Das 1900 als Luxus-Sanatorium eröffnete Hotel Schatzalp in Davos hat mit Unterstützung von Architekturforschenden der ETH Zürich eine neue Fassade erhalten. Gebaut wurde mit digitalen Hilfsmitteln. Den Auftrag zur Umsetzung erhielten gemäss einer Mitteilung der ETH das ansässige Holzbauunternehmen Künzli Davos AG und das auf Augmented-Reality-Technologie spezialisierte Instructive Construction AG (Incon.ai). Incon.ai ist eine Ausgründung der ETH und hat seinen Sitz im Technopark Zürich.
Die Entwürfe für die Neuinterpretation hat ein Team um Silke Langenberg, Professorin für Konstruktionserbe und Denkmalpflege an der ETH Zürich, und die Architekturprofessoren Fabio Gramazio und Matthias Kohler am ETH-Departement Architektur entwickelt. Die Aufgabe an die Architekturforschenden war es, das Erscheinungsbild zu erhalten und digitale Technologien in traditionelles Handwerk und in Betriebsabläufe zu integrieren. „Basierend auf der Entwurfslogik des Alten haben wir die Balustraden neu interpretiert“, wird Fabio Gramazio zitiert.
Matthias Kohler sieht darin eine „grundlegende Veränderung der Art und Weise, wie man baut“. Das Digitalmodell ersetze den Doppelmeter bei klassischen Konstruktionsverfahren. Das mittels Augmented Reality geschaffene Digitalmodell vereinfache die Planung für Handwerkerinnen und Handwerker und der Mensch bringe seine Fingerfertigkeiten und Intuition ein. Wie Kohler betont, behalte der Mensch unverändert die Kontrolle über den Prozess.
Die Holzbalustraden an dem Gebäude waren in die Jahre gekommen und hätten heutige Sicherheitsstandards nicht mehr erfüllt, heisst es zur Begründung. Zudem sei das typische Erscheinungsbild der Schatzalp mit den geschlossen über die Südfassade angebrachten Loggien durch zahlreiche Veränderungen beeinträchtigt gewesen.
Die HKG Engineering AG installiert in den nächsten sechs Wochen eine Photovoltaikanlage auf Dächern ihrer eigenen Firmengebäude am Standort Aarau. Wie es in einer Mitteilung heisst, sind dort 184 Hocheffizienzmodulen geplant, die jährlich 93’000 Kilowattstunden Strom erzeugen sollen.
Die erzeugte Energie reicht aus, um den Eigenbedarf in den Büroräumlichkeiten und zum Laden der Elektrofahrzeuge zu decken. Zudem bringt die Anlage Entlastungen für die derzeit im Bau befindliche benachbarte Liegenschaft Aarhof.
Mit der Investition setzt HKG ein klares Zeichen für nachhaltiges Handeln. So sollen die CO2-Emissionen im Gebäudebereich reduziert werden und die Abhängigkeit von externer Energie verringert werden.
«Enkelfähig» ist das Gebot der Stunde. Hans-Jörg Fankhauser, Gastgeber des Swissbau Community Events bei uptownBasel, akzentuierte: «Es geht nicht darum, was wir heute machen, sondern was wir morgen erreichen können.» Der Begriff «enkelfähig» steht für seine verantwortungsvolle Arealentwicklung, bei der digitale Technologien und nachhaltige Strategien angewendet werden, um langfristigen Wandel zu ermöglichen und eine lebenswerte Umgebung für zukünftige Generationen zu schaffen. Bei der Zusammenarbeit setzt er auf «New Work» mit starken Partnern.
Quantentechnologie & KI: Ein neues Kapitel der Innovation KI hat die Realität bereits verändert. Hans-Jörg Fankhauser (uptownBasel) betonte die disruptiven Chancen durch Künstliche Intelligenz und Quantencomputing. Die Technologien eröffnen nahezu grenzenlose Möglichkeiten für Innovationen in Architektur, Energieplanung und Gebäudetechnik.
Baustoff-Re-Use: Vertrauen als Erfolgsfaktor Kevin Rahner (Schnetzer Puskas Ingenieure AG) beleuchtete die Herausforderungen beim Re-Use von Baustoffen. Die zentrale Frage: «On Site» oder Recycling? Ohne klare Normierung wird sich Re-Use nicht durchsetzen. Echte Innovation benötigt Vertrauen und strukturierte Prozesse.
Intelligente Energieversorgung für zukunftsfähige Gebäude Sascha Wyss (Primeo Netz AG) erklärte, dass ein stabiles Übertragungsnetz nur dann funktioniert, wenn Produktion und Verbrauch im Gleichgewicht stehen. Moderne Gebäude benötigen intelligente Vernetzung, Redundanz und Flexibilität, um die Energieversorgung nachhaltig zu sichern.
Praxis erleben & Netzwerken Nach den Vorträgen konnten die Teilnehmenden das uptownBasel-Gebäude Pioneer und das uptownBasel-Unterwerk live erleben. Ein anschliessender Networking-Apéro bot die perfekte Gelegenheit zum Austausch unter Expertinnen und Experten der Branche.
Am Institut für Facility Management der ZHAW entsteht eine neue Einheit, die den digitalen Wandel der Immobilien- und Baubranche aktiv mitgestalten soll. Die Kompetenzgruppe Smart Building Management widmet sich der Frage, wie Gebäude und Areale intelligent geplant, genutzt und bewirtschaftet werden können. Ziel ist es, digitale Technologien, datenbasierte Services und integrale Strategien entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus nutzerorientiert zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf Smart Buildings, Smart Workplaces und resilienten Infrastrukturen, die auf die Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt ausgerichtet sind.
Internationale Erfahrung und vertiefte Branchenkenntnis Die neue Leiterin Andrea González bringt über 15 Jahre internationale Erfahrung in Städtebau, Immobilienentwicklung, Architektur, Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit. Sie begleitete grosse und komplexe Projekte in Europa und Asien von der Standortanalyse über Planung und Bau bis hin zu Betrieb, Sanierung und Umnutzung. Besonders hervorzuheben ist ihre Expertise in der Anwendung innovativer Smart-Building-Strategien, dem Einsatz digitaler Werkzeuge wie BIM und künstlicher Intelligenz sowie in nachhaltigen Bauweisen.
Ihre Führungserfahrung reicht von der Leitung interdisziplinärer Projektteams bis zur Gesamtverantwortung als Head of Real Estate und Architektur eines Schweizer Unternehmens. Als Fachperson verbindet sie ökonomisches Denken mit technologischem Innovationsgeist und nachhaltigen Lösungsansätzen.
Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Praxis Neben ihrer Tätigkeit in der Immobilien- und Baupraxis ist Andrea González seit vielen Jahren in Forschung und Lehre aktiv. Sie lehrte und forschte unter anderem an der ETH Zürich, der Universität Liechtenstein, der Universidad Politécnica de Madrid sowie am Tokyo Institute of Technology. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigen sich mit der Integration digitaler Technologien wie künstlicher Intelligenz, digitaler Zwillinge und prädiktiver Analysen in Planungs- und Entwicklungsprozesse.
In Publikationen und Konferenzbeiträgen hat sie die Transformation urbaner Räume sowie die Zukunft von Smart Buildings und Smart Cities intensiv beleuchtet. Zudem engagiert sie sich in der Lehre auf allen Stufen, von Bachelor- und Masterstudiengängen bis zu Weiterbildungsprogrammen und trägt zur Entwicklung neuer akademischer Formate bei.
Zukunftsweisende Perspektiven für Smart Building Management Mit der Ernennung von Andrea González setzt die ZHAW ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der Immobilien- und Bauwirtschaft in Richtung Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Resilienz. Die neue Kompetenzgruppe Smart Building Management wird künftig Impulse für praxisnahe Forschung und innovative Lösungen liefern, die sowohl Unternehmen als auch Institutionen bei der Transformation ihrer Infrastrukturen unterstützen.
Die Eröffnung der beiden Hochschulen markiert eine strategische Neuausrichtung der FHNW und ihrer Trägerkantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn. Damit reagiert die Institution auf die wachsenden Herausforderungen im Spannungsfeld von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel. Gleichzeitig schafft sie zusätzliche Studienplätze in zukunftsrelevanten Disziplinen und stärkt die Attraktivität der Nordwestschweiz als Hochschul- und Forschungsregion.
Durch die Schaffung eigener Hochschulen für Informatik und für Technik und Umwelt setzt die FHNW auf spezialisierte Profile. Im Fokus stehen Themen wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Cybersecurity, Energie, Umwelttechnik, Robotik und nachhaltige Ressourcennutzung.
Hochschule für Informatik FHNW Die digitale Transformation verändert Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend. Die Hochschule für Informatik FHNW versteht sich als Impulsgeberin in diesem Wandel. Ihr Ziel ist es, Ausbildung, Forschung und Praxis enger zu verzahnen und neue Formen des lebenslangen Lernens zu ermöglichen.
Zum Start im Herbstsemester 2025 bietet die Hochschule innovative Studienrichtungen, darunter Artificial Intelligence & High Performance Computing, wo KI-Algorithmen und Hochleistungsrecheninfrastruktur kombiniert werden, um komplexe Modelle effizient zu trainieren und neue Anwendungen für Forschung und Industrie zu erschliessen.
Mit Data Science & Artificial Intelligence for Sustainability richtet die Hochschule ein weiteres Studium auf den nachhaltigen Einsatz von Datenanalyse und KI aus. Etwa zur Optimierung von Energiesystemen, zur Modellierung von Klimaszenarien oder zur Entwicklung ressourcenschonender Technologien. Zusätzlich folgen neue Angebote in Security, Platforms & DevOps, die dringend benötigte Fachkräfte in Cybersecurity und agiler Softwareentwicklung ausbilden.
Ein besonderes Zukunftsprojekt der Hochschule ist der neue Standort in Basel, der 2026 eröffnet wird. Dort werden Forschung, Lehre und Wirtschaft eng vernetzt und praxisnah weiterentwickelt.
Hochschule für Technik und Umwelt FHNW Die zweite neue Hochschule widmet sich den drängenden Fragen von Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit. Ihr Profil vereint technische Innovation mit einem klaren Fokus auf ökologische Verantwortung. Studierende und Forschende bearbeiten hier Themen wie erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Ressourcennutzung, immer verbunden mit der Frage, wie Technologie im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft wirken kann.
«Wir bilden dort aus, wo die Wirtschaft dringend Fachkräfte braucht und Forschung neue Perspektiven schafft», betont Prof. Dr. Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der FHNW.
Das Projekt «Beyond.Zero» bringt führende Industrie- und Forschungspartner zusammen, um Innovationen im Bauwesen unter realen Bedingungen zu erproben. Im Fokus steht die Entwicklung neuer Materialtechnologien mit deutlich geringeren Emissionen und hohem Innovationspotenzial für die Bauwirtschaft.
Ein zentrales Element ist der von Empa und Omya entwickelte zementreduzierte Beton. Durch den Ersatz von bis zu 70 Prozent des Klinkeranteils mit natürlichen Mineralien lassen sich die CO₂-Emissionen spürbar senken, ohne die mechanischen Eigenschaften oder die Dauerhaftigkeit zu beeinträchtigen.
Praxistest für neue Betontechnologie Der Baustoff wird in der NEST-Unit erstmals umfassend im realen Baukontext validiert. Von der Verarbeitung über die Volumenstabilität bis hin zur Beständigkeit im Betrieb. «Nur durch den Test im realen Gebäude können wir zeigen, dass der neuartige Beton nicht nur ökologisch überzeugt, sondern auch den Anforderungen der Praxis standhält», erklärt Empa-Forscher Mateusz Wyrzykowski. Damit entsteht eine Grundlage, um nachhaltige Betone schneller in marktfähige Lösungen zu überführen.
Industrie trifft Forschung Omya bringt als weltweit führender Produzent von Industriemineralien seine Expertise und Produktionskapazitäten in das Projekt ein. «Dass wir nachhaltige Baustoffe direkt im NEST unter realen Bedingungen testen können, beschleunigt den Transfer von Innovationen in eine klimafreundliche Bauweise», betont Empa-Direktorin Tanja Zimmermann.
Neben dem zementreduzierten Beton sollen im «Beyond.Zero»-Projekt weitere CO₂-reduzierte und CO₂-negative Materiallösungen entwickelt und geprüft werden. Ziel ist ein Bausystem, das den ökologischen Fussabdruck über den gesamten Lebenszyklus, von der Herstellung über den Betrieb bis zum Rückbau, deutlich verringert.
Signal für die Bauwirtschaft Mit diesem Projekt schafft die Empa gemeinsam mit ihren Partnern eine praxisnahe Plattform, die wegweisende Impulse für die Transformation des Bausektors gibt. Angesichts des weltweit hohen Emissionsanteils aus der Zement- und Betonproduktion könnte das Projekt zu einem Meilenstein in Richtung klimaneutraler Bauweise werden.
Auslöser für die Entwicklung der Toolbox war die Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen. Neu stehen nicht mehr allein die Kosten im Vordergrund, sondern zunehmend Fragen der Nachhaltigkeit, fairer Arbeitsbedingungen sowie des Ressourcen- und Klimaschutzes. Damit verschiebt sich das Vergabeverfahren von einem reinen Preiswettbewerb hin zu einem Qualitätswettbewerb . Ein Paradigmenwechsel mit Chancen, aber auch mit Herausforderungen.
Die zentrale Frage dabei ist, wie lassen sich Nachhaltigkeitskriterien objektiv, transparent und praxistauglich in Beschaffungsprozesse integrieren?
Inhalte und Funktionen der Toolbox Die Toolbox Nachhaltigkeit liefert Antworten auf genau diese Frage. Sie ist webbasiert, dreisprachig und so aufgebaut, dass sie Vergabestellen konkrete Werkzeuge an die Hand gibt.
Katalog von elf Zuschlagskriterien, die Themen wie Materialbewirtschaftung, Klimaziele oder faire Arbeitsbedingungen abdecken
Textbausteine, Formulare und Bewertungstabellen zur direkten Nutzung in Ausschreibungen
Rechtliche und praktische Erläuterungen für eine sichere Anwendung der Kriterien
Praxisnahe Beispiele, die Orientierung im Vergabeprozess bieten
Mehr Klarheit und Verbindlichkeit Das Instrument schafft ein gemeinsames Verständnis zwischen Auftraggebern und Submittenten, indem Kriterien messbar und überprüfbar formuliert werden. Damit wird auch für KMU die Teilnahme an Ausschreibungen attraktiver, da die Rahmenbedingungen klarer und fairer sind.
Das übergeordnete Ziel ist es die Ausschreibungspraxis in der Schweiz so weiterzuentwickeln, dass Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation honoriert werden. Anstelle eines reinen Wettbewerbs um den tiefsten Preis wie heute.
Bedeutung für die Branche Mit der Toolbox Nachhaltigkeit wird einheitlich nachvollziehbar, wie nachhaltige Kriterien in Bauprojekte einfliessen können. Das stärkt nicht nur die Vergabestellen, sondern schafft auch Vertrauen bei Bauherren und Unternehmen. Das Projekt zeigt, Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil zukunftsfähiger Bauwirtschaft.
Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der Berner Fachhochschule und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) eine umfangreiche Versuchsreihe durchgeführt. Ziel dieser Untersuchungen war es laut einer Mitteilung, eine Statiklücke im Holzbau zu schliessen. Mit vielfachen Tests und mathematischen Modellen sollten Erkenntnisse zur Horizontallast von Holzrahmenbauten gewonnen werden.
„Wir untersuchen die horizontale Aussteifung von Gebäuden mit Holzrahmenbauwänden, die Fensteröffnungen enthalten“, wird Nadja Manser, Projektleiterin an der Empa, in der Mitteilung zitiert. „Weder in der Schweiz noch in anderen europäischen Ländern gibt es heute eine Regelung dazu, wieviel Horizontallast eine Holzrahmenwand trägt, wenn sie eine Fensteröffnung enthält.“
Um diese Daten zu erhalten, führten die Forschenden in der Bauhalle der Empa zahlreiche Experimente mit zweigeschossigen und eingeschossigen Wänden durch, die jeweils zwei Fensteröffnungen enthielten. Dazu wurden die Horizontalbalken mit einer Last von über 100 Kilonewton belastet.
Aus einer Vielzahl erhaltener Daten soll in einem weiteren Schritt ein für Bauingenieure einfach zu berechnendes Computermodell erstellt werden, mittels dessen Statikberechnungen für Holzrahmenbauten realisiert werden können. Während des gesamten Projekts arbeiten die Forschenden mit Partnern aus der Industrie wie Swiss Timber Engineers, Holzbau Schweiz oder Ancotech AG zusammen. Ein Ziel ist unter anderem das Einsparen von teuren und arbeitsintensiven Stahlverankerungen sowie bislang notwendigen Betonkernen.
Die Schweiz hat mit Dänemark am 3. September zwei Abkommen unterzeichnet, die den Export und die dauerhafte Speicherung von Schweizer CO2 in Dänemark ermöglichen. Künftig ist ausserdem eine Zusammenarbeit im Bereich der Negativemissionstechnologie (NET) und Carbon Capture and Storage (CCS) vorgesehen, heisst es in einer Mitteilung. Der Bundesrat hatte die beiden Abkommen bereits am 27. August 2025 genehmigt.
Die Partnerschaft mit Dänemark reiht sich in die bestehende Partnerschaft mit Norwegen ein, die am 17. Juni 2025 unterzeichnet wurde und ebenfalls die CO2-Speicherung sowie einen bilateralen Emissionshandel ermöglicht. „Die Speicherung von CO2 wird auch für die Schweiz auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel wichtig sein“, wird Bundesrat Albert Rösti in der Mitteilung zum Abkommen mit Norwegen zitiert. „Diese Technologie ergänzt unsere bisherigen Instrumente für die Dekarbonisierung.“
Die Abkommen mit Dänemark und Norwegen wurden vor dem Hintergrund des Klima- und Innovationsgesetz (KIG) unterschrieben, das die Schweiz bis 2050 dazu verpflichtet, ihren Treibhausgas-Ausstoss auf Netto-Null zu senken. Die Netto-Null soll in erster Linie durch Emissionsminderung erreicht werden, schwer vermeidbare Emissionen, etwa aus der Zementindustrie oder der Landwirtschaft, müssen dagegen durch CCS- oder NET-Technologien ausgeglichen werden. Der Bund fördert seit dem 1. Januar 2025 die Anwendung solcher Technologien im Rahmen des KIG.
Die INNOArchitects AG schlägt nach zwölf Jahren ein neues Kapitel auf: Seit Anfang September firmiert das Beratungsunternehmen aus Wabern unter dem Namen Fuil, informiert Pierre-Yves Caboussat, Gründungspartner und Berater Strategie, in einer Mitteilung der Fuil AG. Der Name INNOArchitects sei zu sehr „einer engen Assoziation mit neuen Produkten und Ideen“ verhaftet. Der neue Name soll dagegen den heutigen Fokus des Beratungsangebots auf nachhaltige Transformation von Unternehmen versinnbildlichen.
Fiul ist dabei an den englischen Begriff Fuel angelehnt. Er bedeute „Energie, Antrieb, Geschwindigkeit, aber auch Nahrung, also etwas, das nährt und Wachstum ermöglicht“, erklärt Cabussat. Der neue Name stehe damit für den Anspruch des Unternehmens, Wandel mit Wirkung zu gestalten.
Für Nora Blaesy, Lead Rebranding und Beraterin Geschäftsentwicklung, verdeutlicht der neue Markenauftritt, „wer wir wirklich sind“. Danach will sich Fuil durch die Art, die Dinge anzupacken von anderen Beratungsfirmen unterscheiden. „Wir wollen Organisationen nicht nur beraten, sondern sie befähigen, Wandel selbstbewusst zu gestalten und mit Energie in die Zukunft zu gehen“, wird Blaesy zitiert.
Fiul bietet Unternehmen Beratungsleistungen in den Bereichen Strategie, Geschäftsentwicklung, Organisationsentwicklung und Zusammenarbeit, Entwicklung von Menschen und Teams sowie beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz an. In den Räumen der umgebauten Gurtenbrauerei in Wabern stellt Fiul zudem Räume für Seminare und Zusammenarbeit zur Verfügung. Unter dem alten Markenauftritt INNOArchitects hat das Unternehmen einen Angaben zufolge bereits über 3000 Aufträge abgeschlossen.
Die Green Datacenter AG (Green) aus Lupfig AG und BRUGG Pipes aus Kleindöttingen haben eine Zusammenarbeit bei der Versorgung mehrerer Gemeinden im Kanton Zürich mit Fernwärme vereinbart. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll die Abwärme des neuen Green Metro-Campus Zürich 11‘500 Haushalte in Dielsdorf und fünf umliegenden Gemeinden sowie Unternehmen aus Industrie und Gewerbe mit Fernwärme versorgen.
In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Energie 360° soll das CO2-freie Heizen aus der Abwärme des neuen Rechenzentrums gewonnen werden. Eine Energiezentrale entsteht dabei direkt neben dem Green Metro-Campus. Beim Bau des Fernwärmenetzes setzen die beteiligten Unternehmen auf Rohre von BRUGG Pipes. Dafür hat das Aargauer Unternehmen bereits 126 Rohre mit einer Länge von je 12 Metern und einem Aussendurchmesser von 70 Zentimetern geliefert. Das Rohrsystem wird unterirdisch verlegt und ist nach dem Bau nicht mehr zu sehen. Zur Wartung ist die Anlage mit einem smarten Überwachungssystem versehen.
„Die Rechenzentren in Dielsdorf sind ein gutes Beispiel dafür, wie Abwärme sinnvoll genutzt und CO2 eingespart werden kann“, wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.
Energie 360° will die erste Fernwärme 2026 liefern. Bereits jetzt beheizt Green mit de Abwärme des Rechenzentrums eigene Bürogebäude und einen nahe gelegenen Industriekomplex.
Der Industriedesigner BjörnIschi hat das umgebaute Gebäude 1 am Campus Sursee vollständig mit recyceltem Mobiliar ausgestattet. Ischi hat mit seiner Designform GmbH das Seminar- und Bildungszentrum, das namentlich der Ausbildung von Baustellenkadern gewidmet ist, mit nachhaltigen Sitzlandschaften und Lerntischen ausgerüstet. Das Mobiliar wurde aus Schalungsbrettern und anderem Altmaterial den Bedürfnissen der Studierenden entsprechend gefertigt.
Ischi weist in einer Mitteilung darauf hin, dass die zirkulären Möbel wirtschaftlich konkurrenzfähig sind mit Produkten zu marktüblichen Preisen. Nachhaltigkeit sei daher kein Kompromiss, sondern ein Gewinn, sondern ein Gewinn.
Das Projekt am Campus Sursee wurde bereits 2022 initiiert. Ischi begann ab 2024, bestehendes Material am Campus zu katalogisieren. Auf dieser Grundlage entwarf der Industriedesigner das zirkuläre Mobiliar. Fachlich koordiniert wurde das Projekt vom Möbelhersteller Girsberger aus Thunstetten BE.
Ischi betont die gute Zusammenarbeit mit der Leitung des Seminar- und Bildungszentrums. „Wo andere Altes wegwerfen, hat Campus Sursee den Mut bewiesen, neu zu denken“, so Ischi. Kurze Wege und kluge Ideen hätten lange Transporte und die Neuproduktion von Mobiliar geschlagen. „Zukunft entsteht, wenn wir Altes wertschätzen und neu interpretieren.“
Vier Baufirmen aus der Schweiz haben sich zusammengetan, um am 25. August 2025 die KLARK AG mit Sitz in Landquart GR zu gründen: die Ulrich Imboden AG aus Visp VS, die Logbau AG aus Maienfeld GR, die Novakies AG aus Rapperswil BE und die Toggenburger AG aus Winterthur. Ihr gemeinsames Ziel ist, den durch Beimischung von Pflanzenkohle CO2-neutralen KLARK-Beton im gesamten Land verfügbar zu machen.
In einer Mitteilung bezeichnen sie die Gründung der KLARK AG als Meilenstein für die Schweizer Bauindustrie: „Sie zeigt, dass ökologische Verantwortung, wirtschaftliches Denken und kooperative Strukturen Hand in Hand gehen können – auch und gerade in einer Branche, die lange als träge galt.“ KLARK stehe für einen Aufbruch hin zu einem Baustoffmarkt, „der Klimaeffekte nicht nur misst, sondern aktiv verändert“. Das sei „Industrieinnovation statt Einzelkampf“.
Der KLARK-Klimabeton wird mit so viel Pflanzenkohle aus unbehandeltem Restholz aus der regionalen Forstwirtschaft vermischt, bis ein CO2-neutrales Produkt entsteht. Er weist den Angaben zufolge dieselben Eigenschaften auf wie traditioneller Beton, der einen CO2-Ausstoss von bis zu 250 Kilogramm pro Kubikmeter verursacht.
Die CO2-Senkenleistung ist mit einer verifizierten Ökobilanz nach den Bilanzierungsregeln der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) nachgewiesen. Die Ökobilanzergebnisse sind auf der KBOB-Liste veröffentlicht. KLARK Beton kann mit 50, 75 oder 100 Prozent Senkenleistung produziert werden und ist vollständig rezyklierbar.
Als Lizenznehmer zur Produktion des KLARK-Betons sind bereits die Eberhard Bau AG aus Kloten ZH, die Aarebeton Aarau AG und die Arnold & Co. AG Sand- und Kieswerke aus Flüelen UR mit an Bord. „Damit entsteht ein zentrales Kompetenzzentrum für CO2-speicherndes Bauen mit Beton, getragen von regionalen Pionieren mit nationaler Reichweite“, heisst es in der Mitteilung.
Inmitten der Zürcher Agglomeration ragt der neue Wohnturm H1 über das Zwhatt-Areal hinaus. Mit 75 Metern Höhe und 24 Geschossen ist das Gebäude ein sichtbarer Marker für die Skyline von Regensdorf und für hybride Bauweisen zwischen Beton und Holz. Denn trotz markantem Rotton und auffälliger Fassade dominieren im Inneren natürliche und neutrale Materialien. Die Architektur bleibt zurückhaltend, die Struktur klassisch. Drei massive Sockelgeschosse und ein zentraler Betonkern tragen das Gebäude, während Holzstützen, Holz-Beton-Verbundrippendecken sowie Leichtbaufassaden und Solarpaneele für Ressourceneffizienz sorgen.
Das HBV-Tragwerk erlaubt einen hohen Vorfertigungsgrad und eine signifikante Reduktion der grauen Energie. Im Vergleich zu herkömmlichen Massivbauten werden 20% der Emissionen eingespart, insgesamt etwa 670 Tonnen CO₂ im Lebenszyklus von 60 Jahren. Die horizontal gestellten Photovoltaikmodule dienen als Brisesoleil und generieren jährlich rund 155’000 kWh Strom, was etwa 36% des Energiebedarfs der Wohnungen abdeckt.
Wohnqualität, Gemeinschaft und urbane Verdichtung Im Sockelbereich des H1 schliessen dreiseitige Arkaden das Gebäude an das Quartier an und sorgen für urbane Aufenthaltsqualität. Im Innern sorgt eine klare, modulare Struktur für kompakte, flexible Wohnungen. 156 Einheiten sind um den zentralen Kern organisiert und werden über kurze, gebündelte Erschliessungswege erreicht. Raum für Gemeinschaft gibt es auf halber Gebäudehöhe mit einem doppelgeschossigen Begegnungsraum, einem Waschsalon und spektakulärer Aussicht. Die Holzelemente schaffen ein angenehmes Raumklima, Sichtbalken und Lehmflächen sorgen für Behaglichkeit.
Nachhaltigkeit und die Ambivalenz des Hochhausprinzips H1 ist ein Projekt des Übergangs. Der hohe Holzanteil reduziert das CO₂-Profil, macht aber den Einsatz von Beton nicht überflüssig. Die klimafreundliche Bauweise, lokale Rohstoffe wie Buchenholz aus dem Jura oder Lehm und der Fokus auf erneuerbare Energie rücken nachhaltiges Bauen in die Realität. Dennoch bleibt das Hochhaus ein ambivalentes Konzept. Die Verdichtung spart Fläche, doch die Statik und der Brandschutz zwingen weiterhin zu Hybridkonstruktionen.
Städtebaulich bildet das Zwhatt-Areal eine neue Entwicklungsperspektive für Regensdorf. Die Silhouette des H1 und weiterer Türme prägt die Skyline. Das Quartier verzahnt Wohnen, Arbeiten und Freiräume und steht für eine Stadtentwicklung, die flexibel und wandlungsfähig bleibt.
Das Wohnhochhaus H1 steht exemplarisch für den Wandel im Bauwesen. Es bringt avancierte Holzhybridtechnologie, hohe Vorfertigung und städtebauliche Integration zusammen. So ist H1 ein „Bau des Übergangs“, ein Schritt in Richtung Netto-Null, aber auch ein Spiegel der Herausforderungen und Potenziale, vor denen nachhaltiger Wohnungsbau in urbanen Zentren heute steht.
Holzrahmenbau punktet als nachhaltige Alternative zu Beton. In der statischen Planung stellt sich jedoch ein Problem. Wände mit Fenstern galten bislang als „statistisch unsichtbar“, da belastbare Daten zum Tragverhalten fehlten. Planung, Materialeinsatz und Kosten litten darunter.
Grossversuche für mehr Material- und Kosteneffizienz Um diese Wissenslücke zu schliessen, starteten Empa, die Berner Fachhochschule und die ETH Zürich ein gemeinsames Forschungsprojekt, unterstützt vom BAFU und Industriepartnern. In der Bauhalle der Empa werden Holzwände gezielt extremen Horizontallasten ausgesetzt, dabei entstehen wertvolle Daten zur Belastbarkeit von Wänden mit Fensteröffnungen. Ziel ist, die horizontalen Aussteifungswerte solcher Elemente künftig verlässlich im Ingenieuralltag zu nutzen.
Weniger Beton, mehr Holz Die Erkenntnisse fliessen in ein neues, einfaches Computermodell ein. Die ersten Resultate zeigen, auch Wände mit Fenstern tragen bedeutend zur Aussteifung bei. Das reduziert den Bedarf an Stahlverankerungen sowie Betonkernen und senkt Material-, Zeit- und Kostenaufwand im Holzbau. Perspektivisch entstehen dadurch wirtschaftlichere und ökologischere Bauten.
Kooperation von Forschung und Industrie Die Praxistauglichkeit des neuen Modells steht im Fokus. Im engen Dialog mit Industriepartnern wird das komplexe Forschungsmodell in eine anwendbare Lösung für die Planungspraxis übersetzt. Damit profitieren Planende, Investoren und Bewohner gleichermassen.
Mit neuen Testverfahren und Berechnungsmodellen für Fensterwände bringt das Forschungsprojekt den Holzbau einen Schritt weiter, zu mehr Effizienz, Ressourcenschonung und Innovationskraft.
Simon Lüthi von Wüest Partner empfiehlt, das Haus möglichst bald zu sanieren. Für die Umwelt ist jeder Zeitpunkt richtig. Wirtschaftlich ist es besonders attraktiv, wenn Fördergelder, Steuerersparnisse und tiefere Nebenkosten den gesteigerten Marktwert zusätzlich stützen.
Energieeffizienz als Wertfaktor Die Nachfrage nach energieeffizienten Immobilien steigt. Investoren, Fonds und Pensionskassen achten auf Nachhaltigkeit, oft aus regulatorischen Gründen. Investitionen in Energieeffizienz steigen langfristig den Immobilienwert. Besonders, wenn die Instandsetzung und Modernisierung zusammenfallen.
Mietrecht und Stadtregionen Auch in Städten lohnt sich die energetische Sanierung. Der Markt reagiert dort besonders auf nachhaltige Verbesserungen. Eine Sanierung schützt zudem vor künftigen gesetzlichen Vorgaben. Allerdings können lokale Mietrechtsregelungen die Umlagemöglichkeiten einschränken.
Heizungsersatz als sinnvoller Schritt Wer ohnehin die Heizung ersetzen muss, sollte vom Ölsystem auf Wärmepumpe oder Fernwärme umsteigen. Der Heizungsersatz ist meist alle 25 Jahre sowieso fällig und deckt die Instandsetzung gleich mit ab. Für viele Hauseigentümer ist der reine Heizungswechsel wirtschaftlich am attraktivsten.
Hauseigentümer sollten mit einem Heizungsersatz beginnen, wenn die Gebäudehülle intakt ist. Ist die Hülle renovierungsbedürftig, lohnt sich eine kombinierte Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern mit dem Heizungsersatz.
Vorschriften, Fördergelder und Gutachten Die Regulierung wird strenger. Ziel ist der klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050. Fördergelder und steuerliche Vorteile machen eine Sanierung rentabel. Wer unsicher ist, zieht für die Planung einen Fachgutachter bei.
Finanzierung und graue Energie Die Banken bieten für nachhaltige Immobilien oft günstigere Hypotheken. Künftig rückt auch die effiziente Kühlung und die Wiederverwendung von Bauteilen in den Fokus. Die sogenannte graue Energie, also die im Gebäude enthaltene Herstellungsenergie, wird zunehmend wichtiger.
Das Ersetzen der Ölheizung ist ein echter Mehrwert. Es bietet niedrigere Heizkosten und einen höheren Hauswert, für heute wie für morgen.
Das Zürcher Start-up Exnaton spannt mit dem deutschen Softwarehersteller SAP mit Sitz in Walldorf beim Betrieb der SAP Energiegemeinschaft im SAP Energy Park zusammen. Die SAP Energiegemeinschaft erlaubt es Gebäuden und Mitarbeitenden, erneuerbare Energie zu produzieren, zu speichern und untereinander zu handeln. Die Initiative fokussiert auf den S.MART Shop, eine mit Solarpanelen, EV-Ladegeräten und einem Batteriesystem ausgestattete Räumlichkeit, die den erneuerbaren Energiehandel auf dem SAP-Campus ermöglicht.
Exnaton unterstützt das Programm mit seinen Energiesharing-Softwarelösungen, die mit einem nutzerfreundlichen Interface die Registrierung vereinfachen, und es Nutzenden ermöglichen, gemeinsam Energie zu managen, verbrauchen und zu handeln. Echtzeitdaten aus SAP-Dashboards, kombiniert mit Exnaton-Software, ermöglichen den Energieverkauf bei günstigen Marktbedingungen sowie die Speicherung für künftigen Nutzen. Auch das Dashboard der Energiegemeinschaft, das Echtzeiteinblicke in den Verbrauch, die Produktion und den Energiehandel gibt und als Kommunikationskanal für Nachhaltigkeitsprogramme dient, wird von Exnaton betrieben. Die SAP Energiegemeinschaft führt zu Kosteneinsparungen durch optimierte Energienutzung, reduzierten CO2-Emissionen und einer gestärkten Widerstandsfähigkeit dank dezentralisierter Energieproduktion und -speicherung.
Angesichts verschärfter deutscher Energiegesetzgebung ab 2026 kann das Projekt in Walldorf als Vorlage für weitere Energiesharing-Projekte dienen. „Die SAP Energiegemeinschaft ist zentral für die Etablierung eines Standardmodells für Energiesharing in Deutschland“, wird Anselma Wörner, Mitbegründerin und COO von exnaton, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserer Erfahrung aus internationalen Energiegemeinschaften, sind wir stolz darauf, SAP dabei zu unterstützen, diese Vision in eine skalierbare, praxisnahe Lösung umzusetzen.“
Stellen Sie sich vor, Sie investieren in eine vielversprechende Liegenschaft, sei es ein Wohnkomplex, ein Bürogebäude oder ein gemischtes Areal. Alles scheint perfekt: Lage, Renditeaussichten, Substanz. Doch bei der ersten Begehung fällt auf: Die Beleuchtung basiert noch auf klassischen Leuchtstoffröhren. Was auf den ersten Blick nebensächlich scheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Faktor mit grosser Wirkung auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Durchdachte Lichtplanung steigert nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Energieeffizienz.
Seit September 2023 dürfen in der Schweiz und in der EU keine klassischen Leuchtstoffröhren mehr verkauft werden. Die Lager sind weitgehend leer, Ersatz ist kaum mehr erhältlich. Für Eigentümer:innen bedeutet dies, dass Ausfälle nicht mehr einfach durch das Austauschen einer Röhre behoben werden können und improvisierte Lösungen bergen Sicherheits- und Haftungsrisiken. Wer hier zuwartet, riskiert ungeplante Kosten und den Verlust von Rechtssicherheit.
Für Immobilienverwalter:innen und Investor:innen stehen nicht technische Details im Vordergrund, sondern die wirtschaftlichen Auswirkungen. Eine veraltete Beleuchtung verursacht höhere Stromkosten, die sich direkt in den Nebenkosten widerspiegeln und die Attraktivität des Objekts mindern. Auch Mieter:innen reagieren sensibel auf steigende Betriebskosten, was sich langfristig auf die Vermietbarkeit auswirkt.
LED-Beleuchtung erhöht Sicherheit, reduziert Risiken und erfüllt gesetzliche Vorgaben.
Hinzu kommt der Nachhaltigkeitsaspekt: Energieeffizienz ist heute ein zentrales Kriterium für ESG-Ratings. Diese Bewertungen spielen eine immer grössere Rolle bei Finanzierungen, im Portfoliomanagement und für institutionelle Investoren. Eine Beleuchtung, die nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, wirkt sich negativ auf die Nachhaltigkeitsbilanz und damit auf die Marktposition einer Immobilie aus.
Typische Stolpersteine und warum sie teuer werden können
Ungeplante Ausfälle: Ohne passende Ersatzröhren müssen kurzfristige, teure Übergangslösungen organisiert werden.
Unsachgemässe Umbauten: Improvisierte Installationen sind nicht nur unsicher, sie können auch Versicherungsansprüche gefährden.
Fehlende Planung: Wer das Thema ignoriert, riskiert höhere Wartungskosten und unnötige Mieterausfälle.
Veraltete Lichtsysteme bergen Risiken – eine Modernisierung sichert Betrieb und Werterhalt.
Was bedeutet das für Ihre Investition? Beim Kauf oder der Verwaltung von Immobilien wird die Beleuchtung häufig nur oberflächlich betrachtet. Doch sie beeinflusst gleich mehrere Parameter: Betriebskosten, Sicherheit, Nachhaltigkeit und rechtliche Konformität. Wer den Zustand frühzeitig prüft, kann Folgekosten vermeiden und Massnahmen sauber in die Budgetplanung integrieren. Damit lassen sich Modernisierungen ohne Hektik umsetzen, ohne dass Mieter:innen oder der laufende Betrieb beeinträchtigt werden.
Was bedeutet das für Ihre Investition? Beim Kauf oder der Verwaltung von Immobilien wird die Beleuchtung häufig nur oberflächlich betrachtet. Doch sie beeinflusst gleich mehrere Parameter: Betriebskosten, Sicherheit, Nachhaltigkeit und rechtliche Konformität. Wer den Zustand frühzeitig prüft, kann Folgekosten vermeiden und Massnahmen sauber in die Budgetplanung integrieren. Damit lassen sich Modernisierungen ohne Hektik umsetzen, ohne dass Mieter:innen oder der laufende Betrieb beeinträchtigt werden.
Fazit: Wer rechtzeitig handelt, sichert den Wert Das FL-Röhrenverbot hat die Spielregeln verändert. Wer jetzt handelt, minimiert Risiken, verhindert ungeplante Ausfälle und schützt den Wert der Immobilie langfristig.
Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, wie Sie die richtigen Schritte für Ihre Liegenschaften planen, gibt es dazu einen kompakten Leitfaden. Er fasst die wichtigsten Punkte für Immobilienprofis verständlich zusammen und gibt Ihnen die Sicherheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Informieren, bevor es teuer wird. Der Leitfaden zeigt Ihnen die zentralen Fakten und hilft, Risiken zu vermeiden und den Wert Ihrer Immobilie zu sichern – kostenlos zum Download verfügbar.
Forschende des in Dübendorf ansässigen Wasserforschungsinstituts Eawag und der Hochschule für Life Sciences an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sind am EU-Projekt UrbanM20 beteiligt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, widmet sich das unter der Leitung der Dänischen Technischen Universität Kopenhagen (DTU) stehende Projekt der Verbesserung des Monitorings und Managements der städtischen Wasserwirtschaft.
Ziel des internationalen Projekts ist, die Qualität des städtischen Wassers in den Städten der Zukunft zu verbessern. Dabei sollen sowohl Wassernutzung, Verbrauch und Abwasser beobachtet und in Datenaustauschsystemen gespeichert werden. Mit digitalen Zwillingen sollen flexible Programme erarbeitet werden, die das Wasserqualitätsmanagement verbessern.
An dem Projekt beteiligen sich 20 Partner aus zehn Ländern. Aus der Schweiz sind zum Beispiel das Stadtzürcher Departement für Entsorgung und Recycling (ERZ) sowie der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) mit an Bord. Die Beteiligten wollen intelligente Sensoren entwickeln, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz die Überwachung der Wasserqualität verbessern. Die digitalen Zwillinge sollen helfen, Verschmutzungsprobleme zu identifizieren und Lösungen zu planen. „Wir wollen die Behörden mit praxisnahen Leitlinien aber auch dabei unterstützen, ihre schon bestehenden Systeme besser zu überwachen und zu unterhalten“, wird Projektkoordinator Luca Vezzaro von der DTU in der Mitteilung zitiert.
Das Projekt UrbanM20 wird über das Horizon Europe Programm von der EU mit 5 Millionen Euro gefördert. Zusätzlich unterstützt das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) das Projekt mit 1 Million Euro.
Die Kästli Unternehmungen haben bereits zum vierten Mal ihre Kästli Fachtagung durchgeführt. Dabei diskutierten laut einer Mitteilung rund 100 Fachleute und Interessierte in der Kiesgrube Rubigen über Kreislaufwirtschaft im Bau.
Die Bauwirtschaft verwerte bereits 70 Prozent ihrer jährlich rund 75 Millionen Tonnen Bauabfälle. Aber: „Zirkularität ist mehr als Recycling“, sagte Susanne Kytzia von der OST – Ostschweizer Fachhochschule laut der Mitteilung. Kreislaufwirtschaft müsse ein Gleichgewicht zwischen vielen verschiedenen Interessen herstellen. Viele kleine Entscheidungen könnten zusammen einen grossen Unterschied machen.
Patric van der Haegen von Eberhard Unternehmungen verwies auf die hohen ökologischen und sozialen Kosten rein gewinngetriebenen Herangehens. „Umso wichtiger ist es, dass wir als Branche jetzt Verantwortung übernehmen und die Weichen neu stellen.“ Pascal Remund von Gastgeber Kästli forderte ein generationenübergreifendes Denken. „Wir müssen vorausschauend denken und handeln – im Interesse derjenigen, die nach uns kommen“, so der Vorsitzende der Geschäftsleitung des bald 140 Jahre alten Familienunternehmens.
Michael Widmer, Geschäftsführer des Verbandes Baustoffkreislauf Schweiz (BKS), sieht dabei auch die Politik und die Verwaltung in der Pflicht, gerade bei der öffentlichen Beschaffung. Es brauche aber auch Mut aller Beteiligten in der Bauwirtschaft, so die Teilnehmenden. Das reiche von den Bauherrschaften, Planungsunternehmen und Bauunternehmen und beziehe auch die Wissenschaft mit ein. „Kreislaufwirtschaft ist kein Ziel, sondern ein Weg, auf dem wir ständig dazulernen“, so Pascal Remund. „Entscheidend ist, dass wir jetzt handeln – gemeinsam und mutig.“
Die Swisspower AG hat vom Kanton Graubünden die Bewilligung für den Bau der alpinen Photovoltaik-Grossanlage Alpin Parsenn erhalten. Wie es in einer Regierungsmitteilung heisst, ist der Bescheid mit Auflagen verbunden, die jedoch nicht näher benannt werden.
Die Swisspower AG fungiert als Gesamtprojektleiterin. Sie vertritt Energie Wasser Bern (ewb), die Industriellen Werke Basel (IWB) und das Elektrizitätswerk Davos AG (EWD).
Das Projekt, das bis vor Kurzem noch unter dem Namen Parsenn Solar lief, war am 17. Dezember 2023 vom Davoser Stimmvolk abgesegnet worden. Laut seiner Medienmitteilung vom November 2024 erwartete Swisspower den Erhalt der kantonalen Baubewilligung noch vor Ablauf des vergangenen Jahres; die laufenden Arbeiten seien vollständig auf den Baubeginn im Sommer 2025 ausgerichtet.
Wie es jetzt vonseiten der Kantonsregierung heisst, wird die Solaranlage in 2500 Meter Höhe im infrastrukturell bereits erschlossenen Skigebiet Parsenn und auf knapp 14 Hektaren Fläche errichtet. Mit 1493 Modultischen soll sie jährlich rund 12,1 Gigawattstunden Strom produzieren. In der früheren Mitteilung war noch von mehr als 10 Gigawattstunden die Rede, die künftig rund 2200 Vierpersonenhaushalte versorgen sollen. Die logistische Erschliessung erfolgt über bestehende Zufahrtswege. Zusätzlich ist der Einsatz von Helikoptern und Schreitbaggern für eine minimalinvasive Montage vorgesehen.
Swisspower mit Sitz in Zürich war im Jahr 2000 als Gemeinschaftsunternehmen von Schweizer Gemeinde- und Stadtwerken gegründet werden, die ihre Gebiete mit Elektrizität, Erdgas, Wärme und Trinkwasser versorgen. Die Allianz wird von 22 Aktionärspartnern aus der ganzen Schweiz getragen.
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Sitz in Winterthur hat die Swiss Smart City Survey 2024 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass insbesondere kleine Städte in intelligente Lösungen investieren, heisst es in einer Mitteilung. Die Umfrage der ZHAW habe zudem eine steigende Teilnehmerzahl der Befragten verzeichnet.
Von den teilnehmenden Städten und Gemeinden sind in der Umfrage insgesamt 403 Projekte zur Gestaltung einer intelligenten Stadt gemeldet wurden. Im Einzelnen zählen dazu Kategorien wie Smart Governance, Smart Environment, Smart Mobility, Smart People, Smart Living und Smart Economy. 97 Projekte fallen in den Bereich Smart Environment, darunter vor allem solche im Bereich Photovoltaik. Dies entspricht einer doppelt so hohen Anzahl wie noch im Jahr 2022.
Allerdings verzeichnet der Bericht noch hohes Entwicklungspotential. In 29 Prozent der untersuchten Städte wird das Thema Smart City aktiv bearbeitet, 18 Prozent befinden sich noch in der Anfangsphase. „Viele Städte befinden sich noch in keiner definierten Smart-City-Entwicklungsphase – ein deutliches Zeichen, dass es hier enormes Entwicklungspotenzial gibt“, wird Vicente Carabias, Schwerpunktleiter für Nachhaltige Energiesysteme und Smart Cities an der ZHAW, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass immer mehr Städte sich dem Thema Smart City annehmen. Die Daten der Swiss Smart City Survey verdeutlichen das hohe Marktpotenzial für die Wissenschaft und Unternehmen, die beim Aufbau smarter Infrastrukturen eine aktive Rolle übernehmen können.“
Die beiden ETH-Departemente Architektur sowie Bau, Umwelt und Geomatik machen die Grundsanierung und den Ausbau des HIL-Gebäudes auf dem ETH-Campus Hönggerberg zu einem Forschungsprojekt. Anstatt die Bauplanung einem externen Planungsbüro zu übergeben, wird sie laut einem Bericht der ETH von einem internen Planungsteam unter Beteiligung von Professorenschaft, Mittelbau und Studierenden übernommen. Sie werden mit ihrem vielfältigen Baufachwissen im HIL Living Lab Eingriffe und Konstruktionen erforschen, um das nachhaltige, zirkuläre und ressourcenschonende Bauen im Bestand voranzubringen.
Das HIL-Gebäude wurde 1972 bis 1976 errichtet und dient als Hauptgebäude der beiden Architektur- und Baudepartemente. Es verfügt über 800 Arbeitsplätze, 1600 Plätze in Hörsälen und Seminarräumen sowie grosse Zeichensäle und ist am Ende seines ersten Lebenszyklus angekommen. Insbesondere besteht den Angaben zufolge ein erheblicher Sanierungsbedarf bezüglich Brandschutz und Haustechnik. Zudem ist die markante Gebäudehülle unzureichend gedämmt.
Ausserdem soll das Gebäude bis circa 2035 erheblich erweitert und aufgestockt werden, weil der Architekturstandort ONA aufgegeben und integriert werden soll. Daneben geht es bei dem Projekt um die zentrale Frage, wie in Zukunft im HIL gearbeitet, gelehrt und geforscht werden soll. Das Ziel soll ein modernes Raumangebot sein, das mit sogenannten hybriden Lehr- und Lernlandschaften stärker zu Interaktion und Kollaboration einlädt. Was das konkret bedeutet, wollen die Beteiligten noch definieren.
„Das Living Lab ermöglicht es uns, Lehre und Forschung direkt in ein Bauprojekt einfliessen zu lassen“, wird Architekturprofessor Matthias Kohler auf der Internetseite des Projekts zitiert. Er hat es gemeinsam mit dem Direktor der ETH-Abteilung Immobilien, Hannes Pichler, initiiert. „Dass wir dabei an unserem eigenen ,Zuhause‘ forschen, macht es für uns umso spannender, weil wir so unsere Zukunft mitgestalten können.“
Im aktuellen Survey wurden 403 Projekte aus 124 Städten erfasst, wobei Digitalisierung und Nachhaltigkeit die wichtigsten Themenfelder darstellen. Die meisten Initiativen entfallen auf den Bereich Smart Environment, insbesondere auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik und ressourcenschonende Technologien. Diese Dynamik unterstreicht den Wandel, den Schweizer Städte anstreben, um den CO₂-Fussabdruck zu verringern und innovative Lebensräume zu schaffen.
Engagement und Wachstumschancen für kleine Städte Die Zahl der teilnehmenden Städte ist markant gestiegen. Immer mehr Kommunen formulieren eigene Smart-City-Strategien, benennen Verantwortliche und arbeiten an Pilotprojekten zur digitalen Transformation. Dennoch zeigt die Umfrage, dass fast 80 Prozent der Städte noch keine ausgereiften Prozesse implementiert haben und sich erst in frühen Entwicklungsphasen befinden. Dies ist ein starkes Signal für bestehendes Entwicklungspotenzial und Marktchancen für Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft.
Governance, Partizipation und Infrastruktur Zu den entscheidenden Dimensionen zählen Smart Governance, Citizen Engagement und Co-Kreation. Die Zunahme von Projekten in digitalen Bürgerservices und smarter Infrastruktur, wie Ressourcenschonung oder intelligente Mobilität, deutet auf den notwendigen Ausbau und die Verstärkung von organisationsinternen Kompetenzen innerhalb der Stadtverwaltungen hin.
Marktpotenzial und nächste Schritte Die Studienautoren betonen, die Dynamik bei Smart-City-Initiativen ist hoch, aber die Ausgestaltung und Organisation noch ausbaufähig. Das Marktpotenzial für Unternehmen und Forschung ist entsprechend gross. Smarte Infrastruktur und innovative Projekte bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kooperation und Investition.
Kleine Städte als Treiber der smarten Zukunft Kleine Schweizer Städte erweisen sich als Motor der Smart-City-Transformation. Mit wachsendem Engagement, einer klaren Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie einer steigenden Zahl konkreter Projekte gewinnen sie an Bedeutung und schaffen neue Chancen für eine nachhaltige und vernetzte Stadtlandschaft.
Die Autoren des Whitepapers fordern einen Paradigmenwechsel. Planen, Bauen und Betreiben sollen als zusammenhängender, ganzheitlicher Prozess verstanden werden. Gebäude gelten dabei als dynamische Systeme, die Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichermassen dienen. Bereits in der frühen Planungsphase schafft eine vorausschauende Automationsstrategie die Basis für einen energieeffizienten, komfortablen und langlebigen Betrieb.
Gebäudeautomation liefert greifbaren Mehrwert Durch digitale Steuerung von Beleuchtung, Klimatisierung, Heizung und Lüftung sowie gezielten Einsatz von Sensorik wird Ressourcenverbrauch messbar reduziert und das Raumklima verbessert. Das schlägt sich positiv auf Betriebskosten, Nutzerkomfort und die Einhaltung von ESG-Kriterien nieder – ein signifikanter Vorteil für Investoren, Betreiber und Nutzer.
Der Mensch im Mittelpunkt Im Whitepaper erhält der menschliche Faktor grossen Stellenwert: Moderne Gebäude sollen zur Gesundheit und Produktivität beitragen und individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Aspekte wie Luftqualität, thermischer Komfort oder Akustik rücken stärker in den Fokus. Dank digitaler Technologien – von Sensorik bis zu personalisierten Raumprofilen – werden adaptive und nutzerfreundliche Arbeits- und Lebenswelten realisierbar.
Kreislaufwirtschaft und digitale Infrastrukturen als Zukunftsstandard Gebäudeautomation unterstützt einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser und erleichtert die Umsetzung zirkulärer Gebäudekonzepte. Cloudbasierte Plattformen, IoT-Sensoren und IP-basierte Netzwerke schaffen Raum für smarte Funktionen wie Desk-Sharing oder Asset-Tracking und steigern den Immobilienwert im Zeitalter digitaler Transformation.
Komfort, Nachhaltigkeit und Wertsteigerung Das Whitepaper belegt eindrücklich, ganzheitliche Gebäudeautomation sorgt nicht nur für mehr Komfort und Kosteneffizienz, sondern ist unverzichtbar für nachhaltige, gesundheitsfördernde und wertstabile Immobilien.
Auf dem Gelände des Innovation Park Zürich setzt das ETH Spinoff Zeichen. Ein dreieinhalb Tonnen schwerer Dumper wird bei Kunden-Demos mit dem eigens entwickelten Hybridantrieb vorgestellt. Die Baubranche steht angesichts von weltweit drei Gigatonnen CO₂-Emissionen ihrer Maschinen vor enormen Herausforderungen. Der Hybridantrieb ermöglicht eine Reduktion von 30 bis 50 Prozent beim Treibstoffverbrauch und den Emissionen. Eine Revolution für Baufirmen, die zunehmend strengeren Umweltauflagen gegenüberstehen.
Effizienz und Entwicklung als Daueraufgabe Der Innovationsdruck ist hoch. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und zukünftige Anforderungen zu erfüllen, arbeitet das Team laufend an Weiterentwicklungen und optimiert die Technologie für verschiedene Einsatzzwecke. Die Zusammenarbeit mit Bau- und Maschinenunternehmen gewährleistet praxistaugliche Lösungen, während der Standort im IPZ-Pavillon ideale Bedingungen für Forschung und Entwicklung bietet.
Vom Prototyp in die Serienfertigung Nach intensiver Zusammenarbeit mit Partnern steht die serielle Produktion kurz bevor. Damit wird der innovative Hybridantrieb bald breite Anwendung finden und markant zur Dekarbonisierung und Kostenreduktion im Baugewerbe beitragen. Die Technologie vereint Kraft und Flexibilität mit ökologischer Verantwortung. Ein Modell, das der Schweizer Bauindustrie neuen Schub gibt.
Das Unternehmen zeigt eindrücklich, wie technologische Innovationen den Spagat zwischen Effizienz, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit meistern. Der Weg in die Zukunft des Bauens führt über intelligente Antriebe.
Jährlich fallen fast zwei Millionen Tonnen Metallschrott in der Schweiz an, wovon bis zu 95 Prozent recycelt werden. Die hohe Rücklaufquote täuscht jedoch über ein zentrales Problem hinweg. Verunreinigungen, etwa Kupfer im Stahlschrott oder Zinn aus Beschichtungen, machen einen Grossteil des Recyclingstahls ungeeignet für hochwertige Anwendungen. Statt im Fahrzeug- oder Maschinenbau wird dieser Stahl meist im Tiefbau eingesetzt, wo geringere Anforderungen an Reinheit gelten.
Downcycling ist wirtschaftlich und strategisch riskant Der sogenannte Downcycling-Effekt führt dazu, dass wertvolle Rohstoffe nicht optimal genutzt werden. Die Schweiz als rohstoffarmes Land ist bei hochwertigen Metallen auf Importe angewiesen. Jede Tonne, die hochwertig recycelt wird, stärkt die Autonomie und Resilienz der Schweizer Wirtschaft, gerade in politisch unsicheren Zeiten.
KI-Sensorik für Effizienz und Qualität Im Forschungsprojekt ReRe und im Innosuisse-Projekt Reinvent zeigen HSLU und Partner, wie intelligente Sensoren, kombiniert mit selbstlernender KI, bereits an Sammelstellen eine präzise Analyse des Metallschrotts ermöglichen. Kritische Bestandteile wie Akkus oder Druckbehälter werden früh erkannt, was die Sortierprozesse entscheidend verbessert. Wenn nur 15% des rückgeführten Schrotts hochwertig recycelt werden, können bis zu 36’000 Tonnen CO₂ und jährlich rund 30 Millionen Franken eingespart werden.
Systemische Ansätze für eine moderne Kreislaufwirtschaft Die von Innosuisse geförderte Studie Reinvent analysierte das Gesamtsystem Metallrecycling von Materialflüssen über Akteure bis zu Geschäftsmodellen. Neben technologischen Innovationen sind Standards, Transparenz und verlässliche Daten zur Rückverfolgbarkeit essenziell, ebenso wie wirtschaftliche Anreize für alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.
Zukunftsfähigkeit sichern Die Wissenschaftler der HSLU empfehlen unter anderem, Sensortechnologien flächendeckend zu integrieren, einheitliche Datensysteme zur Rückverfolgbarkeit zu schaffen und Kooperationen über alle Akteursgruppen zu stärken. Auch die gezielte Förderung von Wiederverwendungspraktiken soll technologisch und regulatorisch verankert werden, damit hochwertiges Recycling zum Branchenstandard wird.
Metallrecycling als Schlüssel zu Schweizer Rohstoffsouveränität Mit KI und systemischen Innovationen wird Metallschrott zum Wertstoff. Die Schweiz kann den Rohstoffkreislauf schliessen und eine nachhaltige, widerstandsfähige Industrie aufbauen.
Mit steigenden Temperaturen nimmt die Intensität von Starkniederschlägen zu. Wärmere Luft speichert mehr Feuchtigkeit, die sich in kurzer Zeit entladen kann. Besonders lokale Gewitter lösen massive Oberflächenabflüsse aus, die nicht versickern oder von der Kanalisation aufgenommen werden können. Keller, Tiefgaragen und Strassen werden so regelmässig überflutet, auch weitab von Flüssen oder Seen.
Bereits heute sind laut Analysen des Mobiliar Lab 62% aller Gebäude in der Schweiz potenziell betroffen. Zwei Drittel aller Überschwemmungsschäden der letzten zehn Jahre gehen auf Oberflächenabfluss zurück und der Trend zeigt weiter nach oben, insbesondere in urbanen Gebieten.
Bauliche Massnahmen mit grossem Nutzen Der Schlüssel liegt in der Prävention. Objektschutzmassnahmen wie erhöhte Lichtschächte, abschüssige Rampen bei Tiefgarageneinfahrten, wasserresistente Baumaterialien oder gezielte Geländeanpassungen verhindern Schäden und bieten ein ausserordentlich gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Viele Kantone unterstützen solche Investitionen finanziell.
Zusätzlich birgt die Gebäudetechnik erhebliches Potenzial. Intelligente Systeme könnten künftig Umweltdaten und punktgenaue Wetterprognosen nutzen, um mobile Schutzelemente automatisch zu aktivieren. Eine flexible Ergänzung, wo bauliche Dauerlösungen nicht umsetzbar sind.
Bauwirtschaft als Schlüsselakteurin Die Bauwirtschaft ist an jedem Bauprojekt in der Schweiz beteiligt und damit unverzichtbar für die breite Umsetzung solcher Schutzmassnahmen. Nur durch die enge Zusammenarbeit von Planern, Architekten, Bauunternehmen und Gebäudetechnikern lassen sich dezentrale Lösungen im grossen Stil realisieren.
Das Mobiliar Lab für Naturrisiken fordert deshalb die Bauwirtschaft auf, ihre Rolle aktiv wahrzunehmen. Nicht nur als Umsetzerin von Aufträgen, sondern als strategische Partnerin im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Mit Innovationskraft, praktischer Erfahrung und Verantwortung für die gebaute Umwelt kann die Branche wesentlich dazu beitragen, dass Hochwasserschäden auch in Zukunft versicherbar bleiben.
Das Schweizer Gebäudeprogramm des Bundes und der Kantone, das Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs oder des CO2-Ausstosses von Liegenschaften fördert, hat 2024 rund 528 Millionen Franken an Fördermitteln ausgeschüttet. Die Höhe der Auszahlungen bleibt laut einer Mitteilung auf dem Niveau des Rekordjahres 2023 und ist erstmals seit 2016 stagniert.
Die Fördermittel für gebäudetechnische Anlagen stiegen 2024 um 5 Prozent auf rund 228 Millionen Franken (2023: 216 Millionen Franken) und ermöglichten den Austausch von 25’633 Öl-, Gas- oder Elektroheizungen, 84 Prozent davon durch klimafreundliche Wärmepumpen. 131 Millionen Franken wurden für Wärmedämmprojekte aufgewendet, 89 Millionen Franken für Systemrenovierungen und 23 Millionen Franken für Fernwärmprojekte.
Energieeffiziente Neubauten nach Minergie-P oder GEAK-A/A-Standards erhielten im vergangenen Jahr 43 Millionen Franken, eine deutliche Steigerung von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 17 Millionen Franken flossen in Informations- und Ausbildungsprojekte sowie Qualitätssicherung, zwei Drittel davon in die Erstellung von kantonalen Energieausweisen mit Beratungsbericht.
Die Subventionsverpflichtungen aus dem Gebäudeprogramm beliefen sich 2024 auf rund 542,5 Millionen Franken, davon flossen mit 190 Millionen Franken der grösste Teil in Haustechnikprojekte und mit 123 Millionen Franken rund ein Viertel in Systemsanierungen.
Dank der Fördermittel des Bundes und der Kantone wurden laut der Mitteilung 2024 Massnahmen umgesetzt, die längs ihrer Lebensdauer rund 12 Milliarden Kilowattstunden und 3,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Auch die Wirkung pro Förderfranken verbesserte sich von 152 Franken pro Tonne CO2 (2023) auf 147 Franken im Jahr 2024.
Energieproduzent Axpo prüft gemeinsam mit den beiden Ortsgemeinden Rüthi und Sennwald und der Politischen Gemeinde Rüthi die Machbarkeit eines Windparks. Geplant sind laut einer Medienmitteilung drei Windenergieanlagen auf dem Boden von Rüthi, eine Anlage in Altstätten SG und drei Anlagen in Sennwald. Zusammen könnten sie pro Jahr rund 54 Gigawattstunden Strom erzeugen, auch im Winter. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 11’500 Haushalten.
Am 25. August hat Axpo die Bevölkerung in Rüthi und am 26. August in Sennwald informiert. Fachleute von Kanton und Axpo beantworteten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Ausserdem war das Axpo-Wind-Mobil für Erklärungen zur Technologie und einer 3D-Visualisierung des möglichen Windparks vor Ort.
In der Mitteilung wird die Gemeindepräsidentin von Rüthi, Irene Schocher, zitiert, die die transparente Abklärung des Windpotenzials und die frühe Einbindung der Bevölkerung begrüsst: „Eine fundierte Entscheidungsgrundlage ist essenziell, um das Potenzial eines Windparks in unserer Region realistisch bewerten zu können.“ Die Ortsgemeinde Sennwald stehe hinter dem Projekt, so ihr Präsident Daniel Berger. Sie sehe „im geplanten Windpark eine Chance, die regionale Energieversorgung zu stärken und einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.“
Im Oktober 2025 wird ein Windmessmast aufgestellt, um über ein Jahr lang Daten zu Wind und Fledermausaktivitäten zu sammeln. Danach wird die Wirtschaftlichkeit des Projekts beurteilt und über die weitere Planung entschieden. Sollte es realisiert werden, können sich die Standortgemeinden und die lokale Bevölkerung an einer Projektgesellschaft beteiligen.
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