Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Der Flughafen Zürich beginnt mit Renaturierung

    Der Flughafen Zürich beginnt mit Renaturierung

    Der Glattabschnitt auf der Westseite des Flughafens Zürich soll laut einer Medienmitteilung ökologisch aufgewertet und renaturiert werden. Die im Frühjahr 2025 beginnende  Revitalisierung im Abschnitt zwischen Opfikon und Rümlang verfolge das Ziel, die Artenvielfalt zu erhöhen und die Naherholung zu fördern.

    Das Projekt soll ein Ausgleich für Eingriffe in die Landschaft durch mehrere aktuelle und geplante Bauprojekte im Rahmen der Flughafenerweiterung sein. Der Glattraum werde für die Bevölkerung zu einem attraktiven, grossräumigen Erholungsraum.

    Als Grundlage dient das vom Kanton Zürich erarbeitete Konzept Landschaftsentwicklung Glattraum Rümlang/Oberglatt. Vorgesehen sei eine Gesamtmassnahme zur Aufwertung der Glatt statt mehrerer Kleinprojekte. Dadurch entstehe „ein zusammenhängendes Projekt, das neben dem Natur- und Artenschutz auch dem Landschaftsschutz dient“.

    Konkret soll der Abschnitt von Tolwäng bis Fromatt einen natürlichen Wasserlauf erhalten. Zudem soll der Gewässerraum verdoppelt werden, um mehr Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Das Revitalisierungsprojekt soll zwischen 2025 und 2028 umgesetzt werden.

  • Aargauer Wald speichert aktuell 40 Millionen Tonnen CO2

    Aargauer Wald speichert aktuell 40 Millionen Tonnen CO2

    Die Abteilung Wald des Aargauer Departements Bau, Verkehr und Umwelt hat den Beitrag des Aargauer Walds zur CO2-Bilanz des Kantons untersucht. „Der Wald leistet bereits heute einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag, um das Ziel Netto-Null Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, das Potenzial ist aber noch nicht ausgeschöpft“, schreibt das Departement in einer Mitteilung zur entsprechenden Studie. Als wesentliche Akteure für Verbesserungen hat die Studie Waldwirtschaft, Holzverarbeitung und Bauwirtschaft identifiziert.

    Der Waldwirtschaft kommt dabei die grösste Bedeutung zu. Aktuell speichert der Aargauer Wald 40 Millionen Tonnen CO2, heisst es in der Mitteilung. Dies entspreche „ziemlich genau den heutigen jährlichen inländischen Gesamtemissionen“. Diese langfristige Speicherung von CO2 muss nach Ansicht der Studienverfassenden durch naturnahe Bewirtschaftung, Bodenschutz und langfristige Anpassung der Wälder an den Klimawandel gestützt werden.

    Holzverarbeitung und Bauwirtschaft können in geringerem Masse zu Verbesserungen beitragen. Die Modellierung eines CO2-optimierten Szenarios hat gezeigt, dass gestärkte Kaskadennutzung der Ressource Holz bis 2100 zusätzlich bis zu 11,1 Tonnen CO2 speichern oder vermeiden kann. Dies entspricht einer jährlichen Senkung der Emissionen im Kanton Aargau um bis zu 3,7 Prozent. Unter Kaskadennutzung wird der mehrmalige Einsatz des Rohstoffes Holz in einer Kreislaufwirtschaft verstanden. Wird dieselbe Menge an Holz hingegen direkt zur Energiegewinnung verwendet, reduziert sich der Beitrag auf 6,5 Millionen Tonnen oder maximal 2,2 Prozent CO2-Reduktion.

  • Kreislaufwirtschaft: Nachhaltige Lösungen für die Bauwirtschaft

    Kreislaufwirtschaft: Nachhaltige Lösungen für die Bauwirtschaft

    Die Schweizer Bauwirtschaft verursacht laut einer Mitteilung der ETH gegenwärtig 70 Prozent des inländischen Materialverbrauchs, 80 Prozent des Abfalls und 24 Prozent der Treibhausgasemissionen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat Innosuisse, die schweizerische Agentur für Innovationsförderung, zwei Projekte zur Kreislaufwirtschaft im Bausektor angeschoben, die von der ETH geleitet werden.

    Im Projekt Think Earth werden Baustoffe wie Holz, Lehm und rezyklierter Beton verarbeitet. Ein Beispiel für die Bauweise ist der Manal-Pavillon, der auf dem Campus Horw der Hochschule Luzern eröffnet wurde. Realisiert wurde das Projekt von Oxara, einer Ausgründung der ETH.

    Im Projekt Swircular wird ein digitales Ökosystem für zirkuläres Bauen vorgestellt. Mittels digitaler Gebäudebestandsaufnahme und Produktpässen für Baumaterialien soll eine Grundlage für zirkuläre Bauprozesse hergestellt werden. Dabei können registrierte Bauelemente bei einem eventuellem Abriss wieder neu verwendet werden.

    „Unsere Vision ist ein Netzwerk aus Interessengruppen, digitalen Werkzeugen und verlässlichen Daten, das es ermöglicht, Materialien entlang ihres Lebenszyklus nachzuverfolgen und entsprechende Informationen auszutauschen“, wird Projektmanagerin Arabelle de Saussure in der Mitteilung zitiert.

    An den Projekten ist eine Vielzahl von Einrichtungen, nebst den Genannten die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie die Berner und die Ostschweizer Fachhochschulen, beteiligt.

  • Gletscherschmelze macht Platz für Wasserspeicher

    Gletscherschmelze macht Platz für Wasserspeicher

    Der Rückgang der Gletscher in den Alpen erhöht das Potenzial der Stromproduktion aus Wasserkraft und der Speicherung von Energie. Das zeigt der Bericht „Analyse des Wasserkraftpotenzials der Gletscherschmelze“, den der Bundesrat laut einer Mitteilung am 6. Dezember gutgeheissen hat.

    Laut dem Bericht führt der Rückgang der Gletscher zu einem zusätzlichen Potenzial von 1470 Gigawattstunden bei der Produktion von Strom. Davon stammten 340 Gigawattstunden aus dem Ausbau bestehender Anlagen, 1130 Gigawattstunden aus neuen Anlagen.

    Noch grösser ist mit 2430 Gigawattstunden das Potenzial bei der saisonalen Speicherung von Wasserkraft, die im Winter turbiniert werden könnte. Davon entfallen 1300 Gigawattstunden auf den Ausbau bestehender Speicher, 1130 Gigawattstunden auf Neubauten.

    Die Nutzung des Potenzials dürfte allerdings durch Konflikte mit anderen Interessen eingeschränkt werden. So würden potenzielle Neuanlagen mit einer Produktion von 540 Gigawattstunden in ausgeschiedenen Auengebieten liegen und damit nach heutigem Stand nicht genutzt werden können. Anlagen mit einer Jahresproduktion von 910 Gigawattstunden wiesen Konflikte mit Auengebieten auf, lägen aber nicht in solchen Ausschlussgebieten.

    Die Wirtschaftlichkeit von Speicherprojekten kann zu einem grossen Teil von bereits bestehenden Förderinstrumenten abgesichert werden. Allerdings könnten Erneuerungen und Erweiterungen gebremst werden, weil Konzessionen auslaufen. Die Betreiber müssten ihre Investitionen zuerst in Verhandlungen mit den Gemeinwesen absichern, bevor sie investieren.

    Der Bericht erfüllt das Postulat 21.3974 der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates vom 24. August 2021.

  • Letzte Bauetappe für nachhaltige Entwicklung in Rotkreuz

    Letzte Bauetappe für nachhaltige Entwicklung in Rotkreuz

    Zug Estates geht das letzte Bauprojekt bei der 2010 begonnenen Entwicklung des Suurstoffi-Areals in Rotkreuz an. Anfang Dezember wurde gemeinsam mit Vertretenden von Behörden und Projektpartnern der Spatenstich für die beiden Neubauten Suurstoffi 43 und 45 begangen, informiert die Zuger Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Sie sollen zusammen mit einer zentralen Parkanlage bis Mitte 2027 fertiggestellt werden.

    In den beiden neuen Liegenschaften realisiert Zug Estates rund 14’400 Quadratmeter Büro- und Schulungsfläche. Weitere 1100 Quadratmeter sind als Wohnfläche für studentisches Wohnen angelegt. In die Liegenschaft Suurstoffi 45 wird nach Fertigstellung das Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz (XUND) einziehen. Das Bildungszentrum verlegt seinen Standort in Alpnach OW nach Rotkreuz, um den Anforderungen steigender Nachfrage nach praxisnahen Gesundheitsausbildungen und sich ändernder Ausbildungsmodelle nachkommen zu können. XUND und Zug Estates haben im September einen langfristigen Mietvertrag für die Suurstoffi 45 abgeschlossen.

    Das abschliessende Entwicklungsprojekt des Areals füge sich „sowohl architektonisch als auch aus Nachhaltigkeitssicht nahtlos in das Suurstoffi-Areal ein“, schreibt Zug Estates. „Das bestehende, nahezu emissionslose Energiesystem“ bekommt ein weiteres Erdsondenfeld. Der Grauenergieanteil wird durch ein volumenmässig reduziertes Untergeschoss und die Optimierung von Fassaden, Haustechnik und Statik geringer ausfallen als bei vergleichbaren Liegenschaften.

  • Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Thurplus produziert auf dem Dach von Signer Elektromotoren in Frauenfeld künftig Solarstrom. Der Frauenfelder Energieversorger hat dort laut einer Mitteilung Ende November eine Photovoltaikanlage mit 140 Modulen auf einer Fläche von 280 Quadratmetern in Betrieb genommen. Sie soll mit einer Leistung von 62 Kilowattstunden jährlich rund 62‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

    Thurplus hat die Anlage finanziert und mit regionalen Handwerkern gebaut und wird sie auch betreiben.
    Signer Elektromotoren stellt das Dach zur Verfügung und erhält den Solarstrom zu einem stark vergünstigten Tarif. „Wir haben schon lange darüber nachgedacht, eine Photovoltaikanlage zu realisieren“, wird Juniorchef Dominik Signer in der Mitteilung zitiert. „Die Zusammenarbeit mit Thurplus war sehr gut, und wir freuen uns, einen Beitrag zur Förderung der Solarenergie zu leisten.“

    Das 1967 gegründete Familienunternehmen repariert Elektromotoren und baut Sondermotoren.

    Thurplus sucht weitere Dachflächen für die Photovoltaik. „Solche gemeinsamen Projekte tragen zur Energiewende bei und zur Erreichung unserer städtischen Nachhaltigkeitsziele“, wird Fabrizio Hugentobler, Stadtrat und Departementsvorsteher Thurplus, Freizeit und Sport, in der Mitteilung zitiert. Frauenfeld will bis 2027 eine Leistung von 8000 Kilowattpeak hinzubauen.

  • Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Der Basler Energieversorger IWB hat die Baubewilligung für das Errichten einer Solaranlage auf der ehemaligen Kehrrichtdeponie Hinterm Chestel in Liesberg erhalten. Der Investitionsbescheid soll Anfang 2025 erfolgen, heisst es in einer Mitteilung. Nach zügigem Baubeginn soll bereits im Frühjahr 2026 der erste Solarstrom fliessen, der etwa 1000 Haushalte versorgen kann.

    Auf einer Fläche von 25‘000 Quadratmetern sollen 7600 Solarmodule verbaut werden. Das entspricht einer installierten Leistung von 3,4 Megawatt. Die Anlage wird in einer bestimmten Höhe installiert, so dass darunter weiter eine Grünflächenbewirtschaftung möglich ist. Dies soll auch der Biodiversität vor Ort dienlich sein.

    „Für uns ist wichtig, dass die Anlage naturverträglich umgesetzt wird. So haben wir bei der Planung in Koordination mit der KELSAG bewusst bestehende Naturobjekte integriert“, wird Daniel Neuenschwander, Projektleiter Photovoltaik Grossanlagen bei IWB, in der Mitteilung zitiert. Die KELSAG (Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG) ist die Besitzerin der Deponie und stellt die Fläche bis zu 50 Jahre lang zur Verfügung.

    Des Weiteren wird Sorge für den Lebensraum verschiedener Tierarten getragen. „Wir haben bei diesem Projekt von Beginn weg Natur- und Umweltverbände eng involviert. Das war das Erfolgsrezept zu einem ausgewogenen Projekt: Anliegen der Stromproduktion und der Biodiversität werden gleichermassen berücksichtigt“, so Neuenschwander.

  • Wohnraum effizienter nutzen durch innovative Zusammenarbeit

    Wohnraum effizienter nutzen durch innovative Zusammenarbeit

    (CONNECT) Forschende der OST – Ostschweizer Fachhochschule wollen die Nutzung von Wohnraum über bessere Zusammenarbeit optimieren. Ihr Projekt WOGE – Wohnzukunft gestalten unterstützt Menschen, die ihren Wohnraum verkleinern wollen durch lokale Angebote für einen Umzug, einen Umbau oder bei der Suche nach neuen Mitbewohnenden, erläutert die OST in einer Mitteilung. Für WOGE arbeiten die Forschenden der OST mit dem Raumentwicklungsbüro Planteam S (plan:team) aus Luzern zusammen. Das Projekt wird zudem durch die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse) und das Bundesamt für Wohnungswesen unterstützt.

    WOGE soll als Pilotprojekt in Aarau, Köniz BE und St.Gallen umgesetzt werden. Der Auftakt wird dabei im nächsten Jahr im Aargauer Kantonshauptort gemacht. Anschliessend sollen die Ergebnisse aus Aarau in der Berner Gemeinde Köniz und St.Gallen evaluiert und optimiert werden. Plan:team will die aus den Pilotgemeinden gewonnenen Erfahrungen im Rahmen seiner Beratungstätigkeit auch anderen Gemeinden anbieten.

  • Zürich als Pilotstadt für CO₂-Messungen

    Zürich als Pilotstadt für CO₂-Messungen

    Zürich wurde gemeinsam mit Paris und München als Pilotstadt für das EU-Projekt „ICOS Cities“ ausgewählt. Ziel des Projekts ist es, die CO₂-Emissionen von Städten präzise zu messen und mittels Modellen nachvollziehbar zu machen. Dies ist entscheidend, um Fortschritte bei der Emissionsreduktion aufzuzeigen und die Klimaziele effizient zu erreichen.

    Die Empa erweitert dazu ein bestehendes CO₂-Messnetz auf 60 Standorte in der Stadt. Günstige Sensoren erfassen unauffällig Daten an Strassenlaternen und Bäumen. Ergänzend wurden komplexere Instrumente an Mobilfunkantennen installiert und präzise Messungen auf einem Messturm durchgeführt. „Es gibt keine Diät ohne Waage“, erklärt Lukas Emmenegger von der Empa, und betont die Bedeutung zuverlässiger Daten.

    Von der Messung zur Modellierung
    Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die punktuellen Messungen in präzise Modelle zu übersetzen. Diese zeigen nicht nur, wo CO₂ entsteht, sondern berücksichtigen auch Faktoren wie Wetter und natürliche Kreisläufe. Die Empa entwickelt dafür zwei Modelle, ein Stadtmodell, das Emissionen kilometerweise aufschlüsselt und ein Hochauflösungsmodell, das sogar Emissionen einzelner Gebäude sichtbar macht.

    Die Ergebnisse sind vielversprechend: Während der Energiekrise im Winter 2022/23 konnten die Forschenden eine deutliche Reduktion der Emissionen messen und modellieren. „Unsere Modelle funktionieren“, bestätigt Dominik Brunner, Experte für CO₂-Modellierung bei der Empa.

    Ein Kochbuch für die Klimazukunft
    Das Projekt „ICOS Cities“ läuft bis 2025. Ziel ist es, eine Art „Kochbuch“ zu entwickeln, ein Leitfaden, wie Städte ihre Emissionen messen, analysieren und reduzieren können. Zürichs Rolle als engagierte Partnerstadt macht die Stadt zu einem Vorreiter. „Wir hoffen, dass unsere Erkenntnisse Zürich helfen, seine Klimaziele zu erreichen“, so Emmenegger.

    Mit diesem Wissen könnte Zürich nicht nur eigene Fortschritte beschleunigen, sondern auch als Modell für andere Städte in Europa dienen.

  • Optische Anpassung der Photovoltaik überzeugt

    Optische Anpassung der Photovoltaik überzeugt

    Die soziale Akzeptanz von Photovoltaik-Anlagen (PV) an Gebäuden hängt wesentlich von ihrer visuellen Gestaltung ab. Zu diesem Schluss kommen das Institut für Psychologie der Universität Freiburg und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in einer umfassenden Studie. Während PV an modernen Gebäuden bereits positiv wahrgenommen wird, stellt die Integration an historischen Bauten eine grössere Herausforderung dar. Eine farbliche Anpassung der Module an die Gebäudestruktur schafft hier Abhilfe.

    Angela Zhou, Hauptautorin der Studie, erklärt: „Der optische Eindruck wiegt schwerer als persönliche Werte oder politische Einstellungen. Eine homogene Integration von PV-Modulen kann die Akzeptanz erheblich steigern, besonders bei historischen Gebäuden.“

    Farbliche Anpassung durch innovative Technologien
    Im Rahmen der Studie wurde sowohl online anhand von Fotos als auch in Präsenz mit realen Ansichtsexemplaren geforscht. Hierbei kam die MorphoColor®-Technologie zum Einsatz, die PV-Module in unterschiedlichen Farben ermöglicht. Besonders interessant: Bei einer nahezu unsichtbaren Integration von Photovoltaik waren keine Unterschiede in der Akzeptanz zwischen modernen und historischen Gebäuden mehr feststellbar.

    Andreas Wessels, Co-Autor der Studie, betont: „Für Bestandsbauten ist es entscheidend, PV-Module auszuwählen, die sich optisch ins Gesamtbild einfügen, statt sie als architektonische Akzente zu nutzen.“ Damit eröffnet sich für Architekten und Planer die Möglichkeit, Solarenergie effizienter und ästhetisch ansprechender in bestehende Gebäude zu integrieren.

    Das Potenzial von Photovoltaik an Gebäuden
    Bereits heute befinden sich 75 Prozent der installierten PV-Anlagen an Gebäuden – Tendenz steigend. Um die Energiewende bis 2045 zu erreichen, sind in Deutschland rund 400 Gigawatt Peak an installierter Leistung erforderlich. Das technische Potenzial von 1000 Gigawatt Peak zeigt, wie gross der Beitrag von gebäudeintegrierter Photovoltaik zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors sein kann – und das ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.

    Weichenstellung für die Zukunft
    Die Ergebnisse der Studie machen deutlich: Eine breite Palette an farblich angepassten PV-Modulen ist notwendig, um verschiedene Gebäudetypen – vom Neubau bis zum historischen Bestand – optimal zu bedienen. Mit innovativen Lösungen für die visuelle Integration kann Photovoltaik nicht nur den Energiebedarf decken, sondern auch die Akzeptanz in der Bevölkerung langfristig sichern.

    Die Kombination von Ästhetik und Funktionalität ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration von Photovoltaik. Farbanpassungen und innovative Technologien bieten enormes Potenzial, um Gebäude als Energiequelle der Zukunft zu etablieren und gleichzeitig den architektonischen Charakter zu bewahren.

  • Weichen für die Zukunft in Teilrevision 2024

    Weichen für die Zukunft in Teilrevision 2024

    Um den aktuellen Entwicklungen gerecht zu werden, wird der kantonale Richtplan regelmässig überprüft und angepasst. Die Teilrevision 2024 enthält wichtige Anpassungen in den Kapiteln „Ver- und Entsorgung“, „Landschaft“ und „Siedlung“. So wird unter anderem der Standort für das geologische Tiefenlager informativ eingetragen, während Massnahmen zur Begrenzung von Lichtemissionen und zum Hochwasserschutz ergänzt werden.

    Neue Deponiestandorte für langfristige Entsorgungssicherheit
    Ein zentraler Punkt der Revision ist die Eintragung von 20 neuen Deponiestandorten sowie die Erweiterung von drei bestehenden Deponien. Gleichzeitig werden zwei bisherige Standorte gestrichen. Ziel ist es, die Entsorgungssicherheit für die nächsten 40 Jahre sicherzustellen. Da nicht jeder eingetragene Standort auch realisiert wird, erfolgt eine vorsorgliche Planung mit mehr Optionen, als derzeit benötigt werden.

    Um den Transportverkehr zu reduzieren, soll in jeder Planungsregion mindestens eine Deponie Typ B betrieben werden. Für die Typen C/D/E werden zusätzlich zwei bis fünf Deponien im gesamten Kanton vorgesehen. Besondere Vorgaben sorgen dafür, dass Standorte in räumlicher Nähe gezielt gesteuert und zeitlich abgestimmt in Betrieb genommen werden.

    Öffentliche Auflage und Vernehmlassung
    Die Teilrevision des Richtplans liegt vom 6. Dezember 2024 bis 14. März 2025 öffentlich auf. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können schriftlich Stellung nehmen. Parallel dazu erfolgt die Anhörung der Planungsregionen und Gemeinden. Ein Erläuterungsbericht fasst die Rückmeldungen zusammen, bevor der Regierungsrat die überarbeitete Vorlage an den Kantonsrat zur Beratung übergibt.

    Gleichzeitige Gesetzesanpassungen
    Parallel zur Richtplan-Teilrevision erfolgt die Vernehmlassung zu einer Revision des Planungs- und Baugesetzes mit dem Schwerpunkt „Raumentwicklung und Nacht“. Auch die Vermeidung von Lichtemissionen sowie die Regelung von Solaranlagen in geschützten Ortsbildern sind Teil dieser Konsultationen. Die koordinierte Umsetzung dieser Vorlagen stellt sicher, dass die Massnahmen zielgerichtet und zukunftsorientiert gestaltet werden.

    Mit der Teilrevision des kantonalen Richtplans 2024 setzt der Kanton wichtige Akzente für eine nachhaltige Raum- und Umweltentwicklung. Die Beteiligung von Bürgern und Gemeinden stellt sicher, dass die Anpassungen breit abgestützt und transparent umgesetzt werden.

  • Strategie für nachhaltige Immobilienportfolios

    Strategie für nachhaltige Immobilienportfolios

    Die regulatorischen Anforderungen an den Immobiliensektor steigen rasant. EU-Gebäuderichtlinien, die Corporate Sustainability Reporting Directive und nationale Gesetze wie das Gebäudeenergiegesetz in der EU erhöhen den Druck auf Immobilienbesitzer. „Die Transformation hin zu nachhaltigen Portfolios ist keine Option mehr, sondern ein Muss“, erklärt Benjamin Klisa, stellvertretender Leiter der DVFA-Kommission Immobilien. Ineffiziente Gebäude riskieren Wertverluste und sinkende Vermietbarkeit, der sogenannte „Brown Discount“ wird zur realen Gefahr.

    Energetische Modernisierungsfahrpläne als Schlüsselstrategie
    Im Zentrum des DVFA-Leitfadens stehen energetische Modernisierungsfahrpläne. Diese bieten Immobilienunternehmen ein strategisches Instrument, um den Energieverbrauch und CO₂-Ausstoss ihrer Bestände gezielt zu reduzieren. Der Leitfaden schlägt einen klaren, vierstufigen Ansatz vor.

    1. Status-quo-Analyse: Identifikation energetischer Schwachstellen und Ermittlung der CO₂-Bilanz.
    2. Strategische Planung: Massnahmenplanung unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Unternehmensziele.
    3. Fahrplanerstellung: Priorisierung nach Kosten-Nutzen-Verhältnissen und Modellierung künftiger Energiepreise.
    4. Umsetzung und Monitoring: Effiziente Realisierung mit flexibler Anpassung an neue technologische oder wirtschaftliche Bedingungen.

    Patrick Hanssmann von der DVFA betont die notwendige Flexibilität: „Modernisierungsfahrpläne müssen lebendig sein und sich stetig an veränderte Rahmenbedingungen anpassen.“

    Chancen durch regulatorische Vorgaben
    Trotz der Herausforderungen eröffnet die Transformation auch wirtschaftliche Chancen. Nachhaltige Gebäude etablieren neue Marktstandards, reduzieren Betriebskosten und sichern langfristige Wertstabilität. Zudem profitieren Immobilienunternehmen von Förderprogrammen und der steigenden Nachfrage nach energieeffizienten Objekten.

    Praktische Lösungen für unterschiedliche Portfolios
    Der Leitfaden richtet sich sowohl an institutionelle Investoren als auch an private Eigentümer. Für Grossportfolios stehen digitale Lösungen wie KI-gestützte Software im Fokus, während individuelle Sanierungsfahrpläne Eigentümern von Mehrfamilienhäusern konkrete Handlungsschritte bieten.

    Der Leitfaden der DVFA-Kommission Immobilien verdeutlicht, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen. Unternehmen, die auf Modernisierungsfahrpläne setzen, minimieren Risiken, erhöhen ihre Rentabilität und positionieren sich als Vorreiter einer nachhaltigen Immobilienwirtschaft. „Der richtige Ansatz macht die Transformation zur Chance für langfristigen Erfolg“, resümieren Klisa und Hanssmann.

  • EPFL-Campus Freiburg wächst

    EPFL-Campus Freiburg wächst

    Die ETH Lausanne (EPFL) und der Kanton Freiburg intensivieren ihre Zusammenarbeit, um den EPFL-Campus Freiburg zu einem führenden Zentrum für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Bis 2030 werden schrittweise sechs neue Lehrstühle eingerichtet, wodurch der Campus insgesamt zehn Lehrstühle umfassen wird. Das Wachstum stärkt die Forschung in den Bereichen gebaute Umwelt, Energie und Klima und schafft neue Impulse für die Freiburger Wirtschaft.

    Das Herzstück dieser Entwicklung bildet das CWSC, ein internationales Zentrum, das in Lausanne und Freiburg aktiv ist. Ziel des CWSC ist es, durch Forschung, Bildung und Technologietransfer innovative Lösungen für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Damit trägt es zur globalen Wende hin zu einer umweltfreundlichen und ressourceneffizienten Bauweise bei.

    Innovatives Smart Living Lab als Zentrum
    Die neuen Lehrstühle werden im zukunftsweisenden Experimentalgebäude des SLL untergebracht. Der Bau des SLL-Gebäudes beginnt im ersten Quartal 2025 auf dem Bluefactory-Gelände, die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Das Gebäude setzt neue Massstäb. Es dient als Pionierprojekt für Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus.

    Dank seiner experimentellen Eigenschaften und der digitalen Zwillingstechnologie wird das SLL zu einem multidisziplinären Labor. Forschenden der ETH Lausanne, der HTA Freiburg und der Universität Freiburg stehen hier modernste Möglichkeiten zur Verfügung, um neue Technologien unter realen Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.

    Impulse für die Freiburger Wirtschaft
    Mit der Stärkung des EPFL-Campus und des CWSC leistet der Kanton Freiburg einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung. Gleichzeitig profitiert die Freiburger Wirtschaft, insbesondere der Bausektor, von diesem Technologietransfer. Unternehmen erhalten Zugang zu innovativen Technologien und Lösungen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Geschäftsfelder erschliessen.

    Ein starkes Netzwerk für die Zukunft
    Die Initiative baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der ETH Lausanne, der Hochschule für Technik und Architektur und der Universität Freiburg auf. Diese Partnerschaft stärkt die regionale Innovationskraft und fördert die Entwicklung von nachhaltigen Bauweisen, die sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen Anforderungen gerecht werden.

    Die Expansion des EPFL-Campus Freiburg und die Gründung des CWSC setzen starke Impulse für Forschung, Innovation und die Wirtschaft. Freiburg wird damit zu einem zentralen Standort für nachhaltiges Bauen und einer Vorreiterregion im Kampf gegen den Klimawandel.

  • Biowasserstoff aus Holzabfällen

    Biowasserstoff aus Holzabfällen

    Holzabfälle, die bisher meist verbrannt oder kostenintensiv entsorgt werden mussten, werden zur wertvollen Ressource. Im Verbundprojekt H2Wood-BlackForest erforschen Fraunhofer-Forschende gemeinsam mit Partnern neue Verfahren zur Produktion von Biowasserstoff aus Rest- und Altholz. Der biotechnologische Ansatz nutzt wasserstoffproduzierende Bakterien und Mikroalgen, um das volle Potenzial der Holzabfälle auszuschöpfen.

    Ziel des Projekts ist die nachhaltige Energiegewinnung und die Reduktion von CO₂-Emissionen. Dabei spielt die Trennung von Holz in seine Bestandteile eine zentrale Rolle. Cellulose wird zu Zucker umgewandelt, der als Substrat für Bakterien dient. Der Prozess generiert Wasserstoff sowie CO₂, das in einem weiteren Schritt zur Produktion von Mikroalgen verwendet wird. Diese Algen erzeugen wiederum Pigmente, Stärke und Wasserstoff.

    Pilotanlage startet 2025
    Der Prozess ist modular aufgebaut und kombiniert innovative Technologien wie die Vorbehandlung von Holzabfällen mittels Trennung der Holzfasern von Lignin und Schadstoffen. Die Fermentation, indem Bakterien Zucker in Wasserstoff und CO₂ umwandeln und die Mikroalgenproduktion, in der CO₂ als Nahrung für Algen dient, die Pigmente und Biomasse erzeugen. „Durch die Nutzung von Holzabfällen schaffen wir einen geschlossenen, nachhaltigen Kreislauf“, erklärt Dr. Ursula Schliessmann, stellvertretende Institutsleiterin am Fraunhofer IGB. Die modulare Pilotanlage, die 2025 am Campus Schwarzwald in Betrieb gehen soll, bietet ideale Voraussetzungen, um neue Technologien zu erproben und weiterzuentwickeln.

    Wasserstoff-Roadmap für die Region Schwarzwald
    Parallel zum Forschungsprojekt analysieren die Partner das Wasserstoffpotenzial in der Region Schwarzwald. Die erarbeitete Wasserstoff-Roadmap zeigt, wie der regionale Bedarf an grünem Wasserstoff in den Bereichen Industrie, Verkehr sowie Gebäuden gedeckt werden kann. Sie formuliert klare Handlungsempfehlungen: Der Ausbau der regionalen Wasserstoffinfrastruktur, die gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung sowie die Stärkung der Sektorkopplung sollen die Integration des Wasserstoffs in die Energiewende beschleunigen.

    „Die Region Schwarzwald verfügt über erhebliches Potenzial zur Wasserstoffproduktion“, erklärt Vladimir Jelschow vom Fraunhofer IPA. Dieses Potenzial könne jedoch nur durch technologische Weiterentwicklung und den gezielten Ausbau der Infrastruktur voll ausgeschöpft werden.

    Ein Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft
    Das Projekt H2Wood zeigt eindrucksvoll, wie innovative Verfahren die Ressource Holzabfall nachhaltig nutzbar machen. Die Produktion von Biowasserstoff stellt nicht nur eine Alternative zur Verbrennung dar, sondern treibt die Energiewende aktiv voran. Die modulare Pilotanlage und die Wasserstoff-Roadmap sind wichtige Bausteine für eine grüne, regionale Wasserstoffwirtschaft im Schwarzwald.

  • Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Swissolar sieht für Solaranlagen bis 2035 Potenzial für einen Anteil von 80 Prozent am landesweiten Stromausbau. Der jährliche Solarstromertrag könnte laut dem jetzt veröffentlichten ersten Solarmonitor Schweiz mehr als 28 Terawattstunden erreichen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, liegen mit dem nun veröffentlichten Solarmonitor Schweiz erstmals aktuelle Zahlen und Fakten zur künftigen Entwicklung des Solarmarkts vor. Darin enthalten seien Prognosen für den Photovoltaikausbau bis ins Jahr 2035.

    Für das laufende Jahr trage Sonnenenergie mit 11 Prozent zur Stromerzeugung bei und sei „damit auf bestem Weg, neben der Wasserkraft die zweite tragende Säule der Schweizer Stromversorgung zu werden“. Voraussetzung seien „deutlich verbesserte Ausführungsbestimmungen“, heisst es. Das neue Stromgesetz habe zu Verunsicherungen geführt, was sich bremsend auf das Marktwachstum in den nächsten zwei Jahren auswirke. Danach sei mit neuen Wachstumsschüben zu rechnen.

    Der Solarmonitor gibt erstmals auch einen Überblick zu Branchenumsatz und Fachkräftesituation. Im laufenden Jahr erwirtschaftet die Branche demnach voraussichtlich 3,7 Milliarden Franken, in zehn Jahren könnten es 6 Milliarden sein. Im Rahmen einer Befragung ermittelte Swissolar Zahlen zur Personalsituation. Aktuell seien 11’000 Vollzeitäquivalente in der Solarbranche tätig. Um die Ausbauziele gemäss Stromgesetz zu erreichen, werden 19’000 Vollzeitbeschäftigte benötigt.

    Der Solarmonitor soll künftig jährlich in einer aktualisierten Version veröffentlicht werden.

  • Skalierungslösungen für innovative Zellprodukte

    Skalierungslösungen für innovative Zellprodukte

    (CONNECTMigros, Givaudan und Bühler Group haben am 3. Dezember den The Cultured Hub im zu Lindau gehörenden Kemptthal eröffnet. Der Skalierungs- und Wachstumsservice für die Entwicklung nachhaltiger Lebensmittel und anderer Zellprodukte stellt interessierten Unternehmen moderne Produktentwicklungslabore, Kapazitäten und Ausrüstung für Zellkultur sowie ein Partnernetzwerk zur Verfügung, informieren die Gründer des Hub in einer Mitteilung. „Die Eröffnung von The Cultured Hub ist ein entscheidender Moment für die weltweiten Anstrengungen für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion“, wird Yannick Gächter, CEO von The Cultured Hub, dort zitiert.

    Im Hub können bis zu drei Unternehmen gleichzeitig an vollständig getrennten Anlagen arbeiten. Die hochmoderne Bioanlage ermöglicht Pilotprojekte mit bis zu 1000-Liter Produktionsumfang. „The Cultured Hub soll den Unternehmen dabei helfen, die Lücke bei der Skalierung zu schliessen, sodass sie Eigenkapital behalten, geistiges Eigentum schützen und ihre Markteinführung ohne hohe Kapitalinvestitionen beschleunigen können“, erläutert Ian Roberts, Chief Technology Officer der Bühler Group. Für Matthew Robin, CEO der Elsa Group bei Migros-Genossenschafts-Bund, steht der Hub „für einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie wir die Lebensmittelproduktion angehen“.

  • Revolutionäre Technologie für die Computerwelt

    Revolutionäre Technologie für die Computerwelt

    Die steigende Komplexität neuronaler Netze stellt klassische Computertechnologien vor enorme Herausforderungen. Elektronische Hardware kommt zunehmend an ihre Grenzen. Hier setzt die revolutionäre Entwicklung des MIT an. Ein photonischer Prozessor, der Licht statt Elektronen für Berechnungen nutzt und eine neue Ära der Hochgeschwindigkeitsverarbeitung einläutet.

    Im Kern des Systems steht ein vollständig integriertes optisches neuronales Netz, das lineare und nichtlineare Operationen kombiniert. Während lineare Berechnungen durch lichtbasierte Matrixmultiplikationen erfolgen, überwindet die neue Technologie die bisherige Hürde nichtlinearer Operationen. Gelöst wurde dies durch spezielle nichtlineare optische Funktionseinheiten, die Optik und Elektronik effizient verknüpfen.

    Geschwindigkeit und Effizienz im Nanosekundenbereich
    Der photonische Prozessor verarbeitet Klassifizierungsaufgaben in weniger als einer halben Nanosekunde. Eine Geschwindigkeit, die neue Massstäbe setzt. Die Technologie reduziert Latenzzeiten erheblich und arbeitet dabei extrem energieeffizient. Erst bei der finalen Ausgabe werden die optischen Signale in elektrische Ströme umgewandelt. Die Kombination ermöglicht beeindruckende Genauigkeitswerte von über 96 Prozent beim Training und mehr als 92 Prozent bei der Inferenz.

    Skalierbare Integration für die Praxis
    Ein entscheidender Vorteil der photonischen Chips liegt in ihrer Skalierbarkeit. Sie können durch kommerzielle Fertigungsprozesse in bestehende Systeme integriert werden. Damit eröffnet das MIT nicht nur neue Perspektiven für KI-Anwendungen, sondern auch für energieintensive Bereiche wie Big Data und Rechenzentren. Die photonischen KI-Chips des MIT markieren einen technologischen Durchbruch in der Computerwelt. Mit Licht als Rechenmedium werden ultraschnelle, energieeffiziente und skalierbare KI-Berechnungen möglich – ein Schritt in eine neue Zukunft der Datenverarbeitung.

  • Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz steht im internationalen Vergleich gut da. Die Kohlenstoffintensität ist die niedrigste aller OECD-Länder und die Stromerzeugung ist bereits weitgehend CO₂-frei. Zwischen 1990 und 2022 konnten die Emissionen um 24 % gesenkt werden. Ein beachtlicher Erfolg bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wirtschaftskraft. Diese starke Ausgangsposition bietet der Schweiz die Chance, in grünen Technologien wie Kohlenstoffabscheidung oder kohlenstoffarmem Zement eine führende Rolle einzunehmen.

    Erneuerbare Energien und Energiespeicherung als Schlüssel
    Um die Dekarbonisierung fortzusetzen, muss die Stromerzeugungskapazität von aktuell 27 Gigawatt auf über 60 GW bis 2050 gesteigert werden. Dies ist besonders herausfordernd, da bis 2034 die vier verbleibenden Kernreaktoren abgeschaltet werden. Ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien sowie innovative Lösungen für die Saisonabhängigkeit von Angebot und Nachfrage sind erforderlich. Auch die Erhöhung der Energiespeicherkapazitäten und ein effizientes Nachfragemanagement spielen dabei eine zentrale Rolle.

    Michael Baldinger, Chief Sustainability Officer bei UBS, erklärt: „Für Sektoren, die ihre Emissionen nicht vollständig eliminieren können, sind Technologien zur Kohlenstoffabscheidung entscheidend. Dies stellt die Schweiz vor technologische, logistische und finanzielle Herausforderungen, eröffnet aber zugleich Chancen in grünen Märkten.“

    Regulatorische Veränderungen als Weichensteller
    Die gesetzliche Grundlage für den Übergang wird durch bedeutende regulatorische Veränderungen im Jahr 2025 definiert. Dazu zählen das Elektrizitätsgesetz, das CO₂-Gesetz sowie das Klima- und Innovationsgesetz. Die Anpassung an EU-Vorgaben erhöht zudem die Zahl der berichtspflichtigen Schweizer Unternehmen von 300 auf 3’500. Diese Veränderungen erfordern gezielte Investitionen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Finanzsektor.

    Finanzsektor als Schlüsselakteur
    Nach Schätzungen der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBA) sind jährlich 13 Milliarden CHF erforderlich, um Netto-Null zu erreichen. Der Schweizer Finanzsektor spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Er bietet Finanzierungsmöglichkeiten wie Bankdarlehen, Anleihen und Blended Finance-Lösungen, die den Markteintritt neuer Technologien unterstützen. Zudem kann er Unternehmen bei der Transformation beraten und als Bindeglied zwischen Investoren und Unternehmen fungieren.

  • Mit Holz und Lehm in die Zukunft

    Mit Holz und Lehm in die Zukunft

    Holz und Lehm, zwei bewährte Baustoffe, stehen im Mittelpunkt des „Think Earth – Regeneratives Bauen“ Projekts. Unter der Leitung der ETH Zürich und in Zusammenarbeit mit der Empa sowie weiteren Hochschulen und Industriepartnern werden moderne Bautechniken entwickelt, die die Umweltbelastung im Bauwesen reduzieren. Während Holz für Tragfähigkeit und Steifigkeit sorgt, bringt Lehm zusätzliche Masse, die zur Wärmeregulierung, Brandsicherheit und Schwingungsdämpfung beiträgt.

    Wiederverwendbare Holzverbindungen stärken die Kreislaufwirtschaft
    Um Holz nachhaltig zu nutzen, muss die Wiederverwendbarkeit erhöht werden. Derzeit liegt sie bei nur 10 Prozent. Das Projekt zielt darauf ab, diesen Wert auf 90 Prozent zu steigern, indem effiziente, flexible Holzverbindungen entwickelt werden. Forschende der Empa und ETH Zürich arbeiten an Methoden zur einfachen Demontage von Holztragwerken und entwickeln digitale Werkzeuge, die die Wiederverwendung von Holzbauteilen fördern.

    Rissfreie Lehmbauweisen durch grüne Zusatzstoffe
    Lehm ist nahezu unbegrenzt verfügbar und hat eine hervorragende CO₂-Bilanz. Ein häufiges Problem stellt jedoch das Schwinden beim Trocknen dar, wodurch Risse entstehen. Forschende der Empa und ETH Zürich untersuchen biobasierte und biologisch abbaubare Zusatzstoffe, die das Schwinden verhindern, ohne die Rezyklierbarkeit zu beeinträchtigen. Diese innovativen Zusatzstoffe werden in Zusammenarbeit mit BASF Schweiz AG und Eberhard Bau AG grosstechnisch getestet, um den Einsatz von Lehm im Hochbau zu ermöglichen.

  • Partners Group übernimmt Empira Group

    Partners Group übernimmt Empira Group

    Mit der Übernahme verstärkt die Partners Group ihre Position als globaler Immobilieninvestor. Die 2014 gegründete Empira Group verfügt über ein Portfolio im Wohnsektor mit einem Bruttoentwicklungswert von rund 14 Milliarden Euro. Ihre Kompetenzen reichen von Projektentwicklung und Fondsmanagement bis hin zu nachhaltigen Investitionsstrategien, die auf Dekarbonisierung und erschwinglichen Wohnraum abzielen. Nach Abschluss der Transaktion wird Empira unter ihrer Marke als paneuropäische Plattform innerhalb der Partners Group agieren.

    Fokus auf transformative Investitionen
    Die Übernahme erfolgt in einer entscheidenden Phase der Immobilienbranche, die sich zunehmend auf operative Exzellenz und transformatives Investieren konzentriert. Partners Group setzt mit dieser Akquisition ihre Strategie fort, ihre vertikale Tiefe in Schlüsselbereichen wie Wohnen und Logistik auszubauen. Ziel ist es, innovative Lösungen für die steigende Nachfrage nach nachhaltigen und erschwinglichen Mietwohnungen zu bieten.

    Gemeinsam für eine neue Ära
    Die Partnerschaft verbindet die Expertise mit der globalen Plattform der Partners Group. Karim Habra, Global Co-Head Real Estate bei Partners Group, betont: „Die operativen Fähigkeiten ermöglichen es uns, über traditionelle Ansätze hinauszugehen und eine neue Ära der Asset-Transformation einzuläuten.“ Lahcen Knapp, Gründer der Empira Group, fügt hinzu: „Unsere gemeinsame Vision wird uns befähigen, Wohnimmobilien für eine neue Ära effizient zu entwickeln und zu managen.“

    Branchenspezifische Synergien
    Mit der Akquisition baut die Gruppe auf ihren jüngsten strategischen Investitionen in Unternehmen wie Trinity Investments und Citivale auf. Ihr Immobilienportfolio umfasst nun einen Bruttoinventarwert von 43 Milliarden USD, unterstützt durch verwaltete Vermögen in Höhe von 15,9 Milliarden USD.

  • Globaler Wettbewerb für nachhaltiges Design gestartet

    Globaler Wettbewerb für nachhaltiges Design gestartet

    Seit dem 1. Oktober 2024 können Projekte für den Holcim Stiftungspreis 2025 eingereicht werden. Dieser Wettbewerb zeichnet nachhaltige Designprojekte aus, die sich in der späten Planungsphase oder bereits im Bau befinden. Eine Voraussetzung: Der Bau darf vor dem 11. Februar 2025 nicht abgeschlossen sein. Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 1 Million USD zur Verfügung, die auf 20 Gewinnerprojekte weltweit aufgeteilt werden.

    Bewertungskriterien und Regionen
    Die Einreichungen werden von renommierten Fachjurys bewertet, die aus Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern bestehen. Bewertet werden die Projekte anhand der vier Hauptziele der Holcim Foundation für nachhaltige Bauweise: lebenswerte Orte schaffen, den Planeten schützen, Gemeinschaften fördern und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sicherstellen. Die Jurys agieren in fünf Regionen: Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Naher Osten & Afrika sowie Nordamerika. Führende Persönlichkeiten wie Sou Fujimoto (Asien-Pazifik) und Jeanne Gang (Nordamerika) leiten die Jurys.

    Preisvergabe und Anerkennung
    Pro Region werden vier Projekte mit jeweils 40.000 USD ausgezeichnet, wobei ein Projekt zusätzlich eine Sonderprämie von 40.000 USD erhält. Die Gewinner werden zur Preisverleihung am 20. November 2025 in Venedig eingeladen, wobei Reisekosten von der Holcim Foundation übernommen werden.

    Jetzt teilnehmen!
    Die Teilnahme ist kostenfrei und die Einreichungsfrist läuft bis zum 11. Februar 2025. Detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Einreichung finden Sie auf der offiziellen Website – awards.holcimfoundation.org. Nutzen Sie diese Chance, ein Teil des Wandels zu werden und nachhaltige Projekte zu fördern!

  • Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Die Hochschule Luzern und ihr Industriepartner Matica haben eine Technologie entwickelt, mit der überschüssiger Solarstrom im Sommer in einem thermochemischen Verfahren verlustfrei gespeichert und im Winter zum Heizen genutzt werden kann. Eine erste Pilotanlage ist nun bei der Tierkörpersammelstelle (TKS) in Frauenfeld in Betrieb gegangen, informiert Matica in einer Mitteilung. Das Unternehmen aus Wagenhausen ist auf den Bau von Spezialbehältern wie Wassererwärmer sowie Wärme- und Kältespeicher spezialisiert.

    Die SeasON-Demonstrationsanlage in Frauenfeld nutzt Natronlauge als Speicher. Die Lauge wird im Sommer über den überschüssigen Strom der Solaranlage der TKS konzentriert, das abgeschiedene Wasser in separaten Tanks bei Raumtemperatur gelagert. Im Winter wird die konzentrierte Lauge wieder mit dem abgeschiedenen Wasser verdünnt. Dieses wird dabei mit Niedertemperaturwärme aus einer Wärmepumpe verdampft. Sowohl diese Verdampfungsenergie als auch die bei Verdünnung der Lauge aus deren exothermer Reaktion entstehende Wärme kann zum Heizen genutzt werden. Der Speicherwirkungsgrad der Anlage wird in der Mitteilung auf bis zu 95 Prozent beziffert.

    „SeasON löst gleich mehrere Herausforderungen der Energiewende und fördert nachhaltig effizientes Energiemanagement“, wird Benjamin Fumey von der Hochschule Luzern in der Mitteilung zitiert. „In der Entwicklung von SeasON haben wir uns gegenseitig bedingt und gleichzeitig eine Win-Win-Situation zwischen Forschung und Praxis geschaffen“, meint Matica-CEO Marc Lüthi. Eine zweite Demonstrationsanlage wird derzeit in der neuen Zustellstelle der Post in Kaltenbach TG installiert.

  • Neue Generation des Gateways für effizientes Energiemanagement

    Neue Generation des Gateways für effizientes Energiemanagement

    Solar Manager hat eine neue Version seines Gateways für Solarstrom auf den Markt gebracht. Wie es in einer Mitteilung des in Muri und im deutschen Isernhagen ansässigen Spezialisten für Energiemanagement heisst, ist Solar Manager Connect 2 als Hutschienenversion leicht in bestehende Anlagen zu integrieren. Die Hardware kommt mit der ebenfalls neuen Solar Manager-Software auf den Markt. Der Gateway soll laut Firmenangaben mit über 500 Geräten unterschiedlicher Hersteller kompatibel sein.

    Connect 2 kann zur Steuerung eines Hausnetzwerkes (Home Energy Management System, HEMS) eingesetzt werden. Zu den Neuerungen zählen zwei integrierte Relaiseingänge zur Steuerung von Wallboxen und Wärmepumpen, zwei digitale Eingänge und ein analoger Ausgang sowie ein bereits im Vorgängermodell verbauter RS-485-Industriestandard zur Kommunikation mit Fremdgeräten. Des Weiteren ist ein integrierter EEBUS-Standard zur Kommunikation mit Netzbetreibern als Smart-Meter-Gateway eingebaut.

    „Unser Ziel war es, auch in zunehmend komplexen Energiesystemen die Installation so einfach wie möglich zu gestalten“, wird Andreas Kuhn, Gründer und CEO der Solar Manager AG, in der Mitteilung zitiert. „Das Feedback unserer Partner war entscheidend. Wir haben ihre Wünsche direkt in die Entwicklung des Solar Manager Connect 2 einfliessen lassen, damit Installateure auch weiterhin ihre Arbeit schnell und zuverlässig erledigen können.“

  • Erfolgreiche Finanzierung für intelligente Ladelösungen

    Erfolgreiche Finanzierung für intelligente Ladelösungen

    Die Sintio AG hat eine Seed-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen, informiert die 2020 gegründete Spezialistin für Ladelösungen in einem Beitrag auf LinkedIn. Dabei ist die Innovationsstiftung der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) als Lead-Investorin bei Sintio eingestiegen. „Die Stiftung hat bereits zahlreiche Technologie-Startups in der Schweiz erfolgreich begleitet und wir freuen uns, dass sie ihr Knowhow und ihr Netzwerk als verlässlicher Partner in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens einbringen wird“, schreibt das Jungunternehmen aus Freienbach im Beitrag.

    Sinito hat eine Software für den intelligenten Betrieb von Ladelösungen für E-Fahrzeuge entwickelt und 2022 an den Markt gebracht. „Die Sintio-Software ermöglicht die Messung, Steuerung und individuelle Abrechnung von Ladeenergie, was gerade für Liegenschaftsverwaltungen und Unternehmen mit Immobilienportfolios von grossem Nutzen ist“, schreibt die Innovationsstiftung der SZKB in einem eigenen Beitrag auf LinkedIn. Die Höhe der Investition der Stiftung und der insgesamt in der Finanzierungsrunde eingesammelten Mittel werden in den Beiträgen nicht kommuniziert.

  • Energieeinsparung durch KI

    Energieeinsparung durch KI

    Romande Energie stärkt seine Positionierung im Immobilienbereich. Der Waadtländer Energieversorger beteiligt sich laut einer Mitteilung an der yord GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg hat eine Anwendung entwickelt, mit welcher der Wärmeverbrauch in Gebäuden optimiert werden kann.

    Sensoren im gesamten Gebäude messen die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Helligkeit und die Luftqualität. Die Daten werden mit Künstlicher Intelligenz analysiert und dafür genutzt, die Wärmeversorgung an den tatsächlichen Bedarf der Nutzenden anzupassen. Die Lösung kann an alle bestehenden Heizungssysteme andocken. Die Optimierung des Wärmeverbrauchs erlaubt eine Energieeinsparung um bis zu 40 Prozent.

    Yord erwartet mit der Beteiligung von Romande Energie eine Beschleunigung seiner technischen und kommerziellen Entwicklung. „Als engagierter Akteur im Bereich Cleantech bildet Romande Energie einen strategischen Partner für unser Wachstum“, wird Sébastien Bron in der Mitteilung zitiert, CEO und einer der vier Mitgründer des 2021 gegründeten Unternehmens.

    Romande Energie will mit der Lösung von yord einen Mehrwert für die Kunden erzielen. „Der Ansatz von yord, den Energieverbrauch zu optimieren und dabei den Komfort zu erhalten oder sogar zu erhöhen, entspricht unserer Vision einer positiven Energiewende, bei welcher die Nutzenden im Mittelpunkt stehen“, wird Thibaud Weick zitiert, Leiter von RE Ventures, dem Beteiligungsarm von Romande Energie.

  • Fortschrittliche Logistiklösung: Eröffnung des neuen Zentrums in Möhlin

    Fortschrittliche Logistiklösung: Eröffnung des neuen Zentrums in Möhlin

    Die Rhenus Logistics AG wird im Januar  in Möhlin nach anderthalb Jahren Bauzeit ihr neues Schweizer Logistikzentrum eröffnen. Dieses soll laut einer Mitteilung auf einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern insgesamt 30‘000 Lagerplätze umfassen.

    Das Logistikzentrum wird von rund 80 Mitarbeitenden bedient, die mit 30 P40-Robotern des chinesischen Herstellers Geek+ und sieben RoboShuttles zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll eine Zeitersparnis von 70 Prozent ermöglichen. Das Gebäude wird auch über spezielle Lagerräume etwa für temperaturgeführte Güter und für die Aufbewahrung von Gefahrenstoffen verfügen.

    Die Stromversorgung wird über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sichergestellt. Diese soll 1 Million Kilowattstunden pro Jahr erzeugen.

    „Unser neues Logistikcenter in Möhlin zeigt eindrucksvoll, wie moderne Logistik aussieht: mehr Automatisierung und erhöhte Effizienz bei gleichzeitiger Förderung von Arbeitsplätzen, Nachhaltigkeitszielen und Qualitätsansprüchen“, wird Andreas Stöckli, CEO Rhenus Alpina und Mitglied des Vorstands der Rhenus Gruppe, in der Mitteilung zitiert.

    Die Rhenus Gruppe mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Holzwickede und Schweizer Sitz in Basel ist an 1320 Standorten in über 70 Ländern präsent und erzielt einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro pro Jahr.

  • Winterthur passt Bau- und Zonenordnung an

    Winterthur passt Bau- und Zonenordnung an

    Die IVHB verfolgt das Ziel, zentrale Baubegriffe und Messmethoden schweizweit zu vereinheitlichen. Obwohl der Kanton Zürich dem Konkordat nicht beigetreten ist, setzt er die Harmonisierung um – ein bedeutender Schritt zur Vereinfachung des Planungs- und Baurechts. Winterthur integriert diese Änderungen nun in die lokale Bau- und Zonenordnung.

    Wesentliche Änderungen in der Bau- und Zonenordnung
    Die Teilrevision der BZO umfasst zahlreiche Anpassungen, die zwingend im Zusammenhang mit den IVHB-Baubegriffen stehen. So wurden 24 Absätze der BZO wurden eins zu eins angepasst. In 15 Absätzen erfolgte eine Überprüfung und Anpassung der Massen. Neu wird beispielsweise die Gebäudehöhe anhand der Fassadenhöhe definiert, was die bisherige Praxis der Vollgeschosse ersetzt.

    Einführung der Grünflächenziffer
    Dieser neue Begriff ersetzt die Freiflächenziffer und definiert das Verhältnis zwischen Grün- und Grundstücksflächen. So sollen unversiegelte, bepflanzte Flächen gefördert und naturnahe Eigenschaften gewahrt werden.

    Auswirkungen auf Baugesuche und Verfahren
    Die neue Grünflächenziffer unterliegt bereits einer «negativen Vorwirkung». Das bedeutet, dass Baugesuche sowohl nach den bisherigen als auch den neuen Regelungen geprüft werden. Projekte, die sich noch in der Bewilligungsphase befinden, müssen beide Kriterien erfüllen.

    Keine Mehrwertabgabe erforderlich
    Da durch die Anpassungen keine Planungsvorteile entstehen, entfällt eine Ausgleichspflicht gemäss dem Gesetz über den Mehrwertausgleich.

    Öffentliche Auflage und Mitwirkung
    Die Planungsunterlagen zur BZO-Teilrevision liegen vom 27. November 2024 bis 27. Januar 2025 öffentlich auf. In dieser Frist können Einwendungen beim Amt für Städtebau eingereicht werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und ihre Anliegen vorzubringen.

    Mit der Umsetzung der IVHB-Baubegriffe zeigt Winterthur Weitsicht. Einheitliche Definitionen und nachhaltige Bauvorgaben stärken den rechtlichen Rahmen und schaffen eine zukunftsorientierte Grundlage für städtische Entwicklungen.

  • Zukunft für Münchens Innenstadt

    Zukunft für Münchens Innenstadt

    THE VERSE setzt neue Massstäbe in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Mit einem umfassenden Ansatz, der soziale, ökologische und ökonomische Aspekte integriert, wird das Quartier von Herzog & de Meuron und ACCUMULATA Real Estate Management transformiert. Ziel ist es, das ehemalige Postbank-Karree zu einem lebendigen, zukunftsorientierten Zentrum umzugestalten, das nicht nur künftigen Mietern, sondern auch Anwohnern und Passanten Mehrwert bietet.

    Grünfläche als grüne Lunge
    Das Herzstück der Planung ist eine 2’700 Quadratmeter grosse Grünfläche im Inneren des Quartiers. Diese parkähnliche Oase wird nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch Raum für Erholung und Begegnung schaffen. Klar strukturierte Passagen verbinden die Grünanlage mit den umliegenden Strassen und machen das Areal zugänglich und einladend.

    Innovation auf den Dächern
    Die Dachlandschaft von THE VERSE bietet weit mehr als nur Energieeffizienz. Neben Photovoltaik-Anlagen entstehen vielseitige Nutzungsbereiche wie Sportfelder, Terrassen und eine Laufbahn. Diese Flächen fördern die Nutzung durch Mitarbeitende und sorgen für einen einzigartigen Ausblick über München. Das Konzept integriert Technik nahtlos in das Design und trägt zur LEED-Platin-Zertifizierung bei.

    Vielfalt und urbane Dynamik
    Im Erdgeschoss entsteht eine Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie und Sportangeboten. Diese Vielfalt belebt das Quartier und unterstützt die lokale Wirtschaft. Durch die reduzierte Arkadentiefe entlang der Paul-Heyse-Strasse entstehen attraktive Flächen, die Anwohner und Besucher gleichermassen anziehen.

    Mobilität und Ressourcen im Fokus
    THE VERSE kombiniert ein modernes Mobilitätskonzept mit ressourcenschonenden Bauweisen. 900 Fahrradstellplätze mit Duschen und eine optimale ÖPNV-Anbindung fördern nachhaltige Mobilität. Gleichzeitig reduziert der Teilerhalt des Rohbaus die Umweltbelastung durch weniger Abbrucharbeiten und graue Energie.

    Ein Hotspot für Arbeit und Begegnung
    Mit einer Conference Area für bis zu 600 Personen, modernen Co-Working-Bereichen und einem Auditorium wird THE VERSE zum Treffpunkt für Unternehmen und Fachkräfte. Die hochwertige digitale Infrastruktur und die flexible Gebäudetechnik erfüllen die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen. THE VERSE zeigt, wie nachhaltige Verdichtung urbane Lebensqualität steigern kann. Das Projekt integriert moderne Architektur, grüne Energie und soziale Vielfalt und macht das Münchner Bahnhofsviertel zu einem Vorreiter der Stadtentwicklung.

  • So bringt man Holz zum Leuchten

    So bringt man Holz zum Leuchten

    Die Empa-Forschenden in St. Gallen haben es geschafft, Holz mit neuen Eigenschaften auszustatten. Ihr neuester Durchbruch – leuchtendes Holz. Dieses Material entsteht durch die Behandlung von Holzproben mit dem Hallimasch-Pilz, der durch den Naturstoff Luciferin ein grünes Licht abstrahlt.

    Vom natürlichen Phänomen zum Laborerfolg
    Leuchtendes Holz ist kein neues Phänomen, bereits Aristoteles beschrieb vor über 2400 Jahren das grüne Strahlen von Holz. Doch die Biotechnologie hat nun erstmals geschafft, diesen Prozess im Labor unter kontrollierten Bedingungen nachzubilden. Durch den Abbau von Lignin bleibt die Zugfestigkeit des Holzes erhalten, während die Pilzfäden das Leuchten erzeugen.

    Nachhaltigkeit und Kreativität in perfekter Symbiose
    Dieses Biohybrid-Material eröffnet neue Möglichkeiten. Neben technischen Anwendungen könnten auch Möbel, Schmuck oder andere Designelemente mit dem leuchtenden Holz realisiert werden. Gleichzeitig trägt diese innovative Nutzung von Laubholz zu einer nachhaltigen Kaskadennutzung bei und reduziert die energetische Verwertung des Holzes.

    Optimierung der Leuchtkraft
    Nach dreimonatiger Inkubation entfaltet das leuchtende Holz seine maximale Helligkeit. Der Prozess, der unter feuchten Bedingungen abläuft, hält derzeit rund zehn Tage an. Forschende arbeiten daran, die Leuchtkraft und Dauer weiter zu verbessern, um das Material künftig noch vielseitiger einsetzbar zu machen.

    Eine zukunftsweisende Lösung
    Das leuchtende Holz zeigt, wie sich natürliche Ressourcen durch innovative Technologien in neue, nachhaltige Anwendungen verwandeln lassen. Die Symbiose von Holz und Pilz ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Forschung zur Lösung ökologischer und wirtschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

  • Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Stadtpräsident André Wicki eröffnete die Veranstaltung mit einem inspirierenden Blick auf die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Zug. Unter dem Motto „Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend“ hob er die Herausforderungen hervor, die mit nachhaltigem Wachstum, bezahlbarem Wohnraum und Klimaschutz einhergehen. Seine Visionen unterstreichen den Anspruch, Zug als innovativen und attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.

    Nachhaltige Strategien und wirtschaftlicher Erfolg
    Beat Bachmann präsentierte die Langzeitstrategie „Spirit of Zug“, die ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ressourcenverbrauch schafft. Durch regionale Kooperationen und attraktive Bedingungen für Unternehmen wird die Region als führender Wirtschaftsstandort gestärkt. Die Innovationsplattformen, wie die HSLU und der Tech Cluster Zug, fördern technologische Fortschritte in Bereichen wie Energie, Mobilität und Dekarbonisierung.

    Erfolgreiche Projekte für modernes Wohnen und Gewerbe
    Lukas Fehr stellte das preisgekrönte Projekt „Papieri Cham“ vor. Das Quartier verbindet historische Substanz mit modernen Neubauten, nachhaltiger Architektur und grünen Freiräumen. Mit rund 1’000 Wohnungen und 40’000 Quadratmetern Gewerbeflächen setzt das Papieri-Areal neue Massstäbe für nachhaltiges Wohnen und Arbeiten.

    Materialinnovation im Holzbau
    Pius Kneubühler sprach über die Vorteile von Brettstapelkonstruktionen, die mit Schweizer Holz und minimalem Leim gefertigt werden. Diese Technologie fördert die nachhaltige Kaskadennutzung und kombiniert hohe Tragfähigkeit mit einer hervorragenden CO₂-Bilanz. Die Materialidentität steht dabei im Zentrum einer nachhaltigen Bauweise.

    Wasserbehandlung und Infrastruktursicherheit
    André Spathelf rundete den Anlass mit einem Vergleich der Schweizer Marktführer in der Wasserbehandlung ab. Er betonte die Bedeutung eines proaktiven Ansatzes bei der Überwachung und Instandhaltung von Wassernetzen. Dieser Ansatz sichert die Qualität und Nachhaltigkeit lebenswichtiger Infrastrukturen.

    Der 103. immoTable Zug hat erneut bewiesen, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist. Visionäre Projekte, technologische Innovationen und wirtschaftliche Strategien stärken Zug als führende Region der Schweiz.