Kategorie: Neubau

  • Reussperle Buchrain: Neue repräsentative Geschäftshäuser im Bau

    Reussperle Buchrain: Neue repräsentative Geschäftshäuser im Bau

    Direkt am Reusskanal in Buchrain entstand in den vergangenen Jahren in mehreren Etappen ein lebendiges, neues Quartier mit acht Mehrfamilien-Wohnhäusern. Ein autofreier Innenhof, diverse Grünzonen sowie Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung schaffen in der Reuss- perle Buchrain Erholungs- und Begegnungsräume.

    Jetzt realisiert die Alfred Müller AG dort zusätzlich zwei moderne Geschäftshäuser. Sie werden gut sichtbar direkt an der Hauptzufahrtsstrasse nach Buchrain gebaut und sollen durch ihre Platzierung eine Ankunftszone für Besuchende der Reussperle Buchrain schaffen.

    Die beiden Gebäude der Reussperle umfassen auf drei beziehungsweise vier Etagen insgesamt rund 6600 Quadratmeter Gewerbe- und Büroflächen. Das Besondere daran: Diese Flächen werden im Stockwerkeigentum angeboten. «Kaufen statt mieten» lautet hier das Motto.

    Die Reussperle-Geschäftshäuser überzeugen durch eine markante, zeitgemässe Architektur mit hohem Identifikationscharakter. Die flexiblen Flächenangebote eignen sich für inhaber- oder eigentümergeführte Unternehmen aus verschiedensten Branchen und unterschiedlicher Grösse. Die eigenen vier Wände lassen sich nach individuellen Wünschen einteilen und ausbauen. Aussen überzeugen die Gebäude durch eine markante, raumbildende Architektur mit hohem Identifikationscharakter. Dazu gehört die edle, nachhaltige Fassade in schwarzem Glas, eingefasst mit eloxierten Aluminiumbändern, sowie die hochwertigen Holz-Aluminium-Fenster. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert erneuerbaren Strom aus eigener Produktion.

    Die Geschäftshäuser sind sowohl mit den privaten als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln optimal erschlossen. Der Autobahnanschluss A14 ist lediglich ein paar Fahrminuten entfernt. Die Bushaltestelle Reussbrücke, mit Verbindungen im Halbstundentakt zu den Bahnhöfen Ebikon und Luzern, befindet sich direkt vor der Tür. Diverse Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Umgebung sowie der nahe gelegene Reusskanal als Erholungsgebiet tragen zur hohen Attraktivität des Standorts bei. Der Baustart der beiden Geschäftshäuser Reussperle ist im September 2022 erfolgt, der Bezug der fertig ausgebauten Fläche ist ab August 2024 geplant.

  • Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Im Verkehrshaus Luzern ist mit dem «House of Energy» eine neue, langfristige Plattform rund um das Thema Energie entstanden. Nicht nur Verkehr und Mobilität sind mit Energie verbunden – für jede Art der Fortbewegung ist Energie vonnöten. Aber auch rund um das Brennthema Klimawandel spielt sie eine tragende Rolle: Allein der Verkehr in der Schweiz verursacht mehr als einen Drittel des CO2-Ausstosses.

    Die komplexen Zusammenhänge erschliessen sich vielen Menschen noch nicht. Dies will das Verkehrshaus mit der neuen Ausstellung ändern. Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern sollen die Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft aufgezeigt werden: Wie agieren Wohnen und Mobilität miteinander? Wie könnten innovative Lösungen und die Energiezukunft der Schweiz im Jahr 2050 aussehen? Besucherinner und Besucher können hier Exponate und interaktive Attraktionen besichtigen, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Energie aufzeigen und erlebbar machen. Des Weiteren sind ab 2023 verschiedene Konferenzen und Events zum Thema Energie geplant.

    Das von Gigon Guyer Architekten aus Zürich eigens dafür gebaute Gebäude anstelle der ehemaligen Halle «Schienenverkehr 1» wurde mit energietechnischen Ausstattungen der neusten Generation konzipiert: Minergie P ist Standard, die Energiezentrale läuft via Wassernutzung, und auf dem Dach sowie auf der Fassade wurden Photovoltaikanlagen installiert. Dank dieser Energiezentrale soll das gesamte Verkehrshaus künftig grösstenteils mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. Bei der Realisierung des Projekts arbeitete das Verkehrshaus mit Partnern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Das «House of Energy» soll als Bildungsort für Schulen und Hochschulen sowie als Experimentierlabor und Innovationsstandort für das Initiieren und Begleiten von Aktivitäten und Projekten im Rahmen der nachhaltigen Mobilität dienen.

    Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern versteht sich mit seinen starken Besucherzahlen von 500’000 bis 600’000 Personen pro Jahr im Museum als Partner im Transformationsprozess hin zur angepeilten Netto-Null-Klimaneutralität im Jahr 2050. Mit der neuen Energieplattform sollen das Interesse und die Auseinandersetzung mit den Themen Energie und Mobilität mit Schwerpunkt Schweiz gefördert werden. Die Ziele umfassen die Wissensvermittlung, das Schaffen eines starken Bezugs zum Alltag der Besuchenden sowie die transparente Darstellung der Herausforderungen samt der möglichen Lösungsansätze und die Kommunikation in Bezug auf Schulen und die Berufswelt. Die interaktive Ausstellung wird im April 2023 eröffnet der Neubau und hat ohne Energiezentrale und Mieterausbau rund 37,8 Millionen Franken gekostet.

  • Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Die Wohnüberbauung Hagenmatt in Root mit rund 160 Wohnungen ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Totalsanierung und Nachverdichtung: Die in den 1970er-Jahren erbaute Siedlung bot ideale Voraussetzung für dieses Vorhaben. Für die Umsetzungen engagierte Die Liegenschaftsverwalter AG als Vertreterin der Eigentümerin Schürch Immobilien AG die PP Baumanagement AG aus Kriens mit der Gesamtprojektleitung, Kostenplanung und Bauleitung. Zudem wurden sechs Neubauten mit insgesamt vierzehn Reiheneinfamilienhäusern und vierzehn 2,5-Zimmer-Wohnungen im Holzbau von der Strüby Konzept AG aus Seewen SZ im Auftrag der Eigentümerschaft realisiert.

    Nebst einer attraktiveren Gestaltung der Wohnungen hatte die Sanierung auch eine optimierte Gebäudeerscheinung sowie neugestaltete Aussenräume und eine energetische Optimierung zum Ziel. Letztere wurde dank technischen Massnahmen wie dreifach verglasten Fenstern oder einem Anschluss ans EWL-Fernwärmesystem sowie dem Abschalten der Öl-Heizung erreicht. Für mehr Wohnkomfort wurden in der bestehenden Liegenschaft Bodenheizungen eingebaut, die Balkone erweitert, die Küchen mit neuen Geräten ausgestattet und die Nasszellen erneuert.

    Die neugebauten Ein- sowie Mehrfamilienhäuser sind allesamt zweigeschossig und betten sich harmonisch in die zuvor nicht optimal genutzten Überbauungsflächen ein. Sie überzeugen durch minergietaugliche Gebäudehüllen, begrünte Flachdächer, grosszügig konzipierte Dachterrassen sowie durch grosse Fenster, die für lichtdurchflutete Häuser sorgen. Die Totalsanierung der Überbauung Hagenmatt sowie die Errichtung der sechs Neubauten konnte etappenweise innert acht Monaten abgeschlossen werden.

    Die schnelle Bauzeit ist – gerade bei den Neubauten – dem gewählten Holzbau geschuldet: Die Bauteile werden vorgefertigt auf die Baustelle geliefert, sodass vor Ort direkt mit der Montage begonnen werden kann. Die Strüby Unternehmungen beziehen jährlich rund 20’000 Kubikmeter Holz direkt von Schweizer Waldbesitzern. Das Holz wird in der jeweiligen Region gesägt und verleimt, bevor es weiterverarbeitet wird. Dank diesen kurzen Wegen wird graue Energie massgebend reduziert.

    Der Inhaber der Die Liegenschaftsverwalter AG, Andreas Gasser, ist nebst der kurzen Bauzeit stolz, dass das Gesamtkostenbudget des Projekts von 42 Millionen Franken sogar noch unterschritten werden konnte. Zudem war die Wohnqualität für die Mieter, die in der ersten Etappe noch nicht vom Umbau betroffen waren, zu keiner Zeit eingeschränkt. Gasser hebt hervor, dass mit einer geschickten Verdichtung mittels Aufstockungen, Anbauten oder Ergänzungsbauten mehr Wohnraum auf bestehenden Flächen geschaffen und der Landverschleiss gleichzeitig eingedämmt werden konnte.

  • Die Transformation des Papieri-Areals

    Die Transformation des Papieri-Areals

    Das Papieri-Areal im solothurnischen Biberist darf auf eine lange Industriegeschichte zurückblicken: Im Jahr 1862 begann seine Existenz als Standort der Papierfabrik «Papieri». Nach fast 150 Jahren stellte die Fabrik im Jahr 2011 den Betrieb ein, zuletzt im Besitz des internationalen Papierkonzerns SAPPI. In Folge erwarb die HIAG aus Zürich das 60’000 Quadratmeter umfassende Areal – mit dem Ziel, ein lebhaftes und vielseitiges Quartier zu erschaffen.

    Der hier stark verankerte Industrie-Esprit soll aber nicht verloren gehen: Das «Papieri» soll weiterhin gewerblich-industriell genutzt werden. Der Standort und Rahmenbedingungen des Areals sind hierfür nach wie vor optimal geeignet. Vom Bahnhof Biberist Ost aus ist das Gelände in wenigen Schritten erreichbar. Zudem wird es durch die Bushaltestellen Biberist Emmenbrücke sowie Biberist Derendingenstrasse (BSU) erschlossen. Weiter sind mittelfristig attraktive Fussgänger- und Veloverbindungen projektiert.
    Die HIAG hat in enger Absprache mit Kanton, Gemeinden und weiteren Anspruchsgruppen eine nachhaltige Entwicklungsstrategie ausgearbeitet. Bereits 2013 wurde in Zusammenarbeit mit fünf Architekturbüros ein städtebaulicher Studienauftrag durchgeführt. Die Erkenntnisse dieses Studienauftrags bildeten die Grundlage für den Masterplan, der 2015 in Abstimmung mit der Gemeinde Biberist fertiggestellt wurde. Derzeit läuft die Teilzonenplanrevision. Diese befindet sich in der kantonalen Vorprüfung.

    Die langfristige Planung sieht eine Aufteilung des Areals in zwei Teile vor: Das Areal «West» in der Nähe des Bahnhofs Biberist Ost umfasst rund ein Drittel der Gesamtfläche und soll ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Bereich mit stillem Gewerbe, Dienstleistungen, Freizeit, Kultur und Wohnen werden. Noch sind keine konkreten Wohnprojekte geplant. Aber: «Die zukünftigen Nutzungsvorschriften erlauben im westlichen Areal einen Wohnanteil», sagt Dominik Ulrich, Projektentwickler der HIAG Immobilien Schweiz AG. Der östliche Bereich in Richtung Derendingen hingegen werde zum Arbeitsplatzgebiet für die produzierende Industrie transformiert.

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    Der Zugang zum öffentlich zugänglichen Westbereich des Areals erfolgt bereits heute vom Südwesten her. Zukünftig bildet dort der dreieckig angelegte Papier-Platz den Arealauftakt. Eingefasst wird der Platz durch das markante Bestandsgebäude Fabrikstrasse 1. Bis Mitte 2023 wird dieses für die geplanten Übergangsnutzungen fit gemacht: Im Erdgeschoss werden Flächen zwischen 160 und 1000 Quadratmeter an Gewerbe- und Dienstleistungsanbieter vermietet. Die Räume in den Obergeschossen eignen sich ideal für Gewerbe und Lager sowie Ateliers. Im Nachbargebäude stehen ausserdem Büros zur Verfügung. «Die Übergangsnutzung des Gebäudes 1 ist für bis zu zehn Jahre angedacht. Das Ziel ist die Etablierung von Nutzungen, die langfristig Bestand haben werden», erklärt Ulrich. Für die Öffnung des Areals war die Demontage des Maschinenparks Voraussetzung. Die Maschinen konnten in den letzten Jahren erfolgreich verkauft und an neue Besitzer überführt werden.

    Die Mitte des Areals und damit das Zent-rum bildet der Platz am Kanal: Derzeit laufen hier Rückbauten, um Freiflächen und Durchbrüche in den Hallenstrukturen zu schaffen. Bisher wurden bereits 17‘000 Tonnen Material rückgebaut. Die HIAG legt Wert auf Nachhaltigkeit: 14‘000 Tonnen davon werden vor Ort zu Granulat verarbeitet und wiederverwendet. Die Rückbauarbeiten sollen Ende dieses Jahres beendet sein. Ab Mitte 2023 ist der Neubau eines modernen Gebäudes geplant, welches rund 15‘000 Quadratmeter Nutzfläche für Gewerbe, Produktion und Büros bietet. Die ersten Mieter können voraussichtlich Ende 2024 einziehen. Laut Ulrich laufen aktuell konkrete Verhandlungen mit Mietinteressenten.

    In der Mitte des Areals laufen derzeit die Rückbauarbeiten.
  • Basel: Visionäre Bauplanung auf dem Areal Dreispitz Nord

    Basel: Visionäre Bauplanung auf dem Areal Dreispitz Nord

    Die Planung des neuen Basler Stadtteils Dreispitz Nord im «Gundeli»-Quartier stammt aus der Feder der Basler Architekten Herzog & de Meuron. Sie füllt das Areal mit neuem Leben, die Parkplatzfläche verschwindet. Auf einer Fläche von etwa acht Fussballfeldern entsteht so Raum für eine vielfältige Weiterentwicklung des Quartiers.

    Der direkte Zugang von Gundeldingen her zum Dreispitz Nord ist ein Blickfang: Über eine breite, begrünteRampe führt ein Fussweg auf das Dach des neuen MParc-Einkaufszentrums, wo sich ein einzigartiger Blick über die Dächer von Basel bietet.

    Auf dem Dach des Einkaufszentrums befindet sich auch die neue Sekundarschule für rund 600 Schülerinnen und Schüler. Dortgibt es Sportplätze, eine Dreifachturnhalle, Grün-und Freiräume und einen Jugendtreff.

    Die neuen öffentlichen Parkanlagen in der Grösse von zwei Fussballfeldern bieten mit ihren grossen, schattenspendenden Bäumen Raum für Spiel und Erholung. Fussgängerinnen und Velofahrerhaben hier Vorrang, der öffentliche Raum soll autofrei sein.

    Im Dreispitz Nord entstehen 800 Wohnungen. Ganz im Norden sind sieben Stadthäuser geplant mit preisgünstigem bzw. gemeinnützigem Wohnraum. Die drei runden Hochhäuser bieten nebst attraktiven Wohnungen auch Raum für Büros und weitere Nutzungen wie etwa eine Bibliothek oder ein Fitness-Center.

    Auf das Dach des MParc-Einkaufszentrums kommt eine Sekundarschule für 600 Schülerinnen und Schüler.

    Das Gebiet ist bereits heute gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen und nur drei Tramstationen vom Bahnhof SBB entfernt. Die neuen Fuss-und Velowege, Carsharing-Möglichkeiten und rund 4000 Veloparkplätze sollen das autoarme Wohnen fördern. Wer dennoch auf ein Auto angewiesen ist, hat einen Parkplatz in separaten Parkieranlagen und muss nicht in den angrenzenden Quartierstrassen nach Parkplätzen suchen. Für die neuen Wohn- und Arbeitsflächen sind insgesamt maximal 662 Parkplätze geplant. Die Zugänge zu den Parkings am nördlichen Rand helfen, den neuen Stadtteil und das Quartier Gundeldingen autofrei zu halten.

    Die Stadtteilentwicklung will als Musterbeispiel für nachhaltige Raumentwicklung vorangehen: Anstelle versiegelter Parkplatzflächen werden neue Grün-und Freiräume angelegt.Durch die hohe Nutzung ist der Umgang mit dem Boden haushälterisch. Bestehende Arbeitsplätze bleibenerhalten und neue sollen entstehen. Ein ausgewogenes Wohnangebot für alle Einkommen ermöglicht eine Durchmischung der Bewohnerschaft. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das bestehende MParc-Gebäude in den neuen Komplex integriert. Die Abstände in der Bebauung am nördlichen Rand und die Räume zwischen den Hochhäusern lassen die Luft zirkulieren und sorgen füreine gute Durchlüftung. Die Grün-und Freiräume sorgen für Kühlung durch Schatten und Verdunstung, Wasser kann wieder in den Böden versickern.Dies soll das Stadtklima verbessern.
    Im September 2020 haben die Projektverantwortlichen der breiten Öffentlichkeit das Richtprojekt Dreispitz Nord vorgestellt. Dieses dient als Grundlage für den Bebauungsplan, die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie den städtebaulichen Vertrag. Um die Quartierinteressen bestmöglich einzubeziehen, pflegen die Planungspartnerinnen und -partner seit Projektstart den Dialog mit Quartierorganisationen.

    Im 1. Quartal 2023 sollen die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans und der Umweltverträglichkeitsbericht bereit sein. Der Parlamentsbeschluss wird voraussichtlich 2024 erfolgen. Sobald der Beschluss rechtskräftig ist, kann die Bauprojektierung für die erste Etappe starten. Mit konkreten Baumassnahmen ist ab 2027 zu rechnen.

  • Lymhof: Vielseitiger lebendiger Quartierteil in Schlieren geplant

    Lymhof: Vielseitiger lebendiger Quartierteil in Schlieren geplant

    Der Quartierteil Lymhof amRietpark wird beim Bahnhof Schlieren entstehen, da wo heute das Sportcenter Vitis steht. Der Name erinnert an die Vergangenheit des einstigen Fabrikareals, wo im 20. Jahrhundert in der sogenannten «Lymi» der Geistlich-Leim und Dünger produziert wurden. Auf dem Areal des Lymhofs selbst wurde damals Ackerbau betrieben.

    Mit seiner Lage bei der Bahnhofsunterführung Schlieren West, die unter der Wiesenstrasse hindurch verlängert wird, gelangt man vom Bahnhof oder aus dem Schlieremer Zentrum jenseits der Gleise durch die Lymhof-Gasse direkt ins Quartier amRietpark. Der Lymhof soll ein buntes, belebtes Stück Quartier werden, wo sich Pendlerinnen und Pendler am Morgen auf dem Weg zum Zug noch rasch Kaffee und Gipfeli holen und sich abends auf der Terrasse zum Apéro treffen.

    Damit diese Vision auch in der Realität funktioniert, entwickelt Geistlich Immobilia die Nutzungen für die Spezialbauten Gasthaus und Halle sowie die Erdgeschosse gezielt in Zusammenarbeit mit Fachleuten und in einem partizipativen Prozess – durch Gespräche und im Austausch mit interessierten Anwohnenden und potenziellen künftigen Nutzerinnen und Nutzern.

    Das Projekt umfasst rund 350 Wohnungen für eine bunt durchmischte Bewohnerschaft von der Studentin bis zum Senior, ein Gasthaus mit Hotelzimmern und Bistro, ein Hallengebäude, kleine Gewerbeflächen sowie Ateliers, in denen sowohl gewohnt als auch gearbeitet werden kann.

    Im Hallengebäude ist die weltweit erste vertikale Farm geplant, die in ein Wohnquartier integriert wird. Arealeigentümerin Geistlich Immobilia hat mit dem Startup-Unternehmen Yasai im Oktober 2022 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. In der rund acht Meter hohen Halle sollen ab 2026 Kräuter, Blattsalate und vieles mehr ressourcenschonend und pestizidfrei angebaut und auch direkt vor Ort verkauft werden. Das Urban-Farming-Unternehmen betreibt heute schon eine Pilotfarm in Niederhasli.

    Nachhaltigkeit prägt das Projekt in der Planung, im Bau und im Betrieb. Im Lymhof sind rund 900 Veloparkplätze, ein Angebot für Car- und E-Bike-Sharing sowie Aufladestationen für Elektrofahrzeuge geplant. Geheizt wird mit Erdwärme, Solarpanels produzieren Strom und begrünte Dächer und Aussenräume fördern die Biodiversität. Ein Grossteil der Gebäude wird aus Holz gebaut und im Innenausbau wird auf umweltfreundliche Materialien geachtet.

    Für die Projektierung wurde ein Studienauftrag organisiert. Im Sommer 2020 entschied sich die interdisziplinäre Jury, in der auch die Stadt Schlieren vertreten war, für das Projekt des Zürcher Büros Clou Architekten und der Landschaftsarchitektinnen von Atelier Oriri. «Uns überzeugte die Vielfalt und Verspieltheit des Projekts mit den verschiedenen Gebäudeteilen, die miteinander verbunden sind, aber gestalterisch und von den Nutzungen her doch eigenständige Charaktere ermöglichen», erläutert Martin Geistlich, Geschäftsführer der Grundeigentümerin Geistlich Immobilia.

    Die verschieden hohen Gebäudeteile gruppieren sich um zwei grosse begrünte Innenhöfe. Ihre Fassaden sind mit keramischen Platten in unterschiedlichen Farbtönen und Betonelementen verkleidet. Die Aussenraumgestaltung schafft vielfältige Begegnungsorte und begrünte Flächen mit grossen Bäumen und einheimischen Pflanzenarten, die die Höfe kühlen und Lebensraum für Kleintiere schaffen sollen.

    Der Lymhof soll ab 2024 gebaut werden und ab 2026 bezugsbereit sein.

    Die verschieden hohen Gebäudeteile gruppieren sich um zwei grosse begrünte Innenhöfe.
  • ETH-Campus Hönggerberg entwickelt sich weiter

    ETH-Campus Hönggerberg entwickelt sich weiter

    Der Kernauftrag der ETH Zürich ist die Lehre und Forschung sowie der Transfer von Wissen in die Wirtschaft und Gesellschaft. Eine zeitgemässe Infrastruktur ist ein Schlüsselfaktor dafür. Um der steigenden Anzahl an Studierenden und Forschenden gerecht zu werden und den nötigen Raum für neue Forschungsgebiete und innovative Unterrichtsmethoden zu schaffen, arbeitet die ETH Zürich an der Weiterentwicklung ihrer Hauptstandorte Zürich Zent-rum und Zürich Hönggerberg. Mit Blick auf den künftigen Raumbedarf spielt der Campus Hönggerberg eine zentrale Rolle. Als Grundlage für seine Weiterentwicklung erarbeitete die ETH Zürich zusammen mit der Stadt und dem Kanton Zürich den Masterplan «Campus Hönggerberg 2040». Er beschreibt das langfristig angestrebte räumliche Entwicklungsziel. Die bauliche Verdichtung und Weiterentwicklung des Campus sollen die heutigen Gegebenheiten des Areals wie etwa die sensible Einbettung im Naherholungsgebiet sowie denkmalgeschützte Gebäude und Gärten wahren und nur entsprechend dem sich abzeichnenden Bedarf erfolgen. In den nächsten Jahren entstehen unter anderem ein Neubau für die Quantenphysik, ein Rechenzentrum sowie ein Zentrum für studentische und unternehmerische Initiativen. Ebenso wird die zentrale Wolfgang-Pauli-Strasse als wichtiges Masterplan-Element saniert und aufgewertet. Bis zum vollständigen Ausbau des Campussind bei rund einemDutzendder Gebäude einUmbau, Neubau, eine Erweiterungoder Sanierung geplant, dabei sind vier neue Hochpunkte vorgesehen. Diverse Grünflächen sollen erweitert werden. Mit dem neuen Masterplan knüpft die ETH an den bisherigen Masterplan «Science City» von 2005 an. Die ETH Zürich möchte ihren Campus nachhaltig entwickeln und dies auf verschiedenen Ebenen: ökologisch, ökonomisch und sozial. Unter anderem will sie der Klimaneutralität einen grossen Schritt näherkommen und setzt dafür auf Energieversorgung ohne fossile Energieträger. Ein zentrales Element dabei ist der Ausbau des heutigen Energienetzes. Auch in Bezug auf nachhaltiges Bauen, Lokalklima, Biodiversität sowie Retention und Entwässerung sind Projekte geplant. Die ETH Zürich ist für die Weiterentwicklung des Campus mit internen und externen Interessensgruppen im Dialog und bindet punktuell ausgewählte Personen partizipativ ein.

    Attraktive Freiräume sollen für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen und die Biodiversität auf dem Campus unterstützen.

    Um die umgebende Landschaft zu schützen, wird der Campus nach innen entwickelt und im bestehenden Areal verdichtet. Eine begrünte Ringstrasse rund um den Campus versinnbildlicht diese Entwicklung und dient als Übergang vom Campus zur Landschaft. Attraktive Freiräume sollen für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen und die Biodiversität auf dem Campus weiter fördern. Der Campus soll mit umweltfreundlichen Transportmitteln wie ÖV oder Velo gut erreichbar sein. Zur Entlastung der lokalen öffentlichen Verkehrsmittel verkehrt für ETH-Angehörige zwischen dem Campus Hönggerberg und dem Campus Zent-rum bereits heute ein direkter elektrisch betriebener Bus, der sogenannte eLink. Weitere lokale Angebote wie Bike Sharing sind vorhanden und werden laufend ausgebaut. Der heutige Stadtquartiercharakter des Campus soll weiter verstärkt werden. Die zentrale Wolfgang-Pauli-Strasse wird zu einer belebten und grünen Flaniermeile mit vielseitigen Erdgeschossnutzungen für die Öffentlichkeit werden. Auch die zentrale «Piazza» gewinnt zukünftig an Bedeutung und soll zu Begegnungen und Austausch einladen.

  • Maaglive macht Zürich-West noch attraktiver

    Maaglive macht Zürich-West noch attraktiver

    Das Maag-Areal zeichnet sich bislang mehrheitlich durch Büronutzungen aus. Mit dem Grossprojekt Maaglive erhält Zürich-West bis 2027 ein vielseitiges und grünes Zentrum mit verschiedenen Nutzungen. Projektiert ist ein Ensemble aus drei Gebäuden: Ein Wohnturm mit Dachgarten und Loggias, ein viergeschossiges Kulturhaus sowie das bereits bestehende Gebäude K, welches saniert und umgenutzt wird.

    Das Gebäude K wird denkmalgeschützt – nachdem alle Anbauten entfernt wurden. Künftig bietet es mit Foyer, Restaurant und Bar sowie Markthalle und Buchcafé betriebliche Synergien mit dem benachbarten Kulturpavillon. Holzkonstruktionen sorgen für ein attraktives Inneres des Kulturpavillons.
    Der Wohnturm zeichnet sich durch flexible Nutzungsmöglichkeiten aus, wobei der Bereich Wohnen überwiegt. Büroflächen und Räume für Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Ein Co-Working-Space mit Café und Weinbar werden im zweigeschossigen Sockel eingegliedert.

    Die Visualisierung zeigt den Stadtplatz beim Turm.

    Den Bewohnern stehen an der höchsten Stelle des Turms – neben dem begrünten Dachgarten – eine Bibliothek sowie eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung. In den Erdgeschossen sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen. Für die Wohnungen sind eine Fläche von rund 6000 m2 projektiert, dem Kultur- und Eventbereich stehen 3000 m2 zur Verfügung, und für Ateliers, Co-Working und Gastronomie sind weitere 3000 m2 eingeplant.

    Den Mittelpunkt des Areals bildet der mit bis zu 80 hochstämmigen, einheimischen Bäumen bepflanzte Quartierplatz, der sich über 4000 m2 erstreckt. Das so entstehende Blätterdach soll dem Platz die bislang fehlende Aufenthaltsqualität verschaffen. Freiräume und weitere Grünflächen mit Sitzmöglichkeiten sowie verschiedene Spiel- und Ruhebereiche sollen auch tagsüber für mehr Leben auf dem Areal sorgen. Gleichzeitig wird dadurch das Mikroklima optimiert und die sich im Sommer stauende Hitze reduziert. Gerade Letzteres ist ein Problem in der Innenstadt. Maaglive begegnet diesem zudem durch Belagsstrukturen, die eine gewisse Retention sowie Hitzeminderung bieten. Beim gesamten Bauvorhaben stehen zirkuläres Bauen und die Verwendung von ressourceneffizienten Baustoffen im Fokus.

    Die geschichtsträchtige Lichtstrasse sowie die Maschinenstrasse werden für die Bevölkerung geöffnet. Darüber hinaus entstehen neue Fuss- und Velowege. Das Projekt stammt aus der Feder des Berliner Architekturbüros Sauerbruch Hutton. Für die Landschaftsarchitektur zeichnet Hager Landschaftsarchitekten verantwortlich. Die Eigentümerin des Areals, Swiss Prime Site, hat das Baugesuch bereits eingereicht. Die Realisierung wird frühestens im 3. Quartal 2024 beginnen. Läuft alles nach Plan, dürfte Maaglive im 3. Quartal 2027 bezugsbereit sein.

    Der Kulturpavillon soll ein lebendiger Treffpunkt für Kunst, Kreativwirtschaft und Bevölkerung werden.
  • Ein neues Verwaltungs- und Sicherheitszentrum in Hybridbauweise

    Ein neues Verwaltungs- und Sicherheitszentrum in Hybridbauweise

    Auf einer Fläche von rund 40’000 Quadratmetern plant der Kanton Schwyz den Neubau seines Verwaltungs- und Sicherheitszentrums auf dem Areal Kaltbach. Dieses liegt am nordwestlichen Dorfausgang zwischen den Strassen Richtung Sattel und Seewen.

    Geplant sind 430 Arbeitsplätze. Genügend Platz also für die kantonale Verwaltung, die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz und Zug, den Hauptpolizeiposten der Kantonspolizei Schwyz, Stützpunkte der Feuerwehr und für den Rettungsdienst. Zudem ist eine Produktionsküche vorgesehen, von der aus in Zukunft alle kantonalen Liegenschaften versorgt werden sollen. Der Neubau ermöglicht es, teure und ungeeignete Mietlösungen aufzulösen und damit langfristig Kosten von rund 1 Mio. Franken pro Jahr einzusparen. Darüber hinaus können hier Aussenstandorte der kantonalen Verwaltung im Talkessel von Schwyz gebündelt werden, was die Effizienz der einzelnen Arbeitsabläufe erhöht und für die Mitarbeitenden eine moderne und hochwertige Arbeitsumgebung realisieren.

    In einem einstufigen offenen Projektwettbewerb suchte das Hochbauamt des Kantons Schwyz nach der bestmöglichen Umsetzung für den Neubau, der in erster Linie als Ersatz für das am Ende seiner Lebensdauer angekommene AHV-Gebäude an der Bahnhofstrasse in Schwyz dient. Das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum soll sich gut in die attraktive landschaftliche Lage integrieren und in Dialog mit den bereits bestehenden Bauten treten. Vorgabe waren die Erfüllung des Minergie-A-Standards sowie optimale Nutzerfreundlichkeit mit fixen und flexiblen Arbeitsplätzen, die Schaffung von Begegnungs- und Rückzugsräumen sowie Räumlichkeiten für Teamarbeit und konzentriertes Arbeiten. Vorschläge in der nachhaltigen Holzbauweise waren ausdrücklich erwünscht.

    Als Sieger ging das Team Sollberger Bögli Architekten AG aus Biel und Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG aus Bern hervor. Ihr Projekt «Propeller» überzeugte die Jury mit einer konzeptionell sehr klaren und effizienten Organisation der verschiedenen Einheiten, einer hervorragenden städtebaulichen Integration. Die in die Landschaft ausstrahlende Gebäudefigur mit vier Flügen umfasst vier Aussenbereiche: Im Nordosten befindet sich der Eingangsbereich für die Verwaltung und die Besucher, im Südosten der Eingangsbereich für die Polizei, im Südwesten der Vorplatz der Feuerwehr und im Nordwesten derjenige der Ambulanz.

    Das kreuzartig konzipierte Gebäude soll in der Hybridbauweise erstellt werden: Ein Leichtbau in Holz wird mit Stahl-, Beton- sowie Stahlbeton-Verbundkonstruktionen kombiniert. Erd- und Obergeschoss sind als Skelettbau in Holzbauweise konzipiert. Die Fassade soll begrünt und das Dach mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. Im Innern des Gebäudes ist ein Atrium vorgesehen. Dank dem grossen Oberlicht entsteht ein fünfstöckiger Lichthof.

    Das kompakte Gebäude weist eine gute Wirtschaftlichkeit auf und überzeugt dank der differenzierten Konstruktion auch punkto Nachhaltigkeit. Im nächsten Schritt wird das Projekt mit den Planern in Zusammenarbeit mit den Nutzern und Fachplanern überarbeitet. Anschliessend wird dem Kantonsrat Anfang 2024 die Ausgabenbewilligung zu Realisierung beantragt werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Neubau Ende 2027 bezugsbereit sein.

  • Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Wo sich heute das Postbetriebsgebäude an zentraler Lage am Bahnhof Basel SBB befindet, soll bis 2030 ein attraktiver Ort für Wohnen, Arbeiten und öffentlichkeitsorientierte Nutzungen entstehen. Die beiden Grundeigentümer, die Post und die SBB, planen auf einer Fläche von 12’000 Quadratmetern einen das Gleisfeld überspannenden Sockelbau sowie drei Hochbauten auf einer Geschossfläche von rund 130’000 Quadratmetern. Die Bauten sollen sich optimal in das bestehende Städtebild einfügen. Das Projekt namens Nauentor will die ans Gleisfeld angrenzenden Stadtteile miteinander verknüpfen und einen direkten Zugang zu den Bahnperrons bieten.

    Der Bebauungsplan wurde im März 2021 durch den Grossen Rat des Kantons Basel Stadt genehmigt. Das Areal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB und grenzt im Norden an die Nauenstrasse im St. Alban-Quartier sowie im Süden an die Hochstrasse und Meret- Oppenheim-Strasse im Gundeldingen-Quartier. Die Peter-Merian-Brücke befindet sich im Osten, während im Westen die sekundären Zugänge zu den Bahnperrons liegen.

    Illustration des überbauten Nauentor-Areals.

    In den oberen Geschossen sollen nebst Wohnungen im normalen Marktsegment auch auf einem Anteil von 12’000 Quadratmetern Wohnungen im preisgünstigen Segment gebaut werden. Die restlichen Flächen sind für Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie und Büroräumlichkeiten vorgesehen. Rampen, Aufzüge sowie Treppen gleichen die Niveauunterschiede aus. Die Öffentlichkeit kann den Sockelbau komp-lett durchqueren. Die Fussgänger- und Veloverbindungen entlang der Postpassage (Ost-West) wie auch zwischen der Hochstrasse/Solothurnerstrasse und der Gartenstrasse (Nord-Süd) sollen darüber hinaus sicherer und attraktiver gestaltet werden.

    Das Areal ist in zwei Projektperimeter eingeteilt: Der Bereich der Post umfasst zwei Hochhäuser und eine Grundfläche von rund 20’000 Quadratmetern. Der andere Planungsperimeter obliegt der Hoheit der SBB. Zurzeit läuft das Dialogverfahren – die Realisierung ist ab 2024 vorgesehen.

  • Rosental Mitte: Geschlossenes Firmenareal soll zu belebtem Quartierteil werden

    Rosental Mitte: Geschlossenes Firmenareal soll zu belebtem Quartierteil werden

    Das ehemalige Werkareal Rosental gilt als älteste erhaltene Stätte der chemischen Produktion in Basel und damit als «Wiege der Basler Chemie». Das Terrain beherbergt seit Jahrzehnten Labor-und Verwaltungsbauten grosser Firmen wie Geigy und Syngenta. Das Areal umfasst 68’000 Quadratmeter und liegt zentral zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Messegelände im urbanen, multikulturellen Kleinbasel. Mit dem schrittweisen Erwerb des Areals in den Jahren 2016 und 2019 sicherte sich die Einwohnergemeinde der Stadt Basel grossflächiges Potenzial zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Basel. Jetzt strebt der Kanton eine Öffnung, Erneuerung und Transformation des bislang abgeriegelten Forschungs-und Firmenstandorts an. Die Arealentwicklung soll die getrennten Wohngebiete des Rosental-Quartiers zusammenführen und zusätzliche Verbindungen zwischen der Messe und dem Badischen Bahnhof schaffen. Geplant sind ausserdem neue Nutzungen wie Wohnraum, Begegnungszonen, Grünanlagen und Gewerbeflächen. Diverse Gebäude sollen erhalten, andere, die in einem schlechten Zustand oder für künftige Nutzungen ungeeignet sind, ersetzt werden. Die Transformation erfolgt in Etappen, tendenziell von den Rändern des Areals zur Mitte hin. Gemäss dem städtebaulichen Leitbild stehen in den ersten Jahren die Öffnung von Rosental Mitte und die Erneuerung des Wirtschaftsstandorts im Fokus. Die erste Teilöffnung fand im Sommer 2022 statt, bei welcher die Sandgrubenstrasse geöffnet und mit der Riehenteichstrasse zu einem öffentlichen Raum verbunden wurde. Derzeit werden vor allem Räumlichkeiten für Büros, Dienstleistungen sowie Flächen für Forschung im Bereich Life Sciences nachgefragt. Mit den ersten Neubauten soll ein öffentlich zugänglicher Bildungscluster mit der Universität Basel und verschiedenen Labors entstehen. Das künftige vielfältige Wohnungsangebot bietet Potenzial für bis zu 2000 Einwohnerinnen und Einwohner. Ein Drittel der zu realisierenden Wohnflächen soll im preisgünstigen Bereich umgesetzt werden. In den Erdgeschossflächen sind Nutzungen wie Cafés, Restaurants, Läden, Fitnesszentren, Eventräume, Kindertagesstätten und Gesundheitsversorgung vorgesehen. Dank der Verbindungen zum Fern-, Regional- und Nahverkehr sowie zum Autobahnnetz ist das neue Quartier gut erreichbar. Eine unterirdische Bahnverbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Bahnhof SBB soll die Erreichbarkeit weiter verbessern.

    Der Kanton strebt eine Öffnung, Erneuerung und Transformation des bislang geschlossenen Forschungs- und Firmenstandorts an.
  • VoltaNord wird grosszügiges Arbeits- und Wohnquartier

    VoltaNord wird grosszügiges Arbeits- und Wohnquartier

    Das Gewerbe- und Industrieareal VoltaNord, auch als Lysbüchel-Areal bekannt, wird attraktiver: Projektiert sind die Schaffung von 2000 – 2500 Arbeitsplätzen sowie Wohnraum für 1500 – 2000 Bewohner:innen, wovon midestens zwei Drittel preisgünstig sind. Die bisherigen Arbeitsflächen werden verdichtet und vergrössert, während im Süden das Wohnquartier erweitert wird.

    Ermöglicht wurde die breitflächigere Nutzung des Areals durch den Wegzug des Coop-Verteilzentrums im Sommer 2017 sowie der auslaufenden Baurechts- und Mietverträge auf der SBB-Parzelle. Die beiden Grundeigentümer, SBB Immobilien sowie Immobilien Basel-Stadt, agieren in Absprache auf den verschiedenen Baufeldern.

    VoltaNord soll eine klare Trennung zwischen lärmintensiven und lärmempfindlichen Nutzungen aufweisen: Emissionsintensives Gewerbe verbleibt im nördlichen Teil. Den Übergang zur Wohnnutzung im Süden schafft ein Bereich für ruhiges Gewerbe und Dienstleistungen. Die im Herbst 2020 eröffnete Primarschule «Lysbüchel» sowie das «Kultur- und Gewerbehaus ELYS» (Baufeld 3) liegen ebenfalls im Süden des Areals.

    Die Recycling-Firma Lottner AG plant auf dem Baufeld 1 – es ist im Besitz der SBB-Immobilien – eine neue Sortieranlage mit einem Schulungsraum, in dem Basler Schülerinnen und Schüler den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt lernen. Auf dem Baufeld 2 – ebenfalls im Besitz der SBB – entsteht eine aufgebrochene Blockrandbebauung. Der nördliche Teil ist für stilles Gewerbe und Dienstleistungen vorgesehen. Der Fokus entlang der Lysbüchelstrasse liegt auf der Wohnnutzung. Ca. 30 Prozent der Wohnfläche werden von der Wohnbau-Genossenschaft Nordwest zusammen mit der Wohngenossenschaft Jurablick realisiert.

    Das Baufeld 4 der Immobilien Basel-Stadt soll ebenfalls primär als Wohnraum gestaltet werden, wobei im Erdgeschoss auch weitere quartierbezogene Nutzungen möglich sind. Der Kanton wird alle Bauten auf diesem Baufeld an gemeinnützige Wohnbauträger abgeben. Auf Baufeld 5 werden zwischen Lysbüchelplatz und Elsässerstrasse im Auftrag des Kantons Basel-Stadt 125 bis 140 preisgünstige Wohnungen realisiert. Die ARGE Jonger Waeger ArchitektInnen erhielten mit ihrem Projekt Vita Volta den Zuschlag.

    Das ehemalige Gewerbe- und Industrieareal VoltaNord wird zum Arbeits- und Wohnquartier.

    Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 wird die Bruttogeschossfläche auf dem Areal von ca. 85‘000 m² auf ca. 206‘000 m2 erhöht sein. 40 Prozent davon sind jeweils für Arbeits- und Wohnnutzungen reserviert.

    Die künftigen Bewohner:innen dürfen sich auf Freiräume und Grünflächen freuen. Im Zentrum des Quartiers ist der von Bäumen gesäumte «Lysbüchelplatz» auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern projektiert. Dieser umfasst einen Spielplatz, einen Pavillon und ein Wasserbecken. Im Westen entsteht der «Saint-Louis-Park» mit 22’000 Quadratmetern Natur- und Erholungsflächen.

    Das Areal wird von Norden und Osten für den motorisierten Verkehr erschlossen.

    Im Süden entsteht auf einer Parzelle der Stiftung Habitat «Lysbüchel Süd» günstiger Wohnraum mit einer attraktiven Umgebung. Die Stiftung gibt hierfür kleinteilige Baurechtsparzellen an Baugruppen für die Erstellung von Wohnraum und anderen quartierdienlichen Nutzungen ab.
    Der Bebauungsplan wurde im November 2018 von der Bevölkerung deutlich angenommen. Den städtebaulichen Studienauftrag konnten ARGE Studio DIA mit Johann Reble Architekt, Schläpfer Carstensen Landschaftsarchitekten, Basler & Hofmann Ingenieure, Bernhard Böhm und Dr. Nils Guettler (Nachwuchsteam) sowie Jessenvollenweider Architektur AG mit Stauffer Rösch Landschaftsarchitekten, Martin Frei und Cabane Partner für sich entscheiden.

    Der Startschuss für die Neubauten soll 2024 erfolgen. 2027 wird das Areal bezugsbereit sein.

  • BaseLink-Areal: Neues Zuhause für zukunftsorientierte Köpfe

    BaseLink-Areal: Neues Zuhause für zukunftsorientierte Köpfe

    Das BaseLink-Areal im Bachgrabengebiet von Allschwil nimmt Formen an. Das 75’000 Quadratmeter grosse Areal umfasst insgesamt 16 Baufelder. Vor allem Unternehmen und Institutionen der Life Science-Branche sollen sich hier ansiedeln. Einige sind schon eingezogen, weitere werden folgen. Bis 2040 werden auf dem Areal rund 10’000 Arbeitsplätze entstehen.

    Vogelperspektive vom Masterplan.

    Im Frühling 2022 hat das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut Swiss TPH seinen Neubau auf dem BaseLink-Areal eröffnet. Das Gebäude namens «Belo Horizonte» wurde von den Basler Architekten Kunz und Mösch realisiert. Auf fünf Geschossen und einer Fläche von rund 13’000 Quadratmetern bietet es Arbeits- und Laborplätze. Bauherr des «Belo Horizonte» war das Swiss TPH.

    Direkt daneben wird der Entwickler Senn bis 2026 ein Zentrum für patientennahe Forschung und Behandlung in Zusammenarbeit mit der R.-Geigy-Stiftung realisieren, das vor allem Projekte des Swiss TPH unterstützen will, jedoch auch Büroflächen für Dritte anbieten wird.

    Das Bürogebäude Hortus – House of Research, Technology, Utopia and Sustainability – mit rund 10’000 Quadratmetern Nutzfläche soll einen neuen Standard für Nachhaltigkeit setzen. Das Gebäude ist ein Energielieferant – es wird die Energie, die seine Erstellung verbraucht hat, innerhalb von 30 Jahren «zurückzahlen». Dies wird einerseits dadurch erreicht, dass die verbaute Energie dank dem Einsatz von Materialien wie Holz, Lehm und Altpapier niedrig ist. Andererseits wird der Energiegewinn über Photovoltaik maximiert. Das Gebäude steht schräg gegenüber vom Swiss TPH und ist eine Entwicklung von Senn mit Herzog & de Meuron und ZPF Ingenieuren. Baustart wird im Frühling 2023 erfolgen, der Bezug ist bis 2025 geplant.

    Im Herbst 2022 wurde der Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus eröffnet. Er ist das grösste Gebäude auf dem BaseLink-Areal, mit einer Nutzfläche von rund 50’000 Quadratmetern und voraussichtlich bis zu 2000 Mitarbeitenden. Es wurde von den Architekten Herzog & de Meuron entworfen. Bauherr des Main Campus ist wiederum der Immobilienentwickler Senn. Neben der Namensgeberin, der Stiftung Switzerland Innovation, beherbergt der Main Campus weitere 38 Firmen und Institutionen, darunter das biopharmazeutische Unternehmen Basilea, das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM, das Department of Biomedical Engineering der Universität Basel und die US-Firma Johnson & Johnson. Im Untergeschoss des Gebäudes stehen rund 600 Veloparkplätze zur Verfügung.

    Das Bürogebäude Hortus soll die Energie, die seine Erstellung verbraucht hat, innerhalb von 30 Jahren «zurückzahlen».

    Rechts neben dem Main Campus entwickelt Senn mit Herzog & de Meuron Architekten und ZPF Ingenieuren bis 2026 das ALL – ein 20’000 m² grosses Labor-Büro-Hybridgebäude, das sich auf die Fahne geschrieben hat, die Flexibilität des Main Campus mit der Nachhaltigkeit des Hortus zu verbinden.

    Auf einem weiteren Baufeld soll Ende 2022 oder Anfang 2023 ein Businesshotel der deutschen Tristar-Gruppe seine Tore öffnen. Das siebenstöckige Hotel der Marke Holiday Inn Express wird über 220 Zimmer im Drei-Sterne-plus-Segment verfügen.

    Aktuell in Entstehung ist das Alba-Haus. Es soll ein Hub für Kreislaufwirtschaft und Innovation werden, in dem Startups und Unternehmen Flächen und Services nach Mass mieten können. Eigentümer, Architekten und Bauherren sind Herzog & de Meuron respektive ihre JP Bachgraben AG. Weil sie das Haus 40 statt 20 Meter hoch bauen wollen, wurde ein Quartierplan notwendig. Dagegen wurde 2020 das Referendum ergriffen. 2021 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Allschwil den Quartierplan und somit die Gebäudehöhe von 40 Metern angenommen. Im Mai 2022 ist die definitive Baubewilligung eingetroffen. Die Parzelle neben dem Alba-Haus gehört ebenfalls Herzog & de Meuron. Was hier gebaut wird, ist noch unklar.

    Auf dem BaseLink-Areal befinden sich ausserdem zwei Parkhäuser mit insgesamt 1136 Parkplätzen sowie ein Veranstaltungsraum, die «Innovation Garage». Einige wenige Parzellen des BaseLink-Arels sind aktuell noch offen. Das Bürgerspital Basel BSB ist Grundstückeigentümer aller Parzellen ausser den beiden Parzellen des Alba-Areals. Bis 2030 soll das gesamte Areal vollständig bebaut und bezogen sein.

  • Vom Industrieareal zum Wohn- und Arbeitsquartier

    Vom Industrieareal zum Wohn- und Arbeitsquartier

    Das Isola-Areal mit einer Grösse von 114’280 Quadratmetern ist voller Geschichten und Erinnerungen. In den nächsten Jahren soll das historische Fabrikareal in Etappen zu einem neuen, lebendigen Teil von Breitenbach werden. Es soll sich in den gewachsenen Siedlungsraum einfügen, eine bereichernde Ergänzung zum bestehenden Dorfzentrum bildenund Schritt halten mit künftigen städtebaulichen und technischen Entwicklungen.Die neue Arealbebauung wird das historische Erbe der Gemeinde würdigen, respektvoll an die Schlüsselbauten anknüpfen, den Ort weiterentwickeln, neu interpretieren und durch die Verbindung von Alt und Neu eine eigene Ästhetik und besondere Atmos-phäre schaffen. Die Entwicklung eines Areals dieser Grösse kann nur dann erfolgreich sein, wenn möglichst viele Bedürfnisse berücksichtigt werden. Das Projekt wird deshalb im engen Dialog mit der Gemeinde, der Bevölkerung sowie insbesondere den ansässigen Mieterinnen und Mietern realisiert.

    Dazu gibt es unter anderem verschiedene Informations- und Partizipationsveranstaltungen. Das Isola-Areal soll zu einem Quartier werden, das mit Einfamilienhäusern, Mietwohnungen, Stockwerkeigentum, Büro- und Gewerbeflächen sowie hohen Häusern spannende Lebens- und Arbeitsräume für Menschen jeden Alters schafft. Dank der Weiterführung der etab-lierten Gewerbezone und der sinnvollen Konzentration von bereits ansässigen und neuen Betrieben auf einem Teil des Areals entsteht ein attraktiver und zukunftsträchtiger Standort für das Gewerbe. Vorgesehen sind rund 75 bis 80 Prozent für Wohnen und ein Anteil von 20 bis 25 Prozent für Arbeiten. Geplant sind zudem unterschiedliche Zwischennutzungen auf dem Areal und die Öffnung ausgewählter Bereiche für die Bevölkerung während der Planungsphase. Gemäss heutiger Planung ist ein Baubeginn der ersten Etappe ab dem Jahr 2029 möglich. Vorab startet die Sanierung von drei prägenden Bestandesbauten.

  • Bredella-Areal in Pratteln: Aus Grau wird Grün

    Bredella-Areal in Pratteln: Aus Grau wird Grün

    Bredella umfasst ein Areal mit 82’600 Quadratmetern Grundstücksfläche nördlich des Prattler Bahnhofs. Es besteht aus dem Rohrbogen-Areal und dem Buss-Industriepark. Auf diesem Bahnhofsgebiet entsteht in den kommenden Jahren lebendiger Stadtraum, der zum pulsierenden Herzstück von Pratteln Mitte werden soll. Vielfältige Aussenräume sollen Bewohnerinnen, Besuchern und im Quartier arbeitenden Personen eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Einzelne Bestandsbauten werden in den zukünftigen Städtebau integriert, um die Geschichte des Areals zu zeigen und das Flair vergangener Zeiten zu erhalten. Der direkte Bahnhofanschluss ist eine ideale Voraussetzung für ein durchmischtes buntes Stadtquartier. Die Entwicklung erfolgt etappiert. Der erste Fokus liegt auf Bredella West. Das heute graue Rohrbogen-Areal wird als zu einem deutlich grüneren Stadtbaustein für Pratteln umgenutzt. Die identitätsstiftende Industriehalle bleibt erhalten und bildet gemeinsam mit einem kleinen Hochhaus einen Übergang zum bestehenden Industrie- und Gewerbeareal des Buss-Industrieparks im Osten. Der Quartierplan dafür befindet sich kurz vor der öffentlichen Mitwirkung im Dezember 2022. Danach wird die bereinigte Version dem Kanton übergeben. In der zweiten Phase soll der Bahnhofplatz räumlich vollendet werden. Das Herzstück in der Mitte des Quartiers wird mit der Umnutzung der zweiten erhaltenswerten Industriehalle komplettiert. Auch die Quartiersplätze und Grünflächen sollen mit der zweiten Etappe in der Mitte fertiggestellt werden.Mit der Entwicklung von Bredella soll auch die nördliche Seite des Bahnhofs Pratteln besser zugänglich werden. Die Entwicklung von Bredella Ost, dem Buss-Industrieareal, ist zurzeit noch offen. Laut der Projekt-Website soll hier aus dem Bestand entwickelt werden, da die Gewerbegebäude erst vor ein paar Jahren gebaut wurden. Der Masterplan sieht vor, das heute geschlossene Areal der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Herausforderung dabei: Im heutigen Buss- Industriepark sind fast 100 Firmen eingemietet. Die Beziehung zu ihnen ist für das Projekt wichtig.

    Einzelne Bestandsbauten werden in den zukünftigen Städtebau integriert, um die Geschichte des Areals zu zeigen.
  • Liestal gestaltet sein Stadtzentrum um

    Liestal gestaltet sein Stadtzentrum um

    Liestal erfindet sich quasi neu und gestaltet sein Stadtzentrum um: Im Zentrum stehen neben Neubauten auch die Aufwertung von Begegnungszonen für die Bevölkerung sowie verbesserte Wegverbindungen. Damit will Liestal nicht nur als Wohn- und Arbeitsort attraktiver werden, sondern sich auch als Wirtschaftsstandort weiterentwickeln.

    Für die Entwicklung der drei Konzepte «Lüdin», Neubau des Gerichtsgebäudes sowie «am Orisbach» spielt der Quartierplan des Letztgenannten eine tragende Rolle und fungiert als Bindeglied. Dazu gehört der Neubau des Postgebäudes, welcher vom Architekturbüro Christ & Gantenbein umgesetzt wird. Gemeinsam mit dem Palazzo, dem Kantonsgericht und dem pavillonartigen ehemaligen Café Post definiert dieser das zukünftige Liestal. Der Neubau wird maximal 25 Meter hoch und reiht sich stimmig in das Stadtbild ein. Eine grosszügige Terrasse gibt den Blick über den geplanten Park bis zur Altstadt frei. Die Obergeschosse sind für Wohnungen und/oder Geschäftsräumlichkeiten reserviert, während zur Terrasse hin öffentliche Nutzungen vorgesehen sind. Der Schalterbetrieb der Post, Geschäfte, Gastronomie und Büros werden im Erdgeschoss eingegliedert. Der Bau des Postgebäudes ermöglicht die Freilegung des Orisbachs und die Gestaltung eines neuen Stadtparks.

    Bis 2025 soll auch das neue Bahnhofsgebäude fertiggestellt und die Inbetriebnahme des Vierspurausbaus der SBB abgeschlossen sein. Der Postneubau und die Erweiterung des Gerichtsgebäudes vervollständigen die Modernisierungen des Bahnhofbereichs. Der Zuschlag für den Anbau an das bestehende Gerichtsgebäude ging an das Churer Architekturbüro ARGE Notaton AG. Die Architekten überzeugten die Jury des Projektwettbewerbs mit einem kleinen Volumen und der Anordnung der Gerichtssäle auf drei Geschossen – inklusive dem Reservegerichtssaal im Sockelgeschoss.

    Die Umgestaltung der Allee zum Stadtpark.

    Der neue Stadtpark – Baustart soll 2025 sein – wird von Fontana Landschaftsarchitektur auf einer Fläche von 7710 Quadratmetern gestaltet und verbindet das Gebiet rund um den Bahnhof mit der Altstadt. Geplant sind Sitzstufen, die direkt ans Wasser des Orisbachs reichen, sowie drei neue Wege, die vom «Stedtli» zum Bahnhof führen. Ein Lift ermöglicht zudem den barrierefreien Zugang zur Allee und in die Altstadt. Die bestehenden Bäume werden entlang der Seestrasse bestmöglich erhalten und mit Neupflanzungen ergänzt. Gemeinsam mit dem Stadtpark entstehen so neue Aufenthalts- und Begegnungsorte.

    Das Lüdin-Areal wird zu einem Vorstadt-Quartier ausgebaut und fungiert als zweites Tor zum Stedtli. Dank des unterirdischen Parkhauses ist das Stedtli vom Lüdin-Areal her via kurzem Fussmarsch erreichbar. Die bisherigen öffentlichen Parkplätze an der Allee werden ins Parkhaus verschoben. Diese Massnahme schafft dem schlankeren und neupositionierten Postgebäude Platz für den Park.

    Die einzelnen Projekte werden sorgfältig aufeinander abgestimmt und sehen auch Verbesserungen bei der Führung des öffentlichen Verkehrs vor. Zudem wird so für eine zeitlich begrenzte und damit weniger belastende Baustelle gesorgt. Für die Umsetzung und Finanzierung der Vorhaben zeichnen die Stadt, die Post Immobilien AG, die Credit Suisse mit Unterstützung in Form von Beiträgen des Bundes und des Agglomerationsprogramms verantwortlich.

    Das Ensemble am Postplatz mit Blick Richtung Stedtli.
    Die öffentliche Stadtterrasse zwischen Bahnhof und Stedtli.
  • Neues Vorstadtquartier auf dem Lüdin-Areal

    Neues Vorstadtquartier auf dem Lüdin-Areal

    Das geschichtsträchtige Gewerbeareal Lüdin fungiert als Scharnier zwischen dem Bahnhofgebiet und der Altstadt in der Stadt Liestal. Bis 2025 lässt die Eigentümerschaft, die SIAT Immobilien AG (handelnd für den Credit Suisse Real Estate Fund SIAT), das von 6257 Quadratmeter umfassende Areal zum attraktiven Vorstadt-Wohnquartier umgestalten: Bis 2025 entstehen hier 135 Wohnungen, 190 unterirdische Parkplätze sowie Raum für gewerbliche Nutzungen. Das Investitionsvolumen beträgt über 80 Millionen Franken.

    Das Areal liegt zentral in der Stadt Liestal zwischen Bahnhof und Altstadt. Für die Areal- und Projektentwicklung wurde die First Site Invest AG aus Basel beauftragt. Den Projektwettbewerb auf Einladung konnte das Zürcher Architekturbüro Steib Gmür Gschwentener Kyburz Partner für sich entscheiden. Sie überzeugten die Jury mit einer dreizeiligen Bebauung, bei der die westliche und die mittlere Zeile im Norden miteinander verbunden sind. Die Gebäude sind unterschiedlich ausgestaltet. Das Lüdin-Haus aus den 1950er-Jahren bleibt erhalten und wird durch drei Neubauten ergänzt. Die bestehenden Gebäude an der Schützenstrasse werden sorgfältig in das städtebauliche Konzept integriert.

    Bei den Neubauten ist ein zweigeschossiges Atelier- und Gewerbehaus mit Schrägdach projektiert, das die Verbindung zur Altstadt herstellt. Dieses lehnt sich architektonisch an die bestehenden Gebäude am Orisbach an. Zudem entsteht eine dem Bahnhof zugewandte, städtisch anmutende Randbebauung. Die siebengeschossigen Flachdachbauten folgen dem abfallenden Terrain. So wird der rückwärtige Raum gegen Lärmemission abgeschirmt. Das Zent-rum des Areals bildet ein Längsbau, der die industrielle Vergangenheit des Areals unterstreichen soll. In den Erdgeschossen sind gewerbliche Nutzungen geplant.

    Das Haus im Zentrum ist für klassische Geschosswohnungen vorgesehen; im kleinen Haus am Orisbach entstehen Atelierwohnungen. Die 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen werden durch acht Treppenhäuser erschlossen. Im Norden eröffnet der Erdgeschossdurchgang ab der Kantonalbank-Kreuzung eine direkte Anbindung an den künftig aufgewerteten Grünraum des Orisbachs sowie der Allee. So kann das Arbeitsplatzgebiet entlang der Rheinstrasse mit der zentralen Grünanlage Liestals verknüpft werden. Freiräume schaffen zudem der öffentliche, urban angelegte Gassenraum im Osten sowie der halböffentliche, durchgrünte Wohnhof im Westen.

    Der Quartierplan liegt vor und muss vom Einwohnerrat Liestal beschlossen und vom Regierungsrat genehmigt werden. Das Verfahren dürfte Mitte 2023 abgeschlossen sein. Der Bezug der Liegenschaften ist per Ende 2025 geplant.

  • uptownBasel wird Industriestandort der Zukunft

    uptownBasel wird Industriestandort der Zukunft

    Auf 70’000 Quadratmetern entsteht auf dem Schorenareal in Arlesheim ein internationaler Entwicklungs- und Produktionsstandort für die Industrie 4.0. Das zukunftsorientierte Projekt namens uptownBasel richtet sich an ausgewählte Technologieunternehmen, die sich mit Industrieproduktion, Gesundheitswesen, Logistik sowie mit der Digitalisierung beschäftigen. Denn mit Industrie 4.0 ist in erster Linie die Industrie der Zukunft gemeint.

    Das Schorenareal blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und darf sich gar als Wiege der Industrialisierung der Region Basel bezeichnen. 1824 wurde hier die erste Schappefabrik (Verarbeitung minderwertiger Seide) der Region gegründet. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Areal Lokomotiven gebaut. 1988 kam es zur Fusion, bei der die heutige ABB entstand. Dies bedeutete das endgültige Ende für das Werk. Danach blieb das Gelände während 20 Jahren nahezu ungenutzt. 2012 kam mit den Kaufvertragsverhandlungen des Areals zwischen uptownBasel und dem Kanton Basel-Landschaft als damaligem Eigentümer wieder Bewegung in die Sache.

    Bis 2029 ist auf dem Areal die Schaffung einer Plattform vorgesehen, die Unternehmen miteinander vernetzt, den branchen- und disziplinenübergreifenden Wissenstransfer fördert und Innovationen in den Bereichen Internet der Dinge, Robotics, künstliche Intelligenz, Mobilität der Zukunft oder agilen Arbeiten vorantreibt. Geplant ist die Ansiedlung von 50 bis 100 Firmen mit insgesamt rund 2500 Arbeitsplätzen. Um dies zu ermöglichen, sind neun Gebäude projektiert. Das Investitionsvolumen beträgt über 500 Millionen Franken und wird von der privaten Eigentümerschaft der Familie Monique und Thomas Staehelin getragen. Für die Umsetzung ist Fankhauser Arealentwicklungen zuständig.

    Das Areal punktet mit seiner guten Lage: Mit dem Auto sind es 10 Minuten in die Stadt Basel und 20 Minuten bis zum EuroAirport in Mulhouse Freiburg. Mit dem Zug ist man in 25 Minuten am Bahnhof Basel SBB.

    Die ersten Gebäude sind bereits eröffnet. Im Wissenstransferzentrum namens «the pioneer» – dem Flaggschiffgebäude von uptownBasel – werden Ingenieurkompetenz in Life Sciences und technologische Digitalisierung gebündelt.

    «The pioneer» wird von den beiden europäischen Technologiekonzernen Bouygues und Vinci (Axians und Actemium) genutzt und bietet 400 Arbeitsplätze. Ein weiteres Gebäude, das Lieferkettenkompetenzzentrum, umfasst die Logistik und das Supply Chain Management.

    2023 soll das Innovationszentrum für Medical Additive Manufacturing, 3D-Druck eröffnet werden. Spätestens 2024 folgt die Energiezentrale für Wärme. Diese wird vom Münchensteiner Energieversorger Primeo Energie gebaut. Die Schaltanlage des uptownBasel-Unterwerks arbeitet nach Fertigstellung vollständig ohne klimaschädliche oder fluorhaltige Isoliergase. Damit wird das Areal eines der wenigen im Versorgungsgebiet von Primeo Energie sein, welches den Strom direkt auf Netzebene 3 bezieht und die Energie anschliessend selbsttätig auf dem Areal weiterverteilt. Im Jahr 2026 folgen das Rechenzentrum für Data Analytics und Quantentechnologie sowie das Gebäude für Safety & Security inklusive Cyber Crime Technology. Als letztes Gebäude soll 2029 das Zentrum für Dienstleistungsspezialisten im Bereich Life Sciences seine Tore öffnen.

    Für die Mieterschaft wurde eigens die Areal-App «my uptownBasel» entwickelt, die den Austausch untereinander ermöglicht. Das gesamte Konzept ist auf kooperatives und innovatives Arbeiten ausgelegt.

    Auf diesem Areal entsteht bis 2029 ein internationales Kompetenzzentrum.
  • Centurion Tower: Stramm wie ein Offizier

    Centurion Tower: Stramm wie ein Offizier

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    Durch sein klares Volumen integriert sich das neue Hochhaus wie selbstverständlich in die städtebauliche Struktur des neuen Quartiers «Vision Mitte». Es nimmt die Fluchten der umliegenden Gebäude auf und bildet sozusagen das letzte Puzzlestück im grossen Gebäude-Cluster von Fachhochschule und Büro- und Industriebauten auf diesem Areal. Die zentrale Wohnlage sowie die Aussicht über die Stadt Brugg und ihre grüne Umgebung bieten hohe Lebens- und Wohnqualität. Namensgeberin war natürlich nicht die Anzahl Wohnungen, sondern die bekannte römische Ausgrabungsstätte in Windisch (Vindonissa), die zu Fuss in wenigen Minuten erreichbar ist.

    Für jede Nutzung der richtige Wandtyp

    Die 16 Eigentumswohnungen befinden sich in den obersten vier Stockwerken des Towers, die 116 Mietwohnungen in der 3. bis 10. Etage. In den untersten drei Geschossen deckt das Centurion Towerhotel mit 66 Apartments und Zimmern die Bedürfnisse vieler regionaler Unternehmen, sowie der benachbarten Fachhochschule ab. Denn ebenso wie Geschäftsleute logieren hier Dozentinnen und Studenten. Diese unterschiedlichen Nutzungen spiegeln sich nicht zuletzt in der Materialisierung und im Design innerhalb des Gebäudes. Der Turm wurde als Skelettbau hochgezogen und vollständig mit nicht tragenden Gipstrockenbausystemen ausgebaut. Aufgrund ihrer unterschiedlichen bautechnischen Anforderungen kamen für die Eigentums- und Mietwohnungen sowie für die Hotelzimmer jeweils andere Wandtypen zum Einsatz.

    Die (Fast)Alles-Könnerin

    In den Küchen und Nasszellen der Eigentumswohnungen spielt die hydrophobierte Rigips® Habito-Platte (12,5 mm) eine zentrale Rolle. Sie ist wahrscheinlich eine der vielseitigsten Gipsbauplatten überhaupt und eignet sich für den Wohnungs-, Büro- und Gewerbe-, aber auch Hotel-, Spital- und Schulhausbau. Bei der Entwicklung standen das optimale Raumklima und die einfache Verarbeitung im Zentrum. Kompromisslos wurde das revolutionäre Produkt auf diese Eigenschaften hin optimiert und mit besten Leistungsdaten und breiter Einsatzfähigkeit ausgerüstet. Die Platte ist sehr robust, feuerfest, schalldämmend, ökologisch nachhaltig und effizient zu verarbeiten.

    Viel Planungs- und Umnutzungsfreiheit

    Sobald mit dem Rigips® Habito System eine gemauerte Wand ersetzt wird, potenzieren sich die Vorteile. Das Ausmessen und der Einbau von lastverstärkenden Wandeinlagen entfallen, weil Kraglasten wie Möbel, Bilder oder Fernsehscreens ohne Dübel direkt angeschraubt werden können. Aus dem gleichen Grund entfällt auch das frühzeitige Festlegen der Wandeinlagen, wodurch die Planungsfreiheit steigt. Habito ist also standhaft wie ein römischer Legionär oder wie eine herkömmliche Massivbauwand. Bei all diesen bauphysikalischen und konstruktiven Stärken bleibt dank der Planung mit Gips-Trockenbausystemen genügend Flexibilität für spätere Umbauten, falls sich die Nutzungsbedürfnisse einzelner Räume oder gar Stockwerke ändern sollten.

    Spezielle Schallschutzplatte in den Mietwohnungen

    Ein zentrales Anliegen und gleichzeitig ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Innenausbaus im Centurion Tower ist der Schallschutz, insbesondere in und zwischen den Eigentumswohnungen. Das bedingte nicht nur entsprechende Wandstärken und Spezialgipsbauplatten, sondern auch eine konsequent saubere handwerkliche Ausführung. Dazu gehört unter anderem die Bodenkittfuge zur Vermeidung von Schallbrücken. Viel Können und Sorgfalt hat der Unternehmer auch bei der Stossfugenausbildung bewiesen, wie auch bei den sichtbaren gleitenden Deckenanschlüssen mit Anschlussprofilen. Ausserdem wird durch die Einfassung der oberen Ecken der Türzargen mit L-förmigen Plattenstücken Rissen langfristig vorgebeugt. Bei den erwähnten Spezialplatten handelt es sich um Rigips® Duraline (12,5 mm). Sie bestehen aus einem faserverstärkten Gipskern und einer Kartonummantelung. Diese Bauplatte hat eine definierte hohe Rohdichte, verfügt über einen verbesserten Gefügezusammenhalt im Brandfall und ist insbesondere für hohe Stossbelastungen geeignet. Zudem weist sie eine erhöhte Plattenfestigkeit sowohl in Längs- als auch in Querrichtung auf.

    Gips-Trockenbau erfüllt hohe Anforderungen

    Rigips® Duo’Tech wiederum, die in den Zimmertrennwänden des Hotelteils verbaut ist, besteht aus zwei miteinander verklebten Gipsplatten. Die innovative Klebeschicht zwischen den Plattenlagen dämpft die auftreffende Schallenergie durch Mikroschwingungen und gibt nur noch einen kleinen Teil davon weiter. Diese Bauplatte erlaubt eine effiziente, wirtschaftliche Verarbeitung, da die Montage einer zweiten Beplankungslage entfällt.

    Was dieses Wohn- und Hotelhochhaus auszeichnet, sind seine architektonischen und bautechnischen Qualitäten. Der Gipstrockenbau kann auch auf diesem Niveau längst mithalten. Tragende Bauteile sind massiv, der ganze Rest mit Leichtbausystemen ausgeführt, die auch die anspruchsvollsten Schallschutz-, Brandschutz- und Statikaufgaben erfüllen und trotzdem genügend Flexibilität für spätere Umnutzungen, sprich den unkomplizierten Rückbau bieten.

  • Baubewilligung für die Wohnüberbauung «NIDO» in Ostermundigen

    Baubewilligung für die Wohnüberbauung «NIDO» in Ostermundigen

    Die durch die Gemeinde Ostermundigen erteilte Baubewilligung für das von der Steiner AG entwickelte Projekt «NIDO» am Rütiweg hat mittlerweile Rechtskraft erlangt. Aufgrund der aktuellen Lieferzeiten für vorgefertigte Holzbauelemente wird der Start der Bauarbeiten im zweiten Quartal 2023 erfolgen. Das Haus fügt sich harmonisch in das bestehende Quartier
    ein und wird über einen Laubengang erschlossen. Die attraktiven Studios sowie 2.5- und 3.5-Zimmer-Wohnungen sind optimal ausgerichtet und verfügen über grosszügige Balkone und Terrassen. Eine Raumhöhe von 2.70 m sorgt für viel einfallendes Licht und lässt ein angenehmes Wohngefühl entstehen.

    Tragkonstruktion aus Holz
    Beim Projekt «Nido» wird konsequent auf den nachhaltigen Baustoff Holz gesetzt. Gespickt mit moderner Haustechnik wird aus dem Holzgebäude ein zukunftsweisendes Zuhause für Menschen, denen nachhaltiges Wohnen ein Anliegen ist. Dank effizienter Technik können sich die künftigen Bewohner zudem auf tiefe Betriebs- und Unterhaltskosten freuen. Im Garten herrscht Harmonie dank heimischen Büschen und Bäumen, die gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für mehr Biodiversität leisten. Die unterhaltsarmen Privatgärten weisen durch die schmucken Kiesplätze, umgeben von Obstspalieren und Begrünungen, eine hohe Aufenthaltsqualität auf. Neben den Gärten für die Wohnungen im Erdgeschoss entstehen im Aussenraum sowie im Laubengang Begegnungszonen für alle Bewohnenden.


    Urbane Gemeinde mit Zukunft
    Ostermundigen bietet alles, was man von einer gesunden Gemeinde in Stadtnähe erwarten darf: Restaurants, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Kleingewerbe, Sportplätze und Trainingsmöglichkeiten liegen allesamt in Gehdistanz. Zudem befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein Entwicklungsschwerpunkt der Gemeinde Ostermundigen sowie die zukünftige Tramlinie Bern-Ostermundigen, was die Standortattraktivität in Zukunft weiter erhöhen wird. Auch der Weg in die nächstgelegenen Zentren ist nah: Der Bahnhof Bern ist mit dem Bus in 20 Minuten zu erreichen. Dank der Umfahrungsstrasse und der nahegelegenen Autobahneinfahrt Bern-Wankdorf liegen beispielsweise Biel oder Thun nur 30 Minuten entfernt.

  • Neuer Campus für die Berner Fachhochschule in Bern

    Neuer Campus für die Berner Fachhochschule in Bern

    Die Berner Fachhochschule BFH ist historisch gewachsen. Die verschiedenen Departemente sind an rund 26 Standorten in Bern, Biel, Burgdorf, Magglingen und Zollikofen untergebracht. Diese räumliche Zersplitterung erschwert die Lehre und führt zu Mehrkosten. Zudem sind viele BFH-Gebäude mittlerweile in die Jahre gekommen.

    Die BFH soll deshalb konzentriert werden. 2016 hat der Grosse Rat entschieden, verschiedene Departemente und Bereiche in Bern und Biel zu konzentrieren. In beiden Städten soll je ein neuer Campus entstehen. Der Campus Bern wird im Gebiet Weyermannshaus Ost in Ausserholligen im Westen Berns gebaut.

    Aus dem für den Berner Campus durchgeführten Projektwettbewerb ging das Siegerprojekt «Dreierlei» der wulf architekten gmbh aus Stuttgart (D) hervor. Das Projekt kombiniert eigenständige Departementsgebäude mit einem gemeinsamen Sockelgebäude und einem grosszügigen Aussenraum zu einem ineinandergreifenden Campusgelände.

    Die Gebäude werden auf der nördlichen Seite durch einen grosszügig gestalteten, öffentlich zugänglichen Aussenraum mit dem Stadtbach zu einem gemeinsamen Campusgelände verbunden. Eine Unterführung zum Europaplatz und eine Fuss- und Velopasserelle über die Gleise bis zur Bahnstrasse sollen die Vernetzung des Quartiers verbessern.

    Der Campus wird nach Minergie-P-Eco-Standard gebaut. Für die Heizung ist Fernwärme vorgesehen. Der Sockel besteht zwar aus Beton, doch in den Aufbauten ist viel Holz verarbeitet. Zudem ist die Fassadenkonstruktion durchwegs in Holz gehalten.

    Der Kanton Bern hat das Baugesuch für den Campus im Januar 2022 eingereicht. Die öffentliche Auflage des Projekts ist voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2023 vorgesehen – zeitgleich mit der Überbauungsordnung für das Areal Weyermannshaus Ost.

    Die Inbetriebnahme ist frühestens 2028 möglich. Der Kanton erwartet die Baubewilligung Anfang 2024. Nach heutigem Planungsstand könnten die Bauarbeiten 2024 starten. Aufgrund von Abhängigkeiten und Schnittstellen zu Nachbarsprojekten ist der Terminplan mit Unsicherheiten verbunden.

  • Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Das Schlössli-Areal in Burgdorf liegt direkt am Bahnhof und ist nur einen Katzensprung von der Altstadt und der Emme entfernt. Das Gebiet bildet den nördlichen Bahnhofzugang und fungiert als wichtige Fussgängerverbindung zwischen den zwei Stadtteilen. Nachdem hier Überbauungsprojekte über mehrere Jahrzehnte aufgrund denkmalpflegerischer und wirtschaftlicher Aspekte scheiterten, wurde das Areal nun erfolgreich von der zur Marti-Gruppe zählenden Marti Gesamtleistungen AG im Auftrag der Schlössli Burgdorf AG entwickelt. Die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG hat sich als Investorin zum Kauf und zur Realisierung des Projekts verpflichtet. Die Marti Gesamtleistungen AG ist ebenso als Totalunternehmerin für die Realisierung zuständig.

    Geplant ist die Schaffung von mehr Wohnraum in Burgdorf. Zu diesem Zweck wird zum einen die historische Villa Schmid saniert. Sie entstand zusammen mit der Parkanlage in den Jahren 1869/70 und zählt damit als historischer Zeitzeuge der Industrialisierung. Die Villa steht deshalb unter Denkmalschutz und war zudem eine der ersten Bauten nördlich der Gleise. Sie wird so umgebaut, dass zwei grosszügige Wohnungen darin Platz finden. Auch das Parkumfeld wird im Rahmen des Projekts wiederhergestellt. Darüber hinaus sind zwei flankierende Nebengebäude projektiert. In den beiden Neubauten entstehen insgesamt 54 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern.

    Der Berner Architekt Walter Hunziker hat das Projekt entworfen. Für die Weiterentwicklung zeichnet die Rykart Architekten AG verantwortlich. Eine umweltschonende und energieeffiziente Energieversorgung mittels Grundwasser-Wärmepumpe und die Zertifizierung des Projekts im Minergie-Baustandard wird von der Bauherrschaft vorgenommen.

    Die Gebäude werden unterirdisch durch eine Einstellhalle miteinander verbunden. In den Erdgeschossen der beiden Neubauten sind Flächen für Dienstleistung und Gewerbe vorgesehen – genauso wie entlang der öffentlichen Fusswegverbindung zwischen Kirchbergstrasse und der Bahnhofunterführung. Zudem finanziert die Stadt Burgdorf an dieser Achse eine öffentliche Velostation. Die umliegende Parklandschaft soll eine möglichst grosse Biodiversität aufweisen.

    Die Baueingabe wurde im April 2022 eingereicht. Die Bauarbeiten auf dem Areal sollen 2025 abgeschlossen sein.

  • Neuer Quartierteil auf dem «Butteri»-Areal in Burgdorf

    Neuer Quartierteil auf dem «Butteri»-Areal in Burgdorf

    Das 3350 Quadratmeter grosse Areal rund um die ehemalige frühere Verbandsmolkerei «Butteri» am Farbweg im Bahnhofquartier ist ein wichtiges Entwicklungsareal im Innenstadtgebiet der Stadt Burgdorf.

    Die Grundeigentümer Stadt Burgdorf, Raiffeisen Pensionskasse und Pensionskasse der technischen Verbände SIA STV BSA FSAI wollen das Areal am Farbweg zwischen Mülibach und Gotthelfstrasse zu einem neuen, attraktiven Quartierteil weiterentwickeln. Dafür haben sie bereits 2017 ein Studienverfahren durchgeführt.

    Das Siegerprojekt des Studienauftrags wurde im März 2018 gekürt. Das Büro GWJ Architektur aus Bern konnte mit seinem Projekt, welches es in Zusammenarbeit mit ASP Landschaftsarchitekten und Transitec Beratende Ingenieure ausgearbeitet hat, die Jury überzeugen. Die Studie wurde in der Zwischenzeit zu einem Richtprojekt weiterbearbeitet. Die Überbauungsordnung liegt zur Vorprüfung bei den entsprechenden Ämtern, und eine Rückmeldung wird im Spätsommer 2022 erwartet.

    Verteilt auf fünf Gebäudevolumen sind rund 120 Mietwohnungen sowie 910 Quadratmeter Gewerbeflächen geplant. Die Baukörper sollen zusammen mit unterschiedlichen Aussenräumen eine neue Identität für den Quartierteil schaffen. Die Gesamtinvestition beträgt rund 65 Millionen Franken.

    Entlang des Farbwegs sollen zwei Gebäude mit vier Geschossen plus Attika gebaut werden. Im Bereich des heutigen, oberirdischen Migros-Parkplatzes wird ein Längsbau am Mülibach vorgesehen. An der Gotthelfstrasse sieht das Projekt einen viergeschossigen Punktbau vor, der zusammen mit dem Mülibach-Längsbau einen kleinen Platz umfasst.

    Die bestehende Bebauung an der Poststrasse soll komplettiert und mit einem markanten, siebengeschossigen Hochpunkt abgeschlossen werden.

  • Sternenmatte Worb wird zur Wohnüberbauung

    Sternenmatte Worb wird zur Wohnüberbauung

    Der Gasthof Sternen in Worb ist identitätsstiftend für die Gemeinde. Das angrenzende Areal Sternenmatte «Stärnematt» Worb wird nun zu einer Wohnüberbauung weiterentwickelt. Der Gasthof Sternen soll auf dem Areal weiterhin eine Hauptrolle spielen.

    Die Sternenmatte Worb befindet sich an natur- und gleichzeitig zentrumsnaher Lage mit Schulen, Praxen und Kino um die Ecke. Die Anbindung ans Wegnetz macht ausserdem einen Schnellabstecher in die Badi möglich und stärkt die Quartiervernetzung.

    Das aus einem Studienverfahren hervorgegangene Projekt, welches unter der Federführung von Kast Kaeppeli Architekten erarbeitet wurde, konnte in der Zwischenzeit zum wegleitenden Richtprojekt für die Planungsinstrumente weiterbearbeitet werden.

    Das Richtprojekt sieht drei Worb-spezifische Gebäudegruppen mit ähnlichem Fussabdruck vor. Durch die Anordnung und die eher geringe Höhe der viergeschossigen Bauten soll der Gasthof Sternen seine Bedeutung auf dem Areal beibehalten. Ein Generationenspielplatz lässt zudem eine räumliche Vernetzung entstehen, und diese konzentriert die Begegnungen aus dem Dorf und der Siedlung. Die Bebauung will vielfältige, naturnahe und offene Aussenräume schaffen.

    Die neuen Wohnungen sollen ein breites Spektrum an Zielgruppen ansprechen – von mittelständischen Familien bis hin zu «Best Agers». Geplant sind 84 Eigentums- und Mietwohnungen mit je 3,5 bis 5,5 Zimmern. Originelle und unterschiedliche Wohnungsgrundrisse bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten für unterschiedliche Wohnformen. Alle Wohnungen haben dank den verwinkelten Gebäudekörpern eine Ausrichtung in zwei bis vier Himmelsrichtungen und dadurch eine gute Besonnung sowie vielschichtige Ausblicke.

    Im Juni 2022 wurde die Vorprüfung für das Projekt abgeschlossen. Aktuelles Ziel für den Vermarktungsstart ist Sommer 2023. Die Realisierung soll voraussichtlich im Frühling 2024 beginnen.

  • Bubenbergzentrum wird neu gebaut

    Bubenbergzentrum wird neu gebaut

    Im Rahmen des Ausbauprojekts «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) haben die SBB für das Bubenbergzentrum 10-12 grosse Pläne. Dieses ging 2015 in den Besitz von SBB Immobilien über. Projektiert ist ein Neubau, der nicht nur Büros, sondern auch Retail- und Gastronomieflächen aufweisen soll. Der Baustart erfolgte im März dieses Jahres. Der neue Bahnhofzugang beim Bubenbergzentrum wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2025 neben dem bereits bestehenden Haupteingang der zweitwichtigste Zugang zum Bahnhof Bern.

    «Der Neubau des Bubenbergzentrum 10-12 ist ein wesentliches Schlüsselelement des Ausbaus der Publikumsanlagen im Bahnhof. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes entsteht der neue Bahnhofzugang «Bubenberg», der in die neue Personenunterführung führt. Das Bubenbergzentrum wird künftig bahnbetriebliche und kommerzielle Nutzungen umfassen», sagt Christoph Erismann, Gesamtprojektleiter SBB Immobilien. Von der Eingangshalle im Erdgeschoss aus gelangen Besuchende und Reisende direkt in die Personenunterführung Mitte, die sich ebenfalls unter der Schirmherrschaft der SBB im Bau befindet. Sie wird mit der bestehenden Unterführung verbunden und auch von einem weiteren neuen Bahnhofzugang bei der Länggasse her zugänglich sein.

    Das Bubenbergzentrum steht in unmittelbarer Nähe der Berner Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bei der Ausgestaltung des Projekts zum gewünschten modernen Bürogebäude war demnach Fingerspitzengefühl gefragt. Für den fünf Stockwerke umfassenden Neubau zeichnet das Büro B Architekten aus Bern verantwortlich. Die Architekten überzeugten die Jury mit einer klaren volumetrischen Integration in den stadträumlichen und infrastrukturellen Kontext. Das neue Bubenbergzentrum fügt sich unaufgeregt in die Umgebung ein, harmoniert mit den umliegenden Gebäuden und stellt einen Bezug zur Bogenschützenstrasse und zum PostParc her. Der Grundriss ist so konzipiert, dass er flexible Nutzungsmöglichkeiten erlaubt. Die Büroräumlichkeiten können individuell gestaltet werden: Vom traditionellen Zellenbüro bis zum Open-Space-Konzept ist alles möglich.

    Geplant sind neben dem Bahnzugang rund 4000 m² Bürofläche, 570 m² Verkaufs- und Gastronomiefläche sowie 358 m² Lagerfläche. Eine Installationsplattform an der Bogenschützenstrasse wird sowohl für die Bauarbeiten am Bubenbergzentrum als auch für die Arbeiten zur Unterführung Mitte genutzt. Fussgänger werden während der gesamten Bauzeit durch einen gesicherten Tunnel durch das Gebäude geführt. Das Gebäude wird energieeffizient konzipiert. Für das Projekt sind 44 Millionen Franken budgetiert. Davon entfallen rund 12 Millionen Franken auf den Bahnzugang und werden von SBB Infrastruktur übernommen. Der Restbetrag geht zu Lasten der SBB Immobilien.

  • Gaswerkareal: Industriebrache wird Stadtquartier

    Gaswerkareal: Industriebrache wird Stadtquartier

    Auf dem Gaswerkareal und dem benachbarten Brückenkopf soll ein neues Quartier mit urbaner Mischnutzung und attraktiven Frei- und Naturräumen entstehen.

    Beim städtebaulichen Ideenwettbewerb hat das Siegerprojekt «Downtown Gas-town» die Jury am meisten überzeugt. Es eignet sich unter anderem gut für die Erstellung von preisgünstigen Wohnungen und den gemeinnützigen Wohnungsbau.

    Der nördliche Teil von «Downtown Gas-town» will die industrielle Vergangenheit des Areals weiterschreiben. Das Siegerteam schlägt eine heterogene Bebauung mit hoher Dichte und städtischen Gassenräumen vor. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss sind für Gewerbe und Dienstleistungen, Gastronomie und öffentliche Nutzungen vorgesehen. Die oberen Geschosse sollen dem Wohnen dienen.
    Mit einem direkten Zugang von der Monbijoubrücke her soll eine zweite Stadtebene aufgespannt werden. Unter der Brücke sollen ein Sporthallenkomplex sowie der unbebaute Platz unterschiedliche Quartier- und Sportaktivitäten ermöglichen. Beim Brückenkopf schlägt die Siegeridee ein Hochhaus vor. Auf der Plattform gegenüber ist ein öffentlicher Balkon vorgesehen.

    Das Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel bleibt am jetzigen Standort erhalten und wird dort saniert. Im Bereich zwischen Gaskessel und Wald ist ein grosszügiger naturnaher Freiraum geplant.
    Der südliche Perimeter ist als atmosphärisch eigenständiger Ort mit hoher Dichte und hauptsächlich Wohnnutzungen sowie einem halböffentlichen grünen Innenhof geplant.

    «Downtown Gastown» wird im Dialog zwischen der Stadt und dem Siegerteam weiterentwickelt. Das Team erhält den Auftrag für die Ausarbeitung eines Rahmenplans. Aufbauend auf der Siegeridee wird zudem ein Mobilitätskonzept erstellt. Voraussichtlich 2024 soll die Volkab-stimmung zu den Planungsinstrumenten stattfinden. Im Anschluss wird die Vermarktung der Baufelder für die geplante Abgabe im Baurecht an interessierte Bauträgerschaften erfolgen.

  • Ziegler-Areal auf dem Weg zum Wohnquartier

    Ziegler-Areal auf dem Weg zum Wohnquartier

    Das Ziegler-Areal soll gemäss heutiger Planung zu einem vielfältigen Quartier mit Schwerpunkt Wohnen entwickelt werden. Seit der Spitalbetrieb auf dem Areal im Jahr 2015 eingestellt wurde, sorgt die Stadt Bern als Grundeigentümerin mit verschiedenen Zwischennutzverträgen für Leben und Vielfalt auf dem Gelände. Insgesamt steht heute eine Nutzfläche von rund 23’000 Quadratmeter zur Verfügung.

    So betreibt die Firma ORS Service AG im Auftrag des Staatssekretariats für Migration (SEM) das einstige Bettenhochhaus als Empfangs- und Verfahrenszentrum. Der Kanton Bern zeichnet als Mieter der Räumlichkeiten des Renferhauses verantwortlich und stellt diese der Medizinischen Fakultät der Universität Bern zur Verfügung. Büroräumlichkeiten und eine Wohnung sind im Haus Bellevue untergebracht. Zur Wohnnutzung dient auch das Personalhaus 2 sowie das Wohnhaus Kirchbühl.

    Der Verein Boulissima betreibt im Personalhaus Ost/West eine IndoorBoule-Anlage, während der Verein Ziegler-Freiwillige im Personalrestaurant ein Begegnungszentrum für Quartierbewohnende und Asylsuchende geschaffen hat. Ansonsten wird das Gebäude vom Hostel77, der Geschäftsstelle des Vereins «Helvetiarockt», als Studentenwohnheim und von der Quartierküche Ziegler genutzt. Hierbei handelt es sich um die erste Quartierküche der Stadt Bern, die seit dem Beginn des Schuljahres 2019/20 insgesamt 19 Tagesschulen und Kitas mit Mahlzeiten versorgt.

    Das Leitbild für die Entwicklung des Ziegler-Areals wurde in Partizipation mit den verschiedenen Anspruchsgruppen erarbeitet. Auf Grundlage dieses Leitbilds wird eine Areal- und Nutzungsstrategie entwickelt. Diese soll den zuständigen politischen Gremien Anfang 2023 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Volksabstimmung zur Planungsvorlage dürfte frühestens 2028 stattfinden.

    Das Areal grenzt direkt an die Gemeinde Köniz an. In unmittelbarer Umgebung liegen der Naherholungsraum Gurten und dessen Talstation. Das Gelände ist durch die Buslinien 19, 22 und 29 bereits heute gut erschlossen. Ein mögliches zukünftiges Wohnareal soll sich sorgfältig in sein Umfeld einfügen und dank vielfältigen Nutzungen – die sich mitunter aus den der-zeitigen Zwischennutzungen ergeben können – zu einem belebten Ort werden.

  • Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Wie ein Schmetterling entfaltet sich das neue Quartier «Papillon» bei Köniz. Der «letzte Flügelschlag» ist auf 2028 geplant. Bis dann finden hier rund 2000 Menschen einen neuen Lebensraum – inmitten von Wäldern und Wiesen. Die insgesamt acht Baufelder werden auf einer Gesamtfläche von
    324’000 m2 schrittweise entwickelt.

    Bereits bewohnt sind die rund 250 Wohnungen von «Aurora» und «Eisvogel». Die sechs hofartig angelegten Gebäude des «Monarch» umfassen 218 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Diese sind im Herbst 2022 bezugsbereit. Den Auftakt zum östlichen Teil bildet ab 2025 der «Feuerfalter» mit 240 Wohnungen. Dieser erfüllt unter anderem mit Wärmedämmungen und Holzfassaden die Anforderungen an ein «Plusenergie-Quartier» und «2000-Watt-Areal». In den sechs Gebäuden von «Cleopatra» entstehen ab 2023 120 Miet- und STWE-Wohnungen mit nachhaltiger Bauweise. In den letzten drei Baufeldern «Apollo», «Heliconius» und «Pallidana» werden rund 300 weitere Wohneinheiten realisiert. Im ganzen Quartier wird nachhaltig und klimaneutral gebaut. Das Ziel: Mindestens 50 Prozent des Jahresenergiebedarfs vor Ort selbst zu produzieren. So werden beispielsweise Photovoltaik- und Wärmepumpen-Anlagen errichtet.

    Die insgesamt rund 1000 Miet- und Eigentumswohnungen eignen sich mit ihren Grössen von 40 bis 130 Quadratmetern für Singles, Paare und Familien. Dreimal pro Stunde hält ein Bus in der Papillonallee. Direkt vor der Haustür finden die Bewohnerinnen und Bewohner Einkaufsmöglichkeiten, eine Kita, Schule, Sportplatz sowie soziale und gemeinschaftliche Angebote. Eine Sozialplanerin ist eigens dafür da, den Gemeinschaftsgeist zu fördern. Von der Interessengemeinschaft «Eisvogel»
    werden regelmässig Quartierfeste, Bastelnachmittage, Schachturniere und
    andere gemeinschaftsfördernde Akti-vitäten veranstaltet. «Ruedü» bietet frische Bio-Lebensmittel von lokalen Produzenten im 18 Quadratmeter grossen Holzcontainer rund um die Uhr zur Selbstbedienung an. Der nahe Wald und die «Tubetränki» sowie die «Allmend» mit Grillplätzen und Fernsicht in den Jura sind zudem beliebte Destinationen für Erholungssuchende, Ausflügler, Sport- und Naturfreunde.

    Dieser Pavillon beherbergt die «IG Eisvogel».

    In absehbarer Zeit bildet der Weiler Ried als Quartierzentrum das Herzstück der Siedlung: Ein aus Leichtholz erbautes PRISMA-Gebäude wird neben einem Lebensmittelladen, Gewerbeflächen sowie Gastronomie auch Loftwohnungen beherbergen. Zusätzlich werden drei neue Mehrfamilienhäuser gebaut. Und in einem der ehemaligen Bauernhäuser ist ein Gemeinschaftsraum für die Quartierbewohner vorgesehen.

    Blick vom nahegelegenen Waldrand auf das Quartier.

  • Neues Stadtquartier in Bern soll grün, urban und nachhaltig werden

    Neues Stadtquartier in Bern soll grün, urban und nachhaltig werden

    Auf dem Viererfeld/Mittelfeld soll Wohn- und Lebensraum für rund 3000 Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden. Das Stadtquartier soll urban, nachhaltig, grün und wegweisend sein in Bezug auf eine zukunftsweisende Mobilität sowie hinsichtlich vielfältigen und durchmischten Wohnungsbaus und ökologischer Standards. Angestrebt wird die Zertifizierung als 2000-Watt-Areal.

    Mindestens 50 Prozent der Wohnfläche sind für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert. Die Stadt Bern will so langfristig preisgünstigen Wohnraum schaffen und erhalten. Geplant sei ein Zuhause für Menschen mit den vielfältigsten Lebensentwürfen und -umständen. Dieses Ziel beeinflusst laut Stadtpräsident Alec von Graffenried auch das Vorgehen in der Planung: «Die Nachbarschaft und die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner werden das Projekt mitprägen, damit sich schon bald viele Menschen im Viererfeld/Mittelfeld wohlfühlen können.»

    Das neue Quartier soll aus unterschiedlichen, aber zueinander passenden Häusern bestehen und dadurch Vielfalt in der Einheit bieten. Geplant sind fünf Teilgebiete mit unterschiedlichen Bebauungsmustern. In einem der Teilgebiete soll eine Schule entstehen.

    Etwa die Hälfte des Viererfelds und ein Drittel des Mittelfelds bleiben grün und stehen als Stadtteilpark für Spiel und Naherholung zur Verfügung. An einer Hauptachse des Viererfelds befinden sich alle wichtigen öffentlichen Räume und publikumsorientierten Nutzungen. Eine zweite wichtige Verbindung führt vom Länggassquartier über das Mittelfeld in den Stadtteilpark mit seiner Allmend, seinen Sportflächen und dem Gartenland.

    Der Stadtrat Bern hat Anfang Jahr entschieden, den Stimmberechtigten die Baurechtsabgabe von Land auf dem Viererfeld/Mittelfeld und die nötigen Kredite für die nächsten Schritte in einer einzigen Abstimmung vorzulegen. Die Abstimmung war für Mai 2022 vorgesehen. Aufgrund einer Stimmrechtsbeschwerde gegen die Volksvorlage hat der Gemeinderat entschieden, diese Abstimmung abzusagen und die Vorlage aufzuteilen: Die Stimmberechtigten sollen über Kredite und Baurechtsvergaben separat abstimmen.

    Der Abschluss von Reservationsvereinbarungen mit den Investorinnen und Investoren der ersten Etappe erfolgt nach der Volksabstimmung. Danach beginnt die Projektierung der ersten Bauetappe und zu einem späteren Zeitpunkt die Evaluation der Bauträgerschaften für die weiteren Etappen. Die Bauarbeiten für die Infrastrukturen auf dem Viererfeld/Mittelfeld sollen voraussichtlich im Jahr 2026 beginnen. Mit dem geplanten Baustart der ersten Wohnbauten ab 2027 wären ab 2029 die ersten Wohnungen bezugsbereit. Der Bau des Schulhauses im Viererfeld wird mit einer separaten Vorlage zur Abstimmung gebracht.

    Das neue Quartier in der Stadt Bern soll aus fünf Teilgebieten (Nord, West, Ost, Zentrum, Mittelfeld) und viel Grünfläche (Stadtteilpark und Mittelfeldpark) bestehen.

    Städtebaulicher Wettbewerb –
    Siegerteam Städtebau und Stadtteilpark:

    • Städtebau: Ammann Albers StadtWerke GmbH, Zürich
    • Landschaftsarchitektur: Raderschallpartner ag landschaftsarchitekten bsla sia, Meilen
    • Architektur: huggenbergerfries, Architekten AG ETH SIA BSA, Zürich
    • Soziales: Zeugin-Gölker Immobilienstrategien GmbH, Zürich
    • Mobilität: Basler & Hofmann AG, Zürich

    Prämierte Projekte Wohnen mit Weiterbearbeitung
    (Architekten, Reihenfolge gemäss Rangierung):

    • pan m GmbH & Martin Dubach Architekt ETH (neu: Studio DIA),
      Zürich
    • Hosoya Schaefer Architects AG, Zürich
    • agps architecture AG, Zürich
    • huggenbergerfries Architekten AG, Zürich
    • Bürgi Schärer Architekten AG, Bern / Futurafrosch Architektur und Raumentwicklung GmbH, Zürich / henson architekten GmbH, Zürich
    • BHSF Architekten, Zürich / van Wageningen Architekten, Amsterdam
    • camponovo baumgartner architekten GmbH, Zürich / Blättler Heinzer Architektur GmbH, Zürich

    Idee/Nutzung:
    Stadtquartier mit Wohn- und Lebensraum für 3000 Bewohnerinnen und Bewohner
    LAGE: Stadt Bern
    PLANUNG UND REALISIERUNG: 2012 bis 2034
    BAUSTART: Voraussichtlich 2026
    GRUNDEIGENTÜMERIN: Stadt Bern, Fonds für Boden und Wohnbaupolitik, Baufelder, Abgabe im Baurecht
    NEUE EINWOHNER:INNEN: ca. 3000
    NEUE WOHNUNGEN: ca. 1100
    NEUE ARBEITSPLÄTZE: ca. 600

  • Papiermühle Ittigen: Architektur-wettbewerb ist entschieden

    Papiermühle Ittigen: Architektur-
    wettbewerb ist entschieden

    Ittigen ist eine östliche Vorortgemeinde der Stadt Bern. Das Areal Zentrum Papiermühle befindet sich hier an zentraler Lage, nahe der gleichnamigen S-Bahn-Haltestelle. Es erstreckt sich entlang der Worblentalstrasse und grenzt an die Kreuzung Papiermühle-, die Grauholz- und Worblentalstrasse.

    Für die Entwicklung des Zentrum Papiermühle wurde bereits 2014 eine städtebauliche Lösung – Nutzung, Bebauung, Erschliessung – erarbeitet. Basierend darauf wurden die für das Areal massgebenden Planungsinstrumente wie Richtplan, Zonenplan, Baureglement und Überbauungsordnung angepasst.

    Die Einwohnergemeinde Ittigen, die Steiner Investment Foundation und die Steiner AG führten im Frühling dieses Jahres einen Studienauftrag für das Zentrum Papiermühle durch. Dazu haben sie fünf Planungsteams, bestehend aus Architektur-, Landschaftsarchitektur- und Bauplanungs-Profis, eingeladen.

    Die Projektbeiträge bewertete ein Gremium unter Vorsitz von Michael Geschwentner (Steib Gmür Geschwentner Kyburz Partner AG Architekten & Stadtplaner). Die Bewertungskriterien bezogen sich auf in die Erfüllung der Zielsetzungen sowie auf diverse weitere Faktoren wie Städtebau, Architektur, Freiraum, Erschliessung, Gestaltung, Nutzung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Von besonderer Bedeutung waren zudem qualitative und überzeugende Wohnungsgrundrisse.

    Überzeugende Wohnungsgrundrisse waren wichtig bei der Bewertung des Projekts. Visualisierung der Innenräume des Hochhauses (oben) und des Langhauses (rechts).

    Den Architekturwettbewerb gewonnen haben E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten gemeinsam mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und Schnetzer Puskas Ingenieure. Laut Jury weise der Entwurf des Gewinnerteams eine geschickte städtebauliche Setzung auf. Sie verleihe dem Ort eine starke Identität mit grossen räumlichen Qualitäten und dem gewünschten Öffentlichkeitsgrad. Die Jury hat das Projekt einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen.

    Das Planungsteam entwickelte eine volumetrische Setzung von Hochhaus und Langhaus mit einem gut proportionierten, allseitig erschlossenen Platz, der die unterschiedlichen Höhensituationen aufnimmt und eine klare Adressbildung für Gewerbe und Wohnen erreicht.

    Die filigrane Erscheinung des Hochhauses verbindet sich mit der feingliedrigen Holzbauweise des Längsbaus. Das überhohe Erdgeschoss verleiht dem Hochhaus einen selbstbewussten Auftritt und greift im Innenraum den Geländeversatz architektonisch auf. Der neu geschaffene Platz entfaltet im Zusammenspiel mit dem Erdgeschoss eine starke Öffentlichkeit, die das Potenzial besitzt, den Ort zu aktivieren und zu beleben. Der Längsbau profitiert zusätzlich vom rückwärtigen Freiraum
    Die Projektbeiträge aller teilnehmenden Planungsteams wurden nach dem Wettbewerb öffentlich zugänglich ausgestellt.