Schlagwort: Energie

  • Baugenossenschaft erhält 40‘000 Franken vom Klimafonds Stadtwerk Winterthur

    Baugenossenschaft erhält 40‘000 Franken vom Klimafonds Stadtwerk Winterthur

    Der städtische Energieversorger Stadtwerk Winterthur hat 40‘000 Franken aus seinem Klimafonds an die Baugenossenschaft mehr als wohnen vergeben. Diese will damit den Pilotbetrieb eines selbstlernenden Heizungsreglers in zwei Häusern auf dem 2000-Watt-Areal Hobelwerk in Oberwinterthur finanzieren, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Heizungsregler wurde von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf entwickelt. Er soll die Heizsysteme klimafreundlich optimieren, „indem er die Solarstromproduktion auf dem Dach, das Zusammenspiel zwischen Hauptheizung (Wärmepumpe) und Spitzenlast (Pelletkessel) sowie die Belastung des Stromnetzes miteinbezieht“, heisst es in der Medienmitteilung. Dies biete Erkenntnisse für den klimaschonenden Energieeinsatz bei möglichst geringer Belastung des Stromnetzes im Gebäudebereich.

  • Baden fördert Ladesäulen für Elektromobilität

    Baden fördert Ladesäulen für Elektromobilität

    Die Stadt Baden unterstützt im Rahmen ihres Energieförderprogramms die Errichtung neuer Ladesäulen finanziell. Schon heute handelt es sich laut einer Medienmitteilung bei der Hälfte der Neuanmeldungen um elektrisch oder hybrid betriebene Fahrzeuge. Die Stadt Baden wolle den Umstieg erleichtern. Deshalb werden neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ab sofort mit 25 Prozent der Investitionskosten gefördert.

    Das Angebot gilt nach Angaben der Stadt für bestehende Mehrfamilienhäuser und Stockwerkeigentumsbauten ab drei Wohneinheiten. Ebenfalls berücksichtigt werden gemeinsam erschlossene Garagen von einzelnen Einheiten. Auch der Ausbau der elektrischen Infrastruktur werde gefördert, heisst es in der Medienmitteilung. So könne nicht nur der Antragssteller eine Ladesäule in der Tiefgarage installieren, sondern es könnten weitere hinzukommen. Das sei gleichzeitig oder auch später möglich. Ziel dieser Förderung sei, dass auch Mieterinnen und Mieter elektromobil werden können.

    Auf der speziellen Internetseite der Stadt zur Elektromobilität wird das Förderprogramm aufgeschlüsselt. Für Elektro-Ladestationen gibt es einen Zuschuss von 25 Prozent der Investitionskosten, jedoch höchstens 1000 Franken pro Ladepunkt. Zur Erschliessung der Ladeinfrastruktur gibt es etwa in gemeinschaftlichen Tiefgaragen ebenfalls 25 Prozent der Investitionskosten, jedoch höchstens 500 Franken pro Parkplatz. Die Erschliessungskosten beinhalten die Erstellung von Strom- und Kommunikationsleitungen zu den Parkplätzen.

    Auf dieser Seite sowie auf dem Umweltblog der Stadt kann der Antrag auf Förderung durch Klicken heruntergeladen werden.

  • Watt d’Or zeichnet innovative Firmen aus

    Watt d’Or zeichnet innovative Firmen aus

    Der Schweizer Energiepreis Watt d’Or 2022 ist am 6. Januar verliehen worden. Das Bundesamt für Energie (BFE) überreicht dieses Gütesiegel für Energieexzellenz seit 2007 jährlich anlässlich seiner Neujahrsveranstaltung. Die Preise sind nicht dotiert. Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken.

    In der Kategorie Gebäude und Raum erhält den Preis die schaerraum ag. Sie hat in nur acht Monaten Bauzeit in Horw LU ein klimaneutrales mehrstöckiges Wohn- und Bürogebäude aus regionalem Holz errichtet. Laut einer Medienmitteilung des BFE produziert es 50 Prozent mehr Strom als es benötigt. Zudem liegen die Mietpreise um rund 20 Prozent unter dem ortsüblichen Durchschnitt. Möglich wird dies durch das modulare Planungsprinzip RaumRaster.

    In der Kategorie Erneuerbare Energien wird mit der Verora AG eine Gruppe von Landwirten aus dem Zuger Berggebiet ausgezeichnet. Sie produziert seit 2012 mit einer selbst weiterentwickelten Pyrolyseanlage Pflanzenkohle aus Baum- und Strauchschnitt. Als Futterzusatz vermindert sie die Gasbildung bei der Verdauung von Kühen und den Ammoniakgeruch im Stall. Zudem erhöht sie den Nährstoffgehalt von Dünger und Kompost und bindet CO2 über Jahrhunderte.

    In der Kategorie Mobilität wurde in diesem Jahr kein Gewinner gekürt. Die SBB erhält den Watt d’Or 2022 in der Kategorie Energietechnologien. Sie hat eine intelligente Lastmanagement-Software entwickelt, das den Bau neuer teurer Stromproduktionsanlagen ersetzt. Bei Lastspitzen, wenn etwa viele Züge gleichzeitig beschleunigen, schaltet sie Zugwagen- und Weichenheizungen für kurze Zeit ab. Bis 2023 könne die SBB auf diese Weise 70 Megawatt flexibel steuern, so das BFE: „Sie übernimmt damit eine Vorbildrolle für das allgemeine Stromnetz der Schweiz.“

  • Geteilte Mikromobilität schadet dem Klima

    Geteilte Mikromobilität schadet dem Klima

    Geteilte Mikromobilität ist klimaschädlicher als erwartet. Das zeigt eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Deutlich werde dies, wenn in die Evaluierung der Klimawirkung von Mikromobilität auch einfliesse, wie elektrische Tretroller und Fahrräder tatsächlich genutzt werden: „E-Trottis und E-Bikes wirken im Betrieb auf den ersten Blick klimaschonend, da sie keine Verbrennungsmotoren besitzen“, so Daniel Jan Reck vom Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich in einem Bericht der ETH. „Für ihre Klimabilanz ist letztlich aber entscheidend, welche Verkehrsmittel sie typischerweise ersetzen.“

    Die Verkehrsforschenden um Reck konnten in ihrer Studie zeigen, dass geteilte E-Trottis und E-Bikes in der Stadt Zürich hauptsächlich nachhaltige Fortbewegungsarten ersetzen: Strecken zu Fuss, Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr und mit dem Velo. So schadeten sie dem Klima mehr als dass sie nützen. „Ich halte das Sharing-Prinzip durchaus für sinnvoll“, so Reck. „Bei der Mikromobilität und ihren Klimafolgen scheint der Sachverhalt jedoch tatsächlich umgekehrt zu sein.“

    Anders stelle sich das Bild bei privat genutzten E-Trottis und E-Bikes dar. Diese ersetzen häufiger Fahrten mit dem eigenen Auto. Daher reduziere die private Mikromobilität CO2-Emissionen „und nützt dem Klima unter dem Strich“. Deshalb sei es sinnvoll, wenn Behörden das Pendeln mittels privater Mikromobilität förderten.

    Für seine Forschung erhielt Reck im Sommer 2021 den Young Researcher of the Year Award des International Transport Forum der OECD. Mit dem Preis zeichnet die Denkfabrik der Industriestaaten mit Sitz in Paris Nachwuchsforschende aus, deren Arbeit für verkehrspolitische Fragen bedeutend ist.

  • Kanton Luzern erhöht Fördergelder für Energie

    Kanton Luzern erhöht Fördergelder für Energie

    Der Kanton Luzern stockt seinen Beitrag zum Förderprogramm Energie 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Millionen auf 5,5 Millionen Franken auf. Zusammen mit dem Sockelbetrag und der Ergänzung des Bundes stehen damit insgesamt rund 23 Millionen Franken zur Verfügung. Privatleute können ihre Gesuche für Zuschüsse zur Steigerung der Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbarer Energie in ihren eigenen vier Wänden ab dem 10. Januar einreichen.

    Wie es in einer Mitteilung des Kantons weiter heisst, sei das Förderprogramm nach fünfjähriger Erfahrung geprüft und optimiert worden. Dabei sei der Einbezug wichtiger Interessensgruppen hilfreich gewesen. „Die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe, mit den verschiedenen Verbänden und mit der Hochschule ist wichtig, damit wir die Erfolgsgeschichte des Förderprogramms Energie weiterschreiben können“, wird der für Bau, Umwelt und Energie zuständige Regierungsrat Fabian Peter zitiert.

    Zu den wichtigsten Änderungen für das Jahr 2022 zählen neue Fördermassnahmen wie der Anschluss an ein Wärmenetz mit erneuerbaren Energien, nichtautomatische Holzfeuerungen und Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in bestehenden Mehrfamilienhäusern. Anpassungen habe es auch bei den Fördersätzen gegeben. So werden Erneuerungen der Gebäudedämmung nun mit 60 statt 40 Franken pro Quadratmeter bezuschusst. Die Fördersätze für thermische Solaranlagen werden verdoppelt. Ausserdem gelten neu pauschale Fördersätze für die Haustechnik bis 15 Kilowatt, etwa bei einer Wärmepumpe, einer Holzfeuerung oder bei einem Fernwärmeanschluss.

  • Implenia baut Fernwärmetunnel in Hamburg

    Implenia baut Fernwärmetunnel in Hamburg

    Implenia wird für Wärme Hamburg einen rund 1,2 Kilometer langen Tunnel erstellen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon in einer Mitteilung. Der Tunnel soll den Hamburger Norden an ein neues Wärmenetzwerk anschliessen. Dazu wird er rund 2 Kilometer westlich des Elbtunnels für die Autobahn die Elbe unterqueren.

    Die Arbeiten sind in zwei Phasen gegliedert, wobei die Phase der Planung bereits im Oktober angegangen wurde. Nun habe Implenia den Auftrag für  weitere Planungen und Bauarbeiten ab Anfang 2022 erhalten, heisst es in der Mitteilung. Das Auftragsvolumen insgesamt wird dort auf rund 75 Millionen Franken beziffert.

    Bis zum ersten Quartal 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu wird Implenia zunächst Schlitzwände für den Start- und den Zielschaft mit einer Tiefe von bis zu 42 Metern erstellen. Zwischen ihnen soll dann ein 1,16 Kilometer langer und rund 4,5 Meter im Durchmesser messender Tunnel gebohrt und mit Betonfertigteilen ausgekleidet werden. Darüber hinaus ist Implenia auch für die Planung und den Einbau der Betriebstechnik der Fernwärmeleitung zuständig.

    „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt für unseren Kunden Wärme Hamburg erstellen dürfen“, wird Erwin Scherer, Head Tunnelling von Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Dass wir damit einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Wärmeerzeugung, motiviert uns zusätzlich, denn Nachhaltigkeit ist ein Unternehmenswert von Implenia, den wir auch in diesem Projekt leben werden.“

  • FHNW bekommt Professorin für zirkuläres Bauen

    FHNW bekommt Professorin für zirkuläres Bauen

    Kreislaufwirtschaft ist für das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW ein wichtiger Bestandteil von umwelt- und ressourcenschonendem Bauen. Um Forschung und Bildung bei den Themenbereichen energieeffizientes und klimaneutrales Bauen, integrale Gebäudetechnik, nachhaltiges Bauen und Betreiben, ressourceneffizientes und zirkuläres Bauen sowie gesundheitliche Aspekte in Gebäuden weiterzuentwickeln, richtet das Institut die Professur Zirkuläres Bauen ein. Den entsprechenden Lehrstuhl soll die Architektin Andrea Klinge übernehmen.

    Klinge hat Architektur an der Technischen Universität Berlin studiert, informiert die FHNW in einer Mitteilung zur neuen Professur. Nach einer Weiterbildung im nachhaltigen Bauen an der London Metropolitan University war die designierte Professorin in verschiedenen Architekturbüros in London, Rom und Berlin tätig. Derzeit ist Klinge bei ZRS Architekten Ingenieure Berlin aktiv. Hier habe die studierte Architektin und gelernte Tischlerin eine Forschungsabteilung etabliert, heisst es in der Mitteilung.

    In ihrem neuem Amt will Klinge „die aktuellen Herausforderungen im Bausektor“ angehen. „Dieser ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren weltweit und trägt massgeblich zum Klimawandel bei“, wird die designierte Professorin in der Mitteilung zitiert. „Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, bedarf es dringend konsequenter Ansätze, die die notwendige Bauwende im Bausektor umsetzen.“ Barbara Sintzel, Leiterin Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau, zufolge verfügt Klinge „über Fachexpertise, um der Anwendung von ReUse-Bauteilen und erneuerbaren Baustoffen in der Praxis mit angewandter Forschung zum Durchbruch zu verhelfen und damit die Bauwende möglich zu machen“.

  • Neue Professorin für Zirkuläres Bauen am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW

    Neue Professorin für Zirkuläres Bauen am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW

    Das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW engagiert sich in den Bereichen Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Dienstleistungen aktiv in den Themenbereichen energieeffizientes und klimaneutrales Bauen, integrale Gebäudetechnik, nachhaltiges Bauen und Betreiben, ressourceneffizientes und zirkuläres Bauen sowie gesundheitliche Aspekte in Gebäuden. Eines der grundlegenden Anliegen dieser Strategie ist es, das Bauen in der Kreislaufwirtschaft zu stärken. Sowohl im Bereich der Aus- und Weiterbildung wie auch in der Forschung leistet das Institut einen wichtigen Beitrag dazu, dass in der Schweizer Baupraxis vermehrt energie- und ressourceneffiziente sowie nachhaltige Bauweisen realisiert werden. Die Expertise der an der FHNW tätigen Forscherinnen und Forscher wird sowohl national und international als auch innerhalb der FHNW nachgefragt.

    Um dieses hochqualifizierte Team zu verstärken, ist es dem Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau gelungen, Andrea Klinge von ZRS Architekten Ingenieure Berlin als Professorin für Zirkuläres Bauen zu gewinnen.

    Andrea Klinge studierte Architektur an der technischen Universität Berlin und spezialisierte sich an der London Metropolitan University im Bereich des nachhaltigen Bauens. Sie arbeitete in verschiedenen Architekturbüros in London, Rom und Berlin, und ist seit 2013 bei ZRS Architekten tätig, wo sie die Forschungsabteilung etablierte. Ihre Forschungsschwerpunkte sind ein ganzheitlicher Ansatz des Bauens und beinhalten das kreislaufgerechte, LowTech Bauen sowie den Einsatz natürlicher Baustoffe (Lehm, Holz, Naturfasern) zur Verbesserung der Innenraumqualität in Gebäuden.

    Durch ihren Hintergrund als Tischlerin arbeitet Andrea Klinge immer wieder praktisch, um Forschungsergebnisse in die direkte Anwendung zu bringen. Sie hat dazu mehrere Projekte mit Holz, Lehm und Bambus mit Studierenden verschiedener Universitäten aber auch Kollegen international umgesetzt.

    An der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW möchte Andrea Klinge einiges bewirken und bewegen: «Was ich mit der Professur verbinde und angehen möchte, sind die aktuellen Herausforderungen im Bausektor. Dieser ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren weltweit und trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, bedarf es dringend konsequenter Ansätze, die die notwendige Bauwende im Bausektor umsetzen.»

    Seit September 2021 ist Andrea Klinge Mitglied im Fachbeirat Lebenszyklus und zirkuläres Bauen der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Seit Oktober 2021 leitet sie zudem zusammen mit Eike Roswag-Klinge die AG DIN Circular Economy Normungsroadmap, Arbeitsgruppe Bauwerke und Kommunen.

    Prof. Barbara Sintzel, Leiterin Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andrea Klinge: «Andrea Klinge steht für die Bauwende. Sie bringt die Begeisterung und Vielseitigkeit mit, die dieses Thema braucht. Sie verfügt über Fachexpertise, um der Anwendung von ReUse Bauteilen und erneuerbaren Baustoffen in der Praxis mit angewandter Forschung zum Durchbruch zu verhelfen und damit die Bauwende möglich zu machen. Wir freuen uns auf ihre tatkräftige Unterstützung in Forschung und Lehre.»

  • Marktorientierte Vergütung der BKW für Solarstrom zahlt sich für Rücklieferer aus

    Marktorientierte Vergütung der BKW für Solarstrom zahlt sich für Rücklieferer aus

    Immer mehr grundversorgte Kundinnen und Kunden der BKW betreiben eine eigene Stromproduktionsanlage und speisen überschüssige Energie ins Netz der BKW ein. Für jede eingespeiste Kilowattstunde (kWh) Energie erhalten sie eine Vergütung, die mindestens dem zeitgleichen Marktwert von Strom entspricht. Sie wird quartalsweise rückwirkend festgelegt.

    In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich dieser Marktwert stark nach oben entwickelt. Deshalb erhalten die Rücklieferinnen und Rücklieferer der BKW eine entsprechend höhere Vergütung für den eingespeisten Strom. Zwischen
    dem vierten Quartal 2020 und dem dritten Quartal 2021 ist die Vergütung von unter 5 auf über 10 Rappen pro Kilowattstunde gestiegen (ohne Herkunftsnachweise, welche die BKW zusätzlich vergütet, wenn einspeisende
    Kundinnen und Kunden es wünschen). Zwar gibt es keine Garantie, dass die Strompreise dauerhaft auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Die aktuellen Markterwartungen deuten aber darauf hin, dass die Rückliefervergütung auf absehbare Zeit hin über den tiefen Preisen der vergangenen Jahre liegen wird.

    Zeitnahe Weitergabe von höheren Preisen
    Von diesem marktorientierten Vergütungssystem profitieren die Rücklieferinnen und Rücklieferer gleich doppelt: Die BKW erhöht nicht nur die Vergütung, wenn die Marktpeise steigen, sondern gibt diese Entwicklung auch zeitnah weiter,
    indem sie ihre Rückliefervergütung vierteljährlich anpasst. Auf diese Weise reflektiert die bezahlte Vergütung den Marktwert des Stroms und setzt so insbesondere Anreize für eine erhöhte Winterproduktion. Aus Sicht der BKW
    erweist sich die marktorientierte Vergütung in dieser Hinsicht effizienter als die häufig erhobene Forderung nach einer fixen Rückliefervergütung.

  • Aepli Metallbau errichtet neuen Standort in Gossau

    Aepli Metallbau errichtet neuen Standort in Gossau

    Normalerweise baut Aepli Metallbau für andere – vor allem moderne und energieeffiziente Fassaden aus Glas und Metall. Zu den Grossprojekten des Unternehmens gehören zum Beispiel das Learning Center HSG, St. Gallen, das Biozentrum Basel oder auch der Quadrolith in Baar. Heute zählt der Familienbetrieb, der seit 108 Jahren in Gossau beheimatet ist, rund 200 Mitarbeitende.

    Der bisherige Hauptsitz an der Industriestrasse stösst trotz Anbauten und den auf drei Standorte verteilten Produktionshallen an seine Kapazitätsgrenzen. So hat sich der in der dritten Generation tätige Firmenchef, Roman Aepli, für einen Neubau des Hauptsitzes entschieden. Dieser entsteht auf dem Gelände der Sommerau-Nord – direkt neben dem Autobahnanschluss Gossau. Das 100’000 Quadratmeter umfassende Land konnte Aepli vor rund zwei Jahren der Genossenschaft Migros Ostschweiz abkaufen.

    Auf 35’000 Quadratmetern finden das Bürogebäude sowie eine zweigeteilte Produktionshalle Platz. Das Bürogebäude weist fünf Stockwerke auf und erhält eine sich von oben nach unten verjüngende Glasfassade. Diese baut auf vor- und zurückspringenden Aepli-Air-Control-Fassade-Elementen auf. Damit soll die maximale Energieeffizienz sichergestellt werden. Photovoltaik-Anlagen auf dem Flachdach der Produktionshalle sorgen für eine nachhaltige Stromproduktion. Eine Tiefgarage mit 166 Stellplätzen bietet Platz für die Servicefahrzeuge.

    So könne nicht nur die Produktion der Aepli Metallbau an einem Ort gebündelt, sondern auch die langfristige Zukunft des Unternehmens in Gossau sichergestellt werden, wie Roman Aepli sagt. Geplant sei die Investition in neueste Produktionstechniken sowie in die Digitalisierung. Vor allem die Automatisation werde viel Platz beanspruchen, weshalb Sommerau-Nord der ideale Standort sei. Neue Prozesse sollen dank der geplanten Fertigungsstrassen optimiert werden und so die Effizienz und Qualität steigern.

    Der Neubau ist denn auch die grösste Investition in der Geschichte des Unternehmens. Geplant ist, dass die Produktion auf der Sommerau im Herbst 2022 starten kann. Anfang 2023 sollten auch die Büroräumlichkeiten bezugsbereit sein.

    Von den verbleibenden 65’000 Quadratmeter Land hat Aepli 6000 Quadratmeter als Reserve behalten. Das weitere Land wurde in drei Parzellen unterteilt und an drei Unternehmen weiterverkauft: Die neuen Eigentümer sind die Huber Kunststoff AG, die Pulverbeschichterin Gema Switzerland GmbH und die Genossenschaft Metzgermeister St. Gallen und Umgebung.

    Doch nicht nur beim Standort gibt es Veränderungen, sondern auch in der Geschäftsleitung: Das neue Führungsteam besteht seit 1. Januar 2021 aus den langjährigen Mitarbeitern Matthias Elmer (Geschäftsführer), Michael Röthenmund (Technischer Leiter), Thierry Knöpfel (Leiter Verkauf) und Marcel Rechsteiner (Leiter Finanzen und HR). Aepli konzentriert sich auf seine Aufgaben als Verwaltungsratspräsident und auf die Realisierung des neuen Firmensitzes.

  • Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Primeo Energie und die Gemeinde Aesch planen, „einen grossen und nachhaltigen Fernwärmeverbund“ einzurichten, informiert der Baselbieter Energiedienstleister in einer Mitteilung. Er soll weite Teile des Gemeindegebiets „mit erneuerbarer Holzfernwärme“ versorgen. Die dafür nötigen Investitionen werden in der Mitteilung auf 20 Millionen Franken veranschlagt.

    In einem ersten Schritt wollen die Partner den Norden von Aesch erschliessen. Danach werde das Netz schrittweise auch die restlichen Gebiete erfassen, heisst es in der Mitteilung. Dabei sollen die bereits bestehenden Wärmeverbünde von Primeo Energie sowie der Bürger- und der Einwohnergemeinde in Aesch erneuert und im neuen Netz zusammengeschlossen werden.

    Die Pläne sehen zudem die Einrichtung einer neuen Heizzentrale vor. Sie werde im Weidenring entstehen und neben zwei Heizkesseln auch über eine Wärmepumpe verfügen, erläutert Primeo Energie. Als Brennstoff sollen vorwiegend Holzschnitzel aus dem Aescher Wald und dem Revier Angenstein Verwendung finden. Die Spitzenlast wird durch einen Ölkessel abgefangen.

    Insgesamt betrage die geplante Wärmeerzeugung rund 16 Gigawattstunden, schreibt Primeo Energie. Dem Unternehmen zufolge wird der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeproduktion bei über 80 Prozent liegen. Damit liessen sich jährlich mehr als 3000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

    Das Baugesuch für den Verbund soll noch Ende dieses Jahres eingereicht werden. Erste Wärmelieferungen könnten mit Beginn der Heizperiode 23/24 realisiert werden, schreibt Primeo Energie. Interessierte Liegenschaftsbesitzer können einen Anschluss bereits aufgleisen.

  • Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Die Energie Ausserschwyz AG will bis 2030 erneuerbare Wärme und Strom für 7000 Haushalte in den Dörfern Siebnen, Galgenen, Lachen, Altendorf, Pfäffikon und Freienbach in den Schwyzer Bezirken March und Höfe liefern. Dafür baut sie derzeit bei ihrer bestehenden Energiezentrale Bodenwies in Galgenen ein Holzheizkraftwerk. Es soll mit Alt-, Rest- und Waldholz aus der Region geheizt werden.

    Nun treten im Rahmen einer Kapitalerhöhung auch die IWB in das Aktionariat der Energie Ausserschwyz AG ein. Die Basler Stadtwerke halten laut einer Medienmitteilung neu 20 Prozent am Kapital. Der regionale Energieversorger EW Höfe wird Hauptaktionär bleiben. Auch die Brugg Group AG und die Züger Unternehmungen AG sind am Fernwärmebetreiber beteiligt.

    IWB sieht ihre Beteiligung als Fortsetzung ihrer bisherigen Strategie an. „Die Energie Ausserschwyz fokussiert sich auf eine Wärmeversorgung aus regionalen, erneuerbaren Quellen“, wird ihr CEO Claus Schmidt in der Mitteilung zitiert. „IWB kann ihre Erfahrung aus der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in die Energie Ausserschwyz einbringen und profitiert von der starken Präsenz in der Region oberer Zürichsee. IWB war Anfang 2021 bereits bei der Agro Energie Schwyz AG eingestiegen, die ein Fernwärmenetz im Talkessel von Schwyz betreibt.

  • Empa forscht an Erdspeicher

    Empa forscht an Erdspeicher

    Die Empa richtet unter ihrem neu entstehenden Forschungscampus in Dübendorf einen experimentellen, saisonalen Energiespeicher ein, informiert die Forschungsanstalt in einer Mitteilung. In dem unter dem Areal liegenden Erdreich soll die Abwärme von Lüftungen und Laborgeräten gespeichert werden. Ziel ist es, das gesamt Empa-Areal mit Energie zu versorgen, schreibt die Empa.

    Als Wärmespeicher dient ein Erdsondenfeld mit einem Temperaturgradienten, in das 144 bis zu 100 Meter tief im Boden verankerte Erdsonden installiert werden. Mit ihrer Hilfe wollen die Empa-Forschenden einen optimalen Mix zwischen Temperatur, Wirkungsgrad und Energiespeicher einstellen. Dabei können die Temperaturen im Erdspeicher von bis zu 50 Grad im Zentrum und 10 Grad in den Randbereichen schwanken. In einer Tiefe von 100 Metern arbeite der Speicher besonders effektiv und verliere nur wenig Wärme an die Umgebung, erläutert die Empa.

    Die Forschungsanstalt kann den Wärmespeicher über zehn Jahre vorwiegend für eigene Forschungszwecke nutzen. Ein Erdspeicher sei einerseits sehr effektiv, aufgrund seiner grossen Masse aber auch träge, heisst es in der Mitteilung. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Einstellung der endgültigen Betriebstemperatur etwa drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen wird.

  • Winterthur will bis 2040 klimaneutral werden

    Winterthur will bis 2040 klimaneutral werden

    Die Stimmberechtigten in Winterthur sprechen sich für eine klimaneutrale Stadt bis 2040 aus. Am 28. November hatten zwei Varianten einer Netto-Null beim Ausstoss von CO2 zur Abstimmung gestanden. Die eine sah die Erreichung des Klimaneutralität bis 2050, die zweite bereits bis 2040 vor. In der Stichfrage habe sich die Variante bis 2040 durchgesetzt, erläutert die Stadtverwaltung Winterthur in einer Mitteilung.

    Netto-Null-Emissionen bedeuten, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestossen werden, als gleichzeitig von natürlichen und technischen Speichern aufgenommen werden können. Mit einer Klimaneutralität bis 2040 hat sich die Stadt Winterthur dabei ein ehrgeizigeres Ziel als der Kanton Zürich und der Bund gesetzt. Beide wollen Netto-Null-Emissionen bis 2050 erreichen.

    Bei der Volksabstimmung in Winterthur stimmten 61,31 Prozent der Variante bis 2040 zu. Das Klimaziel einer Netto-Null bis 2050 wurde von 63,59 Prozent der Abstimmenden gutgeheissen. In der Stichfrage setzte sich das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 mit 60,41 Prozent der Stimmen durch.

  • The Metropolitans:  Über 180 Parkplätze Elektroauto ready

    The Metropolitans: Über 180 Parkplätze Elektroauto ready

    Rund 60 Meter hoch ragen die zwei Türme in den Himmel und prägen damit den Charakter des Leutschenbach-Quartiers im Norden der Stadt Zürich. «The Metropolitans» ist jedoch nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch ein Vorzeigeprojekt in Sachen Elektromobilität. Die Tiefgarage wurde so ausgerüstet, dass für die Bewohnerinnen und Bewohner der 212 Wohnungen eine zukunftsfähige Infrastruktur für e-Fahrzeuge bereitsteht.

    Eindeutiger Entscheid
    Als die Wohntürme 2015/16 fertiggestellt wurden, war in der Tiefgarage lediglich eine einzige Ladestation vorhanden. Nach und nach liessen weitere Bewohnende ihren Parkplatz ausrüsten. «Es entstand ein gewisser Wildwuchs», erklärt Christian Steiger, der als Delegierter der Stockwerkeigentümerschaften den Ausbau von Beginn an begleitete. «Als weitere Eigentümerinnen und Eigentümer Interesse an einer Ladestation bekundeten, gründeten wir ein Projektteam, um eine einheitliche Lösung zu finden». Das Team holte Offerten ein und empfahl nach eingehender Prüfung die Ladelösung von ewz. «Die Zusammenarbeit mit ewz in der Evaluierungsphase war sehr angenehm und produktiv», erklärt Steiger. «Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Know-how sowie die Komplettlösung überzeugten uns.» Die Miteigentümerversammlung folgte der Empfehlung und entschied sich mit deutlichem Mehr für die ewz-Lösung.

    Neuartige Deckensäulen
    Nach dem Zuschlag stellte ewz einen Förderantrag bei der Stadt Zürich, die im Rahmen der 2000-Watt-Beiträge bis zu 60 Prozent der Kosten für die Ladeinfrastruktur übernimmt. Der Antrag wurde gutgeheissen – im Frühjahr 2021 konnte die Realisierung beginnen. In einer ersten Phase wurden alle 187 Parkplätze in der Tiefgarage mit einem Flachbandkabel erschlossen. Dadurch muss bei einer Anmeldung nur noch die Ladestation installiert und angeschlossen werden. Mehrere Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner haben dies direkt getan: Im Sommer 2021 waren bereits über 80 Parkplätze mit einer Ladestation von «easee» ausgerüstet.

    Je nach Standort eines Parkplatzes wird die Ladestation an der Wand (Wallbox) montiert oder aber von der Decke abgehängt. Solche Deckensäulen mit bis zu je vier Ladestationen eignen sich hervorragend für Parkplätze in der Mitte von Tiefgaragen und überzeugen mit ihrem hochwertigen Design. Die Rückmeldungen zur neuen Ladeinfrastruktur sind gemäss Christian Steiger sehr positiv. «Die Ladestationen sehen gut aus und funktionieren tadellos», fasst er zusammen.

    Lastmanagement spart Kosten
    Die Ladeinfrastruktur von «The Metropolitans» beinhaltet ein dynamisches Lastmanagement. Es stellt sicher, dass alle angeschlossenen E-Autos ausreichend Strom erhalten und am nächsten Morgen aufgeladen sind. Gleichzeitig sorgt das System dafür, dass der Bedarf für das Aufladen mit dem Bedarf der Haushalte koordiniert wird. Dieser automatische Lastenausgleich der Ladestationen von «easee» hat den Vorteil, dass bis zu drei Mal mehr Elektrofahrzeuge gleichzeitig geladen werden können – während 24 Stunden am Tag und dank Einheitstarif ohne Mehrkosten. So wird Überlastungen oder gar Stromausfällen vorgebeugt und eine zuverlässige, stabile Stromversorgung gewährleistet. Zudem konnte dank des Lastmanagements ein teurer Ausbau der Anschlussleistung der zwei Wohntürme vermieden werden.

    Einfache Abrechnung
    Während der Grundausbau der Ladeinfrastruktur von allen Stockwerkeigentümerschaften über einen Verteilschlüssel gemeinsam bezahlt wurde, bezahlt der einzelne Eigentümer die Ladestation selbst. Danach entstehen im Betrieb nur noch geringe Kosten. Die Nutzenden erhalten eine Chipkarte (RFID-Karte), um sich an ihrer Ladestation identifizieren und das Aufladen freischalten zu können. Zum ewz-Paket gehört auch eine App, die jederzeit den verbrauchten Strom und die Kosten anzeigt. Abgerechnet wird monatlich über eine Kreditkarte, die in der App hinterlegt ist. Für diese Dienstleistungen bezahlen die Nutzenden lediglich 9.90 Franken pro Monat an ewz.

    Vorteile der ewz-Ladelösung
    Durch die Partnerschaft profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner von einer zukunftssicheren Komplettlösung. Das Projektteam und die Verwaltung schätzen es sehr, mit ewz als Totalunternehmer einen einzigen Ansprechpartner für die Planung, die Realisierung als auch den Betrieb der Ladeinfrastruktur zu haben. Dies garantiert eine effiziente, praxisorientierte Lösung mit einfacher Skalierbarkeit. Der 24-7-Kundenservice von ewz und das Renommee als städtischer Partner stärken das Sicherheitsgefühl der Kundinnen und Kunden. Sie können sich zudem darauf verlassen, dass ihre Elektrofahrzeuge ausschliesslich mit grünem Strom aufgeladen werden.

    Flexibel, einfach und nachhaltig: So funktioniert die Ladelösung von ewz. Und mehr über schweizweite Energielösungen von ewz erfahren Sie hier.

  • Unterstützung des wissenschaftsbasierte 1,5-Grad Ziel

    Unterstützung des wissenschaftsbasierte 1,5-Grad Ziel

    2021 haben die Investmentexperten von Pictet im Rahmen eines umfassenden Prozesses gruppeneigene „Climate Investment Beliefs“ entwickelt. Dieser Initiative liegen zwei Überzeugungen zugrunde: Der Klimawandel wirkt sich erheblich auf die Vermögenspreise aus. Angesichts ihrer führenden Stellung in der  Investmentbranche ist es für die Bank wichtig, diese Auswirkungen zu verstehen, um die Performance zu unterstützen. Als Verwalter und Inhaber von Vermögenswerten mit ihren Anlagetätigkeiten Einfluss auf die Folgen des Klimawandels. Es liegt somit in der Verantwortung des Unternehmens, herauszufinden, wie es positive Effekte fördern und negative abmildern kann.

    Die Bewältigung der grossen ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit wird mehr Zusammenarbeit und Transparenz erfordern. Der Beitritt zur Net Zero Asset Managers Initiative und das Bekenntnis zur „Business Ambition for 1.5°C“ der SBTi spiegeln diese Überzeugungen wider.

    Das Unternehmen ist sich bewusst, dass die Erreichung dieser Ziele einer Herkulesaufgabe gleichkommt und Anstrengungen nur erfolgreich sein können, wenn alle Finanzakteure mitziehen. Es bedarf eines grundlegenden Wandels sowie langfristiger Verpflichtung und Beharrlichkeit und des Beitrags aller Wirtschaftsakteure. Pictet will 2022 einen Klimamassnahmenplan mit konkreten Zielen für 2030 veröffentlichen.

    Die Gruppe blickt auf eine über zweihundertjährige Geschichte zurück, deren Grundlage ein langfristiger und verantwortungsvoller Ansatz für das eigene Geschäft und die Verwaltung der Vermögen ihrer Kundinnen und Kunden ist. Damit berücksichtigt das Unternehmen nicht nur die Interessen der heutigen, sondern auch jene künftiger Generationen. Dies ist der Kern verantwortungsbewussten Denkens und der wirksamste Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft auf unserem Planeten leisten kann.

  • Schwarm finanziert zweite Solaranlage der IWB

    Schwarm finanziert zweite Solaranlage der IWB

    Mieterinnen und Mieter ohne eigenes Dach haben dazu beigetragen, die zweite Solaranlage von IWB zu finanzieren. Sie haben durch das Beteiligungsmodell Sonnenbox Crowd einen individuellen Anteil an der geplanten Solaranlage auf dem Spittelmatthof bei Riehen BS erworben. Im Gegenzug erhalten sie über 20 Jahre eine Stromgutschrift von 100 Kilowattstunden pro investiertem Quadratmeter.

    Diese zweite Anlage ist 350 Quadratmeter gross und wird 72 Kilowatt leisten. Das entspricht etwa dem Strombedarf von 25 bis 30 Haushalten. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, habe es für deren vollständige Finanzierung nur weniger Wochen bedurft.

    Die Vorbereitungen für ihren Bau liefen bereits. Sie soll bis Mitte kommenden Jahres fertiggestellt werden. Auch die Installation der ersten schwarmfinanzierten Anlage stehe kurz bevor. Sie wird auf einem Gebäudedach von IWB im Basler Gundeli-Quartier errichtet. „Die grosse Nachfrage spornt uns an, den Baslerinnen und Baslern bald weitere Solaranlagen anzubieten“, wird Martin Albrecht, Produktmanager der Sonnenbox Crowd, zitiert. „Hierzu sind wir auf der Suche nach weiteren geeigneten Dächern.“

  • Fördermittel zeitigen Rekordzubau bei Solar

    Fördermittel zeitigen Rekordzubau bei Solar

    Die Fördermittel des Bundes für Photovoltaikanlagen zeigen laut einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) zufolge Wirkung: Der Rekordzubau von Photovoltaikanlagen von 2020 werde in diesem Jahr vermutlich übertroffen.

    Den Angaben zufolge wurden von Januar bis Ende Oktober 2021 über 18’000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 360 Megawatt für die Einmalvergütung angemeldet. Das seien rund 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im dritten Quartal stieg deren Zahl sogar um 40 Prozent.

    Alle Anlagenbetreiber, die ihr vollständiges Gesuch bei der Pronovo AG fristgerecht eingereicht haben, könnten mit einer Auszahlung rechnen. Als Einmalvergütung für 26’000 kleine Photovoltaikanlagen würden insgesamt 150 Millionen Franken ausgezahlt. Für grosse Photovoltaikanlagen seien 500 Anträge eingegangen. Wie das BFE bestätigt, könnten die vorgesehenen Förderbeträge für alle Antragsteller, die ihr Gesuch bis zum jeweiligen Stichtag im kommenden Jahr korrekt einreichen, ausgezahlt werden.

    In das Einspeisevergütungssystem seien 2021 keine weiteren Anlagen aufgenommen worden. Eine Förderzusage nach Fertigstellung hätten 19 Photovoltaik-, 79 Wasserkraft-, 422 Windenergie- und 42 Biomasseprojekte.

    Die bereitgestellten Investitionsbeiträge für Klein- und Grosswasserkraftanlagen seien 2021 nur zu einem Teil abgerufen worden. Neue Gesuche könnten ohne Warteliste sofort bearbeitet werden.

    Für einen Investitionsbeitrag zugunsten stromproduzierender Klärgas- und Kehrichtverbrennungsanlagen sowie Holzkraftwerke oder Geothermieprojekte seien keine Gesuche eingegangen. Neue könnten umgehend bearbeitet werden.

  • AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    Die AMAG Gruppe hat an ihrem Standort Winterthur eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, informiert die Automobilhandelsgruppe für alle Marken des Volkswagenkonzerns in einer Mitteilung. Die von Helion erstellte Anlage mit einer Leistung von rund 157 Kilowatt Peak wurde auf dem Dach der Gebäude von AMAG für Volkswagen und VW Nutzfahrzeuge installiert. Von den jährlich erwarteten rund 158 Megawattstunden Solarstrom will die Gruppe rund 60 bis 65 Prozent selbst nutzen.

    „Mit der aus der Photovoltaik-Anlage gewonnenen Sonnenenergie können wir rund 60 Prozent unseres Strombedarfs am Standort Zürcherstrasse 312 in Winterthur abdecken“, wird Martin Zgraggen, Geschäftsführer der AMAG Winterthur, in der Mitteilung zitiert. „Durch die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen wird auch mehr Strom benötigt, den uns die neue Solaranlage liefert.“

    Die Gebäude der AMAG für die Marken Audi und Skoda in Winterthur wurden bereits 2013 mit einer Solaranlage ausgestattet, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die erste Photovoltaikanlage hat die Gruppe bereits 2008 auf dem Dach ihres Zentralersatzteillagers in Buchs ZH installieren lassen. Im laufenden Jahr wurden neben der neuen Anlage in Winterthur zwei weitere Solaranlagen in Wettswil am Albis ZH und in Basel installiert.

    Bis 2025 will die Automobilhandelsgruppe mit Hauptsitz in Cham ZG vollständig klimaneutral agieren. Bis 2024 sollen dazu Solaranlagen auf rund 50’000 Quadratmeter Fläche installiert werden. Für weitere 100’000 Quadratmeter Fläche an AMAG-Standorten prüft die Gruppe einen Einsatz.

  • Deutsche Ökobank setzt auf Meyer Burger

    Deutsche Ökobank setzt auf Meyer Burger

    Die GLS Bank aus Deutschland setzt bei ihrem Angebot eines Pakets für den Ausbau von Solaranlagen auf Meyer Burger. Die nach sozial-ökologischen Grundsätzen wirtschaftende Genossenschaftsbank will den Ausbau von Photovoltaikanlagen im gewerblichen und öffentlichen Bereich fördern. Dazu hat die Bank ein sogenanntes Sorglos-Photovoltaikpaket für Firmenkunden lanciert. Es beinhaltet neben der Finanzierung eine Reihe weiterer Leistungen.

    Im Rahmen des Pakets habe sich die GLS Bank für Meyer Burger als Kooperationspartner für Photovoltaikmodule entschieden, informiert das Solarunternehmen aus Thun in einer Mitteilung. „Wir haben hohe Ansprüche an unsere Produkte und unsere Produktion in Bezug auf Umwelt- und Ressourcenschonung sowie soziale Faktoren“, wird Katja Tavernaro dort zitiert. „Unsere Hochleistungs-Solarmodule sind ein gutes Beispiel für ein gelungenes Verhältnis von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit“, meint die Chief Sustainability Officer bei der Meyer Burger Technology AG. Konkret führt Tavernaro einen reduzierten Einsatz von Material und Energie, den Verzicht auf giftige Inhaltsstoffe, die Fertigung ausschliesslich mit Strom aus erneuerbaren Energien und die Beachtung sozialer Standards in den Lieferketten an.

    Dies kommt den Zielen der GLS Bank entgegen: „Wir wollen nicht nur Photovoltaik aufs Dach bekommen, wir stellen auch Fragen zu Qualität und Nachhaltigkeit der Module“, erläutert Bankvertreter Michael Orth.

  • Eigenheimbesitzer sind zu Umstieg auf erneuerbares Heizen bereit

    Eigenheimbesitzer sind zu Umstieg auf erneuerbares Heizen bereit

    Der Schwerpunkt des von Raiffeisen Schweiz vorgelegten elften Kundenbarometers erneuerbare Energien liegt auf dem Einsatz und der Nutzung von Heizungstechnologien, Solaranlagen und Elektromobilität. Die Umfrage von Raiffeisen, der Universität St.Gallen und EnergieSchweiz hat laut Medienmitteilung ergeben, dass die Hälfte der befragten Eigenheimbesitzer grundsätzlich bereit ist, ihre Öl- oder Gasheizung durch eine umweltfreundlichere Technologie zu ersetzen.

    Ein Viertel der Befragten habe über einen Ersatz noch nicht nachgedacht, heisst es in der Medienmitteilung. Schon heute nutzen 30 Prozent der Befragten klimafreundliche Heiztechnologien wie Wärmepumpen, Solarthermie und Fernwärme. Aber 28 Prozent heizen noch mit Öl. Davon habe sich rund ein Fünftel bereits für einen klimafreundlichen Ersatz in den nächsten Jahren entschieden.

    Photovoltaikanlagen (PVA) verzeichnen laut dem Raiffeisen-Bericht derzeit ein exponentielles Wachstum. So besitzen bereits 22 Prozent der befragten Eigenheimbesitzer eine Anlage zur Erzeugung von Solarstrom. 30 Prozent könnten sich eine Anschaffung in naher Zukunft vorstellen. Die diesjährige Studie hat sich zudem dem Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen gewidmet. Als Hauptargumente dafür werden zu 26 Prozent die Steigerung des Erlöses aus der Stromproduktion, zu 23 Prozent die Reduktion der CO2-Emissionen sowie die Senkung der Stromkosten angegeben (22 Prozent).

    Raiffeisen setzt laut der Mitteilung auf einen ganzheitlichen Beratungsprozess zur Steigerung der Modernisierungsquote. „Wir sind überzeugt, dass eine langfristige Planung und finanzielle Vorbereitung der Investitionen in die Immobilie entscheidende Erfolgsfaktoren sind, um die optimalen Modernisierungs-Massnahmen zur richtigen Zeit durchzuführen“, wird Roland Altwegg, Leiter Neue Geschäftsmodelle & Ökosysteme bei Raiffeisen Schweiz, zitiert. Und: „Was oft vergessen gerät: Umweltfreundliche Technologien steigern auch den Wert einer Immobilie.“

  • Binningen steigert Anteil an erneuerbarer Wärmeenergie

    Binningen steigert Anteil an erneuerbarer Wärmeenergie

    Primeo Energie hat beim Schulhaus Spiegelfeld in Binningen eine neue Pelletheizanlage in Betrieb genommen, informiert der Baselbieter Energieversorger mit Sitz in Münchenstein in einer Mitteilung. Die neue Anlage ersetzt ein veraltetes erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk. Mit der Umstellung auf die Pelletheizung steige der Anteil an Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen in Binningen auf 35 Prozent, schreibt Primeo Energie.

    Diesen Anteil wollen Gemeindeverwaltung und Energieversorger zukünftig auf 70 Prozent ausbauen. Dazu sei geplant, die Abwasserwärme auf dem Hauptwasserkanal in der Baslerstrasse und dem Birsig zu nutzen, heisst es in der Mitteilung. Zeitgleich werde Primeo Energie in den Ausbau und die Verdichtung des Wärmenetzes investieren, um weiteren Interessierten den Anschluss zu ermöglichen.

    Zudem engagiert sich Primeo Energie beim Klimaschutz im Gebäudebereich. Zusammen mit dem kantonalen Förderprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Energie im Gebäudebereich unterstütze das Unternehmen „die Transformation des Gebäudeparks in Richtung Klimaneutralität“, schreibt Primeo Energie. Mit dem Baselbieter Energiepaket werden die Sanierung von Altbauten, neue Methoden der Wärmeproduktion und energieeffiziente Neubauten gefördert.

  • Ja, ich will. Sanieren für die Zukunft.

    Ja, ich will. Sanieren für die Zukunft.

    Die Flumroc AG setzt sich seit Jahren für energieeffiziente und professionell umgesetzte Modernisierungen ein und unterstützt mit verschiedenen Engagements die Energiestrategie des Bundes.

    Mit Ihrer neuen Informationskampagne «Ja, ich will. Sanieren für die Zukunft.» macht Sie auf die Notwendigkeit von Sanierungen aufmerksam und bietet Bauherren, Interessierten und Fachleuten eine Online-Informationsplattform. Potentielle Bauherren schrecken vor dem Aufwand einer energetischen Sanierung häufig zurück. Flumroc zeigt auf, dass mit der richtigen Unterstützung und Vorgehensweise und einer genauen Planung einer erfolgreichen Umsetzung nichts im Wege steht.

    Bestandesanalyse
    Eine erste Orientierung, welche Sanierungsmassnahmen sinnvoll sind, liefert das kostenlosen Analyse-Tool eVALO. Mit ein paar Klicks können Sie Ihre Sanierung simulieren und erhalten erste Informationen zum energetischen Zustand Ihrer Immobilie. Weiterhin liefert es Ihnen erste Anhaltspunkte über die Investitionen und die Finanzierung.

    In einem nächsten Schritt empfiehlt es sich, durch eine Fachperson einen sogenannten GEAK (Gebäudeenergieausweis der Kantone) ausstellen zu lassen. Dieser bewertet die Qualität der Gebäudehülle und die Energieeffizienz der Gebäudetechnik.

    Eine Bestandesanalyse Ihrer Liegenschaft kann auch durch andere Fachpersonen, wie zum Beispiel eine Energieberaterin oder einen Energieberater, durchgeführt werden. Die Planung und Umsetzung von umfassenden Sanierungsmassnahmen ist komplex und sollte daher von einem Planer oder Planerin mit entsprechender Fachkompetenz durchgeführt werden.

    Mit der richtigen Reihenfolge zum Ziel 
    Entscheidend für eine erfolgreiche Sanierung sind die aufeinander abgestimmten Sanierungsmass-nahmen in der richtigen Reihenfolge und die Wahl des passenden Materials.

    Am Anfang jeder Erneuerung steht das Dämmen der Gebäudehülle.

    Abgestimmt auf die Dämmung können energieeffiziente Fenster eingebaut werden. Danach folgt die Anwendung moderner Gebäudetechnik. Von einer gut geplanten und ganzheitlich umgesetzten Sanierung profitieren die Bewohner in vielfacher Hinsicht. Sie sparen auf lange Sicht Kosten und geniessen gleichzeitig modernsten Wohnkomfort. Zudem sind Sanierungen in den meisten Fällen ressourcenschonender als Rückbauten.

    Langfristig auf die passenden Materialien setzen
    Das Bewusstsein für die Wahl der passenden Materialien ist ebenfalls sehr entscheidend. An dieser Stelle kann man einen wesentlichen Beitrag für Nachhaltigkeit und Ökologie leisten. Ausserdem können wichtige Aspekte, wie der Wärme-, Schall- und Brandschutz in der Entscheidungsfindung mit einbezogen werden. Eigenschaften, die die Flumroc Steinwolle auszeichnen.

    Ein sehr gut gedämmtes Haus braucht weniger Heizenergie im Winter und weniger Kühlleistung im Sommer. Das leicht zu verarbeitende Material liefert einen ausgezeichneten Schallschutz und sorgt mit einem Schmelzpunkt von über 1000 °C auch noch für einen hervorragenden Brandschutz. Ausserdem erfüllen die Produkte von Flumroc höchste ökologische Ansprüche in Bezug auf die Gewinnung des Rohstoffs, den Transport, die industrielle Verarbeitung, den Einsatz am Gebäude und die Wiederverwertung beim Rückbau. Denn Flumroc Steinwolle ist zu 100 % wiederverwertbar!

    Mit der Generation FUTURO bietet Flumroc zudem Dämmprodukte mit natürlichem Bindemittel an. Die Bewohner der sanierten Gebäude geniessen damit ganzjährig ein angenehmes Raumklima und profitieren von einem ausgesprochen hohen Wohnkomfort.

    Mehr Informationen dazu unter: www.flumroc.ch/jaichwill

  • Houzy lanciert Energierechner

    Houzy lanciert Energierechner

    Houzy bietet auf seiner Plattform als weitere Handreichung für Immobilienbesitzende nun auch einen Energierechner an. Damit lässt sich laut einer Medienmitteilung die Energieeffizienz eines Gebäudes bestimmen. Auf diese Weise fördere Houzy sowohl nachhaltige Sanierungsmassnahmen als auch die Transparenz für Wohnungsbesitzende und Kaufinteressenten.

    Zudem simuliere der Energierechner den Einfluss energetischer Massnahmen auf Energieverbrauch, Heizkosten und CO2-Ausstoss. Dabei berücksichtige er die Investitionskosten und berechne sowohl die Fördergelder als auch das langfristige Sparpotenzial. In vier Schritten lasse sich herausfinden, wie etwa eine Fassadendämmung, gedämmte Fenster oder eine Wärmepumpe die Energieeffizienz beeinflussen.

  • Bauen an der Energiezukunft

    Bauen an der Energiezukunft

    Das Grundstück gleich am Eingang der Gemeinde liegt keine 10 Kilometer entfernt von der Stadt Winterthur und ist dennoch ein idyllischer Flecken Land, mit direktem Anstoss ans Ufer der Töss und mit Sicht auf Wiesen und Wald. Hier wird an den Zielen der Energiestrategie 2050 gebaut. Seit Herbst 2019 ist die Überbauung Verde Blu bewohnt. So weit, so normal. Bemerkenswert ist aber, dass diese Überbauung ihren Energiebedarf zu einem hohen Anteil selbst deckt und das ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen. «Die Vorgaben der Energiestrategie 2050 sind für die Immobilienwirtschaft eine Chance», erklärt Dieter Stutz von der Atlantis AG, die in den Bereichen Umweltberatung, Siedlungsplanung und Architektur tätig ist und das Projekt entwickelt hat. Die Wärmeversorgung übers Grundwasser sei die beste und überzeugendste Lösung gewesen für das Areal. Gemeinsam mit EKZ hat Atlantis dieses komplexe Bauprojekt geplant und umgesetzt. 

    Nachhaltiges Wohnen als Bedürfnis
    Das Neubauprojekt Verde Blu mit neun Wohn- und Geschäftshäusern umfasst 108 Eigentumswohnungen sowie verschiedene Gewerbeflächen, die unter anderem von einer Migros-Filiale, einer Gemeinschafts- sowie einer Physiotherapiepraxis genutzt werden. Eine alte, denkmalgeschützte Scheune dient als Gemeinschaftsraum und sorgt für urigen Charme auf dem Gelände. Im Gegensatz dazu steht die topmoderne Technik, die die Anlage mit Energie versorgt: Als Wärmequelle für die Heizung und das Warmwasser wird Grundwasser genutzt, welches über einen sogenannten Anergiering die Häuser versorgt, in denen dezentrale Wärmepumpen stehen. Ein Anergiering ist ein kaltes Nahwärmesystem, das im Unterschied zu konventionellen Nahwärmesystemen mit Übertragungstemperaturen von unter 30 Grad Celsius arbeitet. Anergienetze haben deshalb keine Wärmeverluste in den Leitungen, sondern erzielen sogar zusätzliche Energiegewinne durch die Umweltwärme. Im Sommer können die Gebäude über den Anergiering mit dem Grundwasser passiv gekühlt werden.

    Für die elektrische Energie der Gebäude sorgt eine Photovoltaikanlage, die optimal auf den Bedarf der Überbauung ausgelegt ist. Die Anlage entstand erst, nachdem die Wohnungen bereits bezogen worden waren. Denn man wollte den Entscheid für oder gegen Solarstrom den Eigentümerinnen und Eigentümern überlassen. Dass die Anlage mit 100-Kilowatt-Spitzenleistung an der ersten Eigentümerversammlung im Winter 2019 mit überwiegender Mehrheit angenommen wurde, spricht eine klare Sprache. Martin Nicklas, Verantwortlicher für moderne Energielösungen bei EKZ, erstaunt dies nicht: «Das Bedürfnis, auch im Wohnbereich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, ist uns im Immobilienbereich schon lange bekannt.» So wurde in der Unterniveaugarage auch eine Ladeinfrastruktur für die 209 Parkplätze eingebaut. Dank einem Lastgangmanagement ist es möglich, die Autos gestaffelt zu laden, sollte dereinst eine ganze Flotte an Elektrofahrzeugen die Garage besiedeln.

    Gut abgestimmte Anlage
    In Kollbrunn werden die Stromerzeugung sowie die Wärme- und Kälteerzeugung und die Elektromobilität in einem integrierten Energiesystem kombiniert. Herzstück ist eine intelligente Steuerung, die die Eigenverbrauchsquote maximiert und das Lastmanagement übernimmt. Dadurch kann das eigentlich wichtigste Ziel erreicht werden: dass der produzierte Strom aus der PV-Anlage auch maximal vor Ort verbraucht wird. Die Steuerung verwendet hierfür Wetterprognosen von einem externen Wetterportal. Ein Algorithmus in der Steuerung wertet diese Daten aus und entscheidet jeweils am Vorabend, ob am nächsten Tag genügend Solarstrom produziert wird, um die Boiler und Speicher der Heizung zu laden. Bei zu geringer Solarproduktion werden die Boiler in der Nacht zum Niedertarif geladen, ansonsten wird abgewartet, bis am nächsten Tag genügend Solarstrom vorhanden ist, um die Wärmepumpe zu starten.

  • «Das Energiegesetz bringt uns beim Klimaschutz einen entscheidenden Schritt weiter»

    «Das Energiegesetz bringt uns beim Klimaschutz einen entscheidenden Schritt weiter»

    Mit welchen Themen befassen Sie sich als Vorsteher der Baudirektion des Kantons Zürich?
    Martin Neukom: Als Regierungsrat habe ich viele unterschiedliche Aufgaben. Einerseits führe ich die Baudirektion mit ihren rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Andererseits bin ich Mitglied der siebenköpfigen Regierung, welche sich mit den wichtigen politischen Geschäften aus allen Direktionen befasst. Als Baudirektor bin ich mit sehr unterschiedlichen Themen beschäftigt, vom Lärmschutz über die Landwirtschaft bis hin zum Abfallwesen. Es ist unter anderem diese Vielfalt an Themen, die meine Arbeit spannend macht.

    Wie viele Bauprojekte bearbeiten Sie zurzeit?
    Das sind rund 700 Bauprojekte – von der Dachsanierung eines Schulhauses bis zum Polizei- und Justizzentrum PJZ, das aktuell eine der grössten Baustellen der Schweiz ist. Wir machen Naturschutz- und Gewässerschutzprojekte genauso wie den Unterhalt der 1500 Kilometer Staatsstrassen im Kanton. Über die Raumplanung beeinflussen wir die Entwicklung, schützen das Kulturland und prägen das Aussehen des Kantons.

    Inwiefern profitieren Sie von Ihrem Ingenieurstudium sowie Ihrem Masterabschluss in solaren Energiesystemen für Ihre Tätigkeit als Vorsteher der Baudirektion des Kantons?
    Der Austausch mit den Fachleuten in der Baudirektion ist spannend und bereichernd. Mein naturwissenschaftlicher Hintergrund hilft mir beim Verständnis zahlreicher Themen und Projekte, beispielsweise im Energie- oder Umweltschutzbereich, aber auch im Baubereich.

    Welches sind die bedeutendsten Bauprojekte, die derzeit kantonal laufen oder in naher Zukunft anlaufen werden?
    Dazu gehören etwa das Polizei- und Justizzentrum sowie das Hochschulgebiet Zürich Zentrum mit seinen Neubauten für die Universität und der Aufwertung des öffentlichen Raums. Für die Bezirksanlage Winterthur ist die Grundsteinlegung in diesem November geplant.

    Bei der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) laufen gleich mehrere Bauprojekte. Wo sehen Sie hier die grössten Herausforderungen und Fortschritte?
    Hier ist das Bauen im Bestand eine grosse Herausforderung. Zudem muss die Fläche im dicht überbauten Winterthur optimal genutzt werden. Diverse Projekte sind bereits erfolgreich abgeschlossen, so zum Beispiel die Hochschulbibliothek.

    Laut einer Umfrage hat sich weniger als die Hälfte der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungsersatz mit Alternativen zu Öl und Gas befasst
    Das Thema Energie liegt Ihnen sehr am Herzen. Das CO2-Gesetz ist bei der letzten Abstimmung an der Urne gescheitert. Im Herbst stimmt der Kanton Zürich über das Energiegesetz ab. Welche Ziele wollen Sie mit diesem neuen Gesetz erreichen? Was sind die Kernpunkte für Besitzer von Wohn- und Geschäftsliegenschaften?
    Mit der Änderung des Energiegesetzes schafft der Kanton Zürich eine wichtige Grundlage für wirksamen Klimaschutz im Gebäudebereich. Öl- und Gasheizungen müssen künftig am Ende ihrer Lebensdauer durch klimaneutrale Heizungen ersetzt werden. Um hohe Kosten und Härtefälle zu vermeiden, gibt es Ausnahmeregelungen. Die finanziellen Beiträge des Kantons an klimaneutrale Heizungen werden erhöht, um den Umstieg zu erleichtern.

    Der Hauseigentümerverband des Kantons Zürich hat das Referendum ergriffen. Der HEV plädiert für Freiwilligkeit und Eigenverantwortung statt für Zwang und Vorschriften. Zudem sagt der HEV, dass die Hausbesitzerinnen und -besitzer ihre Verantwortung längst wahrnehmen würden. Wie reagieren Sie auf diese Argumente?
    Heute wird immer noch mehr als jede zweite Öl- oder Gasheizung am Ende ihrer Lebensdauer durch eine neue Öl- oder Gasheizung ersetzt. Damit erreicht der Kanton seine Klimaziele nicht. Laut einer Umfrage in der Stadt Zürich hat sich weniger als die Hälfte der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungsersatz mit Alternativen zu Öl und Gas befasst. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es daher verbindliche Regeln für den Ersatz von Heizungen. Das Energiegesetz bringt uns beim Klimaschutz einen entscheidenden Schritt weiter.

    Wie zuversichtlich sind Sie, dass es dieses Mal ein JA gibt?
    Soeben hat die Bevölkerung im Kanton Glarus ein noch ambitionierteres Energiegesetz gutgeheissen, als wir es im Kanton Zürich zur Abstimmung bringen. Zudem hat der Kanton Zürich dem CO2-Gesetz mit über 55 Prozent zugestimmt. Ich bin zuversichtlich. Aber es wird auf keinen Fall ein Spaziergang, ganz im Gegenteil.

    Die Stadt Zürich scheint klimatechnisch auf Kurs zu sein. Kantonal zeigt sich ein anderes Bild. Wie sensibilisieren Sie den restlichen Kanton Zürich auf das Energiethema?
    Es geht mittlerweile mehr ums Handeln als ums Sensibilisieren. Hier würde uns das Energiegesetz enorm weiterbringen.

    Bei der finanziellen Förderung von Solaranlagen schneidet der Kanton Zürich im schweizerischen Vergleich schlecht ab. Wann und wie gedenken Sie das zu ändern?
    Hier besteht tatsächlich Handlungsbedarf, und wir arbeiten intensiv daran. Zudem hat der Kantonsrat den Regierungsrat beauftragt, bis 2022 eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten.

    Wie sieht Ihre Lösung im Mobilitätsbereich aus?
    Auch hier muss Netto Null das Ziel sein. Das heisst, es dürfen keine umweltschädlichen Emissionen entstehen. Die Zeit der fossilen Verbrennungsmotoren ist abgelaufen. Je schneller sie ersetzt werden, desto besser für das Klima und somit für uns und die nachkommenden Generationen. Hier ist für mich auch eine gute Zusammenarbeit mit der Volkswirtschaftsdirektion wichtig, die in der Mobilität im Lead ist.

    Die meisten Kantone setzen bei den Kantonsbaumeistern auf Architekten. Sie haben Beat Pahud per 1. August 2021 zum neuen Kantonsbaumeister ernannt. Kritiker monieren, dass er kein Architekturstudium absolviert hat. Was entgegnen Sie diesen?
    Die Leitung des Hochbauamts mit seinen über 150 Mitarbeitenden setzt kein Architekturstudium voraus. Was es dafür braucht: eine starke Führungspersönlichkeit mit viel Know-how im Baubereich. Beat Pahud ist dafür die ideale Besetzung.

  • App erleichtert Energieplanung für Gebäude

    App erleichtert Energieplanung für Gebäude

    Die Vela Solaris AG aus Winterthur hat mit Polysun eine Lösung entwickelt, welche die Planung vom Energiesystemen für Gebäude und Quartiere erleichtern soll. Sie ermöglicht es, Energiesysteme in diesen Umgebungen zu simulieren. So können mögliche Energiesysteme zur Erstbetrachtung dargestellt und miteinander verglichen werden.

    Basierend auf Polysun hat Vela Solaris gemeinsam mit dem Gebäudetechnikverband suissetec die Web App Gebäudetechnikrechner aufgebaut. Der Verband stellt die Lösung nun seinen Mitgliedern sowie Kundinnen und Kunden zur Verfügung, wie es in einer Mitteilung heisst.

    „Mit dem Gebäudetechnikrechner ermöglichen wir unseren Kunden den Schritt zur digitalen Konzeption von Energiesystemen“, wird Lars Kunath, Verantwortlicher digitale Lösungen bei suissetec, zitiert. Er hebt auch die „Zuverlässigkeit der Simulationsergebnisse und die hohe Professionalität von Vela Solaris als Entwicklungspartner“ hervor.

    „Die Zusammenarbeit mit Verbänden sowie Herstellern und Händlern stellt für Vela Solaris eine echte Bereicherung dar“, so Angela Krainer, Geschäftsführerin von Vela Solaris. „Wir sind immer bestrebt, unsere Lösungen einer möglichst grossen Nutzergruppe zur Verfügung zu stellen“.

  • Partner wollen Wasserstoff in den Gebäudesektor bringen

    Partner wollen Wasserstoff in den Gebäudesektor bringen

    Romande Energie, GreenGT sowie die Nomads-Stiftung und die Realstone Group spannen zusammen, um lokalen Wasserstoff in der Energieversorgung des Immobiliensektors einzusetzen. Im Rahmen eines Projekts namens Aurora wollen die Westschweizer Partner dafür nötige Lösungen entwickeln.

    Aurora soll verschiedene Aspekte der Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wasserstoff umfassen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Ziel sei es, integrierte Lösungen wie die Wasserelektrolyse oder die Brennstoffzelle in bestehende Systeme wie die Photovoltaik und die Batteriespeicherung einzuführen.

    Das gemeinsame Projekt soll mehrere Jahre dauern. Zunächst ist die Modellierung, dann die Installation der entwickelten Systeme in mehreren Gebäuden vorgesehen. Danach sollen die Entwicklungen vermarktet werden.

    Die Nomads-Stiftung ist eine private, gemeinnützige Stiftung, welche multidisziplinäre Zusammenarbeit fördert. GreenGT ist in der Wasserstofftechnik tätig und bietet auch Beratungen an. Die Realstone Group ist ein Spezialist für kollektive Immobilienanlagen. Romande Energie ist ein Energieversorger, der auf erneuerbare Energien setzt.

  • Kunstwerk produziert Solarstrom

    Kunstwerk produziert Solarstrom

    Solarzellen können Gebäude auch als Kunstobjekte zieren. Dies zeigt ein Projekt, das nun am Forschungsgebäude NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Wasserforschungsinstituts EAWAG umgesetzt wurde. Die Fassaden des Gebäudes sind mit Photovoltaikmodulen bestückt worden, die zusammen ein Kunstwerk ergeben.

    Die Empa hat dafür das Projekt namens Glasklar umgesetzt, an dem sie gemeinsam der Firma Zug Estates sowie Studierenden und Dozierenden der beiden Departemente Design & Kunst und Technik & Architektur der Hochschule Luzern gearbeitet hat. Letztere haben in einer zweiwöchigen Blockveranstaltung Photovoltaikmodule entworfen, die als Designobjekte visuell zum NEST-Gebäude passen. Umgesetzt wurde das Design der Textildesignstudentin Lynn Balli. Es wurde bei einem interdisziplinären Design-Wettbewerb für den Einsatz beim NEST-Gebäude ausgewählt.

    „Wenn wir das Interesse von Designerinnen und Designern für die Gestaltung von gebäudeintegrierten Photovoltaikmodulen wecken können, leisten wir einen wichtigen Beitrag für mehr Akzeptanz von Photovoltaikfassaden und fördern somit den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion in der Schweiz“, wird Björn Niesen, Innovationsmanager NEST, in einer Mitteilung der Empa zitiert.

  • Delta Schule setzt auf LEDcity

    Delta Schule setzt auf LEDcity

    Die Delta Schule in Zürich hat die Beleuchtung ihrer Klassenzimmer auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Dabei wurden die alten Leuchtkörper durch die energieeffiziente, sensorgesteuerte Beleuchtung von LEDcity ersetzt, informiert LEDcity in einer Mitteilung.

    Im Rahmen des von der Schule durchgeführten Eco-Schools-Projects wurden auch die Schülerinnen und Schüler in die Umrüstung der Beleuchtung eingebunden. Yves Jungo von LEDcity wiederum musste sich als Lehrkraft beweisen: Der Kundenberater der Zürcher Jungunternehmens führte die Kinder und Jugendlichen in zwei Unterrichtseinheiten in die Grundlagen von Strom und Beleuchtung ein.

    Für LEDcity habe die Zusammenarbeit mit der Schule Vorbildcharakter, heisst es weiter in der Mitteilung. „Wenn man bereits Kindern die Wichtigkeit eines schonenden Umgangs mit unseren Ressourcen – und insbesondere auch mit der ,unsichtbaren‘ Ressource Strom – vermitteln kann, trägt dies viel zu einer grüneren Zukunft bei“, wird Jungo dort zitiert.

    Unternehmensangaben zufolge sparten Anwendende des innovativen Beleuchtungssystems bis zu 93 Prozent der Energiekosten gegenüber konventionellen Beleuchtungen ein. Dazu setzt LEDcity von Künstlicher Intelligenz optimierte Algorithmen ein, die die Lichtquellen autonom und bedarfsorientiert steuern.

    In der Delta Schule haben die Schülerinnen und Schüler die tatsächliche Energieeinsparung selbst berechnen können: Das Zusammenspiel von LED-Technologie, Algorithmen und Sensoren reduziert die Kosten um 60 Franken pro Jahr und Leuchtmittel.