Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • KohlenKraft sponsert Zürcher Climathon

    KohlenKraft sponsert Zürcher Climathon

    KohlenKraft ist einer der Sponsoren des Climathonsin Zürich. Das geht aus einer Meldung von Runway hervor, dem im Technopark Winterthur ansässigen Förderer von Start-ups in der Frühphase. Der Runway Inkubator ist ein Programm des Center for Entrepreneurship am Institut für Innovation und Entrepreneurship der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

    Der Climathon ist ein 32-stündiges Format, das vom Impact Hub Zürich einmal im Jahr organisiert wird. Die Veranstaltung dient der Findung und Ausarbeitung von Ideen für den Klimaschutz in Zürich. In diesem Jahr findet er am 1. und 2. November im Zürcher Kraftwerk statt.

    Das 2023 gegründete Jungunternehmen KohlenKraft hat seinen Sitz ebenfalls im Technopark Winterthur. Dieser überschrieb im vergangenen Jahr ein Kurzportrait zum Einzug des Start-ups in seine Räume mit dem Satz: „Runway-Start-up KohlenKraft macht sich bereit für Revolution“. KohlenKraft hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bauindustrie mit klimapositiven Materialien zu versorgen. Seine Produkte wie Gips, Wandputz für den industriellen Einsatz, Ziegel und Wärmedämmung aus Biokohle nehmen während ihrer Lebensdauer mehr CO2 auf als sie ausstossen.

    Ausserdem schliesst KohlenKraft den Kreislauf: Die Pflanzenkohle wird aus Biomasseabfällen hergestellt, verringert den Bedarf an Rohstoffen wie Sand und trägt damit zu einer zirkulären gebauten Umwelt bei. Deshalb wurde KohlenKraft auch vom Circular Building Industry Innovation Booster gefördert. Das Programm von Innosuisse unterstützt den Übergang zur Kreislaufwirtschaft im Schweizer Bauwesen durch systematische Innovation.

    CEO Charles Gerike-Roberts und CTO Moritz Keller wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. 2022 gewannen die beiden KohlenKraft-Gründer an der ZHAW Sustainability Challenge den FrontRunner Award Award. An der ZHAW Startup Challenge 2023 holten sie den 1. Platz und wurden Klassensieger am Business Concept-Kurs von Startup Campus und Innosuisse.

  • Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch: Stadtzürcher Pläne

    Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch: Stadtzürcher Pläne

    Das Stadtzürcher Stimmvolk hat dem ewz-Rahmenkredit mit einer deutlichen Mehrheit von 82,0 Prozent und einer Ja-Mehrheit in allen Stadtkreisen deutlich zugestimmt. Damit kann der Stadtzürcher Energieversorger wie vom Stadtrat beantragt die erneuerbaren Energien weiter ausbauen. Der Rahmenkredit in Höhe von 300 Millionen Franken soll unter anderem den Ausbau von bestehenden Wasserkraftanlagen und die Rekonzessionierung von Wasserkraftwerken, alpine Photovoltaikanlagen sowie Windparks finanzieren. Er soll es auch ermöglichen, dass sich die Stadt an Unternehmen beteiligt, die Anlagen der erneuerbaren Energien planen, bauen oder betreiben.

    Ausdrücklich sollen die Mittel auch für Beteiligungen des Stadtzürcher Energieversorgers ewz am Ausbau erneuerbarer Energien im Ausland eingesetzt werden können. Derzeit bilden Frankreich, Deutschland, Norwegen und Schweden Schwerpunktländer des ewz-Engagements im Ausland.

    Es handelt sich um den vierten Rahmenkredit für den Ausbau erneuerbarer Energien seit 2008. Er soll es der ewz erlauben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Rahmenkredit ist vom Gemeinderat mit einer Mehrheit von 97 zu 14 Stimmen angenommen worden. Gegen ihn hat sich nur die SVP ausgesprochen.

  • Winterthur stimmt der Erneuerung der Kehrichtverbrennung zu

    Winterthur stimmt der Erneuerung der Kehrichtverbrennung zu

    Das Stimmvolk von Winterthur hat der Erneuerung der Kehrichtverbrennungsanlage des Stadtwerks mit 87,0 Prozent und einer Ja-Mehrheit in allen Stadtkreisen deutlich zugestimmt. Damit kann die Verbrennungslinie 2 der Kehrichtverwertung erneuert werden. Für einen neuen Verbrennungsofen, einen Elektrofilter sowie eine neue Rauchgasreinigung und eine neue Abwasserbehandlung sind Investitionen in Höhe von 293 Millionen Franken vorgesehen.

    Die neue Anlage soll bei einer gleichbleibenden Kapazität 190‘000 Tonnen Abfall im Jahr verbrennen können. Künftig soll aber die Abwärme der Rauchgasreinigung für die Fernwärme genutzt werden können. Deren Wärmeleistung erhöht sich damit um 30 Prozent. Ausserdem soll die Rauchgasreinigung den Grenzwert der Stickoxidemissionen künftig um 40 Prozent unterschreiten und durch die Kondensation der Rauchgase 12,6 Kubikmeter Wasser einsparen. Die neue Abwasserbehandlung soll künftig pro Tag bis zu 7,5 Tonnen Gips zurückgewinnen. Geplant sind auch ein zusätzlicher Heisswasserspeicher und eine Photovoltaikanlage.

    Das Vorhaben wird über den Gebührenhaushalt finanziert.

  • Trägerverein Energiestadt konzentriert sich auf Netto Null

    Trägerverein Energiestadt konzentriert sich auf Netto Null

    Der Trägerverein Energiestadt will seine 644 Gemeinden und Städte als Mitglieder künftig vor allem auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. In 30 Jahren Engagement habe vieles, was anfangs als fortschrittlich galt, zum Standard etabliert werden können, schreibt Energiestadt in einer entsprechenden Mitteilung. Um weiter als Schrittmacher zu agieren, sollen Zertifizierung und Unterstützung der Mitglieder konsequent auf das Netto-Null-Ziel ausgerichtet werden.

    Das Label Energiestadt zeichnet Städte und Gemeinden für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik aus. Der Zertifizierungsprozess wird dabei künftig netto-null-relevante Strategien und Massnahmen besonders stark gewichten. Als Beispiele werde in der Mitteilung der Ausstieg aus Erdgas beim Heizen und die Förderung von Elektromobilität genannt. Für die höchste Auszeichnung als Gold-Stadt muss in Zukunft nachgewiesen werden, dass Strategien und Massnahmen konsequent verfolgt werden und mit dem Netto-Null-Ziel vereinbar sind. Gleichzeitig will Energiestadt den Zertifizierungprozess für kleinere Gemeinden vereinfachen.

    „Mit den neuen Instrumenten stärkt Energiestadt seine Rolle als führendes Kompetenzzentrum für lokale Energie- und Klimapolitik in der Schweiz“, wird Maren Kornmann, Co-Geschäftsführerin von Energiestadt, in der Mitteilung zitiert. „So bietet Energiestadt als einzige Organisation ein umfassendes Paket für die Planung, Umsetzung und das Monitoring von Netto-Null-Massnahmen auf lokaler Ebene an.“

  • Virtuelle Realität für Stadtplanung

    Virtuelle Realität für Stadtplanung

    Forschende der ZHdK und der ZHAW haben ein innovatives Werkzeug für eine partizipative Stadtgestaltung entwickelt. Mittels Virtueller Realität (VR) wird Einwohnenden und Verantwortlichen die Möglichkeit gegeben, geplante Umgestaltungen virtuell zu erleben. So können beispielsweise die Auswirkungen verkehrsberuhigender Massnahmen auf den Strassenlärm, die Platzverhältnisse oder den Velo- und Fussverkehr über den Seh- und Hörsinn sinnlich erfahrbar gemacht werden.

    Im Projekt Gestalte Zürich unterstützen die Forschenden die Zürcher Stadtverwaltung bei der Planung nachhaltiger Räume in der Stadt, erläutert die ZHdK in der Projektbeschreibung. Gestalte Zürich wird vom Amt für Städtebau der Stadt Zürich, dem städtischen Tiefbauamt und den Verkehrsbetrieben Zürich unterstützt. Weitere Praxispartnerinnen sind die Organisationen myclimate, umverkehR und Fussverkehr Schweiz. Prototypen des VR-Werkzeugs konnten am 20. September am Zürcher Park(ing) Day ausprobiert werden. Das noch bis zum nächsten Jahr laufende Projekt wird von der Digitalisierungsinitiative gefördert. Sie hat das Ziel, die Zusammenarbeit Zürcher Hochschulen beim Thema Digitalisierung zu stärken.

  • Indiens Top-Messe für Umwelttechnologien

    Indiens Top-Messe für Umwelttechnologien

    In den letzten zehn Jahren hat sich die IFAT India zur wichtigsten Fachmesse des Landes für Umwelttechnologien und nachhaltige Lösungen entwickelt. Die Messe bringt Fachleute aus verschiedenen Bereichen wie Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling zusammen, um ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Die Veranstaltung fördert den Wissensaustausch, geschäftliche Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Industrievertretern, politischen Entscheidungsträgern und Umweltexperten. Aussteller aus aller Welt präsentieren ihre neuesten Technologien und Lösungen, um die spezifischen Umweltprobleme der Region anzugehen.

    Ein umfassendes Konferenzprogramm ergänzt die Messe, in dem Branchenexperten Einblicke und Erfahrungen zu aktuellen Umweltfragen und Trends teilen. Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich mit wichtigen Akteuren, Innovatoren und Geschäftspartnern weltweit zu vernetzen. Im Fokus stehen dabei Themen wie Abwassersysteme, Abwasserbehandlung, nachhaltige Wasserversorgung sowie ganzheitliches Abfallmanagement und Recycling. Die IFAT India bietet praxisnahe Lösungen für die drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit.

    Die Messe spiegelt das Engagement der indischen Umweltpioniere wider, ihre Leidenschaft in umfassende und nachhaltige Lösungen umzusetzen. Die IFAT India arbeitet darauf hin, ein saubereres, grüneres und nachhaltigeres Land zu schaffen.

  • Glasbausteine aus dem 3D-Drucker

    Glasbausteine aus dem 3D-Drucker

    US-Ingenieure haben stabile Glasbausteine entwickelt, die aus recycelten Glasflaschen im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Diese Bausteine sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern bieten eine umweltfreundliche Alternative zu Beton. Sie können wie Legosteine zusammengesetzt und wieder auseinandergebaut werden, was eine nachhaltige, zirkuläre Bauweise ermöglicht.

    Glas als vielseitiger Baustoff
    Glas ist bereits ein fester Bestandteil moderner Architektur, doch sein Potenzial als Baustoff geht weit über dekorative Anwendungen hinaus. Forscher des MIT haben gezeigt, dass Glas ein stabiler Werkstoff für tragende Strukturen sein kann. Das Verfahren nutzt recyceltes Glas, das in komplexe Formen gedruckt wird, und schafft Bausteine, die sich für vielfältige Bauprojekte eignen.

    3D-Druck eröffnet neue Möglichkeiten
    Mithilfe eines 3D-Druckers, der geschmolzenes Glas Schicht für Schicht verarbeitet, entstehen Bausteine, die sich flexibel einsetzen lassen. Diese Technik ermöglicht nicht nur Stabilität und Flexibilität, sondern auch eine Wiederverwendbarkeit der Bausteine, was den CO₂-Fussabdruck der Bauprojekte erheblich reduziert.

    Zirkuläre Architektur
    Die Glasbausteine stehen im Zentrum des Konzepts des zirkulären Bauens, bei dem Materialien wiederverwendet und ihre Lebensdauer maximiert werden. Einmal abgebaut, können die Bausteine in neuen Bauprojekten eingesetzt werden, ohne dass neue Materialien hergestellt werden müssen. Dies schafft einen nachhaltigen Kreislauf im Bauwesen.

    Die 3D-gedruckten Glasbausteine bieten eine vielversprechende Alternative zu Beton. Mit ihren stabilen Eigenschaften und ihrer Wiederverwendbarkeit könnten sie die Bauweise der Zukunft prägen und zu einer nachhaltigeren Bauindustrie beitragen.

  • Elektrifiziert Unternehmensflotte auch für Mitarbeiter 

    Elektrifiziert Unternehmensflotte auch für Mitarbeiter 

    Die weltweit erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen ist inBetrieb. In Zusammenarbeit mit der Empa entwickelte das ETH-Spin-off ein innovatives Material für Hochtemperatur-Wärmespeicher, das es ermöglicht, die Anlage rund um die Uhr zu betreiben – auch ohne Sonnenlicht.

    Die Anlage, nutzt die Kraft der Sonne, um CO₂ und Wasser in synthetische Treibstoffe wie Kerosin, Benzin und Diesel umzuwandeln. Dieser geschlossene CO₂-Kreislauf ist ein zukunftsweisendes Modell, das den Weg für eine nachhaltige Energiewirtschaft ebnen könnte. Besonders beeindruckend ist die Energiequelle Sonne und dass der Betrieb auch nachts durch innovative Wärmespeichertechnologie aufrechterhalten wird.

    Wärmespeicherung bei 1200 Grad
    Der Schlüssel zu dieser Innovation liegt im Wärmespeicher der Anlage. Ein grosses Feld von Spiegeln konzentriert Sonnenlicht auf einen Punkt, wodurch Temperaturen von bis zu 1200 Grad Celsius erreicht werden. Diese Hitze treibt den chemischen Prozess an, der aus CO₂ und Wasser wieder Treibstoffe erzeugt. Überschüssige Wärme wird in speziell entwickelten Ziegeln gespeichert, die die Anlage auch in den Nachtstunden weiter betreiben.

    Die Herausforderung bei der Materialentwicklung bestand darin, Ziegel zu finden, die den extremen Temperaturen und der korrosiven Wasserdampfatmosphäre standhalten. In einem zweijährigen Projekt entwickelten Empa-Forschende in enger Zusammenarbeit mit Synhelion ein Keramikmaterial, das den hohen Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig kosteneffizient produziert werden kann.

    Von der Forschung zur Praxis
    Für die Forschenden der Empa war es eine einzigartige Erfahrung, ihre Forschung auf solch einer grossen Skala umgesetzt zu sehen. Das Material, das in einem eigens entwickelten Hochtemperatur-Rohrofen getestet wurde, widerstand den extremen Bedingungen und ist nun in der Anlage «DAWN» verbaut. Diese technologische Errungenschaft bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung für die Treibstoffproduktion, sondern könnte auch zukünftig eine entscheidende Rolle in der Bau- und Immobilienbranche spielen.

    Die Zukunft im Blick
    Während die Anlage «DAWN» bereits in Betrieb ist, planen Synhelion und Empa weitere Schritte. Ab 2025 soll eine noch grössere Anlage in Spanien entstehen, die höhere Temperaturen und grössere Speicherkapazitäten nutzt, um die Effizienz der Treibstoffherstellung weiter zu steigern. Diese Entwicklung unterstreicht das Potenzial erneuerbarer Energien und zeigt, wie Innovationen die Energie- und Immobilienwirtschaft in eine nachhaltige Zukunft führen können.

  • Bioinspiriertes Baumaterial Revolution für die Bauindustrie

    Bioinspiriertes Baumaterial Revolution für die Bauindustrie

    Die Bauindustrie steht vor einer bahnbrechenden Innovation. Forschende haben ein Zementmaterial entwickelt, das nahezu sechsmal widerstandsfähiger ist als herkömmlicher Zement und Rissen deutlich besser standhält. Grundlage dieser revolutionären Entwicklung ist die Struktur des menschlichen Knochens, die als Vorbild für eine völlig neue Materialarchitektur dient.

    Das Team um Professor Reza Moini und Doktorand Shashank Gupta von der Princeton University veröffentlichte die beeindruckenden Ergebnisse in der Fachzeitschrift Advanced Materials. Durch die gezielte Gestaltung einer röhrenförmigen Struktur im Zement konnten sie die Rissausbreitung bedeutsam eindämmen und gleichzeitig die Verformbarkeit des Materials erhöhen – ohne dass es zu plötzlichem Versagen kommt. Diese Entdeckung verspricht, die Bauweise von Gebäuden grundlegend zu verändern.

    Festigkeit und Zähigkeit
    „Eine der grössten Herausforderungen bei Baustoffen wie Zement ist ihr sprödes Verhalten. Sie versagen oft abrupt und katastrophal“, erklärt Gupta. Deshalb lag der Fokus der Forschenden darauf, die Balance zwischen Festigkeit und Zähigkeit zu optimieren. Während die Festigkeit für die Belastbarkeit des Materials sorgt, verhindert die Zähigkeit das Entstehen und Ausbreiten von Rissen.

    Die Lösung liegt in der inneren Architektur des Materials. Durch das Nachbilden der menschlichen Kortikalis, der äusseren Knochenschicht, konnten die Wissenschaftler ein Zementmaterial schaffen, das widerstandsfähiger und zugleich flexibler ist. Die röhrenförmige Struktur, ähnlich den Osteonen im menschlichen Knochen, fängt Risse ab und verzögert deren Ausbreitung – ein Meilenstein im Bereich der Baustoffentwicklung.

    Robotik und 3D-Druck
    Neben den aussergewöhnlichen mechanischen Eigenschaften setzen die Forschenden auch auf modernste Technologien. Mit Hilfe von Robotik und additiver Fertigung (3D-Druck) haben sie eine Methode entwickelt, um die Röhrenarchitektur im Zement präzise zu steuern. Diese Technologie ermöglicht es, das Material massgeschneidert für verschiedenste Anwendungsbereiche zu fertigen . Eine zukunftsweisende Entwicklung für die Bauindustrie.

    Die Forschenden gehen davon aus, dass diese Prinzipien auch auf andere spröde Materialien angewendet werden können, um noch widerstandsfähigere Bauprodukte zu schaffen. „Wir haben erst begonnen, die Möglichkeiten zu erkunden“, so Gupta. Künftige Entwicklungen könnten noch effizientere und belastbarere Baumaterialien hervorbringen, die die Bauweise nachhaltig revolutionieren.

    Zementarchitektur neu gedacht
    Mit ihrer bahnbrechenden Forschung haben Moini und sein Team die Basis für eine neue Generation von Baumaterialien gelegt. Die Anwendung bioinspirierter Designprinzipien könnte zukünftig nicht nur im Zementbau, sondern auch in anderen Industriezweigen zur Entwicklung robusterer und widerstandsfähigerer Materialien führen.

    Diese Entdeckung könnte die Art und Weise, wie wir Städte und Infrastrukturen errichten, grundlegend verändern – ein spannender Ausblick auf die Zukunft der Baustoffindustrie.

  • Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    FlexBase will gemäss bereits vorgestellter Pläne sein neues Technologiezentrum zeitgetreu realisieren. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Technologieunternehmen dafür die ebenfalls in Laufenburg ansässige ERNE Gruppe als Generalauftragnehmer gewinnen. Der Bau soll den Plänen nach 2025 beginnen. Ein entsprechendes aktualisiertes Baugesuch ist bei den zuständigen Behörden eingereicht worden.

    Das Technologiezentrum soll auf den ehemaligen Swissgrid-Gelände errichtet werden. Kernstück soll ein Neubau gegenüber dem existierenden Gebäude sein. Nebst vielen Forschungseinrichtungen soll dort ein Rechenzentrum mit Kapazitäten für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen. Des Weiteren will FlexBase auf dem Gelände einen 20‘000 Quadratmeter grossen Batteriespeicher mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt errichten. Bei dem laut der Mitteilung nicht brennbaren und nicht explosiven Speicher handelt es sich um den «weltweit grössten und modernsten Batteriespeicher seiner Art». Mit dem Bau des neuen Technologiezentrums sollen mehrere hundert Arbeitsplätze für Fachkräfte sowie Ausbildungsplätze entstehen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, rechnet Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, trotz der Neuauflage des Projekts nicht mit einer Bauverzögerung. Er begründet die Auffassung mit der engen Zusammenarbeit mit ERNE: «In diesem Projekt habe ich von Anfang an nicht nur die Kompetenz von ERNE, sondern auch die volle Aufmerksamkeit des Top-Managements erfahren.» Auch der CEO von ERNE, Giuseppe Santagada, zeigt sich optimistisch: «Mein persönliches Commitment geht weit über die Realisierung dieses Projektes hinaus; es umfasst auch die Förderung neuer technologischer Kompetenzen und die Steigerung der Standortattraktivität von Laufenburg für die Vision einer prosperierenden Region».

  • Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    „Dieses Jahr hat Boum bei über 1000 Kunden für blühende Balkone und Terrassen gesorgt“, informiert Boum in einem Beitrag auf LinkedIn. Das 2021 als Ausgründung der Universität Bern entstandene Unternehmen hat ein aus Solarpanel, Wassertank, Sensoren und einer App bestehendes intelligentes System entwickelt, mit dem begrünte Balkone und Terrassen autonom gepflegt werden. Aufgrund der positiven Rückmeldungen zu seinem Produkt habe Boum beschlossen, „das System für den Indoor-Betrieb weiterzuentwickeln“, heisst es im Beitrag.

    Nach über einem Jahr Entwicklungszeit hat Boum das Pflanzenpflegesystem für die Begrünung von Wohnzimmern und Büros nun auf den Markt gebracht. Dafür wurde das Substrat für die Pflanzen auf die Bereitstellung der optimalen Bodenfeuchte für Zimmerpflanzen angepasst. Die Genauigkeit der Wasserzufuhr wurde über ein zusätzliches Sicherheitsventil verbessert. Tank und Töpfe sind durch zusätzlichen Schlauch und dezente Kabelkanäle „einfach und unauffällig“ verbunden.

    Die App kann erkennen, ob sich das System im Freien oder in einem Innenraum befindet und entsprechend angepasste Pflegehinweise liefern. Sie gibt auch Bescheid, wenn der Wassertank aufgefüllt werden muss. „Von heute an ist Boum das smarte Pflanzenpflegesystem für drinnen und draussen“, schreibt Boum auf LinkedIn. „Überall dort, wo Menschen ihr Leben aufblühen lassen möchten.“ Laut Unternehmensgründer Matthias Erb handelt es sich bei dem intelligenten Pflanzenpflegesystem um „eine Weltneuheit, die ab heute die Begrünung von Innenräumen einfach und elegant ermöglicht“.

  • Drohnenvoliere im NEST: Neue Testumgebung für nachhaltige Robotik

    Drohnenvoliere im NEST: Neue Testumgebung für nachhaltige Robotik

    Die Empa und die EPFL arbeiten künftig laut einer Mitteilung bei der Entwicklung von Robotik für Zwecke der Nachhaltigkeit zusammen. Die Empa bringt dabei ihre Kompetenzen in den Bereichen Materialien und Entwicklung sowie ihre Drohnenvoliere ein, die im November im modularen Forschungsgebäude NEST in Dübendorf eröffnet wird. Die EPFL bringt ihre Kompetenzen im Umweltmonitoring ein. Forschende und Studierende beider Einrichtungen werden künftig je nach Thema auch an der anderen Einrichtung arbeiten können.

    Empa-Forscher Mirko Kovacs lehrt seit Anfang September auch als Professor für Nachhaltigkeitsrobotik. Kovac leitet seit 2018 das Laboratory of Sustainability Robotic, das die Empa gemeinsam mit dem Imperial College London unterhält. Zu seinen zwei Teams in Dübendorf und London kommt nun ein drittes in Lausanne hinzu.

    Die Drohnenvoliere im NEST erlaubt Testläufe mit Robotern und Drohnen unter freiem Himmel, aber mit einem Käfig abgeschirmt von der Aussenwelt. Eine Wand der Voliere wird es erlauben,  Oberflächenmaterialien auszuwechseln und damit unterschiedliche Szenarien zu testen.

  • Erfolgreiche Rückkehr der ineltec mit Fokus auf Innovation

    Erfolgreiche Rückkehr der ineltec mit Fokus auf Innovation

    Ein Neustart, der überzeugt
    Die Rückkehr der ineltec war ein voller Erfolg. Die Messe, die am 11. und 12. September 2024 in der Messe Zürich stattfand, verzeichnete regen Zulauf und begeisterte sowohl Aussteller als auch Fachbesucher. Mit einem klaren Fokus auf Effizienz und Innovationskraft präsentierte die Messe ihre Neuheiten auf kompakten, fokussierten Ständen, die den direkten Austausch zwischen Besuchern und Anbietern förderten.

    Enormes Besucherinteresse und spannende Innovationen
    Die ineltec überzeugte mit einem beeindruckenden Besucherandrang: Bereits am Eröffnungstag waren die Hallen dicht gefüllt. Fachkräfte aus der gesamten Schweiz drängten sich um die neuesten Entwicklungen und Produkte der Aussteller. Messeleiterin Noëlle Marti zeigte sich überwältigt von der Resonanz: «Das enorme Interesse und die positiven Rückmeldungen unserer Besucher übertreffen alle Erwartungen. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn sich unsere intensive Vorarbeit auf diese Weise auszahlt.»

    Breite und Tiefe des Angebots – für jeden das Richtige
    Mit einem klar strukturierten Messelayout und einer breiten Palette an Ausstellern bot die ineltec für jeden etwas: Ob es um Smart Building, Kreislaufwirtschaft, Elektromobilität oder innovative Technologien ging – das Fachpublikum konnte gezielt nach den für sie relevanten Themen suchen und fündig werden. Besonders geschätzt wurde die Übersichtlichkeit, die es den Besuchern ermöglichte, sich effizient durch die verschiedenen Messestände zu bewegen.

    Expertenwissen im Speakers Corner
    Ein Highlight der Messe war das umfangreiche Vortragsprogramm im Speakers Corner. Hier präsentierten Branchenexperten ihre neuesten Entwicklungen und Tools, unter anderem zu den Themen künstliche Intelligenz, elektrische Anlagen und Elektromobilität. Die moderierten Innovation Pitches, organisiert von Electrosuisse, prüften die vorgestellten Technologien auf ihre Praxistauglichkeit – eine wertvolle Wissensquelle für alle Teilnehmenden.

    Der Nachwuchs im Fokus
    Ein besonderes Augenmerk legte die ineltec auf die Förderung des Nachwuchses. Insgesamt 16 Ausbildungsklassen besuchten die Messe und erhielten in geführten Touren einen Einblick in die neuesten Entwicklungen der Branche sowie in mögliche Karrieremöglichkeiten. Die Nachwuchsförderung wurde von EIT.swiss unterstützt, die den Gewinnern eines Wettbewerbs hochwertige Messgeräte überreichte – ein Motivationsschub für die nächste Generation der Elektrobranche.

    Netzwerken und Interaktion auf höchstem Niveau
    Neben den fachlichen Highlights bot die Messe auch Raum für Unterhaltung und Interaktion. Auf dem zweiten Marktplatz konnten die Besucher an Virtual-Reality-Simulationen, Geschicklichkeitstests und interaktiven Vorführungen teilnehmen – eine ideale Gelegenheit, um sich mit Kollegen auszutauschen und dabei neue Technologien hautnah zu erleben.

    Ein starkes Netzwerk und unterstützende Partner
    EIT.swiss, die Berufsorganisation für die Elektrobranche, war ein starker Partner der Messe und trug massgeblich zu ihrem Erfolg bei. Direktor Simon Hämmerli zeigte sich begeistert: «Die ineltec hat erneut bewiesen, dass sie der perfekte Ort ist, um den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Branche zu fördern. Die grosse Besucherzahl zeigt, dass das Interesse an der technologischen Entwicklung ungebrochen ist.»

    Die ineltec 2024 war ein voller Erfolg und hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Branche lebendig und zukunftsorientiert ist. Mit dem gelungenen Neustart freut sich die Elektrobranche bereits auf die nächste Ausgabe, die am 9. und 10. September 2026 stattfinden wird.

  • Forschung zu Erdbebensicherheit für Mehrgeschossbauten

    Forschung zu Erdbebensicherheit für Mehrgeschossbauten

    Forschende der Empa führen Praxistests zur Stabilität von mehrgeschossigen Holzbauten gegenüber Windstössen und kleineren Erdbeben durch. Die Ergebnisse sollen helfen, die Bauplanung vor allem bei immer beliebter werdenden und meist vier- bis fünfgeschossigen Holzbauten zu optimieren und die Gebäudesicherheit zu erhöhen, heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem sollen sie helfen, die Konkurrenzfähigkeit von Holz als nachhaltigem Baustoff für Mehrgeschossbauten steigern.

    Daher sei die Baubranche auf möglichst praxisnahe Daten hinsichtlich Steifigkeit, Grundschwingzeiten und Dämpfung angewiesen. Mit solchen Daten könne sichergestellt werden, dass genau die benötigte Menge an Material an den richtigen Stellen verbaut wird.

    Für ihre Untersuchung an einem realen Objekt setzt die Gruppe der Forschungsabteilung Ingenieurstrukturen einen hydraulischen Horizontalschwinger, einen sogenannten Shaker, ein. Er kann bis zu 1000 Kilogramm schwingende Masse kontrolliert in Bewegung versetzen. Die bisher ermittelten Daten liefern den Angaben zufolge nun Ergebnisse zu den dynamischen Eigenschaften eines mehrgeschossigen Holzbaus in hierzulande üblicher Bauweise.

    Bei einem Tag der offenen Tür am 14. September 2024 wird gezeigt, wie mit dem Shaker ein Tragwerksmodell in Schwingungen versetzt wird, die bei Erdbeben auftreten können. Am Modell wird sichtbar gemacht, wie die Gewichts- und Steifigkeitsverteilung im Tragwerk dessen Schwingungsverhalten beeinflussen.

  • Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    ERNE und Oxara können erste Erfolge bei ihrem Machbarkeitsnachweis für CO2-reduziertes Bauen vermelden. Die Arbeiten am Pavillon MANAL auf dem Campus der Hochschule Luzern in Horw schreiten voran, informiert das Aargauer Bauunternehmen in einem Beitrag auf LinkedIn. Beim Bau des Pavillons ist ERNE für das Mauerwerk verantwortlich. Dabei werden Produkte der Technologie Oxabrick von Oxara aus Dietikon verwendet. Die beiden Unternehmen sind im Mai eine Partnerschaft für die Entwicklung nachhaltiger Baustoffe auf Lehmbasis eingegangen.

    Im Projekt MANAL kommt der von ERNE verbaute Erdmörtel erstmals ausserhalb des Labors zur Anwendung. «Das Material verhält sich beim Mauern komplett anders als herkömmlicher Mörtel», wird ERNE-Maurer Mattia im Beitrag zitiert. «Wir mussten uns dafür zuerst eine angepasste Verarbeitungstechnik aneignen.» Als Vorteile des auf der Oxara-Technologie basiereden nachhaltigen Baustoffes nennt Mattia seine permanente Wasserlöslichkeit und lange Bearbeitbarkeit. Für Bögen und Gewölbe des Pavillons werden zementfreie Lehmsteine verbaut.

  • Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur hat laut einer Medienmitteilung hat an zwei Firmen insgesamt 55’000 Franken an Fördergeldern vergeben. Bereits seit 2007 fördert dieser Fonds im Sinne der Energie- und Klimapolitik der Stadt Winterthur regionale und lokale Projekte zur CO2-Reduktion sowie rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

    Die Roto Re-Use aus Winterthur erhält 35’000 Franken. Das in Gründung befindliche Unternehmen versteht sich als schweizweites Kompetenzzentrum für eine kreislaufgerechte Bauwirtschaft. Es entwickelt Workshops, in denen gezeigt wird, wie Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie konkret umgesetzt werden kann. Direkt auf der Baustelle sollen Fachpersonen lernen, wie Bauteile demontiert und wiederverwendet werden können und wie die Wiederverwendung geplant werden muss.

    Gerade die Bauindustrie weise ein hohes Potenzial für CO2-Einsparungen auf, so der Klimafonds und zitiert den Bericht Umwelt Schweiz 2022, wonach das Bauen für mehr als 80 Prozent des Abfalls verantwortlich ist. Zudem verursachen Baumaterialien rund 10 Prozent der Schweizer Treibhausgas-Emissionen.

    Die Firma Trinovent aus Oberengstringen erhält 20’000 Franken aus dem Klimafonds. Sie entwickelt eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Trinovent eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Dabei kombiniert das Unternehmen die bewährten Technologien der Luft- oder Wasser-Wärmepumpe mit der des Eisspeichers. Das Förderprojekt soll helfen, in Winterthur Kundschaft für das neue Heizsystem zu finden und den Prototyp in Richtung Serienmodell weiterzuentwickeln.

  • Neue Windenergieanlage am Flumserberg in Planung

    Neue Windenergieanlage am Flumserberg in Planung

    Axpo mit Sitz in Baden nimmt erste Abklärungen für einen möglichen Windpark auf dem Flumserberg im Kanton St. Gallen auf. Er könnte bis zu sechs Windenergieanlagen umfassen. In dieser Woche wird das Energieunternehmen laut seiner Medienmitteilung einen Windmessmast installieren. Damit sollen über ein Jahr hinweg Wind- und Fledermausdaten erfasst werden.

    Die gesammelten Daten sollen als Grundlage für die nächsten Projektschritte und die detaillierte Planung dienen. Für die Errichtung des Windmessmastes haben die Ortsgemeinde Flums-Dorf und die Alpkorporation Mols ihre Zustimmung erteilt. Der 120 Meter hohe Mast wird auf der Fläche Grappenchöpf aufgestellt, einem Standort, der laut Axpo ein vielversprechendes Windpotenzial bietet.

    Der produzierte Strom aus dem Windpark würde dem Verbrauch von über 10’000 Haushalten entsprechen. Er könnte den Angaben zufolge die Winterlücke füllen, weil zwei Drittel der Stromproduktion im Winter stattfinde. Wie Axpo weiter ausführt, würde ein Windpark auf dem Flumserberg nicht nur zur Reduktion von CO2-Emissionen beitragen und eine nachhaltige, erneuerbare Energiequelle nutzen, sondern auch wirtschaftliche Impulse für die Region setzen.

  • Fünf Kantone brechen Lanze für Windenergie

    Fünf Kantone brechen Lanze für Windenergie

    Regierungsvertretende der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, St.Gallen, Thurgau und Zürich haben an einer gemeinsamen Medienkonferenz in Winterthur eine Lanze für die Windenergie gebrochen. Sie solle „zu einem Standbein unserer künftigen Versorgung mit heimischer Energie werden – speziell zur Deckung der Winterstromlücke“, heisst es in einer entsprechenden Mitteilung des Kantons Zürich zur Konferenz. Dazu wollen die fünf Nachbarkantone einen „neuen Pioniergeist“ schaffen.

    An der Medienkonferenz stellten die zuständigen Regierungsmitglieder die jeweiligen Ansätze ihrer Kantone vor. Dabei ging Dölf Biasotto aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden auf den rückbaubaren Einfluss der Windturbinen auf das Landschaftsbild ein. Im Kanton Appenzell Innerrhoden soll der Aufbau von Windrädern von einer weiteren Entwicklung der Landschaft begleitet werden. Im Kanton Zürich werden derzeit die planerischen Voraussetzungen für die Nutzung von Windenergie geschaffen.

    Die Repräsentatinnen und Repräsentanten der Kantone St.Gallen und Thurgau wiesen in ihren Beiträgen auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung hin. Im Kanton St.Gallen wurde dafür im Sondernutzungsplan festgeschrieben, dass sämtliche betroffenen Gemeinden und deren Bevölkerung bei Bewilligungsverfahren mitsprechen können. Im Kanton Thurgau wurde eine gesetzliche Grundlage für die lokale Mitwirkung vorbereitet. In einem laufenden Projekt in Thundorf TG wird die Stimmbevölkerung am 24. November über den Bau eines Windparks entscheiden.

  • Urdorf präsentiert der Bevölkerung Immobilienstrategie 2030+

    Urdorf präsentiert der Bevölkerung Immobilienstrategie 2030+

    Der Urdorfer Gemeinderat hat die Eckpunkte der Immobilienstrategie Urdorf 2030+ an einer öffentlichen Veranstaltung am 29. August in der Zentrumshalle skizziert. Gemeinderat und Verwaltung präsentierten im Rahmen ihrer Immobilienstrategie zehn über das Gemeindegebiet verteilte Areale der öffentlichen Hand, heisst es in einer ausführlichen Mitteilung. Die darin festgehaltenen baulichen Renovationen, Neu- oder Erweiterungsbauten könnten über die nächsten Jahre und Jahrzehnte bis zu 110 Millionen Franken kosten.

    Bei der Strategie gehe es um eine mittel- bis langfristige Planungssicherheit für die Gemeinde, wird Liegenschaftenvorstand Urs Rüegg zitiert. Konkret ausgearbeitete Projekte enthält die Immobilienstrategie noch nicht. Diese sollen der Bevölkerung später einzeln vorgelegt werden.

    In der Mitteilung werden die Planungsbereiche einzeln aufgeführt, von den Schulen und Kindergärten bis zur Feuerwehr oder der Gemeindeverwaltung. Deren Zusammenfassung in einem einzigen grossen Gemeindegebäude im Zentrum wurde eine Absage erteilt. Für die konkrete Planung und Realisierung legten Gemeinderat und Planer zwei Zeithorizonte fest: von 2025 bis 2029 und von 2030 bis 2033.

    Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner sagte, man nehme die Inputs aus der Bevölkerung wie bisher auf und werde sie angemessen in den Abschluss der Immobilienstrategie einfliessen lassen. Um die Bedürfnisse rund um die kommunalen Immobilien erfassen zu können, hatte die Gemeinde vom 15. Dezember 2023 bis 15. Januar 2024 eine Online-Mitwirkung durchgeführt. Daran nahmen 444 Personen teil.

  • Fernwärmeleitung zwischen Perlen und Cham wird erweitert

    Fernwärmeleitung zwischen Perlen und Cham wird erweitert

    Der Energieversorger WWZ aus Zug baut den Wärmeverbund Ennetsee weiter aus. Wie aus seiner Mitteilung hervorgeht, soll die Region Ennetsee über eine Fernwärmeleitung mit der Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen versorgt werden. Dafür ist eine Erweiterung der Fernwärmeleitung von Rotkreuz bis nach Cham erforderlich.

    In einem weiteren Bauabschnitt wird die Leitung ab dem 7. Oktober in der Gemeinde Risch im Bereich der Holzhäuser Strasse verlegt. Bereits am 7. September beginnen dort Kanalisationsarbeiten. Diese wurden unter anderem erforderlich, weil es bei Starkregen in der Region zu wiederholten Überschwemmungen kam.

    Die Fernwärmeleitung wird während des Baus bereits vorgespannt. Das bedeutet, dass die Leitung schon vorgewärmt montiert und verschweisst wird. Ein solches Vorgehen verhindert das unkontrollierte Ausdehnen der Leitung unter Betriebslast.

    Während der Bauarbeiten ist in dem Bereich mit Verkehrsbehinderungen wie Strassensperrungen und Umleitungen zu rechnen. Die WWZ rechnet damit, die Fernwärmeleitung nach Cham bis zum Herbst 2026 fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen.

  • Städte weisen ein Vielfaches der Baumarten von Wäldern auf

    Städte weisen ein Vielfaches der Baumarten von Wäldern auf

    Eine Gruppe von Forschenden der WSL unter der Leitung von Benno Augustinus haben die Baumvorkommen in 26 Schweizer Städten und ihren umliegenden Wäldern untersucht. Dabei habe sich in den Städten mit über 1300 Baumarten ein enorm hoher Artenreichtum gezeigt, erläutert die WSL in einer entsprechenden Mitteilung. In den umliegenden Wäldern wurden dagegen nur 76 Baumarten ausgemacht. Während Städte als artenarm wahrgenommen würden und Wälder als artenreich, sei es in Wahrheit genau umgekehrt, so Augustinus in der Mitteilung.

    Nach Ansicht der Forschenden könnte die hohe Artenvielfalt in den Städten ein Einfallstor für invasive Waldschädlinge bilden. Potenziell gefährliche eingeschleppte Waldschädlinge – sogenannte Quarantäneschädlinge – finden unter den vielen Baumarten in den Städten prozentual mehr potenzielle Wirte als in den Wäldern. Um den Wald zu schützen, müsse daher vor allem in den Städten nach Schädlingen gesucht werden, heisst es in der Mitteilung.

    „Dabei hilft es sehr, wenn auch die Bevölkerung die Augen nach kranken Bäumen offen hält“, wird Augustinus zitiert. Er empfiehlt, bei der Begrünung von Städten auf die Fachkenntnisse der Forstbetriebe zurückzugreifen. In diesem Sinne könne die WSL-Studie „auch als Aufruf zu mehr Zusammenarbeit zwischen Förstern und Managern von städtischem Grün“ interpretiert werden.

  • Klimafreundliches Wohnprojekt in Burgdorf setzt neue Maßstäbe

    Klimafreundliches Wohnprojekt in Burgdorf setzt neue Maßstäbe

    Das Wohnbauprojekt Fischermätteli in Burgdorf hat die Arealzertifizierung von Minergiebekommen. Damit wurde laut einer Mitteilung der für die Realisierung zuständigen StrübyUnternehmungen zum ersten Mal ein ganzes Areal gemäss den Anforderungen des Schweizer Baustandards zertifiziert. Das im Herbst 2023 nach dreieinhalb Jahren fertiggestellte Wohnbauprojekt mit zehn Mehrfamilienhäusern erreiche „ein neues Level“ im nachhaltigen Wohnungsbau, so Strüby.

    Das Areal zeichnet sich den Angaben zufolge durch die Nutzung von 6’600 Kubikmetern nachwachsendem Schweizer Holz, zudem durch seinen sehr geringen Energieverbrauch und eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien. Die Treibhausgasemissionen in Erstellung und Betrieb seien minimiert worden. Ausserdem weisen die Gebäude einen überdurchschnittlichen Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftwechsel aus. Die Gestaltung des Aussenraums erhöht die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität, etwa durch geeignete Bepflanzung und Beschattungen. Zum Gesamtkonzept gehört auch ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept.

    Dass das klimafreundliche Gesamtkonzept gut ankomme, hat sich schon während der Fertigstellung des Quartiers gezeigt: „Die Nachfrage war derart erfreulich, dass alle Wohnungen bis zum Bauabschluss verkauft werden konnten“, wird Didier Pichonnaz, der Leiter Architektur bei den Strüby Unternehmungen, zitiert.

    Seit 2023 gelten neue Regeln für die Zertifizierung. Anders als bisher kann nicht nur ein einzelnes Gebäude, sondern auch ein ganzes Areal zertifiziert werden.

  • Neue Erkenntnisse zur Steifigkeit von Holzbauten

    Neue Erkenntnisse zur Steifigkeit von Holzbauten

    Holzbauten erleben in der Schweiz einen Aufschwung. Mit ihrer Nachhaltigkeit und Ästhetik werden sie immer beliebter, auch für mehrgeschossige Gebäude. Doch wie lässt sich sicherstellen, dass diese Bauwerke den Kräften von Wind und Erdbeben standhalten? Diese Frage beschäftigt die Bauforschung, insbesondere bei der Planung von Holzbauten mit bis zu 75 Metern Höhe. Denn damit Holzbauten auch bei extremen Bedingungen stabil bleiben, müssen die richtigen Aussteifungen und Tragwerkskonstruktionen vorhanden sein.

    Die Forschung auf diesem Gebiet hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Ein besonders spannendes Werkzeug dabei ist der Shaker, ein zwei Tonnen schweres Gerät, das im grössten Labor der Empa in Dübendorf zum Einsatz kommt. Der Shaker simuliert Erdbeben und starke Winde, indem er Gebäudemodelle in Schwingung versetzt. So wird das Schwingungsverhalten der Bauten unter realen Bedingungen untersucht und die Modelle zur Berechnung der Steifigkeit verfeinert.

    Der Shaker in Aktion
    Für den Tag der offenen Tür am 14. September 2024 wird der Shaker in der Bauhalle der Empa in Dübendorf vorgeführt. Dabei geht es nicht nur um wissenschaftliche Forschung – Besucher erhalten einen direkten Einblick in die Arbeit der Ingenieure. René Steiger, Pedro Palma und Robert Widmann, Bauingenieure der Empa, demonstrieren eindrucksvoll, wie der Shaker ein Tragwerksmodell in Schwingung versetzt und dabei das Verhalten der Gewichts- und Steifigkeitsverteilung analysiert.

    Diese Forschung ist von grosser Bedeutung, da in der Schweiz immer höhere Holzbauten errichtet werden. Während die meisten Gebäude im 4- bis 5-Geschosser-Bereich bleiben, zeigen Projekte mit mehr als 20 Geschossen das Potenzial des Baustoffs Holz. Doch um die Stabilität solcher Gebäude sicherzustellen, bedarf es präziser Berechnungen und praxisnaher Tests, wie sie mit dem Shaker durchgeführt werden.

    Komplexe Anforderungen an den Holzbau
    Die Herausforderung bei mehrgeschossigen Holzbauten liegt nicht nur in der Tragfähigkeit der Wände, sondern auch in der Balance zwischen Steifigkeit und Flexibilität. Während dickere Bauteile und zusätzliche tragende Wände oft als Lösung gesehen werden, können sie zu erhöhten Kosten führen. Manchmal ist es sogar vorteilhafter, wenn ein Bauwerk bis zu einem gewissen Grad nachgiebig auf Erdbebenstösse reagiert. Diese Nuancen müssen in den Computerberechnungen berücksichtigt werden, und genau hier liefert der Shaker wertvolle Daten aus der Praxis.

    Die Experimente in der Bauhalle und an realen Gebäuden wie in Oberglatt im Kanton Zürich zeigen auf, wie das Tragwerk während verschiedener Bauphasen an Steifigkeit gewinnt. So konnten die Forschenden genau beobachten, wie sich die Tragfähigkeit der Bauten veränderte, als tragende Wände, nicht tragende Wände und Fenster eingebaut wurden.

    Praxisnahe Daten für Planer und Architekten
    Lange Zeit stützten sich Planer auf rechnerische Näherungswerte, um die dynamischen Eigenschaften von Holzbauten zu bestimmen. Diese Werte basierten oft auf Versuchen aus Japan und Nordamerika, die jedoch aufgrund anderer Bauvorschriften und Anforderungen nicht ohne Weiteres auf die Schweiz übertragbar sind. Hier setzt die Arbeit der Empa-Forscher an: Durch den Shaker und die Messungen an realen Gebäuden werden präzise Daten zur Steifigkeit und Dämpfung geliefert, die speziell auf die hiesigen Bauanforderungen abgestimmt sind.

    Bauingenieure und Architekten erhalten damit verlässliche Informationen, um ihre Planungen zu optimieren und das Material Holz effizient und nachhaltig einzusetzen. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, Normen und Richtlinien weiterzuentwickeln und den Holzbau als ettbewerbsfähige Lösung für mehrgeschossige Bauten zu stärken.

    Holz als Baustoff der Zukunft
    Die Forschungsergebnisse der Empa zeigen, dass Holz als Baustoff für mehrgeschossige Bauten enormes Potenzial hat. Mit dem Einsatz des Shakers erhalten Bauingenieure und Architekten praxisnahe Daten, die es ermöglichen, Holzbauten sicherer und effizienter zu gestalten. Durch die Kombination von moderner Technik und wissenschaftlicher Expertise trägt die Empa entscheidend dazu bei, den Holzbau in der Schweiz weiter voranzutreiben und ihn als nachhaltige Alternative im Bauwesen zu etablieren.

  • Neuer Batteriespeicher für Gossau sichert Netzstabilität

    Neuer Batteriespeicher für Gossau sichert Netzstabilität

    Axpo hat auf dem Werkhofareal der Stadtwerke Gossau einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 2,5 Megawatt installiert und in Betrieb gesetzt. Die Stadtwerke verfügten damit neu über den grössten Batteriespeicher in der Region, erläutert das Aargauer Energieunternehmen in einer entsprechenden Mitteilung. Ihr zufolge ist der Speicher auf die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinde Gossau und die Netztopografie der Region zugeschnitten. Über den finanziellen Umfang des Projekts werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Die Stadtwerke Gossau wollen den Batteriespeicher für den Ausgleich von Bedarfsschwankungen und Leistungsspitzen einsetzen. Darüber hinaus soll er Blindleistung verarbeiten und zur Erhaltung der Netzspannung in der Region beitragen. Über Systemleistungen für die nationale Netzwerkgesellschaft Swissgrid unterstützt er zudem die Stabilisierung des Netzes in der Region.

    Der neue Batteriespeicher ist inselbetriebs- und schwarzstartfähig. Das bedeutet, dass er im Falle eines Stromausfalls die Stromversorgung für an den Inselbetrieb angeschlossene Einheiten autonom wiederherstellen kann. Relevante Betriebe für die Aufrechterhaltung der Versorgung von Gossau können sich dies zunutze machen. «Was 2019 mit einem parlamentarischen Vorstoss initiiert wurde, darf sich fünf Jahre später zeigen lassen», wird Claudia Martin, Stadträtin und Departementsvorsteherin Versorgung Sicherheit der Stadt Gossau in der Mitteilung zitiert. «Ein Energiespeicher, der die Versorgungssicherheit von Gossau gewährleistet.»

  • Feuerwehren setzen auf klimafreundliches hydriertes Pflanzenöl

    Feuerwehren setzen auf klimafreundliches hydriertes Pflanzenöl

    Die GVZ testet in einem Pilotprojekt den Einsatz von hydriertem Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil, HVO) als Kraftstoff für Feuerwehrfahrzeuge. «Ab heute betanken Schutz & Rettung Zürich, die Stützpunktfeuerwehren Kloten und Wallisellen, die Feuerwehr Männedorf-Uetikon sowie die Berufsfeuerwehr St.Gallen einen Teil ihrer Fahrzeuge mit HVO», informiert die GVZ in einer entsprechenden Mitteilung. Die fünf Feuerwehren sind für die Mitwirkung am Projekt besonders geeignet, da sie über eigene Betankungsanlagen verfügen.

    «Wir danken den fünf Feuerwehren für die Mitwirkung bei diesem vielversprechenden Projekt und freuen uns auf erste Resultate», wird Renato Mathys, Leiter Feuerwehr bei der GVZ, in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, einen Beitrag an die verbesserte Umweltbilanz von Feuerwehrfahrzeugen zu leisten.» Für das Pilotprojekt hat die GVZ insgesamt 28’000 Liter HVO beschafft. Sie trägt zudem die Differenz des Preises für den fossilfreien Brennstoff zum aktuellen Dieselpreis.

    Hydriertes Pflanzenöl hat laut Mitteilung eine bedeutend bessere Klimabilanz als Diesel und kann zudem mit einer hohen Energiedichte und Lagerstabilität punkten. Da der Biotreibstoff aus gebrauchten Speiseölen und -fetten hergestellt wird, geht seine Produktion auch nicht zu Lasten der Lebensmittelproduktion. Als weiteren Vorteil nennt die GVZ die unkomplizierte Verwendung: «Dieselmotoren müssen nicht kostspielig umgerüstet, sondern können nach demselben Plan betrieben und gewartet werden, wie im Betrieb mit Dieselkraftstoff.»

  • Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Forschende der HSLU haben im Projekt GreenPV das Potenzial für Begrünung und Solarpaneele an Gebäudefassaden ausgelotet. «Während auf Dächern die Vorteile von PV-Systemen und Begrünungen schon vermehrt genutzt werden, finden sie an Fassaden bisher weitestgehend keine Anwendung», wird HSLU-Forscherin Silvia Domingo in einer Mitteilung der Hochschule zum Projekt zitiert. Sie könnten jedoch unter anderem zur Schliessung der Lücke beim Winterstrom beitragen. Denn «der Energieertrag einer PV-Anlage ist an einer Südfassade im Winterhalbjahr aufgrund des jahreszeitlich bedingten tiefen Neigungswinkels der Sonne höher als auf einem Dach», erläutert Domingo.

    Begrünte Fassaden wiederum tragen neben ihrem Kühleffekt zur Biodiversität und zur Verminderung der Schallausbreitung bei. Zudem wird die Luftqualität durch die Bindung von Schadstoffen und die Produktion von Sauerstoff verbessert. Nach Ansicht der Forschenden der HSLU lassen sich Begrünung und Photovoltaik (PV) an Fassaden gut kombinieren. «PV kommt da zum Zug, wo eine hohe Energiegewinnung möglich ist, also an einer unbeschatteten Fassade in den oberen Stockwerken», meint Domingo. Begrünungen sollten hingegen an den unteren Stockwerken und in Innenhöfen eingerichtet werden.

    Als Hemmnisse für Bauherrschaften haben die Autorinnen und Autoren die Finanzierung sowie fehlende Richtlinien und Erfahrungen ausgemacht. Auch die Optik einer vollständig mit schwarzen Solarpaneelen verkleideten Fassade sei nicht jedermanns Geschmack. Deshalb hat die HSLU in einem weiteren Projekt bereits Alternativen bei Farben und Texturen getestet.

  • Netzwerktreffen zum Thema Schwammstadt und zirkuläres Bauen

    Netzwerktreffen zum Thema Schwammstadt und zirkuläres Bauen

    Das nächste Netzwerktreffen zu zikulärem Bauen des TecLabs wird sich mit dem Konzept der Schwammstadt befassen. Für die Veranstaltung am 28. Oktober ab 18 Uhr am Jlcoweg 1 in Burgdorf hat das TecLab eine Reihe von Fachleuten als Referierende geladen. Sie werden das Schwammstadtkonzept vorstellen und Fragen nach seiner Umsetzung und der Lösung von Zielkonflikten beantworten.

    Den Auftakt machen dabei Michele Steiner vom Institut für Infrastruktur und Umwelt sowie Moritz Gubler vom Geographischen Institut der Universität Bern. Pierre Papaux aus Freiburg und Rudolf Holzer aus Burgdorf werden Umsetzungsbeispiele ihrer Gemeinden präsentieren. Wie das Konzept für Unternehmen und private Grundeigentümer aufgeht, erläutert Anna-Gesa Meier von der Holinger AG aus Bern. Vor dem abschliessenden Austausch beim Apéro riche diskutiert ein Podium den Weg vom Konzept zur Umsetzung.

    Weitere Details zum Netzwerktreffen stellt TecLab in der Veranstaltungsankündigung zur Verfügung. Dort gibt es auch einen Link für die Anmeldung.

    Das TecLab ist aus einer Initiative der Berner Fachhochschule in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachschule Bern, der Pädagogischen Hochschule Bern sowie weiteren Partnern aus öffentlicher Hand und Wirtschaft entstanden. Es bietet Seminare und Kurse im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für Schulklassen sowie Veranstaltungen und Weiterbildungen für Privatpersonen und Unternehmen zu unterschiedlichen Themen an. Schwerpunkte liegen dabei auf Kreislaufwirtschaft, Energie und Mobilität.

  • Forschung am ressourceneffizienten Bauen im NEST vorangetrieben

    Forschung am ressourceneffizienten Bauen im NEST vorangetrieben

    Das Modul STEP2 im Forschungs- und Innovationsgebäude NEST an der Empa hat am 29. August Einweihung gefeiert, informiert die Empa in einer Mitteilung. Im neuen Modul werden neue Technologien für ressourcenschonendes Bauen erprobt. Die im STEP2 installierten Ansätze wurden von der Empa in Zusammenarbeit mit Forschungs- und Industriepartnern entwickelt. Als Hauptpartner fungierten dabei BASF und das Architekturbüro ROK.

    STEP2 wartet unter anderem mit einer geräuschdämmenden Rippen-Filigrandecke aus Beton und einer im 3D-Druck gefertigten Betontreppe auf. Die Fassade mit integrierter Beschattung und kontrollierter natürlicher Lüftung ist als Versuchsplattform konzipiert. Als erstes wird hier ein Fensterelement mit 3D-gedruckter Struktur getestet. Alle Innovationen dienen dazu, den Material- und Energieverbrauch beim Bauen zu senken und die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

    „Gleichzeitig ist es uns ein grosses Anliegen, dass wir Lösungen entwickeln, die marktfähig sind und in der Baubranche tatsächlich eine Zukunft haben“, wird Enrico Marchesi, Innovation Manager im NEST, in der Mitteilung zitiert. Hauptpartner BASF will STEP2 nutzen um „das breite Chemie-Know-how von BASF in Zusammenarbeit mit den anderen Partnern in konkrete, neue und nachhaltige Lösungen für den Bausektor einfliessen zu lassen“, erläutert Olivier Enger, Senior Innovation Manager bei BASF. „In der Praxis eines solchen Bauprojekts erfordert das engste Zusammenarbeit aller Beteiligten von der Konzeption bis zur Umsetzung“, meint Architekt Silvan Oesterle von ROK.

  • Pilotprojekt zur Monetarisierung von Klimaleistung im Bausektor startet

    Pilotprojekt zur Monetarisierung von Klimaleistung im Bausektor startet

    Timber Finance will Bauherren und Investierende in Immobilien ein Instrument zur Verfügung stellen, mit dem sie ihre Klimaleistung bei Holzbauten durch CO2-Speicherzertifikate monetarisieren können. Dazu hat das Zürcher Proptech „weltweit erstmals eine anerkannte Methodologie“ entwickelt, schreibt Timber Finance in einer Mitteilung. Bei der Entwicklung wurde das Unternehmen durch den Migros-Pionierfonds unterstützt.

    In Kürze wird eine Pilotphase zur Erprobung der Methodologie in der Schweiz eingeleitet. An ihr sollen rund 20 innovative Holzbauprojekte teilnehmen. Interessierte können sich online für die Teilnahme bewerben. Neben den Holzbauprojekten nimmt eine Reihe Schweizer Forstreviere an der Pilotphase teil. Sie werden aus den Zertifikatserlösen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung vergütet. Im kommenden Jahr will Timber Finance die Methodologie auch auf Märkte ausserhalb der Schweiz ausweiten.

    „Wir haben es geschafft, ein Instrument zu entwickeln, das zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors beiträgt und durch die Monetarisierung der Klimaleistung neue Werte im Bausektor schafft“, wird Frank Vasek, Verantwortlicher für Carbon Solutions bei Timber Finance, in der Mitteilung zitiert. „Die Erlöse kommen sowohl der Bau- wie auch der Waldseite zugute und schaffen somit einen Anreiz, vermehrt in Holz zu bauen und den Wald klimarelevant zu bewirtschaften.“ Die CO2-Speicherzertifikate können wahlweise auf den CO2-Märkten gehandelt oder in der eigenen CO2-Bilanz angerechnet werden.

  • Erfolgreiche Bohrung bei Geothermieprojekt Haute-Sorne ist abgeschlossen

    Erfolgreiche Bohrung bei Geothermieprojekt Haute-Sorne ist abgeschlossen

    In Haute-Sorne läuft ein Pilotprojekt für tiefe Geothermie. Die Initiatoren Geo-Energie Suisse und Geo-Energie Jura vermelden die erste Erdbohrung. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde in weniger als drei Monaten der Untergrund in einer Tiefe von 4000 Metern ausgelotet. Die Bohrung verlief vollständig durch die Sedimente und drang tief in das kristalline Grundgebirge ein, heisst es.

    Damit liegen erdgeschichtliche Daten über den geologischen Untergrund im Schweizer Jurabogen zwischen Genf und Basel vor. „Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich um eine grosse Chance, die Kenntnisse über die Geologie des Jura deutlich zu verbessern. Bisher wurde der tiefe Untergrund auf nationaler Ebene nur sehr lokal so genau beschrieben.“

    Für das Projekt gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen für den Umweltschutz. Schäden sowie Wassereintritt während laufender Baustellenarbeiten seien ausgeblieben, die Lärmbelästigung sei in Grenzen gehalten worden.

    Der Schritt ebne aus Sicht von Geo-Energie Suisse und Geo-Energie Jura die innovativen Zukunftsperspektiven für eine nachhaltige Energieversorgung. So sollen die Daten erdgeschichtliche Erkenntnisse in Bezug auf die Nutzung der Geothermie zur Strom- und Wärmeerzeugung liefern. Der erste Erfolg wurde am 28. August 2024 gefeiert. Zu der Veranstaltung waren Mitarbeitende, operative, technische und wissenschaftliche Partner sowie Vertreter der Politik eingeladen.

    Während der Datenauswertung und der Planung des Projektfortgangs ruht der Standort. Anfang 2025 sollen Tests im Bohrloch und eine geophysikalische Kampagne erfolgen. Die Explorationsphase ist bis Ende 2025 angesetzt.