Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • Gebäude sollen zu Kraftwerken werden

    Gebäude sollen zu Kraftwerken werden

    Das Bundesamt für Energie (BFE) hat in einem Dokument seine Vision für den Schweizer Gebäudepark bis 2050 veröffentlicht. Demnach soll bis dahin der Grossteil von Gebäuden in der Lage sein, seinen eigenen Strombedarf aus nachhaltigen Energiequellen zu decken. Der überschüssige Strom soll dabei für die elektrische Mobilität verwendet werden.

    Gleichzeitig soll auch der Strombedarf von Gebäuden gesenkt werden. Insgesamt soll der Endenergieverbrauch des Schweizer Gebäudeparks bis 2050 rund 65 anstelle von 90 Terawattstunden betragen.

    Mit einigen Ausnahmen soll es zudem überhaupt kein Heizöl, Erdgas oder Strom mehr für den direkten Verbrauch zum Heizen mehr geben. Erdöl- und Erdgasheizungen sowie ortsfeste elektrische Widerstandsheizungen sollen durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Energetische Betriebsoptimierungen sollen bis 2030 für alle Gebäude obligatorisch sein.

  • Bauherr und Energie 360° spannen bei Fernwärme zusammen

    Bauherr und Energie 360° spannen bei Fernwärme zusammen

    In Wipkingen entsteht derzeit ein Gemeinschaftsanschluss an die Fernwärme. Den nötigen Platz dafür stellt Architekt Lucas Schwarz in seinem neu gebauten Mehrfamilienhaus zur Verfügung. Energie 360° kümmere sich um den Rest, so der Zürcher Energieversorger in einem Bericht auf seiner Internetseite. Demnach bestehe der Vorteil eines lokalen Verbunds darin, dass sich auf diese Weise nicht jede Liegenschaft einzeln an das Fernwärmenetz anschliessen muss. Damit es sich lohnt, ein Quartier mit Fernwärme zu erschliessen, müssten sich mehr als 60 Prozent der Hauseigentümerinnen und -eigentümer beteiligen. Je mehr Wärme geliefert wird, desto günstiger werde es für alle.

    Schwarz ist überzeugt, dass sich ein solcher Gemeinschaftsanschluss längerfristig nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell lohnt: „Die grössten Vorteile gegenüber Heizungen sehe ich im geringen Platzbedarf, der einfachen Haustechnik und dem geringeren Unterhalt.“ Zudem entfalle die Schadstoffprüfung. Auch der Energienachweis werde vereinfacht. Darüber hinaus bleibe der Energiepreis bei thermischen Netzen über die Jahre hinweg konstant. „Das gibt mir mehr Planungssicherheit und Unabhängigkeit.“ Und nicht zuletzt erhielten Bauherren durch eine Zertifizierung im Gebäudeenergieausweis der Kantone von Banken bessere Finanzierungskonditionen.

    Es gehe darum, die Transformation von fossilen zu nachhaltigen Heizenergien „so schnell wie möglich zu vollziehen“, wird Schwarz zitiert. Er wünsche sich, „dass bis 2050 die ganze Stadt Zürich nachhaltig geheizt wird. Der Ausbau des Fernwärmenetzes geht aus meiner Sicht zu langsam voran.“

  • Frühzeitige Mitsprache kann Akzeptanz von Windkraft steigern

    Frühzeitige Mitsprache kann Akzeptanz von Windkraft steigern

    Eine frühe Mitsprache der Bevölkerung kann die Akzeptanz neuer Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten erhöhen. Zu diesem Schluss kommen Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) laut einer Medienmitteilung. Sie  haben in stadtnahen Gebieten von Bern 500 Personen zu den Plänen zur Errichtung von Windkraftanlagen befragt. Dabei habe sich gezeigt, dass die Ablehnung viel mit der persönlichen Bindung an den Ort und die Landschaft zu tun hat.

    Eigentlich sei man sich einig: Erneuerbare Energien seien wertvoll und notwendig, beschreibt Matthias Buchecker von der Gruppe Sozialwissenschaftliche Landschaftsforschung der WSL die Ausgangslage. Gehe es allerdings um konkrete Anlagen, werde es oft schwierig. Bisher sei man davon ausgegangen, dass die Veränderung des Gesichts einer Landschaft durch grosse Windkraftanlagen eine reflexartige Ablehnung in der eigenen Nachbarschaft bewirke, wird Buchecker zitiert. Diese Erklärung greife aber zu kurz. Stattdessen lägen die Gründe für die Ablehnung in der Ortsverbundenheit der Betroffenen. „Die Bevölkerung möchte früher mitentscheiden.“

    Das erfordere ein Umdenken der Planungsprozesse. Denn in der Befragung lehnten die Gegner eine Veränderung ihres Wohngebietes insgesamt ab – nicht nur den konkreten Windpark. Der Einbezug der Bevölkerung müsse bei der Frage beginnen: Wie soll sich die eigene Region grundsätzlich entwickeln – ökologisch, im Energiebereich, wirtschaftlich und landschaftlich? Ziel müsste es sein, einen breiten und übergeordneten Konsens zu finden, in dessen Rahmen dann auch Anlagen der erneuerbaren Energie ihren Raum fänden, wird Buchecker zitiert.

  • Bundesrat will Verfahren für Erneuerbare Energie beschleunigen

    Bundesrat will Verfahren für Erneuerbare Energie beschleunigen

    Die Schweiz hängt beim Ausbau der Windenergie hinterher. Auch die Verfahren für den Bau grosser Wasserkraftanlagen dauern lange. Der Bundesrat will nun die Planungs- und Bewilligungsverfahren für grosse Anlagen beschleunigen, schreibt er in einer Mitteilung. Dabei sollten keine Abstriche beim Schutz von Natur, Umwelt und Denkmälern gemacht werden.

    Der Bundesrat will dazu ein Konzept mit den Standorten der bedeutendsten Wasserkraft- und Windanlagen erarbeiten. Dieses sollte der kantonalen Richtplanung als Vorgabe dienen. Die darin verzeichneten Anlagen sollten dann nur noch einem kantonalen Plangenehmigungsverfahren unterstehen. Dieses sollte sämtliche Bewilligungen erteilen können. Damit sollte bei Widerspruch auch nur noch ein Rechtsmittelzug durch die Instanzen möglich sein.

    Ausserdem will der Bundesrat den Zubau von Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden beschleunigen. So sollen Investitionen auch bei Neubauten steuerlich abzugsfähig werden. Die Zulassung von Solaranlagen an Fassaden soll über ein Meldeverfahren geregelt werden.

    Die Schweizerische Energiestiftung begrüsst den Vorstoss des Bundesrates. „Die Schweiz braucht einen Booster für die erneuerbaren Energien“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer Mitteilung zitiert. „Der Bundesrat hat die Dringlichkeit erkannt. Dabei stellt er die beiden politischen Grundpfeiler der Schweiz, die Interessenabwägung und den Föderalismus, nicht in Frage.“

    Die Vernehmlassung zum Vorschlag des Bundesrates dauert bis zum 23. Mai 2022.

  • Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und die mexikanische Cemex, im Jahr 2020 fünftgrösster Zementhersteller der Welt, haben den ersten Solarklinker der Welt produziert. Wie beide Unternehmen in einer gleichlautenden Medienmitteilung schreiben, sei diese „revolutionäre Innovation“ ein „erster Schritt zur Entwicklung vollständig solarbetriebener Zementwerke“. Dr. Gianluca Ambrosetti, CEO und Mitgründer von Synhelion, zeigt sich stolz, „gemeinsam mit Cemex eine konkrete, industriell relevante Anwendung unserer vollständig erneuerbaren Hochtemperatur-Solarwärme zu demonstrieren“.

    Synhelion ist 2016 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangen. Die Technologie des Unternehmens will mit Solarkraftstoffen alle Arten von fossilen Brennstoffen ersetzen. Den Angaben zufolge wandelt sie konzentrierte Sonnenwärme in „die heisseste auf dem Markt erhältliche Prozesswärme“ um. Cemex will bis 2050 weltweit CO2-neutralen Beton liefern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist CEMEX Ventures und sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Brügg BE.

    Die Forschungsteams beider Unternehmen installierten auf dem Gelände des Imdea Energieforschungsinstituts der Madrider Regionalregierung eine Pilotanlage. Dort lieferte der Solar-Receiver von Synhelion mit konzentriertem Sonnenlicht „rekordverdächtige“ Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So konnte die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden.

    Der so gewonnene Klinker wurde zur Herstellung von Zement verwendet und anschliessend zu Beton weiterverarbeitet. In der nächsten Phase ihres gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekts wollen Synhelion und Cemex auf eine Pilotanlage in industriellem Massstab hinarbeiten.

  • Kanton Jura gibt Strom aus Geothermie neue Chance

    Kanton Jura gibt Strom aus Geothermie neue Chance

    Die Erzeugung von Strom aus tiefer Geothermie in der Schweiz erhält eine weitere Chance. Wie die jurassische Regierung mitteilt, will sie mit der Geo-Energie Suisse SA über eine schrittweise Wiederaufnahme des Projekts verhandeln. Dabei sollen zusätzliche Sicherheitsauflagen festgesetzt werden. Ausserdem soll eine Begleitkommission aus unabhängigen Experten die Transparenz des Projekts sicherstellen. Wenn die Sicherheit gewährleistet sei, sehe die Regierung viele Vorteile in der Entwicklung erneuerbarer Energien, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.

    Der Kanton hatte das Projekt der Geo-Energie Suisse SA 2015 genehmigt. Es sieht die Produktion von Strom aus tiefer Erdwärme für 6000 Haushalte vor. Ein Erdbeben der Stärke 5,4, das durch ein ähnliches Projekt im südkoreanischen Pohang im November 2017 ausgelöst worden ist, löste Ängste auch in der Region um Haute-Sorne aus. Zwar kam eine Analyse der Geo-Energie Suisse SA zum Schluss, dass ein solches Szenario wie in Pohang im Jura aufgrund der Sicherheitsauflagen „undenkbar“ sei. Aber dennoch kam es zu einem faktischen Stopp des Projekts.

    Ähnliche Projekte zur Stromproduktion aus tiefer Erdwärme hatten zuvor bereits in Basel und St.Gallen zu leichten Erdbeben geführt. Die betroffenen Projekte waren daraufhin gestoppt worden.

  • Energieverbund Thalwil geht auf Startposition

    Energieverbund Thalwil geht auf Startposition

    Für den neuen Energieverbund Thalwil wird Wasser des Zürichsees in einer Seewasserzentrale Energie entzogen, informiert Energie 360° auf der Projektseite des Seewasserenergieverbunds des Zürcher Energiedienstleisters. Diese Energie wird der Energiezentrale des Verbunds zugeführt und von dort aus in das Fernwärmeleitungsnetz eingespeist. Spitzenlasten sollen mit einer in die Energiezentrale integrierten Gasheizung abgedeckt werden.

    Mit der Dr. Ernst Th. Jucker-Stiftung hat Energie 360° nun den Standort für diese Energiezentrale gefunden. Sie werde ins zweite Untergeschoss einer derzeit an der Gotthardstrasse in Thalwil im Bau befindlichen Immobilie der Stiftung einziehen, informiert der Energiedienstleister in einer Mitteilung. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss sind für die Bank Thalwil reserviert. In den übrigen Geschossen sollen Mietwohnungen entstehen.

    „Die Platzverhältnisse im Zentrum Thalwils sind eng“, wird Stiftungspräsidentin Christine Burgener in der Mitteilung zitiert. Die frühere Gemeindepräsidentin hat die Planung des neuen Energieverbunds von Anfang an begleitet. „Als Energie 360° und die Gemeinde Thalwil auf uns zukamen, boten wir Hand, damit man in unserem Gebäude die Energiezentrale realisieren kann.“ Im Gegenzug wird Energie 360° die Immobilie zu einem fixen Preis mit Energie versorgen. Der neue Verbund soll seine Arbeit zu Beginn der Heizsaison in diesem Herbst aufnehmen.

  • Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Der Fachkräftemangel in der Bau- und Immobilienbranche soll behoben werden. Dazu wurde jetzt die Schweizer „Bildungsoffensive Gebäude“ ins Leben gerufen. Der Startanlass findet am 20. Januar um 16 Uhr statt und wird per Live-Stream übertragen. Dabei wird laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Energie eine „Roadmap mit 32 Massnahmen und vier Handlungsfeldern“ vorgestellt.

    Schliesslich solle der Gebäudesektor der Schweiz massgeblich zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen. Dazu müssten „hunderttausende fossile Heizungen durch erneuerbare ersetzt, eine grosse Anzahl an Gebäuden energetisch saniert, intelligente Steuerungssysteme installiert und auch die Stromversorgung der Gebäude vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden“. Doch fehlten schon heute Fachkräfte. Gleichzeitig gehe die Zahl derer zurück, die sich für eine Ausbildung in dieser Branche entscheiden.

    Die Bildungsoffensive sei von allen relevanten Vertreterinnen und Vertretern der Gebäude- und Bildungsbranche erarbeitet worden. Unterstützt wurden sie dabei von EnergieSchweiz, dem Programm des Bundesamts für Energie für erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Mit beteiligt waren auch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, das Bundesamt für Umwelt und das Staatssekretariat für Migration.

  • Zürich investiert 573 Millionen Franken in die Fernwärme

    Zürich investiert 573 Millionen Franken in die Fernwärme

    Die Stadt Zürich hat über die Verabschiedung des Rahmenkredits „Thermische Netze des Elektrizitätswerks“ in Höhe von 573 Millionen Franken in einer Medienmitteilung informiert. Der Betrag soll in den Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Heiz- und Kälteversorgung in der Stadt fliessen und den zur Erreichung des Klimaziels erforderlichen Umbau der Wärmeversorgung finanziell absichern. Die Stimmberechtigten sollen in 2022 über die Bewilligung entscheiden.

    Die Weichen für die klimapolitischen Ausbaupläne Netto Null 2040 des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) stellte die Stadt im Frühjahr 2021 mit der Eröffnung der Beratungsstelle Wärme Zürich. Mit der Wärmeversorgungsverordnung wurde im November 2021 das rechtliche Fundament gelegt.

    Die städtische, in sechs Teilprojekte unterteilte Massnahme leiste einen „wichtigen Beitrag bei der Dekarbonisierung im Wärmebereich“, wird Stadtrat Michael Baumer zitiert. Der finanzielle Puffer sei „nur ein erster Schritt, die eigentliche Arbeit beginnt erst“, kündigt Baumer an.

  • Innovation von Studer Innotec ermöglicht Solar-Autarkie

    Innovation von Studer Innotec ermöglicht Solar-Autarkie

    Studer Innotec hat mit dem next 3 eigenen Angaben zufolge das erste intelligente Wechselrichter-Ladegerät der Welt für private oder unternehmenseigene Photovoltaikanlagen in den Handel gebracht. Es stelle „die Zukunft des Eigenverbrauchs“ dar und ermögliche „volle Energie-Autarkie“ für alle. Mit eigenen Ladestationen für batteriegetriebene Autos werde die Elektromobilität zur preisgünstigeren Solarmobilität, heisst es auf Studers Internetseite. Zudem würden nachbarschaftliche Mikronetze, sogenannte Mini-Grids, auch in abgeschiedenen ländlichen Gegenden möglich. „Mit dem next3 sind wir bereit, eine sehr aktive Rolle in der Energiewende zu spielen“, so Studer Innotec auf seiner Internetseite.

    Der next3 erlaube eine vollständige Kontrolle über die Produktion, die Speicherung und die Verteilung seiner elektrischen Energie. Zudem könne er mit dem öffentlichen Stromnetz agieren, heisst es in einer Medienmitteilung. Daher eigne er sich für netzunabhängige (off-grid), netzabhängige (on-grid) und hybride Anlagen. Die Montage und Verkabelung sei einfach. Weitere technische Spezifikationen erklärt das Unternehmen auch in einem Video.

    „Diese neue Herangehensweise durchbricht die bisher bekannten technischen und wirtschaftlichen Grenzen vollständig“, so Studer Innotec. „Sie ist disruptiv.“ Indem man den eigenen Wohnraum oder ein Geschäftsgebäude in ein autarkes System verwandle, leiste man einen Beitrag zu einer stabilen Stromversorgung, schütze sich gegen Preisschwankungen und stelle das tägliche Aufladen seines Elektrofahrzeugs oder der Geschäftswagenflotte sicher.

  • Baselbiet setzt auf Solarstrom vom Dach

    Baselbiet setzt auf Solarstrom vom Dach

    Der Kanton Basel-Landschaft geht in die Solarstromoffensive. Kantonseigene Gebäude werden mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Dabei seien bisher 2177 Module im Umfang von knapp 3900 Quadratmetern Fläche auf den Dächern der Sekundarschulen Hinterzweien in Muttenz, Gerenmatt in Arlesheim, Laufental in Laufen, Lärchen in Münchenstein und Rheinpark in Birsfelden sowie des Werkhofs Kreis 3 in Sissach und der neuen Fachhochschule in Muttenz installiert worden. Sie können im Jahr rund 800’000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Damit liesse sich der Elektrizitätsbedarf des jeweiligen Standorts vollständig abdecken, schreibt die Kantonsverwaltung.

    Weitere Anlagen sind der Mitteilung zufolge bereits in Planung. Dabei soll in Kürze „die künftig grösste kantonseigene Photovoltaikanlage“ angegangen werden. Sie entsteht auf dem Neubau des Sammlungszentrums Augusta Raurica in Augst. Hier sind über 400 Module geplant, die jährlich rund 450’000 Kilowattstunden Solarstrom liefern könnten. Zudem sehen die Planungen Anlagen auf den Dächern der Sekundarschulen Tannenbrunn in Sissach und Frenke in Liestal sowie des Massnahmezentrums Arxhof in Niederdorf vor.

    Das Hochbauamt folge mit der Solaroffensive den Vorgaben des Landrats, heisst es weiter in der Mitteilung. Ihnen zufolge soll der Kanton „einerseits ein Vorbild für andere Investoren sein und andererseits auch mit möglichst viel selbst produziertem solarem Strom den wachsenden Bedarf an den Schulen und den weiteren Bauten decken“. Die Mittel für die Investitionen stellt der Landrat über Baukredite und im Rahmen des Investitionsprogramms bereit.

  • Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Primeo Energie und die Gemeinde Aesch planen, „einen grossen und nachhaltigen Fernwärmeverbund“ einzurichten, informiert der Baselbieter Energiedienstleister in einer Mitteilung. Er soll weite Teile des Gemeindegebiets „mit erneuerbarer Holzfernwärme“ versorgen. Die dafür nötigen Investitionen werden in der Mitteilung auf 20 Millionen Franken veranschlagt.

    In einem ersten Schritt wollen die Partner den Norden von Aesch erschliessen. Danach werde das Netz schrittweise auch die restlichen Gebiete erfassen, heisst es in der Mitteilung. Dabei sollen die bereits bestehenden Wärmeverbünde von Primeo Energie sowie der Bürger- und der Einwohnergemeinde in Aesch erneuert und im neuen Netz zusammengeschlossen werden.

    Die Pläne sehen zudem die Einrichtung einer neuen Heizzentrale vor. Sie werde im Weidenring entstehen und neben zwei Heizkesseln auch über eine Wärmepumpe verfügen, erläutert Primeo Energie. Als Brennstoff sollen vorwiegend Holzschnitzel aus dem Aescher Wald und dem Revier Angenstein Verwendung finden. Die Spitzenlast wird durch einen Ölkessel abgefangen.

    Insgesamt betrage die geplante Wärmeerzeugung rund 16 Gigawattstunden, schreibt Primeo Energie. Dem Unternehmen zufolge wird der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeproduktion bei über 80 Prozent liegen. Damit liessen sich jährlich mehr als 3000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

    Das Baugesuch für den Verbund soll noch Ende dieses Jahres eingereicht werden. Erste Wärmelieferungen könnten mit Beginn der Heizperiode 23/24 realisiert werden, schreibt Primeo Energie. Interessierte Liegenschaftsbesitzer können einen Anschluss bereits aufgleisen.

  • Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Die Energie Ausserschwyz AG will bis 2030 erneuerbare Wärme und Strom für 7000 Haushalte in den Dörfern Siebnen, Galgenen, Lachen, Altendorf, Pfäffikon und Freienbach in den Schwyzer Bezirken March und Höfe liefern. Dafür baut sie derzeit bei ihrer bestehenden Energiezentrale Bodenwies in Galgenen ein Holzheizkraftwerk. Es soll mit Alt-, Rest- und Waldholz aus der Region geheizt werden.

    Nun treten im Rahmen einer Kapitalerhöhung auch die IWB in das Aktionariat der Energie Ausserschwyz AG ein. Die Basler Stadtwerke halten laut einer Medienmitteilung neu 20 Prozent am Kapital. Der regionale Energieversorger EW Höfe wird Hauptaktionär bleiben. Auch die Brugg Group AG und die Züger Unternehmungen AG sind am Fernwärmebetreiber beteiligt.

    IWB sieht ihre Beteiligung als Fortsetzung ihrer bisherigen Strategie an. „Die Energie Ausserschwyz fokussiert sich auf eine Wärmeversorgung aus regionalen, erneuerbaren Quellen“, wird ihr CEO Claus Schmidt in der Mitteilung zitiert. „IWB kann ihre Erfahrung aus der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in die Energie Ausserschwyz einbringen und profitiert von der starken Präsenz in der Region oberer Zürichsee. IWB war Anfang 2021 bereits bei der Agro Energie Schwyz AG eingestiegen, die ein Fernwärmenetz im Talkessel von Schwyz betreibt.

  • Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Primeo Energie und die Gemeinde Aesch planen, „einen grossen und nachhaltigen Fernwärmeverbund“ einzurichten, informiert der Baselbieter Energiedienstleister in einer Mitteilung. Er soll weite Teile des Gemeindegebiets „mit erneuerbarer Holzfernwärme“ versorgen. Die dafür nötigen Investitionen werden in der Mitteilung auf 20 Millionen Franken veranschlagt.

    In einem ersten Schritt wollen die Partner den Norden von Aesch erschliessen. Danach werde das Netz schrittweise auch die restlichen Gebiete erfassen, heisst es in der Mitteilung. Dabei sollen die bereits bestehenden Wärmeverbünde von Primeo Energie sowie der Bürger- und der Einwohnergemeinde in Aesch erneuert und im neuen Netz zusammengeschlossen werden.

    Die Pläne sehen zudem die Einrichtung einer neuen Heizzentrale vor. Sie werde im Weidenring entstehen und neben zwei Heizkesseln auch über eine Wärmepumpe verfügen, erläutert Primeo Energie. Als Brennstoff sollen vorwiegend Holzschnitzel aus dem Aescher Wald und dem Revier Angenstein Verwendung finden. Die Spitzenlast wird durch einen Ölkessel abgefangen.

    Insgesamt betrage die geplante Wärmeerzeugung rund 16 Gigawattstunden, schreibt Primeo Energie. Dem Unternehmen zufolge wird der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeproduktion bei über 80 Prozent liegen. Damit liessen sich jährlich mehr als 3000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

    Das Baugesuch für den Verbund soll noch Ende dieses Jahres eingereicht werden. Erste Wärmelieferungen könnten mit Beginn der Heizperiode 23/24 realisiert werden, schreibt Primeo Energie. Interessierte Liegenschaftsbesitzer können einen Anschluss bereits aufgleisen.

  • Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Die Energie Ausserschwyz AG will bis 2030 erneuerbare Wärme und Strom für 7000 Haushalte in den Dörfern Siebnen, Galgenen, Lachen, Altendorf, Pfäffikon und Freienbach in den Schwyzer Bezirken March und Höfe liefern. Dafür baut sie derzeit bei ihrer bestehenden Energiezentrale Bodenwies in Galgenen ein Holzheizkraftwerk. Es soll mit Alt-, Rest- und Waldholz aus der Region geheizt werden.

    Nun treten im Rahmen einer Kapitalerhöhung auch die IWB in das Aktionariat der Energie Ausserschwyz AG ein. Die Basler Stadtwerke halten laut einer Medienmitteilung neu 20 Prozent am Kapital. Der regionale Energieversorger EW Höfe wird Hauptaktionär bleiben. Auch die Brugg Group AG und die Züger Unternehmungen AG sind am Fernwärmebetreiber beteiligt.

    IWB sieht ihre Beteiligung als Fortsetzung ihrer bisherigen Strategie an. „Die Energie Ausserschwyz fokussiert sich auf eine Wärmeversorgung aus regionalen, erneuerbaren Quellen“, wird ihr CEO Claus Schmidt in der Mitteilung zitiert. „IWB kann ihre Erfahrung aus der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in die Energie Ausserschwyz einbringen und profitiert von der starken Präsenz in der Region oberer Zürichsee. IWB war Anfang 2021 bereits bei der Agro Energie Schwyz AG eingestiegen, die ein Fernwärmenetz im Talkessel von Schwyz betreibt.

  • Empa forscht an Erdspeicher

    Empa forscht an Erdspeicher

    Die Empa richtet unter ihrem neu entstehenden Forschungscampus in Dübendorf einen experimentellen, saisonalen Energiespeicher ein, informiert die Forschungsanstalt in einer Mitteilung. In dem unter dem Areal liegenden Erdreich soll die Abwärme von Lüftungen und Laborgeräten gespeichert werden. Ziel ist es, das gesamt Empa-Areal mit Energie zu versorgen, schreibt die Empa.

    Als Wärmespeicher dient ein Erdsondenfeld mit einem Temperaturgradienten, in das 144 bis zu 100 Meter tief im Boden verankerte Erdsonden installiert werden. Mit ihrer Hilfe wollen die Empa-Forschenden einen optimalen Mix zwischen Temperatur, Wirkungsgrad und Energiespeicher einstellen. Dabei können die Temperaturen im Erdspeicher von bis zu 50 Grad im Zentrum und 10 Grad in den Randbereichen schwanken. In einer Tiefe von 100 Metern arbeite der Speicher besonders effektiv und verliere nur wenig Wärme an die Umgebung, erläutert die Empa.

    Die Forschungsanstalt kann den Wärmespeicher über zehn Jahre vorwiegend für eigene Forschungszwecke nutzen. Ein Erdspeicher sei einerseits sehr effektiv, aufgrund seiner grossen Masse aber auch träge, heisst es in der Mitteilung. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Einstellung der endgültigen Betriebstemperatur etwa drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen wird.

  • Schwarm finanziert zweite Solaranlage der IWB

    Schwarm finanziert zweite Solaranlage der IWB

    Mieterinnen und Mieter ohne eigenes Dach haben dazu beigetragen, die zweite Solaranlage von IWB zu finanzieren. Sie haben durch das Beteiligungsmodell Sonnenbox Crowd einen individuellen Anteil an der geplanten Solaranlage auf dem Spittelmatthof bei Riehen BS erworben. Im Gegenzug erhalten sie über 20 Jahre eine Stromgutschrift von 100 Kilowattstunden pro investiertem Quadratmeter.

    Diese zweite Anlage ist 350 Quadratmeter gross und wird 72 Kilowatt leisten. Das entspricht etwa dem Strombedarf von 25 bis 30 Haushalten. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, habe es für deren vollständige Finanzierung nur weniger Wochen bedurft.

    Die Vorbereitungen für ihren Bau liefen bereits. Sie soll bis Mitte kommenden Jahres fertiggestellt werden. Auch die Installation der ersten schwarmfinanzierten Anlage stehe kurz bevor. Sie wird auf einem Gebäudedach von IWB im Basler Gundeli-Quartier errichtet. „Die grosse Nachfrage spornt uns an, den Baslerinnen und Baslern bald weitere Solaranlagen anzubieten“, wird Martin Albrecht, Produktmanager der Sonnenbox Crowd, zitiert. „Hierzu sind wir auf der Suche nach weiteren geeigneten Dächern.“

  • Fördermittel zeitigen Rekordzubau bei Solar

    Fördermittel zeitigen Rekordzubau bei Solar

    Die Fördermittel des Bundes für Photovoltaikanlagen zeigen laut einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) zufolge Wirkung: Der Rekordzubau von Photovoltaikanlagen von 2020 werde in diesem Jahr vermutlich übertroffen.

    Den Angaben zufolge wurden von Januar bis Ende Oktober 2021 über 18’000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 360 Megawatt für die Einmalvergütung angemeldet. Das seien rund 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im dritten Quartal stieg deren Zahl sogar um 40 Prozent.

    Alle Anlagenbetreiber, die ihr vollständiges Gesuch bei der Pronovo AG fristgerecht eingereicht haben, könnten mit einer Auszahlung rechnen. Als Einmalvergütung für 26’000 kleine Photovoltaikanlagen würden insgesamt 150 Millionen Franken ausgezahlt. Für grosse Photovoltaikanlagen seien 500 Anträge eingegangen. Wie das BFE bestätigt, könnten die vorgesehenen Förderbeträge für alle Antragsteller, die ihr Gesuch bis zum jeweiligen Stichtag im kommenden Jahr korrekt einreichen, ausgezahlt werden.

    In das Einspeisevergütungssystem seien 2021 keine weiteren Anlagen aufgenommen worden. Eine Förderzusage nach Fertigstellung hätten 19 Photovoltaik-, 79 Wasserkraft-, 422 Windenergie- und 42 Biomasseprojekte.

    Die bereitgestellten Investitionsbeiträge für Klein- und Grosswasserkraftanlagen seien 2021 nur zu einem Teil abgerufen worden. Neue Gesuche könnten ohne Warteliste sofort bearbeitet werden.

    Für einen Investitionsbeitrag zugunsten stromproduzierender Klärgas- und Kehrichtverbrennungsanlagen sowie Holzkraftwerke oder Geothermieprojekte seien keine Gesuche eingegangen. Neue könnten umgehend bearbeitet werden.

  • AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    Die AMAG Gruppe hat an ihrem Standort Winterthur eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, informiert die Automobilhandelsgruppe für alle Marken des Volkswagenkonzerns in einer Mitteilung. Die von Helion erstellte Anlage mit einer Leistung von rund 157 Kilowatt Peak wurde auf dem Dach der Gebäude von AMAG für Volkswagen und VW Nutzfahrzeuge installiert. Von den jährlich erwarteten rund 158 Megawattstunden Solarstrom will die Gruppe rund 60 bis 65 Prozent selbst nutzen.

    „Mit der aus der Photovoltaik-Anlage gewonnenen Sonnenenergie können wir rund 60 Prozent unseres Strombedarfs am Standort Zürcherstrasse 312 in Winterthur abdecken“, wird Martin Zgraggen, Geschäftsführer der AMAG Winterthur, in der Mitteilung zitiert. „Durch die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen wird auch mehr Strom benötigt, den uns die neue Solaranlage liefert.“

    Die Gebäude der AMAG für die Marken Audi und Skoda in Winterthur wurden bereits 2013 mit einer Solaranlage ausgestattet, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die erste Photovoltaikanlage hat die Gruppe bereits 2008 auf dem Dach ihres Zentralersatzteillagers in Buchs ZH installieren lassen. Im laufenden Jahr wurden neben der neuen Anlage in Winterthur zwei weitere Solaranlagen in Wettswil am Albis ZH und in Basel installiert.

    Bis 2025 will die Automobilhandelsgruppe mit Hauptsitz in Cham ZG vollständig klimaneutral agieren. Bis 2024 sollen dazu Solaranlagen auf rund 50’000 Quadratmeter Fläche installiert werden. Für weitere 100’000 Quadratmeter Fläche an AMAG-Standorten prüft die Gruppe einen Einsatz.

  • Deutsche Ökobank setzt auf Meyer Burger

    Deutsche Ökobank setzt auf Meyer Burger

    Die GLS Bank aus Deutschland setzt bei ihrem Angebot eines Pakets für den Ausbau von Solaranlagen auf Meyer Burger. Die nach sozial-ökologischen Grundsätzen wirtschaftende Genossenschaftsbank will den Ausbau von Photovoltaikanlagen im gewerblichen und öffentlichen Bereich fördern. Dazu hat die Bank ein sogenanntes Sorglos-Photovoltaikpaket für Firmenkunden lanciert. Es beinhaltet neben der Finanzierung eine Reihe weiterer Leistungen.

    Im Rahmen des Pakets habe sich die GLS Bank für Meyer Burger als Kooperationspartner für Photovoltaikmodule entschieden, informiert das Solarunternehmen aus Thun in einer Mitteilung. „Wir haben hohe Ansprüche an unsere Produkte und unsere Produktion in Bezug auf Umwelt- und Ressourcenschonung sowie soziale Faktoren“, wird Katja Tavernaro dort zitiert. „Unsere Hochleistungs-Solarmodule sind ein gutes Beispiel für ein gelungenes Verhältnis von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit“, meint die Chief Sustainability Officer bei der Meyer Burger Technology AG. Konkret führt Tavernaro einen reduzierten Einsatz von Material und Energie, den Verzicht auf giftige Inhaltsstoffe, die Fertigung ausschliesslich mit Strom aus erneuerbaren Energien und die Beachtung sozialer Standards in den Lieferketten an.

    Dies kommt den Zielen der GLS Bank entgegen: „Wir wollen nicht nur Photovoltaik aufs Dach bekommen, wir stellen auch Fragen zu Qualität und Nachhaltigkeit der Module“, erläutert Bankvertreter Michael Orth.

  • Eigenheimbesitzer sind zu Umstieg auf erneuerbares Heizen bereit

    Eigenheimbesitzer sind zu Umstieg auf erneuerbares Heizen bereit

    Der Schwerpunkt des von Raiffeisen Schweiz vorgelegten elften Kundenbarometers erneuerbare Energien liegt auf dem Einsatz und der Nutzung von Heizungstechnologien, Solaranlagen und Elektromobilität. Die Umfrage von Raiffeisen, der Universität St.Gallen und EnergieSchweiz hat laut Medienmitteilung ergeben, dass die Hälfte der befragten Eigenheimbesitzer grundsätzlich bereit ist, ihre Öl- oder Gasheizung durch eine umweltfreundlichere Technologie zu ersetzen.

    Ein Viertel der Befragten habe über einen Ersatz noch nicht nachgedacht, heisst es in der Medienmitteilung. Schon heute nutzen 30 Prozent der Befragten klimafreundliche Heiztechnologien wie Wärmepumpen, Solarthermie und Fernwärme. Aber 28 Prozent heizen noch mit Öl. Davon habe sich rund ein Fünftel bereits für einen klimafreundlichen Ersatz in den nächsten Jahren entschieden.

    Photovoltaikanlagen (PVA) verzeichnen laut dem Raiffeisen-Bericht derzeit ein exponentielles Wachstum. So besitzen bereits 22 Prozent der befragten Eigenheimbesitzer eine Anlage zur Erzeugung von Solarstrom. 30 Prozent könnten sich eine Anschaffung in naher Zukunft vorstellen. Die diesjährige Studie hat sich zudem dem Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen gewidmet. Als Hauptargumente dafür werden zu 26 Prozent die Steigerung des Erlöses aus der Stromproduktion, zu 23 Prozent die Reduktion der CO2-Emissionen sowie die Senkung der Stromkosten angegeben (22 Prozent).

    Raiffeisen setzt laut der Mitteilung auf einen ganzheitlichen Beratungsprozess zur Steigerung der Modernisierungsquote. „Wir sind überzeugt, dass eine langfristige Planung und finanzielle Vorbereitung der Investitionen in die Immobilie entscheidende Erfolgsfaktoren sind, um die optimalen Modernisierungs-Massnahmen zur richtigen Zeit durchzuführen“, wird Roland Altwegg, Leiter Neue Geschäftsmodelle & Ökosysteme bei Raiffeisen Schweiz, zitiert. Und: „Was oft vergessen gerät: Umweltfreundliche Technologien steigern auch den Wert einer Immobilie.“

  • Binningen steigert Anteil an erneuerbarer Wärmeenergie

    Binningen steigert Anteil an erneuerbarer Wärmeenergie

    Primeo Energie hat beim Schulhaus Spiegelfeld in Binningen eine neue Pelletheizanlage in Betrieb genommen, informiert der Baselbieter Energieversorger mit Sitz in Münchenstein in einer Mitteilung. Die neue Anlage ersetzt ein veraltetes erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk. Mit der Umstellung auf die Pelletheizung steige der Anteil an Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen in Binningen auf 35 Prozent, schreibt Primeo Energie.

    Diesen Anteil wollen Gemeindeverwaltung und Energieversorger zukünftig auf 70 Prozent ausbauen. Dazu sei geplant, die Abwasserwärme auf dem Hauptwasserkanal in der Baslerstrasse und dem Birsig zu nutzen, heisst es in der Mitteilung. Zeitgleich werde Primeo Energie in den Ausbau und die Verdichtung des Wärmenetzes investieren, um weiteren Interessierten den Anschluss zu ermöglichen.

    Zudem engagiert sich Primeo Energie beim Klimaschutz im Gebäudebereich. Zusammen mit dem kantonalen Förderprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Energie im Gebäudebereich unterstütze das Unternehmen „die Transformation des Gebäudeparks in Richtung Klimaneutralität“, schreibt Primeo Energie. Mit dem Baselbieter Energiepaket werden die Sanierung von Altbauten, neue Methoden der Wärmeproduktion und energieeffiziente Neubauten gefördert.

  • Zweiter Wärmeverbund für Steinhausen ist finanzierbar

    Zweiter Wärmeverbund für Steinhausen ist finanzierbar

    Bau und Betrieb eines zweiten Wärmeverbunds für die Gemeinde Steinhausen sind wirtschaftlich realisierbar. Das bestätigt eine Machbarkeitsstudie, die WWZ Energie und die Gemeinde vor einem Jahr begonnen haben. Deren Ergebnisse werden der Bevölkerung laut einer Medienmitteilung beider Akteure am 20. Oktober um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Steinhausen präsentiert.

    Sie zeigen, dass in weiten Teilen der Gemeinde die Voraussetzungen bezüglich Energiedichte und -nachfrage für den Bau und den wirtschaftlichen Betrieb eines zweiten und grösseren Verbunds gegeben sind. Dieser soll mit regionalem Holz als Energiequelle betrieben werden.

    Der Wärmeverbund Steinhausen Zentrum ist seit 2017 in Betrieb. Mit diesem könne der neue Verbund mittelfristig ebenso verbunden werden wie mit dem von WWZ geplanten Wärmeverbund Ennetsee. Das erhöhe die Versorgungssicherheit und erlaube eine effiziente Dimensionierung der Heizzentrale.

    „Der Wärmeverbund, wie wir ihn mit WWZ planen, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050“, so Gemeindepräsident Hans Staub. Darüber hinaus steigere er „die Attraktivität und Lebensqualität in unserer Gemeinde“.

  • Kunstwerk produziert Solarstrom

    Kunstwerk produziert Solarstrom

    Solarzellen können Gebäude auch als Kunstobjekte zieren. Dies zeigt ein Projekt, das nun am Forschungsgebäude NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Wasserforschungsinstituts EAWAG umgesetzt wurde. Die Fassaden des Gebäudes sind mit Photovoltaikmodulen bestückt worden, die zusammen ein Kunstwerk ergeben.

    Die Empa hat dafür das Projekt namens Glasklar umgesetzt, an dem sie gemeinsam der Firma Zug Estates sowie Studierenden und Dozierenden der beiden Departemente Design & Kunst und Technik & Architektur der Hochschule Luzern gearbeitet hat. Letztere haben in einer zweiwöchigen Blockveranstaltung Photovoltaikmodule entworfen, die als Designobjekte visuell zum NEST-Gebäude passen. Umgesetzt wurde das Design der Textildesignstudentin Lynn Balli. Es wurde bei einem interdisziplinären Design-Wettbewerb für den Einsatz beim NEST-Gebäude ausgewählt.

    „Wenn wir das Interesse von Designerinnen und Designern für die Gestaltung von gebäudeintegrierten Photovoltaikmodulen wecken können, leisten wir einen wichtigen Beitrag für mehr Akzeptanz von Photovoltaikfassaden und fördern somit den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion in der Schweiz“, wird Björn Niesen, Innovationsmanager NEST, in einer Mitteilung der Empa zitiert.

  • Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Die meisten Gebäude des Nationalen Sportzentrums in Magglingen werden aktuell mit Gas beheizt, wie aus einer Medienmitteilung des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL) hervorgeht. Das BBL realisiert aktuell eine Reihe von Neubau- und Sanierungsprojekten für das Bundesamt für Sport am Sportzentrum. Dabei wird erstmals vom Bund Geothermie für die Wärmeversorgung von Gebäuden eingesetzt. Ein neues Fernwärmenetz wird sowohl die bestehenden als auch die neuen Gebäude versorgen.

    Für die Wärmeversorgung wird Erdwärme aus einer Tiefe von 1300 Metern genutzt. Es wird erwartet, dass das geförderte Wasser eine Temperatur von 30 bis 50 Grad Celsius hat. Dazu werden zwei Bohrschächte realisiert. Über einen wird das warme Wasser nach oben gepumpt, über den anderen das abgekühlte Wasser wieder in die Tiefe gelassen. Zwischendurch entnimmt ein Wärmetauscher an der Oberfläche dem Wasser die Wärme und nutzt diese für die Versorgung der Gebäude.

    Während aktuell mit der Gasversorgung jährlich ein CO2-Ausstoss von 1300 Tonnen entsteht, soll dieser in Zukunft nur noch 70 Tonnen betragen.

  • Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in der Schweiz werden derzeit durch im Inland produzierten Solarstrom gedeckt, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. In den Standard-Stromprodukten der Energieversorger betrage der Anteil an Solarstrom jedoch durchschnittlich nur 1,85 Prozent, heisst es dort weiter. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche setzt sich gemeinsam mit dem Stromvergleichsdienst myNewEnergy dafür ein, den Solaranteil der Standardprodukte in einem ersten Schritt auf diese 5 Prozent zu erhöhen.

    „Dieser Wert sollte jährlich mindestens um die jeweilige Zubaumenge erhört werden“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert. „Rund 1 Prozent würde dem notwendigen Zubau von Photovoltaik-Anlagen entsprechen.“

    Die Mehrheit der Haushalte wähle kein spezielles Stromprodukt und erhalte daher das Standardangebot des jeweiligen Energieversorgers, erläutert Swissolar in der Mitteilung weiter. Bei einem auf den Anteil am Stromverbrauch aufgestockter Solarstromanteil im Standardprodukt werde der vergleichsweise teure Strom auf eine grosse Anzahl Abnehmende aufgeteilt, argumentiert Swissolar. Dies halte den Produktpreis niedrig und erschliesse neue Absatzmärkte für Anbietende von Solarstrom, die bisher „auf ihrem sauberen Strom sitzen“ blieben.

    „Wichtig ist dabei, dass diese Zertifikate ausschliesslich aus Schweizer Solaranlagen stammen, denn nur solche leisten einen effektiven Beitrag an eine sichere und saubere Stromversorgung in unserem Land“, erklärt Stickelberger. „Allein um die AKW zu ersetzen, brauchen wir 20 Terawattstunden Solarstrom.“

  • In Glarus entsteht neue Solargemeinschaft

    In Glarus entsteht neue Solargemeinschaft

    Die Technischen Betriebe Glarus (tb.glarus) bauen auf dem Dach der zur Kantonsschule Glarus gehörigen Turnhalle eine Solaranlage. Dort können sich Privatkunden ihre gewünschte Fläche an Solarpaneelen kaufen und bekommen während 20 Jahren eine fixe Menge Solarstrom vergütet.

    Durch ihre Teilhabe an einer solchen Solargemeinschaft haben auch Mietende ohne eigenes Dach die Möglichkeit, lokal erzeugten Solarstrom zu fördern. Ein weiterer Vorteil sei, dass sie sich über Investitionskosten, Planung, Wartung keine Gedanken zu machen bräuchten, so tb.glarus in einer Medienmitteilung.

    Diese jetzt entstehende Solargemeinschaft ist die dritte, die tb.glarus realisiert. Bei der Zweiggartenturnhalle in Netstal GL seien bereits zwei Solargemeinschaften erfolgreich in Betrieb genommen worden. Die neue Anlage werde mit ihren 666 Quadratmetern fast doppelt so gross sein wie diese beiden zusammen.

  • Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Das Empa-Team des Laboratoriums für dünne Filme und Photovoltaik unter der Leitung von Ayodhya N. Tiwari hat seinen siebten Rekord für den Wirkungsgrad flexibler CIGS (Copper Indium Gallium Diselenide)-Solarzellen aufgestellt. Nach einem rekordhohen Wirkungsgrad von 12,8 Prozent im Jahr 1999 erreichte es nun laut einer Medienmitteilung 21,38 Prozent. Dieser neue Rekord wurde vom unabhängigen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme im deutschen Freiburg bestätigt.

    Der nun gemessene Wert liegt bereits nahe am besten Wirkungsgrad herkömmlicher, nicht biegsamer Solarzellen aus kristallinem Silizium von 26,7 Prozent. Die hocheffizienten flexiblen Solarzellen eignen sich besonders für die Anwendung auf Dächern und Gebäudefassaden, für Gewächshäuser, Transportfahrzeuge, Flugzeuge und tragbare Elektronik. Gemeinsam mit der in Niederhasli ZH ansässigen Firma Flisom, einer Ausgründung aus der Empa und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), entwickeln die Forschenden eine Rolle-zu-Rolle-Herstellung von leichten, flexiblen Solarmodulen für derartige Anwendungen.

    Diese Solarzellen werden mittels einer Niedrigtemperatur-Verdampfungsmethode auf einer Polymerfolie hergestellt. Darauf liegt das lichtabsorbierende Halbleitermaterial als hauchdünner Film. Empa-Forscher Shiro Nishiwaki optimierte deren Zusammensetzung. So konnte er den Wirkungsgrad weiter erhöhen. Laut Messungen des Teams blieb die Steigerung der Photovoltaikleistung auch nach mehreren Monaten stabil.

    Tiwaris Team arbeitet eng mit dem Kovalenko Lab für Funktionale Anorganische Materialien der ETH Zürich zusammen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden vom Bundesamt für Energie unterstützt.

  • Schweiz hat hohes Potenzial an geothermischer Energie

    Schweiz hat hohes Potenzial an geothermischer Energie

    Bei der Nutzung alternativer Energiequellen wie der geothermischer Energie und bei der unterirdischen Speicherung von CO2 hat die Schweiz beträchtliches Potenzial. Das geht aus einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hervor. Professor Lyesse Laloui von der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen (ENAC) an der EPFL war Leiter der Forschungsgruppe zur Geoenergie im Rahmen des von 2013 bis 2020 laufenden Förderprogramms Energie der Innosuisse. Es wurden acht Kompetenzzentren eingerichtet. Die EPFL war federführend im Bereich der Geoenergie. Laloui ist Autor des Kapitels dazu im Schlussbericht der Innosuisse.

    Lyesse Laloui sieht ein grosses Potenzial für die Nutzung von geothermischer Energie. Die Schweizer Regierung hat für 2035 das Ziel ausgegeben, 11 Prozent der für die Heizung und Kühlung von Gebäuden verwendeten Energie aus geothermischer Energie zu gewinnen. Laloui geht von über 20 Prozent aus. „Die Projektergebnisse zeigen, dass dieser Anteil leicht verdoppelt werden könnte“, wird er in der Mitteilung zitiert. Untersucht wurden auch die Möglichkeiten der Nutzung geothermischer Energie zur Stromerzeugung. Laloui weist dazu auf Probleme etwa bei der Tiefenbohrung ohne Auslösen seismischer Bewegungen hin. „Eines Tages werden wir es sicher schaffen, aber wir sind noch nicht so weit.“

    Gute Möglichkeiten ergeben sich laut dem Bericht Lalouis bei der unterirdischen Speicherung von CO2-Emissionen in der Schweiz, vor allem im Mittelland von Freiburg bis Zürich. Von den rund 40 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, die in der Schweiz jährlich emittiert werden, könnten etwa 12 Millionen unterirdisch gelagert werden, wird Professor Laloui zitiert.

  • Empa schlägt Plan für Gebäudesanierung vor

    Empa schlägt Plan für Gebäudesanierung vor

    Das Dübendorfer Urban Energy Systems-Labor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat Massnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase der 1,8 Millionen Gebäude im Land erarbeitet. Das Labor wolle aufzeigen, welches die passenden Schritte sind und in welcher Reihenfolge sie sinnvollerweise unternommen werden sollten, heisst es in einer Mitteilung. Ziel ist eine entscheidende Absenkung des CO2-Ausstosses für Heizen und Kühlen, um das Netto-Null-Ziel der Schweiz bis 2050 zu erreichen. Denn ginge die ökologische Sanierung des Gebäudebestands im augenblicklichen Tempo voran, würde dies noch 100 Jahre dauern, rechnet die Empa vor.

    Unter der Leitung von Kristine Orehounig teilten die Forschenden mittels des Datenschürfens alle Wohn- und Gewerbegebäude der Schweiz je nach Baujahr, Heizungstyp, Lage und Anzahl der Nutzenden in über 100 Archetypen ein. Anschliessend wurden alle auf ihre Eignung für Photovoltaik und den Anschluss an ein Wärmenetz geprüft.

    Diese Sortierarbeit habe laut Empa ergeben, dass es sich lohne, die Erneuerung von Dächern und Fenstern älterer Gebäude besonders rasch anzugehen. Darauf solle die Sanierung von Heizanlagen bei fast allen Haustypen folgen. Wichtig sei es, fossile Brennstoffe so rasch wie möglich durch Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden zu ersetzen. Das Forschungsteam empfiehlt Wärmeerzeugung durch Wärmepumpen und Biomasseheizungen. „Wenn die vorgeschlagenen Massnahmen ergriffen werden“, glaubt Kristine Orehounig, „können die Treibhausemissionen im bestehenden Gebäudepark der Schweiz um 60 bis 80 Prozent gesenkt werden“.