Schlagwort: Energie

  • Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in der Schweiz werden derzeit durch im Inland produzierten Solarstrom gedeckt, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. In den Standard-Stromprodukten der Energieversorger betrage der Anteil an Solarstrom jedoch durchschnittlich nur 1,85 Prozent, heisst es dort weiter. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche setzt sich gemeinsam mit dem Stromvergleichsdienst myNewEnergy dafür ein, den Solaranteil der Standardprodukte in einem ersten Schritt auf diese 5 Prozent zu erhöhen.

    „Dieser Wert sollte jährlich mindestens um die jeweilige Zubaumenge erhört werden“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert. „Rund 1 Prozent würde dem notwendigen Zubau von Photovoltaik-Anlagen entsprechen.“

    Die Mehrheit der Haushalte wähle kein spezielles Stromprodukt und erhalte daher das Standardangebot des jeweiligen Energieversorgers, erläutert Swissolar in der Mitteilung weiter. Bei einem auf den Anteil am Stromverbrauch aufgestockter Solarstromanteil im Standardprodukt werde der vergleichsweise teure Strom auf eine grosse Anzahl Abnehmende aufgeteilt, argumentiert Swissolar. Dies halte den Produktpreis niedrig und erschliesse neue Absatzmärkte für Anbietende von Solarstrom, die bisher „auf ihrem sauberen Strom sitzen“ blieben.

    „Wichtig ist dabei, dass diese Zertifikate ausschliesslich aus Schweizer Solaranlagen stammen, denn nur solche leisten einen effektiven Beitrag an eine sichere und saubere Stromversorgung in unserem Land“, erklärt Stickelberger. „Allein um die AKW zu ersetzen, brauchen wir 20 Terawattstunden Solarstrom.“

  • In Glarus entsteht neue Solargemeinschaft

    In Glarus entsteht neue Solargemeinschaft

    Die Technischen Betriebe Glarus (tb.glarus) bauen auf dem Dach der zur Kantonsschule Glarus gehörigen Turnhalle eine Solaranlage. Dort können sich Privatkunden ihre gewünschte Fläche an Solarpaneelen kaufen und bekommen während 20 Jahren eine fixe Menge Solarstrom vergütet.

    Durch ihre Teilhabe an einer solchen Solargemeinschaft haben auch Mietende ohne eigenes Dach die Möglichkeit, lokal erzeugten Solarstrom zu fördern. Ein weiterer Vorteil sei, dass sie sich über Investitionskosten, Planung, Wartung keine Gedanken zu machen bräuchten, so tb.glarus in einer Medienmitteilung.

    Diese jetzt entstehende Solargemeinschaft ist die dritte, die tb.glarus realisiert. Bei der Zweiggartenturnhalle in Netstal GL seien bereits zwei Solargemeinschaften erfolgreich in Betrieb genommen worden. Die neue Anlage werde mit ihren 666 Quadratmetern fast doppelt so gross sein wie diese beiden zusammen.

  • Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Das Empa-Team des Laboratoriums für dünne Filme und Photovoltaik unter der Leitung von Ayodhya N. Tiwari hat seinen siebten Rekord für den Wirkungsgrad flexibler CIGS (Copper Indium Gallium Diselenide)-Solarzellen aufgestellt. Nach einem rekordhohen Wirkungsgrad von 12,8 Prozent im Jahr 1999 erreichte es nun laut einer Medienmitteilung 21,38 Prozent. Dieser neue Rekord wurde vom unabhängigen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme im deutschen Freiburg bestätigt.

    Der nun gemessene Wert liegt bereits nahe am besten Wirkungsgrad herkömmlicher, nicht biegsamer Solarzellen aus kristallinem Silizium von 26,7 Prozent. Die hocheffizienten flexiblen Solarzellen eignen sich besonders für die Anwendung auf Dächern und Gebäudefassaden, für Gewächshäuser, Transportfahrzeuge, Flugzeuge und tragbare Elektronik. Gemeinsam mit der in Niederhasli ZH ansässigen Firma Flisom, einer Ausgründung aus der Empa und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), entwickeln die Forschenden eine Rolle-zu-Rolle-Herstellung von leichten, flexiblen Solarmodulen für derartige Anwendungen.

    Diese Solarzellen werden mittels einer Niedrigtemperatur-Verdampfungsmethode auf einer Polymerfolie hergestellt. Darauf liegt das lichtabsorbierende Halbleitermaterial als hauchdünner Film. Empa-Forscher Shiro Nishiwaki optimierte deren Zusammensetzung. So konnte er den Wirkungsgrad weiter erhöhen. Laut Messungen des Teams blieb die Steigerung der Photovoltaikleistung auch nach mehreren Monaten stabil.

    Tiwaris Team arbeitet eng mit dem Kovalenko Lab für Funktionale Anorganische Materialien der ETH Zürich zusammen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden vom Bundesamt für Energie unterstützt.

  • Schweiz hat hohes Potenzial an geothermischer Energie

    Schweiz hat hohes Potenzial an geothermischer Energie

    Bei der Nutzung alternativer Energiequellen wie der geothermischer Energie und bei der unterirdischen Speicherung von CO2 hat die Schweiz beträchtliches Potenzial. Das geht aus einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hervor. Professor Lyesse Laloui von der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen (ENAC) an der EPFL war Leiter der Forschungsgruppe zur Geoenergie im Rahmen des von 2013 bis 2020 laufenden Förderprogramms Energie der Innosuisse. Es wurden acht Kompetenzzentren eingerichtet. Die EPFL war federführend im Bereich der Geoenergie. Laloui ist Autor des Kapitels dazu im Schlussbericht der Innosuisse.

    Lyesse Laloui sieht ein grosses Potenzial für die Nutzung von geothermischer Energie. Die Schweizer Regierung hat für 2035 das Ziel ausgegeben, 11 Prozent der für die Heizung und Kühlung von Gebäuden verwendeten Energie aus geothermischer Energie zu gewinnen. Laloui geht von über 20 Prozent aus. „Die Projektergebnisse zeigen, dass dieser Anteil leicht verdoppelt werden könnte“, wird er in der Mitteilung zitiert. Untersucht wurden auch die Möglichkeiten der Nutzung geothermischer Energie zur Stromerzeugung. Laloui weist dazu auf Probleme etwa bei der Tiefenbohrung ohne Auslösen seismischer Bewegungen hin. „Eines Tages werden wir es sicher schaffen, aber wir sind noch nicht so weit.“

    Gute Möglichkeiten ergeben sich laut dem Bericht Lalouis bei der unterirdischen Speicherung von CO2-Emissionen in der Schweiz, vor allem im Mittelland von Freiburg bis Zürich. Von den rund 40 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, die in der Schweiz jährlich emittiert werden, könnten etwa 12 Millionen unterirdisch gelagert werden, wird Professor Laloui zitiert.

  • Erster Schweizer Wasserstoff-Hub entsteht in den Rheinhäfen

    Erster Schweizer Wasserstoff-Hub entsteht in den Rheinhäfen

    Der erste Schweizer Wasserstoff-Hub soll in den Hafenarealen von Birsfelden und Muttenz entstehen. Darauf haben sich laut Medienmitteilung vier Partnerunternehmen geeinigt. Schweizerische Rheinhäfen, der Energiekonzern Varo, der Tankstellenbetreiber AVIA und der Basler Energieversorger IWB haben eine gemeinsame Absichtserklärung für den Aufbau eines solchen Wasserstoff-Knotens unterzeichnet. Wasserstoff werde als grüner Energieträger eine wichtige Rolle in der CO2-neutralen Zukunft spielen, heisst es in der Mitteilung.

    Die vier Partner aus der Energiewirtschaft und Logistik sehen die Häfen Muttenz und Birsfelden als optimale Standorte für einen Wasserstoff-Hub, heisst es in der von Varo verbreiteten gemeinsamen Medienmitteilung. Das Projekt H2-Hub Schweiz solle Produktion, Verteilung und Anwendung von Wasserstoff einschliessen. Die Pläne sehen vor, den Wasserstoff nicht nur mit der bestehenden Infrastruktur zu verteilen, sondern die grüne Energie vor Ort zu produzieren, zu speichern und zur Verfügung zu stellen. Die Tanklagergesellschaft AVIA AG und das Energieunternehmen Varo Energy Holding AG seien bereits in den Rheinhäfen tätig.

    IWB (Industrielle Werke Basel) produziert und verkauft erneuerbare und CO2-neutrale Energie als Strom, Wärme und Kälte und für Mobilität. IWB hat laut der Mitteilung gemeinsam mit der Tankstellenbetreiberin und AVIA-Mitgliedsfirma Fritz Meyer AG die GreenH2 AG gegründet. Das Unternehmen soll Wasserstoffproduktionsanlagen bauen.

    Im H2-Hub Schweiz sollen bald Anwendungen von Wasserstoff getestet werden, als Treibstoff für Lastwagen, die Bahn, andere Strassenfahrzeuge und Schiffe.

  • ESB fördert Umstellung auf Solarwärme

    ESB fördert Umstellung auf Solarwärme

    ESB hat zum Monatsbeginn ein Programm zur Förderung neu erstellter thermischer Solaranlagen in Biel aufgelegt, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung. Damit wolle ESB die Bieler Klimastrategie unterstützen, heisst es dort weiter. Insbesondere will ESB einen Beitrag zum Ziel der Stadt leisten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

    Bei Neubauten gelte eine Kombination aus Gasheizung und Sonnenkollektoren als Standardlösung für die Vorgaben der kantonalen Energieverordnung, schreibt ESB. Die Sonnenkollektoren könnten dabei 60 bis 70 Prozent der Warmwasseraufbereitung und zusätzlich 20 Prozent der Heizenergie decken, schreibt ESB. Der grösste Energieverbrauch von Haushalten fällt laut Mitteilung in diesen beiden Bereichen an.

    Mit einer thermischen Solaranlage leisteten Immobilienbesitzende aber „nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern kommen auch in den Genuss zahlreicher Vorteile“, argumentiert ESB. Als solche werden in der Mitteilung geringere Kosten für Heizmaterialien, Steuerabzug und Fördergelder sowie ein vergleichsweise geringer Aufwand für den Unterhalt der Anlage genannt.

    Das Förderprogramm von ESB sieht 250 Franken pro Quadratmeter Kollektorfläche bis zu einer Gesamtgrösse der Anlage von 50 Quadratmetern vor. Wer eine grössere Anlage installiert, kann ein Gesuch auf weitere Unterstützungsbeiträge einreichen. Detaillierte Informationen stellt ESB im Internet zur Verfügung.

  • CKW kauft Elektro Basilisk AG

    CKW kauft Elektro Basilisk AG

    Die CKW AG betreibt ihr Wachstum in der Deutschschweiz: Der Luzerner Spezialist für integrierte Energie- und Gebäudetechniklösungen hat das Basler Elektrounternehmen Elektro Basilisk AG gekauft. Wie CKW mitteilt, erweitert sie mit dieser gezielten Ergänzung ihr eigenes Portfolio optimal. Gleichzeitig stütze sie die Strategie, das Geschäftsfeld Gebäudetechnik und insbesondere Solar auszuweiten. „Die Elektro Basilisk AG ergänzt die Kompetenzen innerhalb der CKW-Gruppe sowohl geografisch wie auch thematisch optimal“, wird Thomas Gisler, Leiter des Geschäftsbereichs Elektro bei CKW, zitiert.

    Das 1997 gegründete Unternehmen Basilisk bietet sämtliche Dienstleistungen rund um Elektro- und Telematikinstallationen, Reparaturservice und Solartechnik an. Knapp 40 Mitarbeitende sind für die Firma tätig. Sie bleiben ebenso wie die Geschäftsführer im Unternehmen.

    Die CKW-Gruppe versorgt eigenen Angaben zufolge über 200’000 Endkunden in den Kantonen Luzern, Schwyz und Uri mit Strom. Zusätzlich bietet sie schweizweit Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen IT-Infrastruktur und -Kommunikation, Elektro sowie Energietechnik. CKW beschäftigt mehr als 1900 Mitarbeitende.

  • Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Das Projekt Rheinfelden Solar wird in Kürze seine dritte Solaranlage in Betrieb nehmen, informiert AEW Energie in einer Mitteilung. Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 110 Kilowatt wird im Zuge einer Dachsanierung auf dem Werkhof und Feuerwehrmagazin in Stein errichtet. Insgesamt werden hier 290 Module installiert.

    Im Projekt Rheinfelden Solar können Interessierte Solarenergie unterstützen, ohne eine eigene Solaranlage einrichten zu müssen. Stattdessen finanzieren sie eine von Rheinfelden Solar installierte Anlage über einen einmaligen Beitrag pro Modul. Im Gegenzug wird den Beteiligten der mit den von ihnen finanzierten Modulen produzierte Strom über 20 Jahre hinweg in der eigenen Stromrechnung gutgeschrieben.

    Die Module der Anlage in Stein werden zu den gleichen Konditionen wie die der erheblich grösseren zweiten Anlage von Rheinfelden Solar auf dem Dach des Swisslos-Logistikzentrums in Rheinfelden abgegeben. Interessierte können ab sofort online die gewünschte Anzahl von Modulen zum Preis von je 560 Franken bestellen, erläutert AEW Energie. Ab Jahresbeginn 2022 sollen ihnen jährlich 240 Kilowattstunden Strom pro erworbenen Modul auf der Stromrechnung gutgeschrieben werden.

  • Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Das Gesundheitszentrum Dielsdorf setzt auf eine nachhaltige heiztechnische Lösung. Auf dem Dach der Einrichtung hat das Liechtensteiner Unternehmen Hoval dafür eine Heizzentrale in der Grösse eines kleinen Einfamilienhauses umgesetzt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Über die restliche Dachfläche erstreckt sich eine Solaranlage.

    „Die grosse Fläche bot sich für den Einsatz von Solarenergie an. Die gesamte Anlage wurde mittels Kran auf das Dach gehoben“, erklärt Edgar Stutz, Bereichsleiter Technischer Dienst des Gesundheitszentrums Dielsdorf, in der Mitteilung. Laut Heinz Hitz, Technischer Verkaufsberater bei Hoval, werden in der Schweiz pro Jahr nur etwa 30 Anlagen dieser Grösse in Betrieb genommen.

    Das Herz der Energieversorgung bilden ein Gas-Brennwertkessel und die Solarpanels. Im Untergeschoss befinden sich zwei Energiespeicher. Wenn beide Speicher die nötige Temperatur erreicht haben, wird die überschüssige Energie der Solaranlage automatisch in einen alten Teil der Überbauung weitergeleitet. Die Anlage wird von einem Öl-Brennwertkessel ergänzt, der aber nur im Fall einer Störung zum Einsatz kommt.

    Im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen kann das Gesundheitszentrums mit der neuen Anlage 120ʼ000 Kilowattstunden Energie einsparen, meint Björn Zittra, Leiter Verkaufssupport bei Hoval. „Das entspricht etwa 12ʼ000 Kubikmeter Erdgas – oder rund 29 Tonnen CO2 pro Jahr“, erklärt er.

  • Raiffeisen nominiert Firmen für Unternehmerpreis

    Raiffeisen nominiert Firmen für Unternehmerpreis

    Die Raiffeisen Bank verleiht ihren Unternehmerpreis erstmals auch in der Region Espace Mittelland. Mit diesem ehrt sie KMU, die sich für eine „wirtschaftlich nachhaltige Geschäftsentwicklung“ engagieren, heisst es in einer Medienmitteilung. Nun stehen die sechs Nominierten fest.

    Unter ihnen ist etwa die Megasol Energie AG aus Deitingen SO. Laut Raiffeisen gehört das KMU zu den weltweit führenden Herstellern von Solarmodulen. Im Jahr 2014 hat Megasol Energie ein Solarmodul präsentiert, das zum Baustoff der Gebäudehülle wird – damals eine Weltneuheit.

    Aus dem Kanton Bern gehören die puralpina ag, die Wyssen Avalanche Control AG, die Studersond AG und die Stuberholz AG zu den Nominierten. Die puralpina ag stellt Produkte für die Gesundheit in der Schweiz her, die Wyssen Avalanche Control AG hat sich auf Lawinensprengsysteme spezialisiert, die Studersond AG ist eine Herstellerin von Maschinen für Bodenaufschlüsse und die Stuberholz AG ist auf den Holzbau spezialisiert.

    Aus dem Kanton Freiburg ist die Krummen Kerzers AG unter den Nominierten. Das Logistikunternehmen ist international tätig und schreibt der Nachhaltigkeit eine grosse Bedeutung zu.

    Das Siegerunternehmen wird eine Trophäe und ein Preisgeld in der Höhe von 10’000 Franken erhalten. Ausserdem wird ein mit 5000 Franken dotierter Publikumspreis verliehen. Die Preisverleihung findet am 9. September statt.

  • Emmi nutzt Solarenergie von Amstutz

    Emmi nutzt Solarenergie von Amstutz

    Emmi und die Amstutz Holzenergie AG weiten ihre Zusammenarbeit aus. Die am Emmi-Standort Emmen hergestellten Produkte wie Aktifit oder Luzerner Rahmkäse werden laut einer Medienmitteilung von Emmi künftig mit Solarstrom von den Dächern der benachbarten Amstutz AG produziert. Bereits seit zwölf Jahren stammen 80 Prozent der dort von Emmi benötigten Prozessenergie aus einer Holzschnitzelanlage auf dem Gelände von Amstutz. Sie speist über eine Fernleitung heissen Dampf in die Leitungen von Emmi ein.

    Die 1440 Photovoltaikmodule von Amstutz produzieren jährlich etwa 500’000 Kilowattstunden Strom. Rund 200’000 Kilowattstunden setzt Amstutz selbst ein, 300’000 werden an Emmi abgegeben. „Wir freuen uns, dass unsere Nachbarin Emmi seit zwölf Jahren auf umweltfreundlichen ,Holzdampf‘ unserer Firma setzt und wir nun mit Sonnenenergie von unseren Dächern die partnerschaftliche Zusammenarbeit für eine nachhaltige Energiezukunft verstärken können“, wird Geschäftsführer Albert Amstutz zitiert.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, werden die rund 25 Emmi-Betriebe in der Schweiz mit 100 Prozent Strom aus europäischer Wasserkraft versorgt. Künftig wolle das Unternehmen die Produktion von eigenem erneuerbarem Strom in den kommenden Jahren „deutlich“ steigern. So werde auch das Dach der aktuell im Bau befindlichen neuen Käserei in Emmen mit Photovoltaikelementen ausgestattet.

  • Meyer Burger will Solardachziegel aus der Nische führen

    Meyer Burger will Solardachziegel aus der Nische führen

    Das Solarunternehmen Meyer Burger will sein Produktportfolio um innovative Solardachziegel erweitern. Dazu erwirbt es eine bereits zugelassene und zertifizierte Lösung von einem deutschen Ingenieurdienstleister. Mit dem Kauf gehe sämtliches geistiges Eigentum und umfassendes Fachwissen in den Besitz von Meyer Burger über. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

    Mit dem Zukauf will Meyer Burger nicht nur seine eigene nachhaltige Geschäftsentwicklung sichern. Ein Ziel sei es auch, die Nachfrage im Markt nach innovativen Dachziegeln zu steigern. „Integrierte Solardachsysteme stellen heutzutage noch eine Marktnische dar. Mit unserer neuartigen Solarziegellösung planen wir, dachintegrierte Lösungen aus der Nische in einen grösseren Markt zu führen“, erklärt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger, in einer Medienmitteilung.

    Meyer Burger will sein neues Solardach im zweiten Halbjahr 2022 auf den Markt bringen. Die Solarziegel sollen etwa bei privaten Dachanlagen mit kompletter Neu- oder Ersatzeindeckung, Objekten in Sanierungs- und Denkmalschutzgebieten, Häusern mit begrenzter Dachlast sowie ästhetisch besonders anspruchsvollen Dachinstallationen zum Einsatz kommen.

    Der Konzern will sein Solardach bereits vor der Lancierung an der Fachmesse Intersolar in München vorstellen.

  • Universität Zürich setzt auf Winterthurer Wasserstrom

    Universität Zürich setzt auf Winterthurer Wasserstrom

    Stadtwerk Winterthur hat die Universität Zürich (UZH) als Neukundin gewinnen können. In der entsprechenden Ausschreibung habe die UZH Strom aus erneuerbaren Energien vorausgesetzt und sich für Wasserstrom aus der Europäischen Union entschieden, erläutert die Stadtverwaltung Winterthur in einer Mitteilung. Das städtische Unternehmen wird der UZH von 2024 bis 2028 jährlich 69 Gigawattstunden Strom aus Wasserkraft liefern.

    Zudem hat Stadtwerk Winterthur zwei weitere Ausschreibungen von Altkunden für sich entscheiden können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Danach wird zum einen die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) auch in den Jahren 2024 bis 2028 nachhaltigen Wasserstrom vom Stadtwerk Winterthur beziehen. Von den vertraglich vereinbarten jährlich 110 Gigawattstunden sollen 4 Gigawattstunden den strengen ökologischen Richtlinien von naturemade star genügen.

    Zum anderen wird auch das Kantonsspital Winterthur zwischen 2024 und 2026 weiterhin Strom aus Wasserkraft vom Stadtwerk Winterthur erhalten. Die entsprechende vertragliche Vereinbarung umfasse die Lieferung von jährlich rund 24 Gigawattstunden Strom, schreibt die Stadtverwaltung Winterthur.

  • Empa-Forschende entwickeln Energiesparriegel für Fenster

    Empa-Forschende entwickeln Energiesparriegel für Fenster

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben eine neuartige Wärmedämmung für Fenster entwickelt. Laut Medienmitteilung ist der Dämmsteg eine Art Sandwich, mit einer umweltfreundlichen Füllung. Im Inneren befindet sich aus wiederverwerteten PET-Flaschen geformter Schaumstoff mit mikroskopisch kleinen Luftbläschen. Dieser sogenannte gefüllte Energiesparriegel für Fenster hat einen sehr hohen Wärmedämmwert.

    Entwickelt wurde der Riegel von einem Empa-Team um Michel Barbezat und Giovanni Terrasi von der Abteilung Mechanical Systems Engineering zusammen mit Experten des Metallbauunternehmens Hochuli in Wigoltingen TG. Frank Hochuli hat für das Vorhaben eigens die Tochterfirma hochuli advanced gegründet. Hochuli bietet den Dämmsteg unter dem Markenzeichen Alpet an. Verglichen mit heutigen hochwertigen Ausführungen liesse sich die Wärmdämmung, etwa in einem neuen Bürogebäude, durchaus um bis zu einem Fünftel verbessern, wird Frank Hochuli zitiert.

    Das neue Produkt ist von den Empa-Forschenden auf Verschleissfestigkeit bei Dauerbeanspruchung wie auf die Eigenschaften der Wärmedämmung geprüft worden. Eine weitere Prüfung des neuartigen Dämmstegs ist beim Prüfinstitut ift im bayerischen Rosenheim vorgenommen worden. Das ift gilt laut der Medienmitteilung in der Branche seit Jahrzehnten als Referenz. Die Fachleute dort setzten laut der Empa-Mitteilung die Prototypen auch Brandversuchen, Bruchtests und anderen Belastungen aus, wie auf nicht sichtbare Mikrorisse nach 1000-stündiger Lagerung in Öl oder leichter Säure oder nach starkem Zug in Querrichtung.

    Nach Angaben von Frank Hochuli liegen offizielle Zertifizierungen zum Brandverhalten und zur statischen Belastbarkeit vor. Das Attest zur Wärmedämmung steht noch aus.

  • Sonnenenergie ist um fast 50 Prozent gewachsen

    Sonnenenergie ist um fast 50 Prozent gewachsen

    Die Statistik Sonnenenergie 2020 des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie, Swissolar, belegt, dass der Photovoltaikzubau in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 48 Prozent gestiegen ist. Damit ist ein Rekordwert von 493 Megawatt erreicht. Die Leistung von nahezu 3 Gigawatt deckte 4,7 Prozent des Strombedarfs im Land.

    Laut einer Medienmitteilung von Swissolar sind die Zuwächse bei Anlagen auf Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbauten sowie bei Photovoltaik (PV)-Anlagen über 100 Kilowatt besonders hoch. Die durchschnittliche Anlage war 24,5 Kilowatt gross. Im Vorjahr waren es noch 22,5 Kilowatt. Rund 15 Prozent der PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern werden mit einem Batteriespeicher kombiniert. Deren Verkaufszahl wuchs gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent.

    Weltweit wurden im vergangenen Jahr 18 Prozent mehr Gigawatt PV-Leistung installiert als im Vorjahr. Die jährliche Stromproduktion entspricht etwa der von 115 Atomkraftwerken (AKW) von der Grösse Gösgens. Sie deckte 3,7 Prozent des weltweiten Strombedarfs. Gemäss Swissolar-Statistik ist alle 20 Tage die Produktionskapazität eines AKW hinzugekommen.

    Der Verkauf von Kollektoranlagen zur Nutzung der Solarwärme ist um rund 18 Prozent gesunken. Gründe seien unter anderem in der Dominanz von Wärmepumpen im Neubau und bei Heizungssanierungen zu suchen.

    Für die Dekarbonisierung des Energiesystems und für den Ersatz von Atomkraft bedarf es laut Swissolar eines massiven Ausbaus der Solarenergie auf rund 50 Gigawatt, mit einer jährlichen Stromproduktion von 45 Terawattstunden. Dazu müsste die Schweiz jährlich etwa 1500 Megawatt zubauen. Das entspreche dem Dreifachen des jetzigen jährlichen Zubaus.

    Doch gemäss der bundesrätlichen Botschaft vom 18. Juni zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien solle dieser Zubau von 2023 bis 2035 lediglich bei 700 Megawatt pro Jahr liegen. Ausserdem enthalte die Gesetzesvorlage Elemente, die den weiteren Ausbau der Solarenergie gefährden.

    „Das Parlament muss hier rasch korrigieren“, fordert Swissolar. Als Wegweiser könne der Beschluss des österreichischen Parlaments dienen, bis 2030 eine hundertprozentig erneuerbare Stromversorgung zu erreichen. Ausserdem sei „auf unverantwortliche und den Volkswillen missachtende Bestrebungen zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu verzichten“. Nach dem knappen Nein zum CO2-Gesetz sei es nun an den Kantonen, den Ausstieg aus Öl und Gas in Gebäuden zu betreiben.

  • Mit Sonnenstrom überwintern

    Mit Sonnenstrom überwintern

    Gebäude werden zusehends zu kleinen Kraftwerken, seit auf immer mehr Dächern Photovoltaik-Module Solarenergie einfangen. Doch die Sonne scheint nicht immer und der Strombedarf schwankt stark übers Jahr. Gefragt sind deshalb Speichertechnologien. Erdsonden liefern zwar im Winter Wärme, aber keinen Strom. Batterien wiederum sind zwar technisch sinnvoll, aber Kurzzeitspeicher und damit keine saisonalen Stromspeicher. Bei der Überbauung Seebrighof in Hausen am Albis gehen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich deshalb einen anderen, neuen Weg. Die 28 Wohnungen im angebauten Bauernhaus und Neubau beziehen Solarenergie vom Hausdach. Damit diese auch im Winter zur Verfügung steht, installiert EKZ einen Wasserstoffspeicher – einen der ersten dieser Art in der Schweiz.

    Wenn an Sommertagen die Solaranlage mehr Strom liefert, als die Bewohner verbrauchen, gelangt dieser nicht zurück ins Netz. Stattdessen macht die Power-to-Gas-Anlage damit Wasserstoff. Im Winter, wenn der Energiebedarf höher ist, wandelt die Anlage den Wasserstoff wieder in Energie zurück. «In den Brennstoffzellen der Anlage entsteht daraus zu rund 55 Prozent Strom», erklärt Georg Putzi, Produktmanager Energiecontracting bei EKZ. Die restlichen 45 Prozent der gespeicherten Energie entweicht als Abwärme, die das Gebäude beheizt.

    Der saisonale Stromspeicher bietet mehrere Vorteile. Die Anlage ist umweltfreundlich, weil sie nur mit Leitungswasser und lokal produziertem Solarstrom auskommt. Das öffentliche Stromnetz wird entlastet. Eine Batterie gleicht kurzzeitige Schwankungen aus, so kann die P2G-Anlage effizienter betrieben werden.

    Im Sommer macht die Power-to-Gas-Anlage mit der Sonnenenergie Wasserstoff, im Winter wandelt sie diesen wieder in Energie zurück.

    Die Anlage in Hausen am Albis basiert auf einem standardisierten Konzept, das EKZ entwickelt hat. Das macht die Technik günstiger, anpassbarer und skalierbar. So kann sie auch für grössere Wohnüberbauungen eingesetzt oder bei Altbauten nachgerüstet werden. «Wenn es bereits eine Solaranlage mit einem Zusammenschluss für den Eigenverbrauch (ZEV) gibt, kann die Wasserstofftechnik ergänzt werden», so Putzi. Auch mit Wärmepumpenanlagen lässt sich die Technik gut kombinieren, so wie in Hausen am Albis. Im Winter liefert die Umgebung die Wärme (z.B. Erdwärmesonden, Grundwasser, oder Luft), der Wasserstoffspeicher den Strom.

    Auf die Haustechnik hat die P2G-Anlage keinen besonderen Einfluss, sie braucht nur Platz in der Nähe der Heizzentrale. Architektonisch relevant ist hingegen der Gasspeicher. Aus Sicherheitsgründen muss dieser ausserhalb vom Gebäude positioniert werden, damit der flüchtige Wasserstoff im Notfall entweichen kann. Der Gasspeicher besteht aus Gasflaschen, welche als Bündel gruppiert und mit einem Gehäuse verkleidet werden, das die Architekten anpassen können.

    Die Bauherrschaft erhöht mit der Anlage den energetischen Selbstversorgungsgrad und spart im Winter Stromkosten ein. «Aktuell ist die P2G-Anlage noch nicht kostendeckend», sagt Georg Putzi. Wenn die Strompreise künftig steigen und die Kosten für die Anlage sinken, wird sie bedeutend wirtschaftlicher werden. «Solche Pioniertaten sind wichtig, um Erfahrungen zu sammeln und den Markt weiterzuentwickeln», so Putzi. Aktuell importiert die Schweiz im Winter viel Strom. Schaltet Deutschland die Kohlekraftwerke ab, wird die Winterknappheit noch grösser. In der Energiestrategie 2050 des Bundesrats nehmen Speichertechnologien auf Basis von Gasen und Flüssigkeiten deshalb einen hohen Stellenwert ein. Mit einer P2G-Anlage können die Gebäude dazu beitragen, die Herausforderungen in der Stromversorgung im Winter zu entschärfen.

  • Swissolar fordert höheres Tempo beim Solarausbau

    Swissolar fordert höheres Tempo beim Solarausbau

    Der Zubau von Solaranlagen in der Schweiz war 2020 etwa 30 bis 39 Prozent höher als im Vorjahr und damit auf Rekordniveau. Das ist zumindest die Schätzung des Verbands Swissolar auf Basis von bereits verfügbaren Zahlen zur Statistik Sonnenenergie 2020, welche im Juli veröffentlicht wird.

    In einer Mitteilung anlässlich der Nationalen Photovoltaiktagung in Bern weist Swisssolar darauf hin, dass das Tempo beim Zubau weiter beschleunigt werden muss. Die Energieperspektiven 2050+ des Bundesrats rechnen mit einer jährlichen Solarstromproduktion von 34 Terawattstunden bis 2050. Swissolar würde sogar 45 Terawattstunde anstreben. Allerdings müsse der jährliche Zubau für beide Ziele im Vergleich zum Vorjahr um den Faktor drei bis vier gesteigert werden, so Swissolar.

    Für ein rascheres Tempo beim Zubau müssten laut Swissolar auch die Rahmenbedingungen optimiert werden. Der Einschätzung des Verbands zufolge werde der Ausbau von Photovoltaikanlagen in der Schweiz vorwiegend auf Dächern und an Fassaden von Gebäuden stattfinden. Eine Auswertung von Swissolar zeigt hier, dass kleinere und mittlere Anlagen von unter 150 Quadratmetern auf den Dächern von Ein- und Mehrfamilienhäusern fast die Hälfte des „einfach erschliessbaren“ Solarpotenzials bergen. Der Verband fordert daher, dass prioritär für diese Anlagen Investitionssicherheit geschaffen werden soll. Mittelfristig dürfte auch die Winterproduktion von Strom zunehmend wichtiger werden. Hier dürften laut dem Verband insbesondere alpine Solaranlagen eine wichtige Rolle spielen.

  • Immobilien der Armee verbrauchen ausschliesslich Erneuerbare Engergie

    Immobilien der Armee verbrauchen ausschliesslich Erneuerbare Engergie

    Die von der Armee genutzten Immobilien des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verbrauchen ausschliesslich Strom, der aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wasserkraft, erzeugt wird, informiert das VBS in einer Mitteilung zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Bundesamts für Rüstung (armasuisse). Ihr zufolge konnten auch die von den VBS-Immobilien verursachten CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt werden. Konkret wurden im letzten Jahr 36’600 Tonnen CO2 ausgestossen.

    Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht zeige auf, „wie armasuisse Immobilien ressourcenintensive militärische Infrastrukturen nachhaltig baut und über den gesamten Lebensweg wirtschaftlich betreibt“, heisst es in der Mitteilung weiter. Darüber hinaus stelle der Bericht wichtige Kennzahlen zur Verfügung. Als Beispiel wird unter anderem der Anteil der auf lokale Zulieferer entfallenden Ausgaben für Planungs- und Bauleistungen genannt. Er wird in der Mitteilung auf 85 Prozent beziffert.

    Zusätzlich enthalte der Bericht ein Gespräch mit Divisionär Thomas Kaiser, wird in der Mitteilung weiter erläutert. In diesem stelle der Chef der Logistikbasis der Armee „seine Vision der nachhaltigen Zukunft für die Logistikbasis der Armee“ vor.

  • Bundesrat will mehr erneuerbaren Strom im Winter

    Bundesrat will mehr erneuerbaren Strom im Winter

    Der Bundesrat will die Sicherheit der Stromversorgung stärken. Er hat dafür die Botschaft zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien verabschiedet. Diese sieht laut einer Mitteilung des Bundesrates unter anderem vor, den Ausbau der heimischen erneuerbaren Energien stärker als bisher vorgesehen voranzutreiben. Insbesondere will er die Versorgungssicherheit im Winter stärken.

    Laut der Botschaft sollen 2035 neu 17 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden, davon 14 Terawattstunden aus Photovoltaik. Bisher lag der Zielwert bei 11,4 Terawattstunden. 2050 soll die Produktion 39 Terawattstunden betragen, der bisherige Zielwert lag bei 24,2 Terawattstunden.

    Um die Versorgung im Winter zu sichern, sollen bis 2040 zusätzlich zu den bisherigen Zielwerten 2 Terawattstunden klimaneutralen Stroms erzeugt werden, die im Winter sicher abrufbar sein müssen. Dies soll vorrangig durch grosse Speicherkraftwerke erreicht werden, die über einen Winterzuschlag entschädigt werden. Ausserdem soll eine strategische Energiereserve etabliert werden, die auch die Stromversorgung gegen Ende des Winters absichert.

    Der Bundesrat will die Finanzierung der heutigen Förderinstrumente, die bis Ende 2022 und 2030 befristet sind, bis 2035 verlängern. Die Höhe des Netzzuschlags soll dabei weiter 2,3 Rappen pro Kilowattstunde betragen.

    Ausserdem soll der Strommarkt vollständig geöffnet und damit die dezentrale Stromproduktion gestärkt werden. Eine weiter bestehende Grundversorgung soll kleine Endverbraucher schützen.

  • Enerdrape gewinnt mit Klimapaneelen für Gebäude

    Enerdrape gewinnt mit Klimapaneelen für Gebäude

    Enerdrape hat 150000 Franken im Rahmen des Förderprogramms von Venture Kick gewonnen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt eine nachhaltige Lösung zur Klimatisierung von Gebäuden. Das System des Start-ups besteht aus modular aufgebauten Paneelen, die in Innenräumen installiert werden. Diese nutzen die vorhandene thermische Energie und Abwärme, um das Gebäude zu heizen und zu kühlen.

    Alleine das Heizen und Kühlen von Gebäuden ist den Angaben von Enerdrape zufolge in Europa für rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich. Laut dem Start-up erfordern nachhaltige Alternativen oft einen komplexen Installationsprozess und sind zudem teuer. Dagegen sei die Lösung von Enerdrape günstig und einfach umsetzbar. Die Paneele der Firma sind insbesondere für die Installation in Tiefgaragen sowie in Geschäftsgebäuden vorgesehen. In Europa sieht Enerdrape hier einen potenziellen Markt von 40 Millionen Franken.

    Die Förderinitiative Venture Kick unterstützt Jungunternehmen von der Idee bis zur Firmengründung. Die Venture Kick Stiftung hat das Institut für Jungunternehmen, das in Schlieren ZH, St.Gallen und Lausanne vertreten ist, mit der Durchführung der Initiative mandatiert.

  • ewz rüstet 70 Aldi-Dächer mit Solarmodulen aus

    ewz rüstet 70 Aldi-Dächer mit Solarmodulen aus

    Rund 70 Filialen von Aldi Suisse können bereits jetzt oder in naher Zukunft selbstproduzierten Solarstrom verwenden. Laut einer Medienmitteilung von Aldi befindet sich „eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz“ auf der Zielgeraden. Auf den etwa 70 Aldi-Suisse-Filialdächern werden dann insgesamt 45’000 Solarmodule verbaut worden sein. Installiert und betrieben werden die Photovoltaikanlagen von ewz.

    Der daraus generierte Strom von rund 14 Millionen Kilowattstunden entspreche etwa dem Jahresverbrauch von 5000 Haushalten. Gemeinsam mit der „grössten zusammenhängenden Solaranlage der Schweiz“ auf dem Dach des Aldi Suisse-Verteilzentrums in Perlen ZH würden dann insgesamt über 22 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Damit könnten etwa 8400 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

    Den Grossteil davon verbrauche Aldi Suisse etwa für Beleuchtung oder Kühlung der eigenen Filialbetriebe und für Elektroladestationen. Sie seien bislang an 10 Prozent der Standorte errichtet worden. Überschüsse würden von ewz ins Netz eingespeist. „Wir sind stolz“, so Aldi-Landesgeschäftsführer Jérôme Meyer, „dass wir mit Sonnenenergieprojekten wie diesem dazu beitragen, den unternehmenseigenen CO2-Fussabdruck weiter systematisch zu verringern“.

  • Abwärme aus Lebensmittelproduktion wird Meilen heizen

    Abwärme aus Lebensmittelproduktion wird Meilen heizen

    Seit Jahresbeginn werden die Süssigkeiten und Snacks der Delica AG in Meilen mit Energie produziert, die aus dem Wasser des Zürichsees gewonnen wird, erläutert Energie 360° in einer Mitteilung. Das Zürcher Energiedienstleistungsunternehmen hat dieses Projekt für die zur Migros gehörende Delica AG realisiert. „Damit ist ein grosser Schritt zur CO2-neutralen Produktion geschafft“, lässt sich Markus Müller, Verantwortlicher Energiemanagement der Delica AG in Meilen, in der Mitteilung zitieren.

    Die Abwärme des Produktionsprozesses soll zukünftig zum Heizen in Meilen genutzt werden. Dazu wird Energie 360° gemeinsam mit der Gemeinde Meilen einen Energieverbund realisieren. Hier könnten ab Herbst kommenden Jahres rund 100 Liegenschaften mit Heizenergie versorgt werden, erläutert das Energiedienstleistungsunternehmen. Sie würden zusammen jährlich rund 1,1 Millionen Liter Heizöl einsparen und somit bis zu 3000 Tonnen CO2-Ausstoss vermeiden.

    Interessierte können sich online über das Projekt informieren und eine Anschlussmöglichkeit prüfen, informiert Energie 360°. Das Unternehmen bietet dort auch einen Richtpreisrechner an, mit dem eine Richtpreisofferte eingeholt werden kann.

  • Swiss Life Arena stellt Eis CO2-neutral her

    Swiss Life Arena stellt Eis CO2-neutral her

    Die Swiss Life Arena solle „ein Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz“ werden, schreibt das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) in einer Mitteilung. Es hat das Energiekonzept für das Eisstadion in Zürich Altstetten erstellt. „Dabei haben wir unsere langjährigen Erfahrungen aus der Planung, der Realisierung und dem technischen Betrieb von Arenen wie dem Hallenstadion Zürich, der Swisspor Arena in Luzern oder der Vaudoise Arena in Lausanne einfliessen lassen“, wird Christoph Deiss, Leiter Energielösungen bei ewz, in der Mitteilung zitiert.

    Herzstück des Konzepts ist die Energiezentrale der Arena, in der die Kälte für die Eisfläche und die Energie für das Raumklima produziert werden. Die von den vier Kältemaschinen produzierte Abwärme wird zum einen für die Beheizung der Räume benutzt. Zum anderen soll die Arena an den Energieverbund Altstetten und Höngg angeschlossen werden. Damit trägt die Abwärme der Kältemaschinen in Zukunft zur Wärmeversorgung von an den Energieverbund angeschlossenen Haushalten bei. „Wir haben uns für ein Energiekonzept von ewz entschieden, das ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet“, lässt sich Peter Zahner, CEO der ZSC Lions, in der Mitteilung zitieren. „Überzeugt hat uns insbesondere der innovative Ansatz, Synergien zu nutzen – nicht zuletzt auch aus ökonomischer Sicht.“

    Damit die Swiss Life Arena den Minergie-Standard für Eisstadien erfüllen kann, wird zudem auf dem Dach des Stadions eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 400 Kilowatt Peak installiert. Wärme- und Kälteversorgung sowie der von ewz zusätzlich gelieferte Strom würden „zu 100 Prozent CO2-frei“ produziert, schreibt ewz. Ein Gebäudeautomationssystem soll die Anlagen bedarfsorientiert und energieeffizient steuern.

  • AEW Energie AG nimmt Salzbatterie in Betrieb

    AEW Energie AG nimmt Salzbatterie in Betrieb

    Die AEW stellt ihren AEW myHome-Kunden zukünftig eine umweltschonende Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien zur Verfügung. Dafür hat der Energieversorger im Raum Aarau ein Salzbatteriespeichersystem von der Innovenergy GmbH ins Programm genommen, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Anbieter aus Meiringen BE montiert und vertreibt das Batteriesystem.

    Die Salzbatterie lasse sich in das AEW myHome-Gesamtsystem integrieren, heisst es in der Mitteilung weiter. Dieses besteht aus Wärmepumpe, Photovoltaikanlage mit Speicher, Elektroladestation und einer smarten Steuerung. Damit eigne sich die neuartige Batterie für Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer, die ihre eigene Energie erzeugen, speichern und nutzen möchten. Sie eigneten sich überall dort, wo viel Energie produziert und mittlere Leistung abgefragt wird.

    Der Batteriespeicher auf Kochsalzbasis verfüge über eine ähnliche Energiedichte wie eine Lithium-Ionen-Batterie und habe eine Lebensdauer von mindestens 15 Jahren. Ausserdem sei die Salzbatterie wartungsfrei und zu 100 Prozent recycelbar. Das robuste Salzbatteriespeichersystem könne weder brennen noch explodieren und laufe auch bei extremen Temperaturen zwischen -20 Grad und 60 Grad Celsius.

    Weiterhin besteht die Batterie auf Kochsalzbasis laut Medienmitteilung zu 32 Prozent aus gewöhnlichem Kochsalz, welches aus Schweizer Salinen stamme. Damit seien kurze Transportwege sichergestellt. Darüber hinaus enthalte sie Eisen, Nickel und Keramik.

    All diese Vorteile haben ihren Preis: Eine Salzbatterie kostet etwa ein Drittel mehr als eine herkömmliche Batterie. „Nichtsdestotrotz spüren wir das grösser werdende Bedürfnis nach Ökologie und Nachhaltigkeit. Wir sind uns sicher, dass mehr und mehr Kunden diese Speicherlösung in Betracht ziehen werden“, wird Patrick Seiger vom AEW myHome-Team in der Medienmitteilung zitiert.

  • Neu auch für Wärmepumpen: Schweizweite Klimaprämie für den Ersatz von Öl- und Gasheizungen wird ausgeweitet

    Neu auch für Wärmepumpen: Schweizweite Klimaprämie für den Ersatz von Öl- und Gasheizungen wird ausgeweitet

    Schweizweite Förderung ohne Obergrenze
    Genau hier setzt Energie Zukunft Schweiz an: Die Klimaprämie ist ein gross angelegtes, schweizweites Förderprogramm ohne Maximalbetrag und mit einer Laufdauer bis voraussichtlich 2025. Die im August 2020 lancierte Klimaprämie für Holzheizungen hat den Nerv der Zeit getroffen: Insgesamt sind seither rund 600 Förderanfragen eingegangen.

    Fossile Heizungen mit einer Gesamtleistung von 12 MW werden mithilfe der Klimaprämie bereits ersetzt. Für eine Heizzentrale für acht Mehrfamilienhäuser mit einer Leistung von 316 kW wurde beispielsweise ein Förderbeitrag von CHF 110’000.- gesprochen, was etwa 60% der Investitionskosten abdeckte. Somit können allein mit dieser Anlage 56’000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden, was einem Ausstoss von ungefähr 125 Tonnen CO₂ entspricht.

    Noch attraktiver durch die Erweiterung auf Wärmepumpen
    Nach der erfolgreichen Lancierung für Holzheizungen weitet Energie Zukunft Schweiz das Programm ab sofort auf Wärmepumpen aus. Der Förderbetrag liegt für Wasser/Wasser- sowie Sole/Wasser-Wärmepumpen bei 1.80 Franken pro eingespartem Liter Erdöl oder Kubikmeter Erdgas. Bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe liegt der Betrag bei 1 Franken. Bei einer korrekt dimensionierten Heizung sind das bei einer Sole/Wasser-Wärmepumpe rund 360 Franken und bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe 200 Franken pro Kilowatt Leistung. 

    Zur Abschätzung des zu erwartenden Förderbetrages stellt Energie Zukunft Schweiz online einen Förderrechner bereit. Finanziert wird die Förderung von der Stiftung für Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK. Reguliert wird das Programm durch das Bundesamt für Umwelt BAFU.

    Förderbeiträge für sämtliche Bereiche – auch für öffentliche Bauten, Bürogebäude und Industriebetriebe
    Dass es eine Förderung ohne Obergrenze und nicht nur für den Wohnbereich ist, macht das Programm für Grossheizungen – zum Beispiel für Gemeindebauten, Prozesswärme in Industriebetrieben, Wohnblöcke, grosse Gewerbe- oder Bürogebäude oder ganze Areale – besonders attraktiv. Ein substanzieller Anteil der Investitionskosten wird gedeckt und auch komplexe, multivalente Systeme sind förderbar.

    Dekarbonisierung wird beschleunigt
    Erneuerbare Heizsysteme bieten viele Vorteile: Sie schonen nicht nur das Klima durch eine deutliche Reduktion des CO2-Ausstosses, sie haben auch einen positiven Einfluss auf das Image und den Wert von Immobilien. Mit der grosszügigen Förderung von Holzheizungen und Wärmepumpen und der schweizweit einheitlichen Abwicklung beschleunigt die Klimaprämie die Dekarbonisierung der Heizungen in der Schweiz entscheidend. Die Investitionskosten reduzieren sich massiv. Das Dilemma, dass klimaschädliche Technologien aus Kostengründen bevorzugt werden, ist damit überwunden.

  • Stadtwerk Winterthur forciert Umbau auf Erneuerbare

    Stadtwerk Winterthur forciert Umbau auf Erneuerbare

    Stadtwerk Winterthur verfolge den Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien konsequent weiter, erläutert das Energieunternehmen der Stadt Winterthur in einer Mitteilung zum Jahresabschluss 2020. Im Berichtsjahr hat Stadtwerk Winterthur dabei unter anderem 14 neue Photovoltaikanlagen installiert. Seit April werden zudem bei den Gasprodukten der Grundversorgung nur noch Biogas und CO2-kompensiertes Erdgas angeboten.

    Um den Umstieg auf Fernwärme zu fördern, verzichtet das Unternehmen darüber hinaus auf den aktiven Verkauf neuer Gasanschlüsse. Die Grundversorgung mit Strom wird seit Anfang 2020 ausschliesslich über Strom aus erneuerbaren Energiequellen angeboten.

    Über die gesamte Absatzmenge hinweg betrage der Biogasanteil derzeit rund 13 Prozent, erläutert Stadtwerk Winterthur in der Mitteilung weiter. Noch in diesem Jahr soll der Anteil auf 33 Prozent gesteigert werden. Bis 2025 will das Unternehmen zudem 100 neue Photovoltaikanlagen installieren. Darüber hinaus ist geplant, die Verbrennungslinie 2 der Kehrichtverbrennungsanlage in der Grüze zu erneuern. Damit könnten zusätzliche Gebiete mit Fernwärme versorgt werden, schreibt Stadtwerk Winterthur.

    Im Berichtsjahr hat Stadtwerk Winterthur einen leicht unter dem Vorjahreswert liegenden Gesamtumsatz von 239 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Gewinn sei dagegen auf 33 Millionen Franken deutlich gesteigert worden, erläutert das Unternehmen. Als Hintergrund werden in der Mitteilung sehr gute Einkaufspreise für Strom und Gas genannt.

  • BKW, AEK und onyx schliessen ihre Netze zusammen

    BKW, AEK und onyx schliessen ihre Netze zusammen

    Die BKW Energie AG in Bern, die AEK Energie AG in Solothurn und die onyx Energie Mittelland AG in Langenthal treten per 1. Januar 2022 unter einem Dach auf. Der Zusammenschluss der drei Verteilnetzbetreiberinnen der BKW-Gruppe soll auf den Generalversammlungen von AEK und onyx im kommenden Jahr genehmigt werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Standorte in den Gebieten Emmental, Oberaargau, Seeland, Oberland, Jura und Solothurn sollen erhalten bleiben, ebenso die mehr als 600 Arbeitsplätze in den Bereichen Energie, Gebäude und Infrastruktur.

    Die Mitarbeitenden sollen zukünftig das grösste Verteilnetz der Schweiz weiterentwickeln. Dafür werde in Solothurn ein Ort für neue, zukunftsweisende Zusammenarbeitsmodelle in den Bereichen Energie und Infrastruktur entstehen.

    Der Zusammenschluss der Netze sei eine Reaktion der Unternehmen auf ein sich veränderndes Marktumfeld im Zuge der Energiewende, heisst es in der Medienmitteilung. So komme es zunehmend zu hohen Leistungsspitzen, wenn Eigentümer von Elektroautos ihre Wagen gleichzeitig zum Laden anschliessen.

    Ausserdem speisen immer mehr Verbraucher, die selbst Strom produzieren, ihre Überschüsse ins Netz ein. Dies führe zu höheren Kosten. Durch eine engere Koordination, Standardisierung und Automatisierung der bisher unabhängigen Netze sollen diese Mehrkosten abgefedert werden.

    Die Netze von BKW, AEK und onyx versorgen eine Million Menschen mit Strom. Sie umfassen 425’000 Anschlüsse und 22’000 Kilometer Netz entlang der Aare von der Grimsel bis nach Solothurn und im Jura.

  • Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Die britische IG Bank hat eine Rangliste der nachhaltigsten Schweizer Städte erstellt. Laut dieser gilt Zürich als die nachhaltigste Stadt der Schweiz. Hinter Zürich folgen Lausanne, Bern, Luzern, St.Gallen, Lugano, Genf und Basel.

    Für ihre Rangliste hat die Bank Datenquellen der Regierung aus den acht grössten Städten verwendet. Die Ergebnisse hat sie dann mit Bewertungen von internationalen Agenturen kombiniert. Zu den Schwerpunkten bei der Bestimmung der Nachhaltigkeit gehörten etwa die Luftqualität, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, der Anteil an Erholungsflächen, die Bevölkerungsdichte und der Anteil der besiedelten Gebiete.

    Die IG Bank hebt hervor, dass Zürich nicht nur die nachhaltigste, sondern auch die grösste Stadt der Schweiz ist. Damit sei der Spitzenplatz umso beeindruckender. Zürich habe in allen Bereichen gut abgeschnitten. Besonders ausschlaggebend sei aber die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gewesen. So nutzen den Angaben der Bank zufolge 67,1 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner eine Form des öffentlichen Verkehrs. Dies sei eines der Hauptgründe für die gute Luftqualität in der Stadt. Als einen weiteren Höhepunkt hebt IG Bank hervor, dass Zürich eine eigene Regierungsabteilung für nachhaltiges Bauen hat. Diese konzentriere sich darauf, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu schaffen.

    Die IG Bank ist überzeugt, dass sich aktuelle und zukünftige Investitionen stark an der Nachhaltigkeit orientieren werden. Das Ziel ihrer Rangliste sei es, „das Engagement der Schweiz in Bezug auf Nachhaltigkeit hervorzuheben“. Ausserdem sollen die Daten als „Indikator für zukünftige Trends dienen und zeigen, was andere Grossstädte tun könnten, um den Erfolg der Schweiz zu wiederholen“.

  • Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Mitte Februar vergangenen Jahres fand der Spatenstich für das Hotel Rotbuche in Rapperswil-Jona statt. Die drei Anforderungen und Vorgaben an die Energieversorgung und an das Energiesystem für das neue Hotel waren klar: Energieeffizienz, Ökologie und Komfort. Um diese Vorgaben umzusetzen, wurden als Energiequelle für die Wärmepumpe Erdwärmesonden gebohrt und in Zusammenarbeit mit der Energie Zürichsee Linth (EZL) ein nachhaltiges Energiekonzept erarbeitet. Die EZL wird auch die Gebäudetechnik als Contractor betreiben und warten.

    Massnahmen zur Wärmerückgewinnung
    «Über die reversible Wärmepumpe kann Wärme für Heizzwecke und für das Brauchwarmwasser bereitgestellt werden», erklärt Roman Fausch, Projektleiter Energiedienstleistungen bei der EZL. Im Sommer bestehe die Möglichkeit, das Gebäude energieeffizient direkt über Erdwärmesonden zu kühlen, so der Fachmann. Bei hohem Kühlbedarf besteht zusätzlich die Möglichkeit, Kälte von der reversiblen Wärmepumpe zu nutzen. Weiter werden verschiedene Massnahmen zur Wärmerückgewinnung verbaut und dank einer intelligenten Steuerung auch bedarfsgerecht geregelt. «Im Zusammenhang mit Energie und Nachhaltigkeit ist es für uns eines der nachhaltigsten Hotelprojekte, welches wir planen und realisieren durften», sagt Stefano Ghisleni, Generalplaner der Ghisleni Partner AG, mit Sitz in Rapperswil, Zürich, St. Gallen und Zug.

    Beim Moxy Hotel Rotbuche stammt die natürliche Wärme aus rund 200 bis 250 Meter Tiefe. Die 23 Sonden, verteilt über die gesamte Baufläche, entziehen dem Erdboden 10 bis 15 Grad. Die Wärme wird durch eine Trägerflüssigkeit in die Wärmepumpe im Gebäude eingespeist und umgewandelt. So gelangt sie ins Heiz- und Klimasystem des Hotels. Die gesamte Länge des Erdsonden-Leitsystems misst mehr als fünf Kilometer.

    Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad
    Die Projektverantwortlichen betonen, dass der Grundbedarf für die Raumkühlung in den wärmeren Jahreszeiten im Hotel Rotbuche mit dem umweltschonenden Free-Cooling-System gedeckt werden kann. Damit sei eine Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad möglich. Dies hat einen positiven Nebeneffekt: Die abgeführte Wärme wird wiederum in den Erdsonden zwischengespeichert und kann für die Warmwasseraufbereitung oder im Winter für die Wärmeeinspeisung genutzt werden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird für das Betreiben der Wärmepumpe installiert. Sie soll mit rund dreissig Prozent ausreichend Deckung bieten, um einen Teil des geforderten Strombedarfs zu decken. «Der massvoll gesteuerte Ausgleich von Wärme und Kälte macht ein kontinuierliches Raumklima ohne massive Temperaturschwankungen möglich», sagt Projektleiter Roman Fausch. Die ersten Gäste können dies ab kommenden Herbst selber fühlen. Zu diesem Zeitpunkt soll das neue Hotel «Rotbuche» mit seinen 86 Zimmern eröffnet werden. ■

  • Dietiker Stadtrat legt neue Energie- und Klimastrategie 2050 vor

    Dietiker Stadtrat legt neue Energie- und Klimastrategie 2050 vor

    Der Stadtrat von Dietikon hat die neue Energie- und Klimastrategie 2050 mit sieben konkreten Handlungsfeldern genehmigt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Energieeffizienz und die Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt der Strategie, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Unter den sieben in der neuen Strategie benannten Zielen sticht die Absicht hervor, die energiebedingten Treibhausgasemissionen der Stadtverwaltung grösstenteils bis 2030 auf Null zu reduzieren. Für die Bevölkerung und die Unternehmen gilt das Ziel der Freiheit von Treibhausgasemissionen dann für 2040. Und bis 2050 sollen dann auch die nicht energiebedingten Emissionen wie in der Landwirtschaft oder bei der Abfallverwertung emissionsfrei oder mit sogenannten negativen Emissionen kompensiert werden. Die konkrete Umsetzung soll sofort beginnen. Bis Ende Jahr wird die kommunale Energieplanung überarbeitet.

    „Die Strategie erlaubt uns, den Klimaschutz und die Energiewende in Dietikon noch zielgerichteter umzusetzen“, wird Stadtrat Anton Kiwic zitiert, Hochbauvorstand und Präsident der Energiekommission. Dietikon leiste damit seinen Beitrag zu den globalen Bestrebungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und für die zukünftige Standortqualität für Bevölkerung und Wirtschaft.

    Eine kleine sechsseitige Broschüre zur neuen Strategie mit vielen Links zur Klimapolitik ist auf der Internetseite der Stadt Dietikon abrufbar. Dort heisst es: Dietikon wird klimaneutral. Dazu reduzieren wir die Treibhausgasemissionen bis spätestens im Jahr 2050 auf Netto-Null. Zudem bleiben wir den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet und nehmen als Energiestadt Gold und Smart City eine Vorreiterrolle in der nationalen Energie- und Klimapolitik ein.