Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • CO₂-Speicherung in Beton: Innovation in London

    CO₂-Speicherung in Beton: Innovation in London

    Neustark hat gemeinsam mit dem britischen Baustofflieferanten Aggregate Industries, einer Tochter der Holcim-Gruppe, eine kommerzielle Anlage für die permanente Speicherung von Kohlendioxid in London eröffnet. In der Anlage können jährlich über 1000 Tonnen biogenes CO2 aus der Atmosphäre entfernt und in rezykliertem Beton gebunden werden, informiert das Berner ClimateTech-Unternehmen in einer Mitteilung. Diese Menge entspräche dem Kohlendioxid, das von 16‘000 Bäumen innert zehn Jahren gespeichert werden könnte. Die jetzt in London errichtete Anlage ist die erste ihrer Art in Grossbritannien und ergänzt die 19 Anlagen gleicher Bauart, die bereits in Europa installiert wurden. Sie ist ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen Neustark und der Holcim-Gruppe, die die neue CO2-Speichertechnologie von Neustark in allen Holcim-Recyclinganlagen weltweit einführen will.

    „Grossbritannien ist ein idealer Markt für uns: Das Land verfügt über eine ausgereifte Lieferkette und die notwendige Infrastruktur, die wir für die Entfernung von CO2 in grossem Massstab benötigen“, wird Valentin Gutknecht, CEO und Mitgründer von Neustark, in der Mitteilung zitiert. „Die Regierung unterstützt den Aufbau eines wettbewerbsfähigen CO2-Marktes und die Verlagerung weg von frühen Entwicklungsstadien hin zu einer ökologisch und ökonomisch tragfähigen Industrie.“

    „Unsere Partnerschaft mit Neustark hebt die Bemühungen zur Reduktion des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie auf ein neues Niveau“, heisst es von Lee Sleight, Chief Executive Officer von Aggregate Industries UK.

  • Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie

    Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie

    Ein zentraler Ansatz zur CO₂-Reduktion ist die Dekarbonisierung industrieller Abläufe. Ein vorgestellter Branchenfahrplan dient Unternehmen als Leitfaden, um geeignete Massnahmen zu identifizieren und umzusetzen.

    Optimierung des Baustoffs Beton
    Die nachhaltige Nutzung von Beton erfordert eine Optimierung seiner Eigenschaften und einen gezielten Einsatz entsprechend seiner Leistungsfähigkeit. Am Ende der Lebensdauer eines Bauwerks müssen Optionen wie Renovierung, Sanierung, Rückbau mit Wiederverwendung von Bauteilen oder Recycling sorgfältig abgewogen werden.

    Schadstoffmanagement in der Kreislaufwirtschaft
    Ein effektives Schadstoffmanagement ist essenziell für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Dies umfasst sowohl das Entsorgungskonzept des Bauherrn bei der Rückbauplanung als auch die Material- und Schadstofftrennung während der Materialbehandlung.

    Umgang mit PFAS
    Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind aufgrund ihrer Langlebigkeit und Allgegenwart eine besondere Herausforderung. Der Anlass beleuchtete Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit dieser Stoffgruppe.

    Innovative Dekarbonisierungsprojekte
    Ein Highlight war die Präsentation des weltweit grössten Elektroschmelzofens für Steinwolle. Dieses Projekt zeigt, wie Dekarbonisierung in der Praxis umgesetzt wird und welche Potenziale in der Produktion von Steinwolle liegen. Der Herbstanlass 2024 unterstrich die Bedeutung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und bot praxisnahe Lösungsansätze für die Bauindustrie.

  • Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Mit wachsendem Bewusstsein für Klimarisiken steigt der Druck auf die Immobilienbranche., Lösungen zu finden. Laut der aktuellen C-Change-Umfrage berücksichtigen 93 Prozent der befragten Investoren klimabezogene Risiken in ihren Entscheidungen. Dieser Trend spiegelt das zunehmende Engagement, klimapolitische Anforderungen nicht nur wahrzunehmen, sondern aktiv in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

    Datenmangel und fehlendes Wissen
    Trotz positiver Entwicklungen zeigen sich Hindernisse bei der Umsetzung von Dekarbonisierungsmassnahmen. Laut Umfrage mangelt es 61 Prozent der Unternehmen an fundiertem Wissen und qualitativen Daten, um die richtigen Schritte zur CO2-Reduktion einzuleiten. Aleksandra Smith-Kozlowska vom ULI betont die Notwendigkeit eines systematischen Wissenstransfers und einer besseren Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten.

    Übergangs-Risiken auf die Investmentstrategien
    Die Untersuchung zeigt, dass Übergangs-Risiken zunehmend die Strategie von Investoren beeinflussen. 94 Prozent der befragten Unternehmen berichten, dass die Risiken ihre Portfolioentscheidungen beeinflussen. Zwar tätigen 51 Prozent Investitionen in Objekte mit diesen Risiken und 30 Prozent sehen sich gezwungen, sich von betroffenen Objekten zu trennen. Der Kostenaufwand für Nachrüstungen und die Gefahr von Vermögenswerte, rückt hierbei in den Fokus.

    Ein Instrument zur Risikominderung
    Die Umfrage verdeutlicht das steigende Interesse an einer CO2 Steuer als strategisches Mittel zur Dekarbonisierung. 21 Prozent der Unternehmen haben in den letzten 12 Monaten freiwillig interne Mechanismen zur Kohlenstoffbewertung eingeführt. Rund 71 Prozent nutzen einen Schattenpreis je Tonne CO2, um potenzielle Emissionskosten in die Geschäftsplanung einzubeziehen

    Hindernisse der nachhaltige Immobilienwirtschaft
    Trotz der Fortschritte gibt es Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, die eine branchenweite Einführung der CO2 Steuer bislang bremsen. Kritische Faktoren sind der Mangel an Datenkonsistenz, fehlende Unterstützung durch Stakeholder und Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen auf finanzielle Ergebnisse und betriebliche Strategien.

    Als Massnahmen fordert das ULI eine intensivere Aufklärung und die Einführung klarer Richtlinien. Die jüngsten Publikationen des ULI, darunter «Accelerating Accountability: The Case for Carbon Pricing» und «Universal Principles for Carbon Pricing in the Real Estate Sector», sollen der Branche helfen, Kohlenstoffpreise als integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette zu etablieren und somit langfristige Nachhaltigkeitsziele zu fördern.

  • Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Das Konzept des neuen Kindergartens ist beeindruckend. Das Sockelgeschoss beherbergt neben einer Küche und einem Therapieraum alle notwendigen Flächen für Haustechnik, Lager, Reinigung und Aussengeräte. Durch die zurückgesetzte Bauweise tritt das Sockelgeschoss dezent in Erscheinung und schafft vielfältig nutzbare und vor Witterung geschützte Aussenflächen. Eine barrierefreie Erschliessung wird durch eine neue Wegführung vom Haupteingang am Charlottenweg gewährleistet.

    Auf diesem massiven Sockel erhebt sich das Kindergartengeschoss, das sich in drei «Häuser» mit Zeltdächern gliedert. Jedes dieser «Häuser» dient spezifischen Nutzungen und bietet den Kindern individuelle Haupt- und Gruppenräume. Die architektonische Gestaltung mit den Zeltdächern, die auch im Innenraum ersichtlich sind, schafft eine besondere Atmosphäre, die durch die Kombination aus Boden und «Deckenhimmel» als zusätzliche Raumbegrenzung ein vielschichtiges Raumerlebnis ermöglicht. Eine Galerie in den Hauptzimmern ergänzt den Raum und bietet den Kindern Rückzugs- und Beobachtungsorte.

    Der Neubau wird fast 3 Millionen Franken kosten, wobei das Gebäude selbst rund 2,2 Millionen Franken in Anspruch nimmt. Zusätzliche Kosten fallen für Mobiliar, Umgebungsgestaltung, den Anschluss an die Fernwärme und unvorhergesehene Ausgaben an.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Die Architekturbüros Berger Hammann Architekten AG und BRH-Architekten AG haben mit ihrem Entwurf die Jury überzeugt. Die Holzbauweise und durchdachte Raumeinteilung waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Das an ein «Waldhüttenensemble» erinnernde Projekt fügt sich perfekt in die naturnahe Umgebung des Charlottenfels ein.

    Die Fertigstellung des neuen Doppelkindergartens ist für den Spätsommer 2025 geplant.

    Neuhausen investiert in die Zukunft
    Die Bevölkerung von Neuhausen wächst stetig durch den Bau neuer Wohnanlagen. Nebst dem Doppelkindergarten Charlottenfels der im Herbst 2025 eröffnet wird sind weitere Schulraumerweiterungen geplant.

    Diese Investitionen in Bildung und Infrastruktur sind klare Signale für die Zukunft Neuhausens. Die Gemeinde setzt auf qualitatives Wachstum und Nachhaltigkeit, um den Anforderungen einer dynamischen Bevölkerungsentwicklung gerecht zu werden.

  • Das Kammgarnareal im Süden

    Das Kammgarnareal im Süden

    Im Rahmen einer umfassenden Vision für die Stadt Schaffhausen soll das Kammgarnareal durch neue Zugänge und eine bessere Anbindung an das städtische Gefüge weiterentwickelt werden. Neben den bestehenden Zugängen von der Baumgartenstrasse, der Rheinuferstrasse und der Rheinstrasse wird ein neuer Durchgang entlang der Klosterstrasse geschaffen, um die Erreichbarkeit zu verbessern. Dies integriert das Areal noch stärker in die städtische Infrastruktur und ermöglicht neue Nutzungsmöglichkeiten.

    Das Kammgarnareal wird Teil einer «Perlenkette» von Begegnungsorten entlang des Rheinufers, die eine wichtige Rolle bei der weiteren Aufwertung dieses Gebiets spielen wird. Mit dem Baustart im September beginnt die etwa zweijährige Bauphase, mit dem Schaffhausen einen modernen, attraktiven Stadtteil gewinnen wird, der als Begegnungsort und Kulturzentrum die städtische Lebensqualität erheblich verbessert.

    Aufwertung der Flächen und Erhöhung der Aufenthaltsqualität
    Im Zuge der geplanten Neugestaltung sollen die auch Flächen aufgewertet werden. Durch die Schaffung grosszügiger Grünflächen, Sitzgelegenheiten und eines Wasserspiels im Innenhof der ehemaligen Kammgarnspinnerei wird die Aufenthaltsqualität gesteigert. Diese Massnahmen zielen darauf ab, den Kammgarnhof in einen attraktiven Ort der Begegnung und Erholung zu verwandeln, der für Veranstaltungen und den alltäglichen Aufenthalt genutzt werden kann.

    Neue Nutzungen und moderne Infrastruktur
    Ein zentrales Element der Umgestaltung ist der Bau einer einstöckigen Tiefgarage mit rund 90 Parkplätzen, die unter dem Kammgarnhof entstehen soll. Dadurch wird der Innenhof autofrei und bietet mehr Raum für Veranstaltungen und Erholung. Vor dem Westflügel ist eine Pergola geplant, während vor dem Nordflügel eine grosse Terrasse entstehen wird.

    Der historische Westflügel des Kammgarnareals wird im Rahmen der Sanierung für neue Nutzungen vorbereitet. Im Erdgeschoss, entlang einer neuen Passage zum Innenhof, werden die Bibliothek und die Ludothek untergebracht. Die verglasten Fassaden geben Passanten einen attraktiven Einblick in die Welt der Bücher und Spiele.

    Das erste Obergeschoss wird zur Hälfte von der Bibliothek genutzt, während die restlichen Flächen in kleinen bis mittelgrossen Einheiten vermietet wird. Die Pädagogische Hochschule Schaffhausen zieht in den oberen Etagen ein, während die verbleibenden Flächen für flexible Nutzungsmöglichkeiten durch weitere Mieter zur Verfügung stehen.

    Diese umfassende Umgestaltung des Kammgarnareals stärkt die Verbindung zur Altstadt und dem Rhein und verleiht dem Areal eine neue Bedeutung im städtischen Gefüge. Die geplanten Massnahmen tragen zur langfristigen Stadtentwicklung bei und schaffen einen modernen, lebendigen Stadtteil, der die Lebensqualität in Schaffhausen entscheidend verbessert.

  • Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Die AEW Energie AG erschliesst ihr Wärmeverbundnetz in Kaiseraugst für neue Kundschaft. Dazu wird sie laut einer Mitteilung am 4. November mit den Bauarbeiten für zwei Nebenstränge des Projekts «Ast Dorf» beginnen.

    Diese beiden Nebenstränge befinden sich im Bereich Lindenweg 11 und 13 sowie zwischen der Dorfstrasse, bei der Liegenschaft Nr. 36 und dem Heidemurweg. Die Arbeiten hierfür werden einer Mitteilung zufolge voraussichtlich bis Weihnachten abgeschlossen sein.

    Mit den Arbeiten am Hauptstrang der Fernwärme und den anderen Gewerken entlang der Dorfstrasse und dem Lindenweg wird im Januar 2025 begonnen. Abzüglich des Kostenbeitrags der Gemeinde investiert AEW insgesamt rund 3,2 Millionen in die Erweiterung des Wärmeverbunds Kaiseraugst.

    Das Wärmeverbundnetz Kaiseraugst ist seit Oktober 2021 in Betrieb. Es ist eines der grösseren des Kantons Aargau. 2023 wurde im Industriegebiet, im Südosten und mit dem Ast zum Altersheim Rinau weitere Kundschaft erschlossen. Aktuell versorgt das Grossprojekt, dessen Erstellung über vier Jahre dauerte, über 1500 Haushalte und zahlreiche Industrie- und Gewerbekunden mit Wärme aus mindestens 80 Prozent erneuerbar erzeugter Energie.

  • Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Die Energieverbund Bielersee AG liefert laut einer Mitteilung erstmals Energie an Kundschaft in Nidau und Biel. Dazu wurde in den vergangenen Wochen der Zwischenkreis erstellt, der das Pumpwerk an der Dr. Schneiderstrasse mit der Energiezentrale im Alpha-Gebäude in Nidau verbindet.

    Das Seewasser gelangt über zwei Leitungen in 20 und 30 Metern Tiefe in das Pumpwerk. In der Energiezentrale wird über Wärmepumpen Warmwasser für Heizungen gewonnen, die an das Wärmenetz angeschlossen sind. Die Kälte wiederum wird über ein separates Netz ins Gebiet Robert-Walser-Platz beim Bahnhof Biel geleitet. Für kalte Tage steht ein Spitzenlastkessel bereit.

    Die Planungen für die Seewassernutzung reichen bis 2015 zurück. 2020 gründete Energie Service Biel/Bienne die Energieverbund Bielersee AG, an der inzwischen auch die Stadt und die Burgergemeinde Nidau beteiligt sind. Im März 2022 wurden die Seeleitungen verlegt, im darauffolgenden Mai der Rohbau des Pumpwerks fertiggestellt. Künftig sollen die Energiezentrale saniert und das Wärmenetz Richtung Ipsach erweitert werden.

  • Effiziente Beleuchtung und angenehme Atmosphäre im Kantonsspital St.Gallen

    Effiziente Beleuchtung und angenehme Atmosphäre im Kantonsspital St.Gallen

    Das Kantonsspital St.Gallen will sich mit dem kürzlich eröffneten Haus 7 A nicht nur mit einem prägnanten Gesicht präsentieren, sondern auch effiziente und kostengünstige Abläufe organisieren. Wie es in einer Mitteilung heisst, zielt die Gestaltung darauf ab, Patientinnen und Patienten im Genesungsprozess zu unterstützen und Mitarbeitenden eine effiziente und angenehme Arbeitsumwelt zu bieten. Dazu gehört auch die lichttechnische Gestaltung, bei der Leuchten des in Tuggen ansässigen Unternehmens Tulux zum Einsatz gekommen sind.

    Durchgangsbereiche sind mit 4000 Metern LED-Lichtband ausgerüstet worden. Behandlungs- und Untersuchungsräume werden wie auch andere Arbeitsräume von Doppelwannenleuchten erhellt, deren 30×30 Zentimeter grosse Module sich ergänzen lassen. Für wohnliche Atmosphäre in Warte- und Aufenthaltsbereichen kam die Deckenlampe SPIN 2 zum Einsatz. Im Restaurantbereich leuchten an Pendeln befestigte Kugellampen. Für Korridore und Aufenthaltsräume wurde dabei warmes Licht, für Arbeitsräume und medizinische Bereiche neutralweisses 4000K-Licht eingesetzt.

    «Die Zusammenarbeit mit Tulux an diesem Grossprojekt war top.» «Professionell und speditiv», wird die Kooperation in der Mitteilung bewertet.

  • Fernwärme und Nachhaltigkeit für den Metro Shop

    Fernwärme und Nachhaltigkeit für den Metro Shop

    Der Metro Shop in Baden ist laut einer Mitteilung an das Fernwärme- und Fernkältenetz angeschlossen worden. Mit seinem hohen Energiebedarf ist er mit einem jährlichen Verbrauch von rund 300‘000 Kilowattstunden einer der grösseren Abnehmer des Badener Energienetzes. Mit dem Anschluss ist es möglich, den CO2-Ausstoss um 50 Tonnen pro Jahr zu reduzieren, heisst es in der Mitteilung der Stadt.

    Die Stadt Baden verfolge das Ziel, ihre energiebedingten Treibhausgasemissionen bis spätestens 2050 auf Netto-Null zu senken. Dazu ist ein konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energien geplant. In Zusammenarbeit mit der Regionalwerke AG Baden treibt die Stadt den raschen Ausbau von erneuerbarer Fernwärme- und Fernkälte voran, heisst es weiter. Der Ausbau schreite zügig voran. Fünf Objekte im Verwaltungsvermögen mit einem jährlichen Verbrauch von rund 1‘235‘000 Kilowattstunden und fünf Objekte im Finanzvermögen mit einem jährlichen Verbrauch von rund 320‘000 Kilowattstunden (kWh) seien bereits angeschlossen.

    Im Projekt Metro Shop gehörten die vielen Schnittstellen zur grössten Herausforderung, wird Sandro Valsecchi zitiert, Projektleiter Heizungsanlagen bei der Regionalwerke AG Baden. „Besonders anspruchsvoll war das Verlegen der Leitungen in den beiden Geschossen des Parkhaus Bahnhofs – und das während des laufenden Betriebs“, so Valsecchi.

    Der Anschluss des Metro Shop markiere den Abschluss eines entscheidenden Teilprojekts im Ausbau des Fernwärme- und Fernkältenetzes. Das Projekt werde in Zukunft in Zusammenarbeit mit der Regionalwerke AG Baden weitere Stadtgebiete erreichen.

  • Energiegemeinschaften ZEV als Schlüssel zur Zukunft

    Energiegemeinschaften ZEV als Schlüssel zur Zukunft

    Der ZEV stellt eine innovative Lösung für die Energieversorgung in Immobilien dar. Durch diese Form der Kooperation können Eigentümer und Mieter von erneuerbaren Energien profitieren, die gemeinschaftlich erzeugt und konsumiert werden. ZEV ermöglicht es, den Energiebedarf effizienter zu decken, senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. In der SVIT Zürich Seminarreihe werden die Grundlagen des ZEV detailliert aufgezeigt und deren Relevanz für die Immobilienbewirtschaftung umfassend beleuchtet.

    Ein rechtlicher Rahmen für ZEV
    Um ZEV erfolgreich implementieren zu können, ist es unerlässlich, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verstehen. Das Seminar bietet einen Überblick über relevante Vorschriften und rechtliche Aspekte, damit die rechtlichen Anforderungen bekannt sind. Diese Kenntnisse sind entscheidend, um mögliche rechtliche Fallstricke zu vermeiden und eine rechtskonforme Umsetzung zu gewährleisten.

    Erfolgreiche Umsetzung im Fokus
    Mit  Praxisbeispiele werden Einzelhauslösungen sowie umfassende Areallösungen illustriert. Durch die Analyse konkreter Projekte erfahren die Teilnehmenden, wie diese Konzepte nicht nur in der Theorie funktionieren, sondern in der Realität erfolgreich Anwendung finden. Der Austausch über Best Practices wird dazu anregen, innovative Ideen für eigene Umsetzungen zu entwickeln.

    Effiziente Strukturen
    Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Organisation des Betriebs von ZEV in Miet- und Stockwerkeigentumsliegenschaften. Die effiziente Verwaltung und transparente Abrechnung sind ausschlaggebend für den Erfolg dieser Projekte. Experten erläutern, wie eine optimale Betriebsorganisation gestaltet werden kann, um die Vorteile des ZEV für alle Beteiligten zu maximieren und eine reibungslose Umsetzung zu garantieren.

    Zukunftsperspektiven
    Abschliessend wird einen Blick in die Zukunft geworfen. Wie wird sich ZEV in der Immobilienbranche weiterentwickeln? Welche Trends zeichnen sich ab und welche Chancen ergeben sich für Fachleute? Das SVIT Seminar bietet nicht nur wertvolle Impulse für die aktuelle Praxis, sondern auch visionäre Perspektiven für die Immobilienbewirtschaftung von morgen. Lassen Sie die Energiewende vorantreiben und ZEV als Schlüssel zu einer nachhaltigeren Immobilienwirtschaft etablieren.

  • Forschende entwickeln wirtschaftlich nutzbare Salzbatterien für sichere Energiespeicherung

    Forschende entwickeln wirtschaftlich nutzbare Salzbatterien für sichere Energiespeicherung

    Forschende des in Dübendorf ansässigen Labors für Materials for Energy Conversion der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) setzen ein vom Tessiner Salzbatteriehersteller Horien Salt Battery Solutions begonnenes Innosuisse-Projekt fort. Die Forschungszusammenarbeit verfolgt das Ziel, wirtschaftlich attraktive und nutzbare Salzbatterien zu entwickeln, heisst es in einer Mitteilung. Unter Salzbatterien versteht man solche Akkumulatoren, bei denen der Elektrolyt ein Feststoff ist, nämlich ein keramischer Ionenleiter auf Natriumaluminiumoxid-Basis. Die Kathode basiert dabei auf einem Granulat aus Kochsalz und Nickelpulver. Die Natriummetallanode entsteht erst beim Aufladen. Im Gegensatz zu gängigen Lithiumionen-Akkus sind Salzbatterien nicht brennbar. So sind sie in Einsatzgebieten vorstellbar, in denen Lithiumionen-Akkus nicht genehmigt sind, wie im Berg- und Tunnelbau oder auf Öl- oder Gasplattformen. Weitere Vorteile sind ihre Langlebigkeit sowie das deutlich günstigere Beschaffen der Ausgangsmaterialien. Die Rohstoffe sind im Unterschied zur Lithiumionen-Konkurrenz günstig und in grosser Menge verfügbar, heisst es in der Mitteilung.

    Ein Nachteil dieser Batterien ist ihre hohe Betriebstemperatur. Um einsatzbereit zu sein, benötigt eine Salzbatterie eine Temperatur von 300 Grad Celsius. Die Forschenden suchen nach Optionen, die Anwendungen wirtschaftlich zu gestalten. «Je nach Anwendung ist es wirtschaftlicher, eine Batterie warmzuhalten als sie zu kühlen», wird Empa-Forscherin Meike Heinz in der Mitteilung zitiert.

    Ein weiteres Bestreben ist, die Feststoffbatterien nickelfrei zu betreiben. Dabei soll das Kathodenmaterial Nickel durch andere Metalle, zum Beispiel Zink, substituiert werden. Ziel ist, Salzbatterien mit ihrer Sicherheit, ihrer langen Lebensdauer und dem Verzicht auf kritische Rohstoffe als langfristige stationäre Speicher zu etablieren.

  • Kanton Luzern stimmt über Ausbau der Erneuerbaren ab

    Kanton Luzern stimmt über Ausbau der Erneuerbaren ab

    Am 24. November entscheidet das Stimmvolk über eine Vorlage zur Änderung des Planungs- und Baugesetzes (PBG). Der Kanton Luzern erläutert in einer Mitteilung, dass die Änderung des PBG den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen soll. Verschiedene Massnahmen aus dem 2022 vom Parlament zustimmend zur Kenntnis genommenen Planungsbericht zur Klima- und Energiepolitik würden diese Änderungen am PBG erfordern. So sollen zum Beispiel künftig beim Bau von Parkplätzen direkt Ladestationen für Elektroautos eingeplant werden. Die SVP-Fraktion habe diese Änderungen abgelehnt, da ihrer Meinung nach die Produktion von erneuerbarem Strom freiwillig sein solle und «nicht durch Regulierungen erzwungen werden» soll. Die Fraktionen von Mitte, FDP, SP, Grünen und GLP haben dem Vorschlag des Regierungsrates hingegen zugestimmt. Auch der Kantonsrat hat mit 83 zu 27 Stimmen den Änderungen am PBG zugestimmt. Die Volksabstimmung am 24. November erfolgt nun, weil ein Komitee das Referendum ergriffen hat.

    Der Regierungsrat empfiehlt den Stimmberechtigten, die Änderungen anzunehmen. «Noch immer stecken wir zu viel Geld in den Import von fossilen Energieträgern aus dem Ausland. Mit einer Investition in unsere heimischen erneuerbaren Energien lösen wir uns aus der Abhängigkeit vom Ausland und generieren noch mehr Wertschöpfung hier vor Ort», wird der für die Gesetzesänderung zuständige Regierungsrat Fabian Peter in der Mitteilung zitiert.

  • Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Der Kanton Zug hat eine neue Energie- und Klimastrategie vorgelegt. Sie enthält gemäss einer Medienmitteilung 40 neue Massnahmen mit einer breiten Themenpalette. Damit soll der Wandel zur CO2-Neutralität beschleunigt werden.

    Angaben des Regierungsrats zufolge geht es zum einen um Investitionen in Pilotprojekte zum Ausbau des erneuerbaren Energiesektors. Dazu zähle die Energiespeicherung mittels Wasserstoff. Im energieintensiven Bausektor sollen Gebäude zu «Energiedrehscheiben» werden, welche sowohl Energie verbrauchen als auch produzieren. Für Privatpersonen und Unternehmen will die Regierung über langfristige Förderprogramme Anreize schaffen. In puncto Mobilität setzt der Kanton auf Elektroantriebe für eigene Fahrzeuge.

    Mit dem Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekt KERB (Klima, Energie, Ressourcen, Biodiversität) soll zum anderen in der Landwirtschaft angesetzt werden. Mit einer «angepassten Bewirtschaftung» werde die Reduktion des CO2-Ausstosses bereits heute gefördert. Um sie zu stärken, sollen Negativemissionstechnologien zum Einsatz kommen. Deren Potenzial werde derzeit in Studien untersucht.

    Als weitere Stellschraube sieht der Kanton eine Naturgefahrenstrategie vor. Priorität hätten eine klimaverträgliche Siedlungsentwicklung und die Verwendung von klimaangepassten Strassenbelägen.

    In allen Bereichen will der Kanton die Gesamtbevölkerung einbinden. «Es braucht das Engagement der Gemeinden, der Wirtschaft, der Wissenschaft und insbesondere auch der Bevölkerung», wird Baudirektor Florian Weber zitiert.

  • Fensterläden aus Green Aluminium

    Fensterläden aus Green Aluminium

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser wird an seinem österreichischen Standort Nenzing künftig Fensterläden aus sogenanntem Green Aluminium herstellen. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll das dabei verwandte Material zu 65 Prozent aus Prozess- und Verbrauchsschrott und zu 35 Prozent aus Primäraluminium bestehen. Letzteres wird unter Verwendung erneuerbarer Energien von Produzenten in Europa hergestellt. Mit der Verwendung des Green Aluminiums in der Klappladenproduktion will Griesser seinen CO2-Fussabdruck deutlich senken.

    „Klappläden weisen sehr grosse Produktionsmengen innerhalb des Fensterladensortiments auf“, wird Urs Neuhauser, CEO der Griesser Group, in der Mitteilung zitiert. „Mit 53 Prozent der Flügel ist das Modell A das Spitzenreitermodell. Wir möchten klar nach Wirkung priorisieren, weshalb wir uns entschieden haben, bei diesen Produkten zu starten.“

    Mit der Umstellung auf Green Aluminium fliessen künftig 160 Tonnen des Materials jährlich in die Produktion von Fensterläden in Nenzing ein. Gleichzeitig mindert Griesser seine CO2-Emissionen um 300 Tonnen. Das entspricht 35 Prozent der Emissionen im Produktbereich Fensterläden. Das Unternehmen versichert, dass die Verwendung des neuen Materials keine Nachteile hinsichtlich Stabilität und Qualität mit sich bringt. Die Garantiezusagen über sechs Jahre bleiben erhalten, heisst es in der Mitteilung. Laut Neuhauser soll bis Ende 2025 das komplette Fensterladesortiment auf die Produktion mit Green Aluminium umgestellt werden.

  • Boost My Startup Challenge 2024

    Boost My Startup Challenge 2024

    Das in Bern ansässige ClimateTech-Unternehmen Neustark konnte die diesjährige Boost My Startup Challenge für sich entscheiden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, setzte sich Neustark in dem vom Beraterunternehmen WSP aus Luzern und der Zürcher Grossbank UBS organisierten Wettbewerb gegen fünf weitere Mitbewerber durchsetzen. Das Berner Unternehmen, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), wurde von den Juroren für seine Technologie der Mineralisierung von CO2 gewürdigt. Mit dem Verfahren wird nach Unternehmensangaben Kohlendioxid in Kalkstein umgewandelt, der an den Poren und der Oberfläche von Betongranulat gebunden wird. Das derart karbonatisierte Granulat kann im Anschluss im Strassenbau oder für die Produktion von Recyclingbeton eingesetzt werden. Wie Neustark prognostiziert, will das Unternehmen bis 2030 insgesamt 1 Million Tonnen Kohlendioxid aus der Luft speichern und lagern.

    Mit der jetzt gewonnenen Challenge erhält das Berner Unternehmen Zugang zu den Teams, Büros und dem Kundennetzwerk von WSP sowie Unterstützung durch die Wachstumsberatung UBS Growth Advisory. Darüber hinaus kann das Unternehmen von Finanzmitteln profitieren, entweder durch die Wachstumsberatung von UBS oder durch WSP.

  • Solarstrom: Erste Anlage des zweiten Projekts in Betrieb

    Solarstrom: Erste Anlage des zweiten Projekts in Betrieb

    Die Zaugg Schlieren AG hat Mitte Oktober das erste Drittel ihrer zweiten Solaranlage in Schlieren in Betrieb genommen. Die dazugehörige Baubewilligung war erst Ende Februar beantragt worden, informiert die Schlieremer Spezialistin für Verpackung und Logistik in einem Beitrag auf LinkedIn. Die installierte Leistung wird dort mit 98,28 Kilowatt Peak angegeben. Damit können jährlich rund 95 Megawattstunden Solarstrom produziert werden.

    Im Jahr 2026 will Zaugg Schlieren Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 271,47 Kilowatt Peak installiert haben. Damit können jährlich rund 263 Megawattstunden Solarstrom erzeugt werden. Das Unternehmen ist 1977 von Werner Zaugg auf dem Areal des kurz zuvor stillgelegten Gaswerks in Schlieren gegründet worden. Seit 2011 ist der eigenen Angaben zufolge erste professionelle Schweizer Transportverpacker und Kistenfabrikant auch in China mit einem Standort vertreten.

  • Das Luzerner Wesemlin-Quartier macht’s vor, Energiewende gemeinsam meistern!

    Das Luzerner Wesemlin-Quartier macht’s vor, Energiewende gemeinsam meistern!

    Trotz vorhandener Technologien und Fördermassnahmen ist die Umstellung auf klimaneutrale Heizformen in der Schweiz noch immer eine Herausforderung. Vor allem hohe Investitionskosten und Unsicherheiten über die beste Technologie hemmen viele Eigentümer. Hier setzt das Luzerner Quartier Wesemlin an: In einem Kooperationsprojekt mit der HSLU sollen gemeinschaftliche, massgeschneiderte Heizlösungen entwickelt werden, die über Einzelaktionen hinausgehen und den gesamten Stadtteil in die Energiewende einbeziehen.

    Das QUBE-Projekt – Ein Modell für Veränderung
    Das Forschungsprojekt QUBE der HSLU und Innosuisse basiert auf der Annahme, dass gemeinschaftliche Heizlösungen mehr erreichen als isolierte Massnahmen. Das transdisziplinäre Team entwickelte eine Methode zur Begleitung solcher Veränderungsprozesse, die technische und soziale Faktoren gleichermassen berücksichtigt. Im Wesemlin-Quartier fand das Pilotprojekt eine perfekte Testumgebung: Anwohnerinnen und Anwohner, Behörden und Expertenteams arbeiteten zusammen, um klimaneutrale Energiequellen zu etablieren. «Nur durch die Einbindung aller Akteure können wir tragfähige und angepasste Lösungen für die lokale Energiewende finden», betont Prof. Alexa Bodammer von der HSLU.

    Gemeinschaftliches Know-how als Antriebskraft
    Anfangs ungewohnt, brachte der offene Austausch im Wesemlin-Quartier entscheidende Fortschritte. Die Anwohnerinnen und Anwohner konnten eigene Ideen, Erfahrungen und Bedenken einbringen, während das Forschungsteam die fachliche Moderation übernahm und technische Analysen einfliessen liess. Wirtschaftspartner und Behörden unterstützten die Planung, boten Daten an und halfen bei der Klärung von Fördermöglichkeiten. «Kooperative Projekte schaffen Lösungsmöglichkeiten, die durch Einzellösungen nie erreicht würden», erklärt Stefan Mennel vom Institut für Gebäudetechnik und Energie IGE.

    Energiewende als Gemeinschaftsaufgabe
    Das Projekt QUBE zeigt eindrücklich, dass technische Innovationen allein die Energiewende nicht bewerkstelligen können. Eine nachhaltige Veränderung gelingt nur, wenn die Anwohnerinnen und Anwohner mitgestalten und die Lösungen gesellschaftlich akzeptiert sind. Durch Workshops, Infoveranstaltungen und Netzwerktreffen wurden technische und soziale Kompetenzen gebündelt, um eine umsetzbare und akzeptierte Energiestrategie für das Wesemlin-Quartier zu entwickeln. «Diese gemeinschaftliche Herangehensweise wirkt als Multiplikator für den Wandel», so Bodammer.

    Wissensaufbau und Netzwerkbildung als Hebel für den Erfolg
    Die Zusammenarbeit mit Fachleuten und Behörden führte zu einem grossen Wissenszuwachs auf individueller Ebene. Heute sind die Quartierbewohnerinnen und -bewohner gut gerüstet für Gespräche mit technischen Anbietern und Energielieferanten. Für Daniel Bolliger, Anwohner und Forscher am iHomeLab der HSLU, zeigt das Projekt den Wert des gemeinsamen Engagements: «QUBE hat den Zugang zu relevanten Akteuren und Energieanbietern eröffnet – eine Chance, die Einzelpersonen sonst nicht bekommen hätten.»

    Ein Modell für die Zukunft
    Die im Rahmen von QUBE entwickelten Konzepte für die Quartier-Energiewende sind vielseitig einsetzbar. Die Methodik zur Begleitung und Moderation kooperativer Prozesse bietet eine Blaupause für ähnliche Projekte in anderen Quartieren und Städten. Laut Stefan Mennel ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Schlüssel: «Nur durch Disziplinen übergreifende, kooperative Zusammenarbeit lässt sich sicherstellen, dass alle Beteiligten richtig verstanden werden.» Dies gilt sowohl innerhalb des Projektteams als auch im Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers. Mit dem QUBE-Projekt wurde gezeigt, dass eine nachhaltige, gemeinschaftlich getragene Energiewende möglich ist – ein Modell für die Zukunft.

  • Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Die Energieeffizienz, die Energie-Autarkie und der Hitzeschutz sind aktuell grosse Themen und werden in der Zukunft noch zentraler. Seit 2023 kann nicht nur ein einzelnes Haus, sondern ein ganzes Areal von Minergie zertifiziert werden und damit auch die Umgebung verstärkt in die Planung von Wohnbauprojekten einbezogen werden. Das «Fischermätteli» in Burgdorf BE hat am 2. September 2024 von Minergie schweizweit das erste definitive Areal-Zertifikat erhalten und damit ein neues Level im nachhaltigen Bauen erreicht.

    Label mit hohen Anforderungen
    Der neue, umfassende Standard Minergie-Areal wird durch den Verein Minergie, die Kantone, die Wirtschaft und das Bundesamt für Energie getragen. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen sehr geringen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen in Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude weisen einen überdurchschnittlichen Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftwechsel aus. Die Gestaltung des Aussenraums erhöht die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität, beispielsweise durch geeignete Bepflanzung und Beschattungen. Das Minergie-Areal bietet zudem Anreize für eine klimafreundliche Mobilität.

    Über 6600 m3 Schweizer Holz
    Das Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem ehemaligen Gewerbeareal in Burgdorf BE. Gebaut wurde mit über 6600 m3 Schweizer Holz, wodurch das «Fischermätteli» schweizweit das grösste Projekt ist, welches den Minergie-A-ECO-Standard und Schweizer Holz vereint.

    Klimataugliche Umgebungsgestaltung
    Die Energie für das gesamte Areal stammt zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen: der Strom von den Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern, die Wärme für Heizung und Warmwasser von einer Heizzentrale, welche mit Schweizer Pellets versorgt wird. Das feinmaschige Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Carsharing, Velos und den öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working-Space fördert das Homeoffice und entlastet damit indirekt die Verkehrswege. Ausserdem sorgt die klimataugliche Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip für eine natürliche sowie effiziente Kühlung im Sommer und macht das «Fischermätteli» dank den unzähligen einheimischen Pflanzen zu einem Hotspot der Biodiversität.

    Erfolg dank klimafreundlichem Gesamtkonzept
    Dass sich das klimafreundliche Gesamtkonzept im Sinne des Standards Minergie-Areal nicht nur für die Bewohner, sondern auch für den Investor bezahlt macht, kann Pius Kneubühler, Managing Director Real Estate Development & Construction bei den Strüby Unternehmungen, bestätigen. «Der Erfolg hat sich bereits bei der Vermarktung der Eigentumswohnungen manifestiert. Die Nachfrage war derart erfreulich, dass alle Wohnungen bis Bauabschluss verkauft werden konnten.»

  • CO₂-Berichtspflicht in der Bauindustrie

    CO₂-Berichtspflicht in der Bauindustrie

    Gemäss den neuen Vorgaben im Schweizer Obligationenrecht sind bestimmte Unternehmen dazu verpflichtet, ihre CO₂-Emissionen systematisch zu messen und offenzulegen. Besonders betroffen sind Unternehmen, die hohe Emissionen verursachen oder in komplexe Lieferketten eingebunden sind – darunter Bauunternehmen, Handwerker und Hersteller von Baumaterialien. Bauherren und Grossprojekte verlangen immer häufiger einen Nachweis des Corporate Carbon Footprint (CCF), sodass Unternehmen, die bei Ausschreibungen teilnehmen wollen, früher oder später zur CO₂-Berichterstattung verpflichtet sein werden.

    CO₂-Bilanzierung worauf es ankommt
    Die CO₂-Bilanzierung von Unternehmen im Bauwesen basiert auf drei wesentlichen Bereichen, auch Scopes genannt. Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus eigenen Anlagen und Fahrzeugen, wie sie zum Beispiel bei der Nutzung von Baufahrzeugen anfallen. Scope 2 berücksichtigt indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie, etwa aus Stromverbrauch. Scope 3 bezieht sich auf indirekte Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, also auf Emissionen, die bei der Produktion und dem Transport von Materialien wie Beton und Stahl entstehen.

    Gerade in der Bauindustrie nehmen die Scope-3-Emissionen oft den grössten Anteil ein. Tatsächlich können bis zu 90 % der Emissionen indirekt anfallen, weshalb eine umfassende CO₂-Bilanzierung zwingend auch die gesamte Lieferkette in den Blick nehmen sollte. Für Handwerksbetriebe und Hersteller ist es daher besonders wichtig, den Scope-3-Bereich genau zu erfassen, um ihre Emissionsbilanz vollständig abzubilden und langfristig zu optimieren.

    Jetzt handeln
    Auch für Unternehmen, die noch nicht unmittelbar berichtspflichtig sind, kann es sinnvoll sein, frühzeitig eine CO₂-Bilanz zu erstellen. Nachhaltige Praktiken werden zunehmend zum Entscheidungskriterium bei Ausschreibungen, und der Nachweis über reduzierte Emissionen kann bald ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sein. Eine klare CO₂-Strategie signalisiert Ihren Geschäftspartnern und Kunden, dass Sie die Zukunft aktiv mitgestalten möchten und für die Anforderungen der Bauindustrie gerüstet sind.

    Kosten sparen durch Massnahmen
    Bauunternehmen und Materialhersteller, die sich auf eine CO₂-Bilanzierung vorbereiten, haben die Möglichkeit, durch energieeffiziente Maschinen oder optimierte Transportwege Emissionen und Betriebskosten zu reduzieren. Diese Einsparungen schonen nicht nur die Umwelt, sondern können auch langfristig wirtschaftliche Vorteile schaffen.

  • Revolutionäre Bauwerksüberwachung

    Revolutionäre Bauwerksüberwachung

    Die Überwachung der Statik und Stabilität von Bauwerken erfordert höchste Präzision. Genau hier setzt das neuartige Metamaterial des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) an. Dieses Metamaterial, mit künstlich hergestellten Strukturen, zeigt aussergewöhnliche Dehnungseigenschaften, die herkömmliche Materialien nicht bieten. Entwickelt von einem Forschungsteam unter der Leitung von Professor Martin Wegener, kann das Material Kräfte und Verformungen über grössere Distanzen «kommunizieren», was in der Bauwerksüberwachung bislang als undenkbar galt.

    Überwindung lokaler Begrenzungen
    Metamaterialien waren bisher auf lokale Wechselwirkungen beschränkt. Das neue Material des KIT jedoch ermöglicht es, dass die Bausteine auch über grosse Distanzen hinweg miteinander interagieren. Dr. Yi Chen vom KIT vergleicht diese Eigenschaft mit einer «Direktkommunikation» innerhalb des Materials. Eine Entwicklung, die die Materialforschung und Bauwerksüberwachung revolutionieren könnte. Mit dieser neuartigen Struktur eröffnet sich die Möglichkeit, Bauwerke grossflächig zu überwachen und frühzeitig auf strukturelle Veränderungen zu reagieren.

    Ungewöhnliche Dehnungseigenschaften für mehr Sicherheit
    Ein bemerkenswertes Merkmal dieses Metamaterials ist seine Reaktion auf Dehnung. Es zeigt eine ungleichmässige Ausdehnung und Kompression in verschiedenen Abschnitten. Anders als bei Materialien wie Gummi entstehen sogar Stauchungen an einigen Stellen, die spezifische Belastungen anzeigen können. Diese hohen Sensibilitätseigenschaften des Materials machen es für Ingenieurteams ideal, um kritische Stellen eines Bauwerks genau zu überwachen und präventiv auf Veränderungen zu reagieren.

    Mehr als Bauüberwachung
    Die hohe Sensibilität des Metamaterials eröffnet nicht nur im Bauwesen, sondern auch in der Biotechnologie neue Möglichkeiten. Die Fähigkeit, Kräfte über grosse Flächen präzise zu messen, könnte auch für die Charakterisierung von Zellkräften oder biologische Anwendungen genutzt werden. Die Entwicklung bringt daher nicht nur die Bauwerksüberwachung voran, sondern bietet auch neue Ansätze in der biologischen Forschung.

  • Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Nexans Schweiz hat fünf Monate früher als geplant seinen neuen Solarpark am Standort in Cortaillod in Betrieb genommen. Er besteht aus zehn einzelnen Anlagen, von denen jede auf einem anderen Dach installiert wurde. Diese unabhängigen Einheiten wurden dann zu einem übergeordneten System zusammengeschlossen. Dabei waren laut einer Mitteilung des Kabelherstellers Anpassungen an die architektonischen und strukturellen Besonderheiten erforderlich.

    Dieser Ansatz habe es ermöglicht, Eingriffe in die Produktionstätigkeit am Standort während der Installationsarbeiten vollständig zu vermeiden. «Das Ergebnis: eine zu 100 Prozent gelungene Inbetriebnahme, knapp fünf Monate früher als geplant.»

    Seit dem Sommer 2023 waren durch ein Spezialistenteam der Groupe E Greenwatt vom Standort Boudry NE «unter anspruchsvollen technischen Bedingungen» über 4000 Solarmodule mit einer Kapazität von je 430 Watt installiert worden. Insgesamt verfügt der Solarpark über eine Leistung von 1,7 Megawatt. Zusammen mit einer früher von Groupe E installierten 700 Kilowatt-Anlage erzielt Nexans nun eine auf über 90 Prozent geschätzte Eigenverbrauchsrate.

    «Diese strategische Partnerschaft unterstützt unser Ziel, unseren ökologischen Fussabdruck weiterhin zu verringern und unsere Tätigkeit nachhaltig zu entwickeln, und stärkt unsere Energieresilienz», wird Nexans Schweiz-CEO Marco Spinelli zitiert. «Auch ohne diese Anlagen verbraucht Nexans nur Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt, und zwar seit Jahresbeginn.»

  • Die Dekarbonisierung des Immobiliensektors erfordert einen neuen Ansatz

    Die Dekarbonisierung des Immobiliensektors erfordert einen neuen Ansatz

    Die Immobilieninvestmentgruppe Stoneweg begegnet diesen Herausforderungen proaktiv, insbesondere durch ihre Partnerschaft mit Romande Energie. Stoneweg hat beschlossen, auf mehreren ihrer Standorte in der Romandie und der Deutschschweiz Solarmodule im Rahmen des Contracting-Verfahrens installieren zu lassen.

    Die Energiestrategie von Stoneweg umfasst eine Reihe ambitionierter Renovierungsprojekte, die sich auf die Verbesserung der Isolierung, den Austausch veralteter Heizsysteme und die Integration erneuerbarer Energien konzentrieren. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen alle Dächer des Unternehmens mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Diese Entscheidung wird durch die steigenden Strompreise und den Wunsch motiviert, den Mietern Zugang zu erneuerbarer Energie zu einem vergünstigten Preis zu ermöglichen.

    Frédéric Noirot, Director of [glossary_exclude]Asset Management[/glossary_exclude] bei Stoneweg, erläutert die Vorteile des Projekts: «Unser Immobilienbestand umfasst auch ältere Industriegebäude. Das Contracting-Modell ermöglicht es uns, Photovoltaikanlagen zügig und ohne grosse Investitionskosten auf unseren Dächern zu installieren. Dadurch können wir zusätzliche Mittel in andere wesentliche Renovierungsmassnahmen investieren. Es ist eine klare Win-Win-Situation.»

    Im Rahmen des Solar-Energie-Contracting übernimmt Romande Energie die komplette Installation, Planung, [glossary_exclude]Finanzierung[/glossary_exclude] und [glossary_exclude]Verwaltung[/glossary_exclude] der Photovoltaikanlagen auf den Gebäuden der Kunden. Zudem wird die nicht vor Ort verbrauchte Energie von Romande Energie verwertet.

    Dieses [glossary_exclude]Modell[/glossary_exclude] bietet mehrere Vorteile: Es generiert zusätzliche Mieteinnahmen durch die optimierte Nutzung verfügbarer Flächen, verbessert das ESG-Rating der Immobilien und erhöht deren Attraktivität durch die Bereitstellung von Solarenergie für die Mieter.

    Die Kooperation zwischen Stoneweg und Romande Energie illustriert eindrucksvoll, wie Immobilienbesitzer den Wert ihrer Immobilien steigern und gleichzeitig zur Energiewende beitragen können. Durch den Einsatz grüner Technologien und die Etablierung strategischer Partnerschaften können sie nicht nur gesetzlichen Anforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt verbessern.

    Sehen Sie sich das vollständige Interview im Video an.

    Für weitere Informationen zum Solar-Energie-Contracting besuchen Sie die Webiste von Romande Energie.

  • Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Forschende der HSLU arbeiten an einer kostengünstigen Alternative zu Energiemanagementsystemen. Sogenannte Datenräume sollen den sicheren Datenaustausch zwischen Gebäuden und Energieversorgung übernehmen, erläutert die HSLU in einer Mitteilung. Das Team unter der Leitung von Christoph Imboden am Institut für Innovation und Technologiemanagement der HSLU arbeitet dabei mit dem Neuenburger Technologie-Innovationszentrum CSEM und der Privatwirtschaft zusammen und wird vom Bundesamt für Energie über das Programm EnergieSchweiz unterstützt.

    Den Einschätzungen der Forschenden zufolge liegt das Potenzial der Einsparungen durch Datenräume bei bis zu 5,32 Terawattstunden Strom jährlich. «Die Nutzbarkeit von vielen verschiedenen Messpunkten führt zu mehr Energieeffizienz, Flexibilität und überhaupt zu einer viel besseren Ausnutzung der Energieinfrastruktur», wird Imboden in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig benötigen die Datenräume im Gegensatz zu Energiemanagementsystemen keine zusätzliche Hardware. Auch müssen die Daten nicht zentral gespeichert werden. «Das führt zu grossen Kosteneinsparungen, einer Marktdynamisierung und auch zu einer Reduktion der Datenmenge, die transferiert und gespeichert werden muss», meint Imboden.

    Ein von den Forschenden aufgebauter erster Datenraum im Energiesektor erfüllt bereits auch die Anforderungen des Datenschutzes. Für eine Umsetzung im grossen Massstab muss die Technologie aber noch weiterentwickelt und an spezifische Schweizer Bedürfnisse angepasst werden.

  • Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Dächer von Neubauten oder bei Dachsanierungen in der Gemeinde Sursee sollen künftig grundsätzlich mit Solaranlagen ausgestattet werden. Für Flachdächer wird zudem eine Begrünung angestrebt. Dies hat der Gemeinderat von Sursee am 14. Oktober mit der grossmehrheitlichen Annahme eines Gegenvorschlags zur Gemeindeinitiative für eine unabhängige und ökologische Energieversorgung (Solar-Initiative) beschlossen. Das Initiativkomitee hatte die Solar-Initiative nach der Erarbeitung des Gegenvorschlags durch den Stadtrat zurückgezogen.

    Der Gegenvorschlag steht im Einklang mit dem neuen kantonalen Energiegesetz, das vorbehaltlich eines Referendums per 1. März 2025 in Kraft tritt. Neubauten müssen dann zu 60 Prozent mit Solaranlagen bestückt werden, bei Dachsanierungen gelten 30 Prozent. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, ist eine Ersatzabgabe von 1000 Franken pro Kilowatt fällig. Abweichend vom kantonalen Gesetz soll diese Abgabe in Sursee nur möglich sein, wenn Bau und Betrieb der Solaranlage wirtschaftlich unzumutbar sind.

    Zur Begrünung von Dächern werden im neuen kantonalen Energiegesetz keine Vorgaben gemacht. Sursee will begrünte Dächer jedoch zur Verbesserung des Stadtklimas und als Ersatzlebensraum für Pflanzen und Tiere nutzen. Daher wird auf Flachdächern eine Kombination aus Begrünung und Solaranlagen als Standard angestrebt.

    Die in der Solar-Initiative geforderte Solarnutzung von Fassaden ist im Gegenvorschlag nicht vorgesehen. Hier wurden vom Stadtrat negative Auswirkungen auf das Ortsbild befürchtet. Zudem fällt das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Fassadenanlagen derzeit noch schlechter als das von Dachanlagen aus.

  • Zürcher Versorger bauen Smartmeter-Netz aus

    Zürcher Versorger bauen Smartmeter-Netz aus

    Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz), Energie 360° und die Wasserversorgung Zürich (WWZ) weiten laut einer Medienmitteilung die Ausstattung mit Smartmetern aus. Sie ersetzen analoge Zähler, die noch von Hand ausgelesen wurden. Dadurch könnten Verbrauchsdaten schneller erfasst und übermittelt werden. Indem Strom, Wasser und Gas digital ausgelesen werden, hätten Kunden mehr Transparenz über den Verbrauch. Für die Wasserversorgung entstehen zusätzliche Vorteile bei der Fehlersuche. Über digitale Wasserzähler seien eventuelle Leckagen und Rohrschäden rascher feststellbar.

    Seit August 2024 arbeitet die ewz an der Versorgung mit digitalen Zählgeräten, heisst es. Gasversorgerin Energie 360° sei seit April am Ausbau smarter Messsysteme beteiligt. Bis 2029 plant ewz den Austausch möglichst vieler konventioneller Zähler durch digitale Zähler. Rund 300’000 Smartmeter sollen in der Stadt Zürich verfügbar sein, weitere 4000  im Versorgungsgebiet der ewz in Graubünden. Die WVZ kündigt den Einbau von 33’000 intelligenten Wasserzählern bis 2036 an.

    „Mit dem Einbau intelligenter Zähler machen wir einen wichtigen nächsten Schritt zur Digitalisierung der Versorgungsnetze“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betrieb, zitiert.

    Die Smartmeter werden wie die Vorgänger weiterhin vorwiegend im Keller installiert.

  • Kooperation für intelligente Licht- und Gebäudelösungen

    Kooperation für intelligente Licht- und Gebäudelösungen

    Der Technologiekonzern ABB und die österreichische Zumtobel Group arbeiten bei der Weiterentwicklung intelligenter Licht- und Gebäudelösungen sowie Gleichstromanwendungen zusammen. Die Unternehmen werden sich laut einer Medienmitteilung auf die Integration der Gebäudeautomationslösungen von ABB mit den Lichtmanagementsystemen der Zumtobel Gruppe konzentrieren.

    Von der „gebündelten Kompetenz“ versprechen sich beide Unternehmen „effizientere, nachhaltigere und benutzerfreundlichere Smart-Building-Umgebungen“. Hierfür werde die Anwendung sensorbasierter Lichtlösungen beschleunigt mit dem Ziel, „Energieeffizienz zu optimieren, den Komfort der Gebäudenutzer zu erhöhen und die Effektivität der Steuerung von Heizung, Lüftung und Klimatechnik zu maximieren“. Der Mehrwert soll Kunden im Gewerbe-, Industrie- und Verwaltungsbereich zugute kommen.

    Mit der Kooperation sollen Innovationen beim Einsatz von Gleichstromtechnologie in industriellen Grossanwendungen gefördert werden. So sollen durch neu entstehende Synergien Gebäude effizienter, nachhaltiger und benutzerfreundlicher werden. Beim Einsatz moderner industrieller Stromnetze könnten erneuerbare Energie in grösserem Rahmen genutzt werden. Dies spare Ressourcen, reduziere die Einspeiseleistung und führe zu stabilen Netzen sowie ein offenes System für Anwender.

    „Unser Partnerschaftskonzept ermöglicht es uns, Innovation, Standardisierung und Nachhaltigkeit besser zu adressieren und bei neuen Technologien weiterhin eine Vorreiterrolle zu spielen“, wird Lucy Han, EVP for Building and Home Automation Solutions bei ABB, zitiert.

  • Holcim und Amazon unterstützen Start-ups für nachhaltiges Bauen

    Holcim und Amazon unterstützen Start-ups für nachhaltiges Bauen

    Das in Zug ansässige Baustoffunternehmen Holcim und der zu Amazon gehörige Climate Pledge Fund haben laut einer Mitteilung die Förderung von Start-ups beschlossen, die sich für nachhaltiges Bauen einsetzen. Die aus dem Fonds gestifteten Gelder für das in Afrika tätige Unternehmen 14Trees werden für Hochbauten in 3D-Druck-Technologie verwendet. 14Trees nutzt dabei die von Holcim und dem British International Investment (BII) entwickelte Technologie für im 3D-Druck hergestellte Bauten wie Schulen, Wohngebäude und ein kohlenstoffarmes Rechenzentrum. Das für Paebbl bereitgestellte Fördergeld will das Unternehmen nutzen, um seine Mineralisierungstechnologie, mit der sich CO2 in Beton speichern lässt, weiter voranzutreiben.

    „Indem wir mit Amazons Climate Pledge Fund in 14Trees und Paebbl investieren, können wir diese bahnbrechenden Technologien ausbauen, um die Grenzen des nachhaltigen Bauens zu verschieben – vom 3D-Druck bis hin zur Umwandlung von Beton in eine Kohlenstoffsenke“, wird Nollaig Forrest, Chief Sustainability Officer bei Holcim, in der Mitteilung zitiert.

    Francois Perrot, Managing Director von 14Trees, zeigte sich erfreut, Amazon und Holcim als Investoren gefunden zu haben. Für Marta Sjögren, Mitgründerin und Co-CEO von Paebbl, ermöglicht diese Finanzierungsrunde, „noch mutigere Schritte in unserer Mission zu unternehmen, die gebaute Umwelt zu einem Eckpfeiler der dekarbonisierten Wirtschaft zu machen“.

  • Nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft

    Nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft

    Eine der zentralen Herausforderungen der Bauwirtschaft ist die Reduktion von CO2-Emissionen. Durch die Dekarbonisierung von Prozessen und Abläufen in der Kies-, Beton- und Recyclingindustrie können Betriebe einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Der Herbstanlass bietet einen Branchenfahrplan, der Unternehmen dabei unterstützt, sinnvolle Massnahmen zur Emissionsreduktion zu identifizieren und umzusetzen.

    Optimierung des Baustoffs Beton für nachhaltige Bauprojekte
    Beton ist nach wie vor einer der am häufigsten genutzten Baustoffe weltweit. Doch auch hier spielt Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Der Herbstanlass zeigt, wie die Nachhaltigkeitseigenschaften von Beton optimiert und gezielt eingesetzt werden können. Am Ende eines Bauwerkes stellt sich die Frage nach der Wiederverwendung von Materialien. Optionen wie Renovierung, Sanierung oder Recycling bieten nachhaltige Lösungen, die im Rahmen der Veranstaltung diskutiert werden.

    Schadstofflenkung und -trennung als Basis der Kreislaufwirtschaft
    Eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft erfordert eine gezielte Schadstofftrennung und -lenkung. Dies beginnt bereits bei der Planung eines Bauprojekts und setzt sich bei der Materialbehandlung und Entsorgung fort. Am Herbstanlass werden die wesentlichen Aspekte der Schadstofftrennung erläutert, die bei Rückbauprojekten unerlässlich sind, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

    Umgang mit langlebigen Stoffen wie PFAS
    Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind eine Gruppe von langlebigen Stoffen, die immer mehr in den Fokus der Umweltforschung rücken. Diese Substanzen sind allgegenwärtig und stellen eine besondere Herausforderung in der Kreislaufwirtschaft dar. Der Herbstanlass bietet Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit PFAS und zeigt Lösungsansätze auf, die in der Praxis umgesetzt werden können.

    Innovative Dekarbonisierungsprojekte in der Praxis
    Ein Highlight des Herbstanlasses ist die Präsentation des weltweit grössten Elektroschmelzofens für Steinwolle. Dieses innovative Projekt zeigt, wie Dekarbonisierung in der Praxis umgesetzt wird und welche Potenziale in der Produktion von Steinwolle liegen. Fachleute erhalten praxisnahe Einblicke in die technischen Entwicklungen und deren Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

  • Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Der Energiebedarf im Kanton Zug beträgt fast 3000 Gigawattstunden jährlich, wobei Gebäude und Mobilität den grössten Anteil ausmachen. Die neue Energie- und Klimastrategie (EKS) des Regierungsrats zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu reduzieren und verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen. Zugleich will die Regierung die Versorgungssicherheit im Kanton stärken und die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null senken. Mit klaren Zwischenzielen bis 2030 konkretisiert die Regierung den Weg zu diesen ehrgeizigen Zielen.

    Investitionen in Solarstrom und Energiespeicherung
    Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Steigerung der Produktion von Solarstrom im Kanton. Parallel dazu werden Investitionen in innovative Energiespeichertechnologien wie Wasserstoff geplant. „Durch enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Wissenschaft wollen wir die Energieinfrastruktur der Zukunft gestalten“, erklärt Baudirektor Florian Weber. Auch die Gebäude im Kanton sollen vermehrt als Energieproduzenten dienen und so zur Energiedrehscheibe werden.

    Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und Negativemissionstechnologien
    Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts KERB setzt der Kanton auf Massnahmen in der Landwirtschaft zur Reduktion des CO2-Ausstosses. Wälder und Moore spielen eine zentrale Rolle bei der CO2-Bindung. Für unvermeidbare Emissionen setzt der Kanton auf Negativemissionstechnologien, die CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen sollen. Eine Studie soll das Potenzial dieser Technologien im Kanton ermitteln.

    Anpassungen an den Klimawandel
    Neben der Reduktion von Emissionen bereitet sich der Kanton Zug auch auf die Auswirkungen des Klimawandels vor. Durch eine kantonale Naturgefahrenstrategie sollen klimabedingte Risiken wie Hitze und invasive Schädlinge minimiert werden. Zugleich wird in klimaangepasste Strassenbeläge und nachhaltige Forstbewirtschaftung investiert, um sowohl Schutz als auch Erholungsräume zu sichern.

  • Ein neuer Standard im Kanton Zürich

    Ein neuer Standard im Kanton Zürich

    Vögel schützen, Kollisionen verhindern
    Der Umweltschutz steht im Fokus dieses neuen Gesetzes, das dem Schutz der avianen Fauna dienen soll. Schätzungen zufolge verlieren in der Schweiz jährlich über drei Millionen Vögel ihr Leben infolge von Kollisionen mit verspiegelten Fassaden und Fensterscheiben. Künftig sollen Neubauten hier eine Vorreiterrolle einnehmen und Massnahmen ergreifen, um solche Tragödien zu vermeiden. Der Kantonsrat hat heute in erster Lesung entschieden, dass die Planung künftig auf die Sicherheit für Vögel Rücksicht nehmen muss. Nach dem erfolgreichen Abstimmungsergebnis von 147 zu 30 Stimmen wird die Vorlage nun in die Redaktionskommission übergeben, und die formale Verankerung im Gesetz wird in etwa vier Wochen erwartet.

    Gestaltungsspielraum für nachhaltige Lösungen
    Die Diskussion über die genaue Formulierung führte jedoch zu kontroversen Debatten. Während die SP eine umfassendere Regelung forderte, die auch bestehende Gebäude einbeziehen sollte, einigte sich das Parlament auf den aktuellen Kompromiss. «Es ist entscheidend, dass wir den Vogelschutz jetzt umsetzen, auch wenn wir uns mehr gewünscht hätten», betonte Theres Agosti von der SP. Auch Thomas Forrer von den Grünen äusserte den Wunsch, dass auch grössere Umbauten in den neuen Vogelschutzartikel aufgenommen werden sollten.

    Herausforderungen für Bauherrschaften und Behörden
    Während einige Fraktionen die Initiative unterstützten, äusserte die FDP Bedenken und sah keinen akuten Handlungsbedarf. Sie argumentierten, dass der bestehende rechtliche Rahmen bereits ausreiche und dass Pläne, die Vögel gefährden, nicht genehmigt werden dürften. Dennoch betonte Agosti, dass das Problembewusstsein für den Vogelschutz oft unzureichend sei, und verwies auf Beispiele wie das Kantonsspital Winterthur, das durch transparente Glasgeländer für Gefahren sorgte.

    Der Grüne Baudirektor Martin Neukom erkannte ebenfalls die Gefahren, die von Glas ausgehen, und betonte, dass ein umfassendes Gesetz wichtig wäre, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Dennoch hatte der Regierungsrat Bedenken hinsichtlich des Mehraufwands für Bauherrschaften und Behörden geäussert und die Vorlage letztlich abgelehnt.