime Site hat dort bereits Bestandsbauten umgenutzt, die von den  Ankermietern Halter und Zühlke genutzt werden. Der Neubau soll das Areal auf fünf Stockwerken mit einer vermietbaren Fläche von 14‘000 Quadratmetern um Büro- und Laborflächen ergänzen.

  • Baumeisterverband begegnet Fachkräftemangel

    Baumeisterverband begegnet Fachkräftemangel

    Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) geht von einem steigenden Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft aus. Er hat daher vom Kompetenzzentrum Demografik eine „Studie zur langfristigen Entwicklung der Konjunktur und Fachkräfte im Bauhauptgewerbe“ anfertigen lassen, informiert der Verband in einer Mitteilung. Der Ende Juni am Tag der Bauwirtschaft in Lugano vorgestellten Studie zufolge könnte der am Bauvolumen gemessene Fachkräftemangel bis 2040 etwa 16 Prozent erreichen. Dies würde jährlich Umsatzeinbussen von bis zu 800 Millionen Franken verursachen und damit Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft gefährden.

    In Lugano zeigte SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi aber auch Lösungsansätze auf. „Wenn wir den Umsatz pro Kopf jährlich um 0,5 Prozent steigern, können wir 50 Prozent des Fachkräftemangels wettmachen“, wird Lardi in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der traditionellen Netzwerk-Veranstaltung der Branche zitiert. Diese Produktivitätssteigerung soll nach Ansicht des Verbands hauptsächlich über Digitalisierung und Innovation erfolgen. Gleichzeitig schlug Lardi vor, „mehr Lernende auszubilden, die Fachkräfte länger im Beruf zu halten und letztlich auch mehr Quereinsteiger zu rekrutieren“. Damit könne die andere Hälfte der Lücke geschlossen werden, so der Zentralpräsident.

  • Burkhalter kauft Riggenbach

    Burkhalter kauft Riggenbach

    Die Burkhalter Gruppe hat am 29. Juni einen Kaufvertrag für die Riggenbach AG, Lüftungs- und Klimatechnik unterschrieben. Das Unternehmen mit Sitz in Olten und Zweigniederlassungen in Solothurn und Brugg erwirtschaftet jährlich rund 40 Millionen Franken Umsatz, informiert Burkhalter in einer entsprechenden Mitteilung. Die Übernahme soll dem Zürcher Spezialisten für Gebäudetechnik weitere Marktanteile verschaffen. In seiner Strategie behält Burkhalter sich den Kauf weiterer Gebäudetechnikfirmen zur Ausweitung der Marktanteile vor.

    Der Vollzug der Übernahme von Riggenbach ist für den kommenden Monat vorgesehen. Der Kaufpreis soll bar und mittels neuer Namenaktien von Burkhalter beglichen werden. Dazu schafft die Burkhalter Holding AG 148’774 neue Namenaktien, für die das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen wird. Riggenbach habe sich verpflichtet, zwei Drittel der im Rahmen der Übernahme erworbenen Aktien für mindestens zwei Jahre zu halten, informiert Burkhalter. Die neuen Namenaktien sollen voraussichtlich ab etwa Ende August bis Anfang September an der SIX handelbar sein.

  • Walo setzt wichtige Brücke in den USA instand  

    Walo setzt wichtige Brücke in den USA instand  

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger setzt eine der wichtigsten Brücken im Osten der Vereinigten Staaten instand. Laut einer Mitteilung auf Facebook saniert Walo die Fahrbahnen der Doppelbrücke Delaware Memorial Bridge über den Delaware River mit seinem ultrahochfesten und faserverstärkten Beton (UHPC). Es ist die bisher grösste Anwendung dieser Art in Nordamerika, welche die Lebensdauer der Brücke um Jahrzehnte verlängert, heisst es in der Mitteilung von Walo. Rechtzeitig vor der Sommerpause seien drei Viertel der Oberfläche fertiggestellt worden. Die letzte Phase werde im Herbst in Angriff genommen und im Dezember vollendet.

    Walo erinnert in seiner Mitteilung daran, dass die Brücke zwischen den Bundesstaaten New Jersey und Delaware vor 71 Jahren von dem Schweizer Ingenieur Othmar Ammann entworfen wurde. Der Brückenbauer hat auch die George-Washington-Brücke in New York City entworfen und gebaut. Die Hängebrücke über den Hudson River verbindet Manhattan mit New Jersey.

    Die aktuell von Walo Bertschinger instand gesetzte Delaware Memorial Bridge trägt ihren Namen „Memorial“ zur Erinnerung an die Gefallenen aus Zweitem Weltkrieg, Koreakrieg, Vietnamkrieg und der Operation Desert Storm zur Befreiung Kuwaits nach der Besetzung durch den Irak.

    Die Delaware Memorial Bridge verbindet Pennsville in New Jersey und New Castle in Delaware. Auf der Internetseite der Betreibergesellschaft Delaware River and Bay Authority in New Castle wird die Doppelbrücke mit mehr als 3 Kilometern Länge als ein wichtiges Bindeglied im Verkehrssystem für den gesamten Osten der Vereinigten Staaten bezeichnet.

  • Kone will nachhaltiges Bauwesen fördern

    Kone will nachhaltiges Bauwesen fördern

    Mehr als ein Viertel aller CO2-Emissionen werden im Bauwesen verursacht, informiert Kone in einer Mitteilung. Hier will der weltweit tätige Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen zur Abhilfe beitragen. Dazu haben die Kone-Töchter in der Schweiz, Deutschland und Österreich zusammen mit Martin Pfeiffer von der Universität Hannover einen umfassenden Leitfaden für eine nachhaltige Bau- und Instandhaltungsbranche erarbeitet. Das Whitepaper „Green Buildings“ zeige dabei ein enormes Potenzial für die Reduktion von Emissionen in allen Phasen eines Gebäudes auf, schreibt Kone.

    Als Beispiele werden in der Mitteilung Recyclingbaustoffe und der kreislaufwirtschaftsgerechte Rückbau von Gebäuden genannt. Zudem werden abfallarme Fertigbauteile empfohlen, die nach dem Rückbau erneut zum Einsatz kommen können. Generell wird die Devise Demontage statt Abbruch ausgegeben.

    Kone achtet auch im eigenen Kerngeschäft auf Nachhaltigkeit. So setzt der Aufzugbauer etwa bei seinen Aufzugsanlagen auf Energie-Rückgewinnung und verringert Störungen mit Hilfe des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz bei der Wartung. „Mit dem Whitepaper wollen wir aufzeigen, dass Nachhaltigkeit im Gebäudebereich verschiedenste Facetten hat und über alle Bau- und Betriebsphasen hinweg gedacht und gelebt werden muss“, wird Petru Huurinainen, Geschäftsführer von Kone Österreich und Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Deshalb installiere Kone nicht nur CO2-freie Aufzüge, sondern warte sie auch CO2-neutral und baue sie kreislaufwirtschaftsgerecht zurück. „Die Publikation soll den Horizont auf die Green Buildings von morgen erweitern.“

  • Bauauftraggeber engagieren sich für Kreislaufwirtschaft

    Bauauftraggeber engagieren sich für Kreislaufwirtschaft

    Der Bau und der Betrieb von Gebäuden und Infrastrukturen machen rund die Hälfte des gesamten Rohstoffbedarfs der Schweiz aus. Gleichzeitig fallen hier ein Drittel der CO2-Emissionen und über 80 Prozent des Abfallaufkommens an. Zwölf der grössten öffentlichen und privaten Bauauftraggeber wollen hier Abhilfe schaffen, informiert die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer Mitteilung. Sie hat gemeinsam mit Allreal, AXA Investment Managers Schweiz AG, der Baudirektion Kanton Zürich, dem Bundesamt für Bauten und Logistik, dem Hochbaudepartement Stadt Zürich, Post Immobilien Management und Services AG, Swiss Prime Site, Swiss Life Asset Management AG, UBS Fund Management (Switzerland) AG, Zug Estates und Zurich Invest AG die „Charta kreislauforientiertes Bauen“ unterzeichnet.

    Die Charta verfolgt das Ziel, die Kreislaufwirtschaft im Schweizer Bauwesen voranzutreiben. Dazu wird angestrebt, die Verwendung nicht erneuerbarer Primärrohstoffe auf die Hälfte der Gesamtmasse zu verringern. Indirekte Treibhausgasemissionen sollen in einem ersten Schritt erfasst und im Weiteren stark reduziert werden. Dazu wollen die Charta-Partner innovative Lösungen entwickeln. Als Beispiele werden in der Mitteilung sanieren statt neu bauen, langfristig bauen, Materialeinsatz verringern und Rohstoffe wiederverwenden genannt.

    Die zwölf Erstunterzeichnenden der Charta zeichnen zusammen jährlich rund 4 Milliarden Franken Hochbauinvestitionen, erläutert die Empa. Weitere Bauherrschaften sind eingeladen, sich der Charta und ihren Zielen anzuschliessen.

  • DuraMon nimmt 1 Million Franken frisches Kapital ein

    DuraMon nimmt 1 Million Franken frisches Kapital ein

    Die DuraMon AG mit Sitz in Zürich hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 1 Million Franken erhalten. Die Investition führte die Zürcher Risikokapitalgesellschaft QBIT Capital an. Neben Serpentine Ventures, der ETH Foundation und anderen Investoren beteiligte sich auch der Zuger Baustoffkonzern Sika als strategischer Investor, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

    Demnach dienen die eingeworbenen Mittel insbesondere dem Ausbau des Teams, der Erweiterung des Kundenportfolios und der Optimierung und Automatisierung der Abläufe im Unternehmen.

    DuraMon entwickelt die weltweit erste Sensortechnologie und Smart-Analytics-Lösung zur präzisen und zuverlässigen Überwachung des Korrosionszustandes von Stahl- und Spannbeton. Diese Lösungen ermöglichen das rechtzeitige Erkennen von Verfall in Betoninfrastrukturen wie Brücken, Tunnel, Parkhäusern und Garagen.

    DuraMon hilft Kunden dabei, „die richtige Art der Instandsetzung für das richtige Bauwerk zum richtigen Zeitpunkt auszuwählen“. Dadurch werden Stahl- und Spannbetoninfrastrukturen weder zu früh noch zu spät repariert, so das Versprechen.

    Durch die strategische Partnerschaft mit dem weltweit aktiven Unternehmen Sika „können wir unsere Kunden in der Bauindustrie mit einer umfassenden Technologie bedienen, die Nachhaltigkeit durch rationellen Einsatz von Baumaterialien und den richtigen Unterhalt von Infrastrukturen und Gebäudestrukturen ermöglicht“, wird Philippe Jost, Leiter der Bauabteilung und Mitglied der Konzernleitung bei Sika, in der Medienmitteilung zitiert.

    Das Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wurde 2021 gegründet und im April dieses Jahres von der DuraMon GmbH in die DuraMon AG umgewandelt.

  • Sika eröffnet neues Werk in Ostindien

    Sika eröffnet neues Werk in Ostindien

    Sika nimmt im ostindischen Kharagpur ein neues Werk in Betrieb. Dort will das weltweit aktive Zuger Unternehmen der Spezialitätenchemie seine Produktions- und Lieferkapazität für Ostindien vergrössern, heisst es in einer Medienmitteilung. Es ist das zwölfte Fertigungswerk von Sika in Indien. Sika ist seit 40 Jahren im indischen Markt tätig.

    Die neue Fabrik befindet sich in einem Industriepark mit guter Infrastrukturanbindung und verfügt über hochmoderne Fertigungsanlagen sowie Büros, Labore, Lager- und Logistikflächen. Hergestellt werden dort Mörtelprodukte, Betonzusatzmittel sowie Erstarrungsbeschleuniger für Spritzbeton für Kunden der Region West Bengal mit mehr als 100 Millionen Einwohnern.

    „Indien ist für Sika ein Wachstumsmarkt mit einem enormen Potenzial“, wird Mike Campion, Regionalleiter Asien/Pazifik, in der Medienmitteilung zitiert. Das bevölkerungsreichste Land der Welt weise starke Industrialisierungs- und Urbanisierungstendenzen auf. Davon wolle Sika profitieren, indem sich das Unternehmen auf grosse Infrastruktur- und Bauprojekte in den zehn grössten Metropolregionen des Landes konzentriert. „Mit dem neuen Werk in Kharagpur können wir anstehende Grossprojekte im Osten und Nordosten, einschliesslich der Hauptstadt Kolkata, effizient bedienen.“ Kolkata ist die Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen.

    Dem Bausektor in Indien wird in diesem Jahr den Angaben zufolge ein Wachstum von 6,5 Prozent prognostiziert. Im nächsten Jahr soll er um 6,4 Prozent zulegen. Zudem fördert die Zentralregierung insbesondere „den Ausbau der Transport- und Logistikinfrastruktur auf Schiene und Strasse, mit dem Ziel die Industrialisierung im Land voranzutreiben und die Fertigungskapazitäten zu erhöhen“.

  • Excellence Kanal Service gehört jetzt zu Hächler

    Excellence Kanal Service gehört jetzt zu Hächler

    Die Excellence Kanal Service AG ist laut Medienmitteilung rückwirkend zum 1. Januar 2023 ein Mitglied der Hächler-Gruppe. Innerhalb der Hächler Gruppe solle Excellence wie alle Hächler-Unternehmen völlig eigenständig agieren. Mit der Übernahme des Kanalisationsspezialisten mit Sitz in Muttenz baue Hächler seine Marktposition in der Region Basel und Baselland weiter aus, heisst es weiter. Zur Gruppe gehören dort bislang schon die Ex Team AG Kanalservices und die Rohrrenova AG, beide in Muttenz.

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen Hächler-Unternehmens Excellence lösen laut der Mitteilung die anspruchsvollsten Aufgaben ihrer Kunden in den Bereichen Kanalsanierung, Kanalreinigung, Kanaluntersuchung und Dichtheitsprüfung. Die Kunden von Excellence hätten nach der Übernahme jetzt auch Zugriff auf das Know-how der ganzen Hächler-Gruppe. Im Gegenzug profitierten die Kunden der anderen Hächler-Unternehmen von den speziellen Kenntnissen von Excellence.

    Die Hächler-Gruppe beschäftigt rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsbereichen Bau, Umwelt, Immobilien sowie Finanzen und Administration. Zu der Gruppe gehörten vor der Übernahme von Excellence schon zehn Tochterfirmen. ce/gba 

  • Zimmerin on Tour ist zu Gast bei Strabag

    Zimmerin on Tour ist zu Gast bei Strabag

    Unter dem Motto Zimmerin on Tour ist Lara Zwiefelhofer als Berufsbotschafterin von April bis November in der ganzen Schweiz unterwegs. Vom 3. bis 7. Juli besucht sie laut einer Medienmitteilung den Holzbau der Strabag AG in Lindau. Dort arbeitet sie an verschiedenen Projekten mit. Und sie informiert am Dienstagnachmittag, 4. Juli, während einer Betriebsbesichtigung die Sekundarschülerinnen und Schüler des Schulhauses Grafstal in Lindau.

    Interessierte Jugendliche können dabei „Holzbauluft“ schnuppern und ihr handwerkliches Geschick beweisen. Die Besichtigung richtet sich an Jugendliche aus der Region, die einen Einblick in den Beruf der Zimmerleute erhalten möchten, heisst es in der Mitteilung der in Schlieren ansässigen Strabag. „Wir freuen uns nicht nur auf Lara sondern auch auf die Betriebsbesichtigung der Sekundarschüler:innen, um ihnen einen Beruf mit Zukunft vorstellen zu können“, wird Billy Rytz zitiert, Kaufmännischer Gruppenleiter Holzbau bei Strabag.

    Die 25-jährige Lara Zwiefelhofer aus Liechtenstein ist das neue Gesicht der Berufsmarketingkampagne von Holzbau Schweiz. Sie hat vor drei Jahren ihre Ausbildung zur Zimmerin abgeschlossen. Bis Ende November besucht sie jede Woche verschiedene Holzbauunternehmen und hält Kurzvorträge über ihren handwerklichen Beruf und die Vorteile einer dualen Ausbildung, heisst es in der Mitteilung. Und sie macht auch Informationsbesuche bei Oberstufenklassen.

    Zu Berufsbild und Ausbildung heisst es in der Strabag-Mitteilung, ein Zimmermann oder  eine Zimmerin erstellt, renoviert und saniert Holzbauten im Innen- und Aussenbereich. Die Ausbildung dauert vier Jahre. Die theoretischen Grundlagen eignen sich Lernende in der Berufsschule an, während die praktische Ausbildung in einem anerkannten Holzbaubetrieb erfolgt.

  • Implenia baut Infrastrukturprojekte für 100 Millionen Franken

    Implenia baut Infrastrukturprojekte für 100 Millionen Franken

    Implenia hat die Bewilligung zum Bau von zwei komplexen Verkehrsinfrastrukturprojekten mit einem Kostenvolumen von 100 Millionen Franken erhalten. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, entsteht in Zürich unter Federführung der Bau- und Immobilienfirma ein Autobahnanschluss, der besonders gut vor Lärm schützt. Im Auftrag der Stadt Winterthur baut Implenia eine 390 Meter lange komplexe Brücke, die eine zentrale Rolle für die Stadtentwicklung spielt.

    Nach Genehmigung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) ist Implenia zuständig für den Ausbau des Autobahnanschlusses N01/36 Schlieren-Europabrücke in Zürich-Grünau. Das Projekt umfasst die Instandhaltung der Verkehrsfläche zwischen den Anschlüssen Schlieren und Altstetten. Zuvor seien Rückbau-, Aushub- und Werkleitungsarbeiten sowie die Installation einer Strassenabwasserbehandlungsanlage zu leisten. Lärmschutzwände auf einer Fläche von 3800 Quadratmetern sollen Anwohner des Quartiers Grünau nach Bauende 2027 vor Beeinträchtigungen schützen.

    Im Auftrag der Stadt Winterthur realisiert Implenia den Angaben zufolge ein 390 Meter langes, anspruchsvolles Brückenbauwerk für Fussgänger, Velos und Busse über die Querung Grüze. Sie verbindet die Sulzerallee mit der St.Gallerstrasse und soll nach Angaben der Stadt „zur ÖV-Drehscheibe des neu entstehenden Stadtquartiers Neuhegi-Grüze“ werden. Der Bauauftrag enthält Spezialtiefbau für Fundationen und Schutzbauten, diverse Tiefbauleistungen im Gleisbereich sowie komplexe Lehrgerüstkonstruktionen. Ende 2026 soll die Brücke in Betrieb gehen.

  • Building Award zeichnet Lebensleistung für Holzbau aus

    Building Award zeichnet Lebensleistung für Holzbau aus

    Die Berner bilding – Schweizerische Stiftung zur Förderung des Ingenieurnachwuchses im Bauwesen hat am 15. Juni ihre diesjährigen Auszeichnungen für herausragende Ingenieurleistungen am Bau vergeben. Der Building Award wird jährlich in sechs Kategorien verliehen. Beim 5. Building Award wurde darüber hinaus erstmals eine Lebensleistung gewürdigt, informiert Building Award in einer Mitteilung. Der Lifetime Award ging an Hermann Blumer für seine über Europa hinaus reichende Prägung des modernen Holzbaus.

    Blumer habe „zweifelsohne Bau- und Architekturgeschichte geschrieben“, schreibt Building Award in einer Mitteilung zu den diesjährigen Preisträgern. Dort wird der Gewürdigte als „Brückenbauer zwischen der alten und der neuen Welt des Holzbaus“ beschrieben. Der 1943 Geborene trage „die Begeisterung für den Ingenieurberuf in die Welt“ und motiviere „junge Menschen, es ihm gleichzutun“.

    Mit dem Preis für Hochbau wurde Dr.Lüchinger+Meyer Bauingenieure für die Umnutzung des Felix Platter-Spitals in Basel bedacht. Der Preis für Infrastrukturbau ging an die Basler & Hofmann AG für das Hangsicherungstragwerk eines Gebäudes der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Den Preis für Energiesysteme und Gebäudetechnik bekam die Kalt+Halbeisen Ingenieubüro AG für ihre Vernetzung des tuwag-Areals in Wädenswil ZH. TTS Inova trug den Preis in der Kategorie Forschung und Entwicklung, Startups für seine Erdwärmesonde davon. Als Young Professionals wurde Lea Bressan  von der Basler & Hofmann AG ausgezeichnet. Die drumrum Raumschule  und Queens of Structure CH bekamen für ihre Ausstellung den Preis für Nachwuchsförderung im Bereich Technik.

  • Scandens stellt digitale Sanierungsplanung vor

    Scandens stellt digitale Sanierungsplanung vor

    Scandens will mit seiner innovativen Softwaretechnologie die digitale Sanierungs- und Investitionsplanung zur Dekarbonisierung von Gebäuden revolutionieren. Laut einer Medienmitteilung liefert die Web-App von Scandens den Nutzenden – Hauseigentümerinnen und -eigentümern, Energieberatenden, Finanzinstituten, Behörden sowie Architektur- und Baubüros – mit wenigen Klicks eine Analyse zur aktuellen Klimaverträglichkeit der Immobilie. Sie soll über 400 verschiedene Sanierungsstrategien und konkrete Massnahmen aufzeigen, mit denen der aktuelle CO2-Fussabdruck und Energieverbrauch des Gebäudes reduziert werden kann.

    Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wurde 2021 gegründet und vom Migros-Pionierfonds unterstützt. Die Algorithmen des Maschinellen Lernens wurden nach Angaben der Gründer an der ETH und am Massachusetts Institute of Technology entwickelt. Die Software kombiniert sie den Angaben zufolge mit den neuesten Energie­modellierungs­techniken für digitale Zwillinge und offiziellen Planungs­normen.

    Sie aktualisiert den gesamten Planungsprozess, von der Datenerfassung über die Machbarkeitsprüfung und die Komponenten- und Bauteilauslegung bis hin zur Wirtschaftlichkeitsrechnung und CO2-Bilanzierung inklusive der grauen Emissionen. Die Pilotkundinnen und -kunden haben laut Scandens-Mitgründer Dominik Bucher im täglichen Gebrauch bestätigt, „dass mit unserer Lösung eine Zeitersparnis von 80 Prozent möglich ist. Unser Produkt wird die Bau- und Immobilienbranche nachhaltig beeinflussen.“

  • Holcim kauft Minerales y Agregados in Guatemala

    Holcim kauft Minerales y Agregados in Guatemala

    Holcim weitet sein Engagement in Mittelamerika aus. Der Baustoffproduzent mit Hauptsitz in Zug gründet mit dem Kauf des Unternehmens Minerales y Agregados seine erste Niederlassung in Guatemala. Die übernommene Firma hat laut einer Medienmitteilung ihren Sitz in Sanarate und ist spezialisiert auf die Herstellung und Lieferung von Mörtel und anderen Lösungen für die Bau- und Landwirtschaft. Minerales y Agregados wurde im Jahr 2014 von der Familie Coronado gegründet.

    „Mit Minerales y Agregados bauen wir unsere geografische Präsenz weiter aus und erweitern gleichzeitig unser Angebot an modernen Baulösungen. Der Bausektor in Guatemala ist hoch spezialisiert und verlangt nach Lösungen von Weltklasse“, wird Oliver Osswald zitiert, Leiter der Region Lateinamerika bei Holcim. „Minerales y Agregados ist eine perfekte Ergänzung, die uns hilft, diese Anforderungen zu erfüllen“, so Osswald weiter.

    Mit der Produktionsstätte von Holcim in Guatemala soll das Angebot von „Solutions & Products“  in der Region um einen neuen Geschäftszweig erweitert werden, heisst es in der Mitteilung. Holcim erwarte Synergien durch die Ausweitung des Angebots von Minerales y Agregados durch Zulieferung aus seinen Werken in Metapán in El Salvador, sowie durch die Ausweitung des Angebots an modernen Mörteln und Klebstoffen aus der zur Holcim Gruppe gehörenden Lieferkette Disensa. Dazu gehören mehr als 1000 Einzelhandelsgeschäfte in ganz Lateinamerika.

    Mit dieser Akquisition treibe Holcim seine „Strategie 2025 – Beschleunigung des grünen Wachstums“ voran, heisst es in der Firmenmitteilung. Diese Strategie ziele darauf ab, das Geschäft mit Lösungen und Produkten (Solutions & Products) bis 2025 auf 30 Prozent des Konzernnettoumsatzes auszuweiten.

  • Brandsimulator der ETH testet Holzbauelemente

    Brandsimulator der ETH testet Holzbauelemente

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben einen neuartigen Brandsimulator entwickelt. Laut einer Medienmitteilung kann der vom Institut für Baustatik und Konstruktion beim Departement Bau entworfene Ofen die unterschiedlichsten Brandsituationen simulieren. Die bei den Tests gewonnenen Kenntnisse sollen helfen, den Einsatz des nachhaltigen Baustoffs Holz zu erweitern.

    Der Ofen soll den nachhaltigen Holzbau unterstützen, der in der Schweiz immer attraktiver wird. Seit 2015 sind gesetzlich auch mehrgeschossige Bauten genehmigungsfähig. In der Planung sind Hochhäuser aus Holz mit einer Höhe bis zu 108 Metern. Umso wichtiger ist dabei der Brandschutz.

    Bei dem Ofen handelt es sich um einen mit Stahlträgern verstärkten Metallkubus mit einer Brennkammer, die einen Meter hoch, einen Meter breit und knapp 1,7 Meter lang ist. Befeuert wird sie von zehn Gasbrennern, die je zur Hälfte auf den beiden Längsseiten angebracht sind. Sie können den Ofen auf über 1400 Grad aufheizen. Mit mehreren Kameras ausserhalb der Brennkammer werden die Tests aufgezeichnet und auch die Zusammensetzung der Brandgase lässt sich analysieren.

    „Wir können die Temperatur im Ofen und ebenso den Sauerstoffgehalt genau einstellen“, wird Andrea Frangi, Professor für Holzbau und Leiter des Simulationsprojekts, in der Mitteilung zitiert. „Der Ofen erlaubt es uns, verschiedene Brandverläufe zu simulieren und deren Auswirkung auf die Holzstrukturen zu testen.“ Dabei können Holzbauteile während des Tests mit bis zu 50 Tonnen belastet werden. Die Entwicklungskosten für den Simulator betrugen 2,5 Millionen Franken.