Schlagwort: Energie

  • Neue Energielösungen am Start

    Neue Energielösungen am Start

    Gerade im Bereich Heizen von Wohnraum dominiert immer noch die Verwendung fossiler Brennstoffe. Dank innovativer Technologien entstehen hier neue klimafreundliche Alternativen – zum Beispiel das Heizen mit Seethermie oder die Nutzung der Abwärme von Computern. Beide Ansätze verwenden bestehende Wärmequellen zum Beheizen von Gebäuden.

    Die Seethermie ist eine der jüngsten Formen der Energiegewinnung und macht sich die Seen als riesige Wärmespeicher zu Nutze. Im Sommer nehmen die Seen die Wärme der Sonne auf und geben sie nur langsam ab. Selbst bei Minusgraden behält das Seewasser in der Tiefe eine gewisse Temperatur – ideal um dem Wasser in den unteren Schichten Wärme zu entziehen und diese als natürliche Heizquelle zu verwenden. Das Wasser wird dem See dann wieder kühler rückgeführt. Für das Ökosystem ist dies unbedenklich und steuert in gewissem Masse sogar der klimatischen Erwärmung entgegen. Mit dieser Technologie steht in Luzern das grösste Seethermie-Projekt der Schweiz erfolgreich am Start.

    Einen anderen Ansatz verfolgt das Pariser Startup «Qarnot» und setzt auf die Abwärme von Computern. Anstatt Rechner in grossen Serverräumen aufwendig zu kühlen, werden diese in Heizkörper eingebaut. In den Heizkörpern fliessen somit Daten statt Wasser. Die dezentrale Rechenleistung wird an grosse Firmen verkauft, die digitalen Heizkörper selbst an private Haushalte. Diese haben somit nach der Erstinvestition keine Heizkosten mehr. Je mehr Wärme gewünscht wird, desto mehr Datenleistung wird generiert. Die Daten sind verschlüsselt und werden auch nicht gespeichert, somit ist nicht nachvollziehbar, welche Daten fliessen. Dasselbe funktioniert auch mit Warmwasserboilern – in Bordeaux wurde bereits ein gesamter Wohnkomplex mit dieser Technologie ausgestattet. Aufgrund der weltweit steigenden Datenmengen scheint das zukünftige Potential somit enorm.

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  • WWZ-Gruppe trotzt der Pandemie

    WWZ-Gruppe trotzt der Pandemie

    Einer Mitteilung der WWZ-Gruppe zufolge hat der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger im Geschäftsjahr 2020 Nettoerlöse in Gesamthöhe von 227,6 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem marginalen Rückgang um 0,3 Prozent.

    „WWZ konnte trotz der Coronapandemie ihre Ziele weitgehend erreichen“, wird  CEO Andreas Widmer in der Mitteilung zitiert. „Zwar sanken die Energieabsätze infolge des Lockdowns und der warmen Witterung, dennoch konnten wir den Nettoerlös auf Vorjahresniveau halten.“ Zudem habe die Gruppe „den Ausbau unserer strategischen Wachstumsfelder“ vorangetrieben, erklärt Widmer.

    Der CEO weist dabei besonders auf den Bereich Fernwärme hin. Hier war im Berichtsjahr beim Vorzeigeprojekt der Gruppe, Circulago, die erste Quartierzentrale in Betrieb genommen. Circulago nutzt Energie des Zuger Seewasser für die Gewinnung von Wärme und Kälte.

    Insgesamt hat WWZ im Berichtsjahr 87,0 Millionen Franken in den Unterhalt der Infrastruktur sowie den Ausbau von Fernwärme und Telekomnetze investiert. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT sei in Folge dieser hohen Investitionen sowie gestiegener Abschreibungen im Jahresvergleich um 10,8 Prozent gesunken, erläutert WWZ. Konkret wurde ein Betriebsergebnis von 37,4 Millionen Franken realisiert. Der Konzerngewinn fiel mit 39,0 Millionen Franken um 19,1 Prozent geringer als im Vorjahr aus.

    Für das laufende Jahr geht die Gruppe von weiterhin hohen Investitionen, Betriebskosten und Abschreibungen aus. „Der Übergang von fossilem Erdgas auf erneuerbare Fernwärme und der Aufbau weiterer Wachstumsfelder werden die Erfolgsrechnung vorübergehend belasten“, erläutert WWZ-Finanzchef Andreas Ronchetti Salomon. Die Gruppe sei jedoch gut gerüstet, ihre strategische Entwicklung „auch unter erschwerten Rahmenbedingungen“ fortzusetzen.

  • Hochalpine Solaranlage arbeitet hocheffizient

    Hochalpine Solaranlage arbeitet hocheffizient

    Die erste hochalpine Solargrossanlage ist im Sommer vergangenen Jahres auf der Albigna-Staumauer im Bündner Bergell eingerichtet worden. Auf einer Höhe von 2100 Metern über Meer wurden auf einer Länge von 670 Metern 1200 Photovoltaikpaneele in einem Anstellwinkel von 78 Grad installiert. Der steile Winkel diene der besseren Verarbeitung der Wintersonne und verhindere Schneeablagerungen auf den Modulen, erläutert das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) als Betreiber der Anlage in einer Mitteilung.

    In den ersten sechs Monaten nach Inbetriebnahme im September 2020 hat die hochalpine Anlage bereits 223 Megawattstunden Strom produziert, informiert ewz in der Mitteilung weiter. Damit habe sich die „hohe Erwartung“ erfüllt, nach der hochalpine Lagen deutlich bessere Produktionsbedingungen für Solarstrom aufweisen als das Mittelland. Die Wintermonate hätten zudem gezeigt, dass die Anlage auf der Albigna-Staumauer im Winter ebenso effizient arbeitet wie im Sommer. Zwischen Oktober und März liege die Effizienz einer hochalpinen Anlage damit um mehr als einen Viertel über der einer Flachdachanlage im Mittelland, schreibt ewz.

    Berechnungen zufolge wird die Anlage auf der Albigna-Staumauer bei einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt jährlich rund 500 Megawattstunden Strom erzeugen. Kunden der ewz können über das Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri in das Projekt einsteigen. Hier stehen die 2170 Quadratmeter der hochalpinen Anlage zum Preis von 560 Franken pro Quadratmeter zum Verkauf. Den Kaufenden werden dafür während 20 Jahren 180 Kilowattstunden Solarstrom jährlich gutgeschrieben.

  • Wohnen und arbeiten in stapelbaren Türmen

    Wohnen und arbeiten in stapelbaren Türmen

    Die Pläne des Vereins Vision Zukunft Bösch sind ambitioniert: Auf 30 Hektaren sollen in Hünenberg auf dem Gelände Bösch 3000 Arbeitsplätze für 600 Unternehmen entstehen. Damit soll das Gebiet aufgewertet und zu einem führenden Standort für innovative KMU in den Bereichen Dienstleistung, Gewerbe und Industrie werden. Das erste Entwicklungsmodell entwarf die Firma Keeas 2018 im Auftrag des Vereins Wirtschaftsregion Zugwest. Gleichzeitig wurde der Verein
    Vision Zukunft Bösch gegründet.

    Die Herausforderung bei der Entwicklung des Gebiets: Der Platz ist begrenzt. Damit sich dennoch zahlreiche Firmen ansiedeln können, sollen drei Hochhäuser entstehen. Dabei handelt es sich nicht um klassische Hochbauten, sondern um stapelbare Türme: An grossen Liftanlagen hängen hierzu energieautarke Boxen. Unternehmen könnten hier problemlos in die Höhe wachsen: Weitere Boxen lassen sich flexibel aufstapeln.

    Gerade kreative KMU dürften sich von diesem Standort angesprochen fühlen: Gibt es doch statt Treppen Rutschbahnen. Aber auch den Themen Energie und Nachhaltigkeit wird Rechnung getragen. Aufgrund seines hohen Tagesverbrauchs bietet Bösch optimale Voraussetzungen für die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Die Abwärme der nahegelegenen Papierfabrik Perlen könnte als Heiz- und Kühlenergie genutzt werden.

    Denkbar ist ein Angebot von E-Autos, Carsharing, E-Bikes bis hin zu gepoolten Firmen- und Besucherparkplätzen. Der sogenannte Energie- und Mobilitätshub arbeitet mit Grossbatterien. Diese optimieren den Energieverbrauch der Solaranlagen und laden gleichzeitig Elektrofahrzeuge auf. Um bestehende Gewerbebauten herum sollen LKW- und Gewerberampen gebaut werden. Ausserdem ist ein autonom fahrender Bus geplant, der direkten Zugang zum Campus Informatik und zum Bahnhof Rotkreuz bietet.

    Die Gemeinde Hünenberg besitzt in direkter Umgebung der International School im Bösch ein Grundstück, welches sie für den Bau eines Referenzbetriebs zur Verfügung stellen würde. Dieser zukünftige «Campus Bösch» dürfte damit den Grundstein des Gesamtprojekts legen. Die Vision wird laufend weiterentwickelt.

  • «Die Stadt Zug soll grüner werden»

    «Die Stadt Zug soll grüner werden»

    Zur Person
    Eliane Birchmeier (FDP) ist seit Januar 2019 Stadträtin und Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug. Die 58-Jährige studierte Betriebswirtschaft, ist eidg. dipl. PR-Beraterin und hat 2005 die Birchmeier Communications AG mit Sitz in Zug gegründet. Sie war von 2004 bis 2017 Mitglied des Verwaltungsrats der Kursaal-Casino AG in und von 1992 bis 2004 Co-Inhaberin der C-Matrix Communications AG.

    Sie sind Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug. Wo sehen Sie Ihre Kernaufgaben?
    Eliane Birchmeier: Meine Kernaufgaben umfassen die klassischen Aufgabenbereiche des Bauwesens: Einerseits sind das Baubewilligungen sowie Bauvorhaben für stadteigene Vorhaben im Tief- und Hochbau. Andererseits befassen wir uns mit planerischen, gestalterischen und gesetzlichen Aspekten im Städtebau und in der Stadtplanung. Hierbei geht es um die künftige Entwicklung der Stadt Zug in städtebaulicher sowie in raumplanerischer Hinsicht mit Siedlung, Landschaft und Verkehr.

    Bis zum Jahr 2040 ist für die Stadt Zug ein Wachstum bei der Einwohnerzahl um rund 10’000 Personen prognostiziert. Welche baulichen Massnahmen sind geplant, um dieser Entwicklung gerecht zu werden?
    Das prognostizierte Wachstum ist abhängig von der Projektentwicklung privater Eigentümer und Investoren. In vielen Bereichen haben wir unsere Hausaufgaben bereits gemacht. Beispielsweise was Infrastrukturprojekte in den Bereichen Entwässerung, Energie und Entsorgung anbelangt. In der Bildung haben wir – wie auch andere Gemeinden in der Schweiz – einen gewissen Aufholbedarf. Gegenwärtig laufen verschiedene Planungen für erweiterte und neue Schulanlagen. Doch wir wollen in den kommenden Jahren auch die Grün- und Freiräume aufwerten sowie das Netz an Fuss- und Velowegen verbessern.

    Die Wirtschaft soll ebenfalls weiterwachsen. Wo sehen Sie für neue Geschäftsbauten das grösste Baupotenzial?
    Nach wie vor bestehen in verschiedenen ehemaligen Industrie- und Verdichtungsgebieten grosse Erweiterungspotenziale für Gewerbe und Dienstleistungen. Dazu zählen der Technologiecluster mit dem V-Zug-Areal, Verdichtungsgebiete östlich und westlich des Bahnhofs wie die Metalli, die Baarerstrasse West und das LG-Areal. Dazu kommen das Areal an der Aa II, das von den Zuger Verkehrsbetrieben entwickelt wird, das Hertizentrum und die äussere Lorzenallmend. In Zukunft werden diese Gebiete gemischte, urbane Nutzungen von Wohnen, Freizeit und Arbeiten bieten.

    Wo im Kanton finden sich noch grössere Landreserven?
    Das Wachstum in der Stadt Zug wird wie andernorts im Kanton schwergewichtig im Innern durch Verdichtung erfolgen. Dazu kommen wenige noch unverbaute Baugebiete wie die äussere Lorzenallmend, Gebiete in der Herti und im Unterfeld, im Lüssi/Göbli und in südlicher Richtung im Salesianum sowie in Oberwil. Eigentliche Einzonungen stehen im Rahmen der laufenden Ortsplanung nicht im Fokus.

    «Für das Gebiet Lüssi/Göbli und das Areal des Landhauses Salesianum rechnen wir demnächst mit Baugesuchen»

    Welche Projekte sind dort geplant?
    In der äusseren Lorzenallmend wird ein Bebauungsplan für ein Wohn- und Arbeitsgebiet erarbeitet und im Herti Süd einer für eine Wohnüberbauung. Im Herti Nord, im Unterfeld und im Spielhof sind aktuell keine Planungen im Gange. Im Lüssi/Göbli und im Salesianum bestehen rechtskräftige Bebauungspläne für Wohnüberbauungen. Hier rechnen wir in naher Zukunft mit Baugesuchen.

    Welches sind aktuell die wichtigsten Bauprojekte, die Sie begleiten?
    Stadteigene Vorhaben sind der Neubau des Recyclingcenters und des Ökihofs im Norden der Stadt. In Planung und Projektierung sind Schulanlagen auf dem ganzen Stadtgebiet. Für die Erweiterung des Strandbads startet in diesem Jahr der Projektwettbewerb, und im Sommer wird die Zuger Stimmbevölkerung über die neuen Notzimmer im Göbli-Quartier befinden können.

    Die Stadt Zug steht mitten im Ortsplanrevisionsprozess. Gibt es bereits eine erste Strategie zu Mobilität und Freiraum?
    Die räumliche Entwicklungsstrategie der Stadt wird in mehreren Etappen und Mitwirkungsschritten bis im Herbst 2021 erarbeitet. Erste Stossrichtungen aufgrund der fachlichen Grundlagen, der Bevölkerungsbefragung und der ersten Mitwirkungsphase zeichnen sich deutlich ab: Die Stadt soll grüner werden. Zudem soll ein vielfältiges sowie qualitativ hochstehendes Angebot an unterschiedlichen Freiräumen der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

    Was wünscht sich die Bevölkerung?
    Sie wünscht sich, dass das Mobilitätswachstum mittels Ausbau und Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs aufgefangen wird. Die Verkehrsführung im Zentrum soll vereinfacht und siedlungsverträglich gestaltet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt in der Optimierung des Pendlerverkehrs. Hier setzen wir in Zusammenarbeit mit dem Kanton und den Nachbargemeinden, aber auch mit Arbeitgebern, auf eine verstärkte Verlagerung hin zum bereits heute hervorragend ausgebauten ÖV und den nicht motorisierten Individualverkehr.

  • «Das Energiesystem der Suurstoffi funktioniert»

    «Das Energiesystem der Suurstoffi funktioniert»

    Was ist das Einzigartige am Suurstoffi-Energiekonzept?
    Martin Jöri: Wir schaffen es, für ein über 100’000 Quadratmeter grosses
    Areal die gesamte Wärme- und Kältebereitstellung für Wohnen und Gewerbe CO2-neutral und mit einem eigenständigen Arealsystem bereitzustellen. Im Gegensatz zu anderen Arealen sind wir nicht von einem externen Fernwärmenetz abhängig.

    Warum sind Energiekonzepte wie dasjenige der Suurstoffi heutzutage noch nicht Standard?
    Der klassische Immobilieninvestor ist nach wie vor konservativ unterwegs. Er setzt auf etablierte Lösungen. Nachhaltigkeit spielt, wenn es um die konkrete Umsetzung energetischer Systeme geht, nur eine kleine Rolle. Dies ist verständlich, da gewisse Risiken nicht wegzudiskutieren sind.

    An welche Risiken denken Sie dabei?
    Dass das CO2-freie Energiesystem der Suurstoffi funktioniert, war keineswegs von Beginn weg klar. Es gab kaum Erfahrungswerte, nur Planzahlen. Das Zusammenspiel der einzelnen Systeme mit unzähligen Variablen ist sehr komplex. Heute können wir sagen: Das System funktioniert. Das Risiko und der finanzielle Aufwand haben sich gelohnt, da das System mit jedem Ausbauschritt durch Skaleneffekte noch effizienter wird. Gewisse Nachjustierungen sind jedoch nach wie vor nötig.

    Könnte das System Suurstoffi 1:1 auf andere Areale übertragen werden?
    Wenn sich keine Hindernisse aus der Geologie ergeben, ist dies durchaus denkbar.

    Das Energiesystem der Suurstoffi funktioniert. Ist das Projekt damit abgeschlossen?
    Nein, zwei Themen werden uns weiterhin beschäftigen: Zum einen muss der operative Betrieb sichergestellt werden. Dies bedeutet, dass wir den Kälte- und den Wärmebedarf für das ganze Jahr gewährleisten müssen. Dazu brauchen wir eine übergeordnete Arealsteuerung für die Planung von Wärme- und Kälteleistungen über Wochen und Monate. Zum anderen gilt es, das System kurzfristig zu optimieren. So müssen beispielsweise alle Wärmepumpen aufeinander abgestimmt werden, um Leistungsspitzen im Stromverbrauch zu reduzieren. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir die geplante E-Mobilität ins Gesamtsystem integrieren. Unser Ziel ist es, die Elektrolasten möglichst dynamisch zu verteilen und die E-Autos als Elektrobatterie zu nutzen.

    Stehen ausser der Optimierung des Energiesystems der Suurstoffi noch weitere Projekte auf Ihrer Agenda?
    Ja, wir sind an der Umsetzung des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch für die Suurstoffi. Dies ermöglicht uns, den auf dem Areal produzierten Strom direkt unseren Mietern zu verkaufen. Des Weiteren soll die Elektromobilität auf beiden Arealen umgesetzt werden. Im April 2020 haben wir die Metalli an den Seewasserverbund Circulago angeschlossen und damit das Ende des Erdöl- und Erdgaszeitalters für Zug Estates eingeleitet. Weitere Themen sind ein digitales Abrechnungssystem auf Basis von Zählerdaten sowie CO2-Senkungen in der Alltagsmobilität.

    Führt Digitalisierung im Bereich der Gebäudeautomation zu mehr Nachhaltigkeit?
    Dank der Digitalisierung und «Internet of Things» können wir unseren Mietern in Zukunft vereinfachte, individualisierte und verbrauchsabhängige Abrechnungen anbieten. Dies erhöht die Transparenz und wird einen gewissen Anreiz schaffen, den eigenen Energieverbrauch zu reduzieren.

    Zur Person
    Martin Jöri ist seit 15 Jahren im Energiesektor tätig und war unter anderem für den europaweiten Auf- und Ausbau der erneuerbaren Energien bei Alpiq und CKW verantwortlich. Bei BKW konnte er die Machbarkeit vom Plusenergiequartier Ittigen im Auftrag von Losinger Marazzi nachweisen. In seiner jetzigen Position als Leiter Strategisches Arealmanagement bei Zug Estates setzt er sich für die Umsetzung der Vision Zero-Zero für die Areale Suurstoffi und Metalli ein.

  • Intelligente Beleuchtung überzeugt Investoren

    Intelligente Beleuchtung überzeugt Investoren

    LEDCity hat sich im Rahmen einer Finanzierungsrunde 2 Millionen Franken an frischem Kapital gesichert. Investiert haben ein Kunde des Start-ups sowie eine Gruppe von Business Angels, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Neben der Finanzierung durch die Investoren hat die Firma zudem eine Bürgschaft des Technologiefonds des Bundesamts für Umwelt erhalten.

    LEDCity hat eine Beleuchtungslösung entwickelt, welche den Elektrizitätsverbrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren soll. Die Entwicklung soll klassische Bewegungsmelder in Geschäftsgebäuden ersetzen. Sie nutzt bis zu 50 Mal mehr Sensoren auf der gleichen Fläche. Algorithmen stellen zudem sicher, dass die Beleuchtungsintensität automatisch gesteuert wird.

    Mit den frischen Mitteln will LEDCity sein Verkaufsteam in der Westschweiz vergrössern und gleichzeitig auch nach Deutschland expandieren. Ausserdem will das Start-up seine Algorithmen weiterentwickeln.

  • Bern testet Strassenlaternen als Stromtankstellen

    Bern testet Strassenlaternen als Stromtankstellen

    Der städtische Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb) will Strassenlampen in zwei Berner Quartieren zu Ladestationen für Elektrofahrzeuge umbauen. Ende März nimmt die ewb laut einer Medienmitteilung zwei aufgerüstete Laternen an der Thormannstrasse 62 und 64 sowie an der Huberstrasse 16 in Betrieb. Die beiden Masten werden mit Typ2-Steckdosen, dem europäischen Standard für das Laden von E-Autos, ausgestattet.

    ewb reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach E-Autos und damit auch nach Ladepunkten in Bern. Die Teststationen befinden sich jeweils auf blau markierten Anwohnerparkflächen. Damit eignen sie sich laut der Medienmitteilung insbesondere für Anwohner der Thormannstrasse und der Huberstrasse, die über ein E-Auto und eine Anwohnerparkkarte verfügen.

    ewb will die E-Ladestationen gezielt in den blauen Zonen ausbauen, weil dort die meisten Berner parkieren. Der Energieversorger wird für das Projekt technisch von Siemens und ubitricity sowie MOVE als E-Mobility Service Provider unterstützt. Des Weiteren sind die Stadt Bern und EnergieSchweiz beteiligt.

    Für Halter von Diesel- und Benzinautos sowie E-Fahrzeugen, die nicht geladen werden sollen, stehen die Flächen bis zum Ende der Pilotphase im Frühjahr 2022 nicht mehr Verfügung. Das sollen sie an entsprechenden Schildern erkennen können. Nach Ablauf der Testphase wollen die ewb und ihre Projektpartner die Daten auswerten und über eine flächendeckende Einführung solcher Lade-Laternen entscheiden.

  • AEW beteiligt sich an Aargauer Energie-Start-up

    AEW beteiligt sich an Aargauer Energie-Start-up

    Die AEW Energie AG hat eine strategische Partnerschaft mit Virtual Global Trading geschlossen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Sie wird dabei stufenweise einen Anteil von bis zu 35 Prozent am Jungunternehmen mit Sitz in Aarau erwerben.

    Virtual Global Trading hat mit eNet einen digitalen Handelsplatz für die Energiebranche entwickelt. Sie bietet Kunden von Energieversorgern verschiedene Geschäftsmodelle. So können Firmen beispielsweise Angebote für Batteriespeicher oder Solaranlagen auf der Plattform präsentieren. Diese können dann von Privatpersonen – den Kunden von Energieversorgern – genutzt werden.

    Die Plattform bedient sich an den täglich aktuellen Daten der intelligenten Zähler des Netzbetreibers. Die gehandelten und abgewickelten Energiedaten werden automatisch mit den Systemen des Verteilnetzbetreibers abgeglichen. Wenn die Plattform einen neuen intelligenten Zähler registriert, erstellt sie einen einmaligen Token. Dank dieses von Virtual Global Trading entwickeltem und patentierten Tokensystems werde der Herkunftsnachweis der Energie geliefert. Insgesamt ermögliche die Plattform zudem allen Teilnehmenden eine schnelle Reaktion auf die Markentwicklung.

    Gemeinsam mit den Liechtensteinischen Kraftwerken (LKW) implementiert das Start-up sein System bereits in Liechtenstein. Der dortige Einsatz der Plattform soll auch als Vorbild für andere Regionen dienen. Das Ziel sei es nun, eNet laufend in der Schweiz und in Europa auszurollen.

    „Mit dem Engagement in das Start-up-Unternehmen sichern wir uns Markterfahrungen aus dem angrenzenden Ausland, wo die Regulierung und Liberalisierung des Strommarkts weit fortgeschritten sind. Diese Erfahrungen wollen wir für unsere Vorbereitung auf die vollständige Strommarktliberalisierung nutzen“, lässt sich Marc Ritter, Leiter Geschäftsbereich Energie bei AEW, in einer AEW-Mitteilung zitieren. Gemeinsam mit dem Start-up wolle AEW auch neue Marktmodelle für die Schweiz entwickeln.

  • Basler Quartier heizt bald klimaneutral

    Basler Quartier heizt bald klimaneutral

    Rund um die Lehenmattstrasse dürfen ab Juli Arbeiten zum Bau eines Wärmeverbundes starten. Die eigens dafür gegründete Wärmeverbund Lehenmatt Birs AG (WVLB AG) hat einer Medienmitteilung zufolge jetzt die Erlaubnis des Regierungsrates des Kantons Basel-Stadt erhalten.

    Im ersten Ausbauschritt verlegt die Bauherrin 1,2 Kilometer neue Wärmeleitungen. Bis zu 2900 Haushalte können daran angeschlossen werden, die ersten voraussichtlich ab Frühjahr 2022. Die Wärme, die die WVLB AG dabei liefert, soll bis zu 80 Prozent CO2-neutral sein. Sie ist laut Medienmitteilung ein Nebenprodukt der Klärprozesse in der nahegelegenen Abwasserreinigungsanlage ARA Birs.

    Erste Eigentümer haben bereits ihr Interesse bekundet. „In den letzten Monaten konnten wir bereits zahlreiche Wärmelieferverträge mit grossen Wärmebezügern im Lehenmattquartier abschliessen“, wird WVLB-Geschäftsführer Urs Hodel in der Medienmitteilung zitiert. Die WVLB AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Industrielle Werke Basel (IWB) und der Energiegenossenschaft ADEV.

  • Portal dokumentiert Entwicklung von Ladestationen

    Portal dokumentiert Entwicklung von Ladestationen

    Mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs fällt im Verkehr an, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung. Hier soll der verstärkte Einsatz von Elektroautos die Effizienz steigern. Der Ausbau der entsprechenden Ladeinfrastruktur wird in der Mitteilung als wichtiger Faktor für die Förderung der E-Mobilität benannt.

    Um die Entwicklung der Ladeinfrastruktur dokumentieren zu können, haben Anbieter von Ladestationen und das BFE eine gemeinsame Dateninfrastruktur aufgebaut, erläutert das BFE in der Mitteilung weiter. Mit ihrer Hilfe wird auf dem Portal www.ich-tanke-strom.ch die Verfügbarkeit der öffentlichen Ladestationen in der Schweiz in Echtzeit angezeigt. Diese Daten werden vom BFE für die Erstellung von Kennzahlen zur öffentlichen Ladeinfrastruktur benutzt. Sie werden auf dem Portal als Datenvisualisierung bereitgestellt. Die zugrundeliegenden Daten stellt das BFE als Open Data auf dem Portal opendata.swiss zur Verfügung.

    An dem Projekt zur Dokumentation der Entwicklung der öffentlichen Ladeinfrastruktur nehmen inzwischen 20 Anbieter teil, darunter die schweizweit grössten Ladenetzwerke, evpass, MOVE, swisscharge und Plug’n Roll, informiert das BFE in der Mitteilung weiter. Interessierte Anbieter von öffentlichen Ladestationen werden eingeladen, sich dem Projekt anzuschliessen.

  • Genf baut Netz für Nutzung des Seewassers aus

    Genf baut Netz für Nutzung des Seewassers aus

    Die Genfer Stadtwerke SIG verlegen im Stadtteil La Jonction neue Fernwärmeleitungen. Bis 2025 sollen hier 90 Gebäude an das Fernwärmenetz Genilac angeschlossen werden, schreiben die SIG in einer Mitteilung. Davon werden 30 Gebäude von der Stadt und vom Kanton Genf genutzt. Genilac versorgt die angeschlossenen Gebäude vollständig mit Wärme und Kälte aus dem Genfersee. Die Erweiterung in La Jonction spart 10‘600 Tonnen CO2 ein.

    Insgesamt soll Genilac bis 2030 rund 1150 Gigawattstunden Kälte und 150 Gigawattstunden Wärme pro Jahr liefern. Bis 2050 soll Genilac helfen, den CO2-Ausstoss im Kanton um 70‘000 Tonnen zu senken. „Genilac ist eine wichtige Infrastruktur, mit welcher der CO2-Ausstoss im Kanton Genf reduziert und gegen die Klimaerwärmung vorgegangen werden soll“, wird SIG-Generaldirektor Christian Brunier in der Mitteilung zitiert.

  • ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    Die ewz nimmt bis 2030 ein ehrgeiziges Ziel ins Visier: „Vereinzelte Projekte reichen nicht aus, um die nationalen Klimaziele zu erreichen“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe in einer Medienmitteilung zitiert. Stattdessen begreife ewz das Vorzeigequartier Fischermätteli in Burgdorf BE, das sich derzeit im Bau befinde, „als Startpunkt für ein ambitioniertes Ziel: 100 Immobilienprojekte – 100% klimaneutral“.

    Weil durch Bau und Unterhalt von Gebäuden gut ein Drittel aller Schadstoffemissionen anfällt, zählten energieeffiziente Gebäude und eine klimaneutrale Energieversorgung zu den wichtigsten Hebeln für die Klimaziele der Schweiz, heisst es in der Mitteilung weiter. So führe etwa die Kombination von Wärmpumpe, Solarstrom, Speicher und Elektromobilität zu einer grösstmöglichen Eigenversorgung bei niedrigem Ressourcenverbrauch. Dabei werde konsequent auf lokale, erneuerbare Energiequellen gesetzt.

    „Mit der flächendeckenden Realisierung solcher klimaneutralen Immobilienprojekte – sowohl Neubauten als auch Sanierungen – leistet ewz einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zur Energiewende“, so Loepfe. „Als eines der ersten Energieversorgungsunternehmen bekennt sich ewz damit zu einem wegweisenden Engagement für eine CO2-freie Schweiz.“

  • Kantonsspital Baden installiert Solarstromanlage

    Kantonsspital Baden installiert Solarstromanlage

    Das Kantonsspital Baden (KSB) setzt auf erneuerbare Energie und hat deshalb Solarstromanlagen zur Eigenversorgung anbringen lassen. Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern sind auf den Dächern des Parkhauses und der Heizzentrale und auch an der Fassade des Heizungsgebäudes Solarpaneele installiert worden. Die neuen Solarstromerzeuger bringen laut Medienmitteilungdes KSB eine Leistung von zusammen 375 Megawattstunden an Strom. Das entspricht 3 Prozent des Strombedarfs des KSB. An das Netz zur Stromversorgung des Kantonsspitals sollen die neuen Solaranlagen Ende dieses Monats angeschlossen werden.

    Zu dem Solarprojekt wird Cristoffel Schwarz, der leitende Manager (COO) des KSB, zitiert: „Die Flächen auf dem Parkhaus P2 und dem Heizwerk sind für die Produktion von Solarstrom geradezu prädestiniert. Deshalb haben wir uns zu dieser Investition entschlossen. Das KSB wird somit selbst zu einem kleinen Kraftwerk.“

  • Schweizer Photovoltaik verzeichnet 2020 Rekordzubau

    Schweizer Photovoltaik verzeichnet 2020 Rekordzubau

    Die Photovoltaik in der Schweiz ist im vergangenen Jahr 2020 kräftig ausgebaut worden. Nach Einschätzung des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie war dies laut einer Medienmitteilung aber nicht genug, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Der Fachverband  Swissolar vertritt die Interessen von 740 Verbandsmitgliedern mit rund 6000 Arbeitsplätzen der Solarenergiebranche. In der Mitteilung von Swissolar wird die 2020 zusätzliche verbaute Photovoltaikkapazität auf eine Leistung von 430 bis 460 Megawatt geschätzt. Die endgültigen Jahreszahlen werden erst Mitte Jahr vorliegen.

    Die Neuninstallationen entsprechen einem Wachstum von 30 bis 39 Prozent gegenüber 2019. Die Anmeldezahlen bei der Zertifizierungs- und Förderstelle Pronovo lassen darauf schliessen, dass das Wachstum nicht nur bei kleinen Anlagen, sondern auch bei solchen über 100 Kilowatt Leistung stattfand, heisst es von Swissolar.

    Aus Sicht des Verbandes muss allerdings noch mehr getan werden. „Um den wegfallenden Atomstrom zu ersetzen und den zusätzlichen Strombedarf für die Elektrifizierung des Verkehrs und der Heizungen zu decken, muss der jährliche Zubau in den nächsten Jahren auf etwa 1500 Megawatt gesteigert werden – also auf das nahezu Vierfache des letzten Jahres“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger zitiert. Dies sehen auch die kürzlich veröffentlichten Energieperspektiven 2050+ des Bundesamtes für Energie vor.

    Um das zu erreichen, braucht es aus Sicht der Solarbranche eine Reihe von politischen Massnahmen. So sei eine stärkere Förderung von Anlagen ohne Eigenverbrauch notwendig. Das erfordere staatliche Anreize, damit Dächer von Ställen, Lagerhäusern, Parkplatzüberdachungen, Lärmschutzwände und weitere Infrastrukturen mit Solaranlagen ausgestattet werden. Oft sei das nicht der Fall, weil der Strom nicht an Ort und Stelle verbraucht werden kann. Weitere Massnahmen seien die Pflicht zur Eigenstromerzeugung bei Neubauten, der Abbau von Hürden bei der Erstellung von Freiflächenanlagen, die oft nur mit Schwierigkeiten eine Baubewilligung erhalten.

    Aus Sicht von Swissolar braucht es auch eine Förderung von Bund und Kantonen für Solarthermieanlagen. Der Beitrag der Solarwärme zur Energiewende werde noch unterschätzt.

  • Regionalwerke bauen Netz für Wärme und Kälte aus

    Regionalwerke bauen Netz für Wärme und Kälte aus

    Die Regionalwerke AG Baden wollen die Versorgung mit Wärme und Kälte in Baden klimafreundlich machen. Dafür sehen sie in den nächsten zehn Jahren Ausbauten für die Wärmeversorgung in einem Umfang von 40 Gigawattstunden und für die Kälteversorgung in einem Umfang von 10 Gigawattstunden vor, schreiben sie in einer Mitteilung. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger soll bereits zu Beginn 80 Prozent betragen und kontinuierlich auf 100 Prozent steigen. Der CO2-Ausstoss bei der Wärmeversorgung soll bis 2030 um 20‘000 Tonnen gesenkt werden, die Fernwärme allein soll dazu die Hälfte beitragen.

    Baden Nord ist bereits seit Sommer mit einer Fernwärmeleitung an die Kehrichtverbrennung Turgi angeschlossen, der Wärmeverbund Kappelerhof ist seit Herbst 2020 in Betrieb. Der Wärme- und Kälteverbund für den Campus des Kantonsspitals ist im Bau. Das Fernwärmenetz Baden Nord soll in Richtung Innenstadt erweitert werden. Ab 2025 ist der Zusammenschluss der Energiecluster Kappelerhof, Vorstadt und Limmat zu einem einzigen städtischen Wärme- und Kältering vorgesehen.

    Das Potenzial für die Wärme- und Kälteversorgung wurde mit Hilfe eines 3D-Modells ermittelt. Dabei wurde auch die Machbarkeit von Grundwasserpumpsystemen geprüft. Eine Planungskarte auf der Internetseite der Regionalwerke erlaubt es Liegenschaftsbesitzern, Architekten und Planern, Einblick in die geplanten Vorhaben zu nehmen.

    „Mit diesem Ausbau sind die Weichen für die Substitution von der fossilen zu einer erneuerbaren Wärme- und Kälteversorgung in Baden gestellt“, wird Michael Sarbach, Geschäftsführer der Regionalwerke, in der Mitteilung zitiert.

  • Schweizer Technologie betreut deutsche Mieterstromanlagen

    Schweizer Technologie betreut deutsche Mieterstromanlagen

    Mit Mieterstromanlagen könnten Hauseigentümer ihre Mieter mit günstigem Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgen und im Gegenzug ihre Anlagen schneller amortisieren, schreibt die Smart-red GmbH (smartRED) in einer Mitteilung. Die im deutschen Energiewirtschaftsgesetz spezifizierten Anforderungen an die Abrechnung des Mieterstroms hielten viele deutsche Hauseigentümer jedoch von der Einrichtung von Mieterstromanlagen ab, heisst es dort weiter. Hier hat das Gemeinschaftsunternehmen der Zuger smart-me AG und der deutschen Firma ABM-Mess Service Abhilfe geschaffen.

    Mit der Cloud-basierten Mieterstrom-Lösung von SmartRED könnten „aufwandslos automatisierte Rechnungen“ erstellt werden, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Dafür werden die Mieterstromanlagen über eine WiFi-Schnittstelle oder per Mobilfunk mit der Cloud verbunden. Die intelligenten Zähler stellen ihnen dann in Echtzeit Daten für die Steuerung und Optimierung der Anlage und die Erstellung der Abrechnung zur Verfügung.

    „Einer der wichtigsten Punkte bei Mieterstrom-Projekten ist die gesetzeskonforme Abrechnung“, wird Bernd Bosch, Geschäftsführer der Smart-Red GmbH, in der Mitteilung zitiert. „Ausserdem ist es wichtig, den administrativen Aufwand möglichst zu reduzieren.“ Beides soll das digitale Abrechnungswerkzeug von SmartRED ermöglichen.

  • Bohrungen für Wärmeverbund Ennetsee beginnen

    Bohrungen für Wärmeverbund Ennetsee beginnen

    Der Bau der rund 6,5 Kilometer langen Wärmetransportleitung von Perlen nach Rotkreuz steht laut einer Medienmitteilung von WWZ in den Startlöchern. Sie ist Teil des Wärmeverbunds Ennetsee. Eine Herausforderung dieses Bauabschnitts stelle die grabenlose Unterquerung der Reuss und der Autobahn A14 dar. Dazu starte WWZ in diesen Tagen zwischen dem Sportplatz des Sportklubs Root LU und dem Gebiet Rütilöli in Inwil LU mit zwei Pilotbohrungen für Kunststoff-Schutzrohre. Offizieller Baubeginn sei Ende März, Anfang April.

    Der offizielle Baustart dieser Wärmetransportleitung von der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen nach Rotkreuz sei für diesen Frühling geplant. Dabei würden dann auch die Fernwärmerohre in die Schutzrohre unter der Autobahn A14 eingezogen. Nach Fertigstellung des Grossprojekts soll die Region jährlich rund 12’000 Tonnen CO2 einsparen.

  • Masshardt übernimmt Leitung von Energie-Stiftung

    Masshardt übernimmt Leitung von Energie-Stiftung

    Seit Ende 2015 hatte Beat Jans die 1976 gegründete Schweizerische Energie-Stiftung geführt, informiert die SES in einer Mitteilung. Nun wurde der langjährige SP-Nationalrat zum Regierungspräsidenten des Kantons Basel-Stadt gewählt. Um Interessenskonflikte zu vermeiden, lege Jans daher sein Amt als Stiftungsratspräsident der SES nieder, erläutert die SES.

    Zur Nachfolgerin von Jans hat der Stiftungsrat Nadine Masshardt gewählt. Die Berner SP-Nationalrätin soll ihr neues Amt im Anschluss an ihre Mutterschaftspause per Mitte Februar antreten, erläutert die SES. In der Mitteilung wird die designierte Präsidentin als „eine kompetente Energie- und Umweltexpertin sowie vielseits geschätzte und engagierte Vollblutpolitikerin“ beschrieben. Zudem werden ihr aus ihrem Engagement in der WWF-Sektion Bern „wertvolle Erfahrungen aus der NGO-Welt“ attestiert.

    Die Schweizerische Energie-Stiftung hat sich die Förderung einer menschen- und umweltgerechten Energieversorgung der Schweiz auf die Fahnen geschrieben. Dabei setzt sich die SES unter anderem für den raschen Ausstieg aus fossiler und atomarer Energie und einen schnellen und rücksichtsvollen Ausbau erneuerbarer Energien ein. Unter der Führung von Nadine Masshardt sei die SES „bestens für die energiepolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre gerüstet“, heisst es in der Mitteilung.

  • Schneider Electric beschafft Ökostrom für VELUX

    Schneider Electric beschafft Ökostrom für VELUX

    Die VELUX Gruppe und der Elektrotechnikkonzern Schneider Electric werden im Rahmen einer Partnerschaft Stromkaufvereinbarungen (Power Purchase Agreements, PPA) für erneuerbare Energien abschliessen. Dabei wird Schneider Electric die VELUX Gruppe laut einer Medienmitteilung bei der Beschaffung als Full-Service-Einkaufsberater unterstützen.

    Wie es dort weiter heisst, habe sich die VELUX Gruppe verpflichtet, ihr Ziel von 100 Prozent erneuerbarem Strom bis 2023 und Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen. Darüber hinaus arbeite das Unternehmen daran, die CO2-Emissionen in seiner gesamten Wertschöpfungskette bis 2030 zu halbieren. Gleichzeitig werde es den gesamten historischen CO2-Fussabdruck der Gruppe, der bis zu ihrer Gründung im Jahr 1941 zurückreicht, durch Waldschutzprojekte ausgleichen. Diese würden vom WWF identifiziert und verwaltet.

    Bei Abschluss von PPA verpflichtet sich ein Unternehmen, langfristig Strom zu einem vereinbarten Preis abzunehmen. Dies hilft den Betreibern von Wind- und Solaranlagen bei ihren Investitionen. Denn PPA können bei Banken und Versicherungen als Sicherheit hinterlegt werden.

    „Wir haben uns verpflichtet, zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen“, so Jörn Neubert, Senior Vice President of Supply der VELUX Gruppe. „Wir sind stolz darauf, zu den ersten Unternehmen der Welt zu gehören und das erste Unternehmen der Baubranche zu sein, das die Verantwortung für vergangene und künftige CO2-Emissionen übernimmt. Die Partnerschaft mit Schneider Electric ist ein wichtiger Teil davon.“

  • EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ zieht eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019/20 mit stabilem Absatz, Ausbau der Produktion von erneuerbarer Energie besonders bei der Windkraft und einem Betriebsergebnis, das erstmals eine Gewinnausschüttung von 41,3 Millionen Franken an Kanton und Gemeinden ermöglicht hat. Das Betriebsergebnis EBIT beläuft sich laut Medienmitteilung auf 61,3 Millionen Franken und das Unternehmensergebnis, also der Gesamtertrag minus Gesamtaufwand, lag bei 88,2 Millionen Franken.

    Der Stromabsatz von EKZ blieb in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz des Lockdowns stabil, heisst es in der Mitteilung. Der gesunkene Absatz bei Gewerbetreibenden sowie die Schliessung von Einkaufszentren sei durch Verlagerung auf einen höheren Absatz in den Homeoffices kompensiert worden. Die EKZ versorgt rund 315’000 Haushalte und Gewerbetreibende mit erneuerbarer Energie.

    Die Produktionskapazitäten aus erneuerbarer Energie wurden ausgebaut. Dabei setzt die EKZ in der Schweiz auf Ausbau der Solarenergie und heimische Wasserkraft. So wurde das Flusskraftwerk Dietikon wieder in Betrieb genommen. In Spanien und Portugal lag der Investitionsschwerpunkt auf der Solarenergie, in Frankreich und Deutschland bei der Stromproduktion aus Windkraft. Bei überdurchschnittlich guten Windverhältnissen seien 496 Gigawattstunden Strom aus Windenergie erzeugt worden, meldet die EKZ.

    Weitere Schwerpunkte der EKZ waren Ladelösungen für Mieter, Stockwerk- oder Hauseigentümer sowie der Bereich Prosumer. Das sind Stromkonsumenten, die zeitgleich mit der eigenen Solaranlage selber Produzenten sind.

    Seit 1. Januar ist EKZ an Primeo Energie AG beteiligt, um im Energievertrieb für Energieversorgungsunternehmen und Geschäftskunden zusammen zu arbeiten.

  • Swiss Energypark erzielt Produktionsrekord

    Swiss Energypark erzielt Produktionsrekord

    Der Swiss Energypark hat im vergangenen Jahr einen Produktionsrekord bei der Erzeugung von Energie aus Windkraft, Wasserkraft und Solarstrom erzielt. Die Energiemenge wird in einer Medienmitteilung mit 127 Gigawattstunden angegeben. Das entspricht rechnerisch dem Verbrauch von 28’200 Haushalten.

    Der 2016 auf Initiative der Berner BKW Energie AG und der Kantone Bern und Jura gegründete Swiss Energypark produziert Strom im Windkraftwerk Juvent, dem Sonnenkraftwerk Mont-Soleil und dem Wasserkraftwerk La Goule am Doubs. Die Region, die dem Versorgungsgebiet von La Goule entspricht, konnte so 86 Prozent ihres Bedarfs mit lokaler erneuerbarer Energie aus nachhaltigen Quellen decken, heisst es in der Mitteilung. Eine derartige Quote sei in dieser Höhe einmalig in der Schweiz.

    In der Mitteilung von Energypark und BKW wird darauf verwiesen, dass sich die versorgte Region gleichsam als Versuchsfeld für künftige Entwicklungen bei der Energieversorgung eigne. Denn der Energie-Mix aus Windkraft, Wasserkraft und Sonnenergie führe zum Ausgleich von Minderproduktion in einem der Sektoren. So habe das stabile Hochdruckwetter 2020 die Solarstromproduktion verstärkt, während die Ausbeute durch die Wasserkraft durch zeitweises Niedrigwasser des Doubs geringer wurde.

    Das Windkraftwerk Juvent habe 2020 nahezu 85 Gigawattstunden erzeugt, das ist der höchste Wert, der jemals an einem Standort in der Schweiz erreicht wurde und entspricht dem Verbrauch von rund 18’900 Haushalten. Die beim Bau 2016 erstellten Prognosen wurden um 20 Prozent übertroffen.

  • Landis+Gyr informiert über neue Ziele

    Landis+Gyr informiert über neue Ziele

    Anlässlich eines Investorentags hat Landis+Gyr am Mittwoch den bisherigen Ausblick für das Ende März endende Geschäftsjahr 2020/21 bestätigt. Laut seiner Medienmitteilung geht das Zuger Unternehmen unverändert von einem Nettoumsatz zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Dollar aus. Zudem rechnet es weiterhin mit einer im zweiten Semester gegenüber dem ersten verbesserte EBITDA-Marge.

    Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs (per Ende September 2020) war der Umsatz um 27 Prozent auf 623,5 Millionen Dollar abgesackt. Kunden hätten die Installation von Zählern pandemiebedingt ausgesetzt oder verlangsamt. Grössere Stornierungen habe es aber nicht gegeben. Das Wiederaufflammen der COVID-19-Fälle in Landis+Gyrs zweitgrösstem Markt Grossbritannien sei „besonders besorgniserregend“.

    Für den Zeitraum bis 2023 hat Landis+Gyr neue Mittelfristziele definiert. So strebt die Firma ein „organisches Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich“ an. Zudem verpflichtet sie sich zu einer „progressiven“ Dividendenentwicklung. Das Aktienrückkaufprogramm 2019-2022 bleibt weiterhin ausgesetzt. Die Partnerschaft mit Google werde den Übergang zu cloud-basierten Diensten beschleunigen.

    Zudem gibt Landis+Gyr den hundertprozentigen Erwerb von Rhebo, eines deutschen Anbieters von Cybersicherheitslösungen, bekannt. Bereits am Montag hat das Unternehmen mitgeteilt, dass es sich durch die Partnerschaft mit einem der grössten Energieversorger Grossbritanniens, EDF, einen Grossauftrag gesichert hat. Er sieht vor, dass Landis+Gyr nach der ersten Bestellung von 500’000 intelligenten Stromzählern der neuesten Generation bis Juni 2025 weitere 650’000 davon liefern wird.

  • Ecocoach lanciert Lastmanagement für Ladestationen

    Ecocoach lanciert Lastmanagement für Ladestationen

    Ecocoach bietet neu ein E-Mobility-Lastmanagement an, informiert das Schwyzer Technologieunternehmen in einer Mitteilung. Der ecoChargingCoach kann Ladestationen unabhängig von deren Hersteller verwalten, wird dort weiter erläutert. Immobilienbetreiber und Unternehmen können mit dem System die Belastung ihrer Netzanschlüsse durch Ladestationen reduzieren und somit Kosten sparen.

    In der Basisausführung könne der ecoChargingCoach bis zu zehn Wechselstrom-Ladestationen verwalten, schreibt Ecocoach. Zukünftig will das Technologieunternehmen sein E-Mobility-Lastmanagement auch auf Gleichstrom-Ladestationen erweitern.

    „Der ecoChargingCoach ist eine besonders zukunftssichere und flexible Energiemanagementlösung für Ladestationen“, wird Benjamin Friedrich, Leitender Geschäftsfeldentwickler von Ecocoach, in der Mitteilung zitiert. Das System sei mit verschiedenen Technologien und mit den Produkten unterschiedlicher anderer Anbieter kompatibel, erläutert Friedrich. Dadurch sei der ecoChargingCoach „universell für Wohn-, Industrie- und Gewerbebauten einsetzbar“.

  • Kernanlagen waren laut ENSI 2020 sicher

    Kernanlagen waren laut ENSI 2020 sicher

    In einer ersten Bilanz teilt das ENSI mit, dass die Kernkraftwerke (KKW) der Schweiz im vergangenen Aufsichtsjahr „sicher betrieben“ worden seien. Die Anzahl der meldepflichtigen Vorkommnisse habe 2020 etwas unter dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen, heisst es in einer Medienmitteilung. Trotz der Pandemiesituation sei das ENSI in den KKW präsent gewesen. Sämtliche Anlagen hätten die Sicherheitsvorgaben eingehalten.

    Da Pandemiepläne bereits vor Auftreten des Coronavirus vorgelegen hätten, seien die Betreiber auf die aktuelle Situation vorbereitet gewesen. Jahreshauptrevisionen seien daran angepasst worden. Sie haben nach Überzeugung des ENSI dennoch den gesetzlichen Vorgaben entsprochen.

    Das KKW Mühleberg gelte seit dem 15. September 2020 als endgültig abgeschaltet. Auch die Stilllegung des Forschungsreaktors an der Universität Basel sei inzwischen so weit abgeschlossen, dass sich keine meldepflichtigen Vorkommnisse mehr ereignen könnten.

    Die meisten dieser Vorkommnisse, insgesamt acht, betrafen das KKW Beznau. Am 7. Dezember wurden beide Reaktorblöcke nach einer vom ENSI geforderten Überprüfung abgeschaltet und am 21. Dezember wieder hochgefahren. Weitere Abklärungen zu einem Teilaspekt liefen derzeit noch.

  • Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° und das Gasspeicherunternehmen RAG Austria arbeiten daran, Solarenergie ganzjährig verfügbar zu machen. Beide verfolgen gemeinsam das innovative Power-to-Gas-Projekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage. Es ist im Dezember 2020 gestartet, hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Am Forschungsstandort der RAG im oberösterreichischen Pilsbach laufen bereits Feldversuche.

    In diesem Projekt wird überschüssige erneuerbare Energie, etwa Solarstrom im Sommer, in Wasserstoff umgewandelt, erklärt Energie 360° in einer Medienmitteilung. Dieser wird dann zusammen mit Kohlenstoffdioxid in natürlichen Untergrundspeichern in über 1000 Metern Tiefe eingelagert. Dort verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlensstoff zu erneuerbarem Methangas. Bei Versorgungslücken, etwa im Winter, kann diese Energie genutzt werden. Der Vorteil gegenüber Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien liege in der viel höheren Speicherkapazität bei gleichzeitig geringem Oberflächenbedarf, so Energie 360°.

    In der Schweiz kooperieren die beiden Firmen mit der Universität Bern, der Ostschweizer Fachhochschule und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). „Wir arbeiten gemeinsam an der Lösung für eine der grössten Herausforderungen des Energiesystems der Zukunft: Wie treiben wir volatile erneuerbare Energieträger wie Sonne und Wind weiter voran und bieten dabei gleichzeitig ganzjährige Versorgungssicherheit?“, so Andreas Kunz, Leiter Energieanlagen bei Energie 360°.

  • Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Die ursprünglich von Axpo initiierte Solar-Grossanlage auf der Muttsee-Staumauer wird zum Gemeinschaftsprojekt AlpinSolar von Denner, Axpo und IWB. Wie es in einer gleichlautenden Medienmitteilung aller heisst, werden die Energieversorgerinnen Axpo und IWB die grösste alpine Solaranlage der Schweiz im Sommer installieren und in Betrieb nehmen. Fast 5000 Solarmodule sollen an der nach Süden ausgerichteten Staumauer pro Jahr rund 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Discounter Denner wird ihn 20 Jahre lang abnehmen.

    Auf 2500 Metern über dem Meer könne auch in den Wintermonaten viel erneuerbare Energie gewonnen werden. Da die Anlage auf einer bestehenden Staumauer installiert wird, sei sie besonders umweltverträglich. Auch deshalb sei AlpinSolar „eine Anlage, wie sie die Energiewende braucht“.

    Trotzdem seien „solche Anlagen aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen heute noch kaum wirtschaftlich realisierbar“, bedauert Axpo-CEO Christoph Brand. „Wir haben uns dennoch mit starken Partnern dazu entschieden, dieses Leuchtturmprojekt zu realisieren“ und „ein Zeichen zu setzen“. „Wir sehen das Projekt auch als wichtigen Diskussionsbeitrag für die anstehenden Gesetzesrevisionen.“

    IWB, die Energieversorgerin des Kantons Basel-Stadt, beteiligt sich zu 49 Prozent an dem Projekt. Es passe gut zum Unternehmen, sagt IWB-CEO Claus Schmidt, weil „der Ausbau der Stromproduktion aus Solarenergie gezielt auch in der Schweiz“ zur eigenen Strategie gehöre.

  • IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB wächst weiter mit erneuerbaren Energien. Sie steigt nach eigenen Angaben in den Wärmeverbund der Agro Energie Schwyz AG (AES) ein. Diese hat seit 2006 im Schwyzer Talkessel ein modernes Netz von über 100 Kilometern Länge mit modernsten Produktionsanlagen aufgebaut. Ein Holzheizkraftwerk, eine ORC-Anlage und eine Biogasanlage versorgen rund 1500 Abnehmer. Ziel von AES sei der Bau und Betrieb einer regionalen, unabhängigen und CO2-neutralen Energieversorgung in der Region. Grossen Wert lege der Betreiber auch auf eine lokale Wertschöpfung.

    IWB übernimmt Anteile des grössten Anteilseigners, der Vorsorgeeinrichtung Profond. Profond hatte nach einem Investor mit ausgewiesener Kompetenz in der Wärmeversorgung und glaubwürdiger ökologischer Ausrichtung gesucht. Mit dieser Investition folge IWB ihrer Strategie, die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren, gezielt auch ausserhalb des Kantons Basel-Stadt.

    „Die Agro Energie Schwyz ist ein innovatives, stark wachsendes Unternehmen mit klarem Fokus auf der erneuerbaren Energieversorgung“, begründet IWB-CEO Dr. Claus Schmidt die Wahl seines Unternehmens. „Als Betreiberin des grössten Schweizer Fernwärmenetzes kann IWB im Wärmeverbund ihre grosse Erfahrung beisteuern und gleichzeitig ihre führende Position bei der erneuerbaren Wärme ausbauen.“

  • Siemens befreit Monte-Rosa-Hütte vom Blei

    Siemens befreit Monte-Rosa-Hütte vom Blei

    Die 2883 Meter hoch gelegene Monte-Rosa-Hütte in den Walliser Alpen ist von Siemens Schweiz mit neuen Batterien zur Speicherung des selber erzeugten Solarstroms ausgestattet worden. Die 2010 eingeweihte neue Hütte, die die alte von 1895 ersetzt hat, gilt mit ihrer modernen Haustechnik – ebenfalls von Siemens – als sogenannte Hightech-Hütte. In der jetzt abgelaufenen Aktion wurden laut Medienmitteilung die 48 alten Bleibatterien mit einem Gesamtgewicht von 8,6 Tonnen, die an das Ende ihrer Nutzungsdauer gelangt waren, durch 14 Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LFP) mit einer Kapazität von 215 Kilowattstunden ersetzt. Installation und Abtransport fanden in Kooperation mit der Air Zermatt AG statt.

    Die Monte-Rosa-Hütte ist weitgehend energieautark. In der Südseite der Hütte ist eine Photovoltaikanlage eingebaut. Daneben gibt es thermische Solarkollektoren. Sämtliche Daten zur Gebäudeleistung wie der erzeugte Solarstrom oder die Batterieleistung werden seit 2010 in den Siemens Gebäude-Navigator geleitet. Weil alle technischen Systeme digitalisiert sind, können sie so auch ferngesteuert werden.

    Der Energieautarkiegrad der Hütte soll mit der neuen Batterie-Lösung noch gesteigert werden, heisst es in der Siemens-Mitteilung. Auch werde das für schlechtes Wetter vorgesehene Stromaggregat entlastet. Mit der neuen Anlage soll die Energieversorgung der Monte-Rosa-Hütte zu jeder Tageszeit und bei jeder Wetterlage gesichert sein.

  • Schlieren kehrt in Zukunft elektrisch

    Schlieren kehrt in Zukunft elektrisch

    Die Stadt Schlieren hat ihr erstes strombetriebenes Kehrichtfahrzeug angeschafft. Eines der drei Kehrichtfahrzeuge in Schlieren habe seine Nutzungsdauer erreicht und müsse ersetzt werden, heisst es in einer Mitteilung. Da die Stadt seit 2020 aus Gründen der Nachhaltigkeit bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge auf E-Mobilität setze, wurde auch für das neue Kehrichtfahrzeug ein Elektro-Modell ausgesucht. Das wird von der Firma Designwerk Products AG in Winterthur gebaut.

    Der Stadtrat hat auf seiner Sitzung am 13. Januar die Ausgaben in Höhe von 775’000 Franken genehmigt. Das Gemeindeparlament hatte das Budget für die Beschaffung des Kehrichtfahrzeugs am 16. Dezember 2020 genehmigt.

    Das erste strombetriebene Kehrichtfahrzeug in Schlieren bietet laut der Mitteilung im Betrieb mehrere Vorteile. Zum einen steht da die CO2-Reduktion. Aber auch die Betriebskosten rechnen sich. Denn die Energiekosten für Strom sind im Vergleich zu Diesel wesentlich günstiger. Wenige kostenaufwändig als beim Diesel sind auch die Wartungs- und Reparaturkosten, denn es gibt bei Elektromotoren weniger Verschleissteile als bei Vebrennermotoren. Ausserdem fielen weder LSVA-Gebühren – die Schwerverkehrsabgabe – noch Strassenverkehrsabgaben an. Bei einer Einsatzdauer von zehn Jahren sei das Elektrofahrzeug somit wesentlich günstiger als ein dieselbetriebenes Fahrzeug, heisst es in de Begründung des Stadtrats.