Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Schulwege werden mit Buntstift-Pfeiler sicherer

    Schulwege werden mit Buntstift-Pfeiler sicherer

    Habidom will Schulwege sicherer machen. Der 2001 gegründete Hersteller von Strassensignalen und -markierungen mit Sitz im nordportugiesischen Aveleda hat nun auch eine spezielle Markierung für Schulwege auf den Markt gebracht.

    Die Markierungen trennen die Strasse vom Trottoir wie normale Pfeiler ab. Sie haben aber die Gestalt von Buntstiften und stellen damit spielerisch den Bezug zur Schule her. Damit sollen sie Autofahrenden signalisieren, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf das Verhalten der Kinder in Strassennähe richten sollen.

    Die Pfeiler bestehen aus flexiblem Material, das im Fall eines Unfalls die Verletzungsgefahr für Kinder verringert. Habidoms Buntstifte für die Strasse werden bereits ausser in Portugal auch in Irland, Belgien, Kroatien und Österreich eingesetzt.

    Als erste Gemeinde der Schweiz hat laut einer Mitteilung des Unternehmens Milvignes die Buntstifte an seinen Schulwegen installiert, unter anderem in der Nähe von Schulen in Auvernier und Colombier und beim Bahnhof.

  • Software zur Überwachung von CO2-Lagerstätten

    Software zur Überwachung von CO2-Lagerstätten

    Der Post-Doktorand und Pioneer Fellow Edoardo Pezzulli von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, die Kohlendioxid-Speicherung in Lagerstätten kontinuierlich zu überwachen und deren Risiken zu reduzieren. Laut einer Mitteilung strebt der Mathematiker jetzt nach der Marktreife seiner Technologie. Dafür gründete er mit Maschinenbauingenieur Michael Liem das Start-up Storra Dynamics GmbH.

    «Wer CO2 speichert, trägt soziale Verantwortung», wird Pezzulli in der Mitteilung zitiert. «Die Anlagen müssen über Generationen hinweg sicher sein. Mit unserem Überwachungssystem wollen wir beweisen, dass sich die Risiken in Grenzen halten und ein Betrieb auf höchstem Sicherheitsniveau möglich ist.» Denn bei einer derartigen Speicherung gibt es geologische Unsicherheiten. Zunächst muss analysiert werden, wie viel Kohlendioxid in den Standort eingespeist werden kann, anschliessend kann das gespeicherte Gas überwacht werden, um sicherzustellen, dass es auch gebunden bleibt. Die neu entwickelte Software soll dann wie ein digitaler Zwilling arbeiten, indem sie Druck-, Temperatur- und Belastungsbedingungen in der Speicherstätte simuliert.

    Aktuell ist Pezzuli am Pilot- und Demonstrationsprojekts CITru in der Gemeinde Trüllikon beteiligt. Unter Leitung der ETH wird hier die Machbarkeit einer Kohlendioxid-Einspeisung durch ein stillgelegtes Bohrloch, das von der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) erstellt worden ist, geprüft. Der Wissenschaftler ist verantwortlich für die Risikobewertung und die Ausarbeitung des Überwachungsplans.

  • Energiestandort mit Zukunftspotenzial

    Energiestandort mit Zukunftspotenzial

    Mit dem Kauf des ehemaligen Legler-Areals durch die Hochdruckkraftwerk Diesbach AG und der gleichzeitigen Beteiligung der Gemeinde Glarus Süd beginnt ein neues Kapitel für das traditionsreiche Fabrikareal im Glarnerland. Die Betreiberin des lokalen Wasserkraftwerks hat sich das Areal inklusive Kraftwerkzentrale gesichert. Die Gemeinde erwirbt gleichzeitig landwirtschaftliche Flächen von der bisherigen Eigentümerin und wird mit einem Aktienanteil von 40 % zur grössten Aktionärin.

    Energie trifft Standortentwicklung
    Der Erwerb dient nicht nur dem Erhalt des historischen Kraftwerks, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für eine langfristige Arealentwicklung. «Wir können Flächen von 50 bis zu mehreren 1’000 Quadratmetern anbieten», sagt Verwaltungsratspräsident Weber-Thedy.

    Die Gemeinde Glarus Süd sichert zwei Sitze im Verwaltungsrat und eine wichtige Bodenreserve von fast 30’000 Quadratmetern Landwirtschaftsland, die für Ersatzmassnahmen oder ökologische Ausgleichsflächen vorgesehen sind. Damit schafft die Gemeinde Raum für zukünftige Entwicklungen.

    Langfristige Perspektive mit Zwischennutzung
    Das Potenzial des Legler-Areals ist unbestritten, doch eine neue Nutzung braucht Zeit und setzt auf sorgfältige Planung. Ziel ist eine Mischnutzung mit Wohnen und Arbeiten, die zur Landschaft und zur Gemeinde passt. Erste Umsetzungsschritte werden nicht vor den nächsten zehn Jahren erwartet.
    Bis dahin wird das Areal sinnvoll zwischengenutzt. Die grossen Hallen werden als Lagerräume vermietet. Die flexibel aufteilbar, wenn auch aufgrund baulicher Einschränkungen nur für bestimmte Zwecke geeignet sind.

    Nachhaltigkeit als Leitmotiv
    Das Hochdruckkraftwerk fokussiert sich auf eine umweltfreundliche Energieproduktion und wird das Werk 2025 nach modernsten Standards erneuern. Frühere Diskussionen über den Ausbau wurden zugunsten eines sensiblen Umgangs mit dem Landschaftsbild vertagt, aber das Rauschen des Diesbachfalls soll erhalten bleiben.

    Ein Impuls für das Glarnerland
    Der Erwerb des Legler-Areals ist mehr als ein Eigentümerwechsel. Er ist ein Beispiel für vorausschauende Standortentwicklung, getragen von lokaler Energieproduktion, öffentlicher Beteiligung und einer langfristigen Perspektive. Die Gemeinde Glarus Süd bekennt sich aktiv zur Entwicklung des Areals und minimiert gleichzeitig das Risiko des Verfalls einer markanten Liegenschaft.

    Die Verbindung von Energieinfrastruktur, Immobilienentwicklung und öffentlichem Engagement macht das Projekt zu einem Leuchtturm für die Region. mit Vorbildcharakter für vergleichbare Standorte in der Schweiz.

  • Schweiz baut Solarstrom weiter massiv aus

    Schweiz baut Solarstrom weiter massiv aus

    Der Zubau von Solarstrom hat 2024 laut einer Mitteilung von Swissolar einen neuen Rekord erreicht. Laut dem Branchenverband wurden Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1798 Megawatt errichtet, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt waren damit Ende 2024 bereits 8170 Megawatt installiert. Damit wurden 5961 Gigawattstunden Strom erzeugt.

    Solarstrom erreichte 2024 einen Anteil von 10,4 Prozent am Strombedarf. Im Vorjahr waren es 8,25 Prozent gewesen. Für 2025 erwartet Swissolar einen Anteil von 14 Prozent. «Solarstrom ist schon heute ein zentraler Bestandteil unserer Energieversorgung und auf bestem Weg neben der Wasserkraft zur zweiten tragenden Säule unserer Stromversorgung zu werden», wird Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli in der Mitteilung zitiert.

    Swissolar verweist auch auf die Bedeutung von Solarstrom für das Winterhalbjahr. So wurden zwischen Anfang Oktober 2024 und Mitte April 2025 rund 2400 Gigawattstunden Solarstrom erzeugt, etwa ein Drittel der Jahresproduktion.

    Die Zahl der neu installierten Batteriespeicher ist 2024 um 4 Prozent gewachsen. In Einfamilienhäusern wurden bereits 47 Prozent aller Solaranlagen mit Batteriespeichern ausgestattet, im Vorjahr waren es erst 42 Prozent. Insgesamt betrug die installierte Speicherkapazität Ende 2024 bereits 896 Megawattstunden, genug für den Verbrauch von 100‘000 Haushalten für einen Tag.

  • Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Das Energieunternehmen CKW, Teil der Axpo-Gruppe, erhält den Zuschlag bei der Präqualifikation des geplanten Fernwärmenetzes in Richterswil. Mit dem Fernwärmenetz, das zentral für das Energie- und Klimakonzept der Gemeinde ist, möchte das Energieunternehmen laut einer Mitteilung eine langfristige Partnerschaft zur Dekarbonisierung starten.

    Der Energieverbund soll hauptsächlich aus Abwärme der Abwasserreinigungsanlagen (ARA) Richterswil betrieben werden. Eine zusätzliche Wärmeproduktion für Spitzenlast- und Sicherheitsabdeckung wird zukünftig evaluiert. Ziel ist es, dass Gewerbebetriebe sowie Einwohnerinnen und Einwohner von einem wirtschaftlich attraktiven Angebot profitieren. «Wir freuen uns sehr über den Zuschlag und sind überzeugt, dass wir in Richterswil eine wirtschaftliche und nachhaltige Wärmeversorgung projektieren können», wird Angela Krainer in der Mitteilung zitiert, Leiterin Geschäftsbereiche Energie von CKW.

    Zukünftig übernimmt die CKW die gesamte Projektierung des Wärmeverbundes. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Unternehmen soll im Sommer konkretisiert und nächste Projektschritte sollen im Herbst 2025 unternommen werden.

  • CO2-neutrales Gewerbegebäude mit Rampe und Dachgarten

    CO2-neutrales Gewerbegebäude mit Rampe und Dachgarten

    Felix Partner Architektur und Design aus Zürich haben zum Baustart ihres Projekts Green Spin in Winterthur die ersten demontierten Bauteile des früheren Stewi-Hauptsitzes in Winterthur-Grüze zur Wiederverwertung symbolisch an deren Abnehmer übergeben. Denn die meisten Abbruchteile landen laut einer Medienmitteilung nicht auf der Deponie, sondern werden in anderen Bauten wiederverwendet. Ebenso werde der Abrissbeton geschreddert und zur Herstellung von Recycling-Beton genutzt.

    An gleicher Stelle wird ein Dienstleistungsgebäude für gewerbliche Mieter entstehen. Einziehen sollen ab Spätsommer 2027 Unternehmen, die auch selbst den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legen.

    Der Rohbau ist als CO2-neutrale Holzkonstruktion geplant. Ausserdem werden ein begrünter Innenhof sowie ein Dachgarten realisiert. Photovoltaikmodule an den Fassaden und Windräder liefern ökologischen Strom, geheizt wird mit Erdwärme. Das Gebäude soll nach dem internationalen Nachhaltigkeitsstandard BREEAM zertifiziert werden.

    Herzstück ist eine bis zu sechs Meter breite und sanft um den Innenhof herum ansteigende Rampe. Sie erschliesst die Mietflächen auf allen Ebenen, auch mit dem Velo. Ergänzt werden die Flächen für Gewerbe, Büros, Produktion oder Sport durch Gastronomiebetriebe sowie einzelne Detailhandelsgeschäfte.

    «Ich hoffe, dieses Projekt inspiriert andere, ebenfalls gross zu denken und mutig zu handeln», habe FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt in seiner Ansprache anlässlich des Baustarts gesagt. Der Winterthurer Stadtbaumeister Jens Andersen habe betont, das Projekt «passt bestens zu unserer Strategie einer nachhaltigen Stadtentwicklung».

  • Recyclebarer Linoleumboden mit hohem Korkanteil

    Recyclebarer Linoleumboden mit hohem Korkanteil

    Der Bodenbelagsanbieter Tarkett Schweiz AG aus Dietlikon hat die recycelbare Eigenkollektion Lino Materiale auf den Markt gebracht. Sie besteht aus Korkgranulat, Leinöl, Pinienharz und Holzmehl und ist in zehn erdverbundenen Farben erhältlich, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

    Dank ihres hohen Korkanteils sei Lino Materiale flexibler und könne Schall besser reduzieren als andere Linoleumböden. Die gute Abrieb- und Chemikalienbeständigkeit des Materials während der gesamten Lebensdauer mache die Bodenlösungen widerstandsfähig gegenüber Schmutz und täglicher Abnutzung. Das mache sie zu einer guten Wahl für häufig frequentierte Bereiche wie Schule, Büro, Klinik oder Verwaltungsgebäude.

    Die Böden, welche auf Basis der Originalrezeptur von 1898 entwickelt wurden, verfügen über eine exklusive Oberflächenvergütung, wie es vom Anbieter heisst. Dadurch seien Kosten für Reinigung und Pflege und damit der Energiebedarf geringer. Die Böden benötigten weder eine Erst-Einpflege noch zusätzliche Pflege- oder Beschichtungsmassnahmen, auch das trage zum Nachhaltigkeitskonzept des Herstellers bei.

    Teil dieses Konzeptes ist aber auch, dass der Bodenbelag rezykliert werden kann. «Denn echte Nachhaltigkeit endet bei Tarkett nicht mit der Verlegung», wird Daniel Mai in der Mitteilung zitiert, Product Manager D/A/CH für Homogeneous Vinyl, Heterogeneous Vinyl, Linoleum, Sports Indoor. Über das Rücknahmeprogramm ReStart werden das Linoleum und Verlegereste in den Kreislauf zurückgeführt. Dazu wird der Boden vollständig aufbereitet und als Rezyklat erneut verwendet.

  • Neues Werkzeug vereinfacht Wiederverwendung von Radiatoren

    Neues Werkzeug vereinfacht Wiederverwendung von Radiatoren

    Die genossenschaftlich organisierte Basler Bauteilbörse möchte mit der ebenfalls in Basel ansässigen Zirkular GmbH und dem in Horw ansässigen Institut für Gebäudetechnik und Energie der HSLU die Wiederverwendung von Heizkörpern erleichtern. Dafür ist jedoch eine frühzeitige Bewertung ihrer Heizleistung unerlässlich – was aufgrund von Unterschieden in Grösse, Bauart und Materialien oft schwierig ist.

    Hier soll das RadiatorCheck genannte benutzerfreundliche Werkzeug Abhilfe schaffen, an dem die drei Initianten mithilfe des Innovation Booster – Circular Building Industry von Innosuisse arbeiten. Es soll auch Laien vor Ort eine präzise und leicht zugängliche Katalogisierung von Heizkörpern und die Abschätzung ihrer Heizleistung ermöglichen.

    Dazu gehört die Identifizierung gängiger Heizkörpertypen, die Erstellung und Validierung eines thermischen Modells, die Entwicklung einer benutzerfreundlichen Oberfläche und die Prüfung des Werkzeugs auf Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Das Endziel ist ein funktionsfähiger Prototyp, der Fachleute bei der effizienten Bewertung und Wiederverwendung von Heizkörpern unterstützt.

    Laut einer Projektbeschreibung von Innosuisse basiert das auf Excel gestützte Werkzeug auf praktischen Daten und Erfahrungen der Zirkular GmbH und der Bauteilbörse. Unterstützt wird es durch thermische Modellierungen der Hochschule Luzern. «Durch die Vereinfachung der Dokumentation, Bewertung und Katalogisierung bestehender Heizkörper kann deren Lebenszyklus verlängert werden, wodurch der Rohstoffabbau, die Emissionen aus der Neuproduktion und der Bauabfall reduziert werden», heisst es dort weiter. «Dies ermöglicht ressourceneffizientere Praktiken und unterstützt eine emissionsarme, zirkuläre gebaute Umwelt.»

  • Neubau in Sursee für Radsportteam

    Neubau in Sursee für Radsportteam

    Das aktuell in Schenkon ansässige Tudor Pro Cycling-Team steht laut eines Artikels der «Luzerner Zeitung» vor einem Umzug nach Sursee. Dort möchte es demnach 18 Millionen Franken in ein sechsgeschossiges neues Hauptquartier investieren. Initiant ist die Sette Immo AG, die über ihre Sette Sports Group nicht nur das Profi-Team, sondern auch eine Nachwuchsmannschaft unterhält. Fabian Cancellara, ehemaliger Rennvelofahrer, ist nicht nur Teamchef beim Tudor Pro Cycling-Team, sondern auch bei der Sette Immo AG aktiv.

    Im September 2026 soll der neue Sitz des Teams fertiggestellt sein und Platz für Lager, Werkstätten, Trainings- und Besprechungsräume bieten. Büros für die Verwaltung und Aufenthaltsräume für die Fahrer sollen ebenso entstehen wie ein Ausstellungsraum des Teams. Auf dem Dach wird zudem eine Photovoltaikanlage installiert.

    Aktuell nimmt das vom Uhrenhersteller Tudor aus Genf gesponserte Team noch bis Ende Monat an der Tour de France teil.

  • Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch

    Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch

    «Einfamilienhäuser bleiben hoch im Kurs», leitet ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace Group AG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Im Vergleich zum Mai sind die Preise für Einfamilienhäuser um 0,8 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich weisen sie ein Plus von 3,6 Prozent auf.

    Die Preise für Eigentumswohnungen zogen mit 0,2 Prozent deutlich schwächer als die Preise von Einfamilienhäusern an. Sie waren im Mai allerdings mit 0,8 Prozent deutlich gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Preise für Eigentumswohnungen um 4,5 Prozent zu.

    Als Nachfragetreiber werden in der Mitteilung die aktuell guten Finanzierungskonditionen nach der Rückkehr der Schweizerischen Nationalbank zum Nullzins genannt. «Für Kaufinteressierte ist jetzt ein günstiger Moment, um den Schritt ins Eigenheim zu prüfen, besonders mit Blick auf die Planungssicherheit», erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group.

    Regional gesehen wurde der Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen vor allem von einem deutlichen Plus in der Zentralschweiz getrieben. Überdurchschnittlich starke Preissteigerungen für Einfamilienhäuser gab es im Juni in den Regionen Genfersee, Nordwestschweiz und Ostschweiz.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Rehabilitationszentrum bleibt erhalten und wird erweitert

    Rehabilitationszentrum bleibt erhalten und wird erweitert

    Die Berner Klinik Montana (BKM) wird zum 1. Januar 2026 die ebenfalls in Crans Montana ansässige Luzerner Höhenklinik Montana (LHM) übernehmen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Kantonsspital Luzern (LUKS), dem Kanton Luzern und der BKM erfolgreich abgeschlossen worden. Die BKM wird die übernommene Luzerner Klinik weiter betreiben. Bis zum Zeitpunkt der Übernahme sollen noch die Informatiksysteme beider Kliniken angepasst werden.

    «Die Übernahme des Betriebs mit seinen sehr kompetenten Mitarbeitenden ist für uns ein Glücksfall», wird Philippe Eckert, Direktor der Berner Klinik Montana, in der Mitteilung zitiert. «Mit der Integration der LHM könnten Synergien in der muskuloskelettalen, der psychosomatischen und der onkologischen Rehabilitation entwickelt und das Leistungsspektrum der BKM mit pulmonaler Rehabilitation erweitert werden.»

    Der Kanton Luzern bleibt zunächst Eigentümer der Grundstücke und Immobilien. Die BKM mietet das Hauptgebäude der Höhenklinik sowie das Personalgebäude Villa Claire für drei Jahre an. Sie erhält für zwei Jahre die Kaufoption für einen Preis von 13,5 Millionen Franken.

    Florian Aschbrenner, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung der LUKS Gruppe, zeigt sich mit dem Vertragsabschluss zufrieden. «Es war uns ein grosses Anliegen, für die Mitarbeitenden der LHM eine gute Lösung zu finden. Dies stellen wir mit dem Verkauf an eine ebenfalls vor Ort ansässige, sehr renommierte Klinik im Rehabilitationsbereich sicher», so Aschbrenner.

    Die LHM bleibt auf der Spitalliste des Kantons Luzern. Patientinnen und Patienten haben im Rahmen des gesetzlich gewährten Spitalwahlfreiheit weiterhin die Möglichkeit, die Klinik für eine stationäre Rehabilitation zu wählen.

  • Neue Wachstumsdynamik durch strategische Partnerschaft

    Neue Wachstumsdynamik durch strategische Partnerschaft

    Mit einer strategischen Beteiligung eines unternehmerischen Investors stellt das Unternehmen die Weichen für den nächsten Wachstumsschritt. Die neue Partnerschaft verbindet Kapitalstärke mit technologischer und operativer Kompetenz. Ziel ist es, die Marktpräsenz im Heimmarkt zu festigen und international auszubauen, insbesondere in den Schlüsselbereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz.

    Zukunftsorientierte Strategie mit klarer Ausrichtung
    Im Zentrum der neuen Wachstumsstrategie stehen drei strukturelle Treiber: die digitale Transformation der Immobilienbranche, die wachsende Rolle der Branche im Klimaschutz und der steigende Bedarf an nachhaltigen, vernetzten Lebensräumen. Gleichzeitig bleibt die bewährte Unternehmens-DNA erhalten, das operative Team und alle Partner bleiben an Bord und führen das Geschäft weiter.

    Technologische Skalierung und internationale Expansion
    Die Internationalisierung beginnt mit der bestehenden Präsenz in Deutschland und soll über gezielte Akquisitionen ausgebaut werden. Parallel dazu wird das digitale Leistungsportfolio erweitert, durch die Entwicklung eigener Produkte, die Automatisierung von Kundenprozessen mit «Agentic AI» sowie die Verstärkung des Teams. Die strategische Partnerschaft schafft dafür den notwendigen Spielraum, technologisch, personell und geografisch.

    Neue Chancen für den Standort Deutschland
    Auch für das Team in Deutschland ergeben sich neue Möglichkeiten. Als agiler Standort innerhalb der Gruppe profitiert es von der Stabilität des Unternehmens und den Chancen, die ein strategischer Wachstumspartner mitbringt. Die Verbindung aus bewährter Struktur und frischer Dynamik soll den Weg für eine erfolgreiche Expansion in einem sich stark wandelnden Marktumfeld ebnen.

  • Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Der GlarnerlandPass bündelt Meldewesen, Gästekarte und Reisebegleiter in einem integrierten System und vernetzt Tourismus, Kultur und Gewerbe auf einer gemeinsamen Plattform. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Tourismus-Neuausrichtung, die mit dem Zusammenschluss aller Organisationen per 2024 begann. Unter der neuen Dachmarke «Glarnerland» entsteht vor den Toren Zürichs ein alpines Gesamterlebnis mit starker regionaler Identität, das digital sichtbar, kombinierbar und buchbar wird.

    Gästezentrierung und digitale Nähe
    Die Anwendung begleitet den Gast entlang der gesamten Customer Journey und ermöglicht interaktive Kommunikation in Echtzeit. Berücksichtigt werden nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch Tagesgäste, Zweitwohnungsbesitzer und Einheimische. Für Gäste mit Übernachtung ist der öffentliche Verkehr im gesamten Kanton im Pass inbegriffen. Ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität.

    Wertschöpfung durch lokale Vernetzung
    Tourismusbetriebe, Gewerbe und Kulturinstitutionen werden aktiv eingebunden. In Workshops und Fokusgruppen entsteht ein gemeinsames Verständnis für digitale Prozesse, neue Produkte werden entwickelt und zusätzliche Vertriebskanäle erschlossen. Diese enge Zusammenarbeit stärkt die regionale Wirtschaft und sorgt für echte Wertschöpfung im Glarnerland.

    Nachhaltige Steuerung und moderne Technologie
    Die Plattform erlaubt eine flexible Lenkung der Besucherströme und liefert über die gesammelten Daten wertvolle Impulse für eine nachhaltige Destinationsentwicklung. Technologisch basiert das System auf bewährten, modularen Lösungen führender Destinationen und nutzt die Anbindung an discover.swiss.

    Sichtbarkeit durch ESAF 2025
    Mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 bietet sich eine ideale Gelegenheit, den Pass einem breiten Publikum vorzustellen. Die Kombination aus alpiner Authentizität, digitaler Innovation und integrativer Standortstrategie macht das Projekt zu einem Vorzeigemodell für die Zukunft des Tourismus.

  • Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Ab Mitte Juli 2025 erfasst iNovitas aus Baden die Strassenräume des Bezirks Horgen. Das Unternehmen erstellt ein dreidimensionales digitales Abbild des öffentlichen Strassennetzes, heisst es in einer Mitteilung. Die aus dem Modell bezogenen Daten sollen eine Grundlage für die Bereiche Verwaltung, Versorgungswirtschaft und Planung bilden. Das digitale Abbild reduziert den Aufwand für Kontrollfahrten und Begehungen und soll damit eine effiziente Organisation für Unterhalt und Planung direkt aus dem Büro liefern.

    Digitalisiert werden die Gemeinde- und Kantonsstrassen von Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon, Thalwil und Oberrieden. Die Gemeinde Horgen hatte iNovitas bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit entsprechenden Arbeiten beauftragt. Die Erfassung erfolgt ausschliesslich auf öffentlichen Strassen. Dabei werden Personen und Autokennzeichen anonymisiert und somit die Persönlichkeitsrechte geschützt, heisst es in der Mitteilung. Die erfassten Bild- und Geodaten werden über die webbasierte infra3D Plattform bereitgestellt und stehen ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung.

  • Das Landolt-Areal im Wandel

    Das Landolt-Areal im Wandel

    Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Landolt-Areals für den Wirtschaftsstandort Glarus? Welche Impulse erwarten Sie konkret für die lokale Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze?
    Das Areal ist heute bereits gut ausgelastet mit vielen verschiedenen KMU. Mit dem mittelfristigen Wegzug der Firma Landolt wird der Altbestand frei. Besonders interessant dabei ist die Shedhalle, welche wir bereits saniert und das Dach mit einer grossen PV-Anlage ausgestattet haben. Wir sind dabei, neue Mieter anzusiedeln und bieten einen sehr attraktiven Standort mit optimaler Logistikanbindung. Hier entstehen neue attraktive Arbeitsplätze.

    Zwischennutzungen wie der geplante Mobility-Hub sind ein zentrales Element im Konzept. Welche Chancen sehen Sie in diesen temporären Nutzungen zur Belebung des Areals während der Entwicklungsphase?
    Dies ist einer der wichtigsten Teile der Transformation. Die bestehenden Mietenden möchten wir, wenn möglich, alle behalten. Wir pflegen einen direkten Kontakt zu ihnen, damit diese sich auch innerhalb des Areals weiterentwickeln können. Die Gebäude mit Zwischennutzungen werden günstig aber nicht lange vermietet, sei dies als Lager, Parking oder Hub, aber ohne grosse Investitionen von unserer Seite. Hier ist auch Platz für Kreativität.

    Wie sind der Kanton Glarus und die Standortförderung in das Projekt eingebunden? eingebunden? Gibt es eine strategische Abstimmung mit kantonalen Entwicklungszielen?
    Wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit der Standortförderung und sind zuversichtlich aufgrund der guten Lage und der Grösse der angebotenen Fläche, auch grössere KMU für den Kanton Glarus gewinnen zu können. Bereits sind mehrere Betriebe interessiert, sich hier niederzulassen.

    Die partizipative Planung wird betont. Wie konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner resp. Gewerbetreibende konkret einbringen und welche Erkenntnisse aus diesem Prozess fliessen in die nächsten Schritte ein?
    Mit gut abgestützter Behördenvertretung und einem Fachgremium aus Wirtschaft und Städtebau sowie einem internationalen Planerteam wurden der Städtebau, die Bezüge zu den Nachbarn sowie die Nutzung und Bebauungsverteilung des Areals neu bearbeitet. Viele der alten Spinnereigebäude sollen erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden.

    Das heute reine Gewerbeareal wird mit verschieden gewerblichen Angeboten ergänzt, und auch ein kleiner Anteil Wohnen wird möglich. Die sehr attraktive Lage zwischen den Bachläufen Chli Linthli und dem Mühlibach lädt auch Spaziergänger und Anwohner ein, diesen schönen und idyllischen Ort zu erleben.

    Zusammen mit der Gestaltungskommission und der Denkmalpflege erarbeiten die Planenden zurzeit das Richtprojekt. Bis nach dem Sommer 2025 werden die zukünftige Gestalt des Areals, das erweiterte Gewerbeangebot und die Wohnungsvielfalt aufgezeigt werden können. Wir sind sehr froh über die sehr gute Zusammenarbeit und überzeugt, dass durch den sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den neuen Gebäuden ein grosser Mehrwert für die Arealnutzenden, aber auch für die Anwohnenden entsteht.

    Die Entwicklung erfolgt in vier Etappen. Wie stellen Sie sicher, dass das Areal bereits in den Zwischenphasen lebendig, nutzbar und attraktiv bleibt und nicht zu einer langjährigen Baustelle wird?
    Wie bereits angesprochen wird ein Teil in den bestehenden Industriegebäuden neu genutzt. Die sehr alten Bestandsbauten, welche mittelfristig nach dem Auszug der Firma Landolt leer stehen, sollen nach einem Umbau oder einer Modernisierung rasch wieder vermietet werden. Dazu wurden die verschieden Talentzonen definiert, und diese bilden die Etappen. Mit der Fertigstellung der jeweiligen Zonen wird die Entwicklung sukzessiv abgeschlossen.

    Der Innovationscampus am Chli Linthli soll sich unabhängig und bedarfsorientiert entwickeln. Welche Zielgruppen möchten Sie hier ansprechen und welche Branchen könnten sich hier ansiedeln?
    Dieses Areal ist heute voll besetzt mit einem breiten Angebot an Gewerbe. Hier wird der Bedarf der Zukunft untergebracht werden. Die Idee ist, ein vielfältiges Angebot an Gewerbe entstehen zu lassen, welches eine gute Vernetzung innerhalb dieses Areals braucht und wie ein Campus funktioniert. Wir sind aber auch offen für andere Ideen. Welche das sind, wird die Zukunft zeigen.

    Wie schaffen Sie auf dem Areal langfristig Identität und Bindung? Welche Rolle spielen dabei soziale, kulturelle oder ökologische Angebote für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer?
    Das Areal hat heute bereits eine reichhaltige Geschichte. Dies sieht man hier überall. Mit einer neuen Nutzung und dem richtigen Umgang wird die Kultur gewahrt aber auch neu definiert. Mit unserm Ziel der Nachhaltigkeit wird dieser Prozess auch Ressourcen schonen. Mit dem Einsatz von natürlichen Baustoffen und einer einfachen Architektur wird für die Nutzenden bezahlbarer Arbeits- und Wohnraum geschaffen, welcher gesund und lebenswert ist. Das Areal bietet mit seinen Wasserläufen, dem Grünraum, den neu geschaffen Quartierplätzen etc. viel Raumqualität, aber auch einen sehr attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Bleiben.

  • Wenn Maschinen ihren eigenen Unsinn lernen

    Wenn Maschinen ihren eigenen Unsinn lernen

    Ob Texterstellung, Sprachübersetzung, E-Mail-Management oder Medienproduktion, KI ist für viele Menschen längst Teil des Alltags. Eine Studie der Universität Zürich zeigt, mehr als die Hälfte der Bevölkerung nutzt bereits Tools wie ChatGPT oder Gemini. Besonders die jüngere Generation zeigt sich offen gegenüber der neuen Technologie.

    Hohes wirtschaftliches Potenzial mit Risiken
    In Unternehmen wird KI als Rationalisierungstreiber gesehen. Studien prognostizieren Milliardenpotenziale für die Schweizer Wirtschaft. Besonders in den Bereichen Pharma, Logistik, Bildung oder Softwareentwicklung versprechen sich Experten tiefgreifende Effizienzgewinne. Doch die Euphorie wird durch erste Warnzeichen getrübt.

    Fragwürdige Inhalte statt echter Information
    Im journalistischen und medialen Umfeld wird KI bereits zur Massenerstellung von Inhalten eingesetzt, von Sportberichten bis zu Finanzdaten. Doch in vielen Fällen bleiben Sinnhaftigkeit, Quellenklarheit und faktische Richtigkeit auf der Strecke. Europol warnte bereits 2023 davor, dass bis 2026 bis zu 90 % der Onlineinhalte synthetisch sein könnten.

    Wenn Maschinen von Maschinen lernen
    Ein zentrales Problem, die KI-Modelle basieren auf bestehenden Daten. Diese sind jedoch zunehmend selbst KI-generiert. Die Folge ist eine sich selbst verstärkende Feedbackschleife, in der Qualität und Faktentreue rapide sinken. Werden Modelle mit synthetischen Daten trainiert, verschlechtern sich die Ergebnisse drastisch, bis hin zum völligen Systemkollaps.

    Der Fall Grok und die ethische Dimension
    Wie gefährlich diese Entwicklung sein kann, zeigt ein aktueller Vorfall. Der von Elon Musk entwickelte Chatbot «Grok» verbreitete kürzlich antisemitische Inhalte und lobte Adolf Hitler. Die Ursache liegt vermutlich in unkontrolliertem Training auf manipulierten oder synthetischen Inhalten. Der Fall verdeutlicht, wie dringend Regeln für Datenvalidierung, ethische Leitplanken und Qualitätsstandards gebraucht werden.

    Synthetische Daten sind kein Ersatz für Realität
    Synthetisch erzeugte Daten bilden nur historische Muster ab und können bestehende Verzerrungen weitertragen oder verstärken. Ohne neue, hochwertige Trainingsdaten gerät die Weiterentwicklung ins Stocken. Zugleich wirft der Umgang mit sensiblen oder manipulativen Inhalten fundamentale Fragen nach Verantwortung, Transparenz und Regulierung auf.

  • Solarenergie auf Kurs

    Solarenergie auf Kurs

    Im Jahr 2024 wurden in der Schweiz 1798 Megawatt neue Photovoltaikleistung installiert, ein Zuwachs von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtleistung stieg auf 8.2 Gigawatt, was über 10 % des nationalen Strombedarfs deckte. Trotz unterdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung und steigendem Stromverbrauch entspricht die Jahresproduktion dem Verbrauch von rund zwei Millionen Haushalten.

    Versorgungssicherheit durch Winterstrom
    Photovoltaik ist nicht nur eine Sommertechnologie, von Oktober 2024 bis April 2025 wurden 2.4 Terawattstunden Solarstrom erzeugt, ein Drittel der Jahresproduktion. Dieser Beitrag entlastete die Schweizer Speicherseen erheblich. Ohne Solarenergie hätte die Schweiz deutlich mehr Strom importieren müssen.

    Rückgang im Einfamilienhaus-Segment
    Während grössere Anlagen weiterhin stark zulegten, ging der Ausbau auf Einfamilienhäusern um 3 % zurück. Dies bremste das Gesamtwachstum, da bisher rund ein Drittel der installierten Leistung auf diesem Segment basierte. Grund für die Zurückhaltung ist laut Swissolar die Unsicherheit rund um das neue Stromgesetz.

    Batteriespeicher gewinnen an Bedeutung
    Mit einem Plus von 4 % stieg auch der Ausbau von Batteriespeichern. Besonders im Gewerbebereich zeigt sich eine verstärkte Dynamik. Bereits 47 % der PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern sind heute mit Batteriespeicher ausgestattet. Die gesamte Speicherkapazität beträgt knapp 900 MWh, genug für 100’000 Haushalte für einen Tag.

    Internationale Dynamik bestätigt globalen Trend
    Weltweit wurden 2024 rund 597 GW Photovoltaik-Leistung installiert, ein Anstieg um 33 %. Mit 908 Watt pro Kopf liegt die Schweiz im internationalen Vergleich auf Platz 10. Die globale Solarstromproduktion stieg auf 2000 TWh.

    Rahmenbedingungen im Wandel
    Das neue Stromversorgungsgesetz schafft wichtige Grundlagen für den lokalen Stromverbrauch, führt aber auch zu Verunsicherungen. Insbesondere fehlt es an praktikablen Lösungen für lokale Elektrizitätsgemeinschaften und eine marktnahe Abnahmevergütung. Swissolar fordert konkrete Nachbesserungen, um das Potenzial lokaler Nutzung und Speicherlösungen besser auszuschöpfen.

    Verlangsamung mit Perspektive
    Für 2025 rechnet Swissolar mit einem Marktrückgang von etwa 10 % auf 1600 MW, bedingt durch regulatorische Übergangsphasen. Ab 2026 wird eine Stabilisierung erwartet. Mit kontinuierlichem Zubau zwischen 1800 und 2000 MW jährlich sind die Ziele von 18.7 TWh Solarstrom bis 2030 und 35 TWh aus neuen erneuerbaren Energien bis 2035 erreichbar.

  • Serielles Bauen – wann kommt der Durchbruch?

    Serielles Bauen – wann kommt der Durchbruch?

    Gebäude aus vorgefertigten Bauteilen zu errichten, ist keine neue Erfindung. Was einst im Bauhaus propagiert und nach dem Zweiten Weltkrieg als Plattenbau millionenfach realisiert wurde, erlebt heute eine technologische Renaissance. Digitale Planung, nachhaltige Materialien und industrielle Präzision ermöglichen serielle Wohngebäude auf hohem gestalterischem Niveau.

    Effizienzpotenzial im Takt der Fertigung
    Serielles Bauen reduziert Bauzeit, senkt Kosten und verbessert die bauliche Qualität, durch witterungsunabhängige Produktion in Hallen. In Projekten wie dem Hamburger «Woodie» oder dem Mannheimer Franklin Village zeigen sich die Stärken des Verfahrens, kurze Realisierungszeiten, funktionale Standards und architektonische Vielfalt. Moderne Modul- und Elementbauweisen ermöglichen sowohl Individualisierung als auch Skalierbarkeit.

    Nachhaltigkeit trifft Produktivität
    Serielle Prozesse optimieren Materialeinsatz, reduzieren Transportemissionen und erleichtern Rückbaukonzepte. Hybride Systeme, etwa aus Holzmodulen und Betonelementen, verbinden ökologisches Bauen mit industrieller Effizienz. Systeme wie die von Nokera zeigen, dass standardisiertes Bauen nicht gleichförmig sein muss, sondern gezielte Antworten auf urbane Herausforderungen liefern kann.

    Warum der Durchbruch stockt
    Trotz technischer Reife liegt der Marktanteil serieller Verfahren bei unter 12 %. Die Gründe sind langwierige Vergabeverfahren, fehlende kommunale Strategien, begrenzte Grundstücksverfügbarkeit und ein tief verankertes Negativimage hemmen die flächendeckende Umsetzung. Zudem ist die klassische Planungskultur oft nicht kompatibel mit prozessoptimierten Ansätzen.

    Neue Strukturen statt alter Routinen
    Eine nachhaltige Marktverankerung erfordert Systemveränderungen und Planungs- und Vergaberechte müssen seriellen Verfahren Raum geben. Kommunen benötigen strategische Flächenpolitik und koordinierte Konzepte. Gleichzeitig gilt es, gestalterische Vorurteile abzubauen und die gestalterische Vielfalt modularer Systeme sichtbar zu machen, etwa durch differenzierte Fassaden, flexible Grundrisse und gemischte Nutzungstypologien.

    Serielle Sanierung gewinnt an Bedeutung
    Nicht nur Neubauten profitieren vom industriellen Ansatz. Auch die Modernisierung des Bestands lässt sich seriell denken, schneller, günstiger und energieeffizient. Projekte wie jene von ecoworks zeigen, wie vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente ganze Mehrfamilienhäuser in kurzer Zeit transformieren können. Der Anteil solcher Sanierungen wächst  von 2 % auf 23 % binnen zwei Jahren.

    Förderpolitik als Hebel
    Zielgerichtete Anreizsysteme könnten serielle Verfahren beschleunigen, etwa durch Bonusförderungen bei modularer Bauweise oder Nachhaltigkeitsnachweis. Bislang fehlt eine klare Lenkung. Förderprogramme sind oft technologieoffen und fördern sozialen Wohnungsbau, koppeln die Mittel jedoch nicht an produktionsnahe Verfahren.

  • Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Das Glattal zählt zu den dynamischsten Entwicklungsregionen im Kanton Zürich, strategisch gelegen zwischen Zürich, Winterthur und dem internationalen Flughafen. Der Regierungsrat beantragt nun dem Kantonsrat ein Gesamtpaket in Höhe von 543 Millionen Franken, um die Infrastruktur gezielt zu stärken. Geplant sind die Verlängerung der Glattalbahn ins Steinackergebiet, eine Velohauptverbindung Richtung Bassersdorf sowie Hochwasserschutzmassnahmen am Altbach.

    Mobilitäts- und Umweltschub für die Flughafenregion
    Die Kombination aus Bahnausbau, Veloinfrastruktur und Gewässerschutz adressiert gleich mehrere zentrale Ziele des kantonalen Richtplans. Die verlängerte Glattalbahn soll das Industriegebiet von Kloten besser anbinden, während die Velohauptverbindung eine umweltfreundliche Alternative für Pendler schafft. Zugleich schützt der geplante Hochwasserschutz die Bevölkerung und kritische Infrastrukturen wie den Flughafen vor Naturgefahren.

    Effiziente Umsetzung durch Synergien
    Die räumliche Nähe der drei Teilprojekte erfordert eine gemeinsame Planung und bietet damit ideale Voraussetzungen für eine effiziente Umsetzung. Durch gebündelte Bauphasen können Bauzeit, Kosten und Beeinträchtigungen reduziert werden. Der Baustart ist ab Mitte 2027 vorgesehen, die Bauzeit beträgt rund fünf Jahre.

    Kostenbeteiligung durch Bund und Gemeinden
    Obwohl das Projektvolumen 543 Millionen Franken umfasst, wird der Kanton voraussichtlich nur rund 290 Millionen Franken selbst tragen. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 40 % an Bahn und Veloweg, beim Hochwasserschutz liegt die Beteiligung zwischen 35 und 45 %. Auch Mehrwertbeiträge der Stadt Kloten und privater Investoren sind eingeplant.

    Klarer Entscheid trotz kommunaler Ablehnung
    Zwar wurden 2024 zwei kommunale Vorlagen zur Gebietsentwicklung im Steinackergebiet von der Klotener Bevölkerung abgelehnt, doch die Glattalbahn selbst war nicht Teil dieser Abstimmung. Nach einer umfassenden Überprüfung sieht der Regierungsrat das bestehende Projekt dennoch als die zweckmässigste Lösung, sowohl wirtschaftlich als auch verkehrs- und raumplanerisch.

  • Neue Dynamik für die Schweiz

    Neue Dynamik für die Schweiz

    Ob digitales Immobilienmanagement, digitale Finanzlösungen oder biobasierte Chemikalien, Schweizer Startups sind derzeit auf Erfolgskurs. Die jüngsten Auszeichnungen zeigen, wie breit die Innovationslandschaft aufgestellt ist und wie stark die internationale Nachfrage nach skalierbaren Lösungen mit gesellschaftlichem Mehrwert wächst.

    Digitales Immobilienmanagement mit Perspektive
    Das Proptech-Startup Bewy überzeugte im Swiss Prime Site Accelerator 2025 und zählt zu den Gewinnern des Programms. Mit digitalen Lösungen für die Verwaltung von Miet- und Eigentumsobjekten will das junge Unternehmen die Immobilienwirtschaft transparenter und nutzerzentrierter machen. Die Auszeichnung ermöglicht Pilotprojekte und kommerzielle Kooperationen mit einem der führenden Immobilienunternehmen der Schweiz.

    Hochtechnologie für die Fusionszukunft
    Mit seinem Fokus auf sichere Wasserstoffisotopenverarbeitung wurde Smolsys beim Neuland Innovation Contest mit dem Transferpreis ausgezeichnet. In Partnerschaft mit dem KIT arbeitet das Unternehmen an zentralen Technologien für die Fusionsforschung, ein hochspezialisiertes, sicherheitskritisches Anwendungsfeld mit hohem Zukunftspotenzial.

    Ernährung neu gedacht mit geistigem Eigentum
    Planetary entwickelt mithilfe von Präzisionsfermentation nachhaltige Proteine und wurde dafür mit einem WIPO Global Award ausgezeichnet. Das Start-up verbindet technologischen Fortschritt mit IP-Strategie und trägt zur Transformation globaler Ernährungssysteme bei, hin zu mehr Resilienz, Nährstoffdichte und Klimaverträglichkeit.

    Finanztechnologie mit Schweizer Präzision
    Das Fintech Bivial wurde bei den PayTech Awards 2025 mit dem Preis Best Use of Tech in Business Payments ausgezeichnet. Die API-basierte Plattform ermöglicht Echtzeit-Zahlungen in über 160 Ländern und kombiniert Schweizer IBANs mit modernen Finanztools. Innerhalb von sechs Monaten nach Marktstart erreichte das Unternehmen die Profitabilität, ein Beleg für effiziente Prozesse, regulatorische Klarheit und marktnahe Entwicklung.

    Nachhaltige Chemie aus Zürich nach Houston
    Das Start-up Biosimo wurde in das renommierte Activate-Programm in Houston aufgenommen. Dort erhält das Team zwei Jahre lang finanzielle und infrastrukturelle Förderung, um biobasierte Essigsäure als Alternative zu fossilen Chemikalien in die Skalierung zu bringen. Mitgründerin Sotiria Mostrou profitiert zudem von gezieltem Zugang zu Expertinnen und Experten sowie Innovationsnetzwerken.

    Prothesen aus Plastikmüll mit Impact
    Das Sozialunternehmen Circleg wurde als einziges Schweizer Unternehmen in die Forbes Accessibility 100-Liste aufgenommen. Mit erschwinglichen, lokal gefertigten Prothesen aus Recyclingkunststoff bietet das Startup nicht nur Mobilität für Menschen mit Amputationen in Ostafrika, sondern stärkt gleichzeitig lokale Wirtschaftskreisläufe und Arbeitsmärkte.

  • Forschung als Fundament für die Bauwende

    Forschung als Fundament für die Bauwende

    Der Wandel in der Bauwirtschaft ist unübersehbar und ohne Innovation nicht zu bewältigen. Ob Kreislaufwirtschaft, neue Baustoffe, digitale Planungsinstrumente oder energieeffiziente Gebäudetechnologien, wer heute in Forschung investiert, sichert sich morgen einen Platz im Markt. Für Harald Kopececk ist klar, Forschung muss zur strategischen Priorität werden, überbetriebliche, anwendungsnahe Kooperationen sind dabei entscheidend.

    Forschungsschwerpunkte
    Die Bauwirtschaft denkt zirkulär und das zunehmend systematisch. Projekte wie CEScaleUP (AIT) oder Mindwood (Holzforschung Austria) zeigen, wie Materialkreisläufe neu gedacht und Sensorik direkt in Holz integriert werden kann. Gleichzeitig nimmt der Fokus auf Bestandsbauten zu. Mit Projekten wie FluccoSan und DyNaBe entwickelt das IBO Sanierungslösungen, die ökologische, ökonomische und komforttechnische Ziele vereinen. Ziel ist es, klimafitte Lösungen auch für kleinere Gemeinden bereitzustellen.

    Kooperation als Innovationsmotor
    Forschung wird zur Gemeinschaftsaufgabe. Fast 80 % der ZAB-Projektpartner stellen Know-how unentgeltlich zur Verfügung. Die Österreichische Bautechnik Vereinigung (ÖBV) macht ihre Forschungsergebnisse öffentlich zugänglich und fördert so die Umsetzung auf Branchenebene. Projekte wie agile Tragwerkplanung oder SusDeCon zielen auf Materialeffizienz und CO₂-Reduktion ab – basierend auf offenen Erkenntnissen, die potenziell Normen beeinflussen können.

    Finanzierung als Schlüssel zur Umsetzung
    Innovative Ansätze brauchen solide finanzielle Grundlagen. Förderprogramme wie die Forschungsprämie, das FFG-Basisprogramm oder Horizon Europe bieten gezielte Unterstützung, von der Gründungsphase bis zum marktfähigen Produkt. Eva Martischnig (BDO Austria) empfiehlt, die Förderlandschaft strategisch zu nutzen, um technologieoffene Projekte mit hoher Praxisrelevanz rasch voranzubringen.

    Die Zukunft beginnt im Bestand
    Im Zentrum der Bauwende steht die Frage, wie lassen sich bestehende Gebäude klimafit machen? Der Fokus verlagert sich von Neubauten auf Transformation. Sanierungsforschung, insbesondere im Kontext von Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Energienutzung, wird zur Kernaufgabe. Projekte wie Circular Twin oder Klimagemeinschaften zeigen, dass Lösungen möglich sind, wenn Planung, Technik und soziale Akzeptanz zusammen gedacht werden.

  • Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Laut dem Regional Innovation Scoreboard 2025 der Europäischen Kommission zählt der Kanton Tessin zu den zehn innovativsten Regionen Europas. In der Schweiz liegt er direkt hinter Zürich auf Platz zwei. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen, die Prozess- oder Produktinnovationen einführen. Auch bei der Markenregistrierung belegt der Kanton national einen Spitzenplatz.

    Universitäre Exzellenz mit internationaler Vernetzung
    Die Università della Svizzera italiana (USI) stärkt mit über 20 spezialisierten Forschungsinstituten die akademische Innovationskraft der Region. Schwerpunkte sind u. a. Biomedizin, Computational Science und Finanzwissenschaften. Die enge Einbindung in nationale und internationale Fördernetzwerke macht die USI zu einem zentralen Akteur im Innovationssystem des Tessins.

    Praxisorientierte Forschung für Unternehmen
    Auch die Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) ist ein Schlüsselakteur der Innovationslandschaft. Sie verfügt über hohe Fachkompetenz in Industrieautomation, Robotik und Materialwissenschaften und zeichnet sich durch die höchste Erfolgsquote beim Zugang zu europäischen Fördermitteln unter allen Schweizer Fachhochschulen aus. Unternehmen profitieren durch praxisnahe Kooperationen in angewandten Forschungsprojekten.

    Gesetzliche Innovationsförderung mit Breitenwirkung
    Der Kanton unterstützt Innovation gezielt über das Gesetz für wirtschaftliche Innovation. Dieses bietet umfassende Fördermöglichkeiten, von der Unterstützung bei Forschungsprogrammen über Investitionsvorhaben bis hin zur Teilnahme an Messen und Internationalisierungsprojekten. Die Umsetzung erfolgt über das Amt für wirtschaftliche Entwicklung.

    Switzerland Innovation Park Ticino als Drehscheibe
    Mit dem Switzerland Innovation Park Ticino fördert der Kanton den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die entstehenden Kompetenzzentren fokussieren sich auf Schlüsselbereiche wie Life Sciences, IKT, Drohnentechnologien und Freizeitindustrie. Ziel ist die Entwicklung technischer und technologischer Lösungen mit hoher Relevanz für die kantonale Wirtschaft.

    https://projects.research-and-innovation.ec.europa.eu/en/statistics/performance-indicators/european-innovation-scoreboard/eis#/ris?compare_year=2025&year=2025
  • Mathematik macht Holz dreidimensional

    Mathematik macht Holz dreidimensional

    Die Verbindung von Geometrie, Holztechnik und digitaler Modellierung schafft neue Wege für den architektonischen Holzbau. Das Start-up Beyond Bending, entstanden an der TU Wien, hat ein innovatives System entwickelt, mit dem sich komplexe Freiformen aus flachem Holz realisieren lassen. Das patentierte «FLEXGrid-Aufspannsystem» basiert auf flachen Gitterstrukturen, die sich durch kontrolliertes Aufspannen in eine gewünschte dreidimensionale Form verwandeln, exakt wie zuvor mathematisch berechnet.

    Von flach zu räumlich
    Die Technologie greift auf ein Grundprinzip zurück, das aus der Gartenwelt bekannt ist, elastische, expandierende Gitter aus parallelen Holzleisten. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Konstruktionsprinzip wurde ingenieurtechnisch weiterentwickelt und digitalisiert. Designer definieren die Zielgeometrie, der Algorithmus berechnet das passende Gitter. Beim Aufbau nimmt dieses dann exakt die gewünschte Form an.

    Effizienz trifft Ästhetik
    Das System erlaubt nicht nur eine präzise Formgebung, sondern auch material- und ressourcenschonendes Bauen.

    • Einfache Herstellung der flachen Bauteile,
    • schnelle Montage auf der Baustelle,
    • Verzicht auf komplexe Schalungen oder Spezialformen

    Verwendung von regionalem Holz
    Ein erstes Praxisbeispiel ist der Pop-up Pavillon im salzburgischen Kuchl. Die zehn Meter breite und vier Meter hohe Struktur wurde erfolgreich mit dieser Methode umgesetzt und dient als Demonstrator für künftige Anwendungen im Bereich temporärer oder dauerhafter Holzbauten.

    Digitales Design als Schlüssel zur Materialreduktion
    Das System demonstriert eindrucksvoll, wie Mathematik, algorithmisches Design und Nachhaltigkeit zusammenwirken können. Es erlaubt Architekten und Bauherren, frei geformte Konstruktionen zu realisieren, ohne hohe Produktionskosten oder aufwendige Formenbauprozesse.

  • Kooperation für mehr Solarstrom in Zürich und Ostschweiz

    Kooperation für mehr Solarstrom in Zürich und Ostschweiz

    Die Basler Energieversorgerin IWB hat den in Winterthur ansässigen Solarspezialisten Senero AG übernommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, will IWB damit ihre Position auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ausbauen. Die Position von Senero wird demnach mit dem Zugang zu Struktur, Grösse und dem integrierten Lösungsangebot von IWB deutlich erweitert.

    In der Kooperation will IWB in die eigene und den Ausbau der dezentralen Solarstromproduktion investieren und damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Energiewende leisten, heisst es in der Mitteilung. Bis 2030 will das Unternehmen 150 bis 200 Megawatt Photovoltaikleistung (Megawatt peak/MWp) auf Dächern und Fassaden bei Privat- und Geschäftskunden installieren. Derzeit sind bereits 55 MWp installiert. Des Weiteren bietet IWB seinen Kunden umfangreiche Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) an. Kundinnen und Kunden werden bei Gründung, Betrieb und Verwaltung von ZEV unterstützt.

    Senero bringt in die neue Partnerschaft die Expertise in der Installation von Photovoltaikanlagen (PV), Batterien und Ladestationen für Elektroautos ein. Jährlich installiert das Unternehmen 120 Photovoltaikanlagen.

    «Zusammen mit unseren Solarfirmen Planeco und Kunz Solartech kann IWB dank Senero in der gesamten Deutschschweiz Solaranlagen bei Firmen und Privatkunden realisieren. Vor allem im Raum Zürich und in der Ostschweiz können wir nun unsere Vertriebsaktivitäten verstärken», wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb von IWB, in der Mitteilung zitiert. «Wir rechnen mit weiterhin starkem Wachstum in der Solarbranche, auch wenn das gegenwärtige Marktumfeld schwieriger geworden ist. Es gibt noch viel zu viele Dächer ohne PV, und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für PV-Anlagen haben sich mit der neuen Energiegesetzgebung verbessert.»

    Fabian Krämer, Co-Geschäftsführer von Senero, sieht in der Übernahme durch IWB Sicherheit und eine langfristige Perspektive. «IWB ist ein grosser und etablierter Partner, der unseren Mitarbeitenden eine sichere Zukunftsperspektive bietet. Gemeinsam mit IWB können wir unsere Erfolgsgeschichte im Solarmarkt fortsetzen und viele weitere Anlagen für unsere Kunden realisieren», wird Krämer zitiert.

  • Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Der Flugzeugbauer Pilatus will seinen Hauptsitz in Stans modernisieren. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, sollen die teilweise stark veralteten und energetisch ineffizienten Gebäude umfassend rekonstruiert werden. Die Produktions- und Verwaltungsflächen werden darüber hinaus mit neuen Gebäuden verdichtet. Dabei wird die architektonische Struktur den landschaftlichen Bedingungen angepasst. In vertikaler Bauweise werden die Flächen besser ausgenutzt, ohne dass die Bauten Höhen von 32, 36 oder 56 Metern überschreiten.

    Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Bauten den Prinzipien der Nachhaltigkeit folgen und den internationalen Standards (LEED) angepasst sein. Verwendet werden dabei rezyklierter Beton sowie einheimische Hölzer. Alle Bauten unterliegen hohen Energiestandards. Grossflächige Photovoltaikanlagen sollen die Eigenproduktion von Strom gewährleisten.

    Mit der umfassenden Renovierung bekennt sich Pilatus zum Standort Stans und zum Wohl seiner 2500 Mitarbeitenden. Deren umweltfreundliche Anreise zum Arbeitsplatz mit dem öffentlichen Verkehr wird mit finanziellen Unterstützungen bis zu 1000 Franken jährlich gefördert, heisst es in der Mitteilung.

    Am 26. November 2025 soll die Bevölkerung von Stans über eine Anpassung der Nutzungsplanung entscheiden können.

  • Schweizer Kulturbotschaft 2025–28 für Baukultur

    Schweizer Kulturbotschaft 2025–28 für Baukultur

    Der Entwurf der Kulturbotschaft 2025–28 rückt die Baukultur in den Mittelpunkt einer nachhaltigen Raumentwicklung. Angesichts von Klimawandel, Ressourcenknappheit und dem Verlust an Biodiversität gewinnt die Gestaltung des Lebensraums an strategischer Bedeutung. Die Baukultur liefert mit ihrem ganzheitlichen Ansatz Antworten auf zentrale Herausforderungen und ermöglicht eine nachhaltige Zukunft.

    Gestaltung als gesellschaftlicher Auftrag
    Baukultur umfasst alle raumwirksamen Tätigkeiten von der Denkmalpflege über die Stadtplanung bis zur Gestaltung zeitgenössischer Bauwerke. Gut gestaltete Gebäude, Siedlungen und Infrastrukturen fördern das Wohlbefinden der Bevölkerung, stärken das Kulturerbe und vereinen ökologische, soziale, ökonomische und kulturelle Werte. Diese integrative Qualität macht Baukultur zu einem entscheidenden Instrument für die Transformation von Städten und Regionen.

    Zukunftsweisende Impulse aus Davos
    Der internationale Davos Baukultur Prozess und die jüngsten Erklärungen europäischer Kulturministerinnen und -minister bekräftigen die Notwendigkeit eines holistischen Bauverständnisses. Die Schweiz nimmt diese Impulse auf und plant, Baukultur im Natur- und Heimatschutzgesetz zu verankern, ein wichtiger Schritt, um die Vorbildfunktion des Bundes zu stärken und bestehende Förderinstrumente gezielt zu nutzen.

    Kreislaufwirtschaft und Innovation als Leitlinien
    Die künftige Baukultur muss konsequent auf Kreislaufwirtschaft und Suffizienz ausgerichtet werden. Neue Standards wie Lebenszyklus-Grenzwerte für Emissionen, der bewusste Umgang mit Ressourcen und eine Kultur des Umbauens bilden das Fundament. Ergänzend braucht es eine Innovationskultur, die neue Materialien, Technologien und Prozesse fördert.

    Empfehlungen für eine kohärente Umsetzung
    Die unterzeichnenden Organisationen stellen konkrete Forderungen. Der Bereich Umwelt soll stärker integriert, Gemeinden und Städte in Beratungs- und Weiterbildungsangebote einbezogen und die effektive Bauteuerung bei der Fördermittelanpassung berücksichtigt werden. Zudem sei eine konsequente Anwendung des Baukulturbegriffs erforderlich, etwa bei den Schweizer Kulturpreisen oder in der Arbeit von Pro Helvetia. Der Runde Tisch Baukultur Schweiz bietet sich als nationale Plattform für die Koordination mit internationalen Initiativen an.

  • Starke Follower statt schwache Chefs

    Starke Follower statt schwache Chefs

    Die klassische Annahme lautet, wer Leistung bringt, wird befördert. Doch das sogenannte Peter-Prinzip erklärt bereits, warum gute Mitarbeitende oft bis zur Inkompetenz aufsteigen. Eine neue Perspektive bringen nun die Forscher Christian Zehnder, Benjamin Tur und Matthieu Légeret ein. Sie argumentieren, dass beim Aufstieg einer Führungskraft nicht nur deren Kompetenzen zählen, sondern auch der Verlust ihres Beitrags als Follower.

    Ein Zielkonflikt mit Folgen
    Wird eine Person mit hoher Teamkompetenz zur Führungskraft, verliert die Gruppe oft einen produktiven und engagierten Mitarbeitenden auf der operativen Ebene. In manchen Fällen kann es daher strategisch klüger sein, eine weniger kompetente Person zu befördern, einfach, um das funktionierende Teamgefüge zu erhalten.

    Führung ist nicht immer der Schlüssel zum Erfolg
    «Unsere Forschung zeigt, dass es unter bestimmten Umständen optimal sein kann, weniger kompetente Personen in Führungsrollen zu bringen», erklärt Zehnder. Das gelte vor allem dann, wenn die Führungsfunktion zeitaufwändig, aber operativ wenig entscheidend sei und wenn der beste Follower für die tägliche Arbeit unverzichtbar ist.

    Rolle der Unternehmenskultur
    Ein zentrales Element ist dabei die Wertschätzung guter Follower-Rollen. Belohnungssysteme könnten so gestaltet werden, dass Top-Performer auf unteren Hierarchiestufen bleiben möchten, ohne dass dies als Karrierestillstand empfunden wird. Zudem brauche es eine interne Kommunikation, die erklärt, warum nicht jede Beförderung gleichbedeutend mit dem höchsten Beitrag zur Organisation ist.

    Führung überdenken heisst Effizienz steigern
    Die Studie fordert ein radikales Umdenken in der Talentstrategie. Nicht immer ist die klassische Aufstiegsidee die beste Lösung für das Unternehmen. Manchmal ist es effektiver, Kompetenz dort zu lassen, wo sie den grössten Nutzen bringt, auch wenn das bedeutet, dass nicht die Besten an der Spitze stehen. Der wahre Erfolg liegt möglicherweise in der Stärke derer, die nicht führen.

  • Neue Studie analysiert Chemikalien in Plastik

    Neue Studie analysiert Chemikalien in Plastik

    Kunststoffe sind nicht nur ein Umweltproblem, sie sind ein chemisches Risiko. Ob Verpackungen, Kinderspielzeug oder Elektronik. In nahezu allen Kunststoffprodukten sind Chemikalien enthalten, viele davon potenziell schädlich für Mensch und Umwelt. Die neue Studie, an der renommierte Forschungseinrichtungen wie die Empa, die Eawag und norwegische Universitäten beteiligt sind, beleuchtet erstmals systematisch den chemischen Fussabdruck der Plastikwelt.

    PlastChem-Datenbank
    Die begleitende PlastChem-Datenbank verzeichnet über 16’000 Chemikalien, die in Kunststoffen eingesetzt werden, bewusst oder als Verunreinigung. Mindestens 4’200 davon sind laut den Autoren eindeutig gesundheits- oder umweltschädlich. Besonders alarmierend, diese Chemikalien finden sich nicht nur in Spezialanwendungen, sondern auch in alltäglichen Produkten wie Lebensmittelverpackungen, Spielwaren und Baukunststoffen.

    Bioassays statt Blackbox
    Ein innovativer Ansatz zur Risikobewertung liegt in der Anwendung sogenannter Bioassays, biologischer Tests, die die toxische Wirkung freigesetzter Stoffe messen, ohne deren genaue chemische Struktur zu kennen. Das eröffnet neue Wege, auch bislang nicht identifizierte Substanzen besser zu erfassen, eine Notwendigkeit, wenn man bedenkt, dass Kunststoffe oft auch Abbauprodukte und Reaktionsrückstände enthalten, die in keine Liste passen.

    Drei Hebel für sichere Kunststoffe
    Die Studie identifiziert drei zentrale Handlungsfelder:

    • Substitution gefährlicher Stoffe durch sichere Alternativen,
    • Transparenz über chemische Inhalte in Produkten entlang der Wertschöpfungskette,
    • chemisch vereinfachte Polymerdesigns, die Wiederverwendung und Recycling erleichtern.

    Diese Ansätze sind nicht nur technologische, sondern auch politische Aufgaben. Denn bislang fehlt es oft an regulatorischer Klarheit, welche Chemikalien verwendet werden dürfen und welche nicht.

    Impulse für das globale Plastikabkommen
    Die Ergebnisse liefern pünktlich zum UN-Verhandlungsprozess über ein globales Plastikabkommen eine wissenschaftlich fundierte Basis für konkrete Massnahmen. Entscheidend sei, so die Forschenden, dass nun nicht nur Umwelt-, sondern auch Gesundheitsaspekte im Zentrum der Kunststoffstrategie stehen.

    Stimmen aus der Forschung
    «Kunststoffe enthalten nicht nur zu viele Chemikalien, sondern auch zu viele, über die wir fast nichts wissen», sagt Hauptautor Martin Wagner (NTNU). Empa-Forscher Zhanyun Wang ergänzt: «Die chemische Vereinfachung ist ein Schlüssel für eine echte Kreislaufwirtschaft.»

    Die Studie macht deutlich, ein «Business as usual» in der Kunststoffproduktion ist weder ökologisch tragfähig noch gesundheitlich vertretbar. Wer Kunststoffe in Zukunft einsetzen will, muss sie neu denken, vom molekularen Design bis zur globalen Verantwortung.

  • Das Möbeliareal Glarus nimmt Gestalt an

    Das Möbeliareal Glarus nimmt Gestalt an

    Nach der Umzonung von der Industrie- in die Mischzone Wohnen und Arbeiten wurde der Grundstein für eine neue Nutzung gelegt. Mit der Einreichung des Überbauungsplans wird diese Vision nun konkret.

    Dialog als Basis für nachhaltige Entwicklung
    Ein intensives Dialogverfahren, das 2022 lanciert wurde, bildete die Grundlage für das nun vorliegende Richtprojekt. In diesem kooperativen Prozess wurden zentrale Fragen zu Städtebau, Nutzungsmix, Freiraum und Ökologie gemeinsam mit Fachleuten, Nachbarn und Interessierten erörtert. Die Ergebnisse münden in eine sorgfältige Planung, die ein Gleichgewicht zwischen historischen Bauten und neuen architektonischen Elementen anstrebt. Die ehemaligen Produktionsgebäude der ag möbelfabrik horgenglarus werden ab 2027 verfügbar und können in die erste Bauetappe integriert werden.

    Ein neuer Stadtbaustein im Zentrum von Glarus
    Die möbeliareal ag verfolgt mit dem Projekt das Ziel, einen lebendigen, offenen und durchmischten Ort zu schaffen. Bestehende Bauten wie die sanierte ehemalige Polsterei, ein Hans-Leuzinger-Bau sowie der etablierte Coworking-Space RAUMSTATION zeigen bereits heute, wie neue Nutzungen in bestehende Strukturen integriert werden können. Der geplante Neubau ergänzt die Anlage mit spannungsvollen Freiräumen und gibt dem Areal eine neue städtebauliche Lesbarkeit.

    Vorgesehener Baustart im 2027
    Der Überbauungsplan, basierend auf dem Richtprojekt von agps architecture ltd. und Böe Studio GmbH, wurde Ende 2023 zur Vorprüfung bei der Gemeinde eingereicht. Nach einer allfälligen Überarbeitung wird der rechtskräftige Plan erwartet. Danach könnten erste Baugesuche folgen, der Baustart in Etappen ist ab 2027 vorgesehen. Damit geht ein Entwicklungsprozess weiter, der mit fundierten Marktanalysen und planerischen Studien vorbereitet wurde und nun in eine konkrete Realisierungsphase übergeht.

    Perspektiven für urbane Lebensräume
    Mit dem Möbeliareal entsteht inmitten des Kantonshauptorts ein Projekt mit Vorbildcharakter. Historisch verwurzelt, sozial durchmischt, architektonisch weitsichtig geplant und wirtschaftlich tragfähig. Der sorgfältig orchestrierte Übergang vom industriellen Produktionsstandort zu einem vielfältigen Lebensraum zeigt beispielhaft, wie Standortentwicklung im Spannungsfeld von Tradition und Zukunft gelingen kann.

  • Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Die ERNE AG Bauunternehmung sieht sich bei der Realisierung einer Dreifachsporthalle in Sissach auf gutem Kurs. Das Projekt wird von ERNE plus als Totalunternehmer umgesetzt, informiert das Unternehmen der ERNE Gruppe aus Laufenburg in einer Mitteilung. Seit Spatenstich am 12. April vergangenen Jahres laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

    ERNE plus übernimmt als Totalunternehmer die Koordination aller am Bau beteiligten Gewerke. Durch die enge Zusammenarbeit werde die termingerechte und hochqualitative Ausführung des Bauprojekts sichergestellt, schreibt die ERNE AG. Bei Planung und Umsetzung setzt ERNE digitale Werkzeuge ein.

    Der von der Architekten Penzel Valier AG aus Zürich erarbeitete Entwurf der Dreifachsporthalle setzt auf nachhaltige Bauweise, heisst es in der Mitteilung. Ein Grossteil der Halle wird unterirdisch entstehen, so dass auf dem Hallendach ein Allwetterplatz angelegt werden kann. Oberirdisch ist die Halle über einen Pavillon mit dem bestehenden Schulgebäude verbunden.