Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Anfang November ist das europäische Forschungsprojekt TIMBERHAUS in Kopenhagen gestartet, informiert die Empa in einer Mitteilung. Sie ist eine der 19 Partnerinnen und Partner aus insgesamt zehn Ländern, die an dem von der EU und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation finanzierten Projekt zur Förderung des Holzbaus in Europa teilnehmen. Innerhalb von vier Jahren sollen innovative Holzbautechnologien und Konstruktionen entwickelt werden, mit denen die CO2-Emissionen im Bausektor deutlich gesenkt werden können.

    Im Bausektor entstehen 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, schreibt die Empa. Der Einsatz von Holz könnte hier Abhilfe schaffen. Derzeit werden die zur Hälfte aus Laubholz bestehenden europäischen Waldressourcen aber nur «sehr ineffizient» und auf wenige Arten Nadelholz begrenzt für den Bau genutzt, erläutert Projektkoordinator Anders Kjellow vom Dänischen Technologischen Institut. «Mit TIMBERHAUS versuchen wir, diese Herausforderung zu bewältigen, um die nachhaltige Nutzung von Holz im Bauwesen zu erhöhen.»

    Die Empa trägt zum Projekt mit innovativen Prototypen bei, die mit digitalen Werkzeugen wie maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz erstellt werden. «Die Prototypen werden als praktische Beispiele dafür dienen, wie wir eine breitere Palette von Holzressourcen effektiv nutzen können», wird Empa-Forscher Mark Schubert in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, dem Bausektor praktikable und leistungsfähige Produkte zur Verfügung zu stellen, die den aktuellen Baustandards entsprechen und gleichzeitig die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern und die europäischen Klimaziele unterstützen.»

  • Liegenschaften im ISOS-Inventargebiet – Was bedeutet das?

    Liegenschaften im ISOS-Inventargebiet – Was bedeutet das?

    Voser Rechtsanwälte KlG ist eine Full-Service Anwalts-, Notariats- und Steuerkanzlei mit über 100 Jahren Erfahrung. Unser Fachbereich Bau- und Immobilienrecht berät Investoren, Unternehmer, das Gemeinwesen und Privatpersonen in allen Bereichen des Bau- und Immobilienrechts über den ganzen Lebenszyklus einer Immobilie. Zusammen mit unseren anderen Fachbereichen bieten wir umfassende Unterstützung in allen rechtlichen Belangen, sei es bei Transaktionen, Steuerfragen oder Nachlassplanungen.

    ISOS als Grundlageninstrument
    Das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung, besser bekannt unter ISOS, ist ein Grundlageninstrument, das den Behörden hilft, baukulturelle Werte zu erkennen und langfristig zu sichern. Kantone und Gemeinden berücksichtigen das Inventar bei der Erarbeitung ihrer entsprechenden Planungen (Richtplanung, Nutzungsplanung). Das ISOS wurde in den 1970er Jahren erstellt und umfasst rund 1’200 Objekte.

    Grundeigentümerverbindlichkeit des ISOS
    Wenn eine Liegenschaft in einem Gebiet liegt, das vom ISOS erfasst ist, besagt dies noch nicht viel, da das ISOS im Allgemeinen nicht grundeigentümerverbindlich ist. Die Gemeinden sind aber verpflichtet, bei der Nutzungsplanung das ISOS im Rahmen der umfassenden raumplanungsrechtlichen Interessenabwägung zu berücksichtigen. Das Bauvorhaben muss mit der geltenden Nutzungsplanung vereinbar sein und die konkreten Vorgaben der Zone (bspw. einer Dorf- oder Kernzone) einhalten. Nur dort, wo der Gemeinderat als Baubewilligungsbehörde bei der Beurteilung Ihres Baugesuchs Ermessen hat, muss er die Schutzziele des ISOS direkt berücksichtigen.

    Direkte Anwendbarkeit aufgrund Bundesaufgaben
    Ist vom Bauvorhaben eine Bundesaufgabe betroffen, muss das Inventarobjekt ungeschmälert erhalten werden, jedenfalls ist es grösstmöglich zu schonen (Art. 6 NHG). Dies gilt aber nur bei schwerwiegendem Eingriff in das ISOS-Objekt. Nach der Rechtsprechung liegt ein schwerer Eingriff vor, wenn mit einem Bauprojekt eine umfangreiche und nicht wieder rückgängig zu machende Beeinträchtigung erfolgt. In einem solchen Fall muss ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und / oder der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) eingeholt werden. Die Baubewilligung darf nur erteilt werden, wenn am Bauvorhaben ein Interesse von nationaler Bedeutung besteht. Sodann sind die gesamtschweizerischen Natur- und Heimatschutzorganisationen berechtigt, Rechtsmittel gegen das Bauvorhaben zu ergreifen.

    Typische Anwendungsfälle
    Bundesaufgaben sind betroffen, wenn die Baubewilligung eine Rechtsmaterie betrifft, die in die Zuständigkeit des Bundes fällt, bundesrechtlich geregelt ist und einen Bezug zum Natur-, Landschafts- und Heimatschutz aufweist. In der Praxis häufige Fälle die nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung unter eine Bundesaufgabe fallen, sind, wenn eine PV-Anlage (Art. 18a RPG) oder eine Mobilfunkanlage (Art. 14 FMG) bewilligt werden oder eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung nötig ist (Art. 19 Abs. 2 GSchG).
    Zusammenfassend zeigt sich, dass das ISOS zwar für Grundeigentümer nicht direkt anwendbar ist, aber praktisch relevante Ausnahmen bestehen, die häufig zu einer direkten Anwendbarkeit des ISOS führen können. Diesfalls können weitere komplizierte Abklärungen für das Bauvorhaben nötig werden, was Dritten einen Hebel zur Verzögerung eines Projekts in die Hand gibt.

  • Kerzers weiht Fernwärme ein

    Kerzers weiht Fernwärme ein

    Groupe E hat am 15. und 16. November ihre neue Fernwärmeanlage in Kerzers mit Tagen der offenen Tür eingeweiht. Die Anlage verfügt laut einer Mitteilung im Endausbau über eine Kapazität von 31 Megawatt und kann damit jährlich 61‘000 Megawattstunden Wärme erzeugen. Die Wärme soll an über 90 Haushalte, an Gemüsebauern, das Papiliorama und an öffentliche Gebäude geliefert werden.

    Die Anlage soll zu 90 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region geheizt werden. Damit können rund 9000 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Es handelt sich um die drittgrösste Fernwärmeanlage des Freiburger Energieversorgers nach derjenigen in Freiburg und in der Region Entre-deux-Lacs.

  • Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Die Neuinstallation der Photovoltaikanlagen am Standort Buchenhof in Aarau durch die Abteilung Immobilien Aargau (IMAG) des Kantons Aargau soll einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Stromerzeugung des Kantons leisten, heisst es in einer Medienmitteilung. Angesichts des anstehenden Sanierungszyklus der Flachdächer des Verwaltungsstandorts hat die IMAG) ermittelt, dass Buchenhof gute Voraussetzungen für den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern bietet, heisst es weiter. Geprüft wurden neben dem baulichen Zustand auch das Potenzial für Massnahmen zur nachhaltigen Stromerzeugung.

    Der 2025 geplante Ausbau ist Teil der kantonalen Strategie energieAARGAU und trägt durch die definierte optimale Anzahl an Photovoltaikmodulen zur Einsparung des externen Energiebezugs bei. Durch den hohen Energiebedarf des kantonalen Rechenzentrums werde ein Eigenverbrauch des durch die Photovoltaikanlagen produzierten Stroms von 100 Prozent erreicht.

    „Dadurch, dass der Buchenhof zukünftig den durch die Photovoltaikanlage erzeugten Strom nutzen kann, können Kosten beim Energieeinkauf gesenkt werden. Zudem trägt die Anlage einen wichtigen Teil zur klimaneutralen Energieversorgung des Kantons bei“, wird Landammann und Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen, Markus Dieth, zitiert.

    „Immobilien Aargau hat beim Ausbau der Photovoltaikanlagen auch die Biodiversität berücksichtigt“, so Regierungsrat Dieth weiter. Zum Erhalt der wilden Orchideen auf den Dächern sei die Anzahl der zu installierenden Photovoltaikmodule optimiert worden.

  • Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Lynus hat die Enerfin AG gegründet. Die neue Tochter soll das Mieterstrom-Contracting übernehmen, informiert das auf Energiesysteme für die optimale Nutzung erneuerbarer Energie spezialisierte Technologieunternehmen aus Tuggen in einer Mitteilung. Konkret wird Enerfin Mieterstromanlagen planen, finanzieren, einrichten und betreiben. Immobilieneigentümer werden am Gewinn beteiligt. Das neue Unternehmen hat bereits 300 Wohnimmobilien mit etwa 2400 Wohneinheiten im Portfolio.

    Enerfin setzt die Soft- und Hardware von Lynus zur Optimierung der Energiesysteme in Wohngebäuden ein. Die Software des Technologieunternehmens nutzt maschinelles Lernen, „um die Energieflüsse im Gebäude vorherzusagen und zu steuern – bis hin zur Anbindung an unser virtuelles Kraftwerk“, erläutert Paul Hauser, CEO von Enerfin und Lynus, in der Mitteilung. „So wird der erneuerbare Strom optimal genutzt.“

    Über die Anbindung der Energiesysteme der Immobilien an das virtuelle Kraftwerk von Lynus könnten die Eigner der Immobilien einen höheren Gewinn als bei herkömmlichen Mieterstrom-Contracting realisieren, schreibt Lynus. Hintergrund ist die Vermarktung der Flexibillität, die aus der mittels Machine Learning erstellten Prognose von Energieerzeugung und -verbrauch resultiert. „Enerfin verbindet Nutzen für Mieter und Vermieter mit Vorteilen intelligenter Mieterstrom-Lösungen für das Stromnetz und das Klima und macht das Ganze so einfach wie möglich für die Anwender auf Anbieter- und Verbraucherseite“, meint Hauser.

  • Ausbau von Energiespeichern für erneuerbare Quellen

    Ausbau von Energiespeichern für erneuerbare Quellen

    Primeo Energie will künftig über eine Tochtergesellschaft Grossbatterien in der ganzen Schweiz bauen und betreiben. Wie der Baselbieter Energieversorger mitteilt, hat er dafür gemeinsam mit dem Fonds Clean Energy Infrastructure Switzerland 3 (CEIS 3) die Primeo Battery AG ebenfalls mit Sitz in Münchenstein gegründet.

    Grossbatterien können wetterbedingte Schwankungen bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen ausgleichen. Primeo Energie bringe dabei seine Expertise bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten der Energiewende und bei der Vermarktung von Grossbatterien ein, heisst es in der Mitteilung.

    CEIS 3 wurde von der Swiss Life Asset Management und der UBS gemeinsam lanciert und wendet sich ausschliesslich an institutionelle Anleger. Bei seinem Start im November 2022 verfügte er über 772 Millionen Franken von 38 Investoren.

  • Drohnenforschung im modularen Innovationsgebäude

    Drohnenforschung im modularen Innovationsgebäude

    Der neue DroneHub im NEST, dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude von Empa und dem Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (Eawag), ist feierlich eingeweiht worden. Er bietet laut einer Mitteilung eine „einzigartige Umgebung“, in der Forschende neuartige Drohnen und Robotertechnologien testen und weiterentwickeln können.

    Der DroneHub hatte in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London Form angenommen. Geleitet wird er von Mirko Kovac, dem Chef des Empa-Forschungslabors Sustainability Robotics sowie der beiden Einrichtungen des Imperial College, Aerial Robotics Lab und Imperial Centre for Infrastructure Robotics Ecosystems. Der DroneHub wird künftig die neue gemeinsame Professur von Kovac für Sustainability Robotics von Empa und Eidgenössischer Technischer Hochschule Lausanne unterstützen.

    Auf dem NEST wurden drei Zonen eingerichtet: An einer Aussenwand können Drohnen im Flug und unter realen Wetterbedingungen mittels 3D-Druck Reparaturarbeiten ausführen. Die in einer Art Volière und damit ebenfalls im Freien liegenden Biosphäre ermöglicht es Robotern, selbstständig mit der Natur zu interagieren, mit ihren Sensoren wertvolle Umweltdaten zu sammeln und gleichzeitig neue biologisch abbaubare Materialien zu testen.

    Und schliesslich zeigt die modular aufgebaute Fassade des DroneHub, wie die Roboter in Gebäude integriert werden können und dort als deren Immunsystem agieren, vor allem auch zur Abwehr von Gefahren. „Wenn wir untersuchen, wie eine symbiotische Integration wirklich aussehen kann“, so Kovac in einem Video der Empa über den DroneHub, „dann wird das Leben mit Drohnen und Robotern auch zeigen, wie sie in unser Leben integriert werden können und wie sich die Gesellschaft verändern kann“.

  • Fernwärmenetz in Lachen erfolgreich erweitert

    Fernwärmenetz in Lachen erfolgreich erweitert

    Die Energie Ausserschwyz AG hat die Arbeiten zu Kernerneuerung und Ausbau des Fernwärmenetzes im Kern von Lachen abgeschlossen. „Wir sind sehr glücklich und stolz, dieses Etappenziel erreicht zu haben“, wird Philipp Züger, Leiter Fernwärmebau bei der Energie Ausserschwyz AG, in einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens zitiert. Aktuell hat das Fernwärmenetz der Energie Ausserschwyz AG eine Ausdehnung von über 26 Kilometern erreicht.

    Ab Herbst werden rund 40 Kundinnen und Kunden in Lachen Fernwärme aus dem Holzheizkraftwerk in Galgenen beziehen. In die Erweiterung des ab 2021 angelegten Netzes hat Energie Ausserschwyz in diesem Jahr rund 15 Millionen Franken investiert. Im kommenden Jahr sollen weitere Gebiete in Lachen angeschlossen werden. Konkret werden in der Mitteilung die Neuheimerstrasse, die Zürcherstrasse und der Säntisweg genannt. „Interessierte können sich gerne bei uns melden“, erläutert Züger. „Wir klären dann gerne ab, zu welchem Zeitpunkt ein Anschluss möglich ist.“

    Die Energie Ausserschwyz AG wurde 2020 gegründet, Hauptaktionärin ist die EW Höfe AG aus Freienbach SZ. Das Unternehmen vertreibt Wärme und Strom aus einem Holzheizkraftwerk und einer Biogasanlage im Energiezentrum in Galgenen.

  • DroneHub im NEST

    DroneHub im NEST

    Der «DroneHub» im NEST der Empa bietet eine Plattform für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien, die die Interaktion von Drohnen und Robotern mit der natürlichen und gebauten Umwelt revolutionieren. Im Fokus stehen Drohnen, die autonome Aufgaben wie Inspektionen, Reparaturen und Datenerhebungen übernehmen können. Ziel ist es, Umweltbelastungen zu reduzieren und den Klimaschutz zu fördern.

    Forschung am Puls der Zeit
    Der «DroneHub» verfügt über drei zentrale Testumgebungen, die reale Bedingungen simulieren. Additive Fertigung aus der Luft ermöglicht Drohnen ein vertikaler Bereich mit 3D-Druck aus der Luft Infrastrukturreparaturen durchzuführen und dabei Wind und Wetter zu trotzen. In der Biosphäre testen Forschende Roboter, die sich in der Natur bewegen, Daten sammeln und biologisch abbaubare Materialien nutzen, die sich nach ihrem Einsatz zersetzen. Bei den Gebäudefassade dient eine modulare Fassade als Testfeld, um zu erforschen, wie Drohnen in Gebäuden integriert werden können, um Wartung und Sicherheit zu gewährleisten.

    Autonome Systeme als Umwelt-Immunsystem
    «Unsere Vision ist es, Drohnen als eine Art Immunsystem für die Umwelt zu etablieren», erklärt Mirko Kovac, Leiter des Projekts. Diese Roboter sollen präzise Aufgaben übernehmen, wie die Reparatur von Bauwerken oder die Überwachung von Ökosystemen, und dabei sowohl Kosten als auch Risiken minimieren.

    Zusammenarbeit für nachhaltige Lösungen
    Die Entwicklung des «DroneHub» wurde von der Empa in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London initiiert. Diese Kooperation ermöglicht den Austausch von Wissen und Technologien, um globale ökologische Herausforderungen effektiv anzugehen.

    Nachhaltige Technologien für globale Ziele
    Der «DroneHub» spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung autonomer, nachhaltiger Technologien, die einen Beitrag zu den globalen Klimazielen leisten können. Durch praxisnahe Tests und interdisziplinäre Ansätze entsteht hier eine Schnittstelle zwischen Technologie, Umwelt und Alltag.

  • Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 in Deutschland

    Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 in Deutschland

    Neustark hat gemeinsam mit Partner Heinrich Feess GmbH & Co. KG in Kirchheim unter Teck eine Anlage zur permanenten Speicherung von CO2 in Abbruchbeton in Betrieb genommen. Die Anlage beim baden-württembergischen Bauschuttrecycler ist bereits die zweite von neustark in Deutschland realisierte Anlage, informiert das ClimateTech aus Bern in einer Mitteilung. Jährlich können hier etwa 1000 Tonnen CO2 in Abbruchbeton gebunden werden.

    Die Technologie von neustark arbeitet mit bei lokaler Biomethanproduktion anfallendem CO2. Es wird direkt abgeschieden und für den Transport verflüssigt. In der Anlage nahe Stuttgart wird das CO2 dem Abbruchbeton in einem luftdicht verschlossenen Silo zugeführt. In kurzer Zeit verbinde es sich dort in Form von Kalkstein im Aggregat, schreibt neustark. Die Technologie verkürzt den in der Natur mehrere Jahrzehnte dauernden Mineralisierungsprozess auf wenige Stunden.

    «Wir haben uns für diese neuartige Technologie entschieden, weil sie sich hervorragend in unseren Ablauf zum Betonrecycling und -produktion vor Ort integriert», wird Walter Feess, Senior-Chef des Bauschuttrecyclers, in der Mitteilung zitiert. Für Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von neustark, ist die neue Anlage ein weiterer Schritt Richtung Ziel des ClimateTechs, 2030 jährlich rund 1 Million Tonnen CO2 dauerhaft binden zu können. «Jetzt braucht es dringend die Nachfrage der öffentlichen Hand nach karbonatisierten Baumaterialien im Hoch- und Strassenbau und entsprechende gesetzliche Regularien, um die Bestrebungen nach mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen», meint Gutknecht.

  • Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Die Klimastiftung Schweiz hat in ihrer zweiten Förderrunde weitere sechs klima-innovative Projekte und Technologien für eine Förderung ausgewählt. Damit sind seit Gründung 2008 bereits mehr als 200 Förderungen vergeben worden, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. «Es ist toll zu sehen, mit welchen ausgefeilten Projekten die einzelnen KMUs zusammen eine enorm positive Wirkung auf den Klimaschutz erzeugen», wird Stiftungspräsident Thomas Hügli dort zitiert.

    Die in der zweiten Förderrunde bedachten Projekte decken ein breite thematische Spanne ab. So wird Laborex aus Mendrisio TI für sein Mini-Biogaskraftwerk gefördert, mit dem Energie aus der Biomasse von Vieh gewonnen wird. Auch Digit Soil aus Adliswil ZH ist im Bereich Landwirtschaft aktiv. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeitet an einem digitalen individuellen Düngeplaner.

    Zwei weitere geförderte Projekte sind in der Wiederverwertung angesiedelt. WasteFlow aus Lausanne setzt intelligente Sensoren zur Optimierung von Recyclingraten ein. Grensol aus Thalwil ZH wiederum arbeitet an einer Methode, mit der aus Kunststoffabfällen von Autos und Haushaltsgeräten wiederverwertbare Rohstoffe gewonnen werden können.

    Mycrobez wird für seine Alternative zu erdölbasierten Schaumstoffen gefördert. Das Unternehmen aus Basel stellt Naturschaumstoff aus dem Wurzelgeflecht von Pilzen und lokal bezogenen biologischen Nebenströmen her. Lumatics will die CO2-Emissionen in der Baubranche über die Optimierung der Zementproduktion verringern. Im Vier-Schritte-Programm des Jungunternehmens aus Brugg AG werden Brennstoffe und Rohmaterialien eingespart.

  • Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG schafft mit Fernwärmeleitungen eine moderne Energieversorgung für die Gemeinde Münchenbuchsee. Laut einer Mitteilung verlegt STRABAG rund drei Kilometer neue Fernwärmeleitungen, um das Fernwärmenetz in der Gemeinde in Bern-Mittelland auszubauen. Die Arbeiten haben am 9. September begonnen und die erste von etwa 15 Etappen ist nach Angaben von STRABAG bereits abgeschlossen. Bis Ende Jahr werden zwei weitere Etappen folgen, heisst es in der Firmenmitteilung.

    Zum Ablauf der Arbeiten heisst es, da die Anwohnenden weiterhin Zugang zu ihren Wohnungen und Garagen benötigen, könne die Strasse nicht vollständig für die Bauarbeiten gesperrt werden. Für den Einbau der Fernwärmeleitungen werde knapp ein Viertel der Strasse geöffnet und die Leitungen verlegt. Nach jedem Bauabschnitt würden die Gräben vorübergehend wieder mit Erdmaterial aufgefüllt und ein provisorischer Belag aufgetragen. Im Laufe der nächsten Monate setze sich das Erdmaterial. Deshalb werde nach der Ausführung aller 15 Etappen der provisorische Belag erneut abgefräst und eine neue Asphaltschicht aufgebracht.

    Die Bauarbeiten werden vom STRABAG-Team des Verkehrswegebaus (VWB) in Bern voraussichtlich bis Dezember 2025 abgeschlossen, heisst es von STRABAG. «Wir liegen bisher gut in der Planung und sollten das Projekt rechtzeitig abschliessen», wird Lena Wagner zitiert, Bauführerin des VWB Bern.

  • Zukunft für den Metropolitanraum Strategie 2027

    Zukunft für den Metropolitanraum Strategie 2027

    Die MKZ fokussiert darauf, Zürichs Innovationskraft und Attraktivität als Wirtschaftsstandort weiter auszubauen. Plattformen sollen den Wissensaustausch fördern, während gezielte Projekte und Gesetzgebungsinitiativen ein positives Innovationsklima schaffen. So reagiert die MKZ auf Herausforderungen wie den Klimawandel und geopolitische Unsicherheiten.

    Bildungs- und Forschungsstandort fördern
    Zürich soll seine Spitzenposition im Bildungs- und Forschungsbereich behalten. Ein Leitbild wird die verschiedenen Akteure im Metropolitanraum stärker vernetzen. Gleichzeitig fördert die MKZ die Digitalisierung in der Verwaltung, um den Standort national und international zukunftsfähig zu positionieren.

    Ressourcennutzung und Mobilität neu denken
    Neue Arbeitsmodelle wie Homeoffice und Flexworking werden als Chance gesehen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und die Raumnutzung effizienter zu gestalten. Pilotprojekte sollen klären, wie mit begrenzten Landressourcen im wachsenden Raum Zürich umgegangen werden kann.

    Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
    Die MKZ setzt sich für Chancengleichheit und Partizipation ein. Integrationsprojekte, soziale Durchmischung und Antidiskriminierungsinitiativen sollen den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern und das Vertrauen in politische Institutionen stärken.

    Plattform, Interessenvertretung, Innovationslabor
    Die MKZ agiert in drei strategischen Rollen. Sie ist eine Plattform für den Austausch, eine Interessenvertretung gemeinsamer Anliegen und ein Innovationslabor für neue Ansätze. Diese Rollen ermöglichen es, Mitglieder und externe Akteure einzubinden und Synergien zu schaffen.

    Organisatorische Umsetzung
    Die Strategie ist in Handlungsfelder unterteilt, die durch konkrete Mittler- und Handlungsziele operationalisiert werden. Expertengruppen bringen das notwendige Wissen ein, um die strategischen Ziele effektiv umzusetzen.

    Die Strategie 2027 der Metropolitankonferenz Zürich bietet einen klaren Rahmen, um Innovation, Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt im Metropolitanraum zu fördern. Durch gezielte Aktivitäten und Kooperationen trägt die MKZ zur positiven Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Zürich bei.

  • Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Nach einem intensiven Planungs- und Partizipationsprozess von 2022 bis 2024 hat die Behördendelegation ein Gesamtverkehrskonzept beschlossen, das die Mobilität in der Region Baden nachhaltig verbessern soll. Der Massnahmenfächer mit Zeithorizont 2040 sieht unter anderem den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Busbevorzugung und optimierten Knotenpunkten vor.

    Für den Fuss- und Veloverkehr werden das Velonetz erweitert und zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen. Im Bereich Strassennetz sind kurzfristige Massnahmen am Brückenkopf Ost sowie Verbesserungen entlang der Bruggerstrasse in Baden geplant. Gleichzeitig soll die Aufwertung von Ortsdurchfahrten und die Stärkung von Quartieren als „Stadt der kurzen Wege“ den Stadt- und Freiraum fördern. Zudem sollen durch ein gezieltes Mobilitätsmanagement die Verkehrsnachfrage durch Gemeinden und den Kanton besser gesteuert werden. Auch langfristige Optionen für die Zeit nach 2040 wurden berücksichtigt.

    Neben den kurzfristigen Massnahmen wurden auch Optionen für die Zeit nach 2040 diskutiert. Dazu gehören die Trasseesicherung für wichtige ÖV-Korridore und mögliche Massnahmen für den Brückenkopf Ost.

    Zentrumsentlastung als zentrale Komponente
    Die Variante „ZEL lang +“, eine Strassenentlastungsoption mit Umfahrung von Untersiggenthal, wurde ebenfalls als langfristige Option beschlossen. Die Umsetzung dieser Variante soll geprüft werden, sobald die Wirkungskontrolle der ersten Massnahmen Bedarf aufzeigt.

    Partizipation und breiter Konsens
    Das Konzept wurde in einem partizipativen Verfahren erarbeitet, das unter anderem Mobilitätskonferenzen, Online-Partizipationen und Begleitgruppensitzungen umfasste. Die breite Einbindung von Gemeinden, Fachleuten und der Bevölkerung führte zu einem konsensfähigen Massnahmenpaket, das nun schrittweise umgesetzt werden soll.

    Mit dem verabschiedeten Gesamtverkehrskonzept 2040 legt die Region Baden eine Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung. Die koordinierten Massnahmen fördern den öffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und die Lebensqualität der Bevölkerung und bieten eine klare Perspektive für die nächsten Jahrzehnte.

  • «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    Der Preis «Best of Research 2024» des Swiss Real Estate Institute gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Immobilienforschung. Lisa Pantenburg überzeugte die Jury mit ihrer Abschlussarbeit, die sich dem Thema der Dekarbonisierung des Schweizer Gebäudebestands widmet. Die Verleihung fand im Rahmen der Fachtagung des Swiss Real Estate Institute an der HWZ in Zürich statt, wo die besten wissenschaftlichen Arbeiten des Jahres präsentiert wurden.

    Fokus auf Klimaziele und Gebäudesanierung
    Die prämierte Arbeit analysiert die Herausforderungen und Chancen, die mit der Dekarbonisierung des Gebäudebestands verbunden sind. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Schweiz das Netto-Null-Ziel bis 2050 erreichen kann. Im Mittelpunkt stehen Eigentümerschaften von selbst genutzten Einfamilienhäusern und vermieteten Mehrfamilienhäusern, die gezielt motiviert werden müssen, um energetische Sanierungen umzusetzen.

    Beispielprojekt als Vorreiter der Energiewende
    Ein anschauliches Beispiel für die Möglichkeiten der Gebäudesanierung liefert ein Einfamilienhaus in Zürich, das durch umfassende energetische Massnahmen modernisiert wurde. Mit dem Einbau einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage sowie einer verbesserten Gebäudehülle konnte eine jährliche Energieeinsparung von über 30% erzielt werden. Dieses Projekt verdeutlicht das Potenzial nachhaltiger Sanierungen, die massgeblich zur Erreichung der Klimaziele beitragen.

    Forschung für eine nachhaltige Zukunft
    Mit ihrer Arbeit liefert Lisa Pantenburg nicht nur theoretische Erkenntnisse, sondern auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Sie beleuchtet gesellschaftliche, gesetzliche und wirtschaftliche Aspekte, die notwendig sind, um die Sanierungsquote in der Schweiz zu steigern. Diese Ergebnisse zeigen, wie Forschung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Immobilienbranche leisten kann.

    Lisa Pantenburgs Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung exzellenter wissenschaftlicher Arbeit und macht deutlich, wie innovatives Denken die Herausforderungen der Energiewende bewältigen kann.

  • Neue Regelungen für Kreislaufwirtschaft treten Anfang 2025 in Kraft

    Neue Regelungen für Kreislaufwirtschaft treten Anfang 2025 in Kraft

    Der Bundesrat hat beschlossen, die Mehrzahl der Gesetzesänderungen aus der parlamentarischen Initiative Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken mit Wirkung zum Jahresbeginn 2025 in Kraft zu setzen. „Die Revisionen des Umweltschutzgesetzes (USG), des Energiegesetzes (EnG) und des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) schaffen einen übergeordneten gesetzlichen Rahmen für die Stärkung der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz“, schreibt der Bundesrat in einer entsprechenden Mitteilung. Die neuen Regelungen sollen es ermöglichen, Materialkreisläufe zu schliessen und die Kreislaufwirtschaft bei Produkten und Gebäuden stärken.

    Dafür werden wichtige Grundsätze gesetzlich verankert. So werden Wiederverwertung und Wiederverwendung künftig grundsätzlich Vorrang vor der Verbrennung haben. Die Kantone sind angewiesen, Grenzwerte für die graue Energie bei Neubauten und wesentlichen Erneuerungen bestehender Gebäude festzulegen. Der Bundesrat bekommt die Kompetenz eingeräumt, Vorgaben zum ressourcenschonenden Bauen zu machen und Anforderungen für Produkte und Verpackungen vorzugeben.

    Mit Ausführungsbestimmungen verbundene Gesetzesänderungen sollen zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten. Sie werden vom Bundesrat in den nächsten beiden Jahren in die Vernehmlassung geschickt. Dazu gehören die Bestimmungen zur Einführung einer schweizweit geltenden Busse für Vermüllung (Littering) sowie die Bestimmungen zu Ausnahmen vom Siedlungsabfallmonopol.

  • Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape hat eine Bestätigung für ihr Pilotprojekt zur Energieeffizienz in Gebäuden erhalten. Laut einer Medienmitteilung wurde das in Renens ansässige Jungunternehmen von der Autohändlerin AMAG Group für eine innovative Paneellösung zum Gewinner der ersten AMAG Sustainability Challenge ernannt.

    Die Fachjury war überzeugt von dem weltweit ersten, geothermischen Paneel, welches unterirdische Räume wie etwa Tiefgaragen oder Tunnel in erneuerbare Wärme- und Kältequellen verwandelt. Die dort entstehende Abwärme könne zum Beheizen und Klimatisieren der darüber liegenden Räume genutzt werden, ohne dass gebohrt werden muss und ohne direkten Kontakt mit dem Boden, heisst es in der Begründung.

    Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Start-ups 8inks und Exnaton. Weitere Finalisten waren CarDust und Grensol.

    Helmut Ruhl, CEO der AMAG Group, war voll des Lobes für die gezeigten Lösungen. „Auf unserem Weg, unser Geschäftsmodell bis 2040 zu dekarbonisieren, setzen wir auf Elektromobilität und Photovoltaik und auf Unternehmertum und Innovation. Dazu bedarf es neuer Technologien und Geschäftsmodelle. 2024 haben wir deshalb erstmalig die AMAG Sustainability Challenge durchgeführt. Von der Resonanz bin ich überwältigt und von den Ideen inspiriert und begeistert“, wird er zitiert.

    Für ihren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstosses erhält Enerdrape 50’000 Franken aus dem AMAG Climate Fund sowie einen gebrandeten VW ID.3 für ein Jahr.

  • Zukunft der erneuerbaren Treibstoffe in der Schweiz

    Zukunft der erneuerbaren Treibstoffe in der Schweiz

    Die Schweiz ist bei der Nutzung von erneuerbaren Energien für die Herstellung von Treibstoffen im Vergleich zu Ländern wie Deutschland eine Nachzüglerin. Sie sei aber mit ihren Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind, gut aufgestellt, den Rückstand aufzuholen. Das ist das Ergebnis der beiden Power-to-X-Tage im Schlieremer JED, die von Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN), Avenergy Suisse und Swissmem organisiert worden sind.  Rund 140 Vertretende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, darunter Bundesrat Guy Parmelin und die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh, sprachen über Möglichkeiten der Skalierung der Power-to-X-Produktion.

    Die Teilnehmenden wiesen darauf hin, dass der Aufbau von Power-to-X auf die Zusammenarbeit von Industrie, Finanzwirtschaft und Forschung angewiesen sei und die richtigen Rahmenbedingungen brauche. „Die Industrie kann einen Teil machen, aber der Marktlauf von neuen Technologien geht nicht ohne die Hochschulen und die Finanzwelt an Bord zuhaben“, hat etwa Patrik Meli, Co-Präsident von SPIN, gemäss einem Blogbeitrag zum ersten Tag der Veranstaltung gesagt.

    Markus Bareit, Projektleiter Wasserstoff beim Bundesamt für Energie, verwies auf die Wasserstoffstrategie für die Schweiz, welche der Bundesrat in den nächsten Wochen verabschieden wolle. Der Kanton Zürich wiederum plant ein Kompetenzzentrum für nachhaltige Flugtreibstoffe (Sustainable Aviation Fuel, SAF). Synhelion-Mitgründer Philipp Furler verwies darauf, dass der SAF-Anteil bis 2035 verfünfzigfacht werden solle. Auch regionale Initiativen sind Teil des Umbaus, etwa der Verein zur Dekarbonisierung der Industrie in Zug und der Wasserstoffbus, der seit März in Brugg AG fährt.

    Laut einer Mitteilung von SPIN sollen die Ergebnisse der Diskussionen in den nächsten Wochen aufbereitet und veröffentlicht werden.

  • Neue Ansätze für CO2-Gutschriften im Bauwesen

    Neue Ansätze für CO2-Gutschriften im Bauwesen

    conspark ist Teil des ersten offenen Innovationsprogramms der Schweiz zum Thema CO2-Speicherung namens Carbon Removal Booster. Damit erhält das Zürcher Unternehmen, das die Kreislaufwirtschaft in der Baubranche vorantreibt, projektbezogene Unterstützung von Innosuisse. In dem Programm werden zwölf Projekte je mit jährlich 24’000 Franken, methodischer Unterstützung und Kontakten gefördert.

    Das von conspark eingereichte Projekt trägt den Titel „Clarifying carbon credit ownership and methodology in construction“. Projektziel ist laut einer Firmenmitteilung die Entwicklung eines Leitfadens zur Klärung der Anrechenbarkeit von CO2-Gutschriften in der Bauindustrie. Dabei sollen die Fragen „Wer entlang der Wertschöpfungskette darf CO2-Senken für sich beanspruchen?“ und „Wie werden die Senkenleistungen erfasst?“ beantwortet werden.

    Hintergrund ist das Ziel des nachhaltigen Bauens, Gebäude von CO2-Verursachern zu CO2-Speichern zu machen. Das wird möglich, wenn in der Baukonstruktion Kohlenstoff dauerhaft gespeichert, Baumaterialien im Kreislauf geführt und Gebäude CO2-neutral betrieben werden.

    Der Fokus des conspark-Projekts liegt auf Mineralisierung und Pflanzenkohle in Bauprodukten. Das Vorhaben wird den Angaben zufolge mit Implementierungspartnern umgesetzt. Diese sind Klark – der Klimabeton von Logbau, neustark, zirkulit, First Climate Switzerland und Carbonfuture.

    „Das Projekt setzt auf die nötige Zusammenarbeit aller relevanten Stakeholder in der Bauindustrie“, so conspark-Geschäftsführer Florian Robineck. „Über unsere starken Impelementierungspartner ist die gesamte Wertschöpfungskette vertreten.“

  • Feldtest für vertikale Windturbine in Brütten gestartet

    Feldtest für vertikale Windturbine in Brütten gestartet

    Agile Wind Power testet laut einer Mitteilung seit Ende Oktober in Brütten eine verkleinerte Version seiner vertikalen Windturbine. Das Unternehmen mit Sitz in Dübendorf ZH will damit die Steuerungstechnologie im Feld überprüfen. Die Tests im Windkanal hatten positive Ergebnisse erbracht.

    Die Testanlage bildet für das Unternehmen einen Meilenstein. „Für das Vertrauen in die Entwicklung der Anlage ist das ein wichtiger Schritt“, sagt Laurenz Zellweger, für die Kommunikation bei Agile Wind Power zuständig. Die Rotoren einer Testanlage in Originalgrösse im deutschen Grevenbroich waren gerissen und und dann abgebrochen, laut Zellweger die Folge von Resonanzen im Rotor.

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Narbe an der Spitze des Mastes. Bei einer Höhe des Turmes in der Version A40 von 133 Metern und einer Rotorlänge von 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter.

    Agile Wind Power nennt seine neuartige Konstruktion Vertical Sky – senkrechter Himmel. Mit ihr sollen die Lautstärke der Anlage gesenkt, die Logistik für Aufbau und Unterhalt vereinfacht und die Betriebskosten verringert werden. Zudem liessen sich Standorte nutzen, die bisher nicht für die Windkraft geeignet sind.

    Der Feldversuch in Brütten soll etwa ein Jahr dauern.

  • Unterwasser-Kraftwerke auf dem Meeresgrund

    Unterwasser-Kraftwerke auf dem Meeresgrund

    Pumpspeicher-Kraftwerke sind eine bewährte Methode zur Energiespeicherung, stossen an Land jedoch an Grenzen. Das Projekt StEnSea überträgt dieses Prinzip auf den Meeresgrund, wo Platz und Bedingungen ideal für diese Technologie sind. Der Prototyp besteht aus einer hohlen Betonkugel, die durch Wasserzu- und -abfluss Strom speichert oder erzeugt.

    Feldversuch und Funktionsweise
    Im Bodensee wurde erfolgreich eine drei Meter grosse Kugel getestet. Nun soll eine 400-Tonnen-Betonkugel mit einem Durchmesser von neun Metern vor Long Beach, Kalifornien, verankert werden. Die Kugel wird leergepumpt, um Energie zu speichern, und erzeugt Strom, indem Wasser zurückströmt und eine Pumpturbine antreibt.

    Die Leistung des Prototyps liegt bei 0,5 MW, die Kapazität bei 0,4 MWh. Das Fraunhofer-Team plant, das System auf Kugeln mit einem Durchmesser von 30 Metern zu skalieren, die eine Leistung von 30 MW und eine Kapazität von 120 MWh erreichen können.

    Vorteile und Einsatzmöglichkeiten
    Wassertiefen von 600 bis 800 Metern sind für diese Speichertechnologie ideal. Hier ermöglichen Druck und Wandstärke kosteneffiziente Konstruktionen. Mögliche Standorte gibt es weltweit, beispielsweise vor Norwegen, Portugal oder der US-Küste. Die Technologie eignet sich auch für tiefe Seen oder geflutete Tagebaue.

    Das globale Speicherpotenzial wird auf 817.000 GWh geschätzt, was deutlich über der Kapazität konventioneller Pumpspeicher-Kraftwerke liegt. Anwendungen reichen von Arbitragegeschäften bis zur Stabilisierung von Stromnetzen durch Regelreserve.

    Wirtschaftlichkeit und Skalierung
    Mit Speicherkosten von rund 4,6 Cent pro Kilowattstunde und einer Lebensdauer der Betonkugel von bis zu 60 Jahren ist die Technologie kosteneffizient. Die Effizienz pro Speicherzyklus liegt bei 75 bis 80 Prozent. Ein Pilotpark mit sechs Kugeln könnte jährlich 520 Speicherzyklen erreichen.

    Perspektiven für die Energiewende
    Bernhard Ernst, Projektleiter am Fraunhofer IEE, betont die Bedeutung der StEnSea-Technologie: «Mit der globalen Energiewende steigt der Speicherbedarf enorm. Unsere Unterwasser-Kugelspeicher sind eine kostengünstige Lösung für kurze bis mittlere Speicherzeiträume.»

    Die StEnSea-Kugelspeicher bieten eine zukunftsweisende Technologie für die Energiespeicherung. Mit dem Testlauf vor der kalifornischen Küste macht das Fraunhofer-Team einen wichtigen Schritt hin zur Skalierung und Kommerzialisierung. Die Technologie hat das Potenzial, die Energiespeicherung weltweit nachhaltig zu revolutionieren.

  • Barrierefreie Architektur

    Barrierefreie Architektur

    «Architektur kann brutal sein», sagt Anna Puigjaner, Professorin an der ETH Zürich. Treppen, enge Flure und standardisierte Wohnkonzepte schliessen viele Menschen aus. Sie trennen diejenigen, die können, von denen, die nicht können. Die Normen der Architektur, die oft an die klassische Kernfamilie angepasst sind, berücksichtigen die Vielfalt der Lebensformen kaum. In der Schweiz lebt jedoch nur ein Viertel der Menschen in einer Kernfamilie, während alternative Wohnformen wie Alleinerziehende, Patchwork-Familien oder kinderlose Paare weitgehend ignoriert werden.

    Sorgearbeit sichtbar machen
    Ein zentraler Ansatz von Puigjaner ist, Care-Arbeit aus dem privaten Raum in die öffentliche Infrastruktur zu integrieren. Aktuelle Architektur macht Pflege, Hausarbeit und alltägliche Tätigkeiten zu einer Herausforderung für viele Menschen, insbesondere ältere oder gesundheitlich eingeschränkte. Puigjaner fordert, dass Sorgearbeit wie Kochen, Waschen oder Kinderbetreuung öffentlich zugänglicher wird, um die Abhängigkeiten zu verringern.

    Beispiele wie die «Manzanas del Cuidado» in Bogotá zeigen, wie Bibliotheken in multifunktionale Versorgungszentren umgewandelt wurden. Hier finden sich Küchen, Kinderbetreuung und Wäscheservices unter einem Dach. In Tokio und Singapur fördern öffentliche Küchen den sozialen Austausch und reduzieren Pflegekosten.

    Architektur, die verbindet
    Puigjaner plädiert für eine Architektur, die Begegnungen fördert und Gewohnheiten integriert, die Unterstützung normalisieren. Eine Umgebung, in der Menschen gemeinsam kochen oder sich gegenseitig helfen können, schafft Interdependenzen, statt Abhängigkeiten zu verstärken. Ein solches Konzept hilft nicht nur älteren Menschen, sondern auch allen anderen in verschiedenen Lebenssituationen.

    Die Zukunft der inklusiven Architektur
    «Unsere gebaute Umwelt sollte keine Barrieren schaffen, sondern Möglichkeiten eröffnen», sagt Puigjaner. Dies erfordert ein Umdenken in der Planung von Städten und Gebäuden. Öffentliche Infrastrukturen wie Gemeinschaftszentren, inklusive Wohnungen und multifunktionale Stadtquartiere könnten nicht nur soziale Isolation verringern, sondern auch bestehende Machtstrukturen aufbrechen.

    Architektur hat die Macht, Barrieren zu beseitigen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Durch die Integration von Sorgearbeit in die öffentliche Infrastruktur und das Schaffen von inklusiven Räumen kann eine neue, verbindender Architektur entstehen, die allen Menschen ein unabhängigeres und erfüllteres Leben ermöglicht.

  • Stickoxid-Reduktion bei Holzheizung

    Stickoxid-Reduktion bei Holzheizung

    Das Heizen mit Holz hat in den letzten Jahren an Akzeptanz verloren, da es neben Treibhausgasen auch Schadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide freisetzt. Insbesondere bei der Verbrennung von Holzabfällen mit hohem Stickstoffanteil, wie Spanplattenresten, entstehen hohe NOx-Werte. Forschende des Fraunhofer-Instituts haben eine Technologie entwickelt, die Stickoxide um bis zu 80 % reduziert und so die Umweltbelastung durch Holzheizungen senkt.

    Brennstoffstufung für saubere Verbrennung
    Im Mittelpunkt der neuen Methode steht das Prinzip der Brennstoffstufung. Hierbei wird der Brennstoff in zwei Zonen verbrannt.

    • In der Primärzone erfolgt die Hauptverbrennung von festen Holzresten.
    • Bei der Sekundärzone erzeugt ein zusätzlicher Brennstoff eine Reduktionszone, in der Stickoxide mithilfe chemischer Prozesse abgebaut werden.

    Derzeit wird Erdgas als Reduktionsbrennstoff genutzt, jedoch arbeiten die Forschenden an biogenen Alternativen wie Holzstaub, um fossile Brennstoffe langfristig zu ersetzen.

    Deutliche NOx-Reduktion in Tests
    Die Tests wurden in einer 250-kW-Feuerungsanlage durchgeführt, die Spanplattenreste verbrannte. Ohne Massnahmen lag der NOx-Ausstoss bei 1.955 mg/m³, konnte jedoch dank der Brennstoffstufung auf 361 mg/m³ gesenkt werden – deutlich unter dem Grenzwert von 370 mg der 44. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Diese Werte zeigen das Potenzial der neuen Technologie, die in mittelgrossen Feuerungsanlagen zwischen 100 kW und 2 MW eingesetzt werden kann.

    Nachrüstung und neue Standards
    Neben der Anwendung in neuen Anlagen bietet die Technologie auch eine flexible Nachrüstoption für bestehende Feuerungsanlagen. Damit eröffnet sie insbesondere der Holzverarbeitungsindustrie, die Holzabfälle effizient nutzen möchte, eine nachhaltige Perspektive. Zudem könnte die Technologie kleinere Biomasseanlagen auf zukünftige Grenzwerte vorbereiten, da in der 1. BImSchV bisher keine NOx-Grenzwerte für kleine Anlagen festgelegt sind.

    Marktreife und Weiterentwicklung
    Das Fraunhofer-Team arbeitet mit Industriepartnern daran, die Technologie weiter zu optimieren und marktreif zu machen. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das komplett ohne fossile Brennstoffe auskommt und die Effizienz der Emissionsreduktion weiter steigert.

    Die neue Technologie zur Stickoxidreduktion bei Holzverbrennung ist ein bedeutender Schritt für umweltfreundliche Heizlösungen. Mit ihrer Flexibilität für Nachrüstung und der Aussicht auf biogene Brennstoffe bietet sie eine zukunftsweisende Lösung für die Holzindustrie und Biomasseanlagen.

  • Zukunft für das AHV-Areal in Schwyz

    Zukunft für das AHV-Areal in Schwyz

    Der Umzug der Kantonsverwaltung in das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach eröffnet neue Möglichkeiten für die Nachnutzung des bisherigen Verwaltungsstandorts. Der Kanton Schwyz betont seine Verantwortung, das frei werdende Areal nicht sich selbst zu überlassen, sondern gemeinsam mit der Gemeinde Schwyz eine wertschöpfende und zentrumsfördernde Nutzung zu etablieren. Im Rahmen einer Investorenausschreibung soll das Baurecht an einen privaten Investor vergeben werden, um die Entwicklung voranzutreiben.

    Erkenntnisse aus dem Studienverfahren
    Bereits 2022/23 führte das kantonale Hochbauamt ein Studienverfahren zur Analyse von Nutzungsmöglichkeiten des Areals durch. Dabei wurde die hohe Attraktivität des Standorts für privatwirtschaftliche Projekte deutlich. Erste Bebauungskonzepte zeigten, dass gewerbliche Nutzungen, kombiniert mit zentrumsfördernden Elementen wie Kulturräumen oder Grünflächen, das Dorf städtebaulich bereichern könnten.

    Fahrplan bis zur Umsetzung
    Die nächsten Schritte sehen die Ausarbeitung einer Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung vor, die bis 2025 abgeschlossen sein soll. Die anschließenden Verfahrensschritte, einschließlich einer Volksabstimmung in der Gemeinde Schwyz, dürften bis 2027 dauern. Der geplante Zeitrahmen bis zur baulichen Umsetzung eines Nachfolgeprojekts erstreckt sich bis 2029, nach dem Umzug der Kantonsverwaltung.

    Ein Überblick über den Fahrplan

    Bis 2. Quartal 2025: Erarbeitung der Teilzonenplanrevision

    Bis 1. Quartal 2026: Mitwirkung und kantonale Vorprüfung

    Bis 4. Quartal 2026: Öffentliche Auflage und Einspracheverhandlungen

    Bis 3. Quartal 2027: Volksabstimmung in der Gemeinde Schwyz

    Ab 2029: Bauliche Umsetzung

    Nachhaltigkeit und Wertschöpfung
    Das Zielbild für das Areal an der Bahnhofstrasse 15 umfasst vorrangig gewerbliche Nutzungen, ergänzt durch öffentlich zugängliche Bereiche. Grünflächen und kulturelle Einrichtungen könnten das Quartier zusätzlich beleben und zur Attraktivität des Standorts beitragen. Der Kanton und die Gemeinde Schwyz sehen in diesem Projekt eine Chance, den urbanen Charakter zu stärken und langfristig zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Zentrums beizutragen.

    Die Nachnutzung des ehemaligen AHV-Gebäudes ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Dorfkerns von Schwyz. Mit einer strategischen Planung und klar definierten Meilensteinen arbeiten Kanton und Gemeinde daran, ein wertschöpfendes und nachhaltiges Quartier zu schaffen. Die Investorenausschreibung und die Teilzonenplanrevision stellen zentrale Elemente auf dem Weg zu einem lebendigen und wirtschaftlich attraktiven Stadtteil dar.

  • Gesetzesänderungen stärken Kreislaufwirtschaft in der Schweiz

    Gesetzesänderungen stärken Kreislaufwirtschaft in der Schweiz

    Mit den Änderungen im Umweltschutzgesetz, Energiegesetz und Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen werden wichtige Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gesetzlich verankert.

    Abfallhierarchie:
    Recycling erhält Vorrang vor der Verbrennung, um Materialkreisläufe zu schliessen.

    Graue Energie:
    Kantone sollen Grenzwerte für Neubauten und Renovationen definieren, um nachhaltige Bauweisen zu fördern.

    Vorbildfunktion:
    Der Bund setzt bei Bauprojekten und Beschaffungen auf ressourcenschonende Lösungen.

    Diese Massnahmen tragen nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern schaffen auch Anreize für innovative Geschäftsfelder im Bereich nachhaltiger Produkte und Bauweisen.

    Engere Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Wirtschaft
    Die Gesetzesänderungen fordern eine stärkere Kooperation zwischen Bund, Kantonen und der Privatwirtschaft. Besonders im Bereich Verpackungen und Produkte erhält der Bundesrat Kompetenzen, Anforderungen zu definieren, die sich an den Entwicklungen der EU orientieren. Damit sollen Handelshemmnisse vermieden und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft gestärkt werden.

    Weitere Anpassungen in Planung
    Einige Regelungen, wie die nationale Littering-Busse und Ausnahmen vom Siedlungsabfallmonopol, benötigen zusätzliche Ausführungsbestimmungen. Die Vernehmlassung dazu ist für 2025 bzw. 2026 geplant. Bis dahin bleibt der Fokus auf der Umsetzung der Kernpunkte, um die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz nachhaltig zu stärken.

    Stärkung der Nachhaltigkeit
    Die neuen Regelungen markieren einen wichtigen Schritt in Richtung einer ressourcenschonenden und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Die Schweiz positioniert sich damit als Vorreiterin in der Kreislaufwirtschaft und schafft eine solide Basis für die Herausforderungen der Zukunft.

  • Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Die Repower Gruppe baut ihr Portfolio in Italien deutlich aus. Dafür hat sie laut einer Unternehmensmitteilung die 35 Prozent der Anteile an Repower Renewable übernommen, die seit deren Gründung im Jahr 2018 bisher im Besitz der Londoner Investmentfirma Omnes Capital waren. Ebenfalls seit damals hält der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo die restlichen 65 Prozent. Damit kontrolliert die Repower Gruppe nun 100 Prozent von Repower Renewable.

    Damit ist Repower nun alleiniger Besitzer der italienischen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke von Repower Renewable. Deren Gesamtleistung beläuft sich auf rund 120 Megawatt. Dazu kommt laut der Mitteilung «eine volle Pipeline» bereits genehmigter Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtleistung von weiteren 150 Megawatt.

    Die Strategie von Repower sieht den Angaben zufolge den konsequenten Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energieanlagen in der Schweiz und in Italien vor. Die bisher 30’000 Kundinnen und Kunden in Italien sollen in Zukunft vollständig mit zertifizierter, erneuerbarer Energie versorgt werden.

  • Preis für rahmenloses Schiebefenster

    Preis für rahmenloses Schiebefenster

    swissFineLine ist bei der Auszeichnung Häuser des Jahres mit dem 1. Preis in der Kategorie Architect’s Choice ausgezeichnet worden. In dieser Kategorie würdigt der Callwey Verlag in München Produkte aus Bau und Architektur, die aufgrund ihres Designs und ihrer Funktionalität wegweisend für modernes Wohnen sind, erläutert swissFineLine in einer Mitteilung. Das Berner Unternehmen wurde für sein rahmenloses Schiebefenster ausgezeichnet.

    «Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und die Anerkennung, welche unser rahmenloses Schiebefenster würdigt», wird Céline Bieri, Leiterin Marketing von swissFineLine, in der Mitteilung zitiert. Beim diesjährigen Architect’s Choice wurden insgesamt fünf Lösungen verschiedener Hersteller ausgezeichnet. Das Siegerprodukt von swissFineLine wird in der Vorstellung der prämierten Produkte mit den Worten «Minimalismus, Ästhetik, Transparenz» zusammengefasst.

    «swissFineLine holt mit ihrem rahmenlosen Schiebefenster das Aussen nach Innen und ermöglicht eine Architektur, die uns nicht von der Umwelt trennt, sondern uns mit ihr verbindet», heisst es in der Würdigung. Die von Leichtigkeit geprägte Architektur stelle dabei «die absolute Transparenz im Mittelpunkt und bildet eine harmonische Balance zwischen Schlichtheit, Ästhetik und Funktionalität». Als «herausragendes Alleinstellungsmerkmal» werden die Verglasungen mit einer Fläche von bis zu 25 Quadratmeter genannt.

  • Mehr Elektromotoren auf Baustellen erforscht

    Mehr Elektromotoren auf Baustellen erforscht

    Ein Forschenden-Team der Hochschule Luzern (HSLU) will in einem auf zwei Jahre angelegten Forschungsprojekt Möglichkeiten für mehr Elektromotoren auf Baustellen untersuchen. Laut einer Medienmitteilung sollen drei E-Pilotbaustellen in Luzern, Basel und Zürich eingerichtet werden. Das dort gemessene Einsparpotenzial soll mit Werten auf konventionellen Baustellen verglichen werden, die Maschinen und Fahrzeuge im Dieselbetrieb einsetzen.

    Von Interesse ist für die Forscherinnen und Forscher, wie reibungslos sich ein elektrisch betriebener Maschinen- und Fuhrpark in den Baustellenalltag integrieren lässt. Die Forschenden weisen auf das hohe Potenzial zur CO2-Reduzierung und Lärmminderung speziell auf Baustellen hin. Laut einer Vorstudie zeigten Städte als Auftraggeberinnen und Baufirmen grosses Interesse. Gerade im energieintensiven Gebäudesektor entstehen Schätzungen zufolge 25 Prozent der Treibhausgasemissionen. Auf Baumaschinen und Transportfahrzeuge entfallen über die Lebensdauer eines Gebäudes 2 Prozent.

    Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, unterstützt das Forschungsvorhaben mit rund 435’000 Franken. Weitere Unterstützung komme von verschiedenen Akteurinnen und Akteure der Baubranche. Eine neutrale Online-Plattform soll zur Drehscheibe für die Interessengruppen werden. Unter anderem können Baufirmen dort Elektromaschinen und Fahrzeuge ausleihen, womit auch kleineren und mittleren Baufirmen die klimaneutrale Baustellentechnik zur Verfügung stehe. Die Plattform soll zudem als Zugangsmöglichkeit zu partnerschaftlichen Finanzierungsmodellen bei Investitionen in elektrische Baumaschinen und Transportfahrzeuge dienen.

  • Energiestadt Gold für Zürich

    Energiestadt Gold für Zürich

    Die Stadt Zürich ist 2024 bereits zum sechsten Mal zur Energiestadt Gold gekürt worden, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Mit dem Label zeichnet der Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre Städte und Gemeinden aus, die sich für ambitionierte Energie- und Klimaschutzziele engagieren. In der aktuellen Evaluierung hat die Stadt Zürich dabei ihr bisher bestes Ergebnis erreicht.

    Schweizweit tragen 109 Städte und Gemeinden das Label Energiestadt Gold. «Die Stadt Zürich dient als grösste Stadt der Schweiz als Vorbild für andere Energiestädte, die ebenfalls konsequent ihre ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele erreichen wollen», wird Katrin Bernath, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt, in der Mitteilung aus ihrer Ansprache bei der Verleihung des Labels zitiert. Die Auszeichnung wurde von Stadtrat Michael Baumer entgegengenommen. «Die Bestnote für die Stadt Zürich zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu Netto-Null sind», so der Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich.

    Im aktuellen Re-Audit wurde unter den Energie- und Klimazielen der Stadt Zürich erstmals auch der Bereich Klimaanpassung erfasst. Hier konnte Zürich mit der Fachplanung Hitzeminderung und der Fachplanung Stadtbäume punkten. Zudem hat die Stadt ein Programm zur Stadtbegrünung lanciert. Hier wird die ökologisch wertvolle Aufwertung von Aussenräumen, Dachbegrünungen und Vertikalbegrünungen durch Beratungen unterstützt und finanziell gefördert.

  • Urdorf legt Immobilienstrategie 2030+ fest

    Urdorf legt Immobilienstrategie 2030+ fest

    Der Urdorfer Gemeinderat hat laut einer Mitteilung die Immobilienstrategie Urdorf 2030 + genehmigt. Die konkrete Entwicklungsplanung und der Investitionsbedarf werden im Rahmen von Projektentwicklungen und in Abstimmung mit der Bedarfsplanung der Nutzenden überprüft und konkretisiert. Die entsprechenden Projekte werden ab dem Jahr 2025 erarbeitet und gemäss den Kompetenzen in der Gemeindeordnung zur Beschlussfassung vorgelegt, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde. Der detaillierte Bericht kann online eingesehen und heruntergeladen werden. Die darin festgehaltenen baulichen Massnahmen, ob Renovation, Neubau oder Erweiterungsbau, könnten bis zu 110 Millionen Franken kosten, verteilt über die nächsten Jahre und Jahrzehnte.

    Dort sind auch sämtliche Einzelmassnahmen und der zeitliche Ablauf aufgeführt, von den Schulen und Kindergärten bis zu baulichen Veränderungen bei der Feuerwehr oder der Gemeindeverwaltung. Dabei wurde dem Gedanken einer Zusammenfassung in einem einzigen grossen Gemeindegebäude im Zentrum eine Absage erteilt. Für die konkrete Planung und anschliessendes Bauen legten Gemeinderat und Planer zwei Zeithorizonte fest: von 2025 bis 2029 und von 2030 bis 2033.

    Um die Bedürfnisse rund um die kommunalen Immobilien erfassen zu können, hatte die Gemeinde vom 15. Dezember 2023 bis 15. Januar 2024 eine Online-Mitwirkung durchgeführt. Daran nahmen 444 Personen teil. Im August hat der Urdorfer Gemeinderat dann die Eckpunkte der Immobilienstrategie an einer öffentlichen Veranstaltung in der Zentrumshalle der Bevölkerung dargestellt.

    Das Liegenschaftsportfolio der Gemeinde Urdorf umfasst laut dem jetzt vorgelegten Bericht in der Kategorie Hochbauten insgesamt 69 Objekte. 35 davon befinden sich im Verwaltungsvermögen und ein Objekt im Finanzvermögen der Gemeinde.