Kategorie: Projekte

  • Claraturm: Neuer Wohnraum an zentraler Lage

    Claraturm: Neuer Wohnraum an zentraler Lage

    Knapp sechs Jahre nachdem das Basler Stimmvolk dem Bebauungsplan mit 53 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt hatte, konnte Mitte Mai 2019 der Grundstein für den Claraturm am Riehenring gelegt werden. Während dieser Zeit wurden am 96-Meter-Hochhaus planerische Veränderungen vorgenommen.

    Veränderte Nachfrage
    Die Morger Partner Architekten änderten die Fassadenfarbe von weiss auf dunkelbraun, der Totalunternehmer Halter AG reduzierte aufgrund veränderter Nachfrage die Gewerbeflächen zugunsten von zusätzlichem Wohnraum. Anstelle der vorerst geplanten 170 Wohnungen entstehen im Turm und im fünf Stockwerke hohen Annexbau insgesamt 285 Mietwohnungen, schreibt die Basler Zeitung.

    Städtebauliche Bedeutung
    Ab dem zweiten Stock entsteht ein Mix aus 1- bis 4½-Zimmer-Mietwohnungen sowie 35 möblierte «MOVEment» Mikroapartments mit verschiebbaren Raummodulen. Das oberste Geschoss wird öffentlich nutzbar sein. Im Erdgeschoss sind Gewerbe- und Gastronomieflächen geplant. In den drei Untergeschossen werden eine Auto-Einstellhalle und Velo-Parkplätze erstellt. Für Architekt Meinrad Morger leistet der Claraturm einen Beitrag zur Clusterbildung am Messeplatz. Er ist überzeugt: «Das Wohnhochhaus hat eine städtebauliche, architektonische und gesellschaftliche Bedeutung für die Stadt Basel.» Eigentümerin und Bauherrin ist die Balintra AG, eine Immobiliengesellschaft des UBS Sima. ■

  • Aufstockung – der Balsberg wächst

    Aufstockung – der Balsberg wächst

    Heute präsentiert sich das Gebäude mit seinen 45 000 Quadratmetern Fläche und 1800 Arbeitsplätzen im Minergie-Standard mit hochwertigem Grundausbau und beherbergt als Mieter über 40 nach Branchen­ diversifizierte Unternehmen. Der Balsberg ist ein 24­-Stunden­-Haus mit einem Empfang, der das ganze Jahr rund um die Uhr besetzt ist. Die kontrollierten Eingänge und der Notstrom würden den Balsberg als einzigartig auszeichnen und durch Serviceleistungen wie Postdienst, Personalrestaurant, Catering und Kleiderreinigung ergänzt, betonen die Projektverantwortlichen.

    Auf künftige Nutzerbedürfnisse eingehen
    Mit der Aufstockung um weitere drei Geschosse wird das bestehende Angebot um zusätzlich 21 500 Qua­dratmeter Nutzfläche erweitert; rund 7800 Quadratmeter pro Geschoss. Dabei wird bei der Planung auf die heutigen und künftigen Nutzerbedürfnisse eingegangen. So soll das bestehende Serviceangebot des Balsbergs um zusätzliche Dienstleistungen erweitert werden. Vom äusseren Erscheinungsbild des Gebäudes wird die bestehende Fassadenstruktur beibehalten. Der hohen technischen Komplexität des Gebäudes sowie einem möglichst emissionsarmen und betriebsunterbruchfreien Bauablauf wird in der Planungsphase mit aller Gründlichkeit Rechnung getragen. Denn auch während der Bauphase muss ein reibungsloser Betrieb sowie die hohe Arbeitsplatz­- und Aufenthaltsqualität im Geschäftshaus Balsberg sichergestellt werden. Dabei wird besonderer Wert auf die aktive Mieterkommunikation und ­-information gelegt. 

  • Klybeckplus, das neue Stadtquartier der Zukunft

    Klybeckplus, das neue Stadtquartier der Zukunft

    Da die Werkareale der ehemaligen Ciba-Geigy AG im Basler «Klybeck» nur noch eingeschränkt genutzt werden, haben sich die Grundeigentümerinnen (die beiden Chemiekonzerne Novartis und BASF) 2016 mit dem Kanton Basel-Stadt zusammengeschlossen, um das rund 300’000 Quadratmeter grosse Areal einer neuen Entwicklung zuzuführen.

    Ein Blick in die Zukunft
    Novartis Pharma hat Ende Mai 2019 ein rund 160’000 Quadratmeter grosses Entwicklungsareal an die Central Real Estate Gruppe verkauft. Dabei handelt es sich um das ehemalige Werksgelände der Ciba-Geigy, der heutigen Novartis, das mehr als vierzig zum Teil noch industriell genutzte Gebäude umfasst sowie sechs teilweise aneinander angrenzende Grundstücke.

    Central Real Estate
    Central Real Estate ist eine von der Baloise, der Zuger Pensionskasse, der Credit Suisse Anlagestiftung, der J. Sarasin Anlagestiftung und weiteren Schweizer Pensionskassen neu gegründete Immobilien-Beteiligungsgesellschaft. Für die Arealentwicklung hat sich die Gesellschaft Unterstützung von Mettler2Invest, Nova Property Fund Management und Credit Suisse AM gesichert. Central Real Estate werde die Verpflichtung von Novartis übernehmen und die Planung wie vereinbart fortsetzen, heisst es.

    Anfang Juli 2019 hat BASF ihren Anteil des Klybeckareals an Swiss Life verkauft. Die weitere Entwicklung des zukünftigen Stadtquartiers soll nun durch einen Eigentümer fortgeführt werden, dessen Kernkompetenzen, Fähigkeiten und Erfahrungen schwerpunktmässig im Bereich der Areal- und Stadtentwicklung liegen, schreiben BASF und Swiss Life in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Mit dem Projekt «klybeckplus» wird das ehemalige, rund 300’000 Quadratmeter grosse Industriegebiet in den nächsten Jahren zu einem neuen Basler Stadtquartier. Bis 2035 rechnet man mit rund 30’000 neuen Arbeitsplätzen und 20’000 zusätzlichen Einwohnern. Damit zählt «klybeckplus» zu den grössten Entwicklungsgebieten der Schweiz. ■

  • Neues städtisches Quartier mit eigener Identität

    Neues städtisches Quartier mit eigener Identität

    Bis zu 160 Meter hohe Wohntürme und mehrere Stadthäuser sollen zukünftig die Nordspitze des Dreispitz-Areals prägen. Das Siegerprojekt des Studienauftrags von Herzog & de Meuron sieht dort rund 800 Wohnungen, einen Park und einen grossflächigen Dachgarten auf dem MParc vor. Der Kanton muss zuerst über den Bebauungsplan befinden. Erst mit dem grünen Licht des Grossen Rats, angestrebt wird 2021, sowie allenfalls der Stimmberechtigten, kann das Grossprojekt in Etappen realisiert werden. ■

  • Neues urbanes Quartier auf dem früheren Güterareal

    Neues urbanes Quartier auf dem früheren Güterareal

    In Volta Nord soll das ehemalige Güterareal zu einem urbanen Quartier werden. Wenig genutzte Flächen werden verdichtet. Geplant ist, dass auf dem Gewerbe- und Industrieareal rund 2’000 bis 3’000 Arbeitsplätze sowie Wohnraum für 1’300 bis 1’900 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen sollen. Durch die städtebauliche Aufwertung werde das Potenzial des Lysbüchel-Areals ausgeschöpft, schreibt das Planungsamt des Kantons Basel-Stadt. Das Stimmvolk stimmte am 25. November 2018 dem Bebauungsplan mit 61 Prozent zu. Zudem erhöhe der Bebauungsplan mit Grünräumen und Parkanlagen die Aufenthaltsqualität für die heutigen und zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer des Quartiers deutlich, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Eine neue Primarschule sowie Freiräume sollen das Profil der Arealentwicklung abrunden. Damit entsteht der neue Wirtschafts- und Wohnraum Volta Nord. ■

  • Forschungs- und Entwicklungszentrum, Roche Basel

    Forschungs- und Entwicklungszentrum, Roche Basel

    Das Zentrum wird aus vier Gebäuden mit einer Höhe von bis zu 114 Metern bestehen und Platz für 1’750 Mitarbeitende bieten. Eine Tiefgarage bildet das Fundament für die Bauten 4 und 7. Bau 4 beherbergt das Convention Center mit Auditorien, in Bau 5 werden Büroarbeitsplätze untergebracht. Die Bauten 6 und 7 beinhalten flexible Laborarbeitsplätze. Zusammengehalten wird der Gesamtkomplex im Erdgeschoss über die sogenannte «Avenue, eine überdachte Verbindungsstrasse zwischen allen Gebäuden. Investitionsvolumen: Rund 1,2 Milliarden Franken. ■

  • Das höchste Hochhaus der Schweiz

    Das höchste Hochhaus der Schweiz

    Der Roche-Turm Bau 2 lehnt sich optisch stark an den 2015 fertiggestellten Roche-Turm Bau 1. Der Turm wird mit seinen 205 Metern rund dreissig Meter höher werden als der Bau 1. Das 50-Stockwerk-Gebäude löst seinen «Zwillingsbruder» zudem als höchstes Hochhaus der Schweiz ab. Aber nicht nur die Grösse unterscheidet die beiden Türme voneinander: der Bau 2 erhält eine deutlich schmalere Form. Die geringere Grundfläche hat zur Folge, dass der zweite Turm mit 1’700 Büroarbeitsplätzen etwas weniger Kapazität als der Bau 1 bereitstellt. Die Geschossflächen entsprechen elfeinhalb Fussballfeldern. Läuft alles nach Planung, wird der Roche Tower 2 bis Mitte 2022 fertiggestellt. ■

  • «Der Aufwand bei Umbauten  und Sanierungen wird oftmals  unterschätzt»

    «Der Aufwand bei Umbauten und Sanierungen wird oftmals unterschätzt»

    Frau Zenhäusern, welche Einflüsse haben Ihren beruflichen Weg geformt?
    Ganz klar mein Studium an der ETH Zürich, wo ich durch namhafte Dozenten und Professoren wie Herzog & de Meuron, Gion A. Caminada oder Miroslav Šik geprägt und ausgebildet wurde. Insbesondere durch letzteren lernte ich, durch Bilder zu entwerfen.

    Wie ist das zu verstehen?
    Man stellt sich den Raum vor, wie er gebaut und ausgestaltet werden könnte, und entwirft ihn dementsprechend. Mittels eines Renderings beziehungsweise einer Fotomontage kann man überprüfen, wie sich die Idee in die umgebende Landschaft oder ins bestehende Stadtbild einfügen wird. Solche Bilder sind auch im Entwicklungsprozess gemeinsam mit der Bauherrschaft sehr hilfreich, da man in technische Pläne sehr viel hineininterpretieren kann. Man darf nicht erwarten, dass jeder Bauherr in der Lage ist, anhand von Grundrissen und Gebäudeschnitten eine realistische Vorstellung dessen zu bekommen, was entstehen wird. Bilder helfen, Missverständnissen vorzubeugen und erleichtern allen Beteiligten zu erkennen, was wir planen und wie es aussehen wird.

    Neben Neubauten haben Sie sich auch mit Umbauten und Renovationen einen Namen gemacht. Bei der Sanierung einer Attikawohnung in einem Wohn- und Geschäftshaus in Visp haben Sie
    ganz neue Perspektiven eröffnet. Wie sind die Ideen hierfür entstanden?

    Das mehrstöckige Gebäude, das wir umgebaut haben, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Altstadt in Visp. Das Konzept dieser Attikawohnung sieht vor, den Innenraum mit dem Aussenraum und der beeindruckenden Aussicht zu verschmelzen. Wir haben interessante Lösungen der Lichtführung realisiert mittels Oberlichtern und einem zentral in der Wohnung gelegenen Lichthof mit Gartencharakter. Sanierungen sind eine faszinierende Aufgabe, weil die Objekte oftmals an sehr interessanten Orten stehen. In unserem Beispiel hat man die ganze Geschichte der Gemeinde Visp vor Augen.

    Gut geplant ist halb gebaut, heisst es allenthalben. Lässt sich das auch für Sanierungen so bestätigen, die je nach Alter des Objekts auch manche Überraschung ans Tageslicht bringen?
    Planung ist das A und O, insbesondere achten wir auf einen detaillierten Kostenvoranschlag, da der Aufwand bei Umbauten und Sanierungen oftmals unterschätzt wird. Je älter ein Gebäude, desto wichtiger ist auch die Einplanung gewisser Reservepositionen für unvorhergesehene Zusatzkosten, da unter Umständen zu wenig aussagekräftige Informationen über die bestehende Substanz dokumentiert sind.

    Welche grösseren Projekte beschäftigen Sie derzeit?
    Ich plane ein neues Wohnhaus mitten in Brig, in einer gewachsenen Strasse mit den für ihre Entstehungszeit typischen Charakteristika. Hier müssen wir ein neues, individuelles Gebäude entwerfen, das aber zum bestehenden städtischen Gesicht passt. Städtebau hat mich schon immer fasziniert und ich gehe mit grossem Respekt an diese Aufgabe.

    Was haben die von Ihnen realisierten Werke gemeinsam?
    Einfachheit in der Materialisierung, Einfachheit in der Formgebung und klare Linien sind Charakteristika, auf die ich grossen Wert lege. Daran orientiere ich mich, um Räume entstehen zu lassen, die der Bewohner respektive Benutzer oder Besucher als angenehm und stimmig empfindet.

    Wo finden Sie Ihre persönliche Quelle der Inspiration?
    Auf Reisen, in anderen Kulturen, aber auch in meiner Heimat, wenn ich beispielsweise ein altes Walliser Haus betrete. Es ist wichtig, seinen Wurzeln treu zu bleiben und weiterzuentwickeln, was unsere Vorfahren aufgebaut haben. Und genauso wichtig ist es, dass dann später auch die nächste Generation unsere Werke weiter nutzen oder an ihnen bauen kann.

    Woran messen Sie selbst Ihren Erfolg?
    Mein Ziel ist es, Architektur zu gestalten, die eine besondere Stimmung in einem auslöst, wenn man ihr begegnet, in der man sich wohlfühlt, wenn man sie betritt, und die in ihren Kontext passt. Ein positives Feedback vonseiten der Bauherrschaft reicht dann schon.

    Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Partner bei der Realisierung eines Projektes aus?
    Wir arbeiten mit regionalen, ortsansässigen Partnern. Abhängig vom Bauvolumen beauftragen wir dann grössere oder kleinere Unternehmer, um sicherzustellen, dass ihre personellen Kapazitäten dem Auftragsaufkommen entsprechen. Ausschlaggebend ist die Zufriedenheit der Bauherrschaft, deshalb wählen wir verlässliche, kompetente Partner, die auch längerfristig und vor Ort für die Bauherrschaft ansprechbar sind.

    Wie viel Architektur braucht der Mensch? Ist Ästhetik am Bau mehr als nur Luxus?
    Architektur ist erst dann gelungen, wenn sie eine Atmosphäre erschafft, einem Raum Kraft und Ausstrahlung verleiht. Ein Gebäude ohne architektonisches Konzept ist schnell erstellt, aber man sollte sich nicht nur über kurzfristige Kosten Gedanken machen und nicht jedem Trend nacheifern. Hier kommt wieder die Einfachheit in der Materialisierung ins Spiel oder der Einsatz regionaler, zeitloser und nachhaltiger Materialien, wie beispielsweise Holz. Mit entsprechender Architektur lässt sich auch direkt eine Botschaft kommunizieren, wie dies in der Marketingarchitektur umgesetzt wird.

    Was machen Sie als Ausgleich zur Architektur?
    Neben meinen Beruf als Architektin bin ich passionierte Fotografin. In der Briger Burgschaft habe ich seit Anfang Jahr mein eigenes «atelierkathrin», wo ich mich der Porträt- und Peoplefotografie widme. Wie in der Architektur, bin ich auch in der Fotografie stets auf der Suche nach dieser magischen Stimmung und Emotionen. 


    www.bauatelier12.ch
    www.bringhen.ch

  • Ein neues Stadtquartier wird entwickelt

    Ein neues Stadtquartier wird entwickelt

    Der zentral gelegene Güterbahnhof Wolf dient heute dem Güterumschlag. Die teilweise Verlagerung der Logistik nach Basel-Nord und eine räumliche Optimierung ermöglichen die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers auf zehn Hektaren zwischen dem Schienenfeld und der St. Jakobs-Strasse, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Das Richtprojekt geht auf die spezielle Lage ein und schlägt einen in Ost-West-Richtung ausgedehnten und lärmgeschützten Hof vor. Die historischen Bauten werden in die Hofraumfigur eingebettet und sollen die Identität des neuen Quartiers stärken, betonen die Projektverantwortlichen. Die SBB und der Kanton Basel-Stadt sind sich einig, mit dem Richtprojekt einen überzeugenden Städtebau und ein passendes Nutzungskonzept vorzulegen.

    Raum für Logistik, Gewerbe und Wohnen
    Im Richtprojekt sind rund 73’000 Quadratmeter Wohnfläche, 36’000 Quadratmeter Büro- und Dienstleistungsfläche, 62’000 Quadratmeter für Gewerbe- und Logistik­nutzungen sowie 11’000 Quadratmeter für öffentliche Einrichtungen, Verkauf und Gastronomie vorgesehen. Wohnen und Arbeiten werden in einen Wohn- und einen Gewerbehof räumlich getrennt. Die rund 550 Wohnungen sollen im westlichen Teil des Hofes angesiedelt werden. Im östlichen Teil sind Gewerbe- und Büronutzungen vorgesehen.

    Eine wichtige Rolle spielt bei der Entwicklung die Mobilität. Entlang der
    St. Jakobs-Strasse sind ein Veloweg und ein Busbahnhof vorgesehen. Für eine bessere Verbindung der bestehenden Quartiere auf beiden Seiten des Gleisfelds ist eine Passerelle für den Langsamverkehr geplant. Um das Stadtquartier nicht zu belasten, wird neu auch die Zufahrt für die Logistik neu organisiert. Zudem ist geplant, für das neue Quartier und die umliegenden Gebiete eine eigene Haltestelle für die S-Bahn zu realisieren.

    Im nächsten Planungsschritt erarbeiten der Kanton Basel-Stadt und die SBB einen Bebauungsplan. Dieser wird nach der öffentlichen Planauflage dem Grossen Rat voraussichtlich 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt. Die ersten Neubauetappen sind zurzeit ab 2024 vorgesehen. ■

  • Überbauung mit günstigem Wohnraum

    Überbauung mit günstigem Wohnraum

    Die Stadt Bern trägt seit 2020 das Label Energiestadt Gold und möchte ihre Vorreiterrolle bei der Energiewende ausbauen. Hierfür setzt sie bei den stadteigenen Liegenschaften auf einen reduzierten Energieverbrauch und baut nach energetischen Standards. So auch am Standort der ehemaligen Krankenpflegeschule Engeried, wo die Stadt eine Wohnüberbauung realisiert. Das Projekt umfasst nebst Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen rund hundert Wohnungen, eine Bibliothek, eine Basisstufenklasse sowie eine Tagesschule. Alle Wohnungen sollen als gemeinnütziger Wohnungsbau vermietet werden. 24 Wohnungen davon werden im Segment «Günstiger Wohnraum» realisiert, betonen die Projektverantwortlichen.

    Im Sommer 2017 gewann das Büro B Architekten aus Bern mit dem Projekt «milet» den Projektwettbewerb. Das Siegerprojekt sieht vier Gebäude vor, die zu einem gemeinsamen Innenhof ausgerichtet sind und der rechtwinkligen Struktur des Quartiers Rechnung tragen sollen. Die Erschliessung aller Nutzungen erfolgt ausschliesslich über den klar gefassten und abwechslungsreich gestalteten Hofraum. Die Aussen- und Zwischenräume sollen parkähnlich mit einem Anteil an naturnahem Lebensraum realisiert werden. Die Dächer der vier Neubauten werden zu bestmöglichen Nutzung der erneuerbaren Energien mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Beheizt werden die Gebäude mit einer Erdsonden-Wärmepumpe. Angestrebt wird, dass die vier Gebäude die Anforderungen an ein 2’000-Watt-Areal erfüllen. Läuft alles nach Planung soll die Überbauung im Jahr 2022 fertiggestellt sein. ■

  • Der Campus ist für die Zukunft gewappnet

    Der Campus ist für die Zukunft gewappnet

    Die Berner Fachhochschule (BFH) ist historisch gewachsen. Die verschiedenen Departemente sind heute auf rund 26 Standorte in Bern, Biel, Burgdorf, Magglingen und Zollikofen verteilt. Das erschwere die Zusammenarbeit im Lehrbetrieb, führe zu Doppelspurigkeiten, hohen Mietkosten und Platznot, betonen die Verantwortlichen der BFH. Zudem seien viele der heute belegten Gebäude in die Jahre gekommen.

    Aus diesen Gründen soll auf dem Areal Weyermannshaus Ost – es ist Teil des Premium-Entwicklungsschwerpunktes (ESP) Ausserholligen – bis 2026 der neue Campus Bern entstehen – parallel zum Campus Biel, dessen Bau 2019 starten soll. Im Campus Bern werden die heute auf zahlreiche Standorte verteilten BFH-Departemente Gesundheit, Soziale Arbeit und Wirtschaft sowie die performativen Künste der Hochschule der Künste und die Bereiche Rektorat und Services unter einem Dach vereint.

    Ineinandergreifendes Campusgelände
    Das Siegerprojekt für den neuen Campus Bern der Berner Fachhochschule (BFH) steht seit Januar 2019 fest: «Dreierlei» hat das Preisgericht unter der Leitung des Amts für Grundstücke und Gebäude (AGG) am meisten überzeugt, schreibt der Campus Bern in einer Mitteilung. Das Projekt kombiniere die eigenständigen Departementsgebäude der BFH mit einem gemeinsamen Sockelgebäude und einem grosszügigen Aussenraum zu einem ineinandergreifenden Campusgelände. Verantwortlich für «Dreierlei» ist ein Planerteam unter der Leitung der Wulf Architekten GmbH, Stuttgart. Das Architektenteam entwickelt das Projekt auf der Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts weiter. Nach heutiger Planung werden die Bauarbeiten 2022 beginnen.

    Mit dem neuen Campus Biel/Bienne kann die BFH Synergien im Betrieb von Lehre und Forschung nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, betonen die Verantwortlichen der BFH. Der Kanton Bern hat Ende Januar 2017 mit den SBB, welchen das Grundstück in Weyermannshaus Ost gehört, einen über achtzig Jahre laufenden Baurechtsvertrag für die Baufelder Nord und Süd abgeschlossen.

    Mehr Nachhaltigkeit, mehr Interaktion
    Der Bau müsse in Sachen Energieeffizienz hohen Ansprüchen genügen: Bei der Ausschreibung des Projektwettbewerbs wurden die kantonalen Baustandards, der Standard Minergie-P-ECO sowie die Prüfung eines Holzbaus vorgegeben. Nicht zuletzt fördert die Zusammenlegung der verschiedenen Departemente und Fachbereiche die themenübergreifende Lehre, Forschung und Innovation. Dozierende, Studierende und Verwaltung erhalten Gelegenheit, sich über Disziplinen hinweg auszutauschen und zu inspirieren.

    Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen aufwerten
    Dass die Umgebungsflächen des Campus Bern den Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen prägen und aufwerten werden, davon sind die Projektverantwortlichen überzeugt. Geplant sind beispielsweise neue Spazier- und Velowege, grosszügige Spielplätze und Begegnungszonen. Die BFH plant zudem, im Sommer in den Aussenanlagen öffentliche Konzerte und Theatervorführungen zu veranstalten. Wichtiges Element der Aussenraumgestaltung ist auch die von der Stadt geplante neue Velo- und Fussgängerunterführung. Gemäss Berechnungen werden täglich mehr als 6’000 Studierende, Beschäftigte und Besuchende diese direkte Verbindung zwischen Campus und Europaplatz nutzen. ■

  • «Garden Tower»: Wohnen mit Aussicht auf das  Berner Alpenpanorama

    «Garden Tower»: Wohnen mit Aussicht auf das Berner Alpenpanorama

    Bei der Überbauung Bächtelenpark in Köniz wurde ein 53 Meter hohes Hochhaus mit einem Erdgeschoss und 16 Obergeschossen gebaut, welches 2016 bezogen werden konnte. Das im Minergiestandard erbaute Gebäude am Fusse des Berner Hausbergs Gurten umfasst insgesamt 45 3½- und 4½-Zimmer-Wohnungen mit offenen Grundrissen. Sie sind teils als Miet- und Eigentumswohnungen konzipiert worden. Zusammen mit der aussergewöhnlichen Gebäudeform bildet die steinerne Fassade das Hauptmerkmal des Hochhauses. Den äussersten Abschluss bildet eine, das ganze Gebäude umhüllende, filigrane Netzkonstruktion mit freigelassenen Ausschnitten für die Aussicht sowie einer Begrünung.

    Der «Garden Tower» des Architektenbüros Buchner Bründler aus Basel ist zurzeit das erste Hochhaus der Schweiz, das mit einer begrünten Fassade aufwartet. Wegen der Brandschutzbestimmungen sei ein solches Projekt nicht ganz unkompliziert, erklärte Andreas Bründler gegenüber der «Berner Zeitung». Unter anderem sei diese Form des Begrünens in der Schweiz noch nicht verbreitet. Bauherr des Hochhauses ist der frühere Oerlikon-Bührle-Chef und Aargauer Industrielle Hans Widmer (1940).

    Flächendeckendes Grün
    Die Begrünung macht ein feines metallenes Netz möglich, das rund um das Gebäude gespannt worden ist. Es sorgt dafür, dass die 1’200 Quadratmeter Grünfläche an der Fassade zu sehen ist. Die Pflanzen klettern entlang der Maschen empor und entwickeln sich gleichzeitig gegen links und rechts. 95 bodenerdige Pflanzentröge auf allen Etagen sind ein integraler Bestandteil der Architektur. Sie stehen versetzt, damit sich das Grün flächendeckend ausbreiten kann. «Es muss gewährleistet sein, dass die Pflanzen nicht verdorren und die Brandgefahr dadurch nicht steigt», sagen die Verantwortlichen. Deshalb sei der Wohnturm mit einer Bewässerungsanlage ausgestattet worden. Diese registriert, wann sie den Pflanzen wie viel Wasser geben muss. Die Bewohner können so entspannt in die Ferien reisen, ohne jemanden für das Giessen engagieren zu müssen. Bei der Wahl der Pflanzen sind zudem Lichtverhältnisse berücksichtigt worden, die auf allen vier Seiten verschieden sind.

    Verschiedene Himmelsrichtungen
    Die Wohnungen sind so konzipiert, dass sie mindestens gegen zwei, und meist gegen drei, Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Alle Fenster reichen vom Boden bis zur Decke und lassen viel Licht in die Wohnungen. Am meisten besticht der Aussenraum, denn bei jeder Wohnung kommen mindestens 45 Quadratmeter als Balkon zur Wohnfläche hinzu. Die Architekten schafften so einen Ersatzgarten, damit alle Bewohnerinnen und Bewohner auch draussen genug Platz finden. Zuoberst im 16. Stock thront eine Attikawohnung mit einer Fläche von über 200 Quadratmetern. Bei schönem Wetter ist das Alpenpanorama garantiert. ■

    Teil des «Bächtelenparks» – fünf verschiedene Gebäudekomplexe
    Der «Bächtelenpark» sei eine einzigartige Komposition, betonen die Projektverantwortlichen. Die Überbauung setzt sich aus fünf Teilprojekten zusammen, welche eine Einheit aus individuellen Gebäudetypen bildet. Diese Teilprojekte unterscheiden sich stark in ihrer Architektur und Materialenverwendung. Das Bauprojekt folgte dem Credo «belebte Vielfalt statt Gleichförmigkeit». Im Zentrum steht der 53 Meter hohe Wohnturm. Mit den erwähnten 16 Geschossen gibt das Hochhaus dem modernen Gesamtkonzept des Quartiers «Bächtelenpark» ein unverwechselbares Gesicht. Modern, zentrumsnah und gut erschlossen – die Überbauung reiht sich mit diesen Eigenschaften nahtlos in die Weiterentwicklungsprojekte der Gemeinde Köniz ein.

    Komplexes Bauvorhaben
    Eiffage Suisse betreute als Totalunternehmung das Bauvorhaben im Auftrag von Dr. Hans Widmer. Der «Bächtelenpark» sei zu Beginn eine Grossbaustelle mit fünf voneinander unabhängigen Bauprojekten verschiedener, durch Wettbewerbe gewählten Architekten, erklären die Projektverantwortlichen. Dies führte zu grosser Komplexität in Abläufen und Prozessen, sowohl bei der Planung wie auch bei der Umsetzung. In Spitzenzeiten wurden bis zu dreihundert Bauarbeiter gleichzeitig koordiniert. Beim Hochhaus ergaben sich zusätzliche komplexe Herausforderungen, wie zum Beispiel die hohen Windlasten.

  • Ein Quartier wird zum Elektrizitätswerk

    Ein Quartier wird zum Elektrizitätswerk

    Die Energiestrategie 2050 ermöglicht neu Zusammenschlüsse zur Produktion und Nutzung von lokal produziertem Strom. Im Zuge dessen realisiert die IGD Grüter AG in Huttwil das erste eigenständige Energiequartier der Schweiz.

    Die Wohnüberbauung «Hohlen Südhang» wird mit Solarstromanlagen ausgestattet und der Strom innerhalb des gesamten Quartiers vernetzt. Somit wird das Quartier zum Elektrizitätswerk. Die selbst erzeugte Energie ist im gesamten Quartier von allen Bewohnern nutzbar. Die Idee ist, dass keine einzelnen Hausanschlüsse von Stromlieferanten mehr benötigt werden. In den vier Häusern sind 24 3½- und 16 4½-Zimmer Wohnungen untergebracht.


    Das Plusenergie-Quartier besteht aus 22 Gebäuden. Die Bewohner der knapp hundert Wohneinheiten im Energiequartier «Hohlen» in Huttwil werden sich weitgehend selbstständig mit Solarstrom versorgen. Photovoltaik-Anlagen auf allen Dächern und Balkongeländern produzieren mehr Energie als das Quartier im Jahr braucht und das zu einem tieferen Preis als mit einer konventionellen Energieversorgung.

    Der eigene Strom wird im Quartier zum Wohnen, Arbeiten, Autofahren sowie zur Wärmeerzeugung verwendet. Ein Carsharing mit Elektroautos soll persönliche Zweitfahrzeuge überflüssig machen. Vorgesehen ist, dass ein Batteriespeicher die Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit erhöht. Angestrebt wird, dass mit diesen technischen Innovationen sichergestellt wird, dass möglichst viel der selber produzierten Energie auch selber verbraucht werden kann. ■

  • Altersgerechte Wohnmöglichkeiten

    Altersgerechte Wohnmöglichkeiten

    Der «Ahornpark» stelle für Bätterkinden einen Meilenstein dar, weil das Projekt eine Antwort auf den Mangel an altersgerechten Wohnmöglichkeiten in der Region biete, wird Gemeindepräsident Beat Linder in einer Medienmitteilung zitiert. Die zusammenhängend gestaltete Überbauung wurde Ende 2018 von der Gemeindeversammlung genehmigt und diesen Frühling rechtskräftig. Die Überbauung «Ahornpark» umfasst ein Alterszentrum, verteilt auf vier Gebäude. Hinzu kommen vier Mehrfamilienhäuser. Neben der Wohnnutzung wird in einem Teilbereich, gegenüber dem Bahnhof, eine Gewerbefläche realisiert, welche zukünftig an einen Betreiber aus dem Gesundheitsbereich vermietet werden soll. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren übergibt die Halter AG im Sommer 2021 der Bauherrschaft die fertiggestellten Gebäude. ■

  • Neues Gewerbegebäude «ZOWO» in Zollikofen

    Neues Gewerbegebäude «ZOWO» in Zollikofen

    Das Projekt Zollikofen Work «ZOWO» im Businessquartier der 10’000 Einwohner zählenden Gemeinde – wird rund 8’000 Quadratmeter für Büro- und Gewerbenutzungen umfassen. Zurzeit laufen für das fünfstöckige Gebäude Verhandlungen mit Ankermietern und Investoren. Läuft alles nach Plan, wird das Dienstleistungs- und Bürogebäude im Jahr 2022 fertiggestellt.

    Das «ZOWO» sei gut an das Verkehrsnetz angeschlossen, betonen die Projektentwickler. Den Bahnhof Zollikofen ist in wenigen Gehminuten zu erreichen, und mit dem Auto ist man in rund fünf Minuten auf der Autobahn A1 oder in etwas mehr als zehn Minuten in Bern. Im nahen Umfeld der Überbauung gebe es zudem Verpflegungs- und Einkaufsmöglichkeiten, auch ein Spaziergang im Wald sei «quasi direkt vor der Haustüre möglich». ■

  • Ein Hochhaus für Ostermundigen

    Ein Hochhaus für Ostermundigen

    Direkt am Bahnhof Ostermundigen wird Grosses, respektive Hohes, realisiert: Mit dem «Bäre Tower» entsteht ein 100,5 Meter hoher Turm; das zukünftige neue Wahrzeichen von Ostermundigen. Zum neuen Bärenplatz hin werden sich Gastronomie- und Verkaufsflächen sowie Büro- und Dienstleistungsflächen orientieren. Im unteren Teil des Hochhauses ist ein Hotel vorgesehen, darüber befinden sich ein Panoramarestaurant und Mietwohnungen. Die Fassade setzt sich aus einzelnen Aluminiumelementen zusammen. Die Bauarbeiten haben Ende 2018 begonnen. Die Fertigstellung ist auf Ende 2021 vorgesehen. ■

  • Urbanes Leben am Wasser

    Urbanes Leben am Wasser

    Die fünf sechsstöckigen Gebäude mit dazwischengeschalteten zweistöckigen Verbindungsbauten werden in die Umgebung integriert, und eine Promenade mit direkter Aaresicht verbindet die Häuser. Auf dem Areal des ehemaligen Industrieareals «Hammerwerk» werden 77 Eigentumswohnungen (vom Studio bis zur 5½-Zimmer-Wohnung) realisiert. Dazu gehören Gewerbe und kulturelle Einrichtungen sowie Gastronomiebetriebe, die in Bestandesbauten integriert werden. Auf dem Gelände befinden sich historisch bedeutende Elemente wie beispielsweise ein denkmalgeschütztes Gebäude mit einer historischen Hammeranlage. Sie ist die älteste wasserbetriebene Anlage der Schweiz und gilt als Herzstück des Quartiers. Diese, mit dem hölzernen Wellbaum und den wassergetriebenen Schwanzhämmern aus dem 17. Jahrhundert, zeugt von der industriegeschichtlichen Entwicklung. Zurück in die Gegenwart, respektive in die Zukunft: Die Fertigstellung der neuen Überbauung ist auf Herbst 2021 geplant. ■

  • Eine Überbauung mit sehr guter Ausnutzung

    Eine Überbauung mit sehr guter Ausnutzung

    Das Projekt «Überbauung Füllerichstrasse» in Muri bei Bern wurde im Rahmen eines durch die Gemeinde als Baurechtsgeberin ausgeschriebenen Gesamtleistungswettbewerbs gewonnen. Als Investorin fungiert Helvetia Versicherungen und als Entwicklerin die Halter AG.

    Optimale Einfügung ins Quartier
    Als Sieger des Verfahrens wurde das Projekt mit dem Namen «Der Tee der drei alten Damen» auserkoren. Dies in Anlehnung an einen Roman von Friedrich Glauser, welcher der angrenzenden Begegnungszone den Namen gab. Für die Architektur zeichnet das Berner Büro GWJ Architektur verantwortlich. Die Jury überzeugte am Siegerprojekt die kluge Setzung des Volumens, was die Gesamtanlage sehr durchlässig erscheinen lasse und die Baukörper, Plätze und Gassen optimal ins Quartiersystem einfüge. Das Projekt sei zudem wirtschaftlich gut austariert und überzeuge durch eine sehr gute Ausnutzung.

    Das Projekt sieht drei unterschiedlich hohe Baukörper vor, die durch ihre versetzte Anordnung neue attraktive Aus-sen- und Zwischenräume schaffen. Das Gesamtprojekt sieht im Erdgeschoss Gewerbe- und Retailnutzungen vor und in den Obergeschossen einen breiten Mix an Wohnungen. Die Palette reicht von möblierten 1½-Zimmer-Studios bis zu 8½-Zimmer-Clusterwohnungen. Die Wohnungen werden über einen klassischen Laubengang erschlossen. Zudem verfügt der Bau über einen gedeckten und grosszügigen Innenhof.

    Am Friedrich-Glauser-Weg, der die Verbindung zum Einkaufszentrum Moos schafft, ist ein einstöckiger Pavillonbau mit öffentlicher Nutzung geplant.

    Das Stimmvolk entscheidet
    Bevor die Baubewilligung eingereicht werden kann, muss das Stimmvolk über den Baurechtsvertrag sowie über die Bestimmungen zur «Zone mit Planungspflicht» entscheiden. Über beide Geschäfte soll voraussichtlich Ende 2019 abgestimmt werden. ■

  • «MetroPark» – ein urbanes Zentrum in Aarenähe

    «MetroPark» – ein urbanes Zentrum in Aarenähe

    Der «MetroPark» stellt gemäss der Gemeinde Ittigen eine städtebaulich überzeugende Lösung in Bezug auf die standortspezifischen Anforderungen dar. Als Grundlage dient das Sieger- und Richtprojekt von Holzer Kobler Architekturen, Zürich. Vorgesehen sind einerseits eine Erhöhung und Modernisierung des «Metrohauses», andererseits östlich des RBS-Bahnhofs drei neue Büro- und Wohnbauten. Im gemeinsamen Sockel befindet sich nebst Gewerbeflächen auch die Einstellhalle für Motorfahrzeuge und Velos. Die Dächer der ostseitigen Gebäude werden als begrünte Dachterrassen ausgestaltet, welche zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Die Topografie des Ortes soll neu in zwei Ebenen gegliedert werden. Der Charakter des Sockelgeschosses auf dem Niveau der Worblaufenstrasse ist geprägt von öffentlichen Räumen und Plätzen. Der neue Bahnhof gilt als Schlüsselelement. Das Erdgeschoss, neue Fusswege für die Bewohner und Grünräume schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität. Der Einzug eines Lebensmittelmarkts bereichert das Publikumsangebot und steigert zudem die Attraktivität des öffentlichen Raums.

    Funktionale und soziale Durchmischung
    Der «MetroPark» sei gesellschaftlich, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig, betonen die Projektverantwortlichen. Ziel ist, dass die funktionale und soziale Durchmischung des Quartiers durch das Nutzungskonzept von Wohnen, Arbeiten und Einkaufen spürbar verbessert werden soll. Damit soll ein wesentlicher Beitrag an die kommunale Entwicklung geleistet werden. Auf ökologischer Ebene orientiert sich das Projekt «MetroPark» an den Grundsätzen der 2’000-Watt-Gesellschaft. Bei der Erstellung der neuen Gebäude wird der Betrachtung des gesamten Lebenszyklus ein besonderes Augenmerk geschenkt. Das Quartier wird an einen Fernwärmeverbund angeschlossen. ■

  • Erstes Plusenergie-Quartier der Schweiz

    Erstes Plusenergie-Quartier der Schweiz

    Das erste Plusenergie-Quartier (PEQ) der Schweiz soll einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes leisten. Das über 23’000 Quadratmeter grosse Landstück liegt am Aarehang, oberhalb der ehemaligen Hammerwerke. Das Projekt «Aarerain» bietet mit 167 Wohnungen Wohnraum für rund 350 bis 500 Bewohner. Das Spezielle daran: Im Quartier wird über das ganze Jahr mehr Energie produziert als verbraucht. Seit Frühling 2016 entwickelt Losinger Marazzi gemeinsam mit der Grundeigentümerin CPV/CAP Pensionskasse Coop – das Land ist in ihrem Besitz – und der Gemeinde Ittigen das Projekt «Aarerain». Dieses Konsortium hat einen Architekturwettbewerb durchgeführt, den die Fischer Architekten AG aus Zürich gewonnen haben. Das Siegerprojekt sieht sechs Mehrfamilienhäuser mit bis zu acht Stockwerken vor. Dadurch entstehen 167 Wohnungen für 350 bis 500 Bewohner. Von jeder Wohnung blickt man auf die Aare. Interessant ist das Energiekonzept: «Wir wollen den Energiebedarf minimieren, aber nicht zulasten des Komforts», sagt Christian Leuner, Chef der Fischer Architekten AG.

    Massnahmen um den Energiebedarf klein zu halten
    Um den Standard Plusenergie-Quartier zu erreichen, ist es notwendig, pro Jahr mehr Energie zu produzieren als das Quartier verbraucht. Die Energieproduktion kann beispielsweise durch die Stromgewinnung mittels Photovoltaikpaneelen auf dem Dach oder/und der gedämmten Fassade umgesetzt werden. So gelinge es, gesamthaft mehr Energie zu produzieren als zu verbrauchen. Im Sommer sorgen die Photovoltaikelemente für eine Überproduktion an Energie, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Speichermöglichkeiten seien momentan im «Aarerain» noch nicht vorgesehen. Der Energieverbrauch kann durch die Verwendung von intelligenten Stromnetzen (sogenannten Smart Grids) oder durch die Vernetzung der Quartierbewohner durch eine App, mit der unter anderem der eigene Verbrauch (Elektrizität, Wärme, Wasser) eingesehen, gesteuert und reduziert werden kann. Die Heizung erfolgt über den Wärmeverbund der ARA Worblaufen, die dem gereinigten Abwasser künftig vier bis sechs Grad entziehen und so Energie gewinnen will. ■

  • Wohnen zwischen Jurafuss und Alpenkamm

    Wohnen zwischen Jurafuss und Alpenkamm

    Die Wohnüberbauung «Am Südhang» würde an freistehende Einfamilienhäuser erinnern, jedoch mit dem Vorteil gemeinsam genutzter Infrastruktur, betonen die Projektverantwortlichen. Im Zentrum der 3½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen stehen offene Wohn- und Essbereiche, die fliessend in die restlichen Räume übergehen. Grosszügige Glasfronten und raumhohe Schiebeflügel bieten Ausblicke in drei Himmelsrichtungen.

    Inspiriert von ihrem Standort würden die 24 Eigentumswohnungen mühelos den Spagat zwischen urban und ländlich schaffen, ist in einer Medienmitteilung zu lesen. Pro Haus gruppieren sich drei Baukörper um einen gemeinsamen Erschliessungskern, wodurch jede Wohnung ihren eigenen Flügel erhält und sowohl visuell als auch räumlich mit viel Weite einhergeht. ■

  • Campus Biel: Eine Konzentration des Standorts

    Campus Biel: Eine Konzentration des Standorts

    An dem neuen Standort werden die beiden Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau ihren Platz finden. Der Regierungsrat hatte sich für Biel entschieden, da dort der Campus verkehrsmässig optimal erschlossen ist. Weitere Pluspunkte waren zudem die zentrale Lage unmittelbar beim Bahnhof sowie die Zweisprachigkeit der Stadt.

    Zentralbauten für Wissensvermittlung und Austausch
    Ein Blick zurück: Den Projektwettbewerb für den Campus gewann 2015 die Architekturgenossenschaft pool aus Zürich mit dem Projekt «Trèfle», zu Deutsch «der Klee». Mit sieben Metern Höhe fungiert die Plaza des Campus als gedeckter Stadtraum, ist auf der Website von pool Architekten zu lesen. Im Erdgeschoss befinden sich die wichtigsten gemeinschaftlichen Nutzungen wie die Campus Hall, Aula, Mensa und ein Café sowie die Bibliothek und ein grosser Hörsaal. In der Form eines Mantelbaus umschliessen einzelne Gebäudeflügel die drei Zentralbauten, welche explizit für die Wissensvermittlung und den Austausch vorgesehen sind. Die Fassaden sind in Holz ausgeführt.

    Transparente Lernlandschaft
    «Trèfle» zeichne sich durch eine helle, transparente Lernlandschaft aus, die den Austausch ermögliche und mit geschickt platzierten Kommunikationspunkten fördere, so die Beurteilung der Jury. Zudem integriere sich das Projekt «Trèfle» hervorragend in seine Umgebung. Mit dem neuen Campus werde der Kanton Bern als Bildungsstandort gestärkt und die Berner Fachhochschule in der Fachhochschullandschaft Schweiz wettbewerbsfähig positioniert, betont die Bauherrschaft. Zudem führe eine räumliche Konzentration bei den Raumkosten zu einer Effizienzsteigerung und damit zu tieferen Unterhalts- und Betriebskosten.

    Möglicher Baustopp wegen eines sechsstöckigen Gebäudes
    Die Aushub- und Pfählungsarbeiten sind bewilligt und können laut den kantonalen Baubehörden wie geplant stattfinden. Aber momentan herrscht eine grosse Blockade, schreibt die Berner Zeitung. Auf dem Bauareal steht ein Hindernis. Es ist der Gebäudekomplex Aarbergstrasse 14/16 mit insgesamt zwanzig Wohnungen und Geschäften im Erdgeschoss. Die Liegenschaft ist im Besitz eines Immobilienunternehmers aus Solothurn, welcher sich gegen die Enteignung wehrt. Wird die Immobilie im nächsten halben Jahr nicht abgerissen, kommt es zum vorläufigen Baustopp, schreibt die Berner Zeitung weiter. Und dieser hätte Konsequenzen für die Berner Fachhochschule. «Falls mit den weiteren Bauarbeiten nicht spätestens Ende 2019 gestartet werden kann, ist der Beginn des Hochschulbetriebs im Herbst 2022 unwahrscheinlich», fasst das zuständige Amt für Grundstücke und Gebäude die Lage zusammend. ■

  • Neues Wohnquartier mit über tausend Wohnungen

    Neues Wohnquartier mit über tausend Wohnungen

    An aussichtsreicher Hanglage entsteht am Könizbergwald das neue Plus-EnergieQuartier «Papillon» es gilt schon heute als Vorzeigequartier von Köniz mit rund 1’000 Miet- und Eigentumswohnungen. Seit Mitte 2018 sind die ersten Wohnungen vermietet.

    Bis 2026 wird in Etappen auf insgesamt acht Baufeldern Wohn- und Lebensraum für rund 2’500 Menschen geschaffen – mitsamt einem Quartierzentrum, einer neuen Schule und Sportanlagen. Zum identitätsstiftenden Quartierzentrum soll der denkmalgeschützte Weiler mit seinen alten Bauernhäusern beitragen. Zum Aussenraum des Quartiers gehört auch die Allmend, ein öffentlicher Quartierfreiraum.

    Gemeinde Köniz direkt beteiligt
    Die Stimmberechtigten der Gemeinde Köniz haben sich am 19. Mai 2019 mit einem Ja zur Abgabe von Land im Baurecht für die Entwicklung des Baufelds F (Bruttogeschossfläche rund 25’400 m2), einem «Flügel» der Wohnüberbauung «Papillon», direkt beteiligt. Dieser Perimeter, der etwa so gross wie vier Fussballfelder ist, macht rund ein Viertel der ganzen Siedlung aus. Die Gemeinde Köniz hat nun das Land im Baurecht an die Immobiliengesellschaft Mobimo und eine gemeinnützige Wohnbauträgerschaft abgeben.

    Weitgehend emissionsfreie Energie-versorgung
    Mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen, Erdsonden und einer qualitativ hochstehenden Bauweise setzt das Quartier «Papillon» auf eine weitgehend CO2-emissionsfreie Energieversorgung. ■

  • Ein vielseitiger U-förmiger Neubau

    Ein vielseitiger U-förmiger Neubau

    Der u-förmige Neubau steht im Teilgebiet des Entwicklungsschwerpunktes Ausserholligen. Zudem war es der frühere Standort der Haupttribüne des legendären Grand Prix Suisse. Von 1934 bis 1939 und wiederum von 1947 bis 1954 war Bern jedes Jahr im Sommer für einige Tage das Zentrum des internationalen Motorrennsports. Es war einer der grössten Sportanlässe der Schweiz.

    Gebaut wird in Massivbauweise
    Bevor im Februar 2019, nach einer Entwicklungs- und Planungszeit von etwa sechs Jahren, der Hochbau startete, wurde das bestehende Gebäude der Metallbaufirma Gebrüder Müller AG abgebrochen. Das neue, gegen Süden geöffnete sechsgeschossige Gebäude wird in Massivbauweise erstellt und mit einer Eisspeicher-Anlage beheizt. Zudem ist beim Bauteil 1 eine Photovoltaik-Fassade geplant, und die gesamte Dachfläche wird mit 400 Hybrid-Modulen belegt. Die restliche, ockerfarbige Fassade wird zur Innenhofseite heller sein. Dies erzeugt einen warmen und kräftigen Kontrast zu dem schlichten Gelbton des Nachbarsgebäudes ARK 143 und der blauen Glasfassade des kalt wirkenden Gebäudes von Inotex AG. Der Neubau wird voraussichtlich im August 2021 der Bauherrschaft übergeben.

  • Bubenbergzentrum: Am Puls der Mobilität

    Bubenbergzentrum: Am Puls der Mobilität

    Der Neubau des Bubenbergzentrums 10 bis 12 gilt als Bestandteil des Ausbauprojekts am Bahnhof Bern und wird neben dem heute bestehenden Haupteingang zum wichtigsten Zugang des Berner Verkehrsknotenpunkts. Das Bubenbergzentrum als modernes Bürogebäude mit Retail- und Gastronomieflächen im Erd-, Unter- und Mezzaningeschoss gelte als erste Adresse für eine Standortwahl, betonen die Projektverantwortlichen. Sämtliche Mietflächen im energieeffizient konzipierten Gebäude können individuell ausgebaut werden. Die erstklassige Lage direkt am Bahnhof sei ein weiterer Vorteil für die Kundschaft und Mitarbeitende. ■

  • Von historischen Büros zu besonderen Mietwohnungen

    Von historischen Büros zu besonderen Mietwohnungen

    Die aus drei Gebäuden bestehende Liegenschaft wurde immer zu hundert Prozent als Büroräumlichkeiten genutzt und während dieser Zeit zum Teil umgebaut. Das älteste Gebäude stammt aus dem Jahr 1925, die zwei anderen wurden etwa 1947 erstellt. Sie waren das Zuhause von Telefonkommunikationsunternehmen wie die Hasler AG, Ascom und der Keymile AG. Nachdem 2017 der Hauptmieter auszog, hat sich die Bauherrschaft entschieden, die Liegenschaften umzunutzen.

    Das Konzept überzeugt
    Mit einem Gesamtleistungswettbewerb hat sie einen Totalunternehmer gesucht, der ein verbindliches Angebot für die Umnutzung der Bestandesgebäude oder die Erstellung von Neubauten einreicht. Die Marti Gesamtleistungen AG hat sich zusammen mit dem Konzept von Brügger Architekten AG gegenüber zwei Konkurrenten durchgesetzt. Obwohl mit dem Umbau das Potenzial auf dem Areal nicht ganz ausgeschöpft wird, hat das Konzept, welches den Erhalt aller drei Gebäude vorsieht, die Bauherrschaft überzeugt.

    Raumhöhen von bis zu vier Metern
    Durch die Transformation der drei Gebäude entstehen auf dem Areal 54 Wohnungen mit einzigartigem Charakter. Raumhöhen von bis zu vier Meter, grosse Fensterflächen, sandgestrahlte Betonoberflächen und ein hochwertiger Ausbau sind charakteristische Eigenschaften dieser Mietwohnungen. Mittelpunkt der U-förmig angereihten Bestandesbauten bildet eine Laubengangkonstruktion aus Holz, welche einerseits als Zugang zu den Wohnungen dient, anderseits aber auch die Balkone der dahinterliegenden Wohnungen beinhaltet. Von den Balkonen bietet sich den Mietern die Sicht auf den privaten Innenhof, der durch die Chaussierung verschiedene Sitz- und Aufenthaltsflächen bietet.

    Fassadenbegrünung als weiteres Merkmal
    Ein weiteres Merkmal der Transformation ist auch die Fassadenbegrünung, welche sich aus dem Innenhof an der Laubengangkonstruktion nach oben rankt. Die Überbauung liegt direkt an der Stadtgrenze von Bern und ist mit dem Bus, aber auch mit dem Velo sehr gut erschlossen. In Fussdistanz sind diverse Sportanlagen, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und auch Naherholungsgebiete erreichbar.
    Im lärmempfindlichen Bereich entlang der Schwarzenburgstrasse finden sich zudem etwa dreihundert Quadratmeter Dienstleistungsflächen. Im Souterrain von zwei Gebäuden werden rund 600 Quadratmeter als Atelier-, Bastel- oder Hobbyräume vermietet. Mit diesem spannenden Nutzungskonzept wird Wohnen, Arbeiten und Freizeit unter einem Dach möglich. ■

  • Modernes Genossenschaftswohnen

    Modernes Genossenschaftswohnen

    Die Überbauung «Huebergasse» im Quartier Holligen in Bern ist das Ergebnis eines durch die Stadt Bern durchgeführten Investoren- und Projektwettbewerbs. Das Siegerprojekt haben die Berner Wohnbaugenossenschaft «Wir sind Stadtgarten», die Halter AG, das Berner Architekturbüro GWJ Architektur und ASP Landschaftsarchitekten aus Zürich erarbeitet.

    Hauptsächlich für Familien
    Der Mix der insgesamt 103 Wohnungen ist mehrheitlich auf Familien ausgerichtet, bietet aber auch mit Wohnateliers und Cluster-Wohnungen vielfältigen weiteren Lebensformen Platz. Alle Wohnungen sind konsequent auf die neu entstehende Huebergass ausgerichtet, die das soziale Herzstück der Überbauung bildet. Das Projekt ist explizit gemeinnützig organisiert und richtet sich nach dem Prinzip der Kostenmiete gemäss den Grundsätzen des Bundesamtes für Wohnungswesen aus. Mit attraktiven Grundrissen, der hohen Dichte und Offenheit zum bestehenden Quartier soll die Siedlung für modernes Genossenschaftswohnen stehen.

    Vielseitiges Wohnungsangebot
    Die neuen Wohnbauten oberhalb des Parks bilden einen schmalen Hof, von dem aus sämtliche Wohnungen erschlossen werden. Die meisten bieten 3½, 4½ oder 5½ Zimmer. Vorgesehen sind auch kleinere sowie eine Clusterwohnung mit bis zu neun Zimmern. Statt der heute üblichen 45 Quadratmeter Wohnfläche pro Person wird mit 25 Quadratmetern gerechnet. Der Zugang über den Innenhof und die Balkone zum Hof sollen die Sichtbarkeit der Bewohnerinnen und Bewohnern und dadurch die Kommunikation untereinander fördern.
    Den Stadtteilpark verstehen die Architekten als eigenständigen Stadtraum, der eine «wilde Quartieroase für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung, wie auch für alle andern» darstellen soll. Im Westen wird der Park mit einer Platanenreihe abschliessen. ■

  • Ein urbanes und grünes Stadtquartier für Bern

    Ein urbanes und grünes Stadtquartier für Bern

    Die Stadt Bern möchte auf dem Viererfeld und dem benachbarten Mittelfeld ein neues Quartier mit 1’200 Wohnungen für rund 3’000 Menschen schaffen. Die Hälfte des Viererfelds und ein Drittel des Mittelfelds bleiben unbebaut und sollen als Stadtteilpark, als Familiengärten sowie als Spiel- und Sportflächen einen öffentlich zugänglichen städtischen Freiraum bilden. Mindestens fünfzig Prozent der Wohnfläche seien für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert, betonen die Projektverantwortlichen. Das Areal soll zudem dicht und bodensparend bebaut und energetisch vorbildlich realisiert werden. Angestrebt wird die Zertifizierung als 2000-Watt-Areal.

    Zwei diagonale Achsen als Rückgrat
    Der städtebauliche Wettbewerb wurde im Januar 2019 abgeschlossen. Das Projekt «VIF!» hat beim städtebaulichen Wettbewerb den ersten Rang «Städtebau» und «Stadtteilpark» belegt. Hinter dem Projekt steht ein Team aus Architekten, Landschaftsarchitekten, Verkehrsplanern und Soziologen. «Prägendes Merkmal des Projekts «VIF!» sind zwei diagonale Achsen, die das Rückgrat des neuen Quartiers bilden und besonders für den Fuss- und Veloverkehr eine Grundstruktur bilden», sagt Architektin Priska Ammann.
    Die Jury kam zum Schluss, dass das Siegerprojekt der Wettbewerbsaufgaben «Städtebau» und «Stadtteilpark» durch seine Anbindung an die bestehende städtebauliche Struktur und das Potenzial für hohe Wohnqualität überzeuge. «Das Siegerprojekt bildet keine autarke Siedlung, sondern schliesst präzis die städtebauliche Lücke zwischen der gebauten Stadt in der Inneren und der Äusseren Enge», betont Stadt- und Jurypräsident Alec von Graffenried und ergänzt, dass das «Viererfeld» eine äusserst überzeugende Antwort auf die städtebauliche Aufgabenstellung gibt. «Es bildet keine autarke Siedlung, sondern macht einen präzisen Vorschlag zum Schliessen der städtebaulichen Lücke zwischen der gebauten Stadt in der inneren und äusseren Enge.» Bis Ende 2019 sollen die sieben Wohnentwürfe in einen Masterplan eingefügt werden.


    Baubeginn frühestens 2023
    Geplant ist, dass 2020 die Gewinner der Wohnbauprojekte, gemeinsam mit den Investoren, mit den Projektierungen beginnen. Klar sei, dass mindestens die Hälfte von Vierer- und Mittelfeld von Genossenschaften überbaut werden soll. Im Gegensatz zu den meisten anderen verzichtet das Siegerprojekt auf Hochhäuser auf dem Mittelfeld. Frühestens 2023 kann mit der Überbauung begonnen werden. Zuerst muss das Stimmvolk entsprechende Kredite und die Abgabe des Baulandes bestätigen. Vor gut zwei Jahren genehmigte es die Zonenpläne sowie den Landerwerb vom Kanton. ■

  • Neues Verwaltungsgebäude für das Bundesamt für  Bauten und Logistik

    Neues Verwaltungsgebäude für das Bundesamt für Bauten und Logistik

    Die Bauarbeiten für den Neubau des Verwaltungsgebäudes haben Mitte August 2018 begonnen. Mit Erreichen der Baugrubensohle wurden die 49 Erdsonden gebohrt und installiert. Anfang Januar wurde mit den Rohbauarbeiten begonnen, und seit Mitte August 2019 ist der Rohbau des ersten Obergeschosses abgeschlossen. Ab sofort beschleunigt sich der Baufortschritt durch den Wiederholungsfaktor der «Regel-Geschosse» bis ins achte Obergeschoss. Alle drei Wochen kann so durch den Wiederholungsfaktor jeweils mit einem weiteren Geschoss begonnen werden. Dieses enge Bauprogramm verlangt eine strukturierte, professionelle Koordination und stellt hohe Anforderungen an die Logistik.

    Die Gebäudehülle
    Die Fassade bildet durch den Versatz im Fassadenraster vom ersten zum zweiten Obergeschoss auf subtile Weise einen zweistöckigen Sockel aus. Dieser gliedert das Gebäude in Gemeinschafts- und Verwaltungszonen, nimmt den Terrainunterschied auf und stellt den Bezug zur Etappe 1 her. Die über zwei Geschosse verlaufenden Lisenenprofile gliedern die Fassade zusätzlich und brechen die Grossmassstäbigkeit des Baukörpers. Die helle, eloxierte Oberfläche der Lisenen bildet einen Kontrast zu der hinteren, pulverbeschichteten Ebene der Fensterprofile und Storenabdeckungen. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel verändert sich das Bild der metallischen Fassade.

    Die Nachhaltigkeit
    Das Gebäude wird nach dem Standard Minergie® P Eco und dem Standard Gutes Innenraumklima GI® zertifiziert. Die hohen Anforderungen haben den Entwurf von Anfang an mitgeprägt. Durch die kompakte Gebäudeform, aktivierte Masse, Sonnenschutz und Wärmedämmung wird im Betrieb der Energieverbrauch reduziert. Die grossflächige Verglasung, der Sonnenschutz mit Tageslichtumlenkung und der offene Innenhof sorgen für reichlich natürliches Licht. Der verbleibende Energiebedarf wird CO2-frei gedeckt, und eine PV-Anlage auf dem Dach versorgt das Gebäude mit Strom. Für die Heizung wird primär Abwärme verwendet, während das Gebäude mit Erdsonden und Wärmepumpen gekühlt wird. ■

  • Das Areal des alten Tramdepots wird überbaut

    Das Areal des alten Tramdepots wird überbaut

    Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) baut in den nächsten Jahren am Standort des alten Tramdepots Burgernziel gemeinsam mit der Wohnbaugenossenschaft ACHT (wbg8) ein Wohn- und Geschäftshaus. Das Areal liegt an zentraler und gut erschlossener Lage im Kirchenfeldquartier. Ein Projektwettbewerb kürte das Projekt «bärn ost» des Basler Architekturbüros ds.architekten. Das Vorhaben sieht die Realisierung einer einzigen Gebäudefigur vor. Die rund hundert Wohnungen sind vielfältig nutzbar und zweckmässig aufgebaut und ermöglichen verschiedene Haushaltsformen. Die Palette reicht von Kleinwohnungen für Alleinstehende und Paare über Seniorenwohnungen bis hin zu Wohngemeinschaften und Familienwohnungen.

    Ein Drittel Familienwohnungen
    Rund dreissig Prozent der Wohnungen sollen als Familienwohnungen mit vier bis fünf Zimmern konzipiert werden. Entlang der Thunstrasse stehen für Geschäftsräumlichkeiten rund 3’000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Ankermieter im Geschäftsteil wird die Migros. Sie möchte eine Filiale im Erdgeschoss eröffnen. Weiter sind in dem Neubau ein Restaurant mit Gemeinschaftsraum sowie eine altersgemischte Schulklasse (Basisstufe) und eine Kindertagesstätte geplant.

    Nachhaltiges Bauen als wichtiges Kriterium
    Den Projektpartnern sind eine ansprechende Architektur und eine nachhaltige Bauqualität wichtig. Die Überbauung soll für das Quartier und seine Bewohnerinnen und Bewohner einen Mehrwert schaffen sowie ein Begegnungszentrum werden. Für die Investorin, die Gebäudeversicherung Bern (GVB), erfüllt das Projekt zudem die definierten Kriterien bezüglich ökologische und energieeffizientem Bauen, schreibt die GVB in einer Mitteilung. Als Leuchtturmprojekt nachhaltigen Bauens orientiert sich die Überbauung an den Zielvorgaben der 2’000-Watt-Gesellschaft und trägt so zu einem schonenden Umgang mit der Umwelt bei. Der Baubeginn ist im Winter 2019 und der Bezug der ersten Wohnungen Ende 2021 vorgesehen. ■