Im Herzen von Maaglive, auf dem ehemaligen Maag Areal, entsteht voraussichtlich bis Ende 2028 ein vielfältiges Zentrum. Bestehend aus dem historischen Gebäude K, einem modernen Wohnturm, einem Kulturpavillon und lebendigen geöffneten grünen Aussenraum, wird hier ein neues Quartiersleben geschaffen.
Maaglive setzt mit seinem Fokus auf die Quartierbelebung und neue Standards in der Stadtentwicklung. Das bestehende Gebäude K ist und bleibt einen Treffpunkt mit Gastronomie- und Kulturangebot, Co-Working-Bereichen, während der Kulturpavillon Raum für Kunst und Begegnungen bietet. Der Wohnturm ergänzt das Angebot um Wohn-, Arbeits- und Gastronomieflächen.
Die Infrastruktur auf dem Quartierplatz ist auf die Bedürfnisse der Bewohner, Besucher und Kinder abgestimmt und sorgt für fröhliches Treiben. Hier sollen auch Veranstaltungen stattfinden, die Bewohner und Besucher gleichermassen anziehen. Der Quartierplatz ist somit ein lebendiger Treffpunkt für die Gemeinschaft. Dieser grüne und verkehrsfreie öffentliche Bereich lädt dazu ein, sich niederzulassen, sich zu treffen und zu spielen, umgeben von heimischen Bäumen. Er verbindet das Quartier mit dem umliegenden Netz aus Fuss- und Radwegen und dient als natürliche Erweiterung des städtischen Lebensraums und leistet einen Beitrag zur Hitzeminderung in der Umgebung.
Maaglive verbindet Nachhaltigkeit mit städtischem Leben. Durch flexible Bauweise und den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen erfüllen die neuen Gebäude höchste Energiestandards. Die Verwendung von Holzhybridbauweisen im Wohngebäude betont das Engagement für eine umweltfreundliche Gestaltung und positioniert Maaglive als Vorreiter in der nachhaltigen Stadtentwicklung.
Kategorie: Neubau
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Maaglive ein grünes Herz für Zürich West
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Spatenstich für Berns erstes Plusenergie-Quartier
Mit dem heutigen Spatenstich wurde symbolisch der Start für das Plusenergie-Quartier Aarerain in Worblaufen gefeiert. Nach umfangreicher Entwicklungsphase haben im September 2023 die Vorbereitungen für die Baustelle begonnen.
Die neue Überbauung bietet 189 Wohnungen für bis zu 400 Bewohnerinnen und Bewohner. In den Erdgeschossen sind nebst den Wohnungen auch eine Kita und Atelierflächen geplant, welche den Quartierplatz beleben werden. Der Hangweg des Projekts ermöglicht einen barrierefreien Zugang in den Aareraum und zum neuen Freizeit- und Wassersportzentrum der Gemeinde Ittigen. «Was lange währt, wird endlich gut, lautet ja ein bekanntes Sprichwort», freut sich Gemeindepräsident Marco Rupp. «Das Projekt Aarerain komplettiert die Umgestaltung des Aareraums Worblaufen und fügt sich perfekt in unsere nachhaltigen Grundgedanken der Siedlungsentwicklung ein.»
Plusenergie-Quartier produziert Energieüberschuss
Im Jahresverlauf wird die neue Wohnsiedlung entsprechend dem Energie-Standard Plusenergie-Quartier nach gewichteten Kriterien mehr Energie produzieren als sie verbraucht. Dies wird durch den konsequenten Einsatz von Photovoltaik auf den Dächern und an den Fassaden der sechs- bis achtgeschossigen Gebäude erreicht. Die PV-Paneele an den Fassaden werden in einem grün-blauen Farbton realisiert und geben das Farbenspiel der Aare und der Umgebung wieder. Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels Erdwärmesonden; mit der Entwärmung der Wohnungen über die Fussbodenheizung werden im Sommer die Erdsonden regeneriert.Der von der Hauptstadtregion Schweiz ins Leben gerufene Energie-Standard «Plusenergie-Quartier» bringt mit einer einfachen und klaren Definition die nachhaltige Entwicklung im Gebäudebereich voran und leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes. Dabei arbeiten Kantone und Gemeinden mit namhaften Infrastrukturunternehmen und Investoren zusammen. Regierungsrat Christoph Ammann ergänzt: «Plusenergie-Quartiere ermöglichen eine nachhaltige Entwicklung – und dies ohne Einbussen im Wohnkomfort. Ich freue mich, wenn solche Leuchtturmprojekte über die Hauptstadtregion hinaus strahlen.»
Naturnah und nachhaltig
Die Überbauung wird aber nicht nur hinsichtlich der positiven Energiebilanz punkten. Ansprechende Wohnungsgrundrisse, ein naturnahes Wohnumfeld mit Blick in den Aareraum und die grösstmögliche Freihaltung der Grünflächen am Aarehang zeichnen das nachhaltige Projekt aus. Das Freihalten der Grünflächen wird durch die verdichtete Bauweise des Areals im östlichen Bereich der Parzelle ermöglicht. Dank dieser geschickten, städtebaulichen Setzung im Sinne des haushälterischen Umgangs mit dem Boden bleibt gut die Hälfte der Parzelle unbebaut und naturbelassen. Der autofreie Quartierplatz zwischen den Gebäuden bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und wirkt mit seinen differenzierten Platzbelägen und Begrünungen der sommerlichen Überhitzung entgegen.Mit dem symbolischen Spatenstich am 9. April 2024 hat die Entwicklung des Plusenergie-Quartiers Aarerain in Worblaufen, einem Projekt von Losinger Marazzi in Zusammenarbeit mit der CPV/CAP Pensionskasse Coop und der Gemeinde Ittigen, offiziell begonnen. Die Architektur stammt von Fischer Architekten AG. Diese hochmoderne Wohnsiedlung soll Ende 2026 fertiggestellt sein und bietet nicht nur 189 Wohnungen, sondern auch Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Kita und Ateliers, die das Quartier beleben.
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Neustart auf dem Gelände des «Müllerbräu-Areals»
Durch den heutigen Spatenstich beginnt die Neugestaltung des «Müllerbräu-Areals» im Herzen von Baden. Bis 2027 entsteht dort ein moderner Stadtteil, der unter dem Motto «brauen – wohnen – geniessen» steht. Neben Verkaufs- und Büroflächen werden auch 136 Wohnungen gebaut. Die traditionelle Brauerei H. Müller AG braut weiterhin Bier an diesem historischen Ort, an dem die Brautätigkeit der Badener 1897 begann.
Mit der Erteilung der Baubewilligung im Oktober 2023 wird heute mit dem Spatenstich der sichtbare Startschuss für die Umgestaltung des 8000 Quadratmeter grossen Areals gegeben. Der neue Stadtteil neben dem Bahnhof Baden wird das gesamte Quartier aufwerten und die Stadtentwicklung positiv beeinflussen.
Die Braukunst bleibt ein wichtiger Bestandteil der Badener Identität. Der Areal-Gestaltungsplan sieht weiterhin den beliebten Müllerbräu Biergarten vor. Ab 2027 können dort die klassischen Müllerbräu Biere sowie Spezialitäten aus der Linie «Müller Bräu Handcrafted» genossen werden, die bereits heute vom Braumeister Simon Neuhold produziert werden.
Die vierte Generation des Familienunternehmens investiert einen beträchtlichen zweistelligen Millionenbetrag in das Neubauprojekt. Es ist möglich, dass ein Teil der Überbauung an einen Partner übergeben wird. Die Bauphase dauert etwa drei Jahre, in denen die Nachbarn regelmässig über den Fortschritt informiert werden. Die Mietwohnungen sollen voraussichtlich ab Sommer/Herbst 2026 zur Vermietung ausgeschrieben und ab Sommer 2027 bezugsbereit sein.
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Bündner Hochbauamt reicht Baugesuch für Fachhochschule ein
Die Fachhochschule Graubünden soll am Standort Pulvermühle in Chur ein neues Fachhochschulzentrum erhalten. Das kantonale Hochbauamt hat dafür am 12. März bei der Stadt Chur das digitale Baugesuch eingereicht, genau ein Jahr nach der Annahme des Projekts durch das Bündner Stimmvolk. „Mit der Einreichung des Baugesuchs für das Fachhochschulzentrum haben wir einen weiteren wichtigen Schritt erreicht“, wird Kantonsbaumeister Andreas Kohne in einer Mitteilung der Regierung zitiert.
Das Hochbauamt rechnet mit einem Entscheid der Stadt im Verlauf des Sommers. Bereits im Frühjahr wird mit den Abbrucharbeiten auf dem Gelände begonnen. Im Spätherbst 2024 soll der offizielle Spatenstich erfolgen. Läuft alles wie geplant, wird das Fachhochschulzentrum 2028 den Betrieb aufnehmen.
Das Fachhochschulzentrum soll Platz für 2000 Studierende und 300 Mitarbeitende bieten. Heute unterrichtet die Fachhochschule Graubünden in neun Gebäuden an fünf Standorten. Insgesamt werden 178 Millionen Franken in das Projekt investiert.
Der Neubau wird vom Generalplanerteam Partenaris unter Leitung des Zürcher Büros Giuliani Hönger Architekten errichtet, das 2021 den Projektwettbewerb gewonnen hat. Für den Bau soll auch einheimisches Bauholz verwendet werden. Das Holz wurde bereits in insgesamt 34 Bündner Gemeinden geschlagen und wird nun in acht Sägereien im Kanton verarbeitet.
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Hilti Schweiz entwickelt Halterungssystem für KSB-Neubau
Hilti Schweiz hat hat einer Medienmitteilung zufolge «in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Baden (KSB) sowie den beteiligten Planern, Ingenieuren und ausführenden Unternehmen speziell für das neue Spital eine koordinierte, gewerkeübergreifende Befestigungstechnik entwickelt, mit der alle Firmen von Beginn an arbeiten konnten».
Es steht für einen Fortschritt in der Baubranche und könnte künftig bei weiteren hochkomplexen Bauprojekten zum Einsatz kommen, die ebenfalls hohe technische Anforderungen im Hinblick auf Erdbebensicherheit und Brandschutz erfüllen müssen. «Wir erzielen nicht nur eine technisch und wirtschaftlich ausgeklügelte Lösung, sondern auch die sicherste und somit nachhaltigste», wird Marco Lüthi zitiert, Projektingenieur Spitalbau bei der in Adliswil ansässigen Schweizer Vertretung der Hilti AG aus Schaan.
Das neue Konzept ist für den Geschossbau vorgesehen. Die Pionierleistung besteht aus einem ganzheitlichen Ansatz, heisst es. Die gemeinsame Lösung beende eine gängige Praxis, wonach jedes Unternehmen seine eigenen Befestigungen und Unterkonstruktionen gezeichnet und montiert hat. Die isolierte Vorgehensweise habe die Prozesse ineffizient gemacht.
Durch die von Hilti entwickelte Mehrfachkonsole konnten die Gewerke Heizung, Sanitär, Lüftung, Klima und Elektro von Anfang an gemeinsam arbeiten. Das ergab 60 Prozent weniger Befestigungspunkte (Bohrlöcher) und 50 Prozent weniger Schnitte und Artikel. Durch die Vorfabrikation und den Verzicht auf separate Konsolen hätten die Gebäudetechnikbetriebe knapp 50 Prozent weniger Zeit für die Installation benötigt. Gesunken seien zudem die Einsatzzeiten von Hebebühnen, Leitern oder Gerüsten und somit das Verletzungsrisiko für die Bauarbeiter. Auch die Nachhaltigkeit konnte profitieren: Im Vergleich mit konventionellen Befestigungssystemen seien 50 Prozent CO2 eingespart worden.
Der KSB-Neubau wird voraussichtlich 580 Millionen kosten und soll im Herbst 2024 in Betrieb gehen.
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Neubau des Regionalgefängnisses Witzwil
Die Pläne zur Erneuerung der Justizvollzugsinfrastruktur im Kanton Bern nehmen konkrete Formen an. Mit einem Gesamtbudget von 13,5 Millionen Franken, welches der Regierungsrat nun dem Grossen Rat vorgelegt hat, soll der Neubau finanziert werden. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie zur Modernisierung des Justizvollzugs, die durch den Masterplan des Kantons Bern vorgegeben wird.
Für den Wettbewerb, der die bestmögliche Umsetzung des Neubauvorhabens sichern soll, sind 12 Millionen Franken eingeplant. Die Notwendigkeit dieses Neubaus ergibt sich aus dem Zustand des bisherigen Regionalgefängnisses Biel/Bienne sowie aus der Anforderung, den geschlossenen Strafvollzug adäquat zu unterstützen. Die im Vorfeld vom Grossen Rat eingeforderten Klärungen zu Haftplatzbedarf und Betriebskosten wurden zwischenzeitlich erbracht, wodurch das Projekt auf einer soliden Datenbasis steht.
Darüber hinaus erfordert die Realisierung des Neubaus die Verlegung einiger landwirtschaftlicher Gebäude, die für den Vollzugsbetrieb in Witzwil unerlässlich sind. Um teure Zwischenlösungen zu vermeiden, wird vorgeschlagen, diese Gebäude neu zu errichten, wofür zusätzliche 1,5 Millionen Franken veranschlagt sind.
Die Abstimmung über diese Finanzierungsvorschläge ist für die Sommersession 2024 im Grossen Rat angesetzt. Die Genehmigung dieser Kredite wird nicht nur die dringend benötigte Modernisierung der Justizvollzugseinrichtungen im Kanton Bern voranbringen, sondern auch eine effiziente und nachhaltige Lösung für die Unterbringung von Straftätern sicherstellen.
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Steinerberg im Wandel: Vom historischen Pfrundhaus zum visionären Belvedere
Nach intensiven Untersuchungen und einer detaillierten Abwägung der historischen, architektonischen und wirtschaftlichen Aspekte hat der Regierungsrat beschlossen, das «Pfrundhaus» nicht in das Kantonale Schutzinventar aufzunehmen. Stattdessen setzt man auf einen Nachfolgebau, der «Belvedere», welcher sich durch seine nachhaltige Bauweise und seine Integration in das bestehende Ortsbild auszeichnet. Diese Entscheidung berücksichtigt die historische Bedeutung des Standorts neben Kirche und Pfarrhaus und strebt eine harmonische Einbindung in die sensible Umgebung des Dorfkerns an.
Die Wahl fiel auf das Projekt «Belvedere», das im Rahmen eines sorgfältig durchgeführten Studienauftragsverfahrens überzeugen konnte. Der Entwurf zeichnet sich durch seine ökonomischen und ökologischen Vorteile aus und trägt massgeblich zur Wahrung des charakteristischen Orts- und Landschaftsbildes bei. «Belvedere» greift die wesentlichen Merkmale der lokalen Baukultur auf und erfüllt gleichzeitig die hohen gestalterischen und denkmalpflegerischen Ansprüche.
Durch diese Weichenstellung ist der Weg frei für die Umsetzung des ambitionierten Vorhabens, zeitgemässe Alterswohnungen im Zentrum von Steinerberg zu realisieren. Die Neugestaltung soll einen Mehrwert für die gesamte Gemeinde schaffen und als Impulsgeber für eine qualitätsbewusste Weiterentwicklung des Ortsbildes fungieren. Dieser Ansatz unterstreicht das Bestreben, historisch wertvolle Strukturen durch innovative Konzepte zu ersetzen, die sowohl den Gemeinschaftssinn stärken als auch den Bedürfnissen der älteren Generation Rechnung tragen.
Mit dem Projekt «Belvedere» nimmt Steinerberg eine Vorreiterrolle in der sorgsamen Neugestaltung seines historischen Kerns ein. Die Entscheidung, ein bedeutendes Bauwerk durch einen zukunftsorientierten Neubau zu ersetzen, spiegelt das Engagement der Gemeinde und des Kantons wider, den dörflichen Charakter zu bewahren und gleichzeitig moderne Wohnlösungen für ältere Bürgerinnen und Bürger anzubieten.
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Richtungsweisender Verwaltungsneubau in Liestal geplant
Die Vision eines innovativen und nachhaltigen Verwaltungszentrums nimmt in Liestal konkrete Formen an: Das Projekt HARMONIE, entworfen vom Planungsteam Buchner Bründler Architekten und Rapp AG, hat sich in einem anspruchsvollen Wettbewerbsprozess durchgesetzt und soll nun am Kreuzbodenareal realisiert werden. Die Planungen für das Holzgebäude zeichnen sich durch eine herausragende städtebauliche Qualität aus, die sich harmonisch in die bestehende Umgebung einfügt und durch einen Restaurant-Pavillon zur Rheinstrasse hin abgerundet wird.
Das Gebäude ist Teil des strategischen Projekts «Optimierung Verwaltungsstandort Liestal», das eine Konsolidierung der derzeit rund 45 Standorte der kantonalen Verwaltung vorsieht. Ziel ist es, die administrative Effizienz zu steigern und den Verwaltungsbetrieb unter modernsten Arbeitsbedingungen zu zentralisieren. Das Projekt HARMONIE wird einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung dieser Vision leisten, indem es zahlreiche Arbeitsplätze in einem umweltfreundlichen und innovativ gestalteten Neubau zusammenführt.
Die Verwendung von Holz als nachwachsendem Rohstoff unterstreicht das Engagement des Kantons Basel-Landschaft für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung. Zudem trägt das Projekt zur Revitalisierung des städtischen Kerns von Liestal bei und setzt neue Massstäbe in der Gestaltung öffentlicher Bauten.
Mit der öffentlichen Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge im Februar 2024 bietet sich der Bevölkerung die Gelegenheit, einen umfassenden Einblick in die Planungen zu erhalten und Teil des Dialogs über die zukünftige Gestaltung ihres Verwaltungszentrums zu sein. Die Realisierung des Projekts HARMONIE wird somit nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung verbessern, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung Liestals leisten.
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Innovatives Ausbildungszentrum für den Bevölkerungsschutz Chur
Das neue Ausbildungszentrum in Meiersboda, gelegen in der Gemeinde Churwalden nahe Chur, markiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung des Bevölkerungsschutzes in der Region. Angesichts des schlechten Zustands des bisherigen, rund 50 Jahre alten Gebäudes, hat die Regierung beschlossen, einen vollständigen Neubau zu errichten. Dieser Entschluss folgte nach eingehenden Analysen und Nachhaltigkeitsberechnungen, die einen Neubau gegenüber einer Renovierung als deutlich effizienter und kosteneffektiver auswiesen.
Der Projektvorschlag «ZicZAC», der aus einem Wettbewerb als Sieger hervorging, sieht einen dreigeschossigen Holzbau vor, der sich nahtlos in die natürliche Umgebung einfügt. Das Design überzeugt durch seine klare Struktur, natürliche Baumaterialien und ein zentrales Atrium, das für Lichtdurchflutung und Übersichtlichkeit sorgt. Der Bau entspricht dem Minergie-P-Eco® Standard und integriert eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt Peak auf dem Dach.
Das neue Zentrum wird nicht nur als Ausbildungsstätte dienen, sondern im Notfall auch als Einsatz- und Führungsstandort für den Kantonalen Führungsstab fungieren. Es bietet optimale Bedingungen für die Ausbildung und den Einsatz des Zivilschutzes sowie der Partnerorganisationen und trägt dazu bei, die Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit in Krisensituationen sicherzustellen.
Die Finanzierung des Projekts wird dem Grossen Rat zur Beratung vorgelegt und im Anschluss der Bündner Stimmbevölkerung zur Genehmigung präsentiert. Bei Zustimmung beginnen die Ausführungsplanungen im Herbst 2024, mit dem Baubeginn im Frühjahr 2025 und der geplanten Inbetriebnahme im Sommer 2027. Das Projekt unterstreicht das Engagement für einen effizienten, nachhaltigen Bevölkerungsschutz und setzt neue Maßstäbe für Ausbildungsinfrastrukturen in der Region.
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Winterthurs Innovationslabor Grüze – Vorreiter für zirkuläres Bauen
Winterthur bereitet sich auf die Eröffnung des bahnbrechenden Innovationslabors im Stadtteil Neuhegi-Grüze vor. Dieses Gebäude, das im Frühjahr 2024 seine Pforten öffnen wird, ist nicht nur ein Zentrum für Informationsaustausch, Veranstaltungen und innovative Bauexperimente, sondern dient auch als gemütliches Kaffeehaus und Begegnungsort. Mit seinem Engagement für nachhaltiges Bauen und seiner vielseitigen Nutzung wird das Labor die Entwicklung des gesamten Stadtteils maßgeblich beeinflussen.
Im Zentrum des Projekts steht ein revolutionäres Konzept, das von der Stadt Winterthur, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Holcim entwickelt wurde. Es basiert auf dem Prinzip des „Leihens statt Besitzens“ von Bauteilen, wodurch eine nachhaltige Ressourcennutzung und eine signifikante CO₂-Einsparung erreicht wird. Die verwendeten CPC-Elemente, eine Innovation der ZHAW und der CPC AG, sind sowohl belastbar als auch filigran und ermöglichen eine Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks um bis zu vierfach sowie Materialeinsparungen von bis zu 75%.
Der Ansatz des Innovationslabors Grüze besteht darin, Bauteile als wiederverwendbare Ressourcen zu behandeln. Holcim übernimmt dabei die Verantwortung für die Demontage und Wiederaufbereitung der Bauelemente für den zukünftigen Einsatz. Dieses Konzept stellt eine Win-Win-Situation für Bauherren und die Umwelt dar, da der herkömmliche Gebäuderückbau entfällt.
Die innovative CPC-Technologie, entwickelt von der ZHAW und unterstützt von Holcim, markiert einen Wendepunkt im Hochbau. Sie ermöglicht eine effizientere Bauweise mit reduzierten Ressourcen und bietet neue gestalterische Freiheiten, insbesondere bei der Integration von Haustechnik.
Die erfolgreiche Umsetzung des Innovationslabors ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Partnern mit umfassender Fachexpertise. Martin Joos vom Tiefbauamt Winterthur hebt hervor, dass das Ziel von Anfang an war, Neues zu wagen und Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen. Das Innovationslabor Grüze spiegelt den fortschrittlichen, aufgeschlossenen Geist des Stadtquartiers Neuhegi-Grüze wider, das als eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete in Winterthur gilt.
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Thierryturm-Gelände: Uni Freiburgs neues Fakultätsgebäude
Nach einer längeren Verzögerung aufgrund von Grundstücksverhandlungen nimmt das Projekt für den Neubau der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg auf dem Gelände des Thierryturms wieder Fahrt auf. Der Staatsrat hat beim Großen Rat einen Antrag auf einen zusätzlichen Projektierungskredit in Höhe von 12 Millionen Franken für Studienarbeiten gestellt. Zusätzlich wurde ein Verpflichtungskredit von 3,4 Millionen Franken für den Abbruch bestehender Gebäude auf dem Gelände beantragt.
Das Projekt, das ursprünglich 2013 gestartet wurde, soll die angespannten Platzverhältnisse der Fakultät lösen und den Standort Miséricorde aufwerten. Der geplante Neubau wird nach den Kriterien des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) konzipiert, inklusive einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Die Integration eines Abschnitts der TransAgglo, einem wichtigen Bestandteil des regionalen Fahrradnetzwerks, ist ebenfalls vorgesehen.
Die nötigen Projektierungsarbeiten werden gemäß der Verordnung über bedeutende Immobilienvorhaben des Staates vorangetrieben. Der geplante Abbruch der bestehenden Gebäude der Stiftung Le Tremplin, die dem Neubau weichen müssen, soll auch bodenkundliche Untersuchungen für eine eventuell notwendige Sanierung ermöglichen.
Mit einem geplanten Baustart im Frühjahr 2027 und der voraussichtlichen Inbetriebnahme im Herbst 2030 belaufen sich die geschätzten Anlagekosten auf etwa 152 Millionen Franken. Für das Projekt könnte ein Bundesbeitrag für den Bau von Hochschulinfrastrukturen beantragt werden, der im Rahmen des zukünftigen Verpflichtungskreditantrags für die Durchführung des Projekts berücksichtigt wird. Dieses Vorhaben stellt einen bedeutenden Schritt für die Entwicklung der Universitätsinfrastruktur und die Stärkung des Bildungsstandortes Freiburg dar.
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Europas luxuriösester Coworking Space eröffnet in Zürich
Nach dem Großbrand, der das Gebäude einsturzgefährdet hinterließ und einen Schaden von 25 Millionen Franken verursachte, war es ein langer Weg bis zur Wiedereröffnung. Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich bezeichnete den Vorfall als den „teuersten Feuerschaden in der über 200-jährigen Geschichte der GVZ“.
Das nun revitalisierte Gebäude bietet auf 5000 Quadratmetern in den obersten sechs Stockwerken Platz für 76 private Büros und 600 hochmoderne Arbeitsplätze. IWG hat sich damit ihren größten Standort in der Schweiz gesichert und bietet neben Arbeitsplätzen auch eine Reihe von Extras: eine Rooftop-Terrasse mit Panoramablick auf Zürich, ein Fitness-Center mit Personal Trainer, einen privaten Member-Club mit italienischem Restaurant und Bar, ein Gaming-Center und sogar einen Meditations- sowie einen Stillraum.
Patrizia Statelli, Geschäftsführerin von IWG Schweiz, Monaco und Gibraltar, betont die Bedeutung von hybriden Arbeitsmodellen in der Post-Pandemie-Ära und die veränderten Ansprüche an Arbeitsplätze. Die flexibel nutzbaren Büros, Meeting-Räume und Netzwerk-Zonen können stundenweise oder langfristig gebucht werden, wobei die Kosten von circa 1500 Franken pro Person und Monat alle Nebenkosten sowie die Nutzung des Fitness-Centers und der Unterhaltungsangebote einschließen.
Der Brand verzögerte den Einzug von IWG um zwei Jahre, doch das Unternehmen hatte bereits vor dem Unglück Pläne für dieses Gebäude. Im Erdgeschoss beleben nun eine Filiale von DQ Solutions, Yumi Hana mit koreanischen und japanischen Artikeln und der neue Club Mini Market das Gebäude.
Mit dem ambitionierten Ziel, in den nächsten zwei Jahren von 53 auf 70 Standorte in der Schweiz zu wachsen, plant IWG, auch die Vororte der Großstädte abzudecken. Statelli ist überzeugt, dass neue, flexiblere Arbeitsmodelle die Zukunft prägen und das Pendeln reduzieren werden, ein Konzept, das Europas luxuriösester Coworking Space in Zürich nun verkörpert.
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Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf
Die Stadt Dietikon startet die öffentliche Auflage der Planungsinstrumente für die Gebietsentwicklung Niderfeld. Die Unterlagen des öffentlichen Gestaltungsplans inklusive Umweltverträglichkeitsbericht und der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung werden laut Medienmitteilung vom 9. November 2023 bis 19. Januar 2024 zusammen mit dem Gestaltungsleitbild aufgelegt. Am 8. November wurden sie an einem öffentlichen Informationsanlass im Gemeinderatssaal des Stadthauses präsentiert.
Dazu heisst es in der Mitteilung der Stadt Dietikon, im Zentrum des Quartiers liege der grosse Park. Im Norden und Westen entstehe ein Wohngebiet. Südlich des Parks ist das Mischgebiet mit Gewerbe und Dienstleistungsanbietern. Östlich des Parks entstehen eine neue Schule, Sportanlagen und eine Dreifachturnhalle. Am westlichen Rand des Niderfelds liegt das Arbeitsplatzgebiet. Die Limmattalbahn erschliesse das Gebiet mit zwei Haltestellen. Das Arbeitsgebiet werde durch ein eigenständiges Strassennetz erschlossen, damit das Wohngebiet vom Schwerverkehr befreit bleibt und kein Durchgangsverkehr entsteht.
Das Niderfeld ist mit rund 40 Hektaren Dietikons letzte grosse Siedlungsreserve, heisst es von der Stadt Dietikon. Es werde dereinst etwa 3700 Menschen Wohnraum bieten und Platz für etwa 2700 Arbeitsplätze haben.
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Obwaldner Kantonalbank weiht Ideenschmiede QUBO 17 ein
Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat ihren Neubau QUBO 17 am 23. Oktober im Beisein von Regierungsrätin Cornelia Kaufmann-Hurschler, Regierungsrat Daniel Wyler und Gemeindepräsident Jürg Berlinger eingeweiht. Das sechsstöckige Gebäude soll der Obwaldner Start-up-Szene ein neues Zuhause bieten und gleichzeitig einen kreativen Denkraum für die Bank selber schaffen.
Im obersten Stockwerk des Gebäudes befindet sich auf 160 Quadratmetern das neue Innovationslabor der OKB, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dort will die Bank gemeinsam mit ihrer Kundschaft neue Finanz- und Dienstleistungsprodukte entwickeln. Die restlichen Stockwerke stellt sie dem Verein Startup Pilatus zur Verfügung, der auf die Ansiedlung von Jungfirmen im Kanton Obwalden spezialisiert ist. Er wird die Räumlichkeiten zum grössten Teil an Start-ups vermieten. In den ersten drei Jahren sollen sie dafür nur einen „kleinen Beitrag” zahlen. Die OKB ist Mitinitiantin und Trägerin von Startup Pilatus.
„Mit QUBO 17 schaffen wir eine inspirierende Arbeitsumgebung. Eine Umgebung, die Innovationen, eine branchenübergreifende Zusammenarbeit und den Austausch zwischen etablierten Unternehmen, Start-ups sowie Co-Workerinnen und Co-Workern ermöglicht”, so Margrit Koch, CEO der OKB, an der Eröffnungsfeier.
Das Nachbarsgebäude von QUBO 17, das den Namen QUBO 15 tragen wird, soll im Frühling 2024 von der Eberli AG, der Orfida Treuhand + Revisions AG und der werkunion ag bezogen werden.
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Halter realisiert Wohnbebauung in Rothenburg
Ein von der Schlieremer Halter AG geführtes Projektteam wird in Rothenburg zwei baugleiche Gebäude errichten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dabei werden 16 Wohnungen mit 3,5 Zimmern, acht Wohnungen mit 4,5 Zimmern und sechs Wohnungen mit 2,5 Zimmern entstehen. Die Wohnungen mit 2,5 Zimmern werden als Alterswohnungen vermietet. Ausserdem wird der Komplex über Neben- und Kellerräume sowie eine Einstellhalle mit 31 Parkplätzen verfügen.
Nachdem kürzlich der Spatenstich erfolgt ist, strebt die Halter AG einen Abschluss der Arbeiten am Rohbau im ersten Halbjahr 2024 an. Die Wohnungen sollen dann Anfang 2025 bezugsbereit sein. Bauherr ist die in Luzern ansässige Caranto AG.
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EPFL und uHoo wollen Umweltqualität in Innenräumen verbessern
Die EPFL arbeitet im Rahmen des EU-Projekts INPERSO an besseren Standards für die Umweltqualität in Innenräumen (Indoor Envrionmental Quality, IEQ). Das Ziel ist es, einen neuen Ansatz für die IEQ-Bewertung zu entwickeln, der dann europaweit eingesetzt werden kann. Dies soll insbesondere bei der Sanierung von Wohn- und Bildungsgebäuden helfen.
Sarah Crosby, EPFL-Forscherin und Leiterin des Projekts, hat mit ihrem Team mehrere Lösungsanbieter evaluiert, welche die nötigen Umweltdaten für das Projekt liefern könnten. Laut einer Medienmitteilung haben sie sich nun für die Firma uHoo aus Singapur als Partnerin entschieden. Diese kann mit verschiedenen Sensoren 13 Parameter in Innenräumen messen und die Daten auf einer digitalen Plattform darstellen.
Dustin Jefferson Onghanseng, CEO und Mitgründer von uHoo, begrüsst die Zusammenarbeit mit der EPFL. „Unsere Lösung soll einen bedeutenden Einfluss auf die gebaute Umwelt nehmen, indem sie das Bewusstsein für einen gesünderen, grüneren und bewussteren Umgang mit Innenräumen schärft“, erklärt er.
Die Umweltplattform von uHoo wird Unternehmensangaben zufolge weltweit von privaten und öffentlichen Organisationen bei Gewerbe-, Wohn- und Industriegebäuden, im Gesundheitswesen oder an Flughäfen eingesetzt. Das Unternehmen verfügt neben seinem Hauptsitz in Singapur auch über Standorte in Hongkong und den USA.
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Willkommen in der Zukunft der Bildung im Fachhochschulzentrum Chur
Städtebau und Freiräume
Das neue Fachhochschulzentrum in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Gebäuden und Industrieanlagen steht vor einer umfassenden Neugestaltung. Kernstück des städtebaulichen Konzepts ist ein U-förmiger, viergeschossiger Neubau, der als Ergänzung zum bereits bestehenden Hauptgebäude dient. Dieser Neubau wird eine zentrale Eingangshalle haben und soll eine klare, eindeutige Hauptadresse für das Fachhochschulzentrum schaffen.
Ein grosszügiger Campusplatz entsteht zwischen dem Neubau und dem bestehenden Schaltgebäude, der als zentrales «Gesicht» der Fachhochschule fungieren wird. Dieser Platz soll nicht nur als Treffpunkt und «Bühne» für die Hochschulgemeinschaft dienen, sondern auch den neugenutzten Bestand und den gegenüberliegenden Landschaftsraum miteinbeziehen.
Die Zugänglichkeit des neuen Zentrums wird durch ein feinmaschiges Fusswegnetz und einen regionalen Radweg gewährleistet. Zudem ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sichergestellt. Die Freiräume des Projekts werden unterschiedlich gestaltet: Während die Bereiche zum bestehenden Gebäude eine landschaftliche Prägung erhalten, werden die Freiräume zum Neubau urban konzipiert. Dadurch soll das Fachhochschulzentrum nahtlos in das Quartier integriert werden und sowohl für Studierende als auch für die Öffentlichkeit attraktiv sein.Flexibilität und Interdisziplinarität
Der geplante Neubau des Fachhochschulzentrums präsentiert sich als architektonisches Meisterwerk mit einer dreiteiligen Gliederung in Ost-West-Richtung. Diese Struktur spiegelt die des bestehenden Fachhochschulgebäudes wider und schafft eine harmonische Verbindung zwischen Alt und Neu. Die beiden Seitenflügel des Neubaus sind mit atriumartigen Lichthöfen ausgestattet, die als Zentren für die horizontale Erschliessung dienen. Diese Lichthöfe sind nicht nur architektonische Highlights, sondern auch funktionale Elemente, die alle Ebenen und Decks mit Lounges, Studierendenarbeitsplätzen, Gruppen- und Sitzungsräumen bis ins 1. Untergeschoss verbinden.
Die zentrale Eingangshalle dient als Herzstück des Gebäudes und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Sie fungiert als Empfangsbereich und bietet Zugang zu grossen Multifunktionsräumen und zur Mensa. Diese Flexibilität ermöglicht es, den Raum auch als Foyer für externe Veranstaltungen oder als Ausstellungsfläche zu nutzen.
Die Tiefen der Gebäudeflügel sind so konzipiert, dass sie eine flexible Anordnung der Räume ermöglichen. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und bietet die Möglichkeit für zukünftige räumliche Anpassungen. Die Bibliothek, strategisch am Campusplatz positioniert, dient als Schnittstelle zur Öffentlichkeit und bietet zahlreiche Arbeitsplätze für Studierende.
Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt. In beiden Flügeln sind jeweils zwei Erschliessungskerne so angeordnet, dass alle Flucht- und Rettungswege zugänglich sind. Die Treppen sind so gestaltet, dass sie eine einfache Orientierung im Gebäude ermöglichen und gleichzeitig als soziale Treffpunkte dienen.
Insgesamt stellt der Neubau eine meisterhafte Kombination aus Funktionalität, Flexibilität und ästhetischer Eleganz dar, die den Bedürfnissen einer modernen Bildungseinrichtung mehr als gerecht wird.
Nachhaltigkeit und Flexibilität
Der Neubau des Fachhochschulzentrums setzt auf ein durchdachtes Tragwerkkonzept, das Nachhaltigkeit und Effizienz in den Vordergrund stellt. Das Gebäude ist als Hybridbau konzipiert, wobei Materialien gezielt dort eingesetzt werden, wo sie am effizientesten und nachhaltigsten sind. Das Grundraster des Gebäudes, ermöglicht eine hohe Nutzungsflexibilität. Die Untergeschosse sind in Recyclingbeton ausgeführt, was nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch strukturell effizient ist. Ab dem Erdgeschoss wird ein Skelettbau aus Holz und Beton verwendet, der die Vorteile beider Materialien optimal kombiniert.
Die architektonische Gestaltung des Neubaus ist weniger durch einzelne Funktionen als durch die konstruktiven Elemente geprägt. Die Fassaden sind aus vorgefertigten Holzelementen hergestellt und integrieren Fenster, Brüstungen sowie Photovoltaik- Vordächer als Sonnen- und Witterungsschutz. Diese Elemente sind nicht nur funktional, sondern tragen auch zur ästhetischen Qualität des Gebäudes bei.
Im Inneren des Gebäudes sind Tragwerk und Haustechnik bewusst einander gegenübergestellt, um den architektonischen Charakter zu prägen. Die Lichthöfe spielen eine besondere Rolle. Sie sind durch Fachwerk und konstruktive Elemente wie Druckstäbe und Zugstützen charakterisiert, die sowohl funktional als auch didaktisch sind. Diese Elemente veranschaulichen das Potenzial des Tragwerks und sind integraler Bestandteil der Raumgestaltung.
Die Eingangshalle und das Foyer sind durch Betonrahmen und seitliche Oberlichter strukturiert, die den Raum rhythmisieren und das Hängen des Lichthofs symbolisieren. Die Deckenuntersichten der Räume sind durch Betonträger, Holzbalkendecken und Beleuchtungsbänder bestimmt, die eine hohe gestalterische Qualität aufweisen.
Insgesamt stellt der Neubau eine gelungene Symbiose aus nachhaltigen Materialien, innovativen Konstruktionsmethoden und ästhetischer Gestaltung dar. Er vereint Funktionalität mit gestalterischer Qualität und setzt neue Massstäbe in der Architektur von Bildungseinrichtungen.
Integration bestehender Gebäude in den Campus
Im Kontext der Campusentwicklung des Fachhochschulzentrums werden neben dem Neubau mittelfristig auch bestehende Gebäude modernisiert. Das heutige Hauptgebäude, bekannt für seine Kupferfassade, bleibt in seiner Grundausrichtung und Funktion erhalten. Zu den Hauptveränderungen gehören eine westliche Öffnung zum angrenzenden Park und die Umgestaltung der bisherigen Bibliotheks- und Mensaflächen. Energetische Optimierungen und die Installation einer neuen Lüftungsanlage in der Fassade ermöglichen die Erfüllung des Minergie-Standards für nachhaltiges Bauen.
Am westlichen Rand des Campus befindet sich ein denkmalgeschütztes ehemaliges Schaltgebäude der Elektrizitätswerke Zürich, inklusive Wohnhaus und Trafoturm. Dieses Gebäude wird zu Gunsten der Studierenden und Mitarbeitenden umgestaltet. Aufgrund des Denkmalschutzes sind nur minimale Änderungen an der äusseren Hülle und der Struktur zulässig. Für die kreative Nutzung des Trafoturms werden noch innovative Ideen gesucht. -

Baumängel sollen viel länger geltend gemacht werden können
Heute müssen Baumängel „sofort“, also innert weniger Tage, geltend gemacht werden. Ansonsten verwirken die Mängelrechte. Mit der Änderung sollen Mängel künftig innerhalb einer Verjährungsfrist jederzeit gemeldet werden können.
Dass diese Frist viel zu kurz und kaum einzuhalten ist, war im Nationalrat unumstritten, wie die Fraktionsvoten zeigten. Allerdings waren sich die Ratsmitglieder in den Details nicht ganz einig. Eine Minderheit um Beat Flach (GLP/AG) wollte zum Beispiel, dass die unbefristete Mängelrüge nur auf verdeckte Mängel, nicht aber auf ordentliche Mängel, die bei der normalen Abnahme hätten entdeckt werden können, angewendet wird. Der Rat stimmte aber für die Aufhebung in beiden Fällen.
Mit der unbefristeten Möglichkeit will der Nationalrat weiter gehen als der Bundesrat, der eine Frist von 60 Tagen vorgeschlagen hatte. In der Version des Nationalrats soll für den Bauherrn beziehungsweise die Käuferin einer Immobilie aber eine Schadenminderungspflicht gelten. Damit bestünde nach wie vor ein Anreiz, Mängel möglichst zeitnah geltend zu machen, wie Kommissionssprecherin Florence Brenzikofer (Grüne/BS) ausführte. Den Vorschlag hat die Rechtskommission des Nationalrats ausgearbeitet.
Ausserdem soll die Verjährungsfrist beim Grundstückskauf und beim Bau einer Immobilie von heute fünf auf neu zehn Jahre angehoben werden. Auch hier zeigte sich eine Minderheit um Flach nicht einverstanden. Zehn Jahre seien zu lang, sagte er. Je länger die Immobilie stehe, desto schwieriger sei es zu erkennen, ob es sich um einen ursprünglichen Mangel oder um Abnützung handle. Der Rat sprach sich aber auch hier für die Verlängerung aus.
Diese neuen Regeln sollen überdies auch für eingebaute Sachen gelten.
Die Vorlage geht in den Ständerat.
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Sommerakademie Limmattal präsentiert Zukunftsprojekte
Die Ergebnisse der Sommerakademie Limmattal werden derzeit von der OST- Ostschweizer Fachhochschule in die Öffentlichkeit getragen. Bei der Sommerakademie ging es darum, Zukunftsprojekte für das Limmattal zu finden und zu beschreiben. Während einer Woche haben laut einer Medienmitteilung 60 Studierende und junge Landschafts- und Raumplanerinnen, Architekten, Verkehrsfachleute, Soziologen und Künstlerinnen von Hochschulen aus der Schweiz, aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden das Limmattal daraufhin durchleuchtet.
Die Sommerakademie Limmattal wurde im Auftrag der Kantone Aargau und Zürich von der OST – Ostschweizer Fachhochschule durchgeführt. Ihre Ergebnisse sind noch bis 10. September am Schlierefäscht im Festzelt zu sehen und wandern dann in die Limmattaler Gemeinden.
„Das Limmattal ist eine der dynamischsten Kernregionen der Schweiz, die Wachstumsregion Nummer eins“, wird Schlierens Stadtpräsident Markus Bärtschiger im Rahmen dieser Präsentation zitiert. Um für eine nachhaltige Zukunft gerüstet zu sein, brauche das Limmattal aber neue und unkonventionelle Impulse.
Die Aktivitäten konzentrierten sich auf vier Fokusgebiete: So soll etwa die Zürcherstrasse zwischen Unter- und Oberengstringen mit Aufenthalts- und Grünräumen zu einem Aggloboulevard aufgewertet werden. Eine andere Gruppe von Studierenden fasste das Gebiet Fahrweid zu einem smaragdgrünen Ring zusammen, indem ökologische Brücken das Gebiet aufwerten und vernetzen.
Das Industriecluster Silbern in Dietikon soll dank eines Pilotprojekts zur Kreislaufwirtschaft übergehen und klimaangepasst werden. Die Sicherung öffentlicher Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Uferbereiche für alle fordert ein Projekt um das Bahnhofsgebiet Spreitenbach, Killwangen und Würenlos.
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Neue Schweizer Solarzell-Produktion in den USA
Mit der Ausweitung der Geschäftsstrategie auf Solarzellen „Made in USA“ reagiert Meyer Burger auf Marktanforderungen, die sich aus neuen Regulierungen in den Vereinigten Staaten ergeben: Kürzlich hat das US-Finanzministerium Richtlinien für die Qualifizierung von „domestic content“ bekannt gegeben. Diese ermöglichen einen zusätzlichen zehnprozentigen Bonus auf die Investitionssteuergutschrift (ITC) für US-Solarprojekte. „Meyer Burger ist der festen Überzeugung, dass inländisch hergestellte Solarzellen unseren Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringen, sowohl in Bezug auf die Verwendung von erstklassigen Hochleistungs-Solarprodukten ‚Made in USA‘ als auch zur Qualifizierung für zusätzliche Steuergutschriften“, sagt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger. Mit einem anfänglichen Produktionsvolumen von jährlich zwei Gigawatt Solarzellen und -modulen in den USA hat Meyer Burger die Möglichkeit, von Produktionsbeginn im Jahr 2024 bis Ende 2032 Steuergutschriften von bis zu USD 1,4 Milliarden zu erhalten.
Im Rahmen der Entscheidung, das Solarzellenwerk in den USA anzusiedeln, erhält das Unternehmen neben den IRA-Steueranreizen ein weiteres umfangreiches Finanzpaket: Die Stadt Colorado Springs und der US-Bundesstaat Colorado unterstützen die Investition mit fast USD 90 Millionen, hauptsächlich in Form von Steuergutschriften, direkter Unterstützung und vergünstigten Strom- und Wassertarifen. Darüber hinaus sind Vorauszahlungen von Modul-Abnehmern und ein Darlehen des US-Energieministeriums (DoE) in Höhe von insgesamt mehr als USD 300 Millionen absehbar. Diese sollen zur Finanzierung des Wachstums von Meyer Burger in den Vereinigten Staaten beitragen.
„Unsere Präsenz in den USA wird es uns ermöglichen, bestehende und zukünftige Kunden schneller zu erreichen. Ich möchte unseren Partnern in der Biden-Administration und in Colorado sowie unseren Abnahmepartnern DESRI, Ingka und BayWa herzlich für ihre Unterstützung beim Ausbau unserer US-Aktivitäten danken“, sagt Gunter Erfurt. Er fügt hinzu: „Meyer Burger arbeitet derzeit an weiteren Multi-Gigawatt-Abnahmeverträgen in den USA mit neuen Kunden. Wir prüfen bereits Möglichkeiten, weitere Produktionskapazitäten für Solarzellen und -module in den USA aufzubauen“.
Der beschleunigte Produktionsplan in den USA wird durch eine Umleitung von Produktionsmaschinen ermöglicht, die ursprünglich für die bereits angekündigte Erweiterung der Solarzellenfabrik am Standort Thalheim in Bitterfeld-Wolfen, Deutschland, vorgesehen waren. Diese Anlagen werden nun am Standort Colorado Springs installiert, um den geplanten Fertigstellungstermin der Zellfabrik im Jahr 2024 einzuhalten.
Im Rahmen der erfolgreichen Bewerbung von Meyer Burger für den EU-Innovationsfonds ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Ausbau im Multi-Gigawatt-Bereich in Thalheim geplant. Voraussetzung für solche Investitionen sind günstige Marktbedingungen und sichere, faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Solarhersteller in der EU.
„Meyer Burger ist eine treibende Kraft für den Ausbau der Solarenergie sowohl in den USA als auch in Deutschland und Europa“, sagt Erfurt. „Wir freuen uns, den Grundstein für eine transatlantische Solarenergie-Partnerschaft zu legen und auch in Zukunft unsere Produktion in Deutschland und der Europäischen Union auszubauen.“ In Deutschland wird sich das Unternehmen deshalb am kürzlich angekündigten Interessensbekundungsverfahren der deutschen Bundesregierung für eine Renaissance der PV-Industrie beteiligen.
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«co-operate» – ein Modell für klimagerechtes Bauen
Was den schonenden Umgang mit Ressourcen und die Reduzierung des CO2-Ausstosses betrifft, soll der Campus, der auf dem Empa-Areal in Dübendorf Gestalt annimmt, durchaus ein Musterschüler werden – vom Scheitel bis zur Sohle, von den Dächern bis in 100 Meter Tiefe, wo die Erdsonden eines einzigartigen experimentellen saisonalen Energiespeichers enden. Im Sommer wird in diesen «Röhren» die Abwärme etwa von den Kältemaschinen, Lüftungen und Laborgeräten gespeichert, um sie dann im Winter zum Heizen oder für die Produktion von Warmwasser zu nutzen. Das Ziel: den CO2-Ausstoss der Gebäude auf dem gesamten Campus auf ein Minimum senken und zugleich diese innovative Technologie für eine nachhaltige Energiezukunft erkunden.
Den Ausstoss von Treibhausgasen minimieren: Dieser Anspruch prägt auch die Konstruktionen des neuen Campus. Das dreistöckige Gebäude rechter Hand der Einfahrt ist ein einzigartiges «Holz-Beton-Parkhaus», dessen Decken eine anspruchsvolle Konstruktion aus Fichtenträgern und -platten mit Betonüberzug sind. Durch diese Hybridbauweise liess sich die Dicke der Betonschichten laut dem Bauunternehmen Implenia auf rund ein Drittel reduzieren. Eine deutliche Einsparung also beim «Klimasünder» Zement: Rund 9’300 m2 Betonrippendecken wurden mit Holzbalkendecken ersetzt – auch ein Beitrag zum aktuellen Trend, Beton, wo möglich und sinnvoll, zum grossen Teil mit Konstruktionen aus Holz zu ersetzen.
Anspruchsvoll bei diesem Vorhaben war laut Kevin Olas, Leiter «Immobilien» der Empa, unter anderem die geschickt unauffällig integrierte Installation von Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen, um die Ästhetik dieser raffinierten Hybridkonstruktionsweise nicht zu beeinträchtigen. Zudem musste die Planung auch künftige Aspekte berücksichtigen: Das Parkhaus wurde mit Blick auf den Klimawandel in Modulbauweise aus demontierbaren Fertigteilen geplant – mit Blick in eine fernere Zukunft, in der die individuelle Mobilität womöglich eine geringe Rolle spielt als heute. Dann liessen sich Teile des Bauwerks auch zu Werkstätten oder für andere Zwecke umwidmen.
Urin als Rohstoff für Dünger
In dieser Zukunft wird auch umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft das Bauen bestimmen: Nicht nur Stahl, Beton oder Holzelemente lassen sich klimaschonend wiederverwerten, sondern auch menschliche «Rohstoffe». Beispiel Urin: Im grossen Laborgebäude im Zentrum von «co-operate» sind «NoMix»-WCs installiert, die Fachleute des Wasserforschungsinstituts Eawag in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Ohne die gewohnte Benutzung zu verändern, trennen sie den menschlichen Urin vom so genannten Schwarzwasser aus Fäkalien, Spülwasser und Toilettenpapier.Weil der Urin wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält, lässt er sich nutzen, um Dünger für die Landwirtschaft herzustellen. In einem eigens entwickelten Verfahren der Eawag wird das Rohmaterial im Kellergeschoss des NEST-Gebäudes zunächst mit einem biologischen Prozess stabilisiert und verliert so den strengen Geruch. Ein Aktivkohle-Filter entfernt sämtliche Medikamentenrückstände, bevor die Flüssigkeit schliesslich eingedampft wird – zu einem hochwertigen Dünger namens «Aurin», den der Eawag-Spin-Off Vuna GmbH vermarktet. Aus 1000 Litern Urin entstehen 100 Liter von diesem Dünger, der seit 2018 vom Bundesamt für Landwirtschaft auch für den Einsatz bei essbaren Pflanzen zugelassen ist.
Viele Mosaiksteine für eine gute Klimabilanz
Neben dem unauffälligen Urin-Sammelsystem dokumentieren viele offensichtliche Details den Anspruch des Campus als Wegweiser für umweltfreundliches Bauen. Photovoltaik-Installationen werden die Eigenstrom-Produktionen massiv erhöhen. Und auf mehr als 14’000 m2 Fläche bewegen sich die Menschen auf Recycling-Asphalt mit einem hohen Anteil von 80 Prozent wiederverwertetem Material in der Tragschicht und 20 Prozent in der dünnen Deckschicht.
Zugleich haben die Landschaftsarchitekten freilich auf Asphalt verzichtet, um naturnah zu gestalten: Bislang versiegelte Flächen werden «befreit», wie die Ludwig-Tetmajer-Strasse auf dem Empa-Areal. «Aus dieser ‹Parkplatz-Asphalt-Wüste› wird eine begrünte und schattige Zone», erklärt Kevin Olas. Und auch hinter den grossen Neubauten wird die Biodiversität mit vielfältigen Pflanzen und Bäumen gefördert – dank ausgewählter hitzeresistenter Arten, die sich auch bei künftigen Klimabedingungen wohlfühlen werden.
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Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an
Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, Eawag, erweitern auf dem Empa-Gelände in Dübendorf ihren Campus, der laut einer Medienmitteilung in Kürze unter dem Namen co-operate in Betrieb gehen soll. Architektur und Gestaltung der Erweiterung seien als „Wegweiser“ für klima- und umweltfreundliches Bauen konzipiert und zeigen Ansätze für weniger Ressourcenverbrauch und minimalen CO2-Ausstoss, für mehr Kreislaufwirtschaft durch weniger Materialverbrauch sowie zum Gewinnen und Einsparen von Energie, heisst es.
In der Nähe des Eingangsbereichs zum Campus ist ein attraktives Gebäude errichtet worden. Die Konstruktion ist ein Holz-Beton-Parkhaus, welches von Implenia in Hybridbauweise umgesetzt wurde. Statt Betonrippendecken wurden auf einer Fläche von 9300 Quadratmeter Holzbalkendecken verwendet. Dadurch komme der Bau mit erheblich dünneren Betonschichten aus und senke den Verbrauch des „Klimasünders“ Zement.
Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen mussten laut Kevin Olas, Leiter des Immobilienbereichs der Empa, mit Rücksicht auf die Ästhetik der Hybridkonstruktion installiert werden. Zudem galt es, mit Blick auf den Klimawandel die Modulbauweise aus Fertigteilen anzuwenden. So liessen sich bei Bedarf Teile des Gebäudes beispielsweise in Werkstätten umwandeln.
Neben Baustoffen Stahl, Beton oder Holzelemente seien auch menschliche „Rohstoffe“ wiederverwertbar: So eigne sich Urin durch die enthaltenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium als Rohstoff für die Düngerherstellung. Das im Laborgebäude eingebaute Urin-Sammelsystem NoMix-WCs schaffe den Rohstoff für das Recycling-Düngemittel Aurin. Dieses wird vom Eawag-Spin-Off Vuna vertrieben.
Weitere Bausteine auf dem Campus seien Photovoltaik, Recycling-Asphalt sowie Asphaltverzicht bei der Landschaftsgestaltung, die auf eine Förderung der Biodiversität fokussiert und das Anpflanzen einer vielfältigen Flora vorsehe.
Quelle: empa.ch
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Towerkomplex an der Sulzerallee: Aus einem Guss
An der Sulzerallee in Neuhegi soll ein Towerkomplex entstehen – im Herzen des neuen, urbanen Zentrums. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die städtebauliche Setzung und die architektonische Gestaltung des Gebäudeensembles.
Mittels Studienauftrag, an dem sechs Architekturbüros teilgenommen haben, wurde das Projekt «Gussstück» von Graf Biscioni Architekten zusammen mit Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur einstimmig zum Sieger erkoren.
Das Projekt sieht am Kreuzpunkt zwischen der Sulzerallee und dem öffentlichen Parkband ein über Neuhegi hinaus strahlendes 60-Meter-Hochhaus mit rund 145 Wohnungen sowie ein multifunktionales und flexibles Bürogebäude mit einer Mietfläche von rund 11’000 Quadratmetern vor.
«Präzise wie ein Gussstück» soll der geplante Towerkomplex am äusseren Ende der Sulzerallee platziert sein, schreibt das Architekturbüro auf seiner Webseite. Die zwei Baukörper sollen durch gemeinsame Fluchten als Ensemble erscheinen und einen Zwischenraum aufspannen.
Der Towerkomplex soll, mit verschiedenen Facetten, an das ehemals riesige Giesserei-Areal erinnern.
Das Projekt umfasst im aktuellen Planungsstand rund 145 Wohnungen mit einer Vielzahl von verschiedenen Wohnungstypen, wobei der genaue Mix erst noch erarbeitet wird. Wichtig ist der Bauherrschaft ein vielfältiges Angebot an unterschiedlichen Wohnungstypen und -grössen sowie der Ausstattung. Das wird auch eine differenzierte Preisgestaltung zulassen.

Die Flächen sollen generell flexibel geplant werden, so dass auch unterschiedlichste Arten von Gewerbenutzungen möglich sind. Ziel ist eine Belebung des Quartiers mit verschiedenen Nutzungsformen, welche die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Beschäftigten vor Ort abdecken, aber auch als Anziehungspunkt für externe Besuchende dienen.
Mit dem Projekt wird eine Photovoltaik-anlage umgesetzt. Es ist ausserdem vorgesehen, sowohl das Hochhaus als auch das Gewerbegebäude nach Fertigstellung mit dem Nachhaltigkeitslabel SNBS Gold zu zertifizieren.
Der Abschluss des Vorprojektes läuft noch bis im Mai 2023. In einem nächsten Projektschritt wird das Wettbewerbsprojekt im Detail ausgearbeitet. Die Baugesucheingabe ist voraussichtlich auf Herbst 2023 geplant, der Baustart auf Ende 2024. Die Bauherrschaft rechnet aktuell mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren und einem Bezugstermin frühestens Ende 2026.
Das Grundstück, auf dem der Towerkomplex entsteht, entwickeln Mettler2-Invest und Swiss Life gemeinsam. Aktuell sind die beiden Grundstücke im Besitz der Swiss Life. Nach Abschluss des Studienauftrags werden sie basierend auf dem Siegerprojekt neu parzelliert. Mettler2Invest erwirbt den Gewerbeanteil. Das Hochhaus mit den Mietwohnungen und einem kleinen Gewerbeanteil verbleibt im Portfolio der Swiss Life.
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Die neue Lokstadt: Urban, vielseitig, geschichtsträchtig
Mit der Lokstadt entwickelt Implenia ein neues, urbanes und vielseitiges Quartier mit 750 Wohnungen für rund 1500 Menschen. Die Lokstadt liegt südöstlich des Bahnhofs Winterthur. Früher befanden sich auf diesem Gebiet die Werkhallen der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) – die bedeutendste Lokschmiede der Schweiz. Die benachbarte Fabrik Sulzer übernahm in den 1960er-Jahren die SLM.

Das Rocket-Hochhaus ist das höchste in
Planung befindliche Holzwohnhaus der Welt.Einige der aus der Produktion der SLM stammenden Lokomotiven fungieren als Namensträger für die verschiedenen Baufelder. So zum Beispiel der «Tender»: Hier wurden Eigentumswohnungen realisiert, die seit Anfangs 2023 bezugsbereit sind, sowie Gewerbeflächen. Ebenfalls zum Verkauf standen die Wohnungen der 17 «Stadthäuser»: Dabei handelt es sich um vier- bis fünfgeschossige Maisonettewohnungen, die bereits fertiggestellt wurden. In einer zweiten Bauetappe entstanden sechs viergeschossige «Townhouses»: Diese umfassen insgesamt 24 Wohnungen und sind seit Frühjahr 2023 bezugsbereit. Ebenfalls bald bezugsbereit ist das Bürogebäude «Elefant», das unmittelbar an der Zürcherstrasse liegt.
Der zentrale Dialogplatz wird künftig von drei Gebäuden umrahmt. Das erste ist das «Krokodil» in Holzbauweise. Hier entstanden 254 Wohnungen, die die unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse von drei Genossenschaften sowie individuellen Wohneigentümern erfüllen. Vertikale Fensterbänder erinnern an die ehemaligen Industriehallen und geben dem Gebäude eine klare Struktur. An der Stirnseite des Dialogplatzes liegt «BIGBOY»: Der über 50 Meter hohe Bau mit 16 Stockwerke beheimatet 125 Mietwohnungen sowie fünf Büro- und Gewerbeflächen zwischen 55 und 370 Quadratmeter. Die Dachterrasse bietet einen einmaligen Blick über die Lokstadt und ganz Winterthur. Der industriellen Vergangenheit des Areals wird durch die Backsteinfassade Rechnung getragen. Bigboy ist im Sommer 2023 bezugsbereit. Das dritte Gebäude befindet sich noch in der Entwicklung und ist derzeit das höchste geplante Holzbauhochhaus der Welt: «Rocket», entwickelt und realisiert im Auftrag von Ina Invest, wird 100 Meter hoch und mit 32 Stockwerken zum Wahrzeichen des neuen Stadtteils und der Winterthurer Skyline. Geplant sind 255 Wohnungen. Im Sockelbau «Tigerli» sind zudem gemeinnützige Wohnungen vorgesehen. Ein Hotel ist ebenfalls projektiert. Der Bezugstermin ist auf 2027 geplant.
BIGBOY bietet 125 Wohnungen und eine Dachterrasse für die Bewohner*innen.. Die Lokstadt steht für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, eine umsichtig geplante Nutzungsvielfalt sowie die innovative Belebung denkmalgeschützter Bauten. Zu diesen gehören die ehemaligen Fabrikhallen. Unter der Federführung von Implenia werden diese zu Erlebnisräumen umgestaltet, welche die lokale Geschichte und das moderne Stadtleben widerspiegeln. Das Quartier wird Schritt für Schritt nach Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft entwickelt. Trotz der dichten Bauweise wird Wert auf genügend Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt. Das Areal wird mit einer baufeldübergreifenden Tiefgarage für den motorisierten Verkehr erschlossen. Oberirdisch haben Fussgänger und Velofahrer danke einer grosszügig gestalteten Fussgängerzone Vorrang.
Mit der Lokstadt verbindet Winterthur das 19. mit dem 21. Jahrhundert: Hier werden die Industriegeschichte der Stadt mit Winterthurs Zukunft als Wohn-, Bildungs- und Dienstleistungsstadt zusammengebracht. Das Quartier wird für Menschen gebaut, die das Stadtleben lieben und denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Eine Lokstadt-App soll in Zukunft allen Mietern, Eigentümern und Arbeitnehmende als Kommunikations- und Interaktionskanal dienen. -

Durchgangsbahnhof Luzern: Grossprojekt erreicht Meilenstein
Der Durchgangsbahnhof Luzern soll mit neuen, unterirdischen Zufahrten und einem Tiefbahnhof Engpässe im Bahnknoten Luzern beheben. Das Projekt, das sich in der Planungsphase befindet, soll Kapazitäten im heute voll ausgelasteten Bahnsystem schaffen und damit in Zukunft neue, direktere und schnellere Bahnverbindungen ermöglichen. «Mit dem Tiefbahnhof und den neuen, unterirdischen Zufahrten wird die Erreichbarkeit und die Attraktivität der Zentralschweiz verbessert», so Massimo Guglielmetti, SBB Gesamtprojektleiter Durchgangsbahnhof Luzern. «Ohne Infrastrukturausbau ist eine Weiterentwicklung des Bahnangebots in Luzern nicht mehr möglich.»
Im Vorprojekt legt die SBB die technische Machbarkeit des Grossprojekts dar, das aus den Teilprojekten Tiefbahnhof, Dreilindentunnel und Neustadttunnel besteht:
- Mit dem Tiefbahnhof wird unterhalb des bestehenden Bahnhofs eine insgesamt 44 Meter breite Perronhalle für vier Gleise gebaut. Dies schafft mehr Platz am Bahnhof Luzern, der aktuell täglich von rund 100 000 Passagieren benutzt wird.
- Mit dem 3,8 Kilometer langen Dreilindentunnel wird eine unterirdische, direkte Linie von Ebikon nach Luzern geschaffen, die auf einer Länge von 400 Metern das Seebecken unterquert. Diese zweite Zufahrt behebt die Engpasssituation im Bahnnetz und ermöglicht häufigere und schnellere Zugverbindungen.
- Mit dem 2,1 Kilometer langen Neustadttunnel wird der Tiefbahnhof an die bestehende Zufahrt angeschlossen. Dies ermöglicht durchgehende Verbindungen und macht das Wenden einer Mehrheit der Züge im Kopfbahnhof Luzern überflüssig.
Damit das geplante verbesserte Angebot für die ganze Zentralschweiz einen Nutzen bringen kann, muss auch die Bahninfrastruktur im Einzugsgebiet punktuell erweitert werden. Zudem sind Abstellanlagen ausserhalb des Bahnhofs Luzern notwendig, um Züge über Nacht und ausserhalb der Spitzenzeiten parkieren zu können.
Absenktunnel unter dem Seebecken
Neu ist im Vergleich zu vorgängigen Planungen für die Unterquerung des Seebeckens ein Absenktunnel vorgesehen. Dabei werden fünf vorgefertigte Elemente der Tunnelröhre in den Grund des Vierwaldstättersees abgesenkt. Dadurch ist es nicht nötig, das Seebecken abschnittweise trocken zu legen. Umwelt und Landschaft werden weniger beeinträchtigt. Dieses Bauverfahren wurde in der Schweiz bisher noch nie angewendet.Die Kosten für die drei Projektteile Tiefbahnhof, Dreilinden- und Neustadttunnel werden auf 3,3 Milliarden Franken geschätzt. Für die Realisierung rechnet die SBB mit 11 bis 13 Jahren Bauzeit.
Zusätzliche Studien zum weiteren Vorgehen
Die SBB klärt nun im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) mögliche Realisierungsabfolgen für das Grossprojekt ab. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2023 vorliegen. Dann wird über die nächsten Projektschritte entschieden. «Alle Arbeiten laufen nach Plan. Ich bin überzeugt, dass der Bundesrat dem Parlament 2026 ein gut studiertes und weit fortgeschrittenes Projekt wird vorlegen können», sagte Anna Barbara Remund, BAV-Vizedirektorin und Leiterin der Abteilung Infrastruktur, vor den Medien in Luzern. Über die Umsetzung entscheidet letztlich das Bundesparlament.Grosse Bedeutung für Luzern und die Zentralschweiz
Der Ausbau des Bahnknotens Luzern ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region. «Die Zentralschweiz wartet bereits seit 50 Jahren auf die dringend notwendigen Ausbauten der Infrastrukturen am Knoten Luzern und in Richtung Zürich», hielt Regierungsrat Fabian Peter, Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor und Präsident der Zentralschweizer öV-Direktoren, fest. «Ein attraktives Angebot im öffentlichen Verkehr ist entscheidend, damit wir das Mobilitätswachstum überhaupt bewältigen und nachhaltig abwickeln können», sagte Fabian Peter. «Damit der Durchgangsbahnhof seinen vollen Nutzen entfalten kann, erwartet die Zentralschweiz die Realisierung und Finanzierung aus einem Guss.»Für die Stadt Luzern wird sich die Möglichkeit ergeben, den Raum um den Bahnhof attraktiv zu gestalten, den Bahnhof besser zugänglich zu machen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. «Die Stadt wird sich auch dafür einsetzen, dass die über zehnjährige Bauzeit möglichst stadtverträglich gestaltet wird», sagte Stadträtin Manuela Jost, Baudirektorin. «Auch während dieser Zeit müssen Freiräume erhalten und das Stadtzentrum erreichbar bleiben.» Die SBB plant den Durchgangsbahnhof im Auftrag des Bundesamts für Verkehr. Sie arbeitet mit Kanton und Stadt Luzern, der Zentralbahn, dem Verkehrsverbund Luzern sowie den Kantonen Obwalden und Nidwalden zusammen und bezieht den Gemeindeverband LuzernPlus mit ein.
Quelle www.sbb.ch
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Implenia gewinnt in Deutschland und der Schweiz Hochbauaufträge im Gesamtwert von mehr als CHF 170 Mio
Implenia erhielt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Auftrag, als Totalunternehmer ein neues Proben- und Werkstättenzentrum (PWZ) für das Bayerische Staatsschauspiel in München zu planen und betriebsfertig zu errichten. Nach der Erstaufnahmeeinrichtung Regensburg und der Staatlichen Wohnanlage Regensburg ist es bereits das dritte Projekt, das Implenia als Totalunternehmer für den Freistaat Bayern als Bauherrn, vertreten durch das Staatliche Bauamt Regensburg realisiert. Die Planung begann im März, Baustart ist im Juni. Die Übergabe an den Bauherren soll im Dezember 2026 erfolgen. Das Auftragsvolumen für Implenia beträgt mehr als EUR 140 Mio..
Zu den vereinbarten Leistungen gehören Planung und Neubau des PWZ von der Baugrube für das 93 Meter lange und 86 Meter breite, L-förmige Gebäude über die Innenausstattung inklusive Haustechnik, Fördertechnik und Bühnentechnik für drei Probebühnen, bis hin zur Werkstattausstattung und Kantineneinrichtung. Zudem umfasst der Auftrag die Gestaltung der Aussenanlagen inklusive Betriebshof mit Anfahrzonen, Anlieferung und Aufstellflächen für LKWs und Container, eine Tiefgarage sowie die begrünte Aussenanlage.
Bei dem technisch anspruchsvollen Projekt werden unter anderem grosse, frei überspannte Räume für die Probebühnen geschaffen, die als Stahl-Verbundkonstruktion an den Brückenbau erinnern. Eine schalltechnisch hochwirksame Gebäudetrennfuge wird den Probetrakt vor Geräuschen und Erschütterungen aus dem Werkstättentrakt schützen. Weitere spezielle Schallschutzvorrichtungen ermöglichen die parallele Bespielung der Probebühnen. Für die Spezialgewerke Bühnentechnik und Werkstatttechnik konnte Implenia die besten Planer gewinnen.
Partnerschaftlicher und integrierter Ansatz überzeugte schon in Angebotsphase
Implenia überzeugte schon in der Angebotsphase mit einem partnerschaftlichen Ansatz und einem Team aus hochqualifizierten internen und externen Spezialisten, die Lösungen für die komplexen technischen Anforderungen des Projekts boten. In der Umsetzung wird Implenia das Team steuern und zusammen mit eigenen Fachplanern die Eingabe- sowie die Ausführungsplanung sowie den betriebsfertigen Neubau realisieren.Als integrierter Bau- und Immobiliendienstleister wird Implenia einen grossen Teil der Leistungen divisionsübergreifend selbst erbringen: Der Spezialtiefbau ist für die Baugrube verantwortlich. Für den Rohbau wird Spezialwissen des Bereichs Ingenieurbau beigezogen. Für eine reibungslose, sichere und nachhaltige Organisation der Baustelle sorgt die zur Implenia Gruppe gehörende BCL Building Construction Logistics. Der Bereich Fassadentechnik trägt mit seiner Expertise zur Ausführung der Gebäudehülle aus dunkelgrauen Wellfaserplatten, Betonfertigteilen und Aluminiumfenster-Elementen mit Raffstoren bei.
Digitalisierung und Tools zur Effizienzsteigerung
Für den Neubau wurde ein BIM-Modell aufgesetzt, an dem alle Planerinnen und Planer arbeiten. Damit ist der Planungsstand jederzeit transparent und kann flexibel angepasst werden. Das BIM-Modell wird auch in der Ausführung genutzt, zum Beispiel für die Abstimmung der verschiedenen Gewerke. Zudem ist vorgesehen, das Modell auch für Bauablaufsimulationen, zur Mengenermittlung und zur Ausschreibung der Ausbaugewerke zu verwenden. Lean Construction Methoden und Tools werden eingesetzt, um die Bauabläufe zu optimieren, die Materialströme zu steuern und die Gewerke exakt aufeinander abzustimmen. Das ermöglicht einen kontinuierlichen und gleichmässigen Bauprozess.Hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeit
Sowohl dem Auftraggeber als auch Implenia sind ein nachhaltiger Neubau und Betrieb wichtig. Entsprechend wird das Gebäude gemäss Gebäudeenergiegesetz (GEG § 10) ausgeführt, sämtliches Material entspricht dem Anforderungskatalog «Schadstoffarmes Bauen» (QN 3) der Landesbaudirektion Bayern und die technischen Anlagen werden für nachhaltigen und umweltschonenden Betrieb ausgelegt.Besenrain- und Katzenbachstrasse Zürich – nachhaltige Wohnersatzneubauten
In der Schweiz wurde Implenia von Bauherrin Swiss Life Asset Management AG als Totalunternehmer mit dem Ersatzneubau «Besenrain-/Morgentalstrasse» in Zürich Wollishofen beauftragt. Es handelt sich um ein Projekt mit 36 Mietwohnungen und 22 Tiefgaragenplätzen, das in Massivbauweise erstellt wird. Die Bauarbeiten starteten im März mit einer Schadstoffsanierung, die Übergabe ist für Ende November 2024 geplant. Für den Neubau wird eine SNBS Platin-Zertifizierung angestrebt.Ausserdem erhielt Implenia von der Pensionskasse SBB den Zuschlag für einen Ersatzneubau an der Katzenbachstrasse in Zürich-Seebach. Implenia wird auch dieses Projekt als Totalunternehmer ausführen. Im Rahmen des Neubaus entstehen 30 hochwertige Mietwohnungen mit hinterlüfteter Holzfassade auf drei Geschossen und 18 Tiefgaragenplätze. Die Bauarbeiten haben bereits im Februar mit einer Schadstoffsanierung begonnen, die durch den Bereich Baumeister durchgeführt wurde. Die Fertigstellung ist für Februar 2025 geplant. Die Wohnungen werden im Minergie ECO Standard erstellt.
Durch diese beiden Aufträge trägt Implenia mit seiner umfassenden Kompetenz weiter zur nachhaltigen Erneuerung des Schweizer Immobilienbestands bei. Der Totalwert beider Aufträge beträgt über CHF 30 Mio..

Die drei Probebühnen für die Häuser des Bayerischen Staatsschauspiels sowie die Werkstätten werden Ende 2026 in Betrieb gehen (Bild: © Dömges Architekten AG, Regensburg). 
Ersatzneubau Wohnquartier Katzenbach mit 30 Wohnungen in Zürich-Seebach (Bild: © Think Architecture AG). Kontakt für Medien:
Corporate Communications, T +41 58 474 74 77, communication@implenia.com
Kontakt für Investoren und Analysten:
Investor Relations, T +41 58 474 35 04, ir@implenia.com
Investoren-Agenda:
16. August 2023: Halbjahresergebnis 2023, Analysten- und Medienkonferenz -

Hammerwald Sursee: Neuer Gewerbe- und Bürokomplex
An der Allmendstrasse in Sursee erfolgt in wenigen Monaten der Spatenstich für das Gewerbeprojekt Hammerwald. Geplant sind zwei Gebäudekomplexe sowie ein dreigeschossiges Parkdeck mit 450 Autoabstell- sowie Veloparkplätzen. Der Neubau soll Platz für rund 600 Arbeitsplätze bieten. Die Flächen im Gebäude A1 werden vermietet, während diejenigen im Gebäude A2 zum Verkauf stehen. Die insgesamt 27’000 Quadratmeter umfassenden Flächen werden für eine flexible Nutzung konzipiert. Bis 2025/26 soll der Komplex fertiggestellt sein.
Das Gebäude A1 erhält sieben Geschosse, deren Mietflächen sowohl vertikal als auch horizontal erschlossen werden können. Die Flächen im sechsgeschossigen Gebäude A2 werden im Stockwerkeigentum veräussert. Die Stadt Sursee ist in den letzten Jahren stark gewachsen – dadurch fehlt vielen lokalen Gewerblern der Platz, um sich weiterentwickeln zu können. Dieser Umstand war Paul Fuchs, Inhaber der Hoch- und Tiefbau AG, bewusst, weshalb er gemeinsam mit Alex und Jörg Lütolf von der Sustra AG sowie Urs Meyer und Christoph Geiser von der Cerutti Partner Architekten AG die Hammerwald AG gründete. Das Ziel: Ein umfassendes Gewerbegebäude für Sursee zu erschaffen. Die Inhaber sind sich einig: «Der Hammerwald soll für das lokale Gewerbe ein flexibles Flächenangebot zu attraktiven Konditionen bieten», so Paul Fuchs.
Unter der architektonischen Leitung von Urs Meyer, Cerutti Partner AG, wird das Gebäude A1 mit Gewerbe-, Ausstellungs- und Büroflächen bestückt. Das Gebäude A2 erhält höhere Räume und wird für grössere Nutzlasten mit einem integrierten Autolift für Lieferwagen gebaut. Die im A2 entstehenden Einheiten sind speziell auf Handwerksbetriebe ausgelegt. Das Parkdeck ist für Lastwagen befahrbar und ermöglicht die ebenerdige Anlieferung in der Ebene 1. Dank Treppenhauskernen und Steigzonen sind flexible Unterteilungen der Flächen sowie vertikale Verbindungen über mehrere Ebenen möglich. Neben den Handwerksbetrieben soll der Hammerwald die unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen ansprechen.
Der Gebäudekomplex punktet mit seiner Nähe zum Autobahnzubringer sowie zum Bahnhof Sursee. Das Naherholungsgebiet Surseerwald liegt direkt angrenzend. Das nachhaltige Energiekonzept sieht die Energieerzeugung mittels Grundwassernutzung über Energiepfähle vor.
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Neue Visitenkarte für Sursee
Die seit rund 60 Jahren in Sursee ansässigen Möbel Ulrich AG und Truvag AG planen gemeinsam auf dem Ulrich-Areal zwischen der Ringstrasse und der Pilatusstrasse ein Büro-, Gewerbe- und Wohnhaus, welches das bestehende Möbelhaus ergänzt und belebt. Das Projekt namens ALEA soll zur neuen Visitenkarte für den Ort werden: Vorgesehen sind 70 bezahlbare Mietwohnungen, die zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer umfassen und im Holzbau erstellt werden. Hinzu kommen 2400 Quadratmeter Gewerbe- und 1600 Quadratmeter Verkaufs- und Gastroflächen. Das Projekt punktet nicht zuletzt mit seiner zentralen Lage direkt am Bahnhof.
Der rund 49 Meter hohe CO2-neutrale Holzbau wurde von der Planergemeinschaft Leuenberger Architekten AG aus Sursee und Deon AG aus Luzern entwickelt. Die Wohnungen werden sichtbare Holzträger und teilweise auch Holzwände aufweisen. Das umweltfreundliche Material ist atmungsaktiv, isolierend, sehr stabil und tragfähig. ALEA bedeutet im Altgriechischen «Wärme und Schutz» – diese Merkmale sollen für die zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmenden sicht- und spürbar werden. Aus Brandschutzgründen musste lediglich bei der Fassadengestaltung auf das heimische und nachhaltige Holz verzichtet werden.
Aber auch seiner lateinischen Bedeutung wird ALEA mit seiner Würfelform gerecht. Der untere Teil des Gebäudes umfasst drei Etagen – dieser wird in den Hang integriert. Sichtbar wird somit die Silhouette mit rund 41 Metern Höhe. Während der obere Teil des Gebäudes für die Wohnnutzung vorgesehen ist, steht der Sockelbereich für Büros, Läden, Gewerbe und Gastronomie zur Verfügung. Eine Passerelle schafft eine sichere und schnelle Fussgängerverbindung zwischen dem Kotten-Quartier und dem Bahnhof. Alle Plätze und Verbindungen des Neubaus sind öffentlich zugänglich.
Das sorgfältig durchdachte Verkehrskonzept soll den motorisierten Individualverkehr auf ein Minimum beschränken: Zu diesem Zweck sind Sharing-Angebote für Autos, Velos und E-Scooters geplant. Die Einstellhalle wird dementsprechend mit einer minimalen Anzahl an Parkplätzen bestückt. Die Mietpreisgestaltung soll darüber hinaus Anreize für ein Leben ohne Auto bieten. Um den Langsamverkehr zu fördern, sind grosszügige Abstellplätze für Velos konzipiert.

ALEA vereint Wohnen und Arbeiten. Damit die Mieter nicht anonym leben, sollen das Miteinander und die Durchmischung gefördert werden: Ein öffentlicher Platz mit Restauration auf der Höhe des Bahnhofs schafft mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten rund um das Gebäude Begegnungsmöglichkeiten. Den Bewohnern steht zudem eine begrünte Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Des Weiteren sind mehrere begrünte Etagenterrassen geplant.
Den regional stark verwurzelten Initianten ist es wichtig, dass «Surseer für Surseer» bauen:
Nicht nur bei den ausführenden Partnern wurde auf eine regionale Verankerung geachtet, auch bei der Vermietung sollen bevorzugt Personen mit Wohn- oder Arbeitsort Sursee berücksichtigt werden. Ausserdem wird die Truvag AG mit rund 80 Mitarbeitenden ihren Hauptsitz in den Neubau verlegen. Mit dem von der Möbel Ulrich AG und der Truvag AG geplanten Gebäude wollen die beiden traditionsreichen Unternehmen einen Mehrwert für Sursee schaffen und das Areal bereichern. Die Baukosten sollen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.
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Wandel auf dem Wellisareal
Das Wellisareal liegt am nördlichen Ortseingang von Willisau, neben dem historischen Stadtkern, direkt an der Hauptverkehrsachse und in der Nähe des Bahnhofs. Es umfasst eine Fläche von 30’000 Quadratmetern.
1927 siedelte sich mit der Orgelbau AG eine auf die Herstellung von Kirchenorgeln spezialisierte Unternehmung in der damals noch weitgehend unbebauten «Grundmatt» vor den Toren der Altstadt Willisau an. Mit der Gründung der Wellis AG im Jahr 1931 als Tochtergesellschaft der Orgelfabrik nahm die bewegte Geschichte der Möbelproduktion ihren Lauf. Die Wellis AG war spezialisiert auf Designermöbel und international bekannt unter dem Label «Team by Wellis».
Mit dem Wachstum der Firma entwickelte sich das Fabrikareal bis in die 1980er- Jahre zu seiner jetzigen Grösse. Bis heute sind auf dem Areal Möbelfirmen beheimatet.
Der nördliche Teil des Wellisareals gehört der Foroom Immobilien AG. Sie hat mit der GKA Immobilien AG ein langfristiges Kaufrecht abgeschlossen. Der südliche Teil ist im Besitz der Familie Tolusso. Hier befindet sich auch die Steinindustrie Tolusso AG. Gemeinsam wollen die Eigentümer das Areal in den kommenden Jahren zu einem Wohn- und Gewerbequartier weiterentwickeln. Aufgrund der zentralen und verkehrstechnisch günstigen Lage sowie der Arealgrösse ist die Entwicklung und zukünftige Nutzung des Areals von hohem öffentlichem Interesse.
Für die Testplanung wurden drei renommierte Planungsteams aus Luzern, Zürich und Basel zugezogen. Am meisten überzeugt hat das Konzept des Basler Architekturbüros Herzog & de Meuron. Es sieht vor, das Areal zu einem «offenen, lebendigen Wohn- und Werkraum» umzugestalten. Das Areal soll auf Bestehendem aufbauend in einzelnen Etappen weiterentwickelt werden und so organisch und nachfragegerecht wachsen. Einzelne Industriebauten sollen erhalten bleiben.
Das Projekt von Herzog & de Meuron wurde weiterbearbeitet und soll den Weg ebnen für die Teilzonenplanänderung und den Bebauungsplan, die für eine Transformation des Areals nötig wäre. Nach der Planung und einer öffentlichen Auflage sollen die Stimmberechtigten im Herbst 2024 über die Teilzonenplanänderung entscheiden. Läuft alles nach Plan, ist der früheste Baustart im Jahr 2025 möglich.
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Gemeinde Hochdorf kauft und entwickelt Südi-Areal
Ende August 2021 informierte die Geschäftsleitung der in der Region als «Südi» bekannten Hochdorf-Gruppe, dass sie ihr 86’000 Quadratmeter grosses Areal in Hochdorf verkaufen wolle. Kurz darauf beschloss der Hochdorfer Gemeinderat, am Bieterverfahren teilzunehmen.
Der Erwerb des Areals durch die Gemeinde für über 60 Millionen Franken bedurfte unter anderem der Zustimmung durch das Hochdorfer Stimmvolk. Mit 87,6 Prozent Ja-Stimmen stiess das Vorhaben auf grosse Unterstützung.
Seit Anfang 2022 ist die Gemeinde Hochdorf Eigentümerin der Grundstücke, die zuvor der Hochdorf-Gruppe und ihrer Pensionskasse gehörten. Die Hochdorf-Gruppe hat das Areal bis Ende 2025 zurückgemietet, mit der Option auf Verlängerung um ein Jahr. Die Gemeinde möchte diese Zeit für die Entwicklungsplanung des Areals nutzen.

Seit Anfang 2022 ist die Gemeinde Hochdorf Eigentümerin der Grundstücke, die zuvor
der Hochdorf-Gruppe (rot) und ihrer Pensionskasse (grün) gehörten.Dabei soll die Hochdorfer Bevölkerung eine entscheidende Rolle spielen. Am Anfang des Projekts stand ein dreistufiger Mitwirkungsprozess. In einem ersten Schritt fanden bis Mitte September 2022 qualitative Fokusgespräche mit Interessierten statt. Die Inputs aus diesen Gesprächen wurden in einem zweiten Schritt an einem öffentlichen Mitwirkungsanlass Ende September 2022 diskutiert. In einem dritten Schritt erhielt die Bevölkerung Ende Oktober 2022 die Möglichkeit, in einer Onlineumfrage die Inputs aus den ersten zwei Schritten zu bewerten, gewichten und die entstehende Vorstellung weiter zu schärfen.
Dank den vielen Rückmeldungen gewannen die Verantwortlichen ein klares Bild über die Vorstellungen der Hochdorfer Bevölkerung. Eine grosse Mehrheit wünscht sich einen zentralen Begegnungsort mit einladenden Plätzen und Wegen. Wichtig ist ihnen ein breiter Wohnungsmix sowie attraktive Büro- und Gewerbeflächen. Ein zentraler Faktor in der weiteren Planung sollen zudem ökologische Massnahmen sein.
Die Erkenntnisse und die daraus abgeleitete Vision wurden in einem Bericht zusammengefasst und der Bevölkerung Ende Februar 2023 präsentiert. Sie bilden die Grundlage für die im Sommer 2023 anstehende Testplanung, wo Themen wie Städtebau, Verkehrsplanung oder bauliche Dichte ein erstes Mal beleuchtet werden.
Die Gemeinde möchte bis zum Ende des Rückmietvertrages Ende 2025 oder 2026 die Nutzungsplanung inklusive Zonenplanrevision für einen Teil des Areals abschliessen.