Schlagwort: Energie

  • Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Auf dem Sorgenbarometer der Unternehmen rangiert die Energiekrise mit 45 % der Nennungen ex aequo mit der Inflation auf Platz drei. Noch mehr Sorgen bereiten den Entscheidungstragenden die aktuellen Lieferkettenprobleme. Den Spitzenplatz belegt mit 65 % der Nennungen der Fachkräftemangel. Dieser beschäftigt Schweizer Unternehmen unabhängig von Branche oder Grösse. 45 % der Befragten geben an, dass ihnen die Energiekrise überhaupt oder fast keine Sorgen bereiten würde. 47 % gehen nicht davon aus, dass ihre Umsätze unter der Energiekrise leiden. 22 % beziffern die erwarteten Umsatzeinbussen auf 1 % bis 4 %.

    Bereit für den Notfall

    82 % der Studienunternehmen sind überzeugt, ihr wirksamstes Energiesparpotenzial zu kennen. Schon heute reduzieren 54 % der Befragten ihren Stromverbrauch. 30 % haben einen Krisenstab etabliert, der Massnahmen konzipiert hat oder an solchen arbeitet. Nur gut jedes zehnte Unter-nehmen (12 %) erläutert, keine Massnahmen geplant oder umgesetzt zu haben. Jene Unternehmen, die bereits Energiesparmassnahmen entwickelt haben, sehen diese zu 57 % als sofort und zu 24 % als innerhalb weniger Wochen wirksam. Zwei Drittel der Befragten könnten ihren Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn aufgrund eines Energiemangels die Strom- und Gaszufuhr reduziert werden würde.

    Arbeitsplätze und Existenz gesichert

    88 % der Studienunternehmen denken nicht an einen Stellenabbau, um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken. Für knapp zwei Drittel (63 %) ist auch Homeoffice keine gangbare Lösung. Bei der Frage der Existenzbedrohung sind sich die Studienunternehmen einig: 91 % der Befragten sehen die Existenz ihres Unternehmens in den kommenden sechs Monaten durch die Energiekrise nicht gefährdet.

    Über diese Studie

    Die Kurzstudie zur Energiekrise wurde von PwC im November 2022 auf der Grundlage eines Online-Fragebogens durchgeführt. 137 Schweizer Unternehmen haben an der Umfrage teilgenommen. Sie stammen zu 42 % aus der verarbeitenden Industrie. Zudem sind Baugewerbe, Detailhandel, Informatik, Kommunikation, Unterhaltung, Gastgewerbe, Energie und Finanzwelt vertreten. 47 % der Studienunternehmen beschäftigen mehr als 250 Mitarbeitende, 17 % weniger als 50 Mitarbeitende.

    Weitere Infos
    www.pwc.ch/de/publications/2022/energiekrise-bei-familienunternehmen-und-kmu.pdf

  • Drei Viertel aller Hausbesitzer wollen ein Solardach

    Drei Viertel aller Hausbesitzer wollen ein Solardach

    Drei Viertel aller privaten Hausbesitzer:innen, die über ein geeignetes Dach verfügen, liebäugeln mit einer eigenen Solaranlage, jede:r Fünfte plant diese sogar bereits in den kommenden 12 Monaten. Dies ist das beeindruckende Ergebnis einer vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Auftrag gegebenen und heute veröffentlichten YouGov-Repräsentativbefragung unter 1.022 Immobilienbesitzer:innen in Deutschland. Vier von fünf Hausbesitzer:innen, die sich die Anschaffung einer Solarstromanlage vorstellen können, wünschen sich zugleich einen Solarstrom-Speicher, um den selbst erzeugten Solarstrom rund um die Uhr nutzen zu können. Für dieses Jahr rechnet der BSW mit einem Installationsplus von rund 30 Prozent im Stromsektor (Photovoltaik) und rund 10 Prozent im Wärmesektor (Solarthermie). Auch für 2023 erwartet der Verband eine weiter anziehende Solartechnik-Nachfrage. Die seit dem Jahr 2005 vom BSW ermittelten Geschäftsklima- und Geschäftserwartungsindizes befinden sich auf einem Allzeithoch.

    BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, wir erwarten einen länger anhaltenden Solarboom. Getragen wird dieser vor allen Dingen von Privathaushalten. Doch nur wenn die Solartechnik jetzt in allen Anwendungsbereichen entfesselt wird und wir das in diesem Jahr erzielte Marktwachstum auch in den kommenden vier Jahren jeweils beibehalten, wird die Solarbranche im politisch gewünschten Umfang zum Erreichen der Klima- und Energiewendeziele beitragen.“  

    Politischen Nachholbedarf sieht der BSW für 2023 insbesondere bei der Verbesserung der Investitionsbedingungen für gewerbliche Investoren. Zwar registriert der Verband auch hier ein grundsätzlich gewachsenes Investitionsinteresse. Unverhältnismäßige Auflagen beim Netzanschluss, zu viel Bürokratie in den Genehmigungsverfahren sowie zu restriktive Auktionsbedingungen würden jedoch viele Unternehmen schließlich davon abhalten, ihr Firmendach tatsächlich mit Solarzellen zu bestücken oder zeitnah in einen Solarpark zu investieren.

  • KVA Buchs soll auch Entfelden heizen

    KVA Buchs soll auch Entfelden heizen

    Eniwa will einen Wärmeverbund für die beiden Gemeinden Ober- und Unterentfelden bauen. Wie der Energieversorger mit Sitz in Buchs mitteilt, soll der Verbund vor allem mit Abwärme der KVA Buchs versorgt werden, die von der Fernwärme Wynenfeld (FEWAG) geliefert wird. Eniwa ist mit 20 Prozent an der FEWAG beteiligt und die KVA mit 60 Prozent. Die TBS Strom AG in Suhr hält die restlichen 20 Prozent.

    Der Baustart für den ersten Teil des Verbundes soll 2024 erfolgen. Dabei werden eine Energiezentrale in Unterentfelden errichtet und rund 3,5 Trassenkilometer Leitungen verlegt. Der Ausbau des ersten Teiles soll bis 2028 abgeschlossen sein und 25‘000 Megawattstunden Wärme liefern. Die ersten Kunden sollen bereits 2026 ans Netz genommen werden.

    Der zweite Teil des Wärmeverbundes soll in den nächsten 15 bis 20 Jahren errichtet werden. Insgesamt sollen über 12 Trassenkilometer 60‘000 Megawattstunden Wärme geliefert werden.

    Die Abwärme der KVA Buchs wird bereits in Teilen von Aarau, Buchs und Suhr genutzt.

  • Ramseier setzt in Sursee auf Photovoltaik

    Ramseier setzt in Sursee auf Photovoltaik

    Die Ramseier Suisse AG setzt an ihrem Hauptstandort in Sursee auf nachhaltige Energieversorgung und hat auf den Dächern der Abfüllhalle und des Hochregallagers eine Photovoltaikanlage installiert. Sie erzeugt laut Medienmitteilung rund 400 Megawattstunden Energie pro Jahr, was dem Energiebedarf von 90 Einfamilienhäusern entspricht.

    Auch die Anfang Jahr in Sursee in Betrieb genommene moderne PET-Abfülllinie werde damit noch nachhaltiger, heisst es in der Mitteilung. Die Investition in die PET-Anlage, die durch moderne Technologie den Wasser- und Dampfverbrauch bei der Getränkeproduktion reduziert, sei eine Massnahme der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

    Mit dem Solarstrom würden nun die natürlichen Ressourcen aus der Region genutzt und die Abhängigkeit des Unternehmens von fossilen Brennstoffen gemindert. „Wir nutzen die fortschreitende technologische Entwicklung, um unsere CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren“, wird Christoph Richli zitiert, CEO der Ramseier Suisse AG.

    „Im Vergleich zu 2013 konnten wir im Jahr 2021 1’950 Tonnen CO2 einsparen. Dies entspricht einer absoluten CO2-Einsparung von etwa 244 Erdumrundungen mit dem Auto“, so Richli weiter. Die Investitionen in einen nachhaltigen und energieeffizienten Standort gingen mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Agrargenossenschaft fenaco einher.

    Ramseier Suisse ist Produzentin von Erfrischungs-, Obst- und Fruchtsaftgetränken mit  Standorten in Sursee, Hochdorf LU und Elm GL. Sie führt die drei Traditionsmarken Ramseier, Sinalco und Elmer. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben in der ganzen Schweiz rund 250 Mitarbeitende und gehört zur fenaco.

  • Eishockey mit CO2-neutralem Energiekonzept

    Eishockey mit CO2-neutralem Energiekonzept

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    Die neue Swiss Life Arena kann 12 000 Besucherinnen und Besucher beherbergen. In der Arena werden nicht nur Eishockeyspiele ausgetragen. Mit ihrer hochmodernen Infrastruktur als multifunktionale Sport- und Eventarena beherbergt sie auch kulturelle Veranstaltungen und Events aller Art.

    Ausgehend von den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft, denen die Stadtzürcher Stimmberechtigten bereits 2008 an der Urne zugestimmt haben, wurde auch das Energiekonzept für die Swiss Life Arena entwickelt. Die integrierte Energielösung von ewz vereint Ökologie mit Wirtschaftlichkeit durch ein geschicktes Zusammenspiel von Kälteproduktion und der daraus entstehenden Abwärme.

    Eisfelder als Herzstück

    Das Herz der Arena sind die beiden zentral angeordneten Eisfelder. Das Trainingsfeld und das Hauptspielfeld bilden auch den Kern des Energiekonzepts. Schaltstelle für die Kälte- und Wärmeproduktion ist die Energiezentrale. Hier wird die Klimakälte für das Eis produziert.

    Kälte wird noch für weitere Zwecke benötigt, und zwar für die Entfeuchtung der Räume und die Raumklimatisierung. In Eishallen ist Feuchtigkeit immer ein Problem, da sich bei einem Spiel das Stadion innert kurzer Zeit mit Zuschauerinnen und Zuschauern füllt, die viel Wärme abgeben. Mit Kälte wird die feuchte Luft bis zum Taupunkt gekühlt, die Feuchtigkeit gesammelt und abgeführt und anschliessend die trockene Luft wieder erwärmt. Dieser Prozess erfolgt bedarfsorientiert und wird über Sensoren gesteuert. Um die Nebenräume wie Restaurant, Konferenzräume oder Physio zu klimatisieren, ist eine thermische Bauteilaktivierung vorgesehen. Ein in die Wände und Decken eingelassenes Rohrleitungssystem aktiviert die Gebäudemasse und kann so Räume auf sanfte und zugfreie Art und Weise temperieren.

    In der Energiezentrale wird aber nicht nur Kälte für die Bedürfnisse des Stadions erzeugt. Auch umliegende Bürogebäude erhalten die umweltfreundliche Kälte aus der Arena. Dieser «Kälte-Hub» für Dritte ist angesichts des wachsenden Kältebedarfs als Folge der seit Jahren steigenden Sommertemperaturen eine äusserst sinnvolle Lösung.

    Wertvolle Synergien

    Wo Kälte produziert wird, entsteht auch Wärme – ein willkommener Nebeneffekt. In der Arena wird die Abwärme aus der Eisproduktion nämlich für die Heizung verwendet und mittels einer Wärmepumpe das Warmwasser aufbereitet. Ein Niedertemperaturnetz bringt Wärme in die Bodenheizung, während über das Hochtemperaturnetz das Brauchwarmwasser und das Wasser zur Eisaufbereitung bereitgestellt werden.

    Der Anschluss der Arena an das Anergienetz des Energieverbunds Altstetten ermöglicht ein verlustfreies Energiemanagement. Entsteht überschüssige Wärme aus der Kälteproduktion, wird diese ins Anergienetz eingespeist, was die Temperatur leicht erhöht. Mit dieser durchdachten Lösung lässt sich verhindern, dass die Abwärme einfach ungenutzt übers Dach abgeführt wird. Mittels Anergienetz gelangt Wärme in die lokalen Wärmezentralen innerhalb des Energieverbunds Altstetten, wo sie mithilfe von Wärmepumpen auf das erforderliche Temperaturniveau angehoben wird.

    Im Endausbau im Jahr 2035 sollen rund 30 000 Haushalte in den Quartieren Altstetten und Höngg auf diese Art und Weise mit Wärme versorgt werden. Als Wärmequellen für den Energieverbund dienen das gereinigte Abwasser sowie die Abwärme der Klärschlammverbrennungsanlage des Klärwerks Werdhölzli. Die neue Arena ist Teil des Energieverbunds sein und dank dem Kälte-Hub die Abnehmer im Versorgungsgebiet mit ökologischer Kälte beliefern. Diese lokale Energiequelle leistet einen wertvollen Beitrag an die regionale Wertschöpfung und senkt die Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland.

    CO2-freie Stromversorgung und effiziente Gebäudetechnik

    Neben der CO2-neutralen Wärme- und Kälteversorgung der Arena ist auch der ewz-Strom, der in der Swiss Life Arena verbraucht wird, zu 100 Prozent CO2-frei. Zudem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit 400 kWp installiert. Der hier produzierte Strom von 400 MWh wird direkt in der Arena verbraucht. Zusammen mit dem ausgeklügelten Gebäudetechniksystem erreicht die Swiss Life Arena den Minergie-Standard für Eisstadien.

    Mehr Informationen zum Projekt: www.ewz.ch/swisslifearena

  • Axpo gliedert Batterieinnovation aus

    Axpo gliedert Batterieinnovation aus

    Ein Team von Axpo hat in Zusammenarbeit mit regionalen Bauunternehmen vier Jahre lang an einem umweltfreundlichen Generator gearbeitet. Entstanden ist eine Batteriespeicherlösung, welche Dieselgeneratoren an Baustellen ersetzen kann. Die Technologie namens emost (electric mobile storage/Deutsch: elektrischer mobiler Speicher) kann auch bei Veranstaltungen oder in Notfällen eingesetzt werden. Sie wurde im Frühling 2021 bereits mit dem Innovationspreis von IDEE SUISSE ausgezeichnet.

    Nun hat Axpo beschlossen, die Technologie an ein Konsortium aus dem bestehenden Management des Projekts sowie mehreren Schweizer Unternehmern zu verkaufen. Damit werden die Kontinuität im Management und der Wissenstransfer optimal gewährleistet, schreibt Axpo in einer Medienmitteilung. Alle relevanten Rechte und Verträge sind per Ende Oktober 2022 an die neu gegründete emost AG mit Sitz in Dietikon übergeben worden.

    Das Gründungsteam besteht den Angaben zufolge aus dem gesamten Managementteam, das die Technologie in den vergangenen Jahren entwickelt hat. CEO der emost AG wird Benedikt Domke. Verwaltungsratspräsident wird Christoph Sutter, der bisher die Axpo-Division Renewables geleitet hat. Er will sich insbesondere auf die internationale Expansion fokussieren.

  • Landis+Gyr bringt intelligente Zähler nach Schaffhausen

    Landis+Gyr bringt intelligente Zähler nach Schaffhausen

    Das Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen (EKS) plant, alle Messpunkte in seinem Schweizer Versorgungsgebiet innerhalb von fünf Jahren auf intelligente Zähler umzustellen. Dazu spannt der Schaffhauser Energieversorger mit Landis+Gyr zusammen, informiert der weltweit aktive Zuger Spezialist für Energiemanagement in einer Mitteilung. Landis+Gyr ist von EKS mit der Lieferung von 32’000 intelligenten Zählern der Typen E360 und 260 E570 beauftragt worden. Zudem wurde ein Vertrag über Serviceleistungen mit einer Laufzeit von zehn Jahren unterzeichnet.

    Die Serviceleistungen umfassen unter anderem die Smart Metering Software Landis+Gyr AIM sowie die mobilen Verbindungen, inklusive Datenübertragung und SIM-Karten-Management. Hier setzt Landis+Gyr laut Mitteilung eine mit Vodafone speziell für die Energiewirtschaft entwickelte Lösung ein. Sammlung und Aufbereitung der Daten, sowie die Installation und Wartung der benötigten Hard- und Software erfolgen durch Landis+Gyr. Die Auswertung der Daten und die Abrechnungen wird EKS übernehmen.

    „Das komplette As-a-Service-Konzept von Landis+Gyr ermöglicht es, dass wir den Smart Meter Rollout schnell und effizient umsetzen und uns gleichzeitig auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren können“, wird Markus Niedrist, Leiter Netz und Mitglied der Geschäftsleitung bei EKS, in der Mitteilung zitiert. „Mit Landis+Gyr haben wir einen erfahrenen Partner an unserer Seite, der bestens mit unseren Bedürfnissen und den Schweizer Spezifitäten vertraut ist.“

  • Fernwärme zwischen Zürichs Norden und Westen fliesst

    Fernwärme zwischen Zürichs Norden und Westen fliesst

    ERZ Entsorgung + Recycling Zürich hat die Verbindung zwischen den Fernwärmenetzen Zürich-Nord und Zürich-West in Betrieb genommen. Am 31. Oktober wurden die Liegenschaften der Baugenossenschaft Oberstrass als erste daran angeschlossen. Insgesamt sollen durch die Versorgung zusätzlicher Quartiere laut einer Medienmitteilung der Stadt Zürich Tausende Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Dem Rahmenkredit für den Bau dieser 6,5 Kilometer langen Verbindungsleitung in Höhe von 330 Millionen Franken hatte die Zürcher Stimmbevölkerung im November 2018 mit 84,1 Prozent zugestimmt.

    Damit „setzen wir heute einen weiteren Meilenstein für Netto-Null“, wird Stadträtin Simone Brandner, die Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, zitiert. Sie rief in Erinnerung, dass der Anteil an Öl- und Gasheizungen in der Stadt Zürich noch immer 80 Prozent betrage: „Um unsere Klimaschutzziele umzusetzen, muss dieser Anteil massiv reduziert werden.“ Dazu werde der Ausbau der Fernwärmeversorgung „wesentlich beitragen“.

    Produziert wird die ERZ-Fernwärme den Angaben zufolge derzeit zu 70 Prozent mit CO2-neutraler Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Hagenholz und dem Holzheizkraftwerk Aubrugg. Der Verwertungsprozess von Kehricht gilt zu 50 Prozent als klimaneutral, weil der verbrannte Kehricht rund zur Hälfte aus biogenem Material besteht. Das bei der Verbrennung in der KVA entstehende CO2, jährlich rund 300’000 Tonnen, soll künftig abgeschieden, genutzt und gelagert werden. ERZ befasse sich als Industriepartner in einer grossangelegten Studie von Bund und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich „intensiv“ mit diesem Thema.

  • ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    Die Energieversorgerin Energie Wasser Luzern (ewl) investiert gemäss einer Medienmitteilung mehr als 1 Milliarde Franken in den Umbau des Energiesystems. Für eine klimaneutrale Zukunft im Raum Luzern will ewl die Nutzung von See-Energie, Fernwärme, Photovoltaikanlagen, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und intelligente Energiekonzepte fördern. Im Fokus hat die ewl klimafreundliche Lösungen aus einer Hand.

    Die umweltschonende Energieversorgung über Fernwärme und See-Energie sei schon in vollem Gange, wie das Unternehmen mit Verweis auf getätigte Investitionen in Höhe von 330 Millionen Franken unterstreicht. Aktuell werden 3700 Haushalte im Zentrum Luzerns mit nachhaltig gewonnener Wärme versorgt. Für bestehende Fernwärmenetze sind ewl zufolge Erweiterungen vorgesehen. Netzausbauten in ausserstädtischen Gebiete sollen folgen. Für Orte, an denen sich Gas und Öl nicht unmittelbar ersetzen lassen, will ewl Übergangslösungen schaffen. 20 Millionen Franken sieht ewl für die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden vor.

    Bei der Elektromobilität seien „Ladelösungen mit intelligentem Lademanagement“ für grössere Überbauungen und Unternehmen vorgesehen. Mehr als 250 Ladestationen hat die ewl installiert, davon rund 100 im laufenden Geschäftsjahr. Mit Investitionen in die Ladeinfrastruktur in Höhe von 13 Millionen Franken soll die Verfügbarkeit bis 2030 auf 3000 Stationen wachsen.

    Aktiv zeigt sich ewl bei Projekten zur Förderung von Biogas oder Power to X-Technologien. Im Fokus stehe auch die Weiterführung einer flächendeckenden Versorgung der Haushalte mit intelligenten Messsystemen und Stromzählern.

  • WWZ geht Fernwärmenetz in Rotkreuz an

    WWZ geht Fernwärmenetz in Rotkreuz an

    WWZ leitet die Bauarbeiten für ein Fernwärmenetz im Zentrum von Rotkreuz ein, informiert der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger in einer Mitteilung. Dabei werden ab der bestehenden Fernwärmeleitung in der Waldetenstrasse weitere Quartiere im Gebiet Waldetenstrasse, Meierskappelerstrasse, Waldeggstrasse und Buonaserstrasse an den Wärmeverbund Ennetsee angeschlossen. Die Bauarbeiten sollen bis Sommer 2024 abgeschlossen sein.

    Im Wärmeverbund Ennetsee soll die gleichnamige Region im Kanton Zug mit Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen versorgt werden. Damit könnten in den Gebieten Rotkreuz, Bösch, Hünenberg-See, Cham, Städtler Allmend und Äussere Lorzenallmend, Zug und Steinhausen jährlich rund 12’000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden, erläutert WWZ in der Mitteilung. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, „möglichst schnell viele Haushaltungen, Büros und Geschäfte des Gebietes Ennetsee mit CO2-freier Fernwärme zu versorgen, um die Abhängigkeit von fossiler Primärenergie in der Region zu reduzieren“.

    Während der Bauarbeiten wird es im Zentrum von Rotkreuz zu Änderungen in der Verkehrsführung und punktuellen Behinderungen für Verkehrsteilnehmende kommen. In der Mitteilung werden die geplanten Massnahmen detailliert beschrieben.

  • Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Wie ein Schmetterling entfaltet sich das neue Quartier «Papillon» bei Köniz. Der «letzte Flügelschlag» ist auf 2028 geplant. Bis dann finden hier rund 2000 Menschen einen neuen Lebensraum – inmitten von Wäldern und Wiesen. Die insgesamt acht Baufelder werden auf einer Gesamtfläche von
    324’000 m2 schrittweise entwickelt.

    Bereits bewohnt sind die rund 250 Wohnungen von «Aurora» und «Eisvogel». Die sechs hofartig angelegten Gebäude des «Monarch» umfassen 218 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Diese sind im Herbst 2022 bezugsbereit. Den Auftakt zum östlichen Teil bildet ab 2025 der «Feuerfalter» mit 240 Wohnungen. Dieser erfüllt unter anderem mit Wärmedämmungen und Holzfassaden die Anforderungen an ein «Plusenergie-Quartier» und «2000-Watt-Areal». In den sechs Gebäuden von «Cleopatra» entstehen ab 2023 120 Miet- und STWE-Wohnungen mit nachhaltiger Bauweise. In den letzten drei Baufeldern «Apollo», «Heliconius» und «Pallidana» werden rund 300 weitere Wohneinheiten realisiert. Im ganzen Quartier wird nachhaltig und klimaneutral gebaut. Das Ziel: Mindestens 50 Prozent des Jahresenergiebedarfs vor Ort selbst zu produzieren. So werden beispielsweise Photovoltaik- und Wärmepumpen-Anlagen errichtet.

    Die insgesamt rund 1000 Miet- und Eigentumswohnungen eignen sich mit ihren Grössen von 40 bis 130 Quadratmetern für Singles, Paare und Familien. Dreimal pro Stunde hält ein Bus in der Papillonallee. Direkt vor der Haustür finden die Bewohnerinnen und Bewohner Einkaufsmöglichkeiten, eine Kita, Schule, Sportplatz sowie soziale und gemeinschaftliche Angebote. Eine Sozialplanerin ist eigens dafür da, den Gemeinschaftsgeist zu fördern. Von der Interessengemeinschaft «Eisvogel»
    werden regelmässig Quartierfeste, Bastelnachmittage, Schachturniere und
    andere gemeinschaftsfördernde Akti-vitäten veranstaltet. «Ruedü» bietet frische Bio-Lebensmittel von lokalen Produzenten im 18 Quadratmeter grossen Holzcontainer rund um die Uhr zur Selbstbedienung an. Der nahe Wald und die «Tubetränki» sowie die «Allmend» mit Grillplätzen und Fernsicht in den Jura sind zudem beliebte Destinationen für Erholungssuchende, Ausflügler, Sport- und Naturfreunde.

    Dieser Pavillon beherbergt die «IG Eisvogel».

    In absehbarer Zeit bildet der Weiler Ried als Quartierzentrum das Herzstück der Siedlung: Ein aus Leichtholz erbautes PRISMA-Gebäude wird neben einem Lebensmittelladen, Gewerbeflächen sowie Gastronomie auch Loftwohnungen beherbergen. Zusätzlich werden drei neue Mehrfamilienhäuser gebaut. Und in einem der ehemaligen Bauernhäuser ist ein Gemeinschaftsraum für die Quartierbewohner vorgesehen.

    Blick vom nahegelegenen Waldrand auf das Quartier.

  • Innovative Energielösung hinter historischer Fassade

    Innovative Energielösung hinter historischer Fassade

    Die Zürcher Bahnhofstrasse ist die bekannteste Shoppingmeile der Schweiz. Für viele sind jedoch die wenigen Meter zwischen Paradeplatz und See shoppingtechnisches Niemandsland. Das soll sich ändern. Ende 2024 wird das Geschäftshaus an der Bahnhofstrasse 3 nach einer Sanierung neu eröffnet und das Modehaus Grieder sowie eine Bank beherbergen. Der Umbau nach den Plänen des Architekturbüros Studio Märkli transformiert das 1880 errichtete Gebäude, damit es den heutigen Bedürfnissen entspricht. Der in Einklang mit den denkmalpflegerischen Vorgaben realisierte Bau soll die obere Bahnhofstrasse beleben und eine hohe Nutzungsflexibilität bieten. Während die denkmalgeschützte Fassade weitestgehend erhalten bleibt, wird das Innere komplett zurückgebaut. Eine Aufstockung um zwei Geschosse passt die Liegenschaft, die einst die erste Schweizer Börse beherbergte, an die Nachbargebäude an.

    Europaweit einzigartig

    Die Genossenschaft zum Baugarten legte als Bauherrin Wert auf Ökologie. So wird der Bau nach dem Gebäudelabel LEED zertifiziert und einen Grossteil der Anforderungen des Standards Minergie-Eco erfüllen, wenn auch keine Zertifizierung angestrebt wird. Ein von ewz entwickeltes Energiekonzept nutzt Seewasser zum Heizen und Kühlen in Kombination mit Photovoltaik. Dies bedurfte allerdings einer Erweiterung des seit 2003 bestehenden Seewasserverbunds Fraumünster. Da die grössere Wassermenge die Pumpenkapazität übersteigt, wird das Seewasser von im Seebecken platzierten Unterwasserpumpen zu den Energiezentralen «gedrückt», statt angesaugt. Diese europaweit einzigartige Lösung vermeidet Einbussen beim Wirkungsgrad weitgehend.

    Ökologisches Freecooling

    In der Energiezentrale im Gebäude findet der Energieaustausch mit dem Sekundärkreis statt. Eine mit Solarstrom vom eigenen Hausdach versorgte Wärmepumpe bringt das Wasser auf die gewünschte Temperatur. Die Kühlung erfolgt mehrheitlich durch Freecooling, bei dem Seewasser direkt, das heisst ohne Kältemaschinen, genutzt wird. Die Bahnhofstrasse 3 wird eine der ersten Liegenschaften sein, die voraussichtlich zwischen 2028 und 2030 in den neuen Verbund CoolCity integriert wird – vorausgesetzt, der Gemeinderat und die Stimmberechtigten geben grünes Licht für den Bau. 

    Solarstrom für die Wärmepumpen

    Teil des Contractings von ewz ist auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Liegenschaft. Ein Vertrag mit der Bauherrschaft regelt, dass die Genossenschaft zum Baugarten die Dachfläche zur Verfügung stellt, ewz aber die Anlage realisiert und den produzierten Strom nutzen darf. Zum Einsatz kommt dieser grösstenteils für den Betrieb der Wärmepumpe.

    Effizient, fossilfrei, zuverlässig

    Für die Bauherrschaft ist die zu 100 % fossilfreie Lösung nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und komfortabel. Sie trägt keinerlei Risiko, denn ewz übernimmt die Finanzierung und ist auch für den reibungslosen Betrieb der Energieversorgung verantwortlich. Sollte das System dennoch einmal ausfallen, stehen Redundanzen zur Verfügung.

    Energetische Sanierungen als Chance

    Gebäude in der Schweiz sind für rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen verantwortlich – insbesondere durch die Verwendung fossiler Energieträger sowie schlecht gedämmte Gebäude. Um die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu senken, muss die Sanierungsrate mindestens verdoppelt werden. Energetische Sanierungen bergen grossen Potenzial, um die Energieeffizienz zu steigern, Ressourcen zu schonen und Vermarktungsrisiken zu reduzieren. Da hierzulande rund 40% der Wohnungen im Besitz institutioneller Eigentümerschaften sind, nehmen diese bei der Verringerung der Umwelt- und Klimabelastung eine Schlüsselrolle ein.

    Energetische Sanierungen bergen grosses ökologisches und ökonomisches Potenzial, jedoch fehlen Eigentümerschaften oftmals umfassende Informationen zu Potenzialen, Möglichkeiten und Vorgehen. Der neue zweite Teil des Whitepapers «Energetische Sanierungen als Chance für die Immobilienwirtschaft», welches das Forschungs- und Beratungsunternehmen Intep zusammen mit ewz erarbeitet hat, schliesst diese Lücke.

    Beratung durch Expertinnen und Experten

    Mit langjähriger Erfahrung berät ewz schweizweit Bauherrschaften bei Sanierungen und bietet ihnen von der Planung über die Realisierung bis zum Betrieb eine umfassende Begleitung. Die Spezialistinnen und Spezialisten prüfen, welche lokalen und klimafreundlichen Energiequellen und Technologien vor Ort verfügbar sind respektive wie diese miteinander kombiniert werden können.


  • Schweizer Technologiepreiskürt intelligente Lösungfür Gebäudeautomation

    Schweizer Technologiepreis
    kürt intelligente Lösung
    für Gebäudeautomation

    Automationen in Gebäuden, sofern richtig geplant und eingesetzt, bringen einen grossen Mehrwert: Sie stellen den Komfort durch die korrekte Regelung der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und des CO2-Werts sicher und können mit passenden Komponenten der Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent reduzieren. Eine transparente und effektiv steuerbare Gebäudeautomation steigert den Wert eines Gebäudes.

    Warum muss Gebäudeautomation transparent sein? Weil wir sonst zwangsläufig von einer «Glaubensanlage» sprechen müssten. Einer Anlage, von der man glaubt, dass sie so betrieben wird, wie sie ursprünglich geplant wurde.

    Um den Forderungen nach Komfort, Gesundheit und Energieeffizienz Rechnung zu tragen, müssen «Wissensanlagen» von Bauherren gefordert, von Fachleuten geplant und in der Praxis umgesetzt werden. Anlagen, die mit intelligenten, kommunikativen Komponenten ausgerüstet sind, liefern Wissen über die effektiven Betriebsdaten, was die erstmalige richtige Einregulierung und später die Betriebsoptimierung ermöglicht.

    Ein Beispiel für automatisierte und sichtbare Energieeinsparung schaffte das Unternehmen Belimo mit dem Belimo Energy Valve, mit dem das Unternehmen den Swiss Technology Award 2021 in der Kategorie «Innovation Leaders» gewonnen hat.

    Das Gerät mit eingebautem Energiezähler ermöglicht das transparente Management thermischer Energie. Es misst und regelt mittels intelligenter Software den Wasserdurchfluss von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen und unterstützt die direkte Internet-of-Things-basierte Kostenabrechnung. Für Bauherren ist das Energy Valve besonders interessant, da es den richtigen Betrieb sicherstellt, gleichzeitig die Energiekosten minimiert und die Energieeffizienz von Gebäuden optimiert.

    Mit dem Swiss Technology Award werden jedes Jahr in drei Kategorien herausragende technologiebasierte Innovationen und Entwicklungen von Startups, Hoch- und Fachhochschulen sowie etablierten Unternehmen prämiert. Der Swiss Technology Award wurde 2008 von der Swiss Economic Forum AG übernommen und im Rahmen des Swiss Innovation Forum im Herbst 2021 zum 33. Mal vergeben.

    Das Belimo Energy Valve misst und regelt mittels intelligenter Software den Wasserdurchfluss von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.
  • Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Die meisten Heizungen in Schweizer Gebäuden wurden laut Medienmitteilung im Jahr 2021 mit Öl oder Gas betrieben. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) mit Sitz in Neuenburg hervor. Danach gab es 2021 in der Schweiz 1,77 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,69 Millionen Wohnungen. 58 Prozent der Gebäude wurden mit fossilen Energieträgern beheizt – genannt werden Heizöl und Gas. Jede vierte Person heizte mit Gas. 17 Prozent der Wohnungen waren mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Deren Anteil an den Schweizer Heizungen hat sich seit 2000 vervierfacht hat.

    Nahezu 40 Prozent der Bevölkerung nutzten 2021 Heizöl. 25 Prozent heizten mit Gas und 16 Prozent mit einer Wärmepumpe. Der Anteil der Personen, die auf Heizöl zurückgreifen, war in den Kantonen Tessin mit 54 Prozent und Glarus (50 Prozent) am höchsten. Am häufigsten mit Gas geheizt wurde in den Kantonen Genf und Waadt zu 38 Prozent und 37 Prozent.

    Beim Gasanteil bestehen grosse Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In städtischen Gemeinden wurden 30 Prozent der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4 Prozent.

    Über 1 Million aller Gebäude sind Einfamilienhäuser, wovon mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser nur von einer oder zwei Personen belegt waren, heisst es in der BFS-Mitteilung weiter. Eine bewohnte Wohnung in der Schweiz war durchschnittlich 102,4 Quadratmeter gross. Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen machten dabei 55 Prozent aller Wohnungen in der Schweiz aus.

  • Viboo gewinnt Empa Innovation Award

    Viboo gewinnt Empa Innovation Award

    Mit dem Empa Innovation Award zeichnet die Empa seit 2006 alle zwei Jahre hauseigene Innovationen oder erfolgreiche Technologietransfers von Wissenschaft zu Wirtschaft aus. In diesem Jahr ging der mit 5000 Franken dotierte Preis an die Empa-Ausgründung viboo, informiert die Forschungsanstalt in einer Mitteilung. Das Jungunternehmen mit Sitz in Dübendorf hat einen selbstlernenden Algorithmus entwickelt, der Wetter- und Gebäudedaten nutzt, um den optimalen Energieeinsatz eines Gebäudes für mehrere Stunden im Voraus zu berechnen.

    Der von Felix Bünning und Benjamin Huber zusammen mit Empa-Senior Researcher Matthias Sulzer im Urban Energy System Lab der Empa entwickelte Algorithmus wurde bereits in Pilotversuchen im Innovationsgebäude NEST und einem Verwaltungsgebäude der Empa erprobt. Dabei habe sich gezeigt, dass mit dem Ansatz rund ein Viertel der Heizenergie eingespart werden kann, heisst es in der Mitteilung.

    Für die Anwendung müssen lediglich die analogen Thermostate durch intelligente Thermostate ersetzt werden. Hier arbeitet viboo bereits mit Danfoss zusammen und will für weitere Pilotprojekte auch andere Hersteller derartiger Thermostate wie ABB und Schneider Electric an Bord holen. Für die Auszeichnung will sich Huber mit einem Beitrag dafür revanchieren, „dass die Empa gut durch die kommende Heizperiode kommt“, wird der viboo-Mitgründer in der Mitteilung zitiert.

  • Hilcona installiert neues Solarkraftwerk

    Hilcona installiert neues Solarkraftwerk

    Die Hilcona Gruppe hat an seinem Standort in Landquart eine Photovoltaikanlage installiert. Dafür investierte der international tätige Lebensmittelproduzent 920’000 Franken. Das fast 4000 Quadratmeter grosse Sonnenkraftwerk produziert im Jahr bis zu 830 Megawattstunden Strom, einer Medienmitteilung zufolge ist dies für rund 165 Haushalte ausreichend.

    Bereits heute verwendet das Einzugsgebiet der Hilcona zu 100 Prozent Wasserkraft, wird der Leiter für Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeit, Oliver Bindel, zitiert. „Unser Strom ist damit bereits heute zu 100 Prozent erneuerbar.“ Hilcona wolle die eigene Stromproduktion weiter ausbauen und den Anteil des zugekauften Stroms sukzessive reduzieren.

    „Leuchtturmprojekte wie aktuell beim Hilcona-Standort Landquart zeigen, dass der Hilcona kein Projekt zu gross ist, um längerfristig Netto-Null-CO2-Emissionen zu haben. Es ist uns wichtig, einen positiven Beitrag zum Erreichen der globalen Klimaziele zu leisten.“

  • Ostermundigen installiert intelligente Thermostate in Schule

    Ostermundigen installiert intelligente Thermostate in Schule

    Der Rat der Gemeinde Ostermundigen hat sich kürzlich für die Installation von 237 intelligenten Thermostaten des Cleantech-Start-ups Cleveron mit Sitz in Stettlen ausgesprochen. Sie sollen der Umrüstung der Heizkörper in der Schule Dennigkofen dienen und deren Heizenergieverbrauch um bis zu 30 Prozent senken, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Investitionskosten belaufen sich auf 40‘000 Franken.

    Diese Kosten sollen sich nach zwei bis drei Jahren über den optimierten Energieverbrauch amortisiert haben. Sollte die Massnahme den bisherigen Energieverbrauch beim Heizen um mindestens 8 Prozent senken, will die Gemeinde Ostermundigen die Ausstattung weiterer Schulanlagen und Verwaltungsgebäude mit neuen Thermostaten in Erwägung ziehen.

    „Mit dem Pilotbetrieb in der Schule Dennigkofen testen wir aus, wie wir zukünftig den Energieverbrauch in unseren gemeindeeigenen Liegenschaften reduzieren können. Gleichzeitig ist die Beschaffung ein Beitrag zur Minimierung des Risikos der Energiemangellage im bevorstehenden Winter“, wird Maya Weber Hadorn, Gemeinderätin in Ostermundigen, in der Medienmitteilung zitiert.

    Die Heizungsthermostate von Cleveron messen die Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit in Räumen. Ausserdem berücksichtigen sie die aktuellen Wetterdaten und die Aussentemperatur. Ein selbstlernender Algorithmus soll eine optimale Temperaturregulierung sicherstellen. Alle Daten lassen sich über eine App darstellen und auswerten, und die Thermostate darüber steuern. Im vergangenen Herbst hatte die Gemeinde bereits 220 Sensoren von Cleveron in Schulhäusern installiert, um die Luftqualität zu verbessern.

  • IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) und die auf dezentrale Energie und E-Mobilität spezialisierte deutsche IT-Firma Kiwigrid spannen für die Einrichtungen von Energiegemeinschaften zusammen. Beide Unternehmen haben zusammen eine Software für Energiemanagement und Anlageverwaltung entwickelt, informieren IWB und Kiwigrid in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie soll zum ersten Mal auf dem Areal Westfeld in Basel zum Einsatz kommen. Dort realisiert die Baugenossenschaft wohnen&mehr ein neues Quartier mit rund 500 Genossenschaftswohnungen.

    IWB wird das Quartier mit einer integrierten Wärme-, Kälte- und Stromversorgung ausstatten. Das dafür nötige Energiemanagement bezieht der Basler Energieversorger von Kiwigrid. Über die Energy-IoT-Plattform der in Dresden ansässigen Firma können die Stromzähler, Photovoltaikanlagen, Ladestationen und Wärmepumpen des Quartiers in einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch integriert, intelligent gesteuert und verwaltet werden.

    „Unser Ziel ist eine vollständig erneuerbare, klimafreundliche Energieversorgung“, wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von IWB, in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen will einen Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebens- und Arbeitsräume leisten. „Als Experte für Energiemanagementsysteme und IoT für Erneuerbare Energien hat sich Kiwigrid als optimaler Partner in der Umsetzung unserer ambitionierten Ziele erwiesen“, erklärt Balmer.

    Die Energiegemeinschaft im Westfeld soll nicht das einzige gemeinsame Projekt von IWB und Kiwigrid bleiben. Für weitere Zusammenschlüsse haben die Partner laut Mitteilung bereits Interessenten aufgetan. hs

  • Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Navitas Consilium hat ein interaktives Werkzeug entwickelt, mit dem sich der Anteil an erneuerbarer oder importierter Energie für die Gebäudeparks jeder Gemeinde der Schweiz darstellen lässt, informiert das Energie- und Klimaberatungsbüro aus Martigny in einer Mitteilung. Auch die von den Gebäudeparks erzeugte Menge an Treibhausgasen ist über das Werkzeug abrufbar. Mit seiner Entwicklung will Navitas Consilium dazu beitragen, den Bedarf an Dekarbonisierung von Gebäudeparks für die Umsetzung der Schweizer Klimastrategie zu ermitteln.

    Über eine interaktive Karte kann gezeigt werden, dass die am dichtesten besiedelten Gebiete des Landes im Vergleich zum ländlichen Raum einen niedrigen Anteil an erneuerbaren Energien einsetzen. Lausanne steht mit einem Anteil von 28 Prozent unter zehn Metropolen noch am besten dar. Gesamtschweizerisch schwanken die Werte zwischen 2 und 84 Prozent.

    Heizen und Warmwasser in Gebäuden kommt mit knapp 40 Prozent ein sehr hoher Anteil am Energieverbrauch insgesamt zu. Für die Umsetzung der Klimastrategie hält Navitas Consilium daher eine Verringerung des Energieverbrauchs im Zusammenspiel mit dem Einsatz von emissionsarmen erneuerbaren Energien für unumgänglich.

    Derzeit hat die Stadt Bern bei der Klimafreundlichkeit ihres Gebäudeparks die Nase vorn. Mit jährlich 23 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter weist Bern die geringsten Emissionen unter den zehn grössten Städten der Schweiz auf. Zürich und Basel folgen mit jeweils 24 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter. Allgemein haben Städte mit einem Anteil von weniger als 10 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen einen vergleichsweise hohen Ausstoss an Treibhausgasen.

  • Home2050.ch berät neu zu Solar, Heizung und E-Ladestationen

    Home2050.ch berät neu zu Solar, Heizung und E-Ladestationen

    Der Basler Energieversorger Primeo Energie, die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) und die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) haben ihre gemeinsame Solarberatungsplattform sun2050.ch zu home2050.ch transformiert. Damit reagieren sie einer Medienmitteilung zufolge darauf, dass die Beratungswünsche ihrer Kundschaft zunehmend über die optimale Photovoltaiklösung für ihre Liegenschaft hinausgehen.

    Deshalb erstreckt sich das Beratungsangebot auf home2050.ch neu zusätzlich auf Fragen rund um den Heizungsersatz und eigene E-Ladestationen. Nach wie vor erhalten Hausbesitzerinnen und -besitzer auf der neu gestalteten Internetseite kostenlose Richtofferten für Photovoltaikanlagen und können sich im Anschluss für eine kostenpflichtige individuelle Beratung anmelden. Die BLKB unterstützt Interessierte weiterhin mit einer eigens aufgelegten Energiehypothek.

    Die Energiewende gelinge nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, so EBL-CEO Tobias Andrist. Für ihre Kundinnen und Kunden wollen die drei Partner deshalb „einen echten Mehrwert generieren“, indem „wir mit der Kooperation home 2050.ch eine einfache und effektive Lösung für die Beschaffung ihrer Solaranlage, ihrer neuen Heizungsanlage oder ihrer neuen E-Ladestation bieten“.

  • Künstliche Intelligenz zur Erreichung der Gasreduktion um 15%

    Künstliche Intelligenz zur Erreichung der Gasreduktion um 15%

    Die meisten Energie-Sparmaßnahmen verursachen einen erheblichen Kapitalaufwand – die KI von Arloid kann dagegen kostenlos implementiert werden, bis notwendige Einsparungen erzielt werden. Dies macht die KI-Lösung zu einer der günstigsten und einfachsten Möglichkeiten für EU-Staaten, den Energieverbrauch ohne Vorabkosten erheblich zu senken. Sobald Einsparungen festgestellt werden – dies ist üblicherweise nach 30 Tagen der Fall – kann eine prozentuale Gebühr berechnet werden.

    Eine Reduzierung des Energieverbrauchs lässt sich durch eine Reihe einfacher Schritte erreichen: Zunächst wird ein virtuelles Gebäude erstellt, das zu dem identisch ist, in dem Einsparungen erzielt werden sollen. Der digitale Gebäude-Zwilling verfügt dabei über gleiche Baumaterialien, Lage, Klima und Personal-Eigenschaften. Die KI erstellt daraufhin eine Reihe von Simulationen auf Grundlage der Live-Daten des realen Gebäudes. Der komplette Vorgang benötigt rund einen Monat.

    Die KI reguliert daraufhin selbstständig und kontinuierlich die Heiz-, Lüftungs- sowie Kühleinstellungen und führt so zu direkten, realen Einsparungen. Bisher wurden dafür notwendige Einstellungen von Gebäudetechnikern oder Hausverwaltern vorgenommen, was im Vergleich deutlich mehr Zeitaufwand erfordert. Die Automatisierung durch KI spart damit nicht nur Energie und Geld ein, sondern verbessert zugleich auch die Steuerung und den Bedienkomfort.

    Die KI von Arloid nutzt Deep Reinforcement Learning, um den Betrieb von HLK-Systemen in einer Vielzahl von Gebäuden über ein sicheres Virtual Private Network (VPN) automatisch zu verwalten. Die von der KI ausgeführten Regulierungen basieren dabei auf der Grundlage von Verstärkungsverhalten und Echtzeitdaten, um eine schnellere Optimierung und bessere HLK-Leistung zu erreichen. Durch die Steuerung jedes HLK-Geräts im System und die Aufteilung des Gebäudes in Heiz- und Kühlmikrozonen stellt arloid.ai mehr Kontrolle über die Umgebung und besseren Benutzerkomfort bereit.

    Die Technologie gewinnt nicht nur in Europa, sondern weltweit an Bedeutung, mithilfe der sich direkte Einsparungen auf schätzungsweise über 56 Mio. qm2 Fläche erzielt lassen. Dazu zählen Immobilien und Geschäftsgebäude wie u.a. Einzelhandel, Hotels, medizinische Zentren bis hin zu Lagerhäusern. Durch die Reduzierung des Gebäude-Energieverbrauchs kann so unmittelbar den Auswirkungen von Energieversorgungsproblemen, höheren Preisen und Inflation entgegengewirkt werden.

    KI sollte deshalb EU-weit weit oben auf der politischen Agenda stehen, um die Mitgliedsstaaten dabei zu unterstützen, ihre freiwilligen Gasreduktionsziele von 15 % zu erreichen. Es ist nicht so schwer zu erreichen, wie es zunächst erscheint, weil neue Technologien mit sehr wenig Aufwand eine wichtige Rolle dabei übernehmen können. In jeden Fall ist es ein offensichtlicher und erreichbarer erster Schritt in Richtung EU-Ziele und bietet jenen Ländern eine bessere Option an, die gedimmtes Licht und kürzeres Duschen empfehlen.

    Weitere Information unter: arloid.com

  • Gebäudeprogramm hat Rekordsumme ausgezahlt

    Gebäudeprogramm hat Rekordsumme ausgezahlt

    Im Jahr 2021 sind gemäss einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) über das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen rund 361 Millionen Franken an Fördergeldern für die energetische Gebäudesanierung bewilligt worden. Dabei handelt es sich um die höchste Summe, die seit Einführung des Programms in Sanierungs- und Neubauprojekte investiert worden ist. Gegenüber 2020 ist die Fördersumme um 62 Millionen Franken gestiegen.

    Den grössten Betrag erhielten Wärmedämmprojekte, die mit 126 Millionen Franken gefördert worden sind. Die höchste Zunahme um 70 Prozent gegenüber 2020 erzielten Haustechnikprojekte, die 106 Millionen Franken an Zuschüssen erhielten. Die Verpflichtungen für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren realisiert werden, haben mit 490 Millionen Franken einen neuen Höchstwert verzeichnet.

    Zurückzuführen ist die grosse Nachfrage nach Förderungen auf die breite Zustimmung der Eigentümer zu energieeffizienten Sanierungen ihrer Objekte oder zum Neubau. Berechnungen zufolge führen die im Berichtsjahr bewilligten Massnahmen über ihre Lebensdauer zu einer Reduzierung des schweizweiten Energieverbrauchs in Gebäuden um 6,5 Milliarden Kilowattstunden und senken den CO2-Ausstoss um rund 1,8 Millionen Tonnen.

    Das Gebäudeprogramm habe sich als wirksames Instrument der Schweizer Energie- und Klimapolitik erwiesen, heisst es in der Mitteilung. Insgesamt seien im Rahmen des Förderprogramms seit seiner Einführung 2010 rund 2,7 Milliarden Franken ausbezahlt worden. Das Gebäudeprogramm wirke sich zudem positiv auf die Wirtschaft aus. 2021 seien 2300 Vollzeitstellen sowie rund 97 Millionen Franken an zusätzlicher inländischer Wertschöpfung geschaffen worden.

  • Energie 360° renoviert Hauptsitz in Altstetten

    Energie 360° renoviert Hauptsitz in Altstetten

    Energie 360° will seinen 2003 erbauten Hauptsitz an der Aargauerstrasse 182 in Altstetten umbauen und instandsetzen. Dafür investiert der mehrheitlich von der Stadt Zürich gehaltene Energieversorger knapp 28 Millionen Franken. In seiner Eigenschaft als Bauherrenvertretung habe das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich jetzt das entsprechende Baugesuch eingereicht, informieren Stadtverwaltung und Energieunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie rechnen damit, die Bauarbeiten im nächsten Frühjahr beginnen zu können.

    Die Umbauarbeiten sollen den Hauptsitz an die Erfordernisse einer modernen Arbeitsumgebung „mit flexiblen und hybriden Arbeitskonzepten“ anpassen, heisst es in der Mitteilung. Dazu sollen die bestehenden Räumlichkeiten „zu einer offenen Bürolandschaft“ mit entsprechend modernisierter Haustechnik umgestaltet werden. Für Fassaden und Dach ist die Einrichtung einer grossflächigen Photovoltaikanlage geplant.

    Von anfänglichen Überlegungen, das bestehende Gebäude mit einem Neubau zu ergänzen, habe die Geschäftsleitung von Energie 360° nach „einer strategischen Überprüfung“ Abstand genommen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Statt dessen solle der Bestandsbau „für eine effiziente und ergebnisorientierte Arbeitswelt“ optimiert werden. Für das architektonische Konzept zeichnet Jessenvollenweider Architektur aus Basel verantwortlich.

    Bis 2040 will Energie 360° sein Angebot ausschliesslich auf Energie aus erneuerbaren Quellen umstellen. Laut Mitteilung treibt der Umbau des Hauptsitzes diese „Transformation des Unternehmens voran und ermöglicht zielgerichtete Energiesparmassnahmen im eigenen Betrieb“.

  • MARNA Beteiligungen will Solarfirma Flisom kaufen

    MARNA Beteiligungen will Solarfirma Flisom kaufen

    Die MARNA Beteiligungen AG aus Heidelberg plant laut einer Medienmitteilung die mehrheitliche Übernahme der Flisom Gruppe mit Sitz in Niederhasli. Bei der Transaktion will die MARNA Beteiligungen AG mit der zu ihr gehörenden FL1 Holding GmbH kooperieren und plant ausserdem eine Kapitalerhöhung.

    Flisom, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat besonders flexible und leichte Dünnschichtsolarzellen entwickelt. Sie werden auf Kunststofffolien unter Verwendung sogenannter Roll-to-Roll-Herstellungstechniken produziert und können beispielsweise auf Dächern oder Fassaden angebracht werden. Sie eignen sich aber auch für den Einsatz in Mobilitätsanwendungen, etwa in der Luftfahrt. Für die Herstellung der Module hat Flisom 2020 eine 40-Megawatt-Produktionsanlage in Ungarn in Betrieb genommen.

    „Flisom ist bestens positioniert, um von den Megatrends die hinter der steigenden Nachfrage nach Strom stehen (…) zu profitieren“, schreibt die MARNA Beteiligungen AG in der Mitteilung. Zu diesen Megatrends zählt sie beispielsweise das Bevölkerungswachstum, den zunehmendem Wohlstand, die Digitalisierung und die Elektromobilität.

    Für die geplante Transaktion müssen den Angaben zufolge noch verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden.

  • ewz baut zweite Solaranlage auf Staumauer

    ewz baut zweite Solaranlage auf Staumauer

    ewz baut auf der Staumauer Valle di Lei auf über 1900 Meter Seehöhe seine zweite Grosssolaranlage. Die Bündner Gemeinde Ferrera hat dafür im November 2021 die Baugenehmigung erteilt. Laut einer Medienmitteilung werden auf der Staumauer Valle di Lei der Kraftwerke Hinterrhein (KHR) auf 550 Metern Länge über 1000 Module angebracht. Den Grossteil der Bau- und Installationsarbeiten führen KHR-Mitarbeitende aus.

    Entwickelt und geplant wurde die Anlage von der Reech GmbH aus Landquart GR. Sie wird eine Leistung von 343,2 Kilowattpeak aufweisen. Die jährliche Produktion wird bei rund 380 Megawattstunden liegen. Laut ewz entspricht das dem jährlichen Strombedarf von etwa 160 Stadtzürcher Haushalten.

    Hochalpine Photovoltaikanlagen sind besonders effizient. Sie liefern den Angaben zufolge im Jahresdurchschnitt 25 Prozent mehr Strom als Anlagen im Mittelland. Zudem produzieren sie rund die Hälfte des Jahresstroms im Winter. Dadurch, so ewz, tragen sie zur Versorgungssicherheit im Winterhalbjahr bei.

    Analog der ersten Photovoltaikanlage von ewz auf der Staumauer Albigna können sich ewz-Kundinnen und -Kunden bei Lago di Lei – Solar ebenfalls beteiligen. 73 Prozent der zur Verfügung stehenden Flächen seien bereits verkauft.

  • Angebotsmieten steigen weiter

    Angebotsmieten steigen weiter

    Der Homegate-Mietindex steht neu bei 117,9 Punkten. Damit haben die Angebotsmieten im Juni erneut um 0,3 Prozent zugelegt, seit Jahresanfang um 1,3 Prozent. Dies steht laut einer Medienmitteilung des Immobilienmarktplatzes „in krassem Kontrast zur Mietpreisentwicklung vor der COVID 19-Pandemie, als steigende Leerstände am Schweizer Mietwohnungsmarkt für Nervosität unter den Anleger:innen sorgte“.

    Weil auch die Nettomieten teurer geworden seien, könnten nicht allein die gestiegenen Energiekosten dafür verantwortlich gemacht werden. Vielmehr seien seit zwei Jahren die Baugesuche rückläufig. Gleichzeitig gebe es eine rege Nachfrage nach Mietwohnungen. „Sorgte man sich also noch vor wenigen Jahren um ein Überangebot an Mietwohnungen, sind diese an begehrten Lagen wieder äusserst knapp.“

    Als bemerkenswert bezeichnet Homegate die halbjährlichen Steigerungen in den Kantonen Zug (5,4 Prozent) und Graubünden sowie in Appenzell (je 4,3 Prozent). Am niedrigsten fielen die Erhöhungen in den Kantonen Basel-Landschaft (0,6 Prozent) und Tessin (0,5 Prozent) aus.

    In den Städten hat die Nachfrage seit dem erneuten Hochfahren der Infrastruktur nach den ersten Phasen der Pandemie wieder zugenommen, besonders ausgeprägt in Zürich (4,8 Prozent). Auch Lausanne (2,5 Prozent) und Lugano (1,8 Prozent) lagen über dem landesweiten Schnitt. Einzig in St.Gallen waren die Mieten leicht rückläufig (minus 0,2 Prozent).

  • Cowa erhält 1 Million Franken von Investoren

    Cowa erhält 1 Million Franken von Investoren

    Die Cowa Thermal Solutions AG hat in einer ersten Finanzierungsrunde über 1 Million Franken von Privatinvestoren und ihren eigenen Gründern Remo Waser und Simon Maranda erhalten. Mit dem frischen Kapital will das im Technopark Luzern ansässige Jungunternehmen seinen Heizungsspeicher für Wärmepumpen im grösseren Stil vermarkten, heisst es in einem Artikel auf dem Portal startupticker.ch.

    Das Cleantech-Start-up entwickelt einen Heizungsspeicher mit Kapseln, die umweltfreundliche Salze als Phasenwechselmaterial enthalten. Ein mit den Kapseln befüllter Speicher kann dreimal mehr Energie aufnehmen als ein herkömmlicher Wasserspeicher für Wärmepumpen. Dadurch wird ein Heizsystem den Angaben zufolge unabhängiger vom Netzstrom. Ausserdem kommt es anders als Batterien oder Akkus ohne Lithium aus.

    Der mit Cowa-Kapseln befüllte Speicher ist seit April dieses Jahres beim Gebäudetechnik-Unternehmen Meier Tobler erhältlich. Die Mehrkosten für das Cowa-Produkt gegenüber herkömmlichen Speichern gleichen sich schnell aus aufgrund der Energiedichte und Langlebigkeit von 20 Jahren, heisst es weiter bei startupticker.ch.

    Neben einer weiteren Skalierung auf dem heimischen Markt möchte das Unternehmen bald nach Deutschland expandieren. Erste Gespräche mit möglichen Vertriebspartnern haben bereits stattgefunden.

  • Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax hat die Arbeiten zur Elektroinstallation am neuen Produktionsstandort der Traditionsfirma Confiserie Speck beendet. Die Confiserie bleibt in Zug, zügelt aber ins Göbli-Areal. Dort werde es in Zukunft über 3000 neue Arbeitsplätze geben, was das Gebiet sehr attraktiv mache, wird der Confiserie-Inhaber Peter Speck in einer Medienmitteilung von Jaisli-Xamax zitiert. In einem dort veröffentlichten Kurz-Interview hebt Speck die Besonderheiten der von der Dietiker Firma eingebrachten Elektroinstallation hervor. „Wir wollten den Prozess in der Produktion optimieren und möglichst nachhaltig gestalten. Dies gelingt uns dank der Zusammenarbeit mit dem Multi-Energy-Hub, welcher lokale Energiequellen zu einem CO2-neutralen Gesamtenergiesystem mit maximalem Eigenversorgungsgrad kombiniert“, wird Peter Speck zitiert.

    Zudem wolle man Besucherinnen und Besuchern das Handwerk in der Confiserie näherbringen. Das gelinge durch Einsicht in die gut ausgeleuchtete Produktionshalle, die auch „Aquarium“ genannt werde.

    Der neue Standort der Confiserie Speck ist mehr als nur eine Produktionshalle. Neben der Backstube befinden sich am neuen Standort auch Büroräumlichkeiten, Wohnungen, ein Café sowie ein Verkaufsladen.

    Der Elektrobauer Jaisli-Xamax aus Dietikon hat erst 2021 eine neue Zweigniederlassung in Zug in Betrieb genommen. Damit ist das seit über 50 Jahren im gesamten Elektrobereich tätige und auf innovative Lösungen spezialisierte Unternehmen neben dem Hauptsitz in Dietikon auch in Basel, Bern und in Zug präsent. Die Jaisli-Xamax AG beschäftigt insgesamt rund 400 Mitarbeitende.

  • Miromico stellt 26’000 Klimasensoren für Ecco2 her

    Miromico stellt 26’000 Klimasensoren für Ecco2 her

    Ecco2 erhöht sein Produktionsvolumen von über 11’000 in den vergangenen zwei Jahren auf 26’000 Klimasensoren. Als Anbieter intelligenter Lösungen für Gebäude will das Unternehmen mit Sitz in Givisiez damit den Verbrauch von Heizeenergie senken. Hergestellt werden diese Sensoren von der Zürcher Hightech-Firma Miromico, die auf Entwicklungsdienstleistungen für integrierte Schaltungen, elektronische Systeme und das Internet der Dinge fokussiert ist. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, ist Miromico seit Jahren „der vertrauenswürdige Hardware-Hersteller“ von Ecco2.

    Mit dem vergrössterten Produktionsvolumen will Ecco2 laut seinem Head of Operations, Alain Wagnières, „ab 2023 Energieeinsparungen von bis zu 4’000’000 Quadratmeter beheizter Fläche in Angriff nehmen. Mit dieser Produktionsleistung kann Ecco2 seine Vision erfüllen, bis zum nächsten Winter jährlich 50’000’000 Kilowattstunden an Energie einzusparen.“

    In der Schweiz hat Ecco2 in diesem Jahr bei der Jahresveranstaltung der Immobilienfachleute, Rent Switzerland, den Prix d’Innovation in der Kategorie Digital gewonnen. Ausserdem wurde das Unternehmen mit dem Swisscom IoT Climate Award 2022 in Silber ausgezeichnet.

  • Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Enormes Solarpotenzial
    Nach einem stetigen Anstieg über die Jahre verzeichnete die Photovoltaik 2020 einen Rekordzubau. Laut der «Statistik Sonnenenergie» des Bundesamts für Energie (BFE) waren Ende 2020 rund 118’000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von fast 3 Gigawatt installiert. Das starke Marktwachstum setzte sich auch 2021 fort, so dass die Photovoltaik (PV) heute laut Angaben von Swissolar über 6 Prozent des Schweizer Strombedarfs abdeckt. Fachleute gehen davon aus, dass dieser Trend anhalten wird, nicht zuletzt angesichts der Bestrebungen nach viel mehr energetischer Unabhängigkeit.

    Ökologische und ökonomische Vorteile
    Für Besitzende von Immobilienportfolios bringen Photovoltaikanlagen eine ganze Reihe an Vorteilen. Zum einen können sie sich gegen steigende Strompreise absichern. Zum andern erfüllen sie bereits heute künftig mögliche Eigenstromproduktionsvorgaben.  Auch hinsichtlich Förderbeiträgen machen neue Regeln die Produktion von Solarstrom in Zukunft attraktiver. Zusätzlich profitieren Portfoliobesitzerinnen und -besitzer mit eigenen Solaranlagen von einem klaren Reputationsvorteil.

    PV-Strom vom eigenen Dach ist überdies in den meisten Fällen günstiger als Strom aus dem Netz. Dass der Stromverbrauch durch Wärmepumpen und die Elektromobilität in Zukunft noch steigen wird, trägt zur finanziellen Attraktivität von PV-Anlagen bei. Auch die Verbesserung der Ökobilanzen wird immer wichtiger, denn Nachhaltigkeitsaspekte gehören bei immer mehr Unternehmen zur Strategie. Überdies sind PV-Anlagen auch deshalb interessant, weil sie den Wert von Liegenschaften steigern. Produzieren die Photovoltaikanlagen mehr Strom als vor Ort verbraucht werden kann, ist es möglich, den Solarstrom in weiteren Liegenschaften zu nutzen.

    Beim Solarprojekt  von ALDI SUISSE beispielsweise spielen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. In etwas mehr als nur einem Jahr hat ewz 68 Filialdächer zwischen Romanshorn und Genf mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. Den Grossteil des Solarstroms verbraucht ALDI SUISSE selbst für den eigenen Filialbetrieb. Die realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von 55 bis 60 Prozent.

    Hoher Eigenverbrauch steigert Wirtschaftlichkeit
    Bereits heute steht in rund 90 Prozent der Neubauten eine Wärmepumpe und die Neuzulassungen von Elektroautos steigen weiter stark an. Wirklich CO2-arm sind Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge aber nur, wenn sie erneuerbaren Strom nutzen. Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist daher sinnvoll: Solarstrom senkt die CO2-Emissionen und ein hoher Eigenverbrauch erhöht die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage. Dies, weil die Herstellungskosten für Solarstrom tiefer sind als der Stromtarif für Haushalte und weil die Energieversorger den ins Netz eingespeisten Solarstrom zu einem tiefen Tarif vergüten.

    Eine gute Möglichkeit, einen grossen Teil des Solarstroms selbst zu verbrauchen, ist die Organisation mehrerer Endverbrauchenden in einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) . Diese sind sowohl in Mietliegenschaften als auch unter Immobilienbesitzenden möglich. Der Eigenverbrauchsgrad von Photovoltaikanlagen beträgt durchschnittlich 30 bis 40 Prozent. Mit Eigenverbrauchslösungen lässt sich dieser Wert deutlich steigern.

    Durch die gezielte Steuerung von Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge wird ein grosser Teil des Stroms vor Ort verwendet. Der Vorteil für Immobilienbesitzende und ihre Mietparteien: Die Kosten für Solarstrom liegen mit 8 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde tiefer als der Stromtarif für Haushalte, der mit 15 bis 25 Rappen pro Kilowattstunde zu Buche schlägt.

    Ein interessantes Praxisbeispiel hierfür ist das Projekt «Côté Parc» in Genf. 776 Photovoltaikpanels auf den Dächern des Areals bilden die Grundlage für eine integrierte Solarlösung mit Wärmepumpen, Ladestationen für Elektroautos und eigenem Arealstromnetz inklusive Eigenverbrauchslösung für die Nutzenden.

    Für Immobilieneigenbesitzende mit grossen Dachflächen (ab ca. 700 m2) ist ein Contracting-Modell eine prüfenswerte Option. Dabei übernimmt der Anbieter alle Leistungen – von der Planung über die Finanzierung, die Realisierung bis zum Betrieb über mehrere Jahrzehnte. Inklusive der Integration von Photovoltaikanlagen in eine ganzheitliche Energielösung mit Wärme-, Kälteversorgung, Elektromobilität und Eigenverbrauchsmodellen.

    Geschäftskundinnen und -kunden von ewz können sich dabei auf effiziente und massgeschneiderte Lösungen von kompetenten Teams mit langjähriger Erfahrung verlassen. Investitions-, Wartungs- und Instandhaltungskosten fallen während der Vertragsdauer keine an. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit – in der Regel 20 bis 30 Jahre – geht die Photovoltaikanlage in das Eigentum der Kundin über.

    Weitere interessante Informationen zum Thema Photovoltaik sowie das Whitepaper «Photovoltaik & ZEV» finden Sie hier.

    ewz Energielösungen
    Standorte in Zürich, Sils (GR) und Rolle (VD)
    ewz.ch/energielösungen