Kategorie: Neubau

  • Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Die Energieeffizienz, die Energie-Autarkie und der Hitzeschutz sind aktuell grosse Themen und werden in der Zukunft noch zentraler. Seit 2023 kann nicht nur ein einzelnes Haus, sondern ein ganzes Areal von Minergie zertifiziert werden und damit auch die Umgebung verstärkt in die Planung von Wohnbauprojekten einbezogen werden. Das «Fischermätteli» in Burgdorf BE hat am 2. September 2024 von Minergie schweizweit das erste definitive Areal-Zertifikat erhalten und damit ein neues Level im nachhaltigen Bauen erreicht.

    Label mit hohen Anforderungen
    Der neue, umfassende Standard Minergie-Areal wird durch den Verein Minergie, die Kantone, die Wirtschaft und das Bundesamt für Energie getragen. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen sehr geringen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen in Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude weisen einen überdurchschnittlichen Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftwechsel aus. Die Gestaltung des Aussenraums erhöht die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität, beispielsweise durch geeignete Bepflanzung und Beschattungen. Das Minergie-Areal bietet zudem Anreize für eine klimafreundliche Mobilität.

    Über 6600 m3 Schweizer Holz
    Das Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem ehemaligen Gewerbeareal in Burgdorf BE. Gebaut wurde mit über 6600 m3 Schweizer Holz, wodurch das «Fischermätteli» schweizweit das grösste Projekt ist, welches den Minergie-A-ECO-Standard und Schweizer Holz vereint.

    Klimataugliche Umgebungsgestaltung
    Die Energie für das gesamte Areal stammt zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen: der Strom von den Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern, die Wärme für Heizung und Warmwasser von einer Heizzentrale, welche mit Schweizer Pellets versorgt wird. Das feinmaschige Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Carsharing, Velos und den öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working-Space fördert das Homeoffice und entlastet damit indirekt die Verkehrswege. Ausserdem sorgt die klimataugliche Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip für eine natürliche sowie effiziente Kühlung im Sommer und macht das «Fischermätteli» dank den unzähligen einheimischen Pflanzen zu einem Hotspot der Biodiversität.

    Erfolg dank klimafreundlichem Gesamtkonzept
    Dass sich das klimafreundliche Gesamtkonzept im Sinne des Standards Minergie-Areal nicht nur für die Bewohner, sondern auch für den Investor bezahlt macht, kann Pius Kneubühler, Managing Director Real Estate Development & Construction bei den Strüby Unternehmungen, bestätigen. «Der Erfolg hat sich bereits bei der Vermarktung der Eigentumswohnungen manifestiert. Die Nachfrage war derart erfreulich, dass alle Wohnungen bis Bauabschluss verkauft werden konnten.»

  • Wohn- und Gewerbekomplex mit 272 Wohnungen und Hotel entsteht in Opfikon

    Wohn- und Gewerbekomplex mit 272 Wohnungen und Hotel entsteht in Opfikon

    Implenia hat bei der Realisierung des Projekts Rocket & Tigerli eine weitere Hürde genommen. Am 26. September sei die Baueingabe für das Hochhaus Rocket und die drei eigenständigen Tigerli-Gebäude erfolgt, informiert die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Insgesamt sollen hier 272 Wohnungen, ein Hotel sowie Räume für Gewerbe und Veranstaltungen entstehen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das dritte Quartal 2025 vorgesehen.

    Beim Hochhaus Rocket handelt es sich um eines der höchsten aktuell geplanten Holz-Wohngebäude, erläutert Implenia. Die Konstruktionsweise hat Implenia in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und dem Bauingenieurbüro WaltGamarini entwickelt. Bei den Tigerli-Bauten setzt Implenia hingegen auf die traditionelle Massivbauweise aus Stahlbeton und Backstein. Bis Ende 2028 sollen alle vier Gebäude fertiggestellt sein.

    Am 21. Oktober stellt die Bauherrschaft von Rocket & Tigerli, Ina Invest, das Projekt im Lokhaus in Winterthur vor. Die Ausstellung zum Projekt kann im Anschluss bis zum 25. Oktober besucht werden.

  • Neues Padel-Center entsteht im Green Spin Winterthur

    Neues Padel-Center entsteht im Green Spin Winterthur

    Das Jungunternehmen Padelta aus Rothenburg LU wird laut einer Mitteilung Ankermieter für das Dienstleistungsgebäude Green Spin in Winterthur. Auf 3200 Quadratmetern wird Padelta fünf Courts, ein Fitnessangebot und ein Café realisieren. Ab 2027 sollen die Plätze in Betrieb genommen werden. Padelta betreibt an acht Standorten in der Schweiz 33 Spielplätze.

    „Padelta passt perfekt zu unserem angestrebten Mietermix“, werden Rahel und Peter Felix zitiert. Beide haben mit ihrem Büro Felix Partner das Green Spin-Projekt initiiert und entwickelt. Mit dem Angebot von Sport, Freizeitaktivitäten und Gastronomie spreche das Padel-Center genau eine der avisierten Nutzergruppen des Gebäudes an.

    Green Spin liegt im Grüze-Quartier im Osten der Stadt Winterthur und bietet auf 31‘000 Quadratmetern Flächen für Gewerbe, Büros sowie Dienstleistungen an. Das Projekt orientiert sich an den ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit und wird nach dem internationalen Nachhaltigkeitsstandard für Bauten, BREEAM, zertifiziert. Der Baustart für das Gebäude findet 2025 statt – bezogen wird es 2027.

    „Firstmover in einem Pionierprojekt in Europa zu sein, hat uns begeistert“, wird Yannick Moser von Padelta zitiert. Das Konzept überzeugt laut der Mitteilung auch andere Branchen. Es gebe bereits in konkrete Verhandlungen mit weiteren Ankermietern für Green Spin.

  • Ein neuer Standard im Kanton Zürich

    Ein neuer Standard im Kanton Zürich

    Vögel schützen, Kollisionen verhindern
    Der Umweltschutz steht im Fokus dieses neuen Gesetzes, das dem Schutz der avianen Fauna dienen soll. Schätzungen zufolge verlieren in der Schweiz jährlich über drei Millionen Vögel ihr Leben infolge von Kollisionen mit verspiegelten Fassaden und Fensterscheiben. Künftig sollen Neubauten hier eine Vorreiterrolle einnehmen und Massnahmen ergreifen, um solche Tragödien zu vermeiden. Der Kantonsrat hat heute in erster Lesung entschieden, dass die Planung künftig auf die Sicherheit für Vögel Rücksicht nehmen muss. Nach dem erfolgreichen Abstimmungsergebnis von 147 zu 30 Stimmen wird die Vorlage nun in die Redaktionskommission übergeben, und die formale Verankerung im Gesetz wird in etwa vier Wochen erwartet.

    Gestaltungsspielraum für nachhaltige Lösungen
    Die Diskussion über die genaue Formulierung führte jedoch zu kontroversen Debatten. Während die SP eine umfassendere Regelung forderte, die auch bestehende Gebäude einbeziehen sollte, einigte sich das Parlament auf den aktuellen Kompromiss. «Es ist entscheidend, dass wir den Vogelschutz jetzt umsetzen, auch wenn wir uns mehr gewünscht hätten», betonte Theres Agosti von der SP. Auch Thomas Forrer von den Grünen äusserte den Wunsch, dass auch grössere Umbauten in den neuen Vogelschutzartikel aufgenommen werden sollten.

    Herausforderungen für Bauherrschaften und Behörden
    Während einige Fraktionen die Initiative unterstützten, äusserte die FDP Bedenken und sah keinen akuten Handlungsbedarf. Sie argumentierten, dass der bestehende rechtliche Rahmen bereits ausreiche und dass Pläne, die Vögel gefährden, nicht genehmigt werden dürften. Dennoch betonte Agosti, dass das Problembewusstsein für den Vogelschutz oft unzureichend sei, und verwies auf Beispiele wie das Kantonsspital Winterthur, das durch transparente Glasgeländer für Gefahren sorgte.

    Der Grüne Baudirektor Martin Neukom erkannte ebenfalls die Gefahren, die von Glas ausgehen, und betonte, dass ein umfassendes Gesetz wichtig wäre, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Dennoch hatte der Regierungsrat Bedenken hinsichtlich des Mehraufwands für Bauherrschaften und Behörden geäussert und die Vorlage letztlich abgelehnt.

  • Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Das Konzept des neuen Kindergartens ist beeindruckend. Das Sockelgeschoss beherbergt neben einer Küche und einem Therapieraum alle notwendigen Flächen für Haustechnik, Lager, Reinigung und Aussengeräte. Durch die zurückgesetzte Bauweise tritt das Sockelgeschoss dezent in Erscheinung und schafft vielfältig nutzbare und vor Witterung geschützte Aussenflächen. Eine barrierefreie Erschliessung wird durch eine neue Wegführung vom Haupteingang am Charlottenweg gewährleistet.

    Auf diesem massiven Sockel erhebt sich das Kindergartengeschoss, das sich in drei «Häuser» mit Zeltdächern gliedert. Jedes dieser «Häuser» dient spezifischen Nutzungen und bietet den Kindern individuelle Haupt- und Gruppenräume. Die architektonische Gestaltung mit den Zeltdächern, die auch im Innenraum ersichtlich sind, schafft eine besondere Atmosphäre, die durch die Kombination aus Boden und «Deckenhimmel» als zusätzliche Raumbegrenzung ein vielschichtiges Raumerlebnis ermöglicht. Eine Galerie in den Hauptzimmern ergänzt den Raum und bietet den Kindern Rückzugs- und Beobachtungsorte.

    Der Neubau wird fast 3 Millionen Franken kosten, wobei das Gebäude selbst rund 2,2 Millionen Franken in Anspruch nimmt. Zusätzliche Kosten fallen für Mobiliar, Umgebungsgestaltung, den Anschluss an die Fernwärme und unvorhergesehene Ausgaben an.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Die Architekturbüros Berger Hammann Architekten AG und BRH-Architekten AG haben mit ihrem Entwurf die Jury überzeugt. Die Holzbauweise und durchdachte Raumeinteilung waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Das an ein «Waldhüttenensemble» erinnernde Projekt fügt sich perfekt in die naturnahe Umgebung des Charlottenfels ein.

    Die Fertigstellung des neuen Doppelkindergartens ist für den Spätsommer 2025 geplant.

    Neuhausen investiert in die Zukunft
    Die Bevölkerung von Neuhausen wächst stetig durch den Bau neuer Wohnanlagen. Nebst dem Doppelkindergarten Charlottenfels der im Herbst 2025 eröffnet wird sind weitere Schulraumerweiterungen geplant.

    Diese Investitionen in Bildung und Infrastruktur sind klare Signale für die Zukunft Neuhausens. Die Gemeinde setzt auf qualitatives Wachstum und Nachhaltigkeit, um den Anforderungen einer dynamischen Bevölkerungsentwicklung gerecht zu werden.

  • Neues Schulgebäude schafft Platz für 500 Schüler

    Neues Schulgebäude schafft Platz für 500 Schüler

    Das Lycée Français de Zurich hat die Grundsteinlegung für eine neues Gebäude gefeiert. Die geplante Erweiterung soll Platz für rund 500 neue Schülerinnen und Schüler schaffen, informiert die Privatschule aus Dübendorf in einer Mitteilung. Derzeit zählt das Lycée Français rund 1130 Schülerinnen und Schüler.

    Die Erweiterung wird von der Zürcher Niederlassung von HRS aus Frauenfeld geleitet und von der Zürcher Kantonalbank finanziert. Zum Schuljahresbeginn 2026 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Im selben Jahr blickt das Lycée Français de Zurich auf 70 Jahre Geschichte zurück.

    Das Lycée Français de Zurich wird von Eltern geleitet und ist von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich anerkannt. In der Privatschule erhalten Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren zweisprachigen Unterricht in Deutsch und Französisch. Anschliessend können sie in einem internationalen Zweig Deutsch und Englisch vertiefen und zum Abschluss der Schulzeit das dreisprachige internationale französische Abitur ablegen.

    An der Grundsteinlegung nahmen unter anderen Marion Paradas, Botschafterin Frankreichs in der Schweiz und in Liechtenstein, Marc Ferracci, Abgeordneter der Franzosen in der Schweiz und Minister der französischen Regierung, und Susanne Hänni, Präsidentin der Primarschule und Stadträtin der Gemeinde Dübendorf, teil.

    Im Rahmen der Zeremonie zur Eröffnung der Bauarbeiten wurde unter anderem eine Zeitkapsel vorbereitet, die im Fundament des Gebäudes untergebracht werden soll. Die Zeitkapsel wurde mit Dokumenten über den Bau des Gebäudes, Tageszeitungen und dem Jahrbuch der Schule gefüllt.

  • Erweiterung der Grosssiedlung Webermühle in Neuenhof geplant

    Erweiterung der Grosssiedlung Webermühle in Neuenhof geplant

    Die Altura RE AG ist Eigentümerin von sechs Parzellen mit einer Gesamtfläche von 15’234 Quadratmetern auf dem Areal Webermühle/Damsau in Neuenhof, informiert die Nidwaldner Immobilienfirma in einer Mitteilung. Für ihre Parzellen und die Grundstücke weiterer Eigentümer in der Wohnzone Webermühle sollen die Rahmenbedingungen für die Erweiterung und künftige Entwicklung der Grosssiedlung Webermühle erarbeitet werden. Dafür nehmen Altura RE und die Gemeinde Neuenhof ein kooperatives Planungsverfahren auf.

    «Hierzu ist es uns unter anderem wichtig, einen gut durchdachten Brückenschlag zum Quartier Klosterrüti herstellen zu können», wird Rudolf Peschel, Verwaltungsratspräsident der Altura RE AG, in der Mitteilung zitiert. «Die uns bisher vorliegenden Gutachten und Expertisen zeigen uns deutlich auf, dass das Areal Webermühle-Ermitage dank der guten Erschliessung und der Lage im Grünen direkt an der Limmat für die Schaffung von attraktiven und modernem Wohnraum prädestiniert ist.»

    Das kooperative Planungsverfahren soll vom Luzerner Planungsbüro plan:team im Workshop-Verfahren gestaltet und begleitet werden. Mit seinem Abschluss wird bis Anfang 2026 gerechnet. Im Anschluss erfolgt die Erarbeitung des Gestaltungsplans, bei der die Gemeinde dann als Bewilligungsbehörde fungiert.

    Der Zeitpunkt des eigentlichen Baubeginns hänge stark von der Planungseffizienz in den vorherigen Phasen ab, erläutert Altura RE. «Dabei sind wir gegenwärtig immens von der zeitlichen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neuenhof und deren personellen Kapazitäten abhängig», meint Peschel.

  • Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    An der ZHAW haben Baudirektor Martin Neukom, Bildungsdirektorin Silvia Steiner und ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau am 13. September den Startschuss für die Bauarbeiten zur Erweiterung und Modernisierung der School of Engineering gegeben. Die ZHAW sei eine der führenden Hochschulen der Schweiz mit über 14’000 Studierenden, heisst es in einer Medienmitteilung. Doch genügten einige der bestehenden Gebäude auf dem Areal des ehemaligen Technikums in Winterthur den heutigen Anforderungen nicht mehr. Ausserdem nehme die Anzahl Studierender weiter zu. Deshalb werde der Campus T über die nächsten Jahre in mehreren Etappen modernisiert und erweitert.

    In der ersten Bauetappe werden zwei neue fünfgeschossige Laborgebäude hinter dem historischen Technikum gebaut. Sie stellen dringend benötigten Raum für Lehre, Forschung und Entwicklung bereit. Dort entstehen verschiedene Versuchsräume sowie eine öffentlich zugängliche Mensa und Cafeteria. Die Neubauten werden an das Fernwärmenetz der Stadt Winterthur angeschlossen und mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet.

    Ebenfalls im Rahmen der ersten Bauetappe wird laut der Mitteilung die Eulach mit einem öffentlichen, naturnahen Park ökologisch aufgewertet und der Hochwasserschutz ausgebaut. Zwei neue Brücken werden die Altstadt und den Campus T mit der Kantonsschule Büelrain und dem umliegenden Wohnquartier verbinden.

    Bis November erfolgt der Rückbau des bestehenden Gebäudes TB, heisst es weiter. Parallel dazu laufe der Aushub der Baugrube für das kleinere Laborgebäude TT. Danach beginnen die Rohbauarbeiten des ersten Neubaus, dessen Fertigstellung im Jahr 2027 vorgesehen ist. Der zweite Neubau soll 2029 bezugsfertig sein.

  • Zürcher Hochschule der Künste würdigt zehn Jahre Toni-Areal

    Zürcher Hochschule der Künste würdigt zehn Jahre Toni-Areal

    Die Zürcher Hochschule der Künste habe zum Beginn des Wintersemester gleich zwei Gründe zum feiern, schreibt die ZHdK in einer Mitteilung. Zum einen nehmen 711 Menschen ein Bachelor- oder Masterstudium in Musik, Design, Fine Arts, Kulturanalysen und Vermittlung oder den Darstellenden Künsten und Film auf. Zum anderen blickt die Hochschule auf das zehnjährige Bestehen ihres Campus Toni-Areal zurück.

    Für diesen Rückblick hat die ZHdK eine eigene Internetseite eingerichtet. Interessierte können sich hier Einblick in den Hochschulalltag verschaffen oder sich in Bildern durch den Umbau des Toni-Areals von einer Molkerei zum Campus führen lassen. Die beiden Architekten von damals stellen auf der Internetseite ihre Überlegungen zum Toni-Areal vor. Auch die Öffnung des Campus für die Bevölkerung und die Beteiligung der Studierenden an dessen Neugestaltung werden thematisiert. Seit der Fertigstellung des Toni-Areals hat sich die Zahl der Standorte der ZHdK von ehemals 37 auf zwei vermindert. Neben dem Toni-Areal wird nur noch der Standort an der Gessnerallee betrieben.

  • Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    FlexBase will gemäss bereits vorgestellter Pläne sein neues Technologiezentrum zeitgetreu realisieren. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Technologieunternehmen dafür die ebenfalls in Laufenburg ansässige ERNE Gruppe als Generalauftragnehmer gewinnen. Der Bau soll den Plänen nach 2025 beginnen. Ein entsprechendes aktualisiertes Baugesuch ist bei den zuständigen Behörden eingereicht worden.

    Das Technologiezentrum soll auf den ehemaligen Swissgrid-Gelände errichtet werden. Kernstück soll ein Neubau gegenüber dem existierenden Gebäude sein. Nebst vielen Forschungseinrichtungen soll dort ein Rechenzentrum mit Kapazitäten für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen. Des Weiteren will FlexBase auf dem Gelände einen 20‘000 Quadratmeter grossen Batteriespeicher mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt errichten. Bei dem laut der Mitteilung nicht brennbaren und nicht explosiven Speicher handelt es sich um den «weltweit grössten und modernsten Batteriespeicher seiner Art». Mit dem Bau des neuen Technologiezentrums sollen mehrere hundert Arbeitsplätze für Fachkräfte sowie Ausbildungsplätze entstehen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, rechnet Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, trotz der Neuauflage des Projekts nicht mit einer Bauverzögerung. Er begründet die Auffassung mit der engen Zusammenarbeit mit ERNE: «In diesem Projekt habe ich von Anfang an nicht nur die Kompetenz von ERNE, sondern auch die volle Aufmerksamkeit des Top-Managements erfahren.» Auch der CEO von ERNE, Giuseppe Santagada, zeigt sich optimistisch: «Mein persönliches Commitment geht weit über die Realisierung dieses Projektes hinaus; es umfasst auch die Förderung neuer technologischer Kompetenzen und die Steigerung der Standortattraktivität von Laufenburg für die Vision einer prosperierenden Region».

  • Mobimo erweitert Aeschbachquartier in Aarau

    Mobimo erweitert Aeschbachquartier in Aarau

    Mobimo hat mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und seinen Projektpartnern laut einer Mitteilung den Grundstein für die beiden Gebäude Hof- und Hallenhaus im Aarauer Aeschbachquartier gelegt. Als Teil des Gesamtentwicklungsgebiets Torfeld Süd wird damit die nächste Ausbauetappe des 2019 neu belebten Stadtviertels realisiert.

    Nach den Plänen von Baumberger Stegmeier Architekten aus Zürich entstehen dort 126 Mietwohnungen mit 1,5 bis 5,5 Zimmern. Das Hofhaus wird als Holzbau mit Gartenhof in zukunftsorientierter, ökologischer Bauweise umgesetzt. Das Hallenhaus steche in Sachen Nachhaltigkeit und grauer Energie positiv hervor, weil so viel Fassadenbestand der früheren Halle 5 wie möglich übernommen werde, so Mobimo. Sie dient als Erdgeschoss für die Aufstockung des historischen Gebäudes.

    Die Fertigstellung ist für den Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug für das 2. Quartal 2026. Die Vermarktung beginnt im dritten Quartal 2025. Insgesamt wird das Aeschbachquartier dann über rund 260 Miet- und Eigentumswohnungen verfügen. Zudem bietet es auf rund 4600 Quadratmetern Geschäftsfläche Raum für 1400 dort arbeitende Personen.

  • Baustart für die Erweiterung ZHAW School of Engineering

    Baustart für die Erweiterung ZHAW School of Engineering

    Die erste Bauetappe umfasst den Bau von zwei fünfstöckigen Laborgebäuden, die dringend benötigten Raum für Lehre, Forschung und Entwicklung bieten. Diese modernen Gebäude ergänzen die historischen Bauten des ehemaligen Technikums und sind flexibel gestaltet, um den sich wandelnden Anforderungen der Hochschule langfristig gerecht zu werden. Die Gebäude werden zudem an das Fernwärmenetz der Stadt Winterthur angeschlossen und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, was einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leistet.

    Mehr als nur Hochschulgebäude – ein öffentlicher Raum für alle
    Parallel zur Errichtung der Laborgebäude wird die Eulach in einen naturnahen Park integriert. Dieser Park bietet nicht nur den Studierenden, sondern auch der Öffentlichkeit eine grüne Oase der Erholung mitten in der Stadt. Der Fluss wird ökologisch aufgewertet und zwei neue Brücken verbinden die Altstadt mit dem «Campus T» und den umliegenden Quartieren. Der Park dient als lebendiger Treffpunkt, der Bildung und Natur harmonisch miteinander verbindet.

    Zeitplan und Ausblick
    Noch in diesem Jahr wird das bestehende Gebäude TB rückgebaut, und der Aushub für das neue Laborgebäude TT beginnt. Der Rohbau des ersten Neubaus soll bis 2027 fertiggestellt sein, während das zweite Gebäude voraussichtlich 2029 bezugsbereit sein wird. Diese Erweiterung der ZHAW ist ein bedeutender Schritt für den Bildungs- und Forschungsstandort Winterthur, der dadurch seine Attraktivität und Innovationskraft weiter ausbauen kann.

    Mit dem Start der Bauarbeiten wird die Modernisierung des «Campus T» in Winterthur Realität. Die neuen Laborgebäude und der naturnahe Park stärken nicht nur die ZHAW, sondern auch die gesamte Region. Für Studierende, Lehrende und die Bevölkerung entsteht ein moderner Raum, der Forschung, Bildung und Erholung vereint.

  • Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Am Hauptsitz von Roche in Basel wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Die Einweihung des neuen Pharma Research and Early Development Centers (pRED). Das Zentrum, das 1.800 hochmoderne Arbeitsplätze für Labor- und Büroarbeiten bietet, bringt Expertinnen und Experten aus verschiedenen Forschungsfeldern zusammen. Ziel ist es, durch enge Zusammenarbeit die Effizienz der Forschung und Entwicklung zu steigern. An der feierlichen Eröffnung nahm auch Bundesrat Guy Parmelin teil, was die nationale Bedeutung dieses Projekts unterstreicht.

    Roche verfolgt mit dem neuen pRED Center eine klare Vision, die Bündelung von Expertise aus Bereichen wie Chemie, Biologie und Datenwissenschaft, um wegweisende Innovationen voranzutreiben. Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, betonte die zentrale Rolle des Zentrums im globalen Innovationsnetzwerk des Unternehmens. «Dieses Zentrum wird nicht nur die Effizienz unserer Forschung verbessern, sondern auch dazu beitragen, den grösstmöglichen Nutzen für Patientinnen und Patienten weltweit zu erzielen.»

    Milliarden-Investitionen in die Zukunft
    Die Investition in das pRED Center ist Teil eines langfristigen Engagements von Roche am Standort Basel. Seit 2009 hat das Unternehmen 4,6 Milliarden Franken in den Ausbau des Standorts investiert. Mit den neuen vier Gebäuden – darunter zwei Laborhochhäuser, ein Bürokomplex und ein Kongresszentrum – setzt Roche ein weiteres starkes Zeichen für die Zukunft.

    Und das ist erst der Anfang: Weitere 1,2 Milliarden Franken fliessen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts, was die Rolle von Basel als globales Zentrum für pharmazeutische Forschung und Entwicklung nachhaltig stärkt.

    Mit der Eröffnung des neuen pRED Centers investiert Roche nicht nur in die eigene Innovationskraft, sondern auch in die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Basel. Diese Milliarden-Investitionen sind ein klares Signal dafür, dass der Pharmakonzern seine führende Rolle in der globalen Forschung und Entwicklung weiter ausbauen will – ein bedeutender Schritt sowohl für die Branche als auch für die Region.

  • Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    ERNE und Oxara können erste Erfolge bei ihrem Machbarkeitsnachweis für CO2-reduziertes Bauen vermelden. Die Arbeiten am Pavillon MANAL auf dem Campus der Hochschule Luzern in Horw schreiten voran, informiert das Aargauer Bauunternehmen in einem Beitrag auf LinkedIn. Beim Bau des Pavillons ist ERNE für das Mauerwerk verantwortlich. Dabei werden Produkte der Technologie Oxabrick von Oxara aus Dietikon verwendet. Die beiden Unternehmen sind im Mai eine Partnerschaft für die Entwicklung nachhaltiger Baustoffe auf Lehmbasis eingegangen.

    Im Projekt MANAL kommt der von ERNE verbaute Erdmörtel erstmals ausserhalb des Labors zur Anwendung. «Das Material verhält sich beim Mauern komplett anders als herkömmlicher Mörtel», wird ERNE-Maurer Mattia im Beitrag zitiert. «Wir mussten uns dafür zuerst eine angepasste Verarbeitungstechnik aneignen.» Als Vorteile des auf der Oxara-Technologie basiereden nachhaltigen Baustoffes nennt Mattia seine permanente Wasserlöslichkeit und lange Bearbeitbarkeit. Für Bögen und Gewölbe des Pavillons werden zementfreie Lehmsteine verbaut.

  • Bildungseinrichtung bezieht neuen Standort in Rotkreuz

    Bildungseinrichtung bezieht neuen Standort in Rotkreuz

    XUND eröffnet einen Standort auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz. Damit reagiert das Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz auf das limitierte Raumangebot für seine Gesundheitsausbildungen in Alpnach. Wie es in einer Mitteilung heisst, könne der dortige XUND-Standort wegen des zu erwartenden Wachstums und der sich verändernden Ausbildungsmodelle den Ansprüchen langfristig nicht mehr genügen. Deshalb werde ihn das neue Gebäude Suurstoffi 45 ablösen. Dessen Bezug ist für 2028 vorgesehen. Der Standort Luzern bleibt davon unberührt.

    Die Zug Estates AG wird laut einer eigenen Bekanntmachung den Neubau ab Ende 2024 errichten und bis Mitte 2027 fertigstellen. Für dessen über 6000 Quadratmeter habe das Immobilienunternehmen mit XUND einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren unterzeichnet. Mit XUND habe man einen «idealen Partner gefunden, der sehr gut zu den bestehenden Mietern auf dem Suurstoffi-Areal passt», wird der Leiter Portfoliomanagement von Zug Estates, Alain Baumgartner, zitiert.

    XUND-Präsident Josef Widmer äussert sich überzeugt, dass der Standort Rotkreuz die regionale Verankerung von XUND in der Zentralschweiz stärke und die Erreichbarkeit für viele Studierende und Lernende deutlich verbessere: «Es werden Synergien mit weiteren Bildungspartnern wie der Hochschule Luzern vor Ort ermöglicht und Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit der Praxis oder der Forschung eröffnet. Dank dem modernen Standort sowie dem innovativen Umfeld auf dem Suurstoffi-Areal gewinnt die Ausbildung im Gesundheitswesen an Attraktivität und unterstützt die Zentralschweizer Ausbildungsbetriebe bei der Nachwuchssicherung.»

  • Geistlich lädt zum Spatenstich am Lymhof ein  

    Geistlich lädt zum Spatenstich am Lymhof ein  

    Geistlich Immobilia AG lädt am 20. September zum ersten Spatenstich für das Bauprojekt Lymhof in Schlieren ein. Der Anlass beginnt um 16 Uhr mit Infostationen und Festbetrieb auf der Baustelle. Um 17 Uhr erfolgt der offizielle Spatenstich und dann gibt es von 18.30 Uhr bis 20 Uhr einen Ausklang bei der Buvette.

    Der Lymhof wird Teil des Schlieremer Quartiers Am Rietpark. Der Lymhof schafft laut Projektbeschrieb nicht nur ein attraktives Wohnangebot für eine Bewohnerschaft mit verschiedenen Generationen und Lebensmodellen. Er soll auch ein Treffpunkt für das Quartier werden, mit Bistro und Hotel, einer multifunktionalen Halle, zwei grünen Innenhöfen sowie Räumen für kleine Geschäfte und Quartierangebote.

    Die Aushubarbeiten beginnen jetzt, nachdem der Rückbau des Vitis Sport Centers mit Tennishalle abgeschlossen wurde. Im Februar 2024 hatte der Stadtrat von Schlieren die Baubewilligung für den Lymhof erteilt. Die rund 350 Mietwohnungen werden zwar erst 2027 bezugsbereit sein, doch kann ein Mietinteresse schon jetzt angemeldet werden.

  • Berner Holzbau und Schreiner planen gemeinsames Bildungszentrum

    Berner Holzbau und Schreiner planen gemeinsames Bildungszentrum

    Die ausserordentliche Generalversammlung von Holzbau Schweiz Sektion Bern (hssb) hat sich laut einer Medienmitteilung nach dem Berner Schreinermeisterverband nun ebenfalls für die Einrichtung eines gemeinsamen Bildungszentrums ausgesprochen. Bereits Ende Mai hatten die Berner Schreiner einen Projektierungskredit von 250‘000 Franken dafür genehmigt. Nun stimmten auch die hssb-Mitglieder einstimmig für einen Kredit in gleicher Höhe.

    «Dieses Projekt wird nicht nur unsere Auszubildenden unterstützen, sondern die gesamte Holzbranche in der Region stärken», wird hssb-Präsident Peter Haudenschild zitiert. «Nach langen Diskussionen innerhalb unseres Verbands freue ich mich, dass wir nun zusammen mit den Zimmerleuten ein zukunftsweisendes Bildungszentrum auf die Beine stellen», so Jürg Rothenbühler, der Präsident des Berner Schreinermeisterverbandes.

    Standort des Berner Bildungszentrums Holz soll Lützelflüh BE werden. «Das Grundstück dort wird uns gehören – das schafft Sicherheit», betont Haudenschild. Die Entscheidung ist den Angaben zufolge auch aufgrund der baulichen und logistischen Möglichkeiten vor Ort gefallen. Das geplante Zentrum soll aus vier Stockwerken bestehen, die Platz für spezialisierte Werkstätten, Schulungsräume und eine gemeinsame Infrastruktur bieten. Das neue Bildungszentrum soll beiden Verbänden möglichst grosse Flexibilität bieten. Ziel sei es, möglichst rasch auf Veränderungen in der Anzahl der Lernenden und den Wandel in der Berufsbildung reagieren zu können.

    Das Bildungszentrum Holz in Lützelflüh soll bis Frühjahr 2028 fertiggestellt sein. Im August 2028 ist der Start der ersten überbetrieblichen Kurse am neuen Standort vorgesehen.

  • Wie unsinnige Vorschriften den Wohnungsbau bremsen

    Wie unsinnige Vorschriften den Wohnungsbau bremsen

    In den Schweizer Städten sind Mietwohnungen knapp und teuer, und die Gründe dafür sind vielfältig. Ein entscheidender Faktor ist die zunehmend längere Wartezeit zwischen Baugesuch und Baubewilligung. Die Anzahl der Wartetage hat sich in den letzten zehn Jahren im gesamtschweizerischen Durchschnitt um rund 12 Prozent erhöht. Während Baugesuche vor einem Jahrzehnt noch durchschnittlich 118 Tage bis zur Genehmigung benötigten, sind es heute bereits 133 Tage.

    Besonders betroffen sind die Kantone Genf, Freiburg und Basel-Stadt, wo die Prüfung eines Baugesuchs bis zu 188 Tage dauert. Auch im Kanton Zürich ist die Wartezeit mit 152 Tagen beträchtlich. Diese Verzögerungen sind ein Symptom für tiefgreifendere Probleme im Schweizer Bauwesen.

    Unsinnige Vorschriften als Bremsklotz
    Architekten und Fachleute sehen in unsinnigen Bauvorschriften ein zentrales Hindernis für den raschen Neubau von Mietwohnungen in urbanen Zentren. Peter Sturzenegger, Eigentümer des Architekturbüros Isler Architekten AG in Winterthur, nennt den Mehrlängenzuschlag (MLZ) als Beispiel. Diese Vorschrift schreibt vor, dass bei Gebäuden ab 14 Metern Länge der Grenzabstand vergrössert werden muss, was viele Bauprojekte verunmöglicht hat. In Winterthur ist die Aufhebung dieser Vorschrift bis Ende 2025 geplant, doch in anderen Städten wie Zürich bleibt die Zukunft dieser Regel ungewiss.

    Überholte Gesetze und ihre Folgen
    Ein weiteres Beispiel für veraltete Bauvorschriften ist die Ausrichtung von Wohnräumen im Kanton Zürich. Das Planungs- und Baugesetz verlangt, dass Wohnräume nicht mehrheitlich nach Nordosten oder Nordwesten ausgerichtet sein dürfen, um Tageslicht zu maximieren und Schimmelbildung zu vermeiden. Pascal Müller von der Müller Sigrist Architekten AG argumentiert jedoch, dass diese Vorschrift im Kontext heutiger urbaner Gegebenheiten, wie Lärmbelastung und Klimawandel, nicht mehr zeitgemäss ist.

    Neben den gesetzlichen Hürden kritisiert Müller auch die Rolle der Gerichte. Die Vielzahl an Rechtsprechungen und Gerichtsentscheiden schafft Unsicherheiten für Bauherren, da sie die Vorschriften ständig verändern und den Spielraum für Planer erheblich einschränken.

    Denkmalschutz und energetische Sanierung
    Der Aargauer Architekt Daniel Huber hebt die restriktiven Vorgaben im Denkmalschutz und die komplexen Anforderungen bei energetischen Sanierungen als weitere Hemmschuhe hervor. Besonders problematisch ist für ihn die uneinheitliche Umsetzung von Bauvorschriften, die stark von der Interpretation der zuständigen Behörden abhängt.

    Die Masse an Vorschriften als zentrales Problem
    Der Schweizer Baumeisterverband sieht die wachsende Zahl und Komplexität der Bauvorschriften als grösste Herausforderung. Jacqueline Theiler, Leiterin Kommunikation des Verbands, erklärt, dass die zunehmende Regulierungsdichte und die damit verbundenen Rechtsmittelverfahren die Baubewilligungsverfahren erheblich verlängern. Besonders problematisch sei die Überinterpretation bestehender Lärmvorschriften durch das Bundesgericht.

    Der Verband setzt nun Hoffnungen auf rasche Gesetzesänderungen durch das Parlament, um den stockenden Wohnungsbau wieder in Schwung zu bringen und die dringend benötigten Wohnungen in der Schweiz zu realisieren.

  • Eröffnung der NEST-Unit «STEP2»

    Eröffnung der NEST-Unit «STEP2»

    Am 29. August 2024 wurde das neueste Gebäudemodul «STEP2» im Forschungs- und Innovationsgebäude NEST der Empa offiziell eröffnet. Dieses zweistöckige Modul im Südosten von NEST vereint eine Vielzahl von Innovationen, die alle darauf abzielen, den Material- und Energieverbrauch in der Bauindustrie signifikant zu senken und ressourcenschonende Bauweisen zu fördern.

    In der Schweiz ist der Bausektor für den Grossteil des Rohstoffverbrauchs, des Abfallaufkommens und ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Mit dem NEST-Gebäude verfolgt die Empa gemeinsam mit über 150 Partnern das Ziel, neue Technologien und Materialien so weit zu entwickeln, dass sie marktreif werden. Die Unit «STEP2» ist das jüngste Beispiel dafür, wie diese Vision in die Realität umgesetzt wird.

    Von der digitalen Treppe bis zur adaptiven Fassade
    Beim Betreten der «STEP2»-Unit fällt sofort die innovative Rippen-Filigrandecke ins Auge. Diese wurde von einem interdisziplinären Team entwickelt und ermöglicht Spannweiten von bis zu 14 Metern, ideal für den Büro- und Hochhausbau. Dank digitaler Planungsmethoden und 3D-gedruckter Schalungen konnte der Materialaufwand um 40 % reduziert werden, ohne Kompromisse bei der Stabilität einzugehen. Die Decke erfüllt zudem wichtige Funktionen in der Raumakustik und als thermische Speichermasse.

    Eine weitere technologische Meisterleistung ist die geschwungene Betontreppe «Cadenza», die das Herzstück des Gebäudes bildet. Sie wurde mithilfe computergestützter Designs und 3D-Drucktechnologien realisiert, was eine extrem materialeffiziente Bauweise ermöglichte. Diese Treppe zeigt eindrucksvoll, wie digitale Fertigungstechnologien zu innovativen und nachhaltigen Designlösungen im Bauwesen beitragen können.

    Ganzheitliches Energiekonzept und innovative Materialien
    Die «STEP2»-Unit setzt auf ein integriertes Energie- und Behaglichkeitskonzept, das in Zusammenarbeit mit führenden Ingenieuren entwickelt wurde. Die neuartige Doppelhautfassade, die mit moderner Beschattungstechnik und kontrollierter natürlicher Lüftung ausgestattet ist, spielt eine zentrale Rolle in der Energieeffizienz des Gebäudes. Diese Fassade dient gleichzeitig als Testplattform, um in Zukunft neue Technologien einfach integrieren zu können.

    Auch bei den verwendeten Materialien setzt «STEP2» auf Innovation und Nachhaltigkeit. So wurden Wand- und Bodenpaneele aus rezyklierten Abfallstoffen wie Denim-Fasern, Pappbechern und Kaffeesatz hergestellt. Diese Materialien senken nicht nur den Bedarf an neuen Rohstoffen, sondern tragen auch zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei.

    Co-Creation und Marktreife
    Die Entwicklung der «STEP2»-Unit erfolgte im Rahmen eines Co-Creation-Ansatzes, bei dem alle beteiligten Partner von Anfang an eng zusammenarbeiteten. Dieser Ansatz ermöglichte es, marktfähige Lösungen zu entwickeln, die in der Bauindustrie eine echte Zukunft haben. Für die BASF, Hauptpartner des Projekts, bietet «STEP2» die ideale Umgebung, um ihr chemisches Know-how in konkrete, nachhaltige Baulösungen umzusetzen.

    «STEP2» ist mehr als nur ein Gebäudemodul – es ist eine reale Innovationsumgebung, die zeigt, wie Forschung und Wirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten können, um nachhaltige Technologien zur Marktreife zu bringen. Die Unit wird künftig als Arbeitsplatz und Innovationswerkstatt dienen, um weitere Fortschritte in der nachhaltigen Bauweise zu erzielen.

  • Zürich bevorzugt Umbau vor Neubau

    Zürich bevorzugt Umbau vor Neubau

    Immobilien Stadt Zürich (IMMO) hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, nimmt im Portfoliomanagement der IMMO Nachhaltigkeit einen vorderen Rang ein. Entsprechend einer im Frühjahr vorgestellten Nachhaltigkeitsstrategie setzt das Unternehmen alles daran, das städtische Netto-Null-Ziel bis zum Jahr 2035 zu erreichen. Im Fokus stehen dabei neben Betriebsoptimierungen vor allem der Ersatz fossiler Heizungen. Wie der Bericht ausweist, verursacht das IMMO-Portfolio gegenwärtig nur noch ein Drittel der Emissionen im Vergleich zum Jahr 2007. Begünstigt wird das Senken der Emissionen auch durch den Ausbau von Solaranlagen sowie dem Bau von Ladestationen zum Fördern der E-Mobilität.

    Darüber hinaus ist IMMO bestrebt, sogenannte graue Emissionen zu senken. Dies soll umgesetzt werden, in dem der Erhalt von Bausubstanz und deren nachhaltiger Umbau vor Neubau priorisiert wird. Des Weiteren sieht die Planung im Einklang mit städtebaulichen Veränderungen eine Entsiegelung von Flächen, das Anlegen von Grünanlagen und den Erhalt von Biodiversität vor. So sollen entsprechende Anlagen mit Pflanzen von Bäumen auf dem Schulgelände Gabler bis zum Herbst 2024 abgeschlossen sein.

    Der Nachhaltigkeitsbericht soll künftig alle zwei Jahre vorgelegt werden, heisst es in der Mitteilung.

  • Bauarbeiten für Forum UZH haben begonnen

    Bauarbeiten für Forum UZH haben begonnen

    Das Hochschulgebiet der UZH in Zürich wird erweitert: Auf dem Wässerwies-Areal sind die Bauarbeiten für das Bildungs- und Forschungszentrum Forum UZH gestartet. Es soll den Ansprüchen an moderne Lehr- und Lernformen gerecht werden. Wie es in einer Mitteilung der Hochschule heisst, schaffe das Forum UZH „dringend benötigten Raum für Lehre und Forschung in der Stadt Zürich“. Er werde dazu beitragen, ihre Stellung im wissenschaftlichen Wettbewerb zu behaupten.

    „Das Forum UZH ist mehr als ein Gebäude“, wird François Chapuis, Direktor Immobilien und Betrieb der UZH, zitiert. „Es verbindet Mensch und Raum, Wissenschaft und Gesellschaft, inspiriert das einzigartige Hochschulgebiet im Herzen von Zürich und steht für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Universität im Hinblick auf künftige Generationen.“

    Seit dem 20. August 2024 wird die Baustelle eingezäunt und eingerichtet. Nach diversen Rückbauten starten noch im November 2024 die Aushubarbeiten und im November 2025 die Arbeiten am Rohbau. Mit dem Fassadenbau soll im Frühjahr 2028 begonnen werden. Der Bezug des Neubaus ist für Mitte 2030 vorgesehen.

    Die Umgebung des Forum UZH mit öffentlich zugänglicher Cafeteria und Mensa, Bibliotheks- und Sportflächen sowie Gewerbeflächen für Drittmieter soll in das städtebauliche Ensemble des Hochschulgebiets eingebettet werden. Ein grosszügiger und mit Bäumen begrünter Stadtplatz werde dazu beitragen, den Hitzeinseleffekt im Sommer zu minimieren. Am 18. September informiert eine Online-Infoveranstaltung Anwohnerinnen und Anwohner über das Bauvorhaben. Den Link dazu veröffentlicht die UZH auf der ihren Baumassnahmen gewidmeten Internetseite.

  • Geplanter Wolkenkratzer soll 190 Meter hoch werden

    Geplanter Wolkenkratzer soll 190 Meter hoch werden

    Noch vor wenigen Jahrzehnten war es undenkbar, dass Holzgebäude mehr als ein paar Stockwerke hoch sein könnten. Doch in den letzten Jahren haben Fortschritte in der Holzbauweise neue Möglichkeiten eröffnet. In Milwaukee steht ein bahnbrechendes Projekt bevor. Ein 190 Meter hoher Wolkenkratzer aus Holz soll entstehen und damit einen neuen Weltrekord im Holzbau aufstellen. Das renommierte Architekturbüro Michael Green Architects (MGA) aus Vancouver hat die Pläne für dieses visionäre Bauwerk entwickelt, das nicht nur durch seine Höhe, sondern auch durch seine nachhaltige Bauweise beeindrucken soll.

    Hochtechnologisiertes Massivholz
    Das für den Bau des Wolkenkratzers verwendete Holz ist weit mehr als herkömmliches Bauholz. Brettschichtholz und Brettsperrholz, zwei Hauptkomponenten des Projekts, bestehen aus mehreren verleimten Holzschichten, die eine aussergewöhnliche Festigkeit und Widerstandsfähigkeit bieten. Diese Materialien können Feuchtigkeit und extremen Wetterbedingungen standhalten und sind zudem brandsicher. Im Brandfall bildet Massivholz eine schützende Kohleschicht, die das Tragwerk stabilisiert und einen Einsturz verhindert.

    Ein weiterer Vorteil von Massivholz liegt in seiner Umweltfreundlichkeit. Während des Wachstums absorbiert Holz CO₂ und speichert es. Diese Eigenschaft macht Holz zu einem klimafreundlichen Baustoff, der dazu beiträgt, den CO₂-Fussabdruck eines Bauprojekts deutlich zu reduzieren. Zudem beschleunigt die Verwendung vorgefertigter Holzmodule den Bauprozess, was Zeit und Kosten spart.

    Ein Bauwerk, das Massstäbe setzt
    Der geplante Holz-Wolkenkratzer in Milwaukee wird nicht nur ein Rekordbau, sondern auch ein Symbol für die Zukunft des Bauens. Neben der innovativen Holzbauweise wird das Gebäude ein multifunktionales Zentrum schaffen, das 750 Wohneinheiten, 190.000 Quadratmeter Bürofläche, 40.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche und 300 Hotelzimmer umfasst. Es entsteht im Herzen der Stadt, direkt neben dem Marcus Performing Arts Center, und ist Teil einer umfassenden Stadtentwicklungsinitiative.

    Das Projekt ist auch wirtschaftlich eines der grössten und ambitioniertesten Vorhaben, die Milwaukee je gesehen hat. Mit einer Investitionssumme von über 700 Millionen Dollar wird es die Skyline der Stadt nachhaltig prägen und neue Arbeitsplätze schaffen.

    Herausforderungen und Potenzial
    Trotz der vielen Vorteile wird das Projekt nicht ohne Herausforderungen realisiert. Holz alleine reicht bei einem Gebäude dieser Höhe nicht aus, um alle statischen Anforderungen zu erfüllen. Vermutlich werden Stahl und Beton zur Verstärkung benötigt, ähnlich wie bei anderen Projekten dieser Grössenordnung. Dennoch zeigt das Vorhaben, dass Holz in Kombination mit anderen Materialien eine ernstzunehmende Alternative im Hochbau darstellt.

    Ein Blick auf andere Projekte verdeutlicht das Potenzial. In der Schweiz wird derzeit der 100 Meter hohe „Rocket“ in Winterthur geplant, der das höchste reine Holzhochhaus der Welt werden soll. Im Gegensatz zum geplanten Wolkenkratzer in Milwaukee wird beim Rocket ausschliesslich Holz verwendet, ohne zusätzliche Verstärkung durch Stahl oder Beton. Dies zeigt, dass der Einsatz von Holz als tragendes Material im Hochbau weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt.

    Zukunftsperspektiven für den Hochhausbau
    Der Bau des Holz-Wolkenkratzers in Milwaukee erfolgt in mehreren Phasen, um die Struktur optimal zu entwickeln und den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Die Architekten setzen auf modernste Techniken und Materialien, um den Bau effizient und nachhaltig zu gestalten. Das Bauwerk soll nicht nur neue Massstäbe für den Holzbau setzen, sondern auch ein Vorbild für die zukünftige Entwicklung von Hochhäusern weltweit sein.

    Die Kombination von Nachhaltigkeit und technologischem Fortschritt macht den geplanten Holz-Wolkenkratzer zu einem Meilenstein im Bauwesen und einem Symbol für die architektonischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.

  • Modulares Holzsystem belebt leerstehende Gebäude

    Modulares Holzsystem belebt leerstehende Gebäude

    In der Schweiz stehen viele Gebäude und Industriebrachen leer, die ein grosses Potenzial für temporäre Nutzungen bieten. Solche Zwischennutzungen tragen dazu bei, ungenutzte Flächen wieder attraktiv zu machen und gleichzeitig Bauland und Ressourcen zu schonen. Oft sind diese leerstehenden Gebäude jedoch nicht sofort nutzbar, da sie lediglich aus Stahl- oder Betonhüllen bestehen und weder klimatische noch akustische Bedingungen für die Nutzung bieten.

    Um diese Herausforderung zu meistern, entwickelten Forschende der Berner Fachhochschule  gemeinsam mit Partnern ein modulares Baukastensystem aus Holz. Ziel ist es, diese Brachflächen schnell und unkompliziert für verschiedene Nutzungen wie Ateliers, Läden, Co-Working-Spaces oder Wohnungen nutzbar zu machen.

    Modularer Baukasten für flexible Nutzung
    Das Baukastensystem basiert auf vorgefertigten Modulen, die sich je nach Bedarf zu Räumen zusammenfügen lassen. Ein digitaler Generator visualisiert dabei die Zusammensetzung der Module in 3D. In einer digitalen Produktionskette werden alle Komponenten gefertigt und anschliessend zu verschiedenen Modullösungen zusammengebaut.

    Das erste Ergebnis dieses Projekts ist ein Prototyp eines Raummoduls mit einer Fläche von 3,6 mal 3,6 Metern. Es besteht aus einer tragenden Struktur sowie vorgefertigten Elementen für Boden, Wände und Dach. Dieser Prototyp wird bereits in der ehemaligen Fabrikhalle „Dispo“ in Nidau genutzt, wo ein Physiotherapeut seine Praxis eingerichtet hat.

    Herausforderungen und Lösungen
    Die grösste Herausforderung bei der Entwicklung des Baukastensystems war es, ein Modul zu schaffen, das einfach und schnell aufzubauen ist. Zwei Personen ohne technische Vorkenntnisse sollen in der Lage sein, das Modul innerhalb eines Tages zu montieren und ebenso schnell wieder zu demontieren. Vor allem die Verbindung der Wandelemente stellte das Team vor technische Herausforderungen, die sie jedoch durch den Einsatz kurzer Schraubgewinde lösen konnten. So gelang es, eine stabile und dennoch leicht zu lösende Befestigung zu entwickeln.

    Zukunftsperspektiven für das Baukastensystem
    Das Projekt steht nun vor der nächsten Phase. Basierend auf den Erfahrungen mit dem Prototyp werden die Module weiter optimiert. Geplant sind Tests und Messungen, um das System zur Serienreife zu bringen. In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft soll der modulare Baukasten bald in grösserem Umfang verfügbar sein und Raum für neue Nutzungen in der ganzen Schweiz bieten.

  • Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Der weltbekannte Luxusuhrenhersteller Rolex plant eine massive Expansion in der Westschweiz. In Bulle, im Kanton Freiburg, soll bis 2029 eine gigantische Produktionsstätte entstehen. Auf einer Fläche von 104.000 Quadratmetern – das entspricht fast 15 Fussballfeldern – will Rolex ab 2029 Luxusuhren produzieren und damit die steigende Nachfrage nach seinen Produkten befriedigen. Die neue Fabrik wird voraussichtlich 2000 Arbeitsplätze schaffen und somit einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaft leisten.

    Landverkauf genehmigt
    Der Generalrat von Bulle hat den Verkauf des Baugeländes an die Rolex-Gruppe mit grosser Mehrheit genehmigt. Rolex investiert insgesamt eine Milliarde Franken in das Projekt und zahlte 31,4 Millionen Franken für das rund 100.000 Quadratmeter grosse Grundstück. Das Baugesuch wurde nun eingereicht, und die ersten Visualisierungen der geplanten Gebäude wurden veröffentlicht.

    Innovatives Baukonzept und Nachhaltigkeit
    Die neue Anlage wird aus vier Produktionsgebäuden bestehen, die durch ein zentrales Gebäude verbunden sind. In diesem zentralen Bereich befinden sich neben der Verwaltung auch gastronomische Einrichtungen sowie Begegnungs- und Ruhezonen. Ein markanter Kopfbau am Südende des Areals beherbergt den Haupteingang.

    Rolex legt besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und eine nachhaltige Gestaltung. Die Fabrik soll das höchste Anforderungsniveau des britischen Gütesiegels Breeam erreichen – eine Premiere für ein Industriegebäude in der Schweiz. Die Gebäude werden so angeordnet, dass sie in einen Park integriert sind, der als Schutz vor den Emissionen der nahegelegenen Autobahn dient.

    Fünfter Produktionsstandort von Rolex
    Mit dem neuen Standort in Bulle erweitert Rolex seine bereits stark integrierte Produktionskette. Der Luxusuhrenhersteller betreibt bereits Produktionsstätten in Genf, Chêne-Bourg, Plan-les-Ouates und Biel. In diesen Standorten werden die meisten Komponenten der Uhren, von Uhrwerken über Gehäuse bis hin zu Zifferblättern und Armbändern, intern produziert.

    Übergangslösung in Romont
    Um die Produktionskapazitäten bereits vor 2029 zu erweitern, wird Rolex vorübergehend eine Fabrik in Romont errichten. Dort sollen ab Anfang 2025 etwa 250 bis 300 Mitarbeitende beschäftigt werden, die grösstenteils neu eingestellt und ausgebildet werden. Diese Mitarbeitenden werden nach der Fertigstellung des Werks in Bulle dorthin wechseln.

    Mit der neuen Fabrik in Bulle stärkt Rolex seine Position als einer der weltweit führenden Luxusuhrenhersteller und investiert in die Zukunft des Schweizer Produktionsstandorts.

  • Startschuss für das «FORUM UZH»

    Startschuss für das «FORUM UZH»

    Die Bauarbeiten für das «FORUM UZH», ein wegweisendes Projekt der Universität Zürich, haben begonnen. Der Neubau wird zukunftsweisende Lehr- und Forschungsräume schaffen, um den steigenden Anforderungen moderner Hochschulbildung gerecht zu werden. Das Projekt ist ein zentraler Bestandteil der städtebaulichen Erweiterung des Hochschulgebiets Zürich. Neben Lern- und Arbeitsbereichen entstehen auch öffentlich zugängliche Cafeterien, Bibliotheken und Gewerbeflächen.

    Das Konzept des Neubaus steht im Zeichen der Nachhaltigkeit. Die Holz-Beton-Hybridbauweise reduziert CO2-Emissionen erheblich und sorgt für eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Begrünung der Dachfläche in Kombination mit einer Photovoltaikanlage leistet einen positiven Beitrag zum Stadtklima. Durch die Schaffung eines Stadtplatzes mit Bepflanzung wird der Stadtraum zusätzlich aufgewertet.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das «FORUM UZH» orientiert sich an höchsten Nachhaltigkeitsstandards. Mit der Auszeichnung durch das Minergie-P-Zertifikat und der SGNI-Zertifizierung in Gold ist das Gebäude ein Vorreiter in ökologischer Bauweise. Die Kombination von umweltfreundlichen Baumaterialien und energieeffizienter Technik macht es zu einem Modellprojekt, das in der urbanen Landschaft Zürichs eine wichtige Rolle spielen wird. Der Bau schreitet planmässig voran, mit einem Bezug des Gebäudes ab Mitte 2030.

  • Zusatzkredit für Verwaltungsgebäude am Seetalplatz Luzern

    Zusatzkredit für Verwaltungsgebäude am Seetalplatz Luzern

    Im Jahr 2021 stimmte die Luzerner Bevölkerung dem Bau eines Verwaltungsgebäudes am Seetalplatz zu und bewilligte einen Sonderkredit von 177,4 Millionen Franken. Aufgrund von Personalwachstum und unerwarteten baulichen Anforderungen beantragt der Regierungsrat nun einen Zusatzkredit von 14,25 Millionen Franken. Besonders die gestiegene Zahl der Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung, insbesondere in der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen, erfordert eine Erweiterung der Büroflächen.

    Zusätzlich zur Flächenerweiterung werden bauliche Anpassungen vorgenommen, um den ökologischen Anforderungen der Luzerner Klimapolitik gerecht zu werden. Diese beinhalten eine Erweiterung der Photovoltaik-Anlage von der Dachfläche auf die Gebäudefassade sowie eine mögliche Aufstockung des Gebäudes im Innenhof, was zu einer verbesserten Nutzung des Grundstücks führt. Zudem entstehen durch Auflagen der Baubewilligung weitere Kostensteigerungen.

    Zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung
    Das Verwaltungsgebäude wird nach Fertigstellung 2026 mehr als 2.000 Kantonsangestellte beherbergen und zentrale Dienstleistungen für die Bevölkerung an einem gut erschlossenen Standort in Luzern Nord bieten. Der Spatenstich erfolgte im September 2023, und die Bauarbeiten schreiten planmässig voran.

    Der Kantonsrat wird in der Oktober-Session über den Zusatzkredit entscheiden.

  • Markanter Bau für Bern

    Markanter Bau für Bern

    Das Büro Schmidlin Architekten überzeugte die Jury unter dem Vorsitz von Thomas Hasler mit einer selbstbewussten, modernen Architektursprache. Der freistehende Neubau setzt klare Akzente und bringt Mehrwert für die Stadt Bern, indem er den öffentlichen Raum bereichert. Der Ersatz für den sanierungsbedürftigen Erweiterungsbau von 1984 ermöglicht es dem Kunstmuseum Bern, seine Rolle als kultureller Knotenpunkt zu stärken. Durch die Kombination von architektonischer Qualität und öffentlicher Zugänglichkeit wird das Museum zu einem zentralen Ort des Austauschs.

    Umfangreicher Architekturwettbewerb und transparente Auswahl
    Der internationale Wettbewerb startete im Juli 2022 mit 148 Bewerbungen und wurde in zwei Stufen durchgeführt. 39 Teams wurden zur Teilnahme ausgewählt, 11 davon arbeiteten ihre Vorschläge weiter aus. Am Ende entschied sich die Jury für das Projekt von Schmidlin Architekten, das sich durch seinen innovativen Ansatz und die starke Integration in das städtebauliche Umfeld hervorgetan hat.

    Ausstellung der Wettbewerbsprojekte
    Das Kunstmuseum Bern zeigt vom 23. August bis 24. November 2024 die Entwürfe des Architekturwettbewerbs. Die Ausstellung bietet einen Überblick über das Siegerprojekt und alle weiteren eingereichten Beiträge. Der Eintritt ist frei.

  • Neue Pläne für Technologiezentrum in Laufenburg an

    Neue Pläne für Technologiezentrum in Laufenburg an

    Die FlexBase Group hat sich entschieden, ihr Baugesuch für ein Technologiezentrum auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände in Laufenburg zurückzuziehen. Insgesamt sollen dort laut einer Medienmitteilung um die 350 Arbeitsplätze entstehen. Allein bis Ende 2027 rechnet FlexBase mit 100 bis 150 Mitarbeitenden.

    Herzstück des Zentrums, das mit Universitäten und Unternehmen realisiert werden soll, ist mit mindestens 500 Megawatt einer der grössten Batteriegrossspeicher der Welt. Er soll in strategisch günstiger Position unmittelbar neben dem weltweit grössten Stromverbund, dem Stern von Laufenburg, errichtet werden und zur Versorgungssicherheit der Schweiz und Teilen Europas beitragen. Zusätzlich wird das Technologiezentrum ein Datencenter für Künstliche Intelligenz und einen Windkanal für Forschung und Entwicklung in der Sportbranche beherbergen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, reicht das Unternehmen nun ein aktualisiertes Baugesuch ein. Den Angaben zufolge respektiert es nun die in der aktuellen Bau- und Nutzungsordnung definierte Maximalhöhe, «was für den Baubeginn ausreicht». Doch verlangt der Antragsteller angesichts der Bedeutung des Vorhabens eine Erhöhung der zulässigen Bauhöhe auf 30 Meter. In Absprache mit dem Stadtrat von Laufenburg diesbezüglich sei bereits eine mit der Gesamtrevision koordinierte Teiländerung der bestehenden Bau- und Nutzungsordnung für diesen Bauperimeter in Angriff genommen worden.

    «Trotz des notwendigen Schritts, unser Baugesuch zu aktualisieren, bleiben wir zuversichtlich, unser Projekt im vorgesehenen Zeitraum umzusetzen», so CEO und Mitgründer Marcel Aumer. Er gehe davon aus, dass die Gesamtrevision die Bedeutung solcher zukunftsweisender Projekte für die Region berücksichtigen werde.

  • Grössste 3D-gedruckte Wohnsiedlung entsteht in Texas

    Grössste 3D-gedruckte Wohnsiedlung entsteht in Texas

    In der Wolf Ranch Community in Georgetown, Texas, entstehen 100 einstöckige Häuser, die mit dem Vulcan-Drucker des Unternehmens ICON gefertigt werden. Dieser 3D-Drucker baut die Häuser Schicht für Schicht aus einer speziellen Betonmischung auf, die robust und wetterbeständig ist. Der Bauprozess spart Zeit und Arbeitskräfte und erzeugt gleichzeitig Wände, die extremen Wetterbedingungen standhalten.

    Widerstandsfähigkeit und moderne Herausforderungen
    Die massiven Betonwände der Häuser bieten nicht nur hervorragenden Schutz vor extremen Wetterlagen, sondern sorgen auch für eine ausgezeichnete Isolierung. Diese Konstruktion bewährt sich besonders in heissen Sommermonaten, da die Innenräume kühl bleiben und die Klimaanlagen entlastet werden. Allerdings bringen die dicken Wände auch Herausforderungen mit sich: Die Signalstärke drahtloser Netzwerke wird beeinträchtigt, weshalb viele Bewohner auf vermaschte Router setzen.

    Revolution des Bauens
    Die Häuser der Wolf Ranch, bekannt als «Genesis Collection», sind zwischen 450.000 und 600.000 Dollar erhältlich, und ein Viertel der Einheiten ist bereits verkauft. Das Projekt zeigt das Potenzial des 3D-Drucks, die Bauindustrie nachhaltig zu verändern. ICON hat bereits 2018 in Austin sein erstes 3D-gedrucktes Haus errichtet und plant, die Technologie zukünftig sogar im Rahmen des Artemis-Programms der NASA auf dem Mond einzusetzen.

    3D-Druck weltweit im Aufschwung
    Auch in Deutschland nimmt der 3D-Druck im Bauwesen Fahrt auf. 2021 wurde in Beckum das erste 3D-gedruckte Einfamilienhaus eröffnet, und weitere Projekte, wie das öffentlich geförderte Mehrfamilienhaus in Lünen, sind in Planung. Diese Entwicklungen zeigen, dass der 3D-Druck weltweit an Bedeutung gewinnt und möglicherweise die Zukunft des Bauens prägen wird.

  • Forschungscampus «co-operate» in Dübendorf erfolgreich erweitert

    Forschungscampus «co-operate» in Dübendorf erfolgreich erweitert

    Der Ausbau des Forschungscampus in Dübendorf, der von 2021 bis 2024 stattfand, umfasst ein hochmodernes Laborgebäude, ein Multifunktionsgebäude und ein neues Parkhaus. Diese Infrastrukturmassnahmen sind entscheidend, um den steigenden Anforderungen der Forschung gerecht zu werden. Die zusätzlichen 30 Labors und Büros bieten den Forschenden eine verbesserte Arbeitsumgebung, die den neuesten technologischen und umweltfreundlichen Standards entspricht.

    Nachhaltigkeit und Innovation Hand in Hand
    Ein besonderes Merkmal des neuen Campus ist der Fokus auf nachhaltige Energiegewinnung und -nutzung. Ein neu entwickeltes Hochtemperatur-Erdsondensystem speichert Abwärme im Sommer und nutzt diese im Winter zur Beheizung der Gebäude. Diese und weitere technologische Innovationen, die direkt aus den Labors der Empa und Eawag stammen, werden nicht nur auf dem Campus angewendet, sondern auch weiter erforscht, um ihre Effizienz und Umweltverträglichkeit zu optimieren.

    Ein grüner und autofreier Campus
    Um das Campus-Gelände umweltfreundlicher und fussgängerfreundlicher zu gestalten, wurden bestehende Parkplätze ins neue Parkhaus verlegt und das Gelände umfassend begrünt. Ein «Grüngürtel» verbindet die beiden Forschungsinstitute und schafft eine einladende Atmosphäre für Mitarbeitende und Besucher. Der neue Campusplatz beim NEST bietet zudem einen attraktiven Freiraum für Austausch und Erholung.

    Blick in die Zukunft
    Mit der Fertigstellung des Projekts «co-operate» haben Empa und Eawag nicht nur ihre Forschungsinfrastruktur modernisiert, sondern auch die Basis für zukünftige Innovationen gelegt. Die Kombination aus modernster Bauweise, nachhaltiger Energienutzung und einer verbesserten Arbeitsumgebung fördert die Spitzenforschung und stärkt die Position der Schweiz als führenden Standort für wissenschaftliche Innovationen.