Schlagwort: Energie

  • Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Bei dem Projekt geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Auf rund 70 Filialdächern wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15’000 kWp installiert. Zählt man die Anlagen zusammen, entsteht eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz. Es wird etwa 14 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, das entspricht dem Verbrauch von rund 5’300 Haushalten. Damit leistet der Detailhändler einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz – und kann gleichzeitig seine Betriebskosten signifikant senken.

    Der Strom der Anlagen wird von den Läden selber genutzt, die – wie alle Detailhändler – wegen der vielen Kühlregale, des Backofens, der Heizung und der Beleuchtung relativ viel Energie verbrauchen. Ausserdem wird – wo vorhanden – der Solarstrom in den E-Ladestationen neben den Filialen genutzt und wird, wenn überschüssig, ins Netz eingespeist.

    Zeitdruck als Herausforderung und Chance
    Ende 2019 erhielt ewz Energielösungen den Zuschlag für den Bau der Anlagen. In enger Zusammenarbeit entwickelten ewz mit ihrem Tochterunternehmen SunTechnics Fabrisolar sowie einem weiteren Partner je eine Pilotanlage. Dieses Vorgehen erlaubte es, das Know-how aller Beteiligten zu nutzen und technische Fragen im Vorfeld zu klären. Auch konnten die umfangreichen Anforderungen von ALDI SUISSE an den Bauablauf, die Sicherheitsanforderungen und die Funktionalität berücksichtigt werden. Den Rollout bereitete ewz noch während der Pilotphase vor und liess die Erkenntnisse aus dem Bau der ersten Anlagen laufend einfliessen. Der Zeitdruck erwies sich somit nicht nur als grosse Herausforderung, sondern auch als eine Chance. Denn durch den fast zeitgleichen Bau der rund 70 Anlagen liessen sich viele Synergien nutzen, die eine effiziente Realisierung ermöglichten.   

    Aufwendige statische Prüfung
    Vor der Montage der Module musste jedes Dach statisch geprüft werden. Dies ist insbesondere bei Bestandsbauten wichtig, da die zusätzlichen Lasten durch Module, Befestigungssysteme und Betongusssteine zur Beschwerung hoch sind. Für jedes Filialdach erstellten die Spezialisten mit einer Berechnungssoftware einen Ballastierungsplan, der die Anzahl und Positionierung der Module vorgibt. Die Module sind in der Regel in Ost-West-Richtung aufgestellt. Auch eine Südausrichtung wäre aufgrund der hohen direkten Einstrahlung über Mittag grundsätzlich möglich, doch über den Tagesverlauf erweist sich die Ost-West-Ausrichtung als ertragreicher.

    Maximaler Solarertrag
    «Bei der Planung haben wir nicht geschaut, wie gross der Hausanschluss ist, sondern wie gross die verfügbare Dachfläche ist und wie viele Module wir dort maximal platzieren können», sagt Roland Jucker, Gesamtprojektleiter bei ewz. Das Ziel von ewz lautete nämlich ganz klar, so viel Solarertrag wie möglich zu generieren. Doch stellte dieser Grundsatzentscheid die Planer vor einige Herausforderungen. Die grösste bestand darin, die PV-Anlage in die bestehende Stromversorgung der Filialen zu integrieren.

    Der von der PV-Anlage produzierte Strom wird primär direkt in der ALDI-Filiale zur Deckung des Eigenverbrauchs verwendet. Verbraucht die Filiale gerade weniger Strom, als die PV-Anlage produziert, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Der elektrische Hausanschluss muss deshalb auf die maximale Leistung der PV-Anlage abgestimmt sein (z. B. sonniger Sonntag mit maximaler Produktion und kleinem Eigenverbrauch). Weil diese Situation aber äusserst selten und nur kurzzeitig vorkommt, wäre eine Verstärkung des Hausanschlusses unverhältnismässig teuer.

    Die Lösung besteht in einer dynamischen Leistungsregelung. Dabei wird laufend gemessen, wie viel Strom die PV-Anlage gerade produziert, was die Verbraucher beziehen und wie viel Strom ins Netz zurückgespeist wird. Liegt der Rückspeisestrom über einem bestimmten Grenzwert, gibt die Steuereinheit dem Wechselrichter den Befehl, die Leistung zu drosseln. Die Hausanschlusssicherung kann nicht überlastet werden und der Eigenverbrauch ist nicht eingeschränkt.

    Die für ALDI SUISSE realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen sehr hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von rund 60 Prozent.

    Mit ewz hat ALDI SUISSE einen Contracting-Vertrag abgeschlossen
    Einfach ausgedrückt: ALDI SUISSE stellt die Dächer zur Verfügung und bezieht den Solarstrom soweit möglich zur Deckung des Stromverbrauchs direkt in der Filiale. Die PV-Anlagen gehören ewz, das auch den Unterhalt, die Abrechnung und die Erneuerung verantwortet. Zum «Sorglospaket» gehören auch die Gesamtkoordination des Projekts, das Einholen der Baubewilligungen, die Fernüberwachung und die Verwendung des Reststroms.

    Roland Jucker, Gesamtprojektleiter ewz sagt: «Die Idee, so viele Dächer wie möglich mit einer standardisierten PV Lösung auszustatten, ist visionär». «Am Ende wurden rund 45’000 Module installiert.» Besonders stolz ist Jucker darauf, dass die Installation bei laufendem Betrieb erfolgen konnte. «Nach Geschäftsschluss mussten wir jeweils für 30 Minuten vom Netz – das war der einzige Unterbruch.»

    Christoph Deiss, der Leiter des Geschäftsbereichs Energielösungen bei ewz, sagt: «Ein ähnliches Projekt ist mir in der Schweiz nicht bekannt. Damit leistet ALDI SUISSE zusammen mit uns einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.» Christoph Deiss betont die grosse Erfahrung: «Seit über 30 Jahren nutzen wir die Photovoltaiktechnologie – wir sind ein Solarpionier der ersten Stunde.» Dank des grossen Know-hows und der langjährigen Erfahrung setzte sich ewz in der Ausschreibung gegen rund ein Dutzend Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. «ewz ist ein Schweizer Unternehmen mit Standorten in Zürich, Graubünden und in der Waadt», betont Christoph Deiss. «Dank der regionalen Betriebsteams garantieren wir höchste Versorgungssicherheit und kurze Reaktionszeiten.»

    Weitere Informationen unter: ewz.ch/aldisuisse

  • Coop baut neue Solaranlage auf Einkaufszentrum

    Coop baut neue Solaranlage auf Einkaufszentrum

    Die Detailhandelsgenossenschaft Coop hat eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Einkaufszentrums Fribourg Süd installiert. Damit hat Coop seit 2016 insgesamt 60 Solaranlagen auf den Dächern seiner Supermärkte, Einkaufszentren, Produktionsbetriebe und Verteilzentralen gebaut, heisst es in einer Medienmitteilung. Das Engagement ist Teil einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens mit Hauptsitz in Basel.

    Die neue Anlage in Villars-sur-Glâne ist mit 4300 Quadratmetern eine der bislang grössten bei Coop. Alle Anlagen zusammen ergeben eine Fläche von 115‘000 Quadratmetern Solarzellen. Sie produzieren 19 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Das entspricht den Angaben zufolge dem jährlichen Stromverbrauch von 5800 Haushalten.

    Coop versorgt mit dem Strom seine eigene Infrastruktur in den Verkaufsstellen, darunter Kühlregale und die Beleuchtung. So nutzt der Standort Fribourg Süd 90 Prozent seines Solarstroms.

    Coop will perspektivisch zu 100 Prozent auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen umsteigen. Im Zuge ihrer Nachhaltigkeitsstrategie will die Genossenschaft ausserdem ihren direkten CO2-Ausstoss bis 2026 um 20 Prozent reduzieren. Weiterhin will Coop den Warentransport per Bahn weiter ausbauen und Projekte zur Reduktion von Kohlenstoffdioxid entlang der Lieferketten umsetzen.

  • Tägi lädt zur Messe Bauen+Wohnen ein

    Tägi lädt zur Messe Bauen+Wohnen ein

    Das Freizeit-, Sport- und Eventzentrum Tägi in Wettingen lädt in diesem Frühjahr nach zweijähriger Pause wieder zur Messe Bauen+Wohnen Aargau ein. Sie findet laut Medienmitteilung vom Donnerstag, 7. April, bis Sonntag, 10. April, statt und präsentiert Angebote rund ums Bauen, Wohnen, Garten und Energie. Mehr als 180 Aussteller präsentieren in vier Hallen sowie auf der Tägerhardstrasse, dem Tägi-Vorplatz und in der Veranstaltungsarena Produkte und Dienstleistungen. Weiter gibt es mehrere Fachvorträge im Limmatraum zu Themen wie Licht, Wärmepumpen, Küchenplanung oder Solarstrom.

    Die Messe ist am Donnerstag und Freitag von 13 bis 20 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Auf der Zirkuswiese gibt es gebührenpflichtige Parkplätze.

    An diesem Wochenende eröffnet das Tägi auch die Minigolfsaison. Der 18-Loch-Minigolf-Platz ist täglich von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Vorausgesetzt, das Wetter ist schön und lässt den Spielbetrieb zu.

  • Klimaneutral bis 2050

    Klimaneutral bis 2050

    Viele Hausbesitzer können sich eine Sanierung nicht leisten. Mit langfristigen Darlehen sollen nun Bauherren unterstützt werden, die ihre Immobilie klimatauglich machen möchten, aber nicht über ausreichend Finanzmittel verfügen oder ihr Geld lieber in ihr Kerngeschäft investieren. So will es zumindest der Staat. Ob und wie das machbar ist, bleibt noch fraglich. Denn die dafür vorgesehenen Finanzinstitute, wie beispielsweise Banken und Versicherungen, sind an Darlehen mit Laufzeiten über mehr als 30 Jahren kaum interessiert. Der Bund will deshalb als Sicherheitsgarant auftreten. In einem Pilotprojekt in Bern soll nun geprüft werden, ob diese Finanzierungsidee realistisch ist.

    Einen anderen Weg schlägt die Zuger Energeek Group AG vor. «Mit Energeek®, das Solar Panel mit Miete für Sie», bringt sie Menschen dazu, in Solarenergie zu investieren, egal ob mit oder ohne Immobilien- oder Grundbesitz. Energeek stellt die Solarpanels und die Immobilienprojekte. Wer investieren möchte, kann ein oder mehrere Panels online kaufen und diese im Anschluss an eine Projektgesellschaft vermieten. Beim Erwerb profitiert der Käufer sofort auch von der Einmalvergütung (EIV), den Fördergeldern des Bundes für Solaranlagen. Die erworbenen Panels werden in einen grösseren Panelverbund integriert, der nachhaltig Strom erzeugt; der Käufer von diesen Panels wird so zum Stromproduzenten durch erneuerbare Energie mit Recht auf Mieteinnahmen. Ein Mindestmietpreis wird beim Vertragsabschluss garantiert. Mietanpassungen nach oben sind dagegen jederzeit möglich. Beispielsweise wenn der Strompreis mit der Teuerung steigt. Die erworbenen Solar Panels können zudem jederzeit zusammen mit dem Mietvertrag und dem dazugehörenden Mietertrag weiterverkauft, vererbt oder verschenkt werden.

    Ein weiterer grosser Vorteil: damit Solar Panels und die Projekte sehr effizient arbeiten, werden wann immer möglich und ergänzend, zu der fest installierten PV-Fläche, Solar-Tracker eingesetzt. Mit diesen werden die Panels nicht fest installiert, sondern drehen sich nach der Sonne. Das heisst, dass zum Beispiel auch Morgen- und Abendsonne optimal genutzt wird. Oder an einem wolkigen Tag die kleinste Wolkenlücke entdeckt und zur Stromproduktion nutzt. Hierdurch wird eine Produktionssteigerung von zusätzlichen + 63% kWh im Durchschnitt erreicht. Dies im Vergleich zu fest installierten Solar Panels.

    Die Energeek Group AG stellt die Projekte, bei welchen Solar Panels gekauft werden können, jeweils auf ihrer Webseite vor. An welches Projekt die erworbenen Panels vermietet werden sollen, kann der Käufer so selbst bestimmen. Zum Angebot steht zum Beispiel derzeit ein Projekt auf einem Pferdehof und Hotel in den Freibergen. Dort errichtet die Gruppe zusammen mit ihren zertifizierten Partnern auf einer Fläche von geplanten 1’590 Quadratmetern Photovoltaik Systeme und versorgt so die Hotel-Gebäudeinfrastruktur, Nachbarn, Wärmepumpe und E-Ladestation(en) mit Elektrizität. Ein Panel kostet bei diesem Projekt momentan etwas mehr als CHF 900, die jährlichen Mieteinnahmen liegen bei CHF 82,50. Eine ansehnliche Rendite also.
    Weitere Infos auf www.energeek.biz

  • Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    368 Mietwohnungen beherbergt die Überbauung Webermühle in Neuenhof. Die auf einer Halbinsel in einer Limmatschlaufe liegende Siedlung wurde auf dem Industrieareal einer ehemaligen Weberei erstellt und konnte 1984 nach zehnjähriger Bauzeit bezogen werden. Vom Architekturbüro Steiger Partner AG geplant und von der Ernst Göhner AG errichtet, bietet die Webermühle mit ihren unterschiedlich hohen Volumen Wohnraum für bis zu 1’500 Bewohnerinnen und Bewohner. Trotz der sehr hohen Dichte zeichnen sich die Wohnungen mit den vier kreuzförmig zueinander angeordneten Hochhauszeilen durch eine überraschende Weitsicht aus. Seit 2008 befinden sich die im Elementbausystem «Göhner 3» realisierten Gebäude im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management.

    Ökologisch und ökonomisch nachhaltig sanieren
    Gut 40 Jahre nach dem Bezug entsprachen die Wohnungen nicht mehr den heutigen Ansprüchen – weder optisch noch hinsichtlich ihres Komforts. Mit einer Analyse der Bausubstanz startete die Bauherrschaft 2009 die Planung einer umfangreichen Teilsanierung, die zwischen 2012 und 2014 in Etappen umgesetzt wurde. Die Portfoliostrategie von Credit Suisse Asset Management legt grossen Wert auf ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen. Mit der Modernisierung der Webermühle wollte man zum einen den Wohn- und Grünraum für die Mieterinnen und Mieter attraktiver gestalten und den Wert der Immobilie erhalten. Zum anderen sollte die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht und damit der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Ebenso war die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr ein wichtiges Ziel: So ist der Bahnhof Wettingen seit dem Bau eines neuen Schräglifts im Jahr 2015 innerhalb weniger Minuten zu Fuss erreichbar.

    Wärmeversorgung: Umstieg auf Flusswärme
    Kernstück der energetischen Sanierung ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung in der Webermühle sollte künftig zu mindestens 70 % CO2-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems mit einem Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft auch nach detaillierter Prüfung durch Spezialisten überzeugt.

    Mehr zum Projekt 

    Whitepaper zum Thema Energetische Sanierung
    In Ergänzung zum Praxisbeispiel «Webermühle» bietet das Whitepaper «Energetische Sanierungen als Chance für die Immobilienwirtschaft», das in enger Zusammenarbeit zwischen ewz und dem Forschungs- und Beratungsunternehmen intep entstanden ist, Einblicke in die Relevanz energetischer Sanierungen.

    Mit dem Wissen, dass der Gebäudesektor etwa einen Viertel der Emissionen verursacht, ist es dringend notwendig, dass der Gebäudebestand saniert wird. Denn die wenigen klimafreundlichen und energieeffizienten Neubauten werden keinen grossen Effekt auf den gesamten Sektor haben. Im Moment befinden wir uns in einem Sanierungsstau. Die aktuelle Sanierungsrate von einem Prozent muss verdoppelt werden, damit die Klimaziele erreicht werden können.

    Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass bei Erneuerungsprozessen die energetische Sanierung im Vergleich zu Ersatzneubauten noch zu wenig beachtet wird. Oftmals fehlen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern grundsätzliche Informationen, die ihnen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Potenziale energetischer Sanierungen aufzeigen. Das Whitepaper soll genau dazu einen Beitrag leisten. Es gibt eine grundlegende Übersicht über Dringlichkeit, gesetzlichen Rahmen, Nutzen, Chancen und mögliche Strategien von energetischen Sanierungen.

    Ausgezeichnete Entscheidungsgrundlagen bilden beispielsweise die Ergebnisse einer Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA) und einer Analyse der Lebenszykluskosten (LCC). Diese quantitativen Bewertungsmethoden berücksichtigen den gesamten Gebäudelebenszyklus.

    Die Lebenszyklusanalyse (LCA) zur Ermittlung der Umweltauswirkungen und die Analyse der Lebenszykluskosten (LCC) bieten quantitative Entscheidungsgrundlagen zur energetischen Sanierung. (Quelle: Kellenberger (intep), 2021)

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  • Energie 360° will ab 2040 nur noch Erneuerbare liefern

    Energie 360° will ab 2040 nur noch Erneuerbare liefern

    Der Zürcher Energieversorger Energie 360° will ab 2040 nur noch erneuerbare Energie liefern. Das ist zehn Jahre früher als bisher angestrebt. Grund für den schnelleren Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Gas und Öl ist die Russlandkrise, gibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung zur Jahresbilanz bekannt.

    Demnach hat der Energieversorger im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 15,9 Prozent mehr Energie an Endkunden geliefert als im Vorjahr. Von den 4978 Gigawattstunden waren 18,2 Prozent erneuerbaren Ursprungs. Damit sieht sich das Unternehmen „auf Kurs“. Bis 2025 soll der Anteil an Erneuerbaren bei 30 Prozent ansteigen.

    Bei einem Umsatz von 537,1 Millionen Franken erwirtschaftete Energie 360° einen Reingewinn von 61,9 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte der Umsatz bei 466,2 Millionen Franken und der Reingewinn bei 71 Millionen Franken gelegen. Grund für den Rückgang sind niedrigere Beteiligungserträge nach dem Verkauf zweier Tochtergesellschaften.

    Angesichts der Russlandkrise empfiehlt Energie 360° „Kunden, die weg vom russischen Gas wollen, ihre Gasheizung zu ersetzen und auf erneuerbare Energieträger umzusteigen“. Als Alternative wirbt das Unternehmen für die Energieverbünde in der Stadt Zürich, die lokal verfügbare erneuerbare Energie wie zum Beispiel Wärme aus dem Zürichsee verfügbar machen. Als weitere Möglichkeiten nennt es Holzpellets und empfiehlt, den Anteil an Biogas zu erhöhen.

    In Biogas sieht Energie 360° grosses Potenzial und hat dessen Anteil in seinem Gas-Standardprodukt per 1. April 2021 auf 25 Prozent erhöht. Das sparte im Direktversorgungsgebiet rund 200‘000 Tonnen CO2 ein. Energie 360° will weitere Biogas-Anlagen bauen und in innovative Forschungsprojekte investieren.

  • Energeek ermöglicht Investitionen in Solarenergie für jedermann

    Energeek ermöglicht Investitionen in Solarenergie für jedermann

    Das cleantech-project.org der Energeek Group AG und der CES Cleantech Energy Systems GmbH will allen Menschen die Teilnahme an der Energiewende ermöglichen. Wer nicht über die Finanzmittel verfügt, das eigene Dach zu sanieren oder gar keine Immobilie besitzt, könne in der Regel nicht zur Klimaneutralität durch Sonnenenergie beitragen, erläutert CES Cleantech Energy Systems in einer Mitteilung. Um hier Abhilfe zu schaffen, bietet die Energeek Group AG Investitionen in Solarpanele für konkrete Immobilienprojekte an.

    Interessierte können einzelne oder mehrere Panele erwerben und im Anschluss an die Projektgesellschaft vermieten, wird in der Mitteilung erläutert. Als Beispiel wird dort ein Projekt auf einem Pferdehof und Hotel in den Freibergen genannt. Hier bietet Energeek Panele zum Preis von etwas über 900 Franken pro Stück an. Neben den jährlichen Mieteinnahmen von 82,50 Franken profitieren die Kaufenden von den Fördergeldern des Bundes für Solaranlagen, der Einmalvergütung.

    Als  Vorteil der Projekte von Energeek streicht das Unternehmen die Nutzung von sogenannten Solar-Trackern heraus. Ergänzend zu fest installierten Panelen werden Panele installiert, die sich über die Solar-Tracker in die Sonne drehen. So können auch  Morgen- und Abendsonne sowie Wolkenlücken zur Solarstromproduktion genutzt werden.

    Informationen zum aktuellen Angebot an Immobilienprojekten, den Preisen und den Mieteinnahmen der entsprechenden Solarpanele stellt Energeek online bereit. Erworbene Panele und der dazugehörige Mietvertrag mit der Projektgesellschaft können jederzeit weiterverkauft, vererbt oder verschenkt werden, heisst es in der Mitteilung.

  • Minergie und SNBS übernehmen Label für 2000-Watt-Areale

    Minergie und SNBS übernehmen Label für 2000-Watt-Areale

    Das Label für 2000-Watt-Areale verschwindet auf Ende 2023. Darauf haben sich laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) die Anbieter von Labeln für nachhaltige Gebäude in der Schweiz geeinigt. Das Label wurde bisher vom BFE-Programm EnergieSchweiz angeboten.

    Im Gegenzug wird künftig der Verein Minergie auch ein Label Minergie-Areal für solche Areale anbieten, die dem Klimaschutz entsprechen. Das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz als Trägerin des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) wird das Label SNBS-Areal für die Nachhaltigkeit von Arealen in allen ihren Dimensionen schaffen.

    Auf der Ebene der Gebäudelabel wird es auch künftig den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK), die verschiedenen Minergie-Kategorien und den SNBS geben.

    Die Träger der verschiedenen Label wollen durch eine Bündelung der Ressourcen eine höhere Wirkung erzielen. „Nachhaltige Immobilien leisten einen grossen Beitrag zum Klimaschutz. Der Trend ist positiv, aber das Potenzial wird längst nicht ausgeschöpft“, wird Marc Mächler, Regierungspräsident Kanton St.Gallen und Präsident des Vereins Minergie, in der Mitteilung zitiert. „Die Label ergänzen sich, werden besser aufeinander abgestimmt und Bauherrinnen und Planende können sich leichter orientieren, welches Label ihren Bedürfnissen entspricht.“

  • Whitepaper: Energetische Sanierungen als Chance

    Whitepaper: Energetische Sanierungen als Chance

    Mit dem Wissen, dass der Gebäudesektor etwa einen Viertel der Emissionen verursacht, ist es dringend notwendig, dass der Gebäudebestand saniert wird. Denn die wenigen klimafreundlichen und energieeffizienten Neubauten werden keinen grossen Effekt auf den gesamten Sektor haben. Im Moment befinden wir uns in einem Sanierungsstau. Die aktuelle Sanierungsrate von einem Prozent muss verdoppelt werden, damit die Klimaziele erreicht werden können.

    Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass bei Erneuerungsprozessen die energetische Sanierung im Vergleich zu Ersatzneubauten noch zu wenig beachtet wird. Oftmals fehlen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern grundsätzliche Informationen, die ihnen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Potenziale energetischer Sanierungen aufzeigen. Das Whitepaper soll genau dazu einen Beitrag leisten. Es gibt eine grundlegende Übersicht über Dringlichkeit, gesetzlichen Rahmen, Nutzen, Chancen und mögliche Strategien von energetischen Sanierungen.

    Ausgezeichnete Entscheidungsgrundlagen bilden beispielsweise die Ergebnisse einer Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA) und einer Analyse der Lebenszykluskosten (LCC). Diese quantitativen Bewertungsmethoden berücksichtigen den gesamten Gebäudelebenszyklus.

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    Umfassende Sanierung Grosssiedlung Webermühle
    Ein Beispiel einer erfolgreichen Sanierung ist die Grossüberbauung Webermühle in Neuenhof. 368 Mietwohnungen mit rund 1’500 Bewohnenden beherbergt die 1984 bezogene ehemalige Göhner-Siedlung, die seit 2008 im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management ist.

    Kernstück der energetischen Sanierung der Webermühle ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung sollte künftig zu mindestens 70% CO₂-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems durch einen Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft überzeugt.

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  • Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Die Hochschule Luzern (HSLU) hat ein praktisches Beispiel für ein nachhaltiges Leben ohne CO2-Emissionen entworfen: ein Wohnmobil. Der Strom, den der Solar Butterfly in seinem Inneren benötigt, wird von ausklappbaren Solarflügeln produziert. Damit wird auch das elektrische Zugfahrzeug aufgeladen. An der Umsetzung des Projekts sind laut einer Medienmitteilung Studierende um Stephen Wittkopf massgeblich beteiligt. Er leitet den Wissens- und Innovationstransfer am Departement Technik & Architektur der HSLU.

    Der Solar Butterfly wird derzeit nahe Luzern in der Zentralschweiz gebaut. Sein Baumaterial besteht grösstenteils aus Kunststoffabfällen, die im Meer gesammelt und dann umgewandelt werden. Das Wohnmobil ist 10 Meter lang und mit hochgeklappten Sonnenpaneelflügeln 13 Meter breit. Insgesamt bieten sie 80 Quadratmeter Fläche zur Gewinnung von Solarstrom.

    Initiiert wurde das Projekt vom Schweizer Umweltpionier Louis Palmer. Er war vor 15 Jahren der erste Mensch, der die Welt mit einem solarbetriebenen Auto umrundet hat. Ab Mai 2022 wird der Solar Butterfly zusammen mit seinen Passagieren um die Welt reisen. Auf dieser Weltumrundung wollen sie 1000 inspirierende Projekte gegen die Erderwärmung identifizieren, aufzeichnen und sie dann veröffentlichen.

  • TBW realisieren erste Solaranlage in Dachmiete

    TBW realisieren erste Solaranlage in Dachmiete

    Die TBW haben auf dem Dach der Reithalle in Wil ihr erstes Projekt im Modell Dachmiete umgesetzt, informiert das stadteigene Energie-Dienstleistungsunternehmen in einer Mitteilung. Konkret wurde eine Solaranlage mit einer Leistung von 178 Kilowatt Peak realisiert. Sie wird jährlich rund 170 Megawattstunden Strom produzieren.

    TBW werde den auf dem Dach der Reithalle produzierten Strom der eigenen Kundschaft zur Verfügung stellen, erläutert das Unternehmen in der Mitteilung. Der Reitklub Wil erhält im Gegenzug eine Miete für das von ihm zur Verfügung gestellte Dach sowie für weitere vom Projekt genutzte Nebenräume. Der entsprechende Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren.

    Die TBW gehen von einem in Folge des Verzichts auf fossile Brennstoffe steigenden Bedarf an Strom aus erneuerbaren Energien aus. Um diesen zu decken seien „innovative Lösungen wie auf dem Dach der Wiler Reithalle gefragt“, schreibt das Unternehmen.

  • Primeo Energie und Technic 360 spannen für Erneuerbare zusammen

    Primeo Energie und Technic 360 spannen für Erneuerbare zusammen

    Primeo Energie und Technic 360 starten im Kanton Freiburg eine Offensive für dezentrale erneuerbare Energieversorgung, informiert der Baselbieter Energieversorger in einer Mitteilung. Die beiden Partner haben dazu ein Portal entwickelt, auf dem Interessierte Potenzial und Nutzen einer eigenen Kombination von Photovoltaikanlage und Wärmepumpe berechnen können. Darüber hinaus bietet maison-intelligente.ch eine detaillierte Beratung und Finanzierungslösungen an.

    „Klimafreundliche Energie- und Mobilitätslösungen gehören global gesehen zu den wichtigsten Treibern einer erfolgreichen Energiewende“, wird Conrad Ammann in der Mitteilung zitiert. Für den CEO von Primeo Energie leisten dazu „intelligente Lösungen zur optimalen Realisierung, Nutzung und Finanzierung“ von Solaranlagen und Wärmepumpen „einen wichtigen Beitrag“.

    Mit maison-intelligente.ch haben die beiden Partner das erste Angebot dieser Art in der Romandie geschaffen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Sie planen in naher Zukunft Informationsanlässe im Kanton Freiburg, um die Plattform breiter bekannt zu machen. Unterstützt wird das Projekt von der Freiburger Kantonalbank. Sie bietet für Lösungen, die über maison-intelligente.ch realisiert werden, Vorzugskonditionen bei der Finanzierung an.

    „Die Energiewende gelingt nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und somit unseren Kundinnen und Kunden“, erläutert Alexandre Fragnière, Directeur Technic 360, in der Mitteilung. Ihnen soll maison-intelligente.ch „eine einfache und effektive Lösung für die Beschaffung ihrer Solaranlage und von Wärmpumpen bieten“.

  • Gebäude sollen zu Kraftwerken werden

    Gebäude sollen zu Kraftwerken werden

    Das Bundesamt für Energie (BFE) hat in einem Dokument seine Vision für den Schweizer Gebäudepark bis 2050 veröffentlicht. Demnach soll bis dahin der Grossteil von Gebäuden in der Lage sein, seinen eigenen Strombedarf aus nachhaltigen Energiequellen zu decken. Der überschüssige Strom soll dabei für die elektrische Mobilität verwendet werden.

    Gleichzeitig soll auch der Strombedarf von Gebäuden gesenkt werden. Insgesamt soll der Endenergieverbrauch des Schweizer Gebäudeparks bis 2050 rund 65 anstelle von 90 Terawattstunden betragen.

    Mit einigen Ausnahmen soll es zudem überhaupt kein Heizöl, Erdgas oder Strom mehr für den direkten Verbrauch zum Heizen mehr geben. Erdöl- und Erdgasheizungen sowie ortsfeste elektrische Widerstandsheizungen sollen durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Energetische Betriebsoptimierungen sollen bis 2030 für alle Gebäude obligatorisch sein.

  • NEST-Rechenzentrum hilft beim Heizen

    NEST-Rechenzentrum hilft beim Heizen

    Das Projekt ECO-Qube untersucht, wie die elektrische und die thermische Welt mit der IT-Infrastruktur zusammengebracht werden können. Dafür soll das Abwärmepotenzial von Mikro-Rechenzentren für die Gebäudeheizung untersucht werden. Die Feldtests finden im neu installierten Rechenzentrum im Forschungsgebäude NEST der Empa sowie an zwei weiteren Standorten in der Türkei und den Niederlanden statt.

    ECO-Qube ist auf drei Jahre angelegt. Danach will das Team Richtlinien für Planer und Betreiber von Gebäuden bereitstellen. Das Projekt wird durch das EU-Förderprogramm Horizon 2020 unterstützt. Es bringt Forschungs- und Industriepartner aus der Schweiz, der Türkei, Spanien, Deutschland, Schweden und den Niederlanden zusammen. „Unser Ziel ist es, sowohl den Energiebedarf als auch die CO2-Emissionen von kleinen Rechenzentren um je ein Fünftel zu senken“, wird Çağatay Yılmaz, Innovation Manager beim türkischen IT-Lösungsanbieter Lande und Projektleiter von ECO-Qube, in einer Medienmitteilung der Empa zitiert.

    Mithilfe von Big Data-Strukturen und Künstlicher Intelligenz werden Sensordaten der einzelnen IT-Komponenten akkumuliert und mit Luftstromsimulationen zur punktuell genauen Kühlung kombiniert. Gleichzeitig würden die Rechenlasten so verteilt, dass die Anlagen so energieeffizient wie möglich arbeiten.

    Die drei Rechenzentren werden ausserdem in die Energiesysteme der umliegenden Quartiere integriert. Sie sollen möglichst mit erneuerbarer Energie gespeist werden. „Für uns ist es interessant, das Mikro-Rechenzentrum nicht nur als elektrischen Verbraucher zu betrachten, sondern als eine dynamische Komponente im Gesamtsystem“, erklärt Philipp Heer, Leiter der Energieforschungsplattform Energy Hub an der Empa.

  • Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    368 Mietwohnungen beherbergt die Überbauung Webermühle in Neuenhof. Die auf einer Halbinsel in einer Limmatschlaufe liegende Siedlung wurde auf dem Industrieareal einer ehemaligen Weberei erstellt und konnte 1984 nach zehnjähriger Bauzeit bezogen werden. Vom Architekturbüro Steiger Partner AG geplant und von der Ernst Göhner AG errichtet, bietet die Webermühle mit ihren unterschiedlich hohen Volumen Wohnraum für bis zu 1’500 Bewohnerinnen und Bewohner. Trotz der sehr hohen Dichte zeichnen sich die Wohnungen mit den vier kreuzförmig zueinander angeordneten Hochhauszeilen durch eine überraschende Weitsicht aus. Seit 2008 befinden sich die im Elementbausystem «Göhner 3» realisierten Gebäude im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management.

    Ökologisch und ökonomisch nachhaltig sanieren
    Gut 40 Jahre nach dem Bezug entsprachen die Wohnungen nicht mehr den heutigen Ansprüchen – weder optisch noch hinsichtlich ihres Komforts. Mit einer Analyse der Bausubstanz startete die Bauherrschaft 2009 die Planung einer umfangreichen Teilsanierung, die zwischen 2012 und 2014 in Etappen umgesetzt wurde. Die Portfoliostrategie von Credit Suisse Asset Management legt grossen Wert auf ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen. Mit der Modernisierung der Webermühle wollte man zum einen den Wohn- und Grünraum für die Mieterinnen und Mieter attraktiver gestalten und den Wert der Immobilie erhalten. Zum anderen sollte die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht und damit der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Ebenso war die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr ein wichtiges Ziel: So ist der Bahnhof Wettingen seit dem Bau eines neuen Schräglifts im Jahr 2015 innerhalb weniger Minuten zu Fuss erreichbar.

    Wärmeversorgung: Umstieg auf Flusswärme
    Kernstück der energetischen Sanierung ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung in der Webermühle sollte künftig zu mindestens 70% CO2-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems mit einem Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft auch nach detaillierter Prüfung durch Spezialisten überzeugt.

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  • IWB steigt bei Sympheny ein

    IWB steigt bei Sympheny ein

    IWB beteiligt sich mit 30 Prozent an Sympheny. Das Jungunternehmen mit Sitz in Dübendorf hat eine Software entwickelt, die mögliche Energielösungen für Gebäude in Sekundenschnelle vergleichen kann. Daraus gezogene Erkenntnisse will IWB bei eigenen Planungen zum klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung nutzen.

    „Bezahlbarer Klimaschutz braucht optimierte Energieversorgungen“, leitet IWB einen Beitrag auf LinkedIn zum Einstieg bei Sympheny ein. Ihm zufolge will das Unternehmen für Energie, Wasser und Telekommunikation im Kanton Basel-Stadt die Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit dem frischen Kapital bei der Weiterentwicklung ihrer Software unterstützen. Man freue sich auf die vertiefte Zusammenarbeit mit den Sympheny-Mitgründern Andrew Bollinger, Matthias Sulzer, Boran Morvaj und Julien Marquant, schreibt IWB.

    Einem Bericht auf startupticker.ch zufolge wurde die Software des erst 2020 gegründeten Jungunternehmens bereits in mehr als 20 grösseren Planungsprojekten verwendet. Zu den Kunden von Sympheny gehörten „unter anderem Energieversorger und Generalunternehmen aus der ganzen Schweiz“, heisst es dort weiter. Die von Sympheny entwickelte Energieplanungssoftware simuliert das zu untersuchende Energiesystem mit einem digitalen Zwilling. Über Algorithmen und standardisierte Geoinformationsdaten (GIS-Daten) können Produktion, Speicherung und Verbrauch von Energie simuliert werden.

  • Bauherr und Energie 360° spannen bei Fernwärme zusammen

    Bauherr und Energie 360° spannen bei Fernwärme zusammen

    In Wipkingen entsteht derzeit ein Gemeinschaftsanschluss an die Fernwärme. Den nötigen Platz dafür stellt Architekt Lucas Schwarz in seinem neu gebauten Mehrfamilienhaus zur Verfügung. Energie 360° kümmere sich um den Rest, so der Zürcher Energieversorger in einem Bericht auf seiner Internetseite. Demnach bestehe der Vorteil eines lokalen Verbunds darin, dass sich auf diese Weise nicht jede Liegenschaft einzeln an das Fernwärmenetz anschliessen muss. Damit es sich lohnt, ein Quartier mit Fernwärme zu erschliessen, müssten sich mehr als 60 Prozent der Hauseigentümerinnen und -eigentümer beteiligen. Je mehr Wärme geliefert wird, desto günstiger werde es für alle.

    Schwarz ist überzeugt, dass sich ein solcher Gemeinschaftsanschluss längerfristig nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell lohnt: „Die grössten Vorteile gegenüber Heizungen sehe ich im geringen Platzbedarf, der einfachen Haustechnik und dem geringeren Unterhalt.“ Zudem entfalle die Schadstoffprüfung. Auch der Energienachweis werde vereinfacht. Darüber hinaus bleibe der Energiepreis bei thermischen Netzen über die Jahre hinweg konstant. „Das gibt mir mehr Planungssicherheit und Unabhängigkeit.“ Und nicht zuletzt erhielten Bauherren durch eine Zertifizierung im Gebäudeenergieausweis der Kantone von Banken bessere Finanzierungskonditionen.

    Es gehe darum, die Transformation von fossilen zu nachhaltigen Heizenergien „so schnell wie möglich zu vollziehen“, wird Schwarz zitiert. Er wünsche sich, „dass bis 2050 die ganze Stadt Zürich nachhaltig geheizt wird. Der Ausbau des Fernwärmenetzes geht aus meiner Sicht zu langsam voran.“

  • Frühzeitige Mitsprache kann Akzeptanz von Windkraft steigern

    Frühzeitige Mitsprache kann Akzeptanz von Windkraft steigern

    Eine frühe Mitsprache der Bevölkerung kann die Akzeptanz neuer Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten erhöhen. Zu diesem Schluss kommen Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) laut einer Medienmitteilung. Sie  haben in stadtnahen Gebieten von Bern 500 Personen zu den Plänen zur Errichtung von Windkraftanlagen befragt. Dabei habe sich gezeigt, dass die Ablehnung viel mit der persönlichen Bindung an den Ort und die Landschaft zu tun hat.

    Eigentlich sei man sich einig: Erneuerbare Energien seien wertvoll und notwendig, beschreibt Matthias Buchecker von der Gruppe Sozialwissenschaftliche Landschaftsforschung der WSL die Ausgangslage. Gehe es allerdings um konkrete Anlagen, werde es oft schwierig. Bisher sei man davon ausgegangen, dass die Veränderung des Gesichts einer Landschaft durch grosse Windkraftanlagen eine reflexartige Ablehnung in der eigenen Nachbarschaft bewirke, wird Buchecker zitiert. Diese Erklärung greife aber zu kurz. Stattdessen lägen die Gründe für die Ablehnung in der Ortsverbundenheit der Betroffenen. „Die Bevölkerung möchte früher mitentscheiden.“

    Das erfordere ein Umdenken der Planungsprozesse. Denn in der Befragung lehnten die Gegner eine Veränderung ihres Wohngebietes insgesamt ab – nicht nur den konkreten Windpark. Der Einbezug der Bevölkerung müsse bei der Frage beginnen: Wie soll sich die eigene Region grundsätzlich entwickeln – ökologisch, im Energiebereich, wirtschaftlich und landschaftlich? Ziel müsste es sein, einen breiten und übergeordneten Konsens zu finden, in dessen Rahmen dann auch Anlagen der erneuerbaren Energie ihren Raum fänden, wird Buchecker zitiert.

  • digitalSTROM stellt neue Produkte vor

    digitalSTROM stellt neue Produkte vor

    Die digitalSTROM AG aus Schlieren wird laut Medienmitteilung auf der Fachmesse Light + Building 2022 zwei Innovationen präsentieren. Zum einen präsentiert der Vernetzungsspezialist die integrierte Lösung für Zugangskontrolle Access Control. Diese besteht laut der Mitteilung aus der voll integrierten Smart Video Doorbell und dem interaktiven 10,1“-Display, dS-Touch. Mit der Video-Türglocke können die Bewohner immer ein Auge darauf haben, wer an der Tür klingelt. Mit dem Display dS-Touch werde erstmals die Zutrittskontrolle in die All-in-One-Lösung von digitalSTROM integriert. Dazu gehört vollständig zentralisierte Automatisierung und Steuerung von Licht, Rollläden, Jalousien, Heizungs- und Lüftungsanlagen und Tastern.

    Die ebenfalls neue Erweiterung dS Energy ermöglicht es Bewohnern mit Photovoltaikanlage, ihre Energiebilanz zu verbessern. Die selbst erzeugte Energie wird damit durch eine intelligente Steuerung zum Boiler oder zur Wärmepumpe geleitet. Dadurch werde auch die Abhängigkeit vom Elektrizitätswerk deutlich verringert, heisst es in der Mitteilung.

    An der Messe vom 2. bis 6. Oktober in Frankfurt nimmt digitalSTROM erstmals wieder seit 2018 teil, um einem internationalen Publikum sein Angebot an Smart Home Lösungen und Innovationen zu präsentieren. „Wir profitieren von der wachsenden Dynamik der Hausautomation und dem stetig steigenden Interesse an digitalSTROM-Lösungen“, wird Peter Lambrechts, Executive Chairman bei digitalSTROM, zitiert. In den schwierigen Jahren für die gesamte Branche habe sein Unternehmen massiv in Forschung und Entwicklung investiert und könne auf der Light + Building neue Produkte und Lösungen präsentieren.

  • Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Mehr als 360 Jahre prägte die Papierfabrik die Gemeinde Cham und die Region Zug West. Nun entsteht auf dem ehemaligen Industrie-Areal ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden prägende Bestandesbauten mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Die Geschichte wird weitergesponnen und Brücken werden geschlagen zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Mensch und Natur, zwischen Wohnen und Arbeiten. Dabei spielt «Nachhaltigkeit» seit Beginn der Arealentwicklung als gesamtheitliches Thema eine wichtige Rolle. Die Cham Group als Bauherrschaft hatte sich schon früh im Planungsprozess zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft bekannt und den Entscheid einer fossilfreien Wärmeversorgung aus Überzeugung und noch vor der Absicht einer Zertifizierung gefasst. Als krönender Abschluss der stetigen Nachhaltigkeits-Bemühungen wurde der Papieri heute als erstes Areal im Kanton Zug das «2000-Watt-Areal»-Zertifikat überreicht. Im Namen des Bundesamtes für Energie dankte Daniel Kellenberger der Cham Group für ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit, nicht nur von Energie- und CO2-Zielen zu reden, sondern diese unter anderem mit dem Zertifikat «2000-Watt-Areal» konkret umzusetzen.

    Null CO2-Emission
    Das Papieri-Areal bietet komplett neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Damit ist es schweizweit ein Pionierprojekt. Praktisch seit Beginn der Arealentwicklung entschied sich die Cham Group, bei der Wärmeerzeugung komplett auf fossile Energieträger zu verzichten, und voll auf die günstigen Standortfaktoren mit Wasserkraft, Erdsondenfeldern und Photovoltaik zu setzen. Highlight des Areals ist das komplett CO2-freie Energiesystem. Die gesamte Energieversorgung auf dem Areal beruht auf 100% erneuerbaren Energien. Erreicht wird dies mittels Erdsonden und einer Flusswasser-Fassung, welche über Wärmepumpen je ein zentrales Wärme- und Kältenetz bedienen. Dank eines ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) mit dem erneuerten Kleinwasserkraftwerk an der Lorze und grossflächigen Photovoltaik-Anlagen von 6’500m2 auf den Neubauten können rund 40% der gesamthaft benötigten Energie vor Ort erzeugt werden. «Zudem werden in praktisch jedem Projekt weitere Aspekte einer umfassenden Nachhaltigkeit ausgelotet, sei es durch «Gebäuderecycling», d.h. intelligente Umnutzung des Bestandes, den Einsatz von CO2-optimierten Konstruktionsprinzipien wie Holzbau, oder durch intelligente Sharing-Angebote im Bereich der Mobilität,» führt Lukas Fehr, Leiter Entwicklung der Cham Group aus.

    Leuchtturm-Charakter für Gemeinde und Kanton
    Schweizweit wurden bisher erst 43 Areale vom Bundesamt für Energie mit diesem Label zertifiziert –
    26 davon als 2000-Watt-Areal «in Entwicklung». Dass der Kanton Zug dabei eine Rolle spielt, freut auch Regierungsrat Florian Weber. «100 Prozent für 2000 Watt: Die Cham Group erschliesst beim Papieri-Areal das neue Zeitalter der umfassenden und nachhaltigen Energiekonzeption für Grossüberbauungen», so der Baudirektor. Als Energiestadt Gold feiert auch die Einwohnergemeinde Cham die Auszeichnung der Papieri als «2000-Watt-Areal». «Die Auszeichnung ist ein Gütesiegel für die Areal-Entwicklung der Cham Group, Ansporn für andere und deckt sich zeitgleich mit dem Engagement der Gemeinde für den Klimaschutz. Schliesslich will Cham verwaltungsintern bereits 2030 klimaneutral werden; bis 2050 sollen sogar für das ganze Gemeindegebiet «Netto-Null»-Treibhausgasemissionen erreicht werden», erklärt Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit der Einwohnergemeinde Cham. Und Gemeindepräsident Georges Helfenstein ergänzt: «Wir sehen die Entwicklungen auf dem Papieri-Areal als Chance und freuen uns über diese Zertifizierung sowie auf das neue, pulsierende und nun auch zertifiziert nachhaltige Quartier».

    Vermarktungsstart der ersten Büro- und Gewerberäume
    Am 10. Februar 2022 erfolgt auf der Webseite papieri-cham.ch der Vermietungsstart der Laden-, Büro- und Gewerbeflächen in den Erdgeschossen der Objekte der ersten Bauetappe, welche Ende 2022 bezugsbereit sind. Das Papieri-Areal bietet Raum für jedes Businessmodell und unterschiedliche Unternehmensgrössen. Nicht austauschbar und beliebig, sondern nachhaltig, durchdacht und mitten in einem lebendigen Quartier.

  • Bundesrat will Verfahren für Erneuerbare Energie beschleunigen

    Bundesrat will Verfahren für Erneuerbare Energie beschleunigen

    Die Schweiz hängt beim Ausbau der Windenergie hinterher. Auch die Verfahren für den Bau grosser Wasserkraftanlagen dauern lange. Der Bundesrat will nun die Planungs- und Bewilligungsverfahren für grosse Anlagen beschleunigen, schreibt er in einer Mitteilung. Dabei sollten keine Abstriche beim Schutz von Natur, Umwelt und Denkmälern gemacht werden.

    Der Bundesrat will dazu ein Konzept mit den Standorten der bedeutendsten Wasserkraft- und Windanlagen erarbeiten. Dieses sollte der kantonalen Richtplanung als Vorgabe dienen. Die darin verzeichneten Anlagen sollten dann nur noch einem kantonalen Plangenehmigungsverfahren unterstehen. Dieses sollte sämtliche Bewilligungen erteilen können. Damit sollte bei Widerspruch auch nur noch ein Rechtsmittelzug durch die Instanzen möglich sein.

    Ausserdem will der Bundesrat den Zubau von Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden beschleunigen. So sollen Investitionen auch bei Neubauten steuerlich abzugsfähig werden. Die Zulassung von Solaranlagen an Fassaden soll über ein Meldeverfahren geregelt werden.

    Die Schweizerische Energiestiftung begrüsst den Vorstoss des Bundesrates. „Die Schweiz braucht einen Booster für die erneuerbaren Energien“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer Mitteilung zitiert. „Der Bundesrat hat die Dringlichkeit erkannt. Dabei stellt er die beiden politischen Grundpfeiler der Schweiz, die Interessenabwägung und den Föderalismus, nicht in Frage.“

    Die Vernehmlassung zum Vorschlag des Bundesrates dauert bis zum 23. Mai 2022.

  • Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und die mexikanische Cemex, im Jahr 2020 fünftgrösster Zementhersteller der Welt, haben den ersten Solarklinker der Welt produziert. Wie beide Unternehmen in einer gleichlautenden Medienmitteilung schreiben, sei diese „revolutionäre Innovation“ ein „erster Schritt zur Entwicklung vollständig solarbetriebener Zementwerke“. Dr. Gianluca Ambrosetti, CEO und Mitgründer von Synhelion, zeigt sich stolz, „gemeinsam mit Cemex eine konkrete, industriell relevante Anwendung unserer vollständig erneuerbaren Hochtemperatur-Solarwärme zu demonstrieren“.

    Synhelion ist 2016 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangen. Die Technologie des Unternehmens will mit Solarkraftstoffen alle Arten von fossilen Brennstoffen ersetzen. Den Angaben zufolge wandelt sie konzentrierte Sonnenwärme in „die heisseste auf dem Markt erhältliche Prozesswärme“ um. Cemex will bis 2050 weltweit CO2-neutralen Beton liefern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist CEMEX Ventures und sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Brügg BE.

    Die Forschungsteams beider Unternehmen installierten auf dem Gelände des Imdea Energieforschungsinstituts der Madrider Regionalregierung eine Pilotanlage. Dort lieferte der Solar-Receiver von Synhelion mit konzentriertem Sonnenlicht „rekordverdächtige“ Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So konnte die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden.

    Der so gewonnene Klinker wurde zur Herstellung von Zement verwendet und anschliessend zu Beton weiterverarbeitet. In der nächsten Phase ihres gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekts wollen Synhelion und Cemex auf eine Pilotanlage in industriellem Massstab hinarbeiten.

  • BKW forciert Präsenz in zwei Wachstumsmärkten

    BKW forciert Präsenz in zwei Wachstumsmärkten

    Die BKW hat in einer Medienmitteilung die Übernahme von Arnold und Gladisch Objektplanung Generalplanung GmbH aus Berlin sowie Dr. Blasy-Dr. Øverland Ingenieure GmbH aus Eching am Ammersee bekanntgegeben.

    Wie das in Bern ansässige Energie- und Infrastrukturunternehmen informiert, soll mit den neuen Partnern aus Deutschland der Erfolg des BKW Engineering Netzwerks fortgesetzt und ausgebaut werden. Zudem sei der Firmenzuwachs von Bedeutung, um sich im Wettbewerb mit „multidisziplinären Marktführern“ erfolgreich zu positionieren.

    Das Portfolio der deutschen Unternehmen verspreche einen Zugewinn an Kompetenz für die Wachstumsmärkte Wohnungsbau, sicherheitliches Bauen, Wasser und Umwelt, heisst es. Blasy Øverland bringt seine Expertise für Wasserwirtschaft, Wasserbau und Umweltplanung ein. Das Architekturbüro Arnold und Gladisch hat seinen Schwerpunkt im Wohnungsbau und beim sicherheitskonformen Bauen.

    Die BKW Gruppe ist spezialisiert auf die Planung und Beratung bei Energie-, Infrastruktur- und Umweltprojekten und deckt die Gebäudetechnik ab, inklusive Bau, Service und Unterhalt von Energie-, Telekommunikations-, Verkehrs- und Wassernetzen. Für ihr Unternehmensziel, Dienstleistungen für Infrastruktur-, Umwelt- und Energieprojekte aus einer Hand zu bieten, kann die BKW auf ein Netzwerk mit mehr als 50 erfolgreichen Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zurückgreifen.

  • Vier Aargauer Energieversorger spannen zusammen

    Vier Aargauer Energieversorger spannen zusammen

    Die Versorgungsunternehmen im südwestlichen Aargau rücken enger zusammen. Die tba energie ag, die EW Oftringen AG, die EW Rothrist AG und die StWZ Energie AG wollen gemeinsam den Energieversorger Regionale Energie AG (REAG) und die Wasserversorgerin Regionale Wasser AG (RWAG) gründen. Die Stadt Zofingen soll an der REAG knapp über 50 Prozent halten. Die Beteiligung Oftringens, Rothrists und Zofingens an der RWAG soll je zwischen 27 und 33 Prozent liegen. Der Zusammenschluss soll unter anderem die regionale Wertschöpfung steigern und Arbeitsplätze sichern.

    Die vier Unternehmen rechnen mit Synergien von 2 Millionen Franken pro Jahr, schreiben sie in einer Mitteilung. Davon soll etwa die Hälfte über die Tarife an die Kunden zurückgegeben werden. Die Angleichung der Tarife werde aber bis zu zehn Jahre dauern.

    Der Ball liegt nun bei den Verwaltungsräten der vier Unternehmen, den fünf beteiligten Gemeinden und am Ende bei der Stimmbevölkerung. Die beiden neuen Unternehmen sollen am 1. Januar 2023 ihren Betrieb aufnehmen.

  • Kanton Jura gibt Strom aus Geothermie neue Chance

    Kanton Jura gibt Strom aus Geothermie neue Chance

    Die Erzeugung von Strom aus tiefer Geothermie in der Schweiz erhält eine weitere Chance. Wie die jurassische Regierung mitteilt, will sie mit der Geo-Energie Suisse SA über eine schrittweise Wiederaufnahme des Projekts verhandeln. Dabei sollen zusätzliche Sicherheitsauflagen festgesetzt werden. Ausserdem soll eine Begleitkommission aus unabhängigen Experten die Transparenz des Projekts sicherstellen. Wenn die Sicherheit gewährleistet sei, sehe die Regierung viele Vorteile in der Entwicklung erneuerbarer Energien, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.

    Der Kanton hatte das Projekt der Geo-Energie Suisse SA 2015 genehmigt. Es sieht die Produktion von Strom aus tiefer Erdwärme für 6000 Haushalte vor. Ein Erdbeben der Stärke 5,4, das durch ein ähnliches Projekt im südkoreanischen Pohang im November 2017 ausgelöst worden ist, löste Ängste auch in der Region um Haute-Sorne aus. Zwar kam eine Analyse der Geo-Energie Suisse SA zum Schluss, dass ein solches Szenario wie in Pohang im Jura aufgrund der Sicherheitsauflagen „undenkbar“ sei. Aber dennoch kam es zu einem faktischen Stopp des Projekts.

    Ähnliche Projekte zur Stromproduktion aus tiefer Erdwärme hatten zuvor bereits in Basel und St.Gallen zu leichten Erdbeben geführt. Die betroffenen Projekte waren daraufhin gestoppt worden.

  • Energieverbund Thalwil geht auf Startposition

    Energieverbund Thalwil geht auf Startposition

    Für den neuen Energieverbund Thalwil wird Wasser des Zürichsees in einer Seewasserzentrale Energie entzogen, informiert Energie 360° auf der Projektseite des Seewasserenergieverbunds des Zürcher Energiedienstleisters. Diese Energie wird der Energiezentrale des Verbunds zugeführt und von dort aus in das Fernwärmeleitungsnetz eingespeist. Spitzenlasten sollen mit einer in die Energiezentrale integrierten Gasheizung abgedeckt werden.

    Mit der Dr. Ernst Th. Jucker-Stiftung hat Energie 360° nun den Standort für diese Energiezentrale gefunden. Sie werde ins zweite Untergeschoss einer derzeit an der Gotthardstrasse in Thalwil im Bau befindlichen Immobilie der Stiftung einziehen, informiert der Energiedienstleister in einer Mitteilung. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss sind für die Bank Thalwil reserviert. In den übrigen Geschossen sollen Mietwohnungen entstehen.

    „Die Platzverhältnisse im Zentrum Thalwils sind eng“, wird Stiftungspräsidentin Christine Burgener in der Mitteilung zitiert. Die frühere Gemeindepräsidentin hat die Planung des neuen Energieverbunds von Anfang an begleitet. „Als Energie 360° und die Gemeinde Thalwil auf uns zukamen, boten wir Hand, damit man in unserem Gebäude die Energiezentrale realisieren kann.“ Im Gegenzug wird Energie 360° die Immobilie zu einem fixen Preis mit Energie versorgen. Der neue Verbund soll seine Arbeit zu Beginn der Heizsaison in diesem Herbst aufnehmen.

  • Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Der Fachkräftemangel in der Bau- und Immobilienbranche soll behoben werden. Dazu wurde jetzt die Schweizer „Bildungsoffensive Gebäude“ ins Leben gerufen. Der Startanlass findet am 20. Januar um 16 Uhr statt und wird per Live-Stream übertragen. Dabei wird laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Energie eine „Roadmap mit 32 Massnahmen und vier Handlungsfeldern“ vorgestellt.

    Schliesslich solle der Gebäudesektor der Schweiz massgeblich zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen. Dazu müssten „hunderttausende fossile Heizungen durch erneuerbare ersetzt, eine grosse Anzahl an Gebäuden energetisch saniert, intelligente Steuerungssysteme installiert und auch die Stromversorgung der Gebäude vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden“. Doch fehlten schon heute Fachkräfte. Gleichzeitig gehe die Zahl derer zurück, die sich für eine Ausbildung in dieser Branche entscheiden.

    Die Bildungsoffensive sei von allen relevanten Vertreterinnen und Vertretern der Gebäude- und Bildungsbranche erarbeitet worden. Unterstützt wurden sie dabei von EnergieSchweiz, dem Programm des Bundesamts für Energie für erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Mit beteiligt waren auch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, das Bundesamt für Umwelt und das Staatssekretariat für Migration.

  • Bundesamt für Energie fördert deutlich mehr Projekte

    Bundesamt für Energie fördert deutlich mehr Projekte

    Das Bundesamt für Energie hat 2021 insgesamt 79 neue Projekte sowie 13 neue Programme im Rahmen der Wettbewerblichen Ausschreibungen zum Stromsparen im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in Haushalten gefördert. Damit lag die Zahl der bezuschussten Projekte deutlich über der von 2020, heisst es in einer Medienmitteilung. 2020 lag die Zahl der geförderten Projekte bei 39, die Zahl der bezuschussten Programme bei 15.

    Dieser Anstieg bei den Projekten ist dem Bundesamt für Energie zufolge „zumindest teilweise auf das abgemilderte Auswahlverfahren im Jahr 2021 zurückzuführen“. Es war als „Sofortmassnahme für Projekte aufgrund der Covid-19-Pandemie“ eingeführt worden. Die Begünstigten erhielten 2021 insgesamt 40 Millionen Franken.

    Die Zuschüsse wurden unter anderem dafür eingesetzt, um Schachtheizungen für Beschneiungsanlagen energetisch zu optimieren, eine Produktionsanlage für Schubladen bei einem Möbelhersteller sowie Vakuumpumpen in einer Papierproduktionsmaschine zu ersetzen.

    Zusammengenommen kommen die geförderten Projekte und Programme auf eine Stromersparnis von 90 Gigawattstunden pro Jahr. „Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 16’000 Haushalten“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Die Wettbewerblichen Ausschreibungen 2022 haben unterdessen bereits begonnen. Interessierte können Programme bis zum 2. Mai einreichen. Bewerbungen für Projekte können sie das ganze Jahr über zu einem beliebigen Zeitpunkt abschicken. Die Eingabe erfolgt online. Zu- und Absagen über eine Förderung erhalten die Teilnehmenden nach spätestens vier Wochen.

  • Kanton gibt 2,5 Millionen Franken für Förderprogramm Energie Uri frei

    Kanton gibt 2,5 Millionen Franken für Förderprogramm Energie Uri frei

    Einwohner des Kantons Uri können in diesem Jahr insgesamt 2,5 Millionen Franken aus dem Förderprogramm Energie Uri 2022 abrufen. Diese Summe hat der Regierungsrat jüngst verabschiedet, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit sollen Gebäude saniert und gedämmt, alte Heizungen ersetzt und Photovoltaikanlagen sowie Ladestationen für E-Autos finanziert werden.

    Fördern lassen können Gebäudeeigentümer die Isolierung von Dach und Fassade mit 60 Franken je Quadratmeter. Das deckt laut Medienmitteilung einen Grossteil der Gesamtkosten ab. Antragsteller, die sich zudem für eine in die Fassade oder das Dach integrierte Photovoltaikanlage entscheiden, können weitere 200 Franken je mit Modulen belegtem Quadratmeter erhalten.

    Neu in dieser Förderperiode ist, dass die Anlagen für die Stromproduktion in den Wintermonaten ausgerichtet sein müssen. „Der Anstellwinkel der Module muss 60 bis 90 Grad betragen und somit für die Produktion von wertvollem Winterstrom optimiert sein.“ Damit will der Kanton zu einer stärkeren Verbreitung von Photovoltaikanlagen in Fassaden, „wo die Stromproduktion in den Wintermonaten bei der entsprechenden Ausrichtung höher ist“, beitragen.

    Das Förderprogramm sieht ausserdem die Bezuschussung von Beratungen vor. Nach einer kostenlosen Erstberatung beim Amt für Energie können Interessierte 700 Franken für eine detailliertere Beratung bezüglich Fassade, Dach, Fester und anderer zur Gebäudehülle gehörender Teile erhalten. Der Förderbetrag wurde in diesem Jahr um 300 Franken erhöht. Beratungen rund um den Ersatz von Ölheizungen durch nachhaltigere Heizarten erhalten 350 Franken bei Gebäuden mit weniger als fünf Wohnungen. Ab sechs Wohnungen erhalten die Eigentümer 700 Franken Förderung.

    Eigentümer von Mehrfamilienhäusern, die mindestens zehn Parkplätze mit Lademöglichkeiten für Elektroautos ausstatten wollen, werden mit einem pauschalen Betrag von 2000 Franken unterstützt. Dies soll einen Teil der Kosten für ein Lastmanagementsystem decken. Ein solches wird nötig, wenn mehrere E-Autos gleichzeitig geladen werden sollen.

    Mit dem Förderprogramm unterstützt der Kanton seit 2000 energetische Sanierungen im Gebäudebereich. „In den letzten beiden Jahren konnten das Förderbudget jeweils vollständig ausgeschöpft werden, was als Erfolg zu werten ist“, heisst es in der Medienmitteilung. Es beweise, dass Eigentümer ihre Verantwortung wahrnehmen und einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten.

  • Ein Algorithmus regelt Thermostate

    Ein Algorithmus regelt Thermostate

    Zwei Forscher des Urban Energy Systems Lab an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben einen selbstlernenden Algorithmus für Heizungsthermostate geschaffen. Laut einem Bericht der Empa kann er mittels Cloud-Anbindung in herkömmliche intelligente oder smarte Thermostate eingebunden werden und die Raumtemperatur vorausschauend regeln.

    „Das Potenzial ist enorm“, so Felix Bünning, Co-Gründer der Empa-Ausgliederung viboo, die diesen Algorithmus vermarktet. „Unsere Experimente im NEST haben gezeigt, dass mit diesem Ansatz eine Energieeinsparung zwischen 26 und 49 Prozent erreicht werden kann.“

    Um ein Modell des Gebäudes zu erstellen, genügen Gebäudedaten wie die Ventilpositionen und Messungen der Raumtemperatur von lediglich zwei Wochen. In Kombination mit Vorhersagen zur lokalen Aussentemperatur und zur globalen Sonneneinstrahlung berechnet der Algorithmus dann eigenständig bis zu zwölf Stunden im Voraus den idealen Energieaufwand, um das Gebäude zu heizen oder zu kühlen.

    Ein erster Partner ist den Angaben zufolge die dänische Firma Danfoss. Der international tätige Thermostathersteller prüft derzeit in einem Pilotprojekt gemeinsam mit viboo, wie hoch das Einsparpotenzial in herkömmlichen bestehenden Gebäuden ist. Daneben sei das Start-up bereits mit anderen Industriepartnern im Gespräch. So werde es den Algorithmus etwa in einem Zürcher Bürohaus direkt ins zentrale Gebäudeautomationssystem integrieren.